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Mehr Wildpflanzen für den Riedberg – Kita-Kinder helfen mit

Klimaschutz Initiative Riedberg

Mehr Natur wagen – das will die Klimaschutz-Initiative Riedberg (KIR). Jetzt wurden gemeinsam mit der Kita TraumBaum zwei Wildpflanzenbeete angelegt. Auch die kleinen Gärtner haben fleißig mit angepackt. Doch das soll erst der Anfang sein.

Der Einsatz von Pestiziden und das mangelnde Angebot an ursprünglichen Futterpflanzen machen den Insekten zu schaffen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich der Bestand an fliegenden Insekten seit den 90er Jahren um 50% verringert hat. „Wir möchten dazu beitragen, dass Insekten bei uns wieder Futter und Brutflächen finden, denn sie sind nicht nur wichtige Bestäuber, sie leisten auch einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt“, heißt es bei der Klimaschutz-Initiative Riedberg, wo man eine besondere Pflanzaktion gestartet hat. An einzelnen Baumscheiben – also Flächen rund um Stadtbäume – sollen immer mehr Wildpflanzen auf öffentlichen Flächen wachsen. 

Seit Mitte November gibt es jetzt zwei Beete vor der Riedberger Kita TraumBaum. Die Leitung hat die Idee der Klimaschützer aufgenommen und zwei Wildpflanzenbeete mit den Kindern der Kita angelegt, die unter anderem mit Spendengeldern der Eltern finanziert werden konnten. Die Kinder der Kita haben fleißig mit angepackt, gerodet, umgegraben und gepflanzt. Einige Kinder waren so motiviert, dass sie sogar ihre eigenen Handschuhe und Arbeitshosen von zu Hause mitbrachten.

Jetzt gibt es zwei Wildpflanzenbeete vor der Kita TraumBaum. Hier bei der Einweihung: Kita-Leiterin Naomi Wille, Hendrik Lang (stellv. Leitung) sowie Heike Maucher und Ina Mirel von der Klimaschutzinitiative Foto: KIR

Das Projekt Naturnahes Gärtnern soll helfen, Kindern die Faszination für die Natur näherzubringen. „Wir freuen uns sehr, dass die Kita sogar im Frühjahr noch weitere Beete manlegen möchte. Dafür laufen schon die Vorbereitungen und Abstimmungen mit dem Grünflächenamt“, berichtet KIR-Sprecherin Ina Mirel. Bei der Pflanzenauswahl wird auf die Trockenheitsresistenz sowie auf eine lange Blütezeit über das Jahr geachtet, „um den Insekten über viele Monate Nahrung anbieten zu können“.

Die ersten Beete – bei der Einweihung mit einem goldenen Blätterteppich bedeckt – sehen noch etwas unscheinbar aus. Die Pflänzchen sollen über den Winter ruhen und im Frühling zu neuem Leben erwachen. Die Beete wurden mit Infotafeln ausgestattet, die das Projekt „Naturnahes Gärtnern“ vorstellen, die Beetpatin KitaTraumBaum benennen und Infos zu den verwendeten Wildpflanzen geben.

Weitere Informationen unter klimaschutz-initiative-riedberg.de. Kontakt über naturgaertnern@klimaschutz-initiative-riedberg.de

Foto oben: Klimaschutz-Initiative Riedberg

 

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Dreister Diebstahl in der Tiefgarage

Gastbeitrag von Alexander Markert
 

Vorfall in der Tiefgarage: Erst verfolgte und bedrängte ein mutmaßliches Diebes-Duo einen Autofahrer am Riedberg. Als dieser sich nicht einschüchtern ließ, suchten die beiden das Weite – allerdings hatten sie ihm vorher noch unbemerkt eine Armbanduhr entwendet.

Ein Riedberger war am Dienstag, 10.11., um 17 Uhr in der Innenstadt zum Einkaufen unterwegs. Schon beim Einsteigen in seinen PKW in der Berliner Straße fiel ihm ein etwas älterer Audi A4 auf. Auf dem Weg zurück über die Rosa-Luxemburg-Straße dachte er nicht weiter darüber nach. Als er dann aber im Quartier Altkönigblick in seine Tiefgarage fuhr, parkte der gleiche Audi in seiner Einfahrt direkt unter dem Garagentor, das sich dadurch nicht mehr schließen konnte.

Eine junge Frau stieg aus und stellte sich so vor die Fahrertür des Mannes, dass man diese kaum noch öffnen konnte. Er ließ deshalb die Seitenscheibe herunter und sie verwickelte ihn in ein Gespräch und fragte nach einer Adresse in der Mainzer Landstraße. Das Ganze war dem Riedberger reichlich suspekt und er drückte mit etwas mehr Nachdruck die Autotür auf. Zudem forderte er die Frau auf, die Tiefgarage zu verlassen. Da der Audi weiter die Ein- und Ausfahrt blockierte, ging er auf diesen zu und forderte vehementer auch den Fahrer dazu auf rauszufahren. Da dieser nicht reagierte, trat er gegen den Kotflügel. Daraufhin setzte der Fahrer nach hinten. Die Frau folgte ihm mit schnellen Schritten ebenfalls nach draußen und gemeinsam fuhren sie davon.

Der Riedberger brachte dies zur Anzeige auf dem 14. Polizeirevier in der Marie-Curie-Straße. Als er immer noch aufgewühlt wieder nach Hause fuhr, fiel ihm auf, dass seine Armbanduhr fehlte. Sie wurde ihm offenbar während des Wortwechsels in der Tiefgarage gestohlen.

Symbolbild: Scottie Scheid / unsplash.com

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100.000 Frankfurter stundenlang ohne Strom

Feuerwehr-Signallicht

Infolge eines Feuers in einer Umspannanlage in Frankfurt Höchst herrschte heute ab dem späten Vormittag für mehr als sechs Stunden Stromausfall in zunächst sieben westlichen Stadtteilen. Betroffen waren Höchst, Nied, Unterliederbach, Zeilsheim, Sossenheim, Griesheim und Sindlingen. Das bedeutete anhand der Einwohnerzahlen bis zu 114.000 mögliche Betroffene. Der Betreiber Süwag AG konnte aus seinen genaueren Daten rund 35.000 tatsächlich Betroffene ermitteln, vor allem unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in einigen Stadtteilen nicht alle Straßen von der Versorgung abgeschnitten waren. Gegen 16 Uhr meldete die Süwag, alle Stadtteile seien wieder mit Elektrizität versorgt.

Verschiedene Stabsbereiche der Frankfurter Feuerwehr befassten sich seit Beginn des Stromausfalls vor allem mit den Einrichtungen kritischer Infrastruktur, wie Krankenhäusern und Pflegeheimen, in dem Bereich und bereiteten für den Bedarfsfall notwendige Maßnahmen vor.

Die Feuerwehrhäuser der freiwilligen Feuerwehren in den betroffenen Stadtteilen im Westen der Stadt wurden vorübergehend mit ehrenamtlichen Einsatzkräften besetzt. So wurde eine Möglichkeit geschaffen, bei Ausfall des Telefons Notfälle zu melden.

Anwohner in den betroffenen Stadtteilen wurden aufgefordert, sich laufend über die Entwicklung zu informieren. Das Feuer in Umspannanlage war gegen 12 Uhr gelöscht.

Foto: Archiv

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Schulen: Stadt gestattet Erwerb von Luftfiltern

Der einzige Schutz vor einer Infektion mit COVID-19 bleibt das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung und das regelmäßige Querlüften – das hat Bildungsdezernentin Sylvia Weber nochmals betont. Allerdings will die Stadt überall dort, wo Lüften nicht möglich ist, Luftfilteranlagen beschaffen. Das ist unter bestimmten Bedingungen jetzt auch auf Eigeninitiative gestattet.

Die aktuelle Krise verlangt eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von allen Seiten. „Darum stand es für mich außer Frage, dass wir das Engagement der Eltern und Fördervereine aufgreifen und den Weg zur Verbesserung der Raumluft an unseren Schulen freimachen. Das ist jetzt gelungen und dafür bin ich allen Beteiligten sehr dankbar“, betont die Dezernentin.

Natürlich gelte auch weiterhin, dass der einzige Schutz vor einer Infektion mit COVID-19 das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung und das regelmäßige Querlüften bleibe. Das sei die eindeutige Aussage des Gesundheitsamtes, so Weber. „Und dazu haben wir als Stadt umfassende Informationen für Eltern und Schulen bereitgestellt. In den Klassenräumen, in denen ein ausreichendes Querlüften nicht möglich ist, werden wir Luftfiltergeräte durch die Stadt beschaffen.“ Die für die Beurteilung der Geräte zuständigen Gesundheitsämter hätten jedoch klargemacht, dass eine flächendeckende Anschaffung von Luftfiltergeräten an Schulen weder zielführend noch notwendig sei. Denn gelüftet werden müsse in regelmäßigen Abständen in jedem Fall, ob mit oder ohne Luftfiltergerät.

Forscher des Campus Riedberg haben Filteranlagen getestet 

„Es ist mir aber persönlich wichtig, dass wir auch die Eigeninitiative von Eltern und Fördervereinen unterstützen und es ihnen zu ermöglichen, selbst Luftfiltergeräte anzuschaffen“, unterstreicht Weber. Für die Beschaffung gibt es Kriterien, die auf der Grundlage der Empfehlungen von Prof. Joachim Curtius von der Goethe-Universität Frankfurt formuliert worden sind.

Curtius, Professor für experimentelle Atmosphären-Forschung am Campus Riedberg, und sein Team hatten an einer Schule in Wiesbaden Luftreiniger getestet und herausgefunden, dass durch entsprechende Filteranlagen die allgemeine Aerosol-Belastung innerhalb einer halben Stunde um mehr als 90 Prozent gesenkt werden könnte. Die wichtigsten Kriterien sind der Einsatz eines so genannten HEPA-Filters sowie ein Luftfluss pro Stunde von 1000m³/h. Auch der Schallpegel ist von hoher Relevanz, damit der Unterricht nicht beeinträchtigt wird.

Langfristig will die Stadt Frankfurt außerdem in den Schulen, die über keine raumlufttechnischen Anlagen verfügen, in Abstimmung mit dem Energiereferat schrittweise feste Lüftungsanlagen einbauen, was auch vom Bund anteilig gefördert wird.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Kimberly Farmer on Unsplash.com

 

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Nachwuchs bei den Gorillas

Der Zoo und das Menschenaffenhaus Borgori-Wald sind zwar wegen der Corona-Pandemie zurzeit für Besucher geschlossen, aber das Familienleben bei Gorilla, Orang-Utan & Co. geht dennoch seinen gewohnten – zuweilen auch seinen besonderen – Gang. So hat es Anfang September Nachwuchs bei den Flachlandgorillas gegeben.

Der kleine Arco wurde am 7. September geboren. Er ist das vierte Jungtier der 16-jährigen Shira, die eine routinierte und entspannte Mutter ist. Vater ist Silberrücken Viatu, geboren 1998.

„Über die Nachricht, dass in unserem Zoo ein Gorilla-Jungtier zur Welt gekommen ist, habe ich mich gerade in diesen Zeiten sehr gefreut. Es ist wirklich schade, dass man den kleinen Arco zurzeit wegen der Corona-Pandemie nicht besuchen kann“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Gorilla-Jungtiere haben eine vergleichsweise lange Kindheit und Jugend. Männliche Tiere verlassen erst mit etwa acht bis neun Jahren die Gruppe. Ich bin daher absolut zuversichtlich, dass wir Arco aufwachsen sehen können.“

Arco ist immer ganz nah bei der Mutter

Die ersten Monate verbringen Gorilla-Jungtiere ganz nah bei ihrer Mutter, lange werden sie eng am Körper getragen. Mit etwa acht Wochen kann Arco bereits auf dem Rücken seiner Mutter reiten und hat dadurch einen guten Überblick über sein Gehege und die Artgenossen. „Arco ist aufmerksam und munter, interessiert sich für die anderen Gruppenmitglieder und schaut sie aufmerksam an. Wer sich ihm nähern darf, wird aber noch von Mutter Shira bestimmt, die ihren Nachwuchs beschützt und die neugierige Verwandtschaft auch mal auf Abstand hält“, erzählt Zoodirektor Miguel Casares.

Gorilla-Jungtiere werden drei bis vier Jahre lang von ihrer Mutter gesäugt. Nach etwa sechs Monaten beginnen sie, auch pflanzliche Nahrung zu fressen. Gorillas ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Blättern und Knospen.

Auffällig an Arco sind seine langen Augenbrauen, die ihm einen freundlichen Gesichtsausdruck verleihen. Die gleichen Augenbrauen hat auch seine große Schwester Wela, geboren 2016.

So leben Flachlandgorillas

Westliche Flachlandgorillas leben in kleinen Haremsgruppen von bis zu 20 Tieren. Ein dominantes Männchen führt die Gruppe an, in der neben einigen Weibchen auch Jungtiere verschiedener Altersgruppen zu finden sind. „Wir hoffen, dass Arco eines Tages seinen eigenen Beitrag zum Erhalt dieser hochbedrohten Tierart leisten kann, zumal der Frankfurter Zoo das Internationale Zuchtbuch (ISB) für die Westlichen Flachlandgorillas führt“, sagt Casares.

Der Bestand der Westlichen Flachland-Gorillas (Gorilla gorilla gorilla) in ihrem natürlichen Lebensraum ist durch Besiedlung und Rodung der Urwälder stark bedroht. Insbesondere im östlichen Kongogebiet ist die Zahl der Gorillas stark zurückgegangen. Der rote Liste-Status diese imposanten Tiere ist laut IUCN „vom Aussterben bedroht“.

Foto: Zoo Frankfurt

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Schulen bleiben (vorerst) im Regelbetrieb

In Hessen soll der Präsenzunterricht landesweit so lange wie möglich aufrechterhalten werden. Frankfurt plant vorerst kein Wechselmodell. Mitschüler und Lehrer positiv getesteter Kinder werden hier nicht mehr grundsätzlich in Quarantäne geschickt.

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat in dieser Woche erneut erklärt, dass die Schulen in der Corona-Krise so viel Präsenzunterricht wie möglich anbieten sollten. Einen landesweiten Wechselunterricht zwischen Präsenz in den Klassen und Lernen von zu Hause aus soll es vorerst nicht geben. „Solange es infektiologisch vertretbar ist, werde ich für jedes Kind an jedem Ort in Hessen um jeden Tag Präsenzunterricht kämpfen“, sagte Lorz laut hr-online.

In Offenbach wird ab nächster Woche aufgrund der weiter steigenden Corona-Zahlen Wechselunterricht ab der Sekundarstufe II und an den berufsbildenden Schulen eingeführt. In Frankfurt ist das aktuell nicht geplant.

Nur positive Kinder in Quarantäne

Hier gibt es im Gesundheitsamt ein Team, das sich nur um Tests und Kontaktverfolgungen in Kitas und Schulen kümmert. Deshalb sei es aktuell „nur in Ausnahmefällen notwendig, den Präsenzbetrieb in ganzen Klassen auszusetzen“, schreibt das Frankfurter Gesundheitsamt. Das bedeutet, dass Mitschüler und Lehrer positiv getesteter Kinder nicht mehr grundsätzlich in Quarantäne geschickt werden.

Eltern aus unserem Stadtteil berichten, dass die Information der Schulen an die betroffenen Klassen oft nur mit Verzögerung erfolgen würde. Anders in der Europäischen Schule in der Nordweststadt. „Dort wird bei einem positiven Befund die gesamte Schule informiert. Dieses Recht auf Information sollte auch nicht einzelnen Eltern vorbehalten sein. Das ist in manchen Fällen enorm wichtig, um Risikopatienten schützen zu können“, erklärt eine Mutter, deren Kinder verschiedene Einrichtungen besuchen.

Photo by Taylor Wilcox on Unsplash.com

 

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Raub an der U-Bahn Kalbach – Zeugen gesucht

Brutaler Raub an der U-Bahnstation Kalbach: Bereits am Donnerstag, 5. November, hat ein 22-jähriger Mann einem 21-Jährigen unter Gewaltanwendung gegen den Hals das Handy entrissen. Die Kriminalpolizei sucht jetzt Zeugen.

Geschehen war das Ganze um 13 Uhr. An der Station Kalbach wartete der 21-Jährige auf die U-Bahn, als der 22-jährige Tatverdächtige mit einem Fahrrad vor ihm anhielt. Beide kennen sich und begrüßten sich per Handschlag. Im selben Moment soll der 22-Jährige sein Opfer attackiert und dabei gegen den Hals des 21-Jährigen gedrückt, beziehungsweise geschlagen haben. Gleichzeitig riss der Räuber das Handy aus der Hand. Nun forderte der Täter noch ein Gespräch mit ihm, was der 21-Jährige ablehnte. Anschließend fuhr er samt Beute davon.

Darum suchen die Ermittler jetzt Zeugen

Laut Ermittler bestehen Zweifel an der bisherigen Darstellung und es muss konkrete Hintergründe zu dieser Tat geben, die bislang nicht erhellt werden konnten. Daher sucht die Polizei Zeugen, die dieses Geschehen beobachtet oder sogar die Gespräche zwischen beiden Personen mitbekommen haben.

Ganz besonders suchen die Ermittler nach einer Frau, die sich zur Tatzeit neben dem 21-Jährigen befand. Diese Zeugin trug eine dunkle Jacke, dunkle Handschuhe, ein blaues/türkisfarbenes Kopftuch und einen gleichfarbigen Mund-Nasenschutz.

Zeugenhinweise werden unter 069 – 75551499 oder per Email an das 14. Polizeirevier (Mertonviertel) unter k14-hinweise.ppffm@polizei.hessen.de entgegengenommen.

Foto: Archiv

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So könnte der neue Stadtteil Nordwest aussehen

Neuer Stadtteil der Quartiere

Zwischen Niederursel und Praunheim, also nicht weit vom Riedberg entfernt, könnte der neue Stadtteil „Frankfurt Nordwest“ mit mehr als 8000 Wohnungen entstehen. Jetzt hat eine Jury das Siegerkonzept vorgestellt. Weitere Untersuchungen laufen.

Seit März haben sieben Teams aus Stadt- und Landschaftsplanern begleitet durch einen breit angelegten Bürgerdialog für den Neuen Stadtteil der Quartiere Studien zu Stadt und Landschaft erarbeitet. Am Mittwoch hat eine hochkarätig besetzte Jury diese Studien zu Stadt- und Landschaft bewertet – und als überzeugendsten Beitrag das Konzept „Quartiere im Kreislauf“ des Teams Cityförster und Urbane Gestalt ausgewählt. Mitglieder der Jury waren Vertreter der Frankfurter Regierungskoalition, Vertreter des Planungsdezernats und des Umweltdezernats sowie nationale und internationale Experten aus den Bereichen Stadtplanung, Landschaftsplanung, Verkehrsplanung, Ökologie, Wirtschaft und Gesellschaft.

8600 Wohnungen und „autoarme“ Quartiere

Planungsdezernent Mike Josef stellte die Ergebnisse gemeinsam mit der Jury-Vorsitzenden Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, und weiteren Stadtplanern und Experten vor. „Mit dem Konzept ‚Quartiere im Kreislauf‘ haben wir eine sehr gute Grundlage für die weiteren Untersuchungen und einen guten ersten Eindruck davon, wie das Gebiet künftig aussehen könnte.“ Geplant sind rund 8600 Wohnungen, die sich auf vier Quartiere mit vielfältigen Wohnformen verteilen. In den einzelnen autoarmen Quartieren sind sogenannte ‚Hubs‘ mit Mobilitätsangeboten, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Bildungseinrichtungen, Jugendzentrum und Quartiersgaragen anstelle von Tiefgaragen geplant.

Der Entwurf sieht vor, dass von dem Untersuchungsraum von 425 Hektar rund 75 Prozent für Landwirtschaft, Grünflächen, Gärten, Parks und begrünte Innenhöfe reserviert werden. Rund um den neuen Öko-Bauernhof ‚Agro-Hub‘ sollen kleinteilige Anbauflächen und Gartenland für die Bewohner der bestehenden und neuen Quartiere entstehen. „Der Entwurf hat die Frage, wie Stadt und Landschaft gemeinsam geplant werden können, hervorragend beantwortet“, sagte Planungsdezernent Mike Josef.

„Es hat sich gezeigt, dass der breit angelegte Bürgerdialog maßgeblich zur Qualität der Studien beigetragen hat“, sagte die Präsidentin der Bundesarhcitektenkammer. „Die vier vorgeschlagenen Quartiere respektieren gepaart mit einem schlüssigen Erschließungskonzept Landschaftsraum und Klimatologie vor Ort und geben gleichzeitig der Landwirtschaft eine Zukunftsperspektive“, fasste Martin Hunscher die Bewertung des Preisgerichts zusammen.

Bürgerbeteiligung bei den Planungen

Die vorbereitenden Untersuchungen zu „Frankfurt Nordwest – neuer Stadtteil der Quartiere“ werden als sogenanntes „kooperatives Verfahren“ mit einer breit aufgestellten Bürgerbeteiligung durchgeführt. Die unterschiedlichen Lösungsansätze wurden schon während der Bearbeitung diskutiert, die Entwürfe verbessert, geändert und konkretisiert. 

Die Empfehlung der Jury, die Studien, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und die fachlichen Grundlagen fließen bis Ende 2021 in einen Abschlussbericht ein. Erst danach kann die Stadtverordnetenversammlung entscheiden, ob diese städtebauliche Entwicklungsmaßnahme sinnvoll ist und eingeleitet werden soll.

Informationen & Foto: Stadt Frankfurt

 

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Eine kleine Hexe gewinnt den Kinderbuchpreis

Kalbacher Klapperschlange

Die Kinderjury hat entschieden: Die 33. Kalbacher Klapperschlange geht an die Autorin Andrea Russo für ihr Buch „Green Witch“ über ein Mädchen namens Lizzy, das zur Hexe ausgebildet werden soll.

Eine denkwürdige Klapperschlangensaison ist zu Ende gegangen. „Trotz der ausgefallenen Eröffnung und der Schwierigkeiten der Ausleihstellen, die in den ersten Wochen geschlossen bleiben mussten, freuen wir uns sehr, dass es in diesem Jahr dennoch 135 Kinder und Jugendliche geschafft haben, mindestens 5 Bücher zu lesen und zu bewerten“, heißt es beim Kinderverein Kalbach.

Gesamtsieger und Sieger in der Altersgruppe 4.-6. Klasse ist das 2019 im Coppenrath Verlag erschienenen Buch „Green Witch“ von Andrea Russo. Dabei geht es um ein Mädchen namens Lizzy, die zur Hexe ausgebildet werden soll. Benita schreibt zum Inhalt des Buches „Lizzy darf als Junghexe in die Ausbildung zu einer ihrer Tanten gehen. Zu wem sie geht, entscheiden ihre Tanten an ihrem 12. Geburtstag! Ihre Tanten finden, dass sie zu ihrer Großtante Camilla in die Ausbildung sollte. Sie ist nicht gerade begeistert. Aber was soll`s? Doch während ihrer Ausbildung verschwindet Camilla. Wie kann das sein? Lizzy geht dem Geheimnis auf die Spur!“
Die Kinder-Jury fand das Buch „total wunderschön“. Und richtig cool, dass Lizzy eine Wasserhexe und Kräuterhexe ist.

In der Altersgruppe 2. – 3. Klasse gewinnt das 2019 bei Carlsen erschienene Buch „Marvin – Das Buch aus Feuer und Freundschaft“ von Stefan Gemmel.

„Dry“ von Neal und Jarrod Schusterman (Verlag Fischer Sauerländer, 2019, übersetzt von Kristian Lutze) ist Siegerbuch der Altersgruppe 7. – 9. Klasse. Xenia fasst den Inhalt zusammen: „In Kalifornien gibt es plötzlich kein Wasser mehr. Alyssa und ihr Bruder Garrett meinen die Situation unter Kontrolle zu haben, bis ihre Eltern spurlos verschwinden. Mit ihrem Nachbarn Kelton beginnt Alyssa ein Kampf ums Überleben, dem sie vielleicht nicht gewachsen sind.“ Simon meint: „Ich finde das Buch gut, es ist bis zum Ende spannend geschrieben. Es blieb auch immer abwechslungsreich, da oft neue Personen ins Spiel kamen.“

Preisverleihung auf YouTube abrufbar

Da aufgrund der Corona-Pandemie die Kinderbuchmesse Kalbach-Riedberg nicht stattfinden kann, mussten neue Wege gefunden werden, um die Leistung der Jury- Kinder angemessen zu würdigen und die Kalbacher Klapperschlange zu verleihen. So wurde in den letzten Wochen fleißig und heimlich geplant, gefilmt und geschnitten, um die Preisverleihung als Premiere auf YouTube durchzuführen.

Auch die Autorin des Gesamtsiegerbuches, Andrea Russo, und der Autor des Siegerbuchs in der Altersklasse 2. – 3. Klasse schickten ein Video bzw. einen Brief, in denen sie ihre Freude über den Gewinn der Klapperschlange zum Ausdruck brachten.

Die Auszeichnung des Siegertitels erfolgte am Samstag um 15.15 Uhr auf YouTube. Der Film ist für alle, die ihn verpasst haben oder noch einmal sehen möchten, auch weiterhin unter https://www.youtube.com/watch?v=aG9Xbt0UnAU, dem YouTube-Kanal von Kinderbücherei und Klapperschlange abrufbar.

Der Zuspruch zur Kinderjury war in diesem Jahr trotz der schwierigen Umstände groß. So haben 305 Kinder insgesamt 1217 Bewertungen abgegeben. Davon haben 135 Kinder in der Zeit von Mitte März bis Mitte Oktober mindestens 5 Bücher gelesen und bewertet und gehören somit zur Kinderjury. Es gewinnt aber nicht automatisch das Buch mit den meisten abgegebenen Bewertungen. Als Grundlage zur Ermittlung des Siegerbuches dient eine im Jahr 2009 von Schülern entwickelte Formel, die im Mathematik-Unterricht der damaligen Klasse 10F1 des Frankfurter Gymnasiums Wöhlerschule entstanden ist. Bei der Berechnung geht neben den abgegebenen Bewertungen auch die Häufigkeit der Bewertung eines Buchs in die Berechnung ein.

Das vollständige Rezensionsheft mit der gesamten Titelliste sowie einer Auswahl der abgegebenen Bewertungen ist auf der Homepage der Kalbacher Klapperschlange erhältlich.

Foto: Kinderverein Kalbach

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„Raubüberfall“ war Dreh für Rap-Video

Am Samstagnachmittag kam es in der Münchener Straße zu einem größeren Polizeieinsatz. Grund war ein vermeintlicher Raubüberfall auf einen Juwelier.

Passanten meldeten der Polizei um 16:10 Uhr per Notruf, dass zwei Personen mit Langwaffen das Juweliergeschäft überfallen. Dem entsprechend reagierte die Polizei und kam mit einem größeren Aufgebot zum vermeintlichen Tatort. Schließlich brachten die Polizeikräfte die Lage vor Ort schnell unter Kontrolle. Zur Überraschung aller stellte sich in diesem Moment heraus, dass es sich bei dem „Überfall“ um einen Videodreh des bekannten Rappers Kollegah handelte.

Es konnten zehn Personen, darunter auch der Inhaber des Juweliergeschäftes angetroffen werden. Bei der Durchsuchung stellte die Polizei fünf täuschend echte Waffenattrappen (zwei Sturmgewehre, eine Maschinenpistole, zwei Faustfeuerwaffen) sicher. Schließlich kam heraus, dass zwar eine Drehgenehmigung der Stadt Frankfurt für die Dreharbeiten vorlag, jedoch hatte der Produzent es versäumt, das örtliche Polizeirevier darüber zu unterrichten. Welche Konsequenzen diese Aktion am Ende haben wird, steht noch nicht abschließend fest. Wegen des Führens von „Anscheinswaffen“ erwartet die Betroffenen jedoch ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Foto: Archiv

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