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IKEA-Überfall bei „Aktenzeichen XY“

Bereits im November geschah der bewaffnete Raubüberfall auf einen Geldboten vor der Ikea-Filiale in Nieder-Eschbach. Der oder die Täter sind noch immer unbekannt. Der Überfall wird nun am kommenden Mittwochabend, den 12.08.2020, in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“, thematisiert. 

Der Täter gelangte am 9. November 2019 mit vorgehaltener Waffe an den Geldkoffer eines Geldboten und verletzte diesen bei einem Schusswechsel schwer. Nachdem der Unbekannte zunächst zu Fuß flüchtet, setzte er seine Flucht mit einem silberfarbenen Audi fort.

Das Fluchtfahrzeug wurde später brennend in einem Feld am Ende des Prozessionsweges am Riedberg aufgefunden. Wagen und Kennzeichen waren zuvor gestohlen worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der oder die Räuber am Riedberg in ein anderes Fahrzeug umgestiegen sind.

Hier wurde das ausgebrannte Fluchtfahrzeug gefunden. Der Feldweg befindet sich hinter einer Fußgänger-Unterführung am Ende des Prozessionsweges am Riedberg Foto: MAINRiedberg

Nach wie vor sucht die Polizei Zeugen, die Hinweise zu der Identität des unbekannten Mannes und seinem derzeitigen Aufenthaltsort geben können.

Die Frankfurter Kriminalpolizei hat für den Sendetag ein Hinweistelefon mit der Rufnummer 069 – 755 51299 eingerichtet.

Der Mann, der den Ikea in Frankfurt überfallen hat, soll zwischen 30 und 45 Jahre alt sein. Er ist zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß und kräftig. Bei der Tat trug er einen weißen Kapuzenpullover und eine schwarze Trainingshose mit zwei weißen Streifen, sowie weiße Turnschuhe und weiße Handschuhe. Außerdem trug der Mann eine schwarze, eckige Sonnenbrille.

Es ist davon auszugehen, dass der bewaffnete Überfall lange vorbereitet wurde. So mussten der oder die Täter auskundschaften, wann und auf welchem Weg das Geld von Ikea abgeholt wird. Die Polizei überprüft nun andere Taten, die ähnlich abgelaufen sind. So gab es im September 2018 einen Überfall auf einen Geldtransporter in Limburg. Auch dort wurde das gestohlene Fluchtauto nach der Tat angezündet. Im März 2018 überfielen Täter einen Ikea-Geldboten in Köln und zündeten ebenfalls kurz nach der Tat das zuvor gestohlene Fluchtauto an.

Weitere Informationen zur Sendung unter zdf.de

Foto: Polizei

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Der letzte Riedberg-Park ist im Zeitplan

Grünzug Römische Straße

Matsch und abgelagerter Sperrmüll an einer der schönsten Sichtachsen des Riedbergs sind zum Glück bald Geschichte: Der letzte große Riedberg-Park, der Grünzug „Römische Straße“, nimmt immer mehr Gestalt an und soll im Dezember fertig sein.

Wer an der Graf-von-Stauffenberg-Allee durch den Drahtzaun späht, kann schon erahnen, wie schön dieser dritte große Park im Stadtteil werden könnte. Der Spazierweg mit den weißen Basaltsteinen am Rand ist schon gut zu sehen, der Blick Richtung Skyline einerseits und zum Taunus andererseits ist frei. „Fast könnte man meinen, man schwebt hier geradewegs auf die Innenstadt zu“, sagt eine Passantin.

Insgesamt sollen rechst und links des Hauptweges 109 Bäume und 15.000 Sträucher in unterschiedlichen Größen gepflanzt werden. Rasenflächen, drei Spielplätze, einen zentralen Platz an der „Kreuzung“ zum Kätcheslachpark inklusive Restaurant und Café und Richtung Uni Regenwasser-Mulden wird es ebenfalls geben.

„Bisher liegen wir noch im Zeitplan“

„Die Fertigstellung ist für Dezember 2020 geplant. Bisher liegen wir noch im Zeitplan“, erklärt Patrick Paris von der Hessenagentur auf eine aktuelle MAINRiedberg-Anfrage. Einzig bei den Spielplätzen könne es zu Verzögerungen kommen.

Zugegeben: Die Arbeiten wurden auch aufgrund der Baumaßnahmen im Westflügel erst mit mehr als zwei Jahren Verspätung aufgenommen. Aber seit dem offiziellen Spatenstich im Dezember 2019 geht es zügig vorwärts, trotz Corona.

Die Baukosten liegen bei rund vier Millionen Euro

Der Grünzug „Römische Straße“ wird unseren Stadtteil von Nord nach Süd durchziehen. Er folgt der historischen Steinstraße, die von der Römerstadt „Nida“, dem heutigen Heddernheim, zum Limeskastell Saalburg führte. Der Park ist 3,2 Hektar groß, verläuft entlang der Frischluftschneise Richtung City, wirkt sich also auch positiv auf das Mikroklima aus. Die Baukosten liegen bei rund vier Millionen Euro.

Kurzer Blick zurück in die Geschichte: Vom Riedberg nach Rom sind es 1237 km, also umgerechnet rund 836 alte, römische Meilen. Die Straße wurde wohl vorwiegend von den Bewohnern der Römerstadt Nida für den Handel an der Grenze und von den römischen Hilfstruppen am Limes benutzt. Die freie Sicht vom Feldberg bis zur Skyline gab’s damals aber definitiv noch nicht…

Foto: MAINRiedberg

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CO2-Barometer für den Riedberg – und für uns!

Klimaschutz Initiative Riedberg

Das große Ziel der Klimaschutz-Initiative Riedberg (KIR) ist es, Riedberg bis 2030 klimaneutral zu gestalten. Dafür wird derzeit ein CO2-Barometer für unseren Stadtteil entwickelt. Auf der Webseite kann jeder Riedberger aber auch den persönlichen „CO2-Fußabdruck“ berechnen.

Ein klimaneutraler Stadtteil in nur zehn Jahren – „dies ist ein anspruchsvolles, aber sinnvolles und erreichbares Ziel“, sagt das KIR-Team um Anne Rave, Ina Mirel und Dr. Jens Lang. Mit Hilfe eines CO2-Barometers möchten sie den aktuellen Stand und demnächst die Fortschritte auf dem Riedberg messen und übersichtlich darstellen. Und in Erfahrung bringen, welche „CO2-Problemzonen“ wir haben und welche Verbesserungen angestrebt werden sollten.

Im ersten Schritt geht es darum, den Ist-Zustand der Emissionen zu ermitteln. Dafür ist auch eine repräsentative Studie innerhalb des Stadtteils geplant und dann wird es konkrete Schritte, Projekte und Informationen darüber geben, was jeder Einzelne bei Heizung, Strom, Mobilität, Ernährung und Konsum tun kann, um den CO2-Verbrauch zu vermindern.

Zugleich sucht die Initiative das direkte Gespräch unter anderem mit der Stadt Frankfurt und dem Ortsbeirat. „Wir wollen schauen, welche Räder sich im kritisch-konstruktiven Dialog mit Politik, Wirtschaft und Verwaltung drehen lassen.“ 

Wie viel trage ich zum Klimawandel bei?

Der Klimawandel betrifft uns alle – das ist längst eine Binsenweisheit. Doch noch greifbarer wird diese Tatsache, wenn man den ganz persönlichen CO2-Fußabdruck unter die Lupe nimmt. Auch das ist jetzt auf der Webseite des Vereins möglich, mit einem Klimarechner des Umweltbundesamtes. „Einfach auf den Start-Button drücken und die einzelnen Felder ausfüllen“, rät die KIR. 

Der Klimarechner ist verbunden mit vielen Tipps, die teilweise speziell auf den Riedberg zugeschnitten sind. 

Es gibt aber auch schon konkrete Projekte der erst Anfang des Jahres gegründeten Initiative. Das sind ganz bewusst kleine und größere Schritte. So hat man der Stadt einerseits Standortvorschläge für die Pflanzung weiterer Bäume und Sträucher geschickt und verfolgt andererseits das Ziel, von Juni bis Dezember 2020 zehn Familien im Stadtteil von der Installation einer eigenen Solaranlage zu überzeugen. Fünf neu installierte Anlagen weist der Neubau-Ticker schon aus – ein erster Erfolg für die „Solarchallenge“ der Klimaschützer.

Weitere Informationen unter www.klimaschutz-initiative-riedberg.de, Kontakt über kontakt@klima-initiative-riedberg.de

Foto: Klimaschutz-Initiative Riedberg

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Nach Diebstahl: Spendenaktion für Billabong

Tolle Spendenaktion nach dem Diebstahl im Familienzentrum Billabong: Die Künstlerin und begeisterte Köchin Jana Zahn stellt Original-Aquarelle aus und bietet Leckereien an, die am morgigen Samstag ab 14 Uhr bei Billabong Family verkauft werden – und ein Großteil des Erlöses kommt der Vereinskasse zugute!  

Das schreibt Wahl-Riedbergerin Jana Zahn zur gemeinsamen Aktion mit dem Familienzentrum: „Leider ist bei Billabong Geld entwendet worden. Aus diesem Grund möchte ich meine Gemälde zum hälftigem Galeriepreis plus Spende verkaufen.“ Darunter sind Original-Aquarelle vom ‚Kalbach/Riedberger Stadtgeflüster‘, Gute-Laune-Aquarelle sowie Leckereien aus eigener Herstellung.

Janas Ziel ist es, „mit der Hilfe und Nächstenliebe der lieben Menschen, die hier wohnen, am Ende des Tages den entwendeten Betrag und vielleicht etwas mehr zu überreichen“.

Jana Zahn verkauft auch diese fröhlich-bunten Aquarelle zugunsten von Billabong Foto: Zahnfee/ Jana Zahn

Billabong wurden Bargeld und Spenden entwendet

Zwischen 15. und 20. Juli wurde im Familienzentrum Billabong eine dreistellige Summe an Bargeld aus der Kasse des Cafés entwendet. Der Verein hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Der dreiste Diebstahl geschah vermutlich in einer Zeit, wo sich ausnahmsweise nur wenige Personen im Familienzentrum aufhielten, wo aber die Räumlichkeiten offen waren. Deshalb appelliert der Vorstand: „Vielleicht hat ja einer unserer zahlreichen Kursteilnehmer etwas oder jemanden Auffälliges bemerkt.“ Hinweise gerne unter info@billabong-family.de

Die Spendenaktion zugunsten des Familienzentrums Billabong findet morgen, Samstag,  8. August, von 14 – 18 Uhr in der Graf-von-Stauffenbergallee 46b statt. Weitere Informationen unter www.billabong-family.de

Die Hygieneregeln werden selbstverständlich eingehalten.

Tolle Dips und Saucen gibt’s auch Foto: Zahnfee/ Jana Zahn

Fotos: Zahnfee/ Jana Zahn

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Maskenpflicht? Bildungsdezernentin fordert klare Regeln

Frankfurts Bildungsdezernentin Sylvia Weber hat die hessische Landesregierung aufgefordert, vor dem Schulbeginn eine einheitliche Regelung für alle hessischen Schulen über zum Beispiel das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Schulgebäude vorzugeben, anstatt die Entscheidung und damit das Risiko den jeweiligen Schulleitungen zu überlassen.

„Dem Beispiel von Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und NRW folgend, sollte auch in Hessen für alle Schulleitungen eine klare Vorgabe zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung innerhalb des Schulgebäudes erfolgen. Wer zum einen regelmäßige Tests für alle Landesbedienstete anbietet – was ich sehr begrüße – sollte auch für die entsprechenden präventiven Vorgaben sorgen“, sagte die Stadträtin. Nur zusammen ergäben beide Maßnahmen einen Sinn.

Zumindest in den ersten Wochen nach den Sommerferien halte Weber eine Maskenpflicht in allen Schulgebäuden für alle Erwachsenen und Kinder ab zehn Jahren für unbedingt geboten, das heißt in den Gängen, im Treppenhaus, auf dem Schulhof und in den sanitären Einrichtungen. „Die Lehrkräfte könnten je nach Abstandssituation entscheiden, dass dann im Klassenraum die Maske wieder abgelegt werden kann“, schlug die Dezernentin vor.

„Ich fordere das Land zudem auf, auch städtischen Beschäftigten in Schulen eine freiwillige Testung anzubieten. Wer die Pandemie in unseren Schulen im Griff haben will, muss auch unsere Schulsekretariate, Schulhausverwaltungen und die Beschäftigten im Ganztag und in der Jugendhilfe im Blick haben. Eine Ungleichbehandlung von Mitarbeitenden einer Schulgemeinde unter einem Dach halte ich für falsch, da es auch infektiologisch keinen Sinn macht, nur einen Teil der Erwachsenen in einer Schule zu testen“, kritisierte Weber. Sie sei bereits mit ihrem Kollegen, Stadtrat Stefan Majer, im Gespräch und biete an, auch gemeinsam mit dem Land in Verhandlungen zu treten.

Kommt die Fiebermessung am Schuleingang?

Eine weitere Überlegung sei, ob man bei allen Schülern morgens vor Beginn des Unterrichts Fieber messen könne, um eine potenzielle Infektion frühzeitig zu erkennen. Das Fieber messen sei eine der wenigen Möglichkeiten, um Menschen, die sich infiziert haben, aber selbst noch keine Symptome zeigen, zu erkennen. Wenn eine erhöhte Temperatur festgestellt werde, so könne das Kind oder der betreffende Erwachsene vorsorglich zu Hause bleiben und getestet werden.

„Oberstes Ziel muss es sein, erneut komplette Schulschließungen zu vermeiden. Wir wissen inzwischen nur zu gut, was für Folgen der Lockdown gerade für Kinder aus bildungsfernen Familien hat. Das Homeschooling ist kein Allheilmittel, sondern sollte nur die letzte Option sein. Denn Kinder brauchen auch zum Lernen andere Kinder. Wir als Schulträger möchten gemeinsam mit dem Land die bestmöglichen Vorkehrungen für unsere Schülerinnen und Schüler und die Beschäftigten in unseren Schulen treffen. Ich hoffe in diesem Sinne auf eine rasche und einheitliche Verordnung des Landes, damit alle Schulen und Familien rechtzeitig wissen, woran sie sind“, sagte Weber.

Photo by Taylor Wilcox on Unsplash

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Bio-Bäcker eröffnet neben Ernsting’s family

Endlich kein Leerstand mehr: Zwei Jahre lang blieben die Räume der ehemaligen Temma-Filiale gegenüber vom Riedbergplatz ungenutzt. Ende Mai startete dort eine Filiale des Textilunternehmens Ernsting’s family. Heute eröffnete an der Ecke zur Riedbergallee eine Filiale der Biobäckerei Kaiser mit Café.

Attraktiv und bestens zu Fuß und per U-Bahn erreichbar war die Gewerbefläche schon immer. Doch nach der Temma-Schließung standen die Räume lange leer, da 800 Quadratmeter für einen Supermarkt zu klein, für viele andere Anbieter zu groß und die Räume für Gastronomie ebenfalls nicht geeignet waren. Außerdem kam anscheinend hinzu, dass Temma-Mutter Rewe die Miete ohnehin noch weiter zahlen musste.

Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen startete erst die Textil-Kette Ernsting’s family und nun auch eine Filiale der Biobäckerei Kaiser aus Mainz-Kastel. Direkt an der Ecke Riedbergallee/ Otto-Schott-Straße wurde ein Teil der ehemaligen Temma-Fläche räumlich getrennt und umgebaut. Ein großes Städte-Print an der Wand, Wohnzimmer-Atmosphäre, ein paar Sitzplätze drinnen, Stühle und Tische draußen, plus Eröffnung-Angebote – so präsentierte sich der neue Biobäcker heute den Riedbergern.

Schon am Vormittag bildete sich eine kleine Schlange vor dem Laden. Da spielte vermutlich auch eine Rolle, dass die Vollkornbäckerei bisher auf dem Riedberger Wochenmarkt vertreten ist und zahlreichen Kundinnen und Kunden bekannt ist. Backen ohne High-Tech-Enzyme und Emulgatoren, dafür lang geführte Vorteige und andere natürliche Backverfahren – darauf legt man beim Wiesbadener Mittelständler schon seit fast vier Jahrzehnten Wert.

Die Filiale in Riedberg ist Montag bis Freitag bis 19 Uhr, am Samstag bis 18 Uhr und am Sonntag Vormittag bis 12 Uhr geöffnet.

Der Biobäcker ist damit die fünfte Bäckerei im Stadtteil. Hinzu kommen die Einkaufsmöglichkeiten von frischen Backwaren bei Rewe, Aldi und Lidl. Die ersten sprechen schon von einem „Verdrängungswettbewerb“. Kunden von Bioprodukten jedoch wird die Neueröffnung freuen.

Foto: MAINRiedberg

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„Wir müssen Kinder selbst befragen“

Kind

Geht es Dir gut – zu Hause, in der Schule, in Deinem Viertel? Machst Du Dir Sorgen, dass Deine Familie nicht genug Geld hat? Rund um den Erdball – von Neapel bis Norwegen, von Albanien bis Chile – wurden zwischen 2017 und 2019 acht- bis zwölfjährige Kinder zu ihrem Wohlbefinden befragt. Federführend waren auch Wissenschaftler der Goethe-Universität.

Bei der globalen Erhebung von 128.000 Kindern in 35 Ländern waren Wissenschaftler aus sechs Ländern involviert, darunter die Sozialpädagogin Prof. Sabine Andresen von der Goethe-Universität. Nun wurden erste allgemeine Ergebnisse des „Children´s World Report 2020“ veröffentlicht.

„Wenn wir wissen wollen, wie es Kindern geht und wo sie Mangel leiden“, erklärt Andresen, „und wenn Politik ihnen auch helfen soll, müssen wir Kinder selbst befragen. Dass uns nun Antworten aus so vielen Ländern vorliegen, deren Lebensstandard und Kultur kaum unterschiedlicher sein könnten, ist einzigartig. Das gibt uns Daten für viele vertiefende Fragen an die Hand.“ Gibt es Erfahrungen, interessierte die Wissenschaftler zum Beispiel, die alle Kinder ähnlich beantworten?

Wo auch immer sie auf dem Erdball wohnen – Kinder beantworten die Frage nach ihrem Wohlbefinden grundsätzlich positiv. Dabei mag überraschen, dass die Länder Albanien, Rumänien, Kroatien und Griechenland in der Wertung der Kinder die Spitzenplätze einnehmen (Deutschland rangiert auf Platz 20, am unteren Ende liegen Malaysia, Hongkong und Vietnam). Die Wissenschaftler vermuten, dass Zufriedenheit und Lebensstandard nicht unbedingt aneinander gekoppelt sind.

Noch ist es zu früh für Schlussfolgerungen, beginnen die Wissenschaftler erst, Antworten miteinander in Beziehung zu setzen. Ist es also Zufall, dass wiederum in Albanien, Indien und Griechenland Kinder überwiegend mit ihren Eltern zusammenleben? In Brasilien, Namibia und Südafrika sind es nur etwas mehr als die Hälfte. Dagegen machen sich Kinder in Malaysia, Brasilien, Namibia und Südafrika mehr Sorgen um die finanzielle Situation der Familie als etwa in Norwegen und Finnland. Und: Je jünger die Kinder sind, desto besorgter sind sie. Altersspezifische Unterschiede zwischen den befragten Acht-, Zehn- und Zwölfjährigen arbeitet auch die detaillierte Frage nach dem Wohlbefinden heraus: während die Zehn- bis Zwölfjährigen sich in Schule und Nachbarschaft weniger wohl fühlen, äußern die Achtjährigen ein Unbehagen zu Hause.

Sind Mädchen oder Jungs besser drauf?

Je nach Herkunftsland liegen einmal die Jungen, ein anderes Mal die Mädchen im Wohlbefinden vorn. Eine Tendenz zeichnet sich allerdings in der globalen Ländererhebung ab: Acht- bis zwölfjährige Mädchen fühlen sich – anders als gleichaltrige Jungen – sicherer in der Schule als in ihrem Viertel. Und: Sie rechnen fest mit der Unterstützung ihrer Freundinnen.

Wenig Überraschungen bringt die Frage nach der digitalen Vernetzung zutage: Während in Norwegen, Deutschland und Estland fast alle Kinder angeben, über einen Internetanschluss zu verfügen, ist dies bei Kindern in Indonesien nur bei knapp der Hälfte der Fall. In Nepal liegt ihr Anteil bei 30 Prozent.

Was Kids in Frankreich und Namibia verbindet

Kulturelle Unterschiede in der Erziehung und nicht finanzielle Gründe vermuten die Wissenschaftler allerdings bei unterschiedlichen Antworten zum Handygebrauch: In Frankreich und der Schweiz gibt nur die Hälfte der acht- bis zwölfjährigen Kinder an, über ein Handy zu verfügen (anders in Norwegen, Finnland und Kroatien, wo es 95 von hundert Kindern sind). Damit liegen Frankreich und Schweiz auf einer Linie mit Namibia.

„Wir müssen jetzt vertiefende Fragen an unsere Daten stellen“, so Sozialpädagogin Andresen. „Interessant ist doch, welche Erfahrungen Kinder aus Polen oder Rumänien machen, deren Eltern im europäischen Ausland arbeiten. Welche Unterschiede gibt es bei Kindern innerhalb eines Landes? Gibt es ein Armutserleben, das Kinder aus verschiedenen Ländern verbindet?“ Interessant sei auch, jüngere Kinder zu befragen und deren Antworten mit den vorliegenden Daten zu vergleichen.

Die repräsentative Befragung von Wissenschaftlern aus Bellville, Frankfurt, Girona, Jerusalem, Seoul und York wurde von der in Zürich ansässigen Jacobs Foundation gefördert. Die private Stiftung unterstützt Forschungsprojekte und wissenschaftliche Einrichtungen im Bereich der Kinder- und Jugendentwicklung.

Sabine Andresen ist seit 2011 an der Goethe-Universität Professorin für Sozialpädagogik und Familienforschung und Mitglied im IDeA (Individual Development and Adaptive Education)-Zentrum. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Kindheits- und Familienforschung, Internationale Child Well-Being Forschung, Kinder- und Familienarmut, sexueller Kindesmissbrauch und seine Aufarbeitung.

Informationen: Goethe-Universität

Photo by Theme Inn on Unsplash

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Sportwagen aufgebrochen – Jugendliche festgenommen

Am frühen Donnerstagmorgen konnten am Riedberg drei Jugendliche festgenommen werden, die vorher mutmaßlich einen Sportwagen aufgebrochen haben.

Gegen 4.20 Uhr rissen „Knackgeräusche“ einen Anwohner in der Christiane-Vulpius-Straße aus dem Schlaf, der beim Blick auf die Straße zwei Personen beobachten konnte, welche wohl auf der Suche nach Wertsachen waren und den Innenraum eines abgestellten Sportwagen durchwühlten.

Als die Polizei mit mehreren Streifen vor Ort erschien, sahen die Beamten vier Personen auf Fahrrädern davonfahren. Diese warfen ihre Räder nach kurzer Zeit weg, um weiter zu Fuß zu flüchten. Drei von ihnen, zwei 16-Jährige und ein 18-Jähriger, konnten im Bereich der Riedbergallee / Kätcheslachpark festgenommen werden. Der vierten Person gelang die Flucht. Die Beamten stellten alle vier Fahrräder sicher sowie einen in der Nähe aufgefundenen Bolzenschneider.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen durften die drei Festgenommenen wieder gehen. Die Ermittlungen dauern an.

Foto: Archiv

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Bessere Nachtbus-Verbindung für den Riedberg

Erst kam die gute Nachricht vom 10-Minuten-Takt für die U-8 Richtung Riedberg. Jetzt wird bekannt, dass unser Stadtteil ab Fahrplanwechsel mit einer neuen Nachtbuslinie deutlich besser erreichbar ist – nicht nur am Wochenende. Ab 2022 könnte auch der Westflügel an das Netz angebunden werden.

Kürzlich stellte der Magistrat seine Pläne für den neuen ÖPNV-Nachtverkehr ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 vor. Neu ist die Einführung eines Nachtverkehrs auch in Werktagsnächten, der einen 24-Stundenbetrieb der wichtigsten Tageslinien durch einen schienennahen Nachtbusverkehr sicherstellen soll. Das ist eine deutliche Verbesserung des bisherigen Nachtverkehrsangebots. Darin enthalten ist auch die Buslinie N8 als Ersatz der U8, die zwei zentrale Haltestellen auf dem Riedberg hat.

Das sind die neuen Nachtbus-Haltestellen am Riedberg

Dabei zweigt der neue Nachtbus N8 ab der Haltestelle Heddernheim von der Linienführung „unserer“ U8 ab und überquert vom Mertonviertel kommend den Riedberg ausschließlich auf der Altenhöferallee. Dort sind unter anderem die Haltestellen Geozentrum und Max-Planck-Institut/FIZ vorgesehen, in deren Umfeld sich fast ausschließlich Gebäude des Unicampus befinden.

Nicht vom Nachbusverkehr angefahren werden allerdings die Riedberger Quartiere Bonifatiusbrunnen, Schöne Aussicht und Ginsterhöhe, die durch den bisherigen Nachtbusbetrieb zumindest am Wochenende bedient worden sind. Außerdem wird die geplante Linienführung der N8 der wachsenden Bedeutung des Quartiers Westflügel als neuestem Quartier auf dem Riedberg noch nicht gerecht.

Deshalb wollen die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen in der Stadtverordnetenversammlung den Plänen nur mit der Änderung zustimmen, dass der neue Nachtbus über Marie-Curie-Straße, Zur Kalbacher Höhe und Riedbergallee mit drei bis vier Haltestellen fährt und somit den Stadtteil wesentlich besser abdeckt. 

Fahren ab 2022 Nachtbusse auch über den Westflügel?

Der Magistrat soll zudem prüfen, ob es die Bevölkerungsentwicklung auf dem sogenannten Westflügel des Riedbergs rechtfertigt, den Nachtbus N8 ab dem Fahrplanwechsel 2022 auch über die Carl-Hermann-Rudloff-Allee und Graf-von-Stauffenberg-Allee zu führen. 

Foto: Fotolia/ Archiv

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Dreister Diebstahl im Familienzentrum Billabong

Es ist traurig, aber leider wahr: In den vergangenen Tagen wurde im Familienzentrum Billabong am Riedberg eine dreistellige Summe an Bargeld aus der Kasse des Cafés entwendet. Es handelt sich um Einnahmen und Spendengelder. 

„Wir sind unsagbar traurig darüber, dass in einem gemeinnützigen Verein, der sich so für den Stadtteil engagiert, gestohlen wird“, erklärt Sabine Fiedler vom Vorstand des Familienzentrums Billabong. Der Zeitraum der Tat war zwischen 15. Juli und 20. Juli. Der Verein hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Der dreiste Diebstahl geschah vermutlich in einer Zeit, wo sich ausnahmsweise nur wenige Personen im Familienzentrum aufhielten, wo aber die Räumlichkeiten offen waren. Deshalb appelliert der Vorstand: „Vielleicht hat ja einer unserer zahlreichen Kursteilnehmer etwas oder jemanden Auffälliges bemerkt.“ Hinweise gerne unter info@billabong-family.de

Es wird wohl eine Sammelaktion für Billabong geben

Eine positive Nachricht gibt es dennoch: Nachdem der Verein einen Post auf Facebook gestellt hatte, „haben wir eine wahnsinnige Resonanz und Hilfsbereitschaft daraufhin bekommen“. Es wird wohl eine Sammelaktion für das Familienzentrum geben, was die Verantwortlichen riesig freut. „Das soll dem Dieb auch ein wenig ein schlechtes Gewissen machen, deshalb haben wir uns entschieden, es zu veröffentlichen“, so Sabine Fiedler.

Foto: Billabong

 

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