Der letzte Riedberg-Park ist im Zeitplan

Matsch und abgelagerter Sperrmüll an einer der schönsten Sichtachsen des Riedbergs sind zum Glück bald Geschichte: Der letzte große Riedberg-Park, der Grünzug „Römische Straße“, nimmt immer mehr Gestalt an und soll im Dezember fertig sein.

Wer an der Graf-von-Stauffenberg-Allee durch den Drahtzaun späht, kann schon erahnen, wie schön dieser dritte große Park im Stadtteil werden könnte. Der Spazierweg mit den weißen Basaltsteinen am Rand ist schon gut zu sehen, der Blick Richtung Skyline einerseits und zum Taunus andererseits ist frei. „Fast könnte man meinen, man schwebt hier geradewegs auf die Innenstadt zu“, sagt eine Passantin.

Insgesamt sollen rechst und links des Hauptweges 109 Bäume und 15.000 Sträucher in unterschiedlichen Größen gepflanzt werden. Rasenflächen, drei Spielplätze, einen zentralen Platz an der „Kreuzung“ zum Kätcheslachpark inklusive Restaurant und Café und Richtung Uni Regenwasser-Mulden wird es ebenfalls geben.

„Bisher liegen wir noch im Zeitplan“

„Die Fertigstellung ist für Dezember 2020 geplant. Bisher liegen wir noch im Zeitplan“, erklärt Patrick Paris von der Hessenagentur auf eine aktuelle MAINRiedberg-Anfrage. Einzig bei den Spielplätzen könne es zu Verzögerungen kommen.

Zugegeben: Die Arbeiten wurden auch aufgrund der Baumaßnahmen im Westflügel erst mit mehr als zwei Jahren Verspätung aufgenommen. Aber seit dem offiziellen Spatenstich im Dezember 2019 geht es zügig vorwärts, trotz Corona.

Die Baukosten liegen bei rund vier Millionen Euro

Der Grünzug „Römische Straße“ wird unseren Stadtteil von Nord nach Süd durchziehen. Er folgt der historischen Steinstraße, die von der Römerstadt „Nida“, dem heutigen Heddernheim, zum Limeskastell Saalburg führte. Der Park ist 3,2 Hektar groß, verläuft entlang der Frischluftschneise Richtung City, wirkt sich also auch positiv auf das Mikroklima aus. Die Baukosten liegen bei rund vier Millionen Euro.

Kurzer Blick zurück in die Geschichte: Vom Riedberg nach Rom sind es 1237 km, also umgerechnet rund 836 alte, römische Meilen. Die Straße wurde wohl vorwiegend von den Bewohnern der Römerstadt Nida für den Handel an der Grenze und von den römischen Hilfstruppen am Limes benutzt. Die freie Sicht vom Feldberg bis zur Skyline gab’s damals aber definitiv noch nicht…

Foto: MAINRiedberg

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