Kategorie: AktuelleNEWS

Schüler fordern Wechselunterricht – und drohen mit Streik

Corona Virus

Die Schülervertretungen von sieben Frankfurter Schulen, unter anderem vom Gymnasium Riedberg, fordern eine sofortige Einrichtung des Wechselunterrichts – und drohen mit Streik. An der IGS Kalbach-Riedberg laufen bereits Planungen für ein Hybrid-Modell.

„Wir fühlen uns mit den jetzt getroffenen Maßnahmen in den Schulen nicht mehr geschützt“, schreiben die Schülervertretungen unter anderem der Neuen Gymnasialen Oberstufe, des Riedberg-Gymnasiums, des Goethe-Gymnasiums und der Otto-Hahn-Schule in einer Rundmail an die Medien. Sie fordern die hessische Landesregierung auf, „in ein Hybridmodell an Schulen überzugehen, da der Mindestabstand zurzeit an den meisten Schulen nicht einhaltbar ist und wir uns von Masken alleine nicht genug geschützt fühlen.“ Zudem wird ein neues Infektionsschutzkonzept gefordert und mehr Mitsprache.

Die Schülerinnen und Schüler haben „Angst, selbst infiziert zu werden“ und „unkontrolliert“ Mitschüler und die Familie anzustecken. Das Wechselmodell würde in ihren Augen dafür sorgen, dass Ansteckungen an Schulen minimiert werden, Kontaktpersonen leichter nachverfolgt werden können und der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Streik-Aufruf für Montag

Falls ihre „Forderungen und Ängste“ nicht ernstgenommen werden sollten, sähen sie sich „gezwungen, in einen Schulstreik zu treten“. Ganz konkret wird heute auf der Facebook-Seite der StadtschülerInnenrates Frankfurt allerdings schon zu einem Schulstreik am Montag, 30. November, um 11 Uhr in Form eine Demonstration vor dem Gesundheitsamt aufgerufen. Als Alternative wird der „digitale Streik durch Zuhause-Bleiben“ genannt.

Gymnasium Riedberg ist die Schule mit den geringsten Corona-Zahlen

In einem aktuellen Rundschreiben an die Eltern verweist Helmut Kühnberger, Schulleiter des Gymnasiums Riedberg, unterdessen auf die Beschlüsse der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin und der Tagung des Corona-Kabinetts der Hessischen Landesregierung. Wie bisher gelten weiterhin die Maskenpflicht im Unterricht und auf dem ganzen Schulgelände sowie die weiteren Corona-Regeln. Es werde aber kein allgemeines Wechselmodell geben. 

Das Gymnasium Riedberg ist die Schule mit den geringsten Corona-Zahlen in Frankfurt. Hier gab es bisher nur vier bestätigte Corona-Fälle. Dies rechtfertige aus Sicht des Gesundheitsamtes und der Schulleitung kein Wechselmodell für die gesamte Schule.

IGS will Wechselunterricht einführen

In der zweiten weiterführenden Schule im Stadtteil, an der IGS Kalbach-Riedberg, laufen – aufgrund der unverändert hohen Corona-Zahlen in und um Frankfurt – bereits die Planungen für ein Wechselmodell. Demnach könnten die Kinder im täglichen Wechsel zuhause und im Klassenraum unterrichtet werden. Hausaufgaben würden über die digitale Schulplattform „Moodle“ gestellt oder an den Tagen in der Schule. Klassenarbeiten sollen wie geplant stattfinden.

Aber auch an den Tagen ohne Präsenzunterricht soll um 10 Uhr eine digitale Klassenkonferenz stattfinden. „Denn dieser Startschuss in den Tag und eine Struktur ist für die Kinder sehr wichtig“, erklärt Schulleiterin Susanne Gölitzer. Täglich von 8 bis 10 Uhr könnten Lehrerinnen und Lehrer auch direkte Ansprechpartner in der Schule sein. Kinder, die nicht über das digitale Equipment verfügen, bekommen dieses gestellt.

Die Planungen sind also schon sehr konkret, die Schule möchte mit dem Wechselunterricht am 7. Dezember starten – wenn die Schulkonferenz zustimmt und auch das Schulamt keine Einwände hat.

Symbolfoto: CDC on Unsplash

 

 

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17-Jähriger im Bonifatiuspark ausgeraubt

Teil eines Polizeiwagens

Am Dienstagabend raubten zwei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche einen 17-Jährigen im Bonifatiuspark aus. Eine Polizeistreife konnte die beiden Täter festnehmen.

Der 17 Jahre alte Schüler war gegen 17 Uhr im Bonifatiuspark am Riedberg unterwegs, als er von den späteren Beschuldigten angesprochen und nach Tabak gefragt wurde. Während des Gesprächs packte ihn einer der beiden plötzlich von hinten und hielt ihn fest. Der Zweite versuchte ihm daraufhin, eine Wellensteyn-Jacke auszuziehen. Mit vorgehaltenem Schraubenzieher forderte man die Wertsachen des 17-Jährigen.

Die zwei Angreifer raubten schließlich Jacke, Mütze, Umhängetasche sowie ein Smartphone. Anschließend flüchteten sie. Anhand der Personenbeschreibung gelang es aber einer Streife des 14. Reviers (Mertonviertel), die zwei Flüchtigen im Rahmen der Fahndung aufzuspüren und einer Kontrolle zu unterziehen. Bei ihnen fanden die Polizisten auch einen Teil der Beute.

Nach ihrer Festnahme wurden die beiden Jugendlichen auf das Polizeirevier gebracht und im Anschluss der polizeilichen Maßnahmen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben.

Foto: Maximilian Scheffler on Unsplash

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Märchen-Magie und Musiktheater per Videostream

Von Monika Nowicka

Mit einem Klick zum Glück – abenteuerlich, romantisch, bezaubernd: In wenigen Tagen, am 29. November, ist es soweit, dann dürfen alle Märchenfans die Premiere von MärchenMusigg@home mit „Hans im Glück auf Reisen“ in den eigenen vier Wänden genießen. Auch eine Riedberger Musikerin ist dabei.

Zünden Sie in Ihrem Wohnzimmer Kerzen an, lassen Sie den Duft von frisch gebackenen Plätzchen in die Nase steigen und vergessen Sie für einige Augenblicke die Welt da draußen…

Denn ein besonderes Musik-Projekt macht das Unmögliche möglich und zaubert per Videostream eines der schönsten Märchen der Brüder Grimm, „Hans im Glück“, mit Orchester-Begleitung zu uns nach Hause. Ein tolles Event für die ganze Familie!

Einer der Menschen, die hinter diesem kreativen Konzept stehen, ist die Riedbergerin Anneke Hammer. Sie ist Co-Autorin des Musiktheaterprojekts und Mitglied im Blasorchester von „Endlisch Musigg“, das im Jahr 2006 gegründet wurde. Ganz nach dem Motto „Es ist nie zu spät, seine Kindheitsträume zu erfüllen“, wollen Musikbegeisterte hier ihre Chance nutzen und gemeinsam musizieren. Normalerweise sind die Konzerte live. So wurden bereits „Spieglein, Spieglein an der Wand“, „Frohe Weihnachten Mr. Scrooge“ oder „Pinocchios abenteuerliche Reise“ aufgeführt.

Doch mit Corona war ein Umdenken nötig. „Da wir bereits im Frühjahr überlegten, wie ein Konzert aussehen könnte, falls Konzerte nicht wie gewohnt mit Publikum stattfinden dürften, entstand schon früh die Idee eines Onlineprojekts“, erzählt Anneke. So entstand die Idee für MärchenMusigg@home.

Das Engagement vieler Menschen, viele Arbeitsstunden und die entsprechenden Hygiene-Schutzmaßnahmen waren nötig, um das Projekt zu verwirklichen. Die SNR Musikproduktion und 100above Media Filmproduktion unterstützten die Aufnahmen in der Kulturhalle Rödermark. Die 45 Musigger des Orchesters wurden von Andreas Zöller dirigiert. Gesprochen wird das Märchen von Jürgen Fritsche. Der Illustrator Joël Keßler lässt durch seine einzigartigen Zeichnungen die kleine Welt des „Hans im Glück“ Wirklichkeit werden. Eine weitere Besonderheit ist, dass es ein Mitmach-Musiktheater ist. So wurden im Vorfeld kleine Percussion-Instrumente, so genannte Eggshaker, verkauft. Diese können während des Konzerts nach Anweisung des Dirigenten von den Kindern eingesetzt werden.

Ab 29. November ist „Hans im Glück“ über MärchenMusigg.de und auf dem YouTube-Kanal von „Endlisch Musigg“ kostenlos abrufbar.

Foto: Endlisch Musigg

 

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Corona: Frankfurt errichtet Impfzentren

Corona Virus

Es ist eine Mammut-Aufgabe! Mindestens 60 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter sollen in absehbarer Zeit gegen das Coronavirus geimpft werden. Das Ziel: Nachhaltige Eindämmung der Pandemie.

Jetzt gehen die Vorbereitungen für den Aufbau der notwendigen Infrastruktur zur Durchführung der Covid-19-Impfungen in die entscheidende Phase. Hessen hat gestern den Einsatzbefehl für Aufbau und Betrieb von landesweiten Impfzentren bis 11. Dezember gegeben. Zuständig sind die Gesundheitsämter, mit Unterstützung des örtlichen Katastrophenschutzes, in Frankfurt die Branddirektion. Das gilt auch für Frankfurt, wo der Planungsstab bereits an der Umsetzung der Impfungen arbeitet.

1000 Impfungen pro Tag und pro Impfzentrum

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Eine gewaltige Aufgabe, die aber auch eine große Chance bietet. Über 1000 Impfungen pro Tag und Impfzentrum, sieben Tagen die Woche – das geht nur, wenn wirklich alle an einem Strang ziehen. Daran habe ich in Frankfurt keinen Zweifel. Unser Gesundheitsamt genießt zurecht weit über die Stadtgrenzen hinaus einen exzellenten Ruf, ebenso unsere Branddirektion.“ Gesundheitsdezernent Stefan Majer ergänzt: „Nachdem das Gesundheitsamt schon seit geraumer Zeit an möglichen Impfszenarios gearbeitet hat, können mit dem gestrigen Einsatzbefehl nun die konkreten operativen Schritte für diese Mammutaufgabe eingeläutet werden. Mit gut geplanten und effizienten Impfaktionen und einer hoffentlich hohen Impfquote steht uns die Tür zu einer wirklichen und lang ersehnten Normalisierung dann im nächsten Jahr offen.“

Feldmann und Majer mahnen dennoch zur Geduld: „Ein ermutigendes Signal! Aber es wird viele Monate dauern, bis die erforderliche Impfquote erreicht wird. Bis dahin bleibt die AHA-L-Regel unsere wichtigste Waffe im Kampf gegen das Virus, sprich: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften. Uns zu früh in Sicherheit zu wiegen, wäre ein großer Fehler.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: CDC on Unsplash

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Tolles Jubiläum: 25 Jahre Weihnachts-Aktion für Frankfurter Kinder

In einer von Sorgen geprägten Zeit möchte das Frankfurter Kinderbüro ein kleines Licht der Freude aussenden. Zum 25-jährigen Jubiläum der Aktion „Ihr Weihnachtsgeschenk für Frankfurter Kinder“ dürfen sich wieder bedürftige Kinder über Geschenke freuen – ein „Wunschbaum“ steht demnächst auch wieder im Nordwestzentrum!

Jetzt hängen wieder Wunschkarten an Weihnachtsbäumen, die in verschiedenen Geschäften von Sachsenhausen bis zum Norden Frankfurts aufgestellt werden. Wer etwas schenken möchte, nimmt eine Karte ab, kauft ein Gesellschaftsspiel oder Buch der eigenen Wahl für die angegebene Altersgruppe. Wer möchte kann auch eine individuelle Grußbotschaft auf der Karte verfassen. Das mit der Wunschkarte versehene Geschenk gibt er oder sie bis Montag, 14. Dezember, in einem der beteiligten Geschäfte oder im Kinderbüro ab. Die Geschenke werden vom Kinderbüro eingesammelt und kurz vor Weihnachten an die beteiligten Einrichtungen, etwa Flüchtlingseinrichtungen und Einrichtungen der Drogenhilfe, verteilt.

Der Baum im Nordwestzentrum wird erst in den nächsten Tagen aufgestellt. Wunschkarten man sich aber bereits jetzt Montag bis Samstag von 10 bis 20 Uhr in der Kundeninformation des Nordwestzentrums im Untergeschoss holen.

Vor 25 Jahren ersann die Wirtschaftsförderung der Stadt Frankfurt die Idee, von Armut betroffenen Kindern ein schöneres Weihnachten zu bescheren. Die beeindruckende Bilanz: Seit 1996 konnten über 70.000 Präsente übergeben werden – zu Beginn waren es jährlich 600, mittlerweile sind es 5000. „Ich freue mich, dass sich die Menschen schon so lange für diese Aktion begeistern. Sie alle übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und bringen Kinderaugen zum Leuchten“, sagt Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung.

Diesmal steht die Überraschung im Mittelpunkt

Um in der Pandemie die Weihnachtsaktion durchführen zu können, ändert sich diesmal ein entscheidender Punkt: Die Kinder können keinen persönlichen Wunsch angeben, sondern werden mit einem Geschenk überrascht. „Ganz bewusst haben wir die beiden Kategorien ‚Gesellschaftsspiel‘ und ‚Buch‘ gewählt. Für einige Zeit in eine andere Welt eintauchen zu können, tut uns momentan allen gut – Kindern wahrscheinlich noch ein bisschen mehr“, sagt Sylvia Weber. „Wir freuen uns, trotz der widrigen Umstände die Jubiläumsauflage der Weihnachtsaktion durchführen zu können. Bitte unterstützen Sie die Aktion auch in diesem Jahr. Ich wünsche allen erholsame und friedliche Feiertage und ein gesundes neues Jahr.“

Auf der Homepage des Frankfurter Kinderbüros unter http://www.frankfurter-kinderbuero.de finden sich weitere Informationen.

Der für uns nächste Weihnachtsmarkt-Wunschbaum steht im Nordwestzentrum. Weitere Standorte unter kinderbuero-frankfurt.de/images/stories/weihnachtsktion

Foto: Frankfurter Kinderbüro

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Ein Weihnachtsbaum, aber leider kein Weihnachtsmarkt

Trotz Corona dürfen wir uns auch in diesem Jahr über einen Weihnachtsbaum am Riedbergplatz freuen und sogar beim Schmücken mithelfen. Der beliebte Weihnachtsmarkt soll dann 2021 wieder stattfinden – hoffentlich!

Seit Freitag stellt die Stadt Frankfurt 61 Weihnachtsbäume in den Stadtteilen auf, die ganz nebenbei auch das Gemeinschaftsgefühl in den jeweiligen Vierteln stärken könnten. „Unser“ Baum steht bereits am zentralen Riedbergplatz. Geschmückt wird er am nächsten Sonntag, 29. November, von 14 bis 16 Uhr. Die IG Riedberg „rückt“ mit zwei Leitern an und lädt alle kleinen und großen Riedbergerinnen und Riedberger dazu ein, tatkräftig mitzuhelfen und gerne auch selbstgebastelten Baumschmuck mitzubringen. Die Lichterkette stellt das Riedbergzentrum zur Verfügung.

Das schönste vorweihnachtliche Event, der beliebte Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende, wird hier aber definitiv nicht stattfinden können. Diese Entscheidung fiel bereits Anfang Oktober. „Die Absage ist uns sehr schwer gefallen, aber die nicht absehbare Lage und das sonst viel zu große Risiko haben uns keine andere Wahl gelassen“, sagt Markus Schaufler von der IG Riedberg, die neben dem Weihnachtsmarkt unter anderem das große Stadtteil-Sommerfest organisiert. Das musste in diesem Jahr ebenfalls Corona-bedingt abgesagt werden. 

Riedberg-Highlights für 2021

2021 kann also auch aus dieser Hinsicht nur besser werden. „Wir hoffen, dass sich spätestens zum Osterfeuer die Infektionslage soweit entspannt hat, dass wir damit die Gemeinschaftsveranstaltungen wieder aufnehmen können“, heißt es bei der IG Riedberg. Zur Erinnerung: Zum Osterfeuer mit Stockbrotbacken und Grillstand  – Skyline-Blick inklusive – kamen schon bis zu Tausend Menschen. Auch das zweitägige Sommerfest im nächsten Juli im Bonifatiuspark ist bereits in Planung. 

Und in etwas mehr als 365 Tagen dürfen wir uns hoffentlich auch wieder auf „unseren“ Weihnachtsmarkt freuen…

Foto: MAINRiedberg

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Mehr Wildpflanzen für den Riedberg – Kita-Kinder helfen mit

Klimaschutz Initiative Riedberg

Mehr Natur wagen – das will die Klimaschutz-Initiative Riedberg (KIR). Jetzt wurden gemeinsam mit der Kita TraumBaum zwei Wildpflanzenbeete angelegt. Auch die kleinen Gärtner haben fleißig mit angepackt. Doch das soll erst der Anfang sein.

Der Einsatz von Pestiziden und das mangelnde Angebot an ursprünglichen Futterpflanzen machen den Insekten zu schaffen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich der Bestand an fliegenden Insekten seit den 90er Jahren um 50% verringert hat. „Wir möchten dazu beitragen, dass Insekten bei uns wieder Futter und Brutflächen finden, denn sie sind nicht nur wichtige Bestäuber, sie leisten auch einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt“, heißt es bei der Klimaschutz-Initiative Riedberg, wo man eine besondere Pflanzaktion gestartet hat. An einzelnen Baumscheiben – also Flächen rund um Stadtbäume – sollen immer mehr Wildpflanzen auf öffentlichen Flächen wachsen. 

Seit Mitte November gibt es jetzt zwei Beete vor der Riedberger Kita TraumBaum. Die Leitung hat die Idee der Klimaschützer aufgenommen und zwei Wildpflanzenbeete mit den Kindern der Kita angelegt, die unter anderem mit Spendengeldern der Eltern finanziert werden konnten. Die Kinder der Kita haben fleißig mit angepackt, gerodet, umgegraben und gepflanzt. Einige Kinder waren so motiviert, dass sie sogar ihre eigenen Handschuhe und Arbeitshosen von zu Hause mitbrachten.

Jetzt gibt es zwei Wildpflanzenbeete vor der Kita TraumBaum. Hier bei der Einweihung: Kita-Leiterin Naomi Wille, Hendrik Lang (stellv. Leitung) sowie Heike Maucher und Ina Mirel von der Klimaschutzinitiative Foto: KIR

Das Projekt Naturnahes Gärtnern soll helfen, Kindern die Faszination für die Natur näherzubringen. „Wir freuen uns sehr, dass die Kita sogar im Frühjahr noch weitere Beete manlegen möchte. Dafür laufen schon die Vorbereitungen und Abstimmungen mit dem Grünflächenamt“, berichtet KIR-Sprecherin Ina Mirel. Bei der Pflanzenauswahl wird auf die Trockenheitsresistenz sowie auf eine lange Blütezeit über das Jahr geachtet, „um den Insekten über viele Monate Nahrung anbieten zu können“.

Die ersten Beete – bei der Einweihung mit einem goldenen Blätterteppich bedeckt – sehen noch etwas unscheinbar aus. Die Pflänzchen sollen über den Winter ruhen und im Frühling zu neuem Leben erwachen. Die Beete wurden mit Infotafeln ausgestattet, die das Projekt „Naturnahes Gärtnern“ vorstellen, die Beetpatin KitaTraumBaum benennen und Infos zu den verwendeten Wildpflanzen geben.

Weitere Informationen unter klimaschutz-initiative-riedberg.de. Kontakt über naturgaertnern@klimaschutz-initiative-riedberg.de

Foto oben: Klimaschutz-Initiative Riedberg

 

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Dreister Diebstahl in der Tiefgarage

Gastbeitrag von Alexander Markert
 

Vorfall in der Tiefgarage: Erst verfolgte und bedrängte ein mutmaßliches Diebes-Duo einen Autofahrer am Riedberg. Als dieser sich nicht einschüchtern ließ, suchten die beiden das Weite – allerdings hatten sie ihm vorher noch unbemerkt eine Armbanduhr entwendet.

Ein Riedberger war am Dienstag, 10.11., um 17 Uhr in der Innenstadt zum Einkaufen unterwegs. Schon beim Einsteigen in seinen PKW in der Berliner Straße fiel ihm ein etwas älterer Audi A4 auf. Auf dem Weg zurück über die Rosa-Luxemburg-Straße dachte er nicht weiter darüber nach. Als er dann aber im Quartier Altkönigblick in seine Tiefgarage fuhr, parkte der gleiche Audi in seiner Einfahrt direkt unter dem Garagentor, das sich dadurch nicht mehr schließen konnte.

Eine junge Frau stieg aus und stellte sich so vor die Fahrertür des Mannes, dass man diese kaum noch öffnen konnte. Er ließ deshalb die Seitenscheibe herunter und sie verwickelte ihn in ein Gespräch und fragte nach einer Adresse in der Mainzer Landstraße. Das Ganze war dem Riedberger reichlich suspekt und er drückte mit etwas mehr Nachdruck die Autotür auf. Zudem forderte er die Frau auf, die Tiefgarage zu verlassen. Da der Audi weiter die Ein- und Ausfahrt blockierte, ging er auf diesen zu und forderte vehementer auch den Fahrer dazu auf rauszufahren. Da dieser nicht reagierte, trat er gegen den Kotflügel. Daraufhin setzte der Fahrer nach hinten. Die Frau folgte ihm mit schnellen Schritten ebenfalls nach draußen und gemeinsam fuhren sie davon.

Der Riedberger brachte dies zur Anzeige auf dem 14. Polizeirevier in der Marie-Curie-Straße. Als er immer noch aufgewühlt wieder nach Hause fuhr, fiel ihm auf, dass seine Armbanduhr fehlte. Sie wurde ihm offenbar während des Wortwechsels in der Tiefgarage gestohlen.

Symbolbild: Scottie Scheid / unsplash.com

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100.000 Frankfurter stundenlang ohne Strom

Feuerwehr-Signallicht

Infolge eines Feuers in einer Umspannanlage in Frankfurt Höchst herrschte heute ab dem späten Vormittag für mehr als sechs Stunden Stromausfall in zunächst sieben westlichen Stadtteilen. Betroffen waren Höchst, Nied, Unterliederbach, Zeilsheim, Sossenheim, Griesheim und Sindlingen. Das bedeutete anhand der Einwohnerzahlen bis zu 114.000 mögliche Betroffene. Der Betreiber Süwag AG konnte aus seinen genaueren Daten rund 35.000 tatsächlich Betroffene ermitteln, vor allem unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in einigen Stadtteilen nicht alle Straßen von der Versorgung abgeschnitten waren. Gegen 16 Uhr meldete die Süwag, alle Stadtteile seien wieder mit Elektrizität versorgt.

Verschiedene Stabsbereiche der Frankfurter Feuerwehr befassten sich seit Beginn des Stromausfalls vor allem mit den Einrichtungen kritischer Infrastruktur, wie Krankenhäusern und Pflegeheimen, in dem Bereich und bereiteten für den Bedarfsfall notwendige Maßnahmen vor.

Die Feuerwehrhäuser der freiwilligen Feuerwehren in den betroffenen Stadtteilen im Westen der Stadt wurden vorübergehend mit ehrenamtlichen Einsatzkräften besetzt. So wurde eine Möglichkeit geschaffen, bei Ausfall des Telefons Notfälle zu melden.

Anwohner in den betroffenen Stadtteilen wurden aufgefordert, sich laufend über die Entwicklung zu informieren. Das Feuer in Umspannanlage war gegen 12 Uhr gelöscht.

Foto: Archiv

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Schulen: Stadt gestattet Erwerb von Luftfiltern

Der einzige Schutz vor einer Infektion mit COVID-19 bleibt das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung und das regelmäßige Querlüften – das hat Bildungsdezernentin Sylvia Weber nochmals betont. Allerdings will die Stadt überall dort, wo Lüften nicht möglich ist, Luftfilteranlagen beschaffen. Das ist unter bestimmten Bedingungen jetzt auch auf Eigeninitiative gestattet.

Die aktuelle Krise verlangt eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von allen Seiten. „Darum stand es für mich außer Frage, dass wir das Engagement der Eltern und Fördervereine aufgreifen und den Weg zur Verbesserung der Raumluft an unseren Schulen freimachen. Das ist jetzt gelungen und dafür bin ich allen Beteiligten sehr dankbar“, betont die Dezernentin.

Natürlich gelte auch weiterhin, dass der einzige Schutz vor einer Infektion mit COVID-19 das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung und das regelmäßige Querlüften bleibe. Das sei die eindeutige Aussage des Gesundheitsamtes, so Weber. „Und dazu haben wir als Stadt umfassende Informationen für Eltern und Schulen bereitgestellt. In den Klassenräumen, in denen ein ausreichendes Querlüften nicht möglich ist, werden wir Luftfiltergeräte durch die Stadt beschaffen.“ Die für die Beurteilung der Geräte zuständigen Gesundheitsämter hätten jedoch klargemacht, dass eine flächendeckende Anschaffung von Luftfiltergeräten an Schulen weder zielführend noch notwendig sei. Denn gelüftet werden müsse in regelmäßigen Abständen in jedem Fall, ob mit oder ohne Luftfiltergerät.

Forscher des Campus Riedberg haben Filteranlagen getestet 

„Es ist mir aber persönlich wichtig, dass wir auch die Eigeninitiative von Eltern und Fördervereinen unterstützen und es ihnen zu ermöglichen, selbst Luftfiltergeräte anzuschaffen“, unterstreicht Weber. Für die Beschaffung gibt es Kriterien, die auf der Grundlage der Empfehlungen von Prof. Joachim Curtius von der Goethe-Universität Frankfurt formuliert worden sind.

Curtius, Professor für experimentelle Atmosphären-Forschung am Campus Riedberg, und sein Team hatten an einer Schule in Wiesbaden Luftreiniger getestet und herausgefunden, dass durch entsprechende Filteranlagen die allgemeine Aerosol-Belastung innerhalb einer halben Stunde um mehr als 90 Prozent gesenkt werden könnte. Die wichtigsten Kriterien sind der Einsatz eines so genannten HEPA-Filters sowie ein Luftfluss pro Stunde von 1000m³/h. Auch der Schallpegel ist von hoher Relevanz, damit der Unterricht nicht beeinträchtigt wird.

Langfristig will die Stadt Frankfurt außerdem in den Schulen, die über keine raumlufttechnischen Anlagen verfügen, in Abstimmung mit dem Energiereferat schrittweise feste Lüftungsanlagen einbauen, was auch vom Bund anteilig gefördert wird.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Kimberly Farmer on Unsplash.com

 

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