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FIAS-Forschende entschlüsseln Molekülfaltung in Rekordzeit

Von der Messung zum Modell

Einem Forschungsteam am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) auf dem Campus Riedberg ist ein bedeutender methodischer Durchbruch in der Biophysik gelungen. Die Wissenschaftler um FIAS-Senior-Fellow Roberto Covino und Doktorand Lars Dingeldein entwickelten in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt, der University of Alberta und dem Flatiron Institute in New York ein Verfahren, das die räumliche Faltung von Molekülen innerhalb weniger Sekunden präzise rekonstruieren kann. Ihre Arbeit wurde in der renommierten Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht und dort als sogenannte „Editors’ Suggestion“ besonders gewürdigt.

Das Problem bisheriger Messverfahren

Proteine und Nukleinsäuren sind die fundamentalen Bausteine des Lebens. Um ihre biologischen Funktionen zu erfüllen, müssen sie sich in exakt definierte dreidimensionale Strukturen falten. Kommt es dabei zu Fehlern, können schwere Erkrankungen wie die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit oder Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) entstehen.

Um solche Faltungsprozesse in Echtzeit zu beobachten, nutzt die Forschung hochsensitive optische Pinzetten(1). Bei dieser Form der Einzelmolekül-Kraftspektroskopie(2) wird ein einzelnen Molekül unter leichte Spannung gesetzt. Die Herausforderung: Das Messgerät zeichnet nie die Bewegung des Moleküls allein auf. Das gemessene Signal ist stets ein Gemisch aus der Eigenbewegung des Moleküls, den elastischen Eigenschaften der molekularen Verbindungsglieder (Linker) und der Eigendynamik des Messgeräts. Um diese Einflussfaktoren voneinander zu trennen, waren bisher zeitintensive Messreihen – oft die 20- bis 100-fache Datenmenge – sowie aufwendige Kalibrierungen nötig.

KI vereinfacht die Signaltrennung

Das Team um Covino wählte einen völlig neuen Ansatz: Statt das Messgerät mühsam separat zu kalibrieren, simulierten die Forschenden das gesamte Experiment – inklusive Molekül, Linker und Messvorrichtung – im Computer. Anschließend trainierten sie ein neuronales Netz(3) mittels simulationsbasierter Inferenz (Simulation-Based Inference) darauf, aus den gemessenen Signalen direkt auf die zugrundeliegenden Faltungsmodelle zu schließen.

„Wir charakterisieren das Messgerät nicht mehr separat“, erläutert Roberto Covino das Prinzip. „Wir simulieren das Molekül zusammen mit dem Messgerät, und das neuronale Netz findet dann selbst heraus, welcher Anteil der gemessenen Bewegung vom Molekül stammt.“

Die Ergebnisse demonstrieren die Effizienz des Verfahrens:

  • Zwei Sekunden Messdaten einer einzelnen DNA-Haarnadelstruktur genügen, um deren Energielandschaft(4) der Faltung ebenso exakt zu rekonstruieren wie mit bisherigen Langzeitmessungen.
  • Fünf Sekunden Daten reichen aus, um vier verschiedene Faltungszustände eines sogenannten RNA-Riboswitch-Aptamers aufzulösen.

Relevanz für die Wirkstoffentwicklung

Die dramatische Verkürzung der Messzeit ermöglicht es erstmals, Faltungsprozesse systematisch und in hoher Durchsatzzahl zu vergleichen. Das ist insbesondere für die pharmazeutische Forschung von Bedeutung.

Das neue Verfahren wird bereits bei der Untersuchung bakterieller Riboswitches eingesetzt, die als potenzielle Zielstrukturen für neuartige Antibiotika gelten. Auch bei der Analyse fehlgefalteter Proteine im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen verspricht die Methode Fortschritte. Da sich nun aus minimalen Datenmengen präzise Modelle gewinnen lassen, rückt die breite Nutzung von Faltungslandschaften in der computergestützten Wirkstoffentwicklung in greifbare Nähe.


Wissenschaftliche Fachbegriffe erklärt

(1) Optische Pinzette: Ein physikalisches Instrument, das stark fokussierte Laserstrahlen nutzt, um mikroskopisch kleine Objekte oder einzelne Moleküle ohne direkten mechanischen Kontakt zu halten und zu bewegen.

(2) Einzelmolekül-Kraftspektroskopie: Eine experimentelle Methode, mit der die mechanischen Eigenschaften und Verformungen einzelner Moleküle gemessen werden, indem kontrollierte Kräfte im Pikonewton-Bereich auf sie ausgeübt werden.

(3) Neuronales Netz: Ein Algorithmus aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz, der nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns aufgebaut ist und in der Lage ist, komplexe Muster in Daten zu erkennen und Zuordnungen zu erlernen.

(4) Energielandschaft (Faltungslandschaft): Eine mathematische und physikalische Darstellung aller möglichen räumlichen Anordnungen eines Moleküls und der dazugehörigen Energiezustände. Sie zeigt auf, welche Zustände stabil sind und welche Wege das Molekül bei der Faltung bevorzugt.

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Engpass auf der A-Strecke: SPD fordert Fahrplan für die Instandsetzung der Maybachbrücke

Maybachbrücke

Ausdünnung des Takts belastet Pendler im Frankfurter Norden – Campus Riedberg wächst ab dem Wintersemester 2027 um über 5.000 Studierende.

Die infrastrukturellen Schwachstellen der Frankfurter Brückenbauwerke treffen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an einer empfindlichen Ader. Aufgrund der reduzierten Tragfähigkeit der Maybachbrücke sowie Einschränkungen an der nahen Brücke »Am Weißen Stein« rollen auf der stark frequentierten A-Strecke der U-Bahn weniger Züge als gewohnt. Vor dem Hintergrund des anstehenden Wachstums am Universitätscampus Riedberg fordert die SPD-Fraktion im Ortsbeirat 12 nun Transparenz und einen verbindlichen Zeitplan vom Magistrat.

Statische Defizite drosseln U-Bahn-Takt

Ein intaktes Nahverkehrsnetz bildet das Rückgrat der städtischen Mobilität. Doch ausgerechnet auf der zentralen A-Linie, welche die U-Bahn-Verbindungen U1, U2, U3 und U8 bündelt, müssen Fahrgäste seit dem Frühjahr spürbare Kapazitätskürzungen hinnehmen. Seit den Osterferien wurde das Leistungsangebot auf der Trasse von ursprünglich 24 auf nur noch 20 Fahrten pro Stunde ausgedünnt.

Der Grund für die Ausdünnung liegt im baulichen Zustand der Brückeninfrastruktur. Rein rechnerische statische Defizite – insbesondere im Bereich der Quertragsysteme und der Schubtragfähigkeit der Brückenplatten – haben dazu geführt, dass Sicherheitsauflagen erlassen werden mussten. Auf dem Bauwerk gilt ein striktes Begegnungsverbot für U-Bahn-Züge. Entgegenkommende Bahnen dürfen den kritischen Abschnitt nicht zeitgleich befahren; eine Bahn muss warten, was den Verkehrsfluss bremst und die Gesamtkapazität der Trasse drosselt.

Die Verringerung der Zugzahlen hat direkte Folgen für die Pendlermodelle im Frankfurter Norden. Auf der Linie U2, die früher im 7/8-Minuten-Takt verkehrte und mittlerweile regulär im 10-Minuten-Takt betrieben wird, führen die Ausfälle zu einer erheblichen Überlastung. Selbst beim Einsatz von Vier-Wagen-Zügen sind zu Spitzenzeiten in den Morgenstunden sämtliche Sitzplätze ab der Station Kalbach oft vollständig belegt. Bereits dort müssen Fahrgäste stehen; bis Heddernheim herrscht dichte Enge in den Waggons. Auch in den Abendstunden in Richtung Kalbach ist die Auslastung hoch. Angesichts des gut genutzten Park-and-Ride-Platzes Kalbach droht die Attraktivität des ÖPNV-Umstiegs Schaden zu nehmen.

Neubau der Informatik verstärkt Handlungsdruck

Besondere Dringlichkeit erhält die Debatte durch die städtebauliche und akademische Entwicklung im Stadtteil Riedberg. Mit dem Beginn des Wintersemesters 2027/2028 zieht der Neubau für Mathematik und Informatik der Johann Wolfgang Goethe-Universität auf den Campus Riedberg. Damit werden sich schlagartig gut 5.000 zusätzliche Studierende sowie rund 200 Wissenschaftler am Standort aufhalten.

Dieser Zuwachs an Pendlern ist ohne eine voll leistungsfähige A-Strecke kaum zu bewältigen. Ein funktionierender Takt der U-Bahn-Linien ist essenziell, um die Tausenden Studierenden und Beschäftigten pünktlich zum Campus und wieder zurück in die Innenstadt zu befördern.

Forderungen der SPD: Transparenz und Neubau-Planung

In einem aktuellen Antrag (OF 42/12) bittet die SPD-Fraktion den Magistrat um Aufklärung. Konkret fordert die Partei Antworten auf folgende Punkte:

  1. Planungstand: Inwieweit Ingenieurleistungen der Objekt- und Tragwerksplanung bereits ausgeschrieben sind und wann mit Ergebnissen zu rechnen ist.
  2. Begegnungsverkehr: Wann nach dem Monitoring-System für die Bauwerksdiagnostik wieder mit rechnerisch sicherem Begegnungsverkehr der U-Bahnen gerechnet werden kann.
  3. Neubau-Zeitplan: Wann mittelfristig mit Beginn und Fertigstellung eines Ersatzneubaus zu rechnen ist.
  4. Öffentlichkeitsarbeit: Die Vorstellung der Ergebnisse in einem Bericht und einer Präsentation vor dem Ortsbeirat 12 und der Öffentlichkeit.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, wird an den Bauwerken ein System zur automatisierten Bauwerksdiagnostik eingesetzt. Erst nach einer Phase der Datenerhebung kann geprüft werden, ob der Begegnungsverkehr vorübergehend wieder zugelassen werden kann. Ein dauerhafter Ersatzneubau gilt jedoch mittelfristig als unumgänglich, um weitere Schadensentwicklungen und Mehrkosten abzuwenden.

 


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10 Jahre Begegnung, Glaube und Dialog: St. Edith Stein und Centre for Dialogue feiern Jubiläum

Predigt im Altarraum

Mit einem festlichen Gottesdienst, einem bunten Familienfest und zahlreichen Gästen haben die katholische Kirche St. Edith Stein und das Centre for Dialogue (CfD) am Sonntag ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Unter dem Motto „10 Jahre Begegnung, Glaube und Dialog“ wurde nicht nur auf die vergangenen Jahre zurückgeblickt, sondern zugleich der Blick auf die Zukunft gerichtet.

Den Festgottesdienst leitete Weihbischof Dr. Thomas Löhr. Musikalisch wurde die Feier vom Projektchor gestaltet. Ein besonderer Moment war der erste feierliche Segen mit der neuen Reliquie der heiligen Edith Stein, die künftig einen festen Platz im Kirchort haben wird.

In seiner Predigt griff Weihbischof Löhr das Motto des Tages auf und stellte die Begegnung mit Gott in den Mittelpunkt. Sein Kernsatz lautete: „Wer sucht, der findet – auch die Begegnung mit Gott.“ Er machte deutlich, dass Glaube dort wächst, wo Menschen offen bleiben für die Suche, füreinander und für Gottes Wirken in ihrem Leben.

Bereits in der Begrüßung wurde deutlich, was St. Edith Stein seit zehn Jahren auszeichnet: Der Kirchort ist geprägt von einer lebendigen Gemeinde, einer starken Familienpastoral und einem offenen Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Lebensgeschichten. Gemeinsam mit dem Centre for Dialogue ist ein Ort entstanden, an dem Glaube gelebt und der Dialog zwischen Religionen, Wissenschaft und Gesellschaft gefördert wird.

Beim anschließenden Familienfest herrschte auf dem Kirchplatz und im Innenhof reges Treiben. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen. Für Kinder gab es ein abwechslungsreiches Programm mit Spielmobil, Bastelangeboten und Kinderschminken. Kulinarisch sorgten Gegrilltes, ein vielfältiges veganes Buffet sowie Kaffee und Kuchen für einen gelungenen Festtag.

Arbeiten im Seminarraum

© Edith Stein Zentrum

Auch inhaltlich bot das Jubiläum zahlreiche Impulse. In Workshops konnten sich die Besucher mit der neuen Enzyklika von Papst Leo XIV. zur Künstlichen Intelligenz beschäftigen, in einem Historiolog das Leben der heiligen Edith Stein neu entdecken oder bei einer Einführung in die achtsame Fotografie erleben, wie Entschleunigung und bewusste Wahrnehmung den Blick auf die Welt verändern können. Den Abschluss des Jubiläumstages bildete eine gemeinsame Vesper.

Eine positive Bilanz ziehen Jan Quirmbach, Pastoralreferent an St. Edith Stein, Alexander Lang, Vorsitzender des Ortsausschusses, und Dr. Dominiek Lootens, Leiter des Centre for Dialogue: „Vor zehn Jahren war vieles noch Vision. Heute erleben wir einen Ort, an dem Glaube gelebt, Gemeinschaft erfahren und Dialog über kulturelle, religiöse und wissenschaftliche Grenzen hinweg selbstverständlich geworden ist. Das Jubiläum hat gezeigt, wie viele Menschen diesen Weg mitgehen und mitgestalten. Dafür sind wir von Herzen dankbar. Zugleich verstehen wir diesen Tag als Ermutigung, auch die nächsten Jahre gemeinsam offen, neugierig und im Geist der Begegnung zu gestalten.“

Mit dem Jubiläum wurde deutlich: „10 Jahre Begegnung, Glaube und Dialog“ sind nicht nur ein Rückblick auf das Erreichte, sondern zugleich eine Einladung, den begonnenen Weg gemeinsam weiterzugehen.

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Niederurseler Kerb 2026: Tradition, Frohsinn und Gemeinschaft im alten Ortskern

Müllerin von Ursella und Schirmherr 2026

Niederursel feiert wieder! Vom 28. bis zum 30. August 2026 verwandelt sich der historische Ortskern rund um das Feuerwehrhaus, den Weißkirchener Weg und den Kirchgarten der Gustav-Adolf-Kirche in eine lebendige Festmeile. Wir blicken auf das bevorstehende Festwochenende, das mit Tradition, Live-Musik und kulinarischen Highlights aufwartet.

Die Repräsentanten: Müllerin Muriel I. und Schirmherr Oliver Schulte

Im Zentrum des Kerbegeschehens stehen in Niederursel traditionell nicht Prinz oder Prinzessin, sondern die Müllerin von Ursella und ihr Schirmherr. In diesem Jahr führt Muriel I. als 31. gewählte Müllerin von Ursella das Fest an. Sie übernimmt die geschätzte Tradition von ihrer Vorgängerin Tanja Ahlbrand (Tanja I.). An ihrer Seite steht Schirmherr Oliver Schulte, der allen Besuchern und Mitwirkenden eine fröhliche, friedliche und verbindende Kerb wünscht.

Als wichtiges Amts-Insignie begleitet die Müllerin die kunstvoll gestaltete Brosche der Bad Homburger Muke Goldschmiede. Das Schmuckstück zeigt den geschwungenen Verlauf des Urselbachs sowie die rote Rose als Wahrzeichen Niederursels. Wer ein Zeichen der Verbundenheit mit dem Brauchtum setzen möchte, kann weiterhin eine der wenigen noch verfügbaren Schmuck-Steinpatenschaft für einen der 49 edlen blauen Topase auf der Brosche übernehmen.

Der Titel der Müllerin erinnert historisch an die einst prägende Mühlenkultur entlang des Urselbaches: Von den insgesamt 42 historischen Produktionsstätten zwischen der Hohen Mark und der Nidda lagen allein 8 auf Niederurseler Gebiet. Neben klassischen Kornmühlen wurden hier einst auch Papier-, Öl- und Tabakmühlen betrieben.

An der Seite der neuen Müllerin steht ihr Schirmherr Oliver Schulte, der sie bei den zahlreichen repräsentativen Aufgaben tatkräftig unterstützen wird. Das harmonische Gespann vertritt den Frankfurter Stadtteil nicht nur auf dem heimischen Festplatz, sondern pflegt auch den Austausch mit anderen regionalen Hoheiten – unter anderem beim traditionellen Empfang des hessischen Ministerpräsidenten auf Schloss Biebrich.

Müllerin und Schirmherr vor historischem Ensemble

Müllerin und Schirmherr vor historischem Ensemble

Das Festprogramm von Freitag bis Sonntag im Detail

Freitag, 28. August 2026: Gemütlicher Auftakt und Live-Musik

Der Festreigen beginnt um 17:00 Uhr mit der Eröffnung des Weinstands des Bürgervereins im Kirchgarten, wo frischer Flammkuchen aus dem Holzbackofen serviert wird. Zeitgleich sorgt die Freiwillige Feuerwehr Niederursel für Speisen und Getränke. Ab 18:00 Uhr steht mit „Gummibärchen Pong“ ein unterhaltsames Familienspiel am Weinstand auf dem Programm. Musikalisch wird es ab 20:00 Uhr bei der Feuerwehr: Die Band „Die Äppel-Quetscher“ sorgt für beste Stimmung zum Kerbeauftakt (Eintritt: 8 €).

Samstag, 29. August 2026: Kerbe-Umzug, Baumaufstellung und Fassanstich

Der Kerbesamstag startet um 14:00 Uhr mit Kaffee und Kuchen bei den Landfrauen im Weißkirchener Weg. Um 15:00 Uhr öffnet der Weinstand im Kirchgarten.

Einer der großen Höhepunkte des Wochenendes ist der Kerbe-Umzug um 16:00 Uhr. Der Zug startet an der Traditionswirtschaft „Zum Lahmen Esel“, wo die Wirte Thomas und Max Metzmacher alle Teilnehmer vor dem Abmarsch auf ein Glas Apfelsaft oder Apfelwein einladen. Zusammen mit Müllerin Muriel I. und Schirmherr Oliver Schulte zieht der Festzug durch die Straßen zum Feuerwehrhaus. Dort wird um 17:00 Uhr der Kerbe-Baum aufgestellt, ehe um 17:30 Uhr der offizielle Bierfass-Anstich der Binding Brauerei folgt. Ab 20:00 Uhr bringt die Gruppe „Fullstop“ das Publikum bei der Feuerwehr zum Tanzen (Eintritt: 10 €).

Sonntag, 30. August 2026: Gottesdienst, Frühschoppen und Familienspaß

Der Sonntag beginnt um 10:30 Uhr mit dem Kerbe-Gottesdienst an der Gustav-Adolf-Kirche. Ab 11:00 Uhr lädt die Feuerwehr zum Frühschoppen mit DJ Andy ein, gefolgt von einer Line-Dance-Vorführung um 12:00 Uhr (Linedancer der Sportgemeinschaft 09 Frankfurt e.V.). Ein besonderes kulturelles Detail erwartet die Gäste um 12:15 Uhr in der Kirche: Kantor Manuel Dahme bietet unter dem Motto „Ein Blick hinter die Pfeifen“ eine kurze Vorstellung der Orgel inklusive Musik auf der Empore.

Nachmittags geht es bunt weiter: Ab 13:00 Uhr öffnet der Bastelstand im Kirchgarten (Häkeln, Armbänder fädeln, Ausmalbilder). Ab 14:00 Uhr locken Kaffee und Kuchen bei den Landfrauen, der Gaudiwettkampf der Feuerwehr sowie Spiele des Amselhof Kulturvereins. Um 15:00 Uhr treffen sich die ehemaligen Müllerinnen und Schirmherren am Weinstand, um Muriel I. offiziell in ihrer Runde willkommen zu heißen.

Eine Kerb der besonderen Art

Wenn sich das letzte Augustwochenende nähert, erwacht in Niederursel eine der charmantesten Traditionen der Region zu neuem Leben. Die Niederurseler Kerb zählt zwar zu den kleineren Volksfesten Frankfurts und besitzt den wohl kürzesten Kerbezug der Stadt, besticht dafür jedoch durch eine unvergleichliche Gemütlichkeit und ein tief verwurzeltes Gemeinschaftsgefühl.

Veranstaltet wird das Fest vom Bürgerverein Niederursel-Nordweststadt e.V., der Freiwilligen Feuerwehr Niederursel sowie den örtlichen Vereinen. Für die gesamte Bevölkerung werden das drei erlebnisreiche Tage rund um das Feuerwehrhaus, den Weißkirchener Weg und den stimmungsvollen Kirchgarten der Gustav-Adolf-Kirche.

Ehrenamt

Ein Fest dieser Größenordnung funktioniert nur durch das vorbildliche Zusammenspiel der örtlichen Gemeinschaft. Neben Bürgerverein und Feuerwehr bringen sich zahlreiche Vereine wie der Landfrauenverein, das Naturpädagogische Zentrum Schilasmühle, der Ortsbauernverband, der Amselhof Kulturverein, der Klaa-Pariser Musikzug, die TSG Nordwest, der SV Niederursel sowie die Schüler der Heinrich-Kromer-Schule tatkräftig ein. Die Niederurseler Kerb 2026 verspricht ein unvergessliches Wochenende voller Begegnungen, Brauchtum und froher Stunden zu werden! Die etwa 100 Organisatoren und Helfer sind alle ehrenamtlich aktiv. Ihr Lohn ist der Dank der Bevölkerung und der Erfolg des Gemeinschaftserlebnisses.


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