Kategorie: AktuelleNEWS

Mehr Grün, weniger Verkehr: Studierende geben Impulse für den Riedberg von morgen

Bushaltestelle Paul-Apel-Straße

Der Riedberg gilt als junger, dynamisch wachsender Stadtteil. Obwohl die Bebauung größtenteils erst vor rund zehn Jahren abgeschlossen wurde, zeigen sich bereits heute erste Herausforderungen: zu viele Autos, überlastete Parkplätze und eine stellenweise unzureichende Begrünung mindern langfristig die Lebensqualität. Im Mai 2025 besuchten 22 Studierende der Uni Kassel deshalb den Riedberg. Ihr Ziel: Eine umfassende Analyse, die aufzeigen sollte, welches zukunftsgewandte Entwicklungspotenzial im Stadtteil Riedberg steckt. Am 23. Januar stellte die Forschungsgruppe ihre Ergebnisse nun dem Ortsbeirat vor.

Reduktion des Autoverkehrs

Ein zentrales Problem geht laut der Bachelor- und Masterstudierenden insbesondere vom motorisierten Verkehr aus. Derzeit werden rund ein Drittel aller Wege innerhalb des Stadtteils mit dem Auto zurückgelegt. Um die Mobilität im Stadtteil zukunftstauglicher zu gestalten, schlagen Luca Krull und seine Kommilitonen das Konzept der „10-Minuten-Stadt“ vor: Alle wichtigen Alltagsziele sollten demnach vom Wohnort in etwa zehn Minuten zu erreichen sein- ohne Auto, dafür zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV.

Dazu soll der Riedberg in verschiedene Bereiche – sogenannte Quartiere – gegliedert werden, ohne die bestehende Straßenstruktur grundlegend verändern zu müssen. Der Verkehr wird in diesem Zukunftsszenario gezielt auf die umliegenden Straßen der Quartiere gelenkt, wobei auf dem gesamten Riedberg ein Tempolimit von 30 km/h gelten soll und innerhalb der Quartiere nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf. Großstädte wie Kopenhagen oder Paris setzten dieses Konzept bereits erfolgreich um.

Die Verlagerung des fließenden Verkehrs würde neue Räume für nachbarschaftliche Begegnungen eröffnen. Gleichzeitig entstünden durchgehende Grünflächen mit Platz für größere, zusammenhängende Lebensräume. Ziel ist es insgesamt also, den Straßenraum zu einem Ort der Begegnung umzugestalten.

Vortragender der Universität Kassel

Mehr Begrünung für den Riedberg

Darüber hinaus bewerteten die Studierenden den öffentlichen Raum insgesamt als stark versiegelt. Etwa bei den zahlreichen Bushaltestellen gebe es Handlungsbedarf, um vor allem bei hohen Außentemperaturen die Wartezeiten angenehmer zu gestalten.

Heiße Metallbänke und fehlende Bäume zwingen die Riedberger schon in den frühen Sommermonaten dazu, im Schatten einige Meter entfernt von der Haltestelle auf den Bus zu warten. Annemarie Tacke stellt anhand der Haltestelle „Paul-Apel-Straße“ deshalb vor, wie es am Riedberg künftig aussehen könnte: Holzbänke, Fassadenbegrünung, Schatten spendende Bäume und Fahrradparkplätze neben dem Wartehäuschen sollen die Nutzung des ÖPNVs ansprechender gestalten.

Als weitere Maßnahme zur Auflockerung der versiegelten Flächen schlagen die Studierenden außerdem bepflanzte Hochbeete vor, etwa auf dem Riedbergplatz. Die Pflege durch private Anwohner oder beispielsweise eine Schulklasse soll eine soziale Interaktion in der Nachbarschaft fördern. Neben dem positiven sozialen Effekt bieten die Beete außerdem gegenüber dicken Betonmauern eine ästhetischere Alternative zur Abtrennung gemeinschaftlicher Orte zum Verkehrsraum.

Am Abend der Beiratssitzung präsentierte die Forschungsgruppe eine Reihe an Gestaltungsideen, um den Riedberg für seine Bewohner lebenswerter zu gestalten. Die Rückmeldung fiel aus allen Fraktionen des Ortsbeirats 12 positiv aus. Ob und in welchem Umfang die Impulse der jungen Forschenden in Zukunft aufgegriffen werden, liegt nun bei den aktuellen und künftigen Mitgliedern des Ortsbeirats.

 

 

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20 Jahre Engagement für das Gemeinwohl: Stiftung Citoyen sucht Klimaschützer aus der Region

Klimawandel Symbolbild

Seit zwei Jahrzehnten prägt die Stiftung Citoyen das bürgerschaftliche Leben im Rhein-Main-Gebiet. Gegründet im Jahr 2004, feierte die Frankfurter Bürgerstiftung unlängst ihr 20-jähriges Bestehen im Frankfurter Literaturhaus. Mit einem klaren Fokus auf Bildung, Kultur und gesellschaftliches Miteinander hat sich die Institution als feste Größe für die Förderung von Projekten etabliert, die dort ansetzen, wo staatliche oder kirchliche Hilfe endet.

Von der Idee am Esstisch zur festen Institution

Die Entstehungsgeschichte der Stiftung ist eng mit der Familie des Verlegers Paul Dierichs verbunden. Dessen Tochter, die Journalistin Helga Dierichs, erbte gemeinsam mit ihren Brüdern die väterliche Stiftung. Während diese sich zunächst der Kunstförderung widmete, strebte Dierichs nach einer direkteren Wirkung in der Stadtgesellschaft. Da der Name „Frankfurter Bürgerstiftung“ bereits vergeben war, wählte sie die französische Entsprechung: Citoyen. Der Begriff steht dabei bewusst für mehr als nur den Status eines Bewohners; er atmet staatsbürgerliches Verantwortungsbewusstsein.

Was am Esstisch im privaten Kreis mit Ideen engagierter Frauen aus Politik und Journalismus begann, entwickelte sich schnell zu einem wirkungsvollen Netzwerk. In den vergangenen 20 Jahren unterstützte die Stiftung eine Vielzahl prominenter Vorhaben. Dazu zählen die Jugendbildungsstätte Anne Frank, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst sowie Projekte zur Integration von Migranten wie „Frauen kommen an“. Auch bei der Restaurierung historischer Wandgemälde im Poelzig-Bau der Goethe-Universität leistete die Stiftung einen entscheidenden Beitrag.

Die „Citoyenne“: Ein Preis für den Bürgersinn

Ein zentrales Element der Stiftungsarbeit ist die Verleihung des Preises für Bürgersinn, genannt „Citoyenne“. Seit 2012 wird diese Auszeichnung alle zwei Jahre vergeben, um besonderes Engagement in den Bereichen kulturelle Vielfalt, Generationenprojekte und Umwelt zu würdigen. Die Trophäe selbst ist symbolträchtig gestaltet: Sie erinnert an ein Megafon oder ein Hörrohr und soll die Aufmerksamkeit auf jene lenken, die oft unbemerkt Gutes tun.

Ausschreibung 2026: „Ran ans Klima!“

Für das Jahr 2026 hat die Stiftung nun die neue Runde des Wettbewerbs ausgerufen. Unter dem Motto „Ran ans Klima!“ werden Initiativen gesucht, die sich im Rhein-Main-Gebiet aktiv für den Klimaschutz, die Einsparung von Ressourcen oder die Bewahrung von Flora und Fauna einsetzen. Als prominente Patin für die aktuelle Ausschreibung konnte die Transformationsforscherin und Mitbegründerin von „Scientists for Future“, Maja Göpel, gewonnen werden. Sie betont die Bedeutung jedes Einzelnen für eine nachhaltige Zukunft.

Bewerben können sich Einzelpersonen und Gruppen aus Frankfurt, Offenbach und den angrenzenden Landkreisen bis zum 26. März 2026. Es winkt ein Preisgeld von insgesamt 9.500 Euro, das von Partnern wie der Bethmann Bank, der Mediengruppe Frankfurt und dem Lions-Club Frankfurt Römer zur Verfügung gestellt wird. Die feierliche Preisverleihung findet am 15. Juni 2026 im Gallus-Theater statt.

Mit Blick auf die Zukunft plant die Stiftung, die Demokratieförderung in Schulen weiter zu stärken und Eltern beim Übergang ihrer Kinder zwischen den Bildungsstufen zu begleiten. Informationen zur aktuellen Ausschreibung sind auf der Webseite der Stiftung unter www.stiftung-citoyen.de abrufbar.

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„Meister Bockert“ am Erlenbach: Biber lockt hunderte Bürger nach Nieder-Erlenbach

Biber

Die Rückkehr eines tierischen Baumeisters sorgt in Frankfurt für großes Aufsehen: Rund 280 interessierte Bürger versammelten sich am vergangenen Sonntag im SAALBAU, um mehr über den neuen Bewohner des Erlenbachs zu erfahren. Zu der Informationsveranstaltung hatte der NABU Frankfurt Nord eingeladen, nachdem im November 2025 ein Biber in unmittelbarer Nähe zum Sportgelände der TSG Nieder-Erlenbach entdeckt worden war.

Ein Rückkehrer mit Geschichte

Andreas Frey, Vorstandsmitglied des NABU Frankfurt Nord, hatte das Tier und seinen eindrucksvollen Damm am Parkplatz der Fußballfelder gemeldet. Dass die Ansiedlung auf so großes öffentliches Interesse stößt, liegt auch an der Seltenheit des Tieres in der Region. Wie Manfred Sattler, ehrenamtlicher Revierbetreuer des Regierungspräsidiums Darmstadt, ausführte, galt der Biber in Europa aufgrund der Jagd auf sein dichtes Fell lange Zeit als fast ausgerottet.

Erst durch gezielte Auswilderungen im Spessart Ende der 1980er-Jahre konnte sich die Population in Hessen wieder erholen. Heute ist das Tier zwar nicht mehr unmittelbar vom Aussterben bedroht, genießt aber weiterhin einen strengen gesetzlichen Schutzstatus.

Ökologischer Nutzen und Herausforderungen

Der Biber gilt als natürlicher Landschaftsgestalter, der Lebensräume ohne bürokratischen Aufwand und kostenfrei umgestaltet. Seine Dämme schaffen wertvolle Stillwasserzonen, die zahlreichen Fischarten, Vögeln und Amphibien als Versteck dienen. Zudem fungieren die Bauwerke als Sedimentfallen, die Schadstoffe zurückhalten und die Selbstreinigung des Gewässers fördern. Ein wesentlicher Vorteil für die Anwohner ist der Hochwasserschutz: Bei Starkregen verlangsamen die Biberteiche den Abfluss des Wassers erheblich.

Trotz dieser Vorteile gibt es auch Konfliktpotenzial. Gottfried Lehr von der IG Nidda wies darauf hin, dass Biberdämme insbesondere bei niedrigem Wasserstand ein Hindernis für wandernde Fischarten wie die Meerforelle darstellen können.

Management und gesetzliche Schranken

Christian Kehrenberg von HessenForst erläuterte während der Veranstaltung die rechtlichen Rahmenbedingungen des hessischen Bibermanagements. Da Biber weder gestört noch vertrieben werden dürfen, stehen Präventionsmaßnahmen im Vordergrund. Dazu gehören etwa Umzäunungen zum Schutz von Bäumen vor Fraßschäden oder technische Lösungen zur Sicherung von Zu- und Abflüssen.

Eindringlich wurde davor gewarnt, Biberdämme eigenmächtig zu entfernen. Dies ist nicht nur illegal, sondern führt in der Regel dazu, dass das Tier an derselben Stelle einen noch größeren und stabileren Damm errichtet.

Das neue Biberrevier am Erlenbach mit seinen charakteristischen angenagten Bäumen und kleinen Wasserfällen wurde von Experten bereits als eines der schönsten Reviere der Region bezeichnet. Der NABU Frankfurt Nord zeigte sich erfreut über den gelungenen Abend und das große Interesse der Bürgerschaft an diesem besonderen neuen Nachbarn.


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Kontakt
NABU-KV Frankfurt am Main e.V.
Kasseler Straße 1 a
60486 Frankfurt am Main
E-Mail: nabu@nabu-frankfurt.de

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Stadtteil der Quartiere: BUND warnt vor hoher Verdichtung und Gefahren für die Landwirtschaft

Neuer Stadtteil der Quartiere

ie Planungen für den neuen „Stadtteil der Quartiere“ im Frankfurter Nordwesten treten in eine entscheidende Phase. Nach mehr als 8 Jahren Vorlauf hat der Magistrat der Stadt Frankfurt das Stadtplanungsamt beauftragt, einen konkreten Bebauungsplan auf Grundlage des Beschlusses vom 11.12.2025 zu entwickeln. Doch der BUND Kreisverband Frankfurt äußert in einer aktuellen Stellungnahme erhebliche Bedenken hinsichtlich der städtebaulichen Dichte, der Erreichbarkeit von Erholungsflächen und der Zukunft der lokalen Landwirtschaft.

Von 7 auf 3 Quartiere: Der Wandel der Planung

Ursprünglich basierten die Entwürfe auf dem Wettbewerbssieger »Büro Cityförster-Urbane Gestalt«, der unter dem Motto „Quartiere im Kreislauf“ eine durchgrünte Stadtlandschaft beiderseits der Autobahn A5 vorsah. Diese Vision wurde auch in der Bürgerbeteiligung im Jahr 2020 so vermittelt.

Die Realität sieht mittlerweile anders aus: Nachdem das Quartier „Neu-Steinbach“ bereits früher aus den Plänen gestrichen worden war, untersagte der Regierungspräsident in Darmstadt im März 2025 jegliche Bebauung auf der Westseite der Autobahn. Erlaubt sind westlich der A5 nur noch eine „Koproduktive Landschaft“, während die Wohnbebauung mit den Quartieren „Produktives Praunheim“, „Lachgraben-Quartier“ und „Neu-Weststadt“ vollständig auf die östliche Fläche konzentriert wird.

Kritik an der „Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme“ (SEM)

Trotz des Bauverbots auf der Westseite hält der Magistrat daran fest, diese Flächen in der „Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme“ (SEM) zu belassen. Ein entsprechender Antrag des Ortsbeirats 8, die westlichen Flächen aus der SEM herauszunehmen, wurde abgelehnt. Der Magistrat begründet dies damit, dass die Westflächen als notwendige Naherholungs- und Ausgleichsflächen für den nun deutlich verdichteten Osten dienen müssen, da dort kein Raum mehr für solche Angebote bleibe.

Der BUND hinterfragt kritisch, ob unter diesen Voraussetzungen die in den Wettbewerbsentwürfen versprochene „angenehm durchgrünte Stadtlandschaft“ überhaupt noch realisierbar ist. Es stelle sich die Frage, wie dicht und wie hoch – mit wie vielen Etagen – im verbleibenden Bereich tatsächlich gebaut werden soll.

Lange Wege und gefährdete Landwirtschaft

Ein zentraler Kritikpunkt des Umweltverbands ist die Erreichbarkeit von Grünflächen. Das Ziel einer „Green City“, in der jeder Bürger innerhalb von 15 Minuten fußläufig Erholungsräume erreichen kann, scheint für die neuen Bewohner unrealistisch, da hierfür die Autobahn überquert werden müsste. Auch für die Anwohner der bestehenden Quartiere Praunheim und Nordweststadt würden sich die Wege zu den verbleibenden Freiflächen deutlich verlängern.

Besonders besorgt zeigt sich der BUND über die Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Durch die Versiegelung der fruchtbaren Lehmlössböden im Osten und die Umgestaltung der Westseite zur „Koproduktiven Landschaft“ verlieren die ansässigen Landwirte ihre Existenzgrundlage. Bisher gebe es keinen Landwirt, der die Vereinnahmung seiner Felder befürworte. Ersatzflächen auf schlechteren Böden würden zu geringeren Erträgen, höherem Düngereinsatz und einem gesteigerten Bewässerungsbedarf führen. Längere Anfahrtswege zu entfernteren Feldern würden zudem den CO2-Ausstoß erhöhen und die Klimaziele der Stadt konterkarieren.

Appell an die Entscheider

Wolf-Rüdiger Hansen vom Vorstand des BUND-Kreisverbands Frankfurt kritisiert, dass der außerordentliche Wert der Lehmlössböden sowie die wirtschaftlichen und klimatischen Zusammenhänge von den städtischen Gremien bisher nicht ausreichend gewürdigt werden. Angesichts des Klimawandels und der Bedeutung der Ernährungssicherheit sei der Verlust dieser wertvollen Flächen für einen hochverdichteten Stadtteil ein falsches Signal.


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Millionenförderung für Archäologie: Kultbezirk der Römerstadt NIDA wird erforscht

In einem Brunnen fand sich neben einer Statuette der Göttin Diana und einer auf den 9. September 246 n. Chr. datierten Weihinschrift für Merkur Alatheus auch ein menschliches Skelett.

Ein bedeutender Meilenstein für die hessische Archäologie ist erreicht: Für die wissenschaftliche Auswertung eines neu entdeckten römischen Heiligtums auf dem Areal der antiken Stadt NIDA (Heddernheim) haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) Fördermittel in Höhe von mehr als einer Million Euro bewilligt. Damit erhält ein internationales Forschungsteam in den kommenden 3 Jahren die Gelegenheit, eine der herausragenden Entdeckungen im Gebiet des römischen Germaniens umfassend zu untersuchen.

Zufallsfund bei Bauarbeiten

Der zentrale Kultbezirk wurde im Zuge von Ausgrabungen des Denkmalamtes in den Jahren 2016 bis 2018 sowie 2022 entdeckt. Anlass waren die Bauarbeiten für den Neubau der „Römerstadtschule“ in der Nordweststadt. Auf einer Fläche von fast einem halben Hektar legten die Archäologen im Zentrum der antiken Stadt ein von einer Mauer umgebenes Areal frei. Dank moderner Grabungstechnik konnten die Befunde nahezu vollständig dokumentiert werden, da sie fast ohne nachrömische Störungen erhalten geblieben sind.

Bronzestatuette eines Adlers, der auf einem Blitz steht. Adler und Blitz sind Symbole für Jupiter, den höchsten römischen Gott.

Bronzestatuette eines Adlers, der auf einem Blitz steht. Adler und Blitz sind Symbole für Jupiter, den höchsten römischen Gott, Foto: Denkmalamt Stadt Frankfurt

Einzigartige architektonische Befunde

Der Kultbezirk unterscheidet sich deutlich von anderen Fundplätzen. Während sich im Zentrum einer römischen Stadt üblicherweise das Forum befindet, wurde in NIDA ein mehrphasiges Heiligtum mit verschiedenen Tempeln entdeckt – ein Befund, der im gesamten Imperium seinesgleichen sucht. Das Areal umfasst 11 Steinbauten sowie rund 70 Schächte und 10 Gruben für (rituelle) Deponierungen. Die ungewöhnlichen Gebäudegrundrisse finden in den germanischen und gallischen Provinzen keine direkten Parallelen.

Hinweise auf eine aufwendige Gestaltung liefern mehr als 5.000 Fragmente von bemaltem Wandverputz sowie bronzene Tür- und Fensterbeschläge. Die Auswertung dieser Wandmalereien soll künftig Aufschluss über Raumhöhen und die Innenausstattung der Kultbauten geben.

Zwei von über 5.000 Fragmenten bemaltem Wandverputzes aus dem Kultbezirk.

Zwei von über 5.000 Fragmenten bemaltem Wandverputzes aus dem Kultbezirk, Foto: C. Wenzel / AMF

Opfergaben und rituelle Praktiken

In den Schächten und Gruben fanden die Wissenschaftler zahlreiche Keramikgefäße sowie große Mengen an pflanzlichen und tierischen Überresten, darunter Knochen von Fischen und Vögeln. Experten vermuten hierbei Reste kultischer Mahlzeiten und Opferhandlungen. Zur detaillierten Analyse wurden 150 Proben für archäozoologische und archäobotanische Untersuchungen entnommen.

Besondere Bedeutung für das Verständnis der religiösen Praxis haben zudem 254 römische Münzen und über 70 Gewandspangen (Fibeln) aus Silber und Bronze, die als Weihe- und Votivgaben dienten. Ein außergewöhnlicher Aspekt der Fundstätte sind zudem Hinweise auf mögliche Menschenopfer.

Trotz der guten Erhaltung ist die Bestimmung der verehrten Gottheiten bislang nur eingeschränkt möglich. Inschriften und Darstellungen belegen jedoch die Verehrung von Jupiter, »Jupiter Dolichenus«, »Mercurius Alatheus«, Diana, Apollon sowie der keltisch-römischen Fruchtbarkeitsgöttin Epona. Dies lässt auf ein überregional bedeutendes Heiligtum schließen, in dem verschiedene Gottheiten nebeneinander verehrt wurden.

Fingerring aus Silber mit Gemme (2./3. Jahrhundert n. Chr.)

Fingerring aus Silber mit Gemme (2./3. Jahrhundert n. Chr.), Foto: S. Martins / AMF

Interdisziplinäre Forschung

Das länderübergreifende Projekt wird von namhaften Institutionen getragen. Neben dem Archäologischen Museum Frankfurt und dem Denkmalamt der Stadt sind die Goethe-Universität Frankfurt, die Universität Basel sowie die Römisch-Germanische Kommission (RGK) beteiligt. Ziel ist es, die rituellen Praktiken zu rekonstruieren und den Kultbezirk kulturhistorisch in die Sakrallandschaft der römischen Nordwestprovinzen einzuordnen.

Nach aktuellen Erkenntnissen wurde der Bezirk zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. angelegt und bestand mindestens bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts. NIDA entwickelte sich in dieser Zeit vom militärischen Knotenpunkt zum wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum der Limesregion, bevor die Stadt um 275/280 n. Chr. aufgegeben wurde.

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Gedenken am Campus Riedberg: 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Schuhe an der Donau,, Holocaust Memorial, Budapest

„Nur niemals aufgeben“

Am 27.01.2025 jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zum 80. Mal. Dieser Tag ist weltweit der zentrale Anlass, um der Millionen Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Auch am Campus Riedberg wird dieses Datum mit einer besonderen Abendveranstaltung gewürdigt. Das „Centre for Dialogue“ (CfD) lädt Anwohner, Studierende und Interessierte ein, gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, den 3. Februar, um 17:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Josephine-Baker-Gesamtschule, in der Gräfin-Dönhoff-Str. 11. Im Mittelpunkt des Abends steht die Auseinandersetzung mit der Geschichte und deren Bedeutung für die heutige Gesellschaft.

Die Schülerinnen und Schüler haben hierzu eindrückliche Kollagen erarbeitet, die unterschiedliche Themenschwerpunkte in der Geschichte des Nationalsozialismus sichtbar machen. Diese werden jeweils mit Rodika Rosenbaum auf besondere Art und Weise beleuchtet und reflektiert.

Begleitet wurden sie vom Lehrer Paul Renk, Dr. Dominiek Lootens und Jan Quirmbach (Centre for Dialogue), Dr. Johannes Lorenz (Katholische Akademie) und Dr. Dr. Peter Noss (Zentrum Ökumene).

Es erwarten Sie an diesem Abend …

  • Die Schülerinnen und Schüler der Josephine-Baker-Schule
  • Rodika Rosenbaum (Zeitzeugin)
  • Paul Renk (Josephine-Baker-Schule)
  • Die »Bosephine Jakers« (Josephine-Baker-Schule)
  • Dr. Dr. Peter Noss (Zentrum Ökumene)
  • Dr. Dominiek Lootens (Centre for Dialogue)
  • Jan Quirmbach (Centre for Dialogue)

Die Schüler moderieren den Abend und führen die Interviews. Die »Bosephine Jakers« sorgen für die musikalische Begleitung.

Alle Besucher sind anschließend eingeladen, am warmen veganen Buffet des israelischen Restaurants Kuli Alma teilzuhaben.

Musikalischer Rahmen und Raum für Austausch

Begleitet wird der Abend durch musikalische Beiträge, die den feierlichen und nachdenklichen Charakter der Veranstaltung unterstreichen. Die Organisatoren legen Wert darauf, dass neben dem Zuhören auch Raum für Begegnung bleibt. Im Anschluss an den offiziellen Teil gibt es bei einem kleinen Empfang die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Impulse des Vortrags zu vertiefen.

Der 27. Januar ist seit 1996 in Deutschland ein gesetzlich verankerter Gedenktag. Dass eine solche Veranstaltung direkt am Riedberg stattfindet, unterstreicht die Rolle des Campus als Ort des gesellschaftlichen Austauschs, der über den rein wissenschaftlichen Betrieb hinausgeht.

Organisatorische Hinweise

  • Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
  • Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei.


Über das „Centre for Dialogue at Campus Riedberg“
Das Centre for Dialogue (CfD) ist eine gemeinsame Initiative der Evangelischen und Katholischen Hochschulgemeinden in Frankfurt am Main. Es versteht sich als ein offener Ort der Begegnung für Studierende, Wissenschaftler und die Bewohner des Stadtteils Riedberg. Ziel der Institution ist es, den Dialog zwischen Religionen, Kulturen und der Wissenschaft zu fördern. Mit regelmäßigen Veranstaltungen zu gesellschaftspolitischen, ethischen und religiösen Themen bietet das CfD Raum für kritische Reflexion und persönlichen Austausch in einer von Vielfalt geprägten Umgebung.

 

Der Titel „Nur niemals aufgeben“ stammt aus der Autobiographie von Rodika Rosenbaum (Nur niemals aufgeben! Eine jüdische Familiengeschichte, Kelkheim: Pauer, 2024).

 

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Frankfurt wählt: Kommunalwahl 2026 bringt weitreichende Entscheidungen

Symbolbild hessische Kommunalwahl in FFM

Am 15.03.2026 sind die Bürger in Frankfurt aufgerufen, die politischen Weichen für die kommenden 5 Jahre zu stellen. Bei der anstehenden Kommunalwahl werden gleich 3 Gremien neu besetzt: die Stadtverordnetenversammlung (der sogenannte „Römer“ mit 93 Stadtverordneten), die 16 Ortsbeiräte sowie die Kommunale Ausländervertretung (KAV). Insgesamt treten 213 Listen mit 3.175 Personen an.

Neues Wahlrecht als Hürde für kleine Parteien

Für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung hat der Wahlausschuss 22 Wahlvorschläge zugelassen – das sind 6 Gruppen weniger als bei der Wahl im Jahr 2021. Ein Grund für diesen Rückgang ist vermutlich das neue Wahlrecht. Durch ein geändertes Auszählverfahren wird es für kleine Gruppierungen deutlich schwieriger, in den Römer einzuziehen. Während zuletzt etwa 0,6 % der Stimmen für einen Sitz ausreichten, liegt die Hürde nun voraussichtlich bei etwa 1,1 Prozent.

Die Reihenfolge auf dem Wahlzettel richtet sich nach dem Ergebnis der letzten Landtagswahl. Daher steht die CDU an oberster Stelle, gefolgt von der AfD. Erst danach folgen die weiteren Parteien und Wählervereinigungen.

Personalien und abhängige Ämter

Die Ergebnisse vom 15. März entscheiden nicht nur über die Sitzverteilung in den Parlamenten, sondern ziehen weitreichende personelle Konsequenzen nach sich. So wählen die neuen Gremien in den einzelnen Stadtteilen u.a. die Kinderbeauftragten, Seniorenbeauftragten sowie die Stadtbezirksvorsteher/-innen (Ehrenbeamte) und deren Stellvertretungen.

Zudem hat die neu zusammengesetzte Stadtverordnetenversammlung maßgeblichen Einfluss auf die Zusammensetzung des Magistrats, die „Regierung“ der Stadt, und wählt u.a.  den/die Stadtverordnetenvorsteher/-in. Auch die Besetzung zahlreicher Ausschüsse und Aufsichtsräte städtischer Unternehmen hängt unmittelbar von den Mehrheitsverhältnissen nach dem Wahltag ab.

Wahlhelfende gesucht

Für den reibungslosen Ablauf der Kommunalwahlen werden am Wahlsonntag in Frankfurt am Main insgesamt etwa 4.900 Wahlhelfende benötigt. Der ehrenamtlich tätige Wahlvorstand jedes einzelnen Wahlraums besteht aus bis zu 9 Personen. Sie sorgen für einen ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlhandlung. Für die 11 Wahlbezirke in Kalbach-Riedberg haben sich erst mal genügend Wahlhelfende gemeldet. Es werden aber noch Bürger/-innen als Nachrücker/-innen gesucht, die einspringen, wenn Wahlhelfende kurzfristig ausfallen. Wahlbeisitzende erhalten eine Aufwandsentschädigung von 75 €.

Interessenten melden sich bitte bei:
Frau Gudrun Sulzer-Gram
Stadtbezirksvorsteherin Kalbach/Riedberg – 12.79 –
Tel.: 069-53 05 83 62
Mobil: 0170-34 22 584
eMail: sulzer.gram@googlemail.com

Bekannte Gesichter und strategische Herausforderungen

Alle derzeit im Römer vertretenen Parteien treten erneut an. Ein strategisches Problem stellt für einige kleine Listen die Anzahl der Bewerber dar. Um das volle Stimmenpotenzial auszuschöpfen, sollte eine Liste mindestens 31 Kandidaten umfassen. Da jeder Wähler bis zu 93 Stimmen vergeben kann, aber pro Kandidat maximal 3 Stimmen (Kumulieren) möglich sind, verschenken Gruppen mit wenigen Bewerbern Stimmen.

Panaschieren

Eines der mächtigsten Werkzeuge für den Wähler bei der kommenden Wahl. Statt nur ein Kreuz bei einer einzigen Partei zu machen, kann der Wähler einzelne Kandidaten von unterschiedlichen Listen wählen. Er stellt sich also quasi seine eigene „Traum-Mannschaft“ zusammen. Das Panaschieren kann mit dem Kumulieren („Häufeln“) verbunden werden. Das heißt, man gibt einer Person von Liste A zwei Stimmen, einer Person von Liste B drei Stimmen und so weiter. Der Wähler kann zusätzlich eine Liste oben ankreuzen. Seine restlichen Stimmen, die er nicht einzeln an Personen vergeben hat, wandern dann automatisch an die Kandidaten dieser Liste (von oben nach unten).

Wahlbenachrichtigung

Rechtzeitig vor der Wahl werden alle Wahlberechtigten mittels Wahlbenachrichtigung über ihre Eintragung in das Wählerverzeichnis informiert. Vor dem Wahltag besteht die Möglichkeit das Wählerverzeichnis einzusehen, es wird im Briefwahllokal (Stiftstraße 29) im Zeitraum vom 23. bis 27. Februar 2026 während der allgemeinen Öffnungszeiten zur Einsichtnahme bereitgehalten. Am Wahltag sind die Wahllokale von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.


Weiterführende Links

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Bündnis 90/Die Grünen Kalbach-Riedberg tritt mit engagiertem Team für die Kommunalwahl 2026 an – „Unsere Energie für Eure Zukunft“

Grüne - Kalbach-Rriedberg - Liste Kommunalwahl - Gruppenfoto

v. l. n. r.: Ronald Bieber, Bianca Bellchambers, Christiaan Vink, Ulrike Neißner, Markus M. Muth, Rebecca Sünder, Thomas Jaeger, Ulrike Gauderer, Janina Strahl, Foto: © Katrin Probst

Mit einem ausgewogenen Team aus 16 Kandidat*innen und klaren inhaltlichen Schwerpunkten startet Bündnis 90/Die Grünen Kalbach-Riedberg in den Wahlkampf zur Kommunalwahl am 15. März 2026. Angeführt von Ulrike Neißner (Kalbach) und dem Fraktionsvorsitzenden Ronald Bieber (Riedberg) ist das Ziel, stärkste Kraft im Ortsbeirat 12 zu werden und die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortzusetzen.

In der vergangenen Wahlperiode konnte die grüne Ortsgruppe zentrale Projekte voranbringen: Die Neuplanung des Riedbergplatzes mit mehr Grünflächen, die Wiedereröffnung des Bürgerbüros Kalbach mit erweitertem Service und die Integration der Unterkunft für Geflüchtete auf dem Riedberg. „Unsere Arbeit zeigt, dass engagierte Kommunalpolitik spürbare Verbesserungen bewirkt – ob bei der ärztlichen Versorgung, der Schulentwicklung oder den Anpassungen an den Klimawandel“, betont Sprecher Christian Dilger. „Wir wollen das fortführen und unseren Stadtteil lebenswert, sozial und klimagerecht gestalten.“

Für die nächste Legislaturperiode stehen mehrere zentrale Handlungsfelder im Fokus:

  • Umwelt, Natur und Klima: Naturräume schützen, Begrünung ausweiten und den 10-spurigen Ausbau der A5 verhindern.
  • Kinder & Jugendliche: Schulen stärker mit dem Stadtteil vernetzen und attraktive Treffpunkte für Jugendliche schaffen.
  • Mobilität: U8 im 10-Minuten-Takt, Radwege über die A5/A661 und Tempo 30 für den Riedberg.
  • Miteinander: Begegnungsstätten schaffen, Vereinsleben stärken und Demokratie vor Ort erlebbar machen.
  • Wohnen und Arbeiten: Bezahlbaren Wohnraum fördern, Leerstände nutzen und den Glasfaserausbau beschleunigen.
  • Gesundheit und Sport: Zweite Sportanlage bauen, Kinderärzt*innen anwerben und Lärmschutz an der A5/A661 durchsetzen.

Die ausgewogene Liste verbindet politische Erfahrung und engagiertes Fachwissen aus beiden Ortsteilen, um diese Ziele zu erreichen: Von der Studentin Rebecca Sünder (Platz 3), die sich für Generationengerechtigkeit einsetzt, bis zum IT-Berater Christiaan Vink (Platz 4), der Digitalisierung und Energiewende vorantreiben will. „Kalbach und Riedberg haben unterschiedliche Bedürfnisse, denen wir im Sinne unseres gemeinsamen Stadtteils gerecht werden wollen.“, so Dilger weiter. „Unser Team spiegelt diese Vielfalt wider und steht für eine Politik, die alle mitnimmt und für die zukünftigen Herausforderungen rüstet.“

Die vollständige Liste und weitere Informationen finden sich unter gruene-kalbach-riedberg.de und natürlich im direkten Gespräch.

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Frankfurter Kunst in Groß-Umstadt

Rathaus von Groß-Umstadt

– Ein Ausflugstipp zum Wochenende –

Wer ein Deutschlandticket besitzt und am Wochenende Kunst mit dem Besuch eines historischen Ortes verbinden möchte, sollte in der nächsten Zeit Groß-Umstadt besuchen.

Dort stellen 10 Frankfurter Künstler, darunter auch der Riedberger Künstler Sören Pürschel ihre Kunst aus. Geboten wird eine malerische Altstadt, das Renaissance-Rathaus der Stadt Groß-Umstadt und abwechslungsreiche Kunst aus und von Frankfurt. Am Ausstellungsort findet samstags auch ein Bauernmarkt statt und eine Auswahl an Gaststätten bietet die Möglichkeit, sich vor Antritt der Rückreise noch zu stärken.

Bubble Tea Shop, ein Bild von Sören Pürschel

Sören Pürschel

Himmel, Wolken, Erd von Joe Wilhelm Arts

Himmel, Wolken, Erd von Joe Wilhelm Arts

rabirius, Road Blocks, Fotomontage

rabirius, Road Blocks


Ausstellungs-Titel: Leben in der Mainmetropole

Ausstellungszeitraum: bis 22.02.2026

Ort: Kunstforum Säulenhalle im Rathaus am Markt 1 in 64823 Groß-Umstadt

Geöffnet: samstags und sonntags jeweils von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Veranstalter: Eine Gemeinschaftsausstellung des Frankfurter Künstlerclubs mit dem Stadtmarketing Groß-Umstadt (www.gross-umstadt.de)

Kosten: Der Eintritt ist frei.

Teilnehmende Künstler: Jo-Wilhelm Arts, Jeanette Bohn, Thorsten Faber, Barbara Fuentes-Jelinek, Christiane Gehlhar, Monika Gimbel, Angelika Hintzmann, Henning Lierow, Sören Pürschel, Rabirius, Udo Schmidt und Vitus Thanner.

Anfahrt: Vom Frankfurter Südbahnhof aus mit dem RE85 in Richtung Erbach (Odw.), Ausstieg am Bahnhof Groß-Umstadt (Mitte), mit etwa 50 Minuten Fahrtzeit.

Beschreibung: Ein Feuerwerk der Kunst. Vielfalt in Stil und Ausdruck. Freude am Schaffen und am Leben. Dies sind die ersten Gedanken, welche uns bei dieser Ausstellung in den Kopf kommen. In einer Zeit multipler Krisen einen Hort der künstlerischen Gestaltung Jahr um Jahr neu zu erschaffen ist sicherlich eine große Herausforderung, wird vom Frankfurter Künstlerclub allerdings sehr erfolgreich gemeistert, wie diese Gemeinschaftsausstellung wieder einmal deutlich zeigt. Malerei, Skulptur, Fotografie und konzeptionelle Kunst prägen diese Ausstellung. Hierbei wird bei dem interkulturellen Mix deutlich, dass Menschen von Jung bis Alt in der Kunst zusammenkommen und einen gemeinsamen Raum für gefühlvolles Erleben schaffen. 10 Künstler demonstrieren ein erfolgreiches Miteinander in der Ausstellung. Die Stadt Frankfurt am Main ist das pulsierende Zentrum der Rhein-Main Region. Es reiben sich urbane und ländliche Einflüsse, hessischer Lokalpatriotismus und Globalismus. Dadurch entsteht eine hochkomplexe Umgebung in welcher der Frankfurter Künstlerclub diese Einflüsse in seinen Werken umsetzt.


Der Frankfurter Künstlerclub
seit fast 70 Jahren bietet der Frankfurter Künstlerclub e.V. eine „offene Bühne im Grünen“ für Kunst, Musik und Literatur.
Künstlern, überwiegend aus Frankfurt und der Region, gibt der Künstlerclub Gelegenheit für einen Auftritt im Nebbienschen Gartenhaus im Park der Bockenheimer Anlage. Das Nebbiensche Gartenhaus wurde 1810 im klassizistischen Stil erbaut. Sein Namensgeber, der Verleger Marcus Johann Nebbien, ließ das heutige Kulturdenkmal anlässlich seiner 3. Hochzeit im Jahre 1810 errichten. Dank dem Engagement der ehrenamtlich tätigen Spartenleiter und den Beiträgen und Spenden von über 300 Mitgliedern und Förderern, finden dort Konzerte der klassischen und zeitgenössischen Musik, Weltmusik und des Jazz, Lesungen mit Schauspielern, Autoren sowie wechselnde Ausstellungen statt.

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CDU Kalbach-Riedberg geht mit starker Ortsbeiratsliste in die Kommunalwahl 2026

CDU-Team Kalbach-Riedberg

Die CDU Kalbach-Riedberg geht mit 18 Kandidatinnen und Kandidaten in die Ortsbei­ratswahl 2026. Angeführt wird die Liste von der Stadtverordneten und Vorsitzenden der CDU Kalbach-Riedberg, Carolin Friedrich. Sie tritt zudem auf dem aussichtsrei­chen Listenplatz 12 für die Stadtverordnetenversammlung an. Ebenfalls für den Orts­beirat (Platz 2) und die Stadtverordnetenversammlung (Platz 26) kandidiert Axel Le­onhardt. Auf dem dritten Platz steht der aktuelle stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU im Ortsbeirat 12, Frank Weißke. Auf dem vierten Platz kandidiert die erfahrene Kom­munalpolitikerin Eva Maria Lang, die sich seit vielen Jahren zudem als Kinderbeauf­tragte in Kalbach um die Belange der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil kümmert Dr. Matthias Heiler, der ebenfalls bereits dem Ortsbeirat angehört, belegt Platz fünf.

Carolin Friedrich

Carolin Friedrich, Bild: CDU Kalbach-Riedberg

Neu auf der Liste sind Bodo Wessel (60) und Johannes Kuhn (61). Beide wohnen seit vielen Jahren auf dem Riedberg und bewerben sich um die Plätze 6 und 7. Dem Wirt­schaftsinformatiker Johannes Kuhn sind Bildungs- und Digitalisierungsthemen wichtig, der kaufmännische Leiter Bodo Wessel möchte sich für mehr Sicherheit und Sauberkeit stark machen. Bereits seit der letzten Legislaturperiode gehört der Rechtsanwalt Simon Scherer (Platz 7) dem Gremium an. Ihm auf der Liste folgten Daniela Reinmann-Rhinow aus Kalbach, die sich seit vielen Jahren in der ev. Miriamgemeinde engagiert und die beiden jungen Kandidaten Jakob Seubert (20, Student der Sportwissenschaften und -management aus Kalbach) und Nick Leonhardt (18, Schüler aus Riedberg), die sich erstmals um einen Einzug in den Ortsbeirat bewerben. Auf den Plätzen 12 bis 18 vervollständigen Dr. Sebastian Martin, Thomas Hartung, Agnes Verspohl, Irene Syha-Truber, Lutz Papalau, Heinz-Dieter Matejka und Jan Schneider die Liste.

Axel Leonhardt

Axel Leonhardt, Bild: CDU Kalbach-Riedberg

„Mit diesem Personaltableau machen wir dem Stadtteil ein hervorragendes Angebot. Mit einem Team, dass alle Altersgruppen abdeckt und verschiedenste Stärken und Erfahrungen für die politische Arbeit mitbringt, gehen wir in die Kommunalwahl 2026“, betont Carolin Friedrich. „Bei der Aufstellung der Liste war uns insbesondere wichtig, dass das neue Team das Ohr wieder im Stadtteil hat. Dies ist erneut gelungen und der Wahlvorschlag ist eine hervorragende Mischung aus Erfahrung auf der einen und neuen Gesichtern und Ideen auf der anderen Seite. Wir danken insbesondere auch denen, die in den vergangenen Jahren die Arbeit in der CDU-Fraktion mitgestaltet ha­ben und nun auf eigenen Wunsch ausscheiden.“, so Friedrich abschließend.


Auf dem Gruppenfoto von links nach rechts: Simon Scherer, Frank Weißke, Daniela Reinmann-Rhinow, Nick Leonhardt, Axel Leonhardt, Bodo Wessel, Eva Maria Lang, Jakob Seubert, Carolin Friedrich, Johannes Kuhn und Dr. Matthias Heiler.

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