Kategorie: AktuelleNEWS

Grünes Licht für 74 Kleingärten am Riedberg

Kleingartenanlage

Gemüse aus dem eigenen Garten, Obstbäume, eine kleine Wiese mit Laube – das wünschen sich auch viele Menschen hier am Riedberg. Jetzt steht fest, dass es 74 Kleingärten im Stadtteil geben wird. Ein Großteil der Gärten soll Mitte 2021 fertig sein und in zwei Gebieten entstehen. Eine Kleingarten-Anlage wird am Ende der Hans-Leistikow-Straße im Norden gebaut, direkt am neuen Park „Römische Straße“, wo sich derzeit auch noch das Provisorium der Grundschule 3 befindet. Eine weitere Anlage am südlichen Ende der Römischen Straße, an der so genannten „Kreuzerhohl“. Auf einer Freifläche zwischen Uni-Campus und U-Bahn. Die vermutlich beste Nachricht für alle Interessenten lautet: „Es gibt noch freie Parzellen, für die man sich direkt auf unserer Homepage bewerben kann“, erklärt Matthias Adler-Drews vom Vorstand des neu gegründeten Kleingartenvereins Riedberg e. V.

Ursprünglich war die Warteliste lang. Doch das Thema Kleingärten verzögerte sich von Jahr zu Jahr. Hinzu kam, so Adler-Drews, „die große Fluktuation hier am Riedberg“. Als er sich vor Weihnachten mit seinen beiden Hunden und Info-Blättern auf den Weg zu allen machte, die sich trotz Aufforderung nicht mehr gemeldet hatten, waren einige Interessenten bereits verzogen „und da haben wir die Liste wieder geöffnet“.

So groß sind die Kleingärten

Die beiden Experten vom Frankfurter Grünflächenamt, die im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg die Pläne vorstellten, wissen, dass die Kleingärten im Stadtteil „langgewünscht und heißersehnt“ sind. Maren Schilling vom Planungsbüro des Amtes erläuterte die Details: Die Parzellen sind jeweils 250 bis 300 Quadratmeter groß und werden einen Wasser- sowie Stromanschluss am Zugang bekommen. Plus Betonfundamente für die Gartenhütten. In der Anlage an der Hans-Leistikow-Straße entstehen 36 Kleingärten, an der Kreuzerhohl 38 Kleingärten. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro.

Das ist der Entwurf für die Kleingartenanlage an der Hans-Leistikow-Straße. Auf einem Teil der Fläche steht derzeit noch das Provisorium der Grundschule 3. Aber die Gärten ringsum sollen bis Mitte 2021 fertig sein   Grafik: Grünflächenamt

Die Hauptwege sind tagsüber offen, so dass „die Anwohner, die durchgehen möchten, auch durchgehen können“, so die Expertin. Um die Anlagen herum wird ein Gitterzaum führen, den bald eine 1,80 Meter hohe Hecke verdecken soll. Diese muss von den Kleingärtnern gepflegt und geschnitten werden.

Das Toiletten-Problem

Im Zentrum ist jeweils eine Gemeinschaftsfläche geplant, auf der ein Vereinsheim und Toiletten errichtet werden können. Zum Stichwort Vereinsheim machte Christoph Baumann, 1. Vorsitzender des Riedberger Kleingartenvereins, deutlich, dass ein so junger Verein schlicht noch kein Budget dafür hat. Obwohl die Pacht an die Stadt nur etwas mehr als 20 Cent pro Quadratmeter und Jahr kostet und auch die Mitgliedsbeiträge überschaubar sein dürften. Hinzu kommt aber, dass „wir hier keine fertigen Parzellen, sondern einen braunen Acker mit ein paar Bodenplatten bekommen“. Das kostet Zeit und Geld.

Vor den Neu-Gärtnern liegt also jede Menge Arbeit – und da ist ein ziemlich menschliches Problem. Denn wie beschrieben gibt’s zwar potentiell Flächen für Toiletten, die müssen aber vom Verein gebaut und getragen werden. Die Planer machten deutlich, dass dies weder in den Projektkosten enthalten ist, noch in die Zuständigkeit des Grünflächenamtes fällt. Dafür wäre das Amt für Bau und Immobilien (ABI) im Baudezernat die richtige Adresse.

Bei einer Förderung allerdings müssten die Toiletten öffentlich oder zumindest teilöffentlich werden. Was für den Verein mit weiteren Kosten und Mehraufwand für Reinigung und Instandhaltung verbunden wäre. Und von den Mitgliedern vermutlich auch nicht gewünscht ist.

Der Ortsbeirat hat am Freitag trotzdem Haushaltsmittel für den Bau von Toilettenanlagen beantragt. Mit ungewisser Aussicht auf Erfolg. Viel wahrscheinlicher ist, so ein Beobachter, „dass wir am Anfang erst mal nach Hause laufen müssen, um aufs Klo zu gehen“. Das könne doch auch nicht Sinn der Sache sein.

Diskussion um den Zufahrtsweg

Kritik gab’s auch am Zufahrtsweg zur zweiten Anlage in Uni-Nähe. Die kann laut Grünflächenamt nicht von der Riedbergallee aus erschlossen werden. Was bedeutet, dass die vier Parkplätze für die Kleingärtner an der „Kreuzerhohl“ gebaut werden. Einer kleinen Straße, die zum Ortsbezirk Niederursel gehört und auch nur über Niederursel, aus Richtung der Gaststätte „Lahmer Esel“, befahren werden kann. Denn zum Uni-Campus hin versperren schon seit Jahren Beton-Poller den Weg.

Anwohner hatten für die Absperrung gekämpft, um den Durchgangsverkehr zu stoppen. In Zukunft aber wird womöglich wieder deutlich mehr Verkehr fließen, durch die Kleingärtner, die nur mit mehreren Kilometern Umweg ihre Parzellen erreichen können. Per Rad oder Fuß geht’s natürlich wesentlich schneller.

Auch hier will sich der Riedberger Ortsbeirat 12 mit dem benachbarten Ortsbeirat 8 abstimmen. Um doch noch eine für alle akzeptable Lösung zu finden.

Was Sie zum Thema Kleingärten wissen sollten

Wussten Sie, dass es ein deutsches „Kleingartengesetz“ gibt? Das regelt – ergänzt durch die Kleingartenverordnungen der Kommunen – penibel genau, wie die Parzellen genutzt werden dürfen, wie groß die Wiesenfläche sein darf, wie viel Platz für den Eigenanbau von Obst und Gemüse ist, wie groß die Lauben sein dürfen, was letztlich erlaubt ist und was nicht. So steht auch fest, dass die Anlagen von gemeinnützigen Vereinen getragen werden müssen und regelmäßige Arbeitseinsätze für die Gemeinschaft verpflichtend sind.

Obwohl es noch ein weiter Weg vom ersten Spatenstich bis zur grünen Oase sein dürfte, freuen sich Christoph Baumann und Matthias Adler-Drews vom neuen Riedberger Kleingartenverein auf all das, was kommt. Übrigens auch die Kinder und Betreuer der Kita Gipfelflitzer im Riedbergzentrum. Die haben nämlich bisher keinen eigenen Garten zum Toben und stehen auf der Interessentenliste weit oben.

In der vergangenen Sitzung stimmte auch der Ortsbeirat den Plänen zu. Damit gibt es endgültig grünes Licht für die beiden Kleingarten-Anlagen in unserem Stadtteil.

Foto: Archiv

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Am Riedberg entstehen geförderte Wohnungen

Baukran

Planungsdezernent Mike Josef hat die dritte Rate eines Wohnungsbaudarlehens für die ABG Frankfurt Holding in Höhe von rund 730.000 Euro freigegeben. Es handelt sich dabei um ein Projekt an der Altenhöferallee/Konrad-Zuse-Straße am Riedberg, bei dem insgesamt 128 Wohnungen entstehen. „Damit tragen wir dazu bei, auch am Riedberg ein Wohnungsmix für alle Einkommens- und Bevölkerungsschichten anzubieten und schaffen bezahlbaren Wohnraum“, sagt Josef. „Unsere Wohnungsbaufördermittel kommen Frankfurter Haushalten zugute, die sich aufgrund der hohen Mieten nicht selbst am Wohnungsmarkt versorgen können.“

Bei dem Neubauvorhaben im Passivhausstandard werden 20 Wohnungen im Frankfurt Programm zur sozialen Mietwohnungsbauförderung unterstützt, 47 im Frankfurt Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau und 61 sind freifinanziert. Insgesamt wird das Projekt mit kommunalen Darlehen in Höhe von rund 6,2 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommt ein jährlicher Mietkostenzuschuss von rund 23.5000 Euro jährlich für 20 Jahre für die 20 Sozialwohnungen.

Die Einstiegsmiete im sozialen Mietwohnungsbau beträgt pro Monat und Quadratmeter 5,50 Euro, im familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau je nach Einkommensstufe 8,13 Euro beziehungsweise 10,63 Euro.

Kritik am „Wohnungs-Mix“ im Stadtteil

Mitglieder des Ortsbeirates haben in der Vergangenheit mehrfach kritisiert, dass es am Riedberg zu wenige geförderte Wohnungen gibt.

Auch Studierende der Goethe-Universität kamen in einer sozial-ökologischen Analyse zu dem Schluss, dass der Wohnungs-Mix am Riedberg  – aus Sicht moderner Stadtplanung – nicht nachhaltig ist. Es gebe zu viele Ein- und Zweifamilienhäuser sowie überdurchschnittlich großer Wohnungen. Der Anteil geförderter Wohnungen ist zu gering.

Foto: Guillaume Techer/ unsplash.com

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Wie „Babylotsen“ seit fünf Jahren helfen

Ein Baby stellt das ganze Leben auf den Kopf. Die Sorgen, die Ängste, die Zweifel – damit fühlen sich viele Mütter und Väter alleingelassen, manchmal auch überfordert. Vor fünf Jahren sind der Kinderschutzbund, die Crespo Foundation, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft und die Stadt Frankfurt deshalb einen neuen Weg in der Frühprävention gegangen und haben das Projekt „Babylotse“ ins Leben gerufen. Bisher haben 10.000 Familien das Gespräch in Anspruch genommen. Babylotsinnen sind in allen sieben Frankfurter Geburtskliniken von Montag bis Freitag 52 Wochen im Jahr präsent, und jährlich werden über 13.000 Familien, die in Frankfurt ein Kind bekommen, aktiv über das Angebot informiert.

In das Projekt „Babylotse“ ist auch der Eltern-Kind-Treff des Kinderschutzbundes in der Riedbergallee eingebunden. Auch hier gibt es Rat und Hilfe, aber auch Kontakte zu anderen Müttern und Vätern mit Kleinkindern.

Babylotse sorgt damit für eine zuverlässige Verbindung der unterschiedlichen sozialen Unterstützungssysteme und hilftso, eine gute Kindesentwicklung zu sichern. Anlässlich des Jubiläums fand gestern eine Feierstunde in der Orangerie statt. Der Geschäftsführer des Frankfurter Kinderschutzbundes, Stefan Schäfer, betonte: „Mit Babylotse wird Prävention konkret, sichtbar und effektiv. Flächendeckend und unabhängig von der Postleitzahl ihres Wohnortes erhalten Familien dieses Angebot in Frankfurt durch das lückenlose Angebot in allen Geburtskliniken.“

Die beiden Referentinnen Ilona Renner vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen in Köln und Dr. Christine Klapp von der Charité in Berlin leiteten mit ihren Vorträgen eine spannende Diskussion ein. Ilona Renner erläuterte die enormen Fortschritte, die es seit der Verabschiedung des Bundeskinderschutzgesetzes in der Verzahnung des Gesundheitssystems und der Jugendhilfe gibt. Christine Klapp hob konkret hervor, wie Babylotse einerseits dazu führt, dass schwierige psychosoziale Lebenslagen von Familien auf der Geburtsstation wahrgenommen werden und die Familien so frühzeitig den Zugang zu Angeboten außerhalb der Klinik finden. Andererseits wird das Personal in der Geburtshilfe fachlich, zeitlich und emotional entlastet – also eine Win-win-Situation.

Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld hebt in ihrem Grußwort hervor, sie freue sich sehr, dass die Stadt mit dem Programm Babylotse die Familienwillkommenskultur in Frankfurt zum Ausdruck bringen könne und sich als familienfreundliche Stadt für alle Familien präsentieren dürfe.

Auf dem FOTO oben sind „Babylotsinnen“ zu sehen, die junge Familien in Frankfurt informieren und unterstützen/ Foto: Kinderschutzbund

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Eltern-Kind-Treff Riedberg
Riedbergallee 15
(Haltestelle U8/U9 Uni Campus Riedberg)
Öffnungszeiten Mo.-Fr. von 9.30 bis 13 Uhr / 
Das Angebot ist kostenlos.

Weitere Informationen unter www.kinderschutzbund-frankfurt.de
Ehrenamtlich Interessierte können sich gerne direkt an die Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes unter dksb@kinderschutzbund-frankfurt.de wenden.

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Auto mit Brautkleid gestohlen

Dreister Diebstahl an der Altenhöferallee: Am vergangenen Wochenende erbeuteten bislang unbekannte Täter einen Audi A6 samt dort abgelegter Wertsachen im Wert von mehreren tausend Euro.

Das Auto war im Zeitraum zwischen Freitag, 17. Januar, um 20 Uhr und Montag, 20. Januar, um 7.30 Uhr auf der Altenhöferallee auf einem Parkplatz in Höhe des Riedberg-Gymnasiums abgestellt. Nach Angaben der Geschädigten sollen sich im Kofferraum ein wertvolles Designer-Brautkleid und eine Kamera befunden haben. Im Handschuhfach waren eine Gucci-Brieftasche und die Zulassungsbescheinigung. Wie der oder die Täter in den verschlossenen Audi mit dem amtlichen Kennzeichen KS-EF 1105 gelangten, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Sachdienliche Hinweise nimmt das 14. Polizeirevier und der Rufnummer 069 / 755 – 11400 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Foto: Archiv

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Wie viel Frankfurt steckt in „Bad Banks“?

Blick auf Bankentürme in der City

Gläserne Banktürme, schwindelerregende Summen, menschliche Abgründe: 2018 zeigte die Serie „Bad Banks“ eine von Macht und Verrat geprägte Welt der Finanzbranche in Frankfurts Wolkenkratzern. Im Februar startet nun die zweite Staffel rund um die Investmentbankerin Jana Liekam und ihr Team.

Lisa Blumenberg, Initiatorin von „Bad Banks“ und Produzentin der Studio Hamburg-Tochter Letterbox, spricht im Interview mit Laura Bicker über Frauen in der Finanzbranche, ambivalente Figuren und den Schauplatz Frankfurt.

Frau Blumenberg, im Februar startet die zweite Staffel von „Bad Banks“. Haben Sie mit dem großen Erfolg der Serie bei Kritik und Publikum gerechnet?

LISA BLUMENBERG: Bei der Entwicklung einer Serie gibt es natürlich unterschiedliche Phasen, auch Rückschläge. Aber ich hatte schon sehr früh das Gefühl, dass da etwas Besonderes entstehen kann. Vor knapp drei Jahren wurden wir als eine von zehn Serien aus der ganzen Welt, die noch „Work in Progress“ waren, zur MIPTV nach Cannes eingeladen. Wir waren gerade erst mit dem Dreh fertig. Die Serie dort im Grand Palais gemeinsam mit Oliver Kienle, dem Autor, und Christian Schwochow, dem Regisseur der ersten Staffel, vorzustellen, und die begeisterte Reaktion des Fachpublikums zu spüren, das war ein erstes Zeichen für den Erfolg.

Zu den Charakteren: Die Hauptfigur Jana Liekam wirkt zu Beginn der Serie unerfahren, stellt sich aber im Laufe des Geschehens als skrupellos heraus. Welche Entwicklungen wird sie in der kommenden Staffel durchmachen?

BLUMENBERG: Da will ich natürlich nicht spoilern! Aber es geht ja in „Bad Banks“ bei allen Figuren darum: Was passiert, wenn man einmal eine Grenze überschritten hat? Wie weit ist man bereit zu gehen? Gleichzeitig haben alle Figuren, so auch Jana, eine große Ambivalenz. Sie hat eine große Kraft, die zerstörerisch sein kann. Aber ein Teil von ihr sehnt sich danach, mit ihrer Kraft etwas aufzubauen, etwas das positiv ist, das in die Zukunft weist. Diese Sehnsucht zeigt sich in der zweiten Staffel noch deutlicher.

Mit Jana Liekam und Christelle Leblanc stehen zwei Frauen im Mittelpunkt von „Bad Banks“, die das Geschehen in einer Männerwelt entscheidend steuern. Warum haben Sie sich für eine weibliche Hauptfigur und Gegenspielerin entschieden?

BLUMENBERG: Eine junge weibliche Bankerin in einer klassischen Männerdomäne ergibt einfach eine interessantere Geschichte, größere Kontraste und größere Konflikte. Ich darf aber auch verraten, dass die Leblanc-Figur in der ersten Drehbuchfassung ein Mann war. Sozusagen eine klassische Mentor-Figur. Aber ich frage mich immer: Was passiert eigentlich, wenn man die Geschlechter der Figuren wechselt? Das sind oft sehr interessante Dinge mit großem Mehrwert. Jana wurde so zu einer Art Alter Ego von Christelle Leblanc, sozusagen eine jüngere Version. Gleichzeitig lernt man in Leblanc eine Frau kennen, die sehr erfolgreich ist, aber trotzdem die gläserne Decke spürt – obwohl sie die Kompetenz dazu hat, kommt sie an ihren männlichen Kollegen nicht vorbei.

Die erste Staffel basiert auf Geschehnissen der Finanzkrise des Jahres 2008. Welche aktuellen Ereignisse sind in die Handlung der zweiten Staffel eingeflossen?

BLUMENBERG: Die Geschehnisse von 2008 haben die erste Staffel inspiriert – aber wir wollten vor allem erzählen, wie es zehn Jahre nach der Finanzkrise aussieht. Kann, mit allen Regularien, die zu diesem Zeitpunkt bereits eingeführt waren, trotzdem eine neue Krise aufkommen? Die zweite Staffel bezieht sich dagegen nicht auf ein Ereignis, sondern auf eine Entwicklung: die Digitalisierung im Bankenbereich. Das Aufkommen der FinTech-Branche, der jungen Gründer, die in der Finanzbranche aktiv sind, als Alternative oder Konkurrenz zu den großen klassischen Banken. Damit erzählen wir auch einen Generationenkonflikt: Die alte Finanzwelt gegen die neue.

Christian Zübert, Regisseur der zweiten Staffel, hat in einem Interview gesagt, dass die Filmwelt ähnlich wie die Finanzbranche funktioniere. Wie sehen Sie das?

BLUMENBERG: Mein Impuls, Geschichten zu erzählen – vor allem, wenn man in so fremde Welten wie die Hochfinanz einsteigt – ist immer auch: Was hat das eigentlich mit uns zu tun? Was treibt die Menschen, die dort arbeiten, an? Wenn man tiefer einsteigt, spürt man sehr stark, dass es mit Antrieben zu tun hat, die wir alle kennen, die wir auch als ehrgeizige Menschen in der Film- und Fernsehwelt kennen: mit Anerkennung, Selbstwert, Wettbewerb. Im Endeffekt geht es nicht um Geld, sondern darum, den eigenen Wert durch seine Arbeit zu steigern. Und da sind sich die Menschen in der Film- und der Finanzbranche ähnlich.

Wie Sie sagen, ist die Finanzbranche vielen Menschen sehr fremd. „Bad Banks“ hält sich jedoch nicht damit auf, komplexe Prozesse und Produkte aus dieser Welt zu erklären. Hatten Sie jemals die Befürchtung, dass das die Zuschauer abschrecken könnte?

BLUMENBERG: Unser Ehrgeiz ist es, diese Welt realistisch und authentisch darzustellen. Deswegen sind die Fachdialoge bis auf jede kleine Formel von Experten geprüft und geschrieben. Das ist wie bei Arztserien: Da werfen sich Ärzte ja auch Fachbegriffe an den Kopf. Jede Berufsgruppe hat nun mal ihre eigene Sprache. Man nimmt es als Zuschauer als Teil der gezeigten Welt wahr. Man kann tiefer eintauchen, man muss es aber nicht zwingend verstehen. Es geht immer um das, was unter dieser Oberfläche mit den Figuren passiert.

Frankfurt ist zentraler Schauplatz von „Bad Banks“. Wie passt Ihrer Meinung nach der Look der Serie zur Stadt?

BLUMENBERG: Frankfurt ist nun mal Deutschlands größter und wichtigster Finanzschauplatz. Ich liebe an Frankfurt, dass man dort ein richtiges „Manhattan-Gefühl“ bekommt. Die Skyline ist einfach umwerfend. Die Architektur der Stadt ist einmalig in Deutschland – und das hat natürlich auch mit der Finanzbranche zu tun.

Premiere der zweiten Staffel von „Bad Banks“ in der Paulskirche

Am Sonntag, 2. Februar, richtet die Stadt Frankfurt in Kooperation mit der HessenFilm die Premiere der zweiten Staffel von „Bad Banks“ in der Paulskirche aus. In Anwesenheit der Hauptdarsteller und Produzenten wird um 17 Uhr die erste Folge gezeigt. Die Eintrittskarten für die Preview sind kostenlos – wer wissen will, wie es für Jana Liekam weitergeht, kann seine Karte – solange der Vorrat reicht – in der Bürgerberatung, Hinter den Lämmchen 6, abholen. Die Bürgerberatung ist von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Fernsehen ist die Serie am 6. und 7. Februar bei Arte sowie am 8., 9. und 10. Februar im ZDF zu sehen. Zudem ist die Staffel bereits ab dem 30. Januar in der Arte- und ab 31. Januar in der ZDF-Mediathek zu finden.

„Bad Banks“ ist eine Produktion der Letterbox Filmproduktion und Iris Productions in Koproduktion mit der Real Film Berlin, in Koproduktion mit dem ZDF in Zusammenarbeit mit Arte, gefördert durch Film Fund Luxembourg, German Motion Picture Fund, HessenFilm und Medien, Medienboard Berlin Brandenburg und Creative Europe – Media Programme of the European Union. Im Weltvertrieb von Federation Entertainment.

Text und Interview: Laura Bicker

Foto: ZDF Letterbox Filmproduktion

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„Digitale Senioren“ begeistern

Erst im Oktober ist das neue Angebot im Familienzentrum Billabong gestartet, inzwischen kommen bis zu 40 Frauen und Männer zu den Treffen der „Digitalen Senioren“ – und längst sind die monatlichen Info-Nachmittage auch jenseits des Riedbergs bekannt und beliebt. In der aktuellen „Senioren-Zeitschrift“ der Stadt Frankfurt sind der Initiative zwei Seiten gewidmet. Man betont, dass Billabong damit offenbar „einen Nerv getroffen“ habe. Wegweiser durchs digitale Dickicht soll das monatliche Angebot sein, Hemmschwellen abbauen und ältere Menschen auf dem digitalen Weg ein Stück weit begleiten, wie es Sabine Fiedler, IT-Expertin und Mitglied des Vereinsvorstandes, formuliert. Übrigens bei Kaffee und Kuchen im Café Billabong, damit sich jeder gleich wohlfühlen kann.

Was muss ich alles über mein Handy wissen? Was bedeuten all die englischen Fachbegriffe? Wie nutze ich die sozialen Medien und wie kann ich mich vernetzen? All das sind Fragen, die die Ehrenamtlichen um Sabine Fiedler in kleineren Gruppen oder auch in Einzelgesprächen geduldig beantworten. Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen.

„Der Computertreff erfreut sich großer Beliebtheit und es kommen auch Senioren aus anderen Frankfurter Stadtteilen zu uns, was mich sehr freut“, berichtet die Software-Unternehmerin. Es ist immer ein schöner Austausch zwischen Helfern und Senioren. „Viele Fragen drehen sich in der Tat um die Nutzung der Mobiltelefone – wie kann ich meine Fotos sichern, wie erstelle ich eine Whatsapp-Gruppe und wie funktioniert eine Gruppe, wie nutze ich Email auf dem Handy.“ Es gibt bereits Überlegungen, einen zweiten Termin pro Monat anzubieten – wenn das Interesse an den „Digitalen Senioren“ weiter so groß bleibt oder womöglich noch wächst.

Die „Digitalen Senioren“  treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b, Frankfurt-Riedberg. Das Angebot ist kostenlos und kann ohne vorherige Anmeldung besucht werden. 

Die nächsten Termine sind am 13.02.2020, 12.03.2020, 9.04.2020 und 14.05.2020. 

Weitere Informationen unter 069/989 57795 und www.billabong-family.de

Fotos: Senioren-Zeitschrift der Stadt Frankfurt

So berichtet die Senioren-Zeitschrift der Stadt Frankfurt über das neue Angebot für „Digitale Senioren“ im Familienzentrum Billabong
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Die Proben für den „Riedbergchor“ beginnen wieder!

Beim letzten Konzert im November gab’s nur noch wenige freie Plätze auf der Empore und immer wieder großen Applaus – jetzt startet der beliebte „Riedbergchor“ ins neue Jahr. „Heute Abend beginnen wir wieder mit den Proben“, informiert Leiterin Burcu Özcanyüz Seymen und fügt lächelnd hinzu: „Das ist eine super Möglichkeit für neue interessierte Sängerinnen und Sänger, um bei uns einzusteigen.“

Immer donnerstags treffen sich mehr als 30 Mitglieder im Alter zwischen 30 und 75 Jahren, für die besonders der Spaß am Singen zählt. Das Repertoire an Liedern ist „genauso vielfältig ist wie wir“, sagt die Organistin. Es reicht von Barock über Klassik bis hin zu Jazz, Pop und Schlager.

Diese Konzerte sind 2020 geplant

Das Herbstkonzert im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg und die Planungen für die Konzerte 2020 laufen bereits. Im Juni ist ein Sommerkonzert gemeinsam mit dem Kinderchor der Evangelischen Riedberggemeinde geplant und dem Chor „Klangfarben“ aus Karben-Kloppenheim gemeinsam.  Dasselbe Konzert findet dann auch noch in Karben statt. Ende November ist ein Adventskonzert geplant und der Riedbergchor wird auch auf dem Weihnachtsmarkt im Stadtteil zu hören sein.

Im vergangenen Jahr überraschte uns der Chor mit Songs von Bohemian Rhapsody von Queen bis Fields of Gold von Sting, Man darf also gespannt sein, was 2020 auf dem Programm steht. Musik aus „My Fair Lady“ soll eine Rolle spielen – mehr wird aber noch nicht verraten…

Der Chor probt jeden Donnerstag (außer Ferien & Feiertage) unter der Leitung von Burcu Özcanyüz Seymen von 20 bis 21.30 Uhr in der Ev. Kirche, Riedbergallee 61. Neue Sängerinnen und Sänger sind herzlich willkommen!

Weitere Informationen unter riedbergchor.de

Foto: Archiv

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Mit Waffe bedroht und beraubt

Es geschah nur wenige hundert Meter vom nächsten Polizeirevier entfernt: Am gestrigen Mittwoch gegen 22.30 Uhr parkte eine 38-Jährige ihren Pkw in der Tiefgarage eines Anwesens in der Margarete-Steiff-Straße am Riedberg. Hier kam ein bislang unbekannter Täter auf sie zu, bedrohte sie mit einer Schusswaffe und forderte ihre Handtasche. Als die Frau darauf nicht reagierte, schlug der Täter sie nieder und entwendete die Tasche. Mit seiner Beute floh er auf die Straße in unbekannte Richtung. Bei der Tasche handelt es sich laut Polizei um ein blaues Modell der Marke Louis Vuitton. Darin befand sich Bargeld in Höhe von mehreren hundert Euro.

Der Täter wird beschrieben als 30 bis 40 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß. Er hat helle Augen, ist schlank und war mit einer dunklen Sturmhaube maskiert. Er trug eine dunkle, hüftlange Jacke mit großen, aufgesetzten Taschen, eine graue Jogginghose und Sportschuhe und führte eine schwarze Pistole mit sich.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Foto: Archiv

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Die neuen Kleingartenanlagen sind Thema im Ortsbeirat

Rund 60 Kleingärten soll es nach bisherigen Informationen am Riedberg geben – jetzt rückt endlich die Realisierung näher. Vertreterinnen und Vertreter des Grünflächenamtes werden bei der Ortsbeiratssitzung am heutigen Freitag die Planungsentwürfe für die zwei Kleingartenanlagen in unserem Stadtteil vorstellen und Fragen der Anwesenden beantworten. Der Informationsaustausch findet direkt zu Beginn der Sitzung, also ab 20 Uhr, statt.

Die Sitzung des Ortsbeirates 12 Kalbach/ Riedberg findet am Freitag, 17. Januar 2020, um 20.00 Uhr in der Kath. Gemeinde St. Edith Stein, Zur Kalbacher Höhe 56, Frankfurt-Riedberg statt.

Ursprünglich waren drei Flächen für Kleingärten vorgesehen: ein Bereich, der an den zweiten geplanten Sportplatz östlich der Altenhöferallee grenzt, sowie eine Fläche nördlich der Hans-Leistikow-Straße bis zum Lärmschutzwall an der A 5. Drittens ein Bereich zwischen Kreuzerhohl und U-Bahn Trasse. Bildlich gesprochen: Wenn man aus Richtung Ginnheim kommt, der Bereich rechts neben der U-Bahn (siehe Plan oben).

So viel steht bereits fest: Der Bereich am neuen Sportplatz fällt wegen der geplanten 400-Meter-Laufbahn weg. Die Planungen für die beiden weiteren Flächen stockten lange Zeit. Auch, weil die Zuständigkeit für den „neuen“ Stadtteil Riedberg von der Hessenagentur vollständig an die Stadt übergeben sein sollte. Das geschah allerdings bereits Mitte 2016.

Skaterpark, Sportplatz und Kitas weitere Themen im Ortsbeirat

Nach der Bürgerfragestunde zu Beginn der Ortsbeiratssitzung geht es morgen unter anderem um den städtischen Haushalt 2020/ 21, wo sich der Ortsbeirat nachdrücklich um Mittel für den zweiten Sportplatz mit einer weiteren Turnhalle für Schulen und Vereine, für den Neubau der Kita Sonnenwind, für einen Skaterpark und mehr Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche sowie Planungsmittel für eine Begrünung des Riedbergplatzes einsetzen will.

Weitere Informationen zur Tagesordnung unter www.stvv.frankfurt.de

Plan: Stadt Frankfurt/ Grafik: MAINRiedberg

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Konzert-Tickets zu gewinnen!

Ein frischer und eingängiger Mix aus Country, Rock, Pop, Blues, RnB und Folk – so wird die Musik von DANAMARIA oft beschrieben. Sie spielen mit den Grenzen verschiedener Genres und kreieren so einen ganz eigenen Sound. In ihren Titeln geht es um die kleinen Dinge im Leben, von denen wir alltäglich umgeben sind.

Haben Sie Lust auf einen Abend mit Blues-Rock, einem Hauch Country und natürlich noch viel mehr? „DANAMARIA and Band“ kommen am 7. Februar um 20 Uhr in die Grundschule Riedberg 1, im Rahmen von „Kultur in der Aula“.

DANAMARIA – das sind Dana Irmschler (Gesang/ Akustikgitarre), Tino Rühlemann (E-Gitarre), Giuseppe Cunsolo am Schlagzeug und Ruben Nagel (Bass). Das Live-Spielen und die Leidenschaft an handgemachter Musik stehen bei der vierköpfigen Band aus Frankfurt und Gießen im Vordergrund und so haben sich die Mitglieder vor circa zwei Jahren zusammengefunden. Mittlerweile mit Debüt-EP im Gepäck, sind sie in weiten Teilen Deutschlands unterwegs und begeistern ihr Publikum.

Karten an der Abendkasse kosten 14 Euro, ermäßigt 12 Euro. Im Vorverkauf jeweils zwei Euro weniger. Eine gute Nachricht für alle MAINRiedberg-Freunde, verbunden mit einem großen Dankeschön an die Veranstalter: Bei uns gibt es 3 x 2 Tickets für dieses Konzerterlebnis zu gewinnen! Mail an mail@main-riedberg.de genügt. Die ersten drei Einsender werden die Karten gewinnen. Schnell sein lohnt sich!

„DANAMARIA and Band“ – Blues-Rock mit einem Hauch Country
WANN: 07.02.2020
WO: Grundschule Riedberg (Aula), Zur Kalbacher Höhe 15
UHRZEIT: 20 Uhr

TICKET-Vorbestellung und weitere Informationen zum Konzert bei Veranstalter „Kultur in der Aula“ unter josua-gemeinde.net 

Und hier schon mal zum Reinhören www.danamariamusic.de

Fotos: Kultur in der Aula/ danamariamusic

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