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Mietenstopp bei der Nassauischen Heimstätte

Die Stadtregierung stimmt für Mietenstopp bei der Nassauische Heimstätte, die beispielsweise auch 170 Wohnungen im Riedberger Westflügel gebaut haben und vermieten. Der Oberbürgermeister: „Von 2019 bis 2023 wird die Nassauische Heimstätte wie unsere ABG die Mieten um maximal ein Prozent pro Jahr in fünf Jahren erhöhen. Dieser Mietenstopp gilt für alle Mieterinnen und Mieter, die ein mittleres Einkommen nicht überschreiten. Ich denke, dass wir diese Überprüfung mittelfristig nicht brauchen, sondern ein Mietenstopp für alle besser ist. Dennoch ist der heutige Beschluss ein guter Schritt für viele Mieterinnen und Mieter.“

Der Oberbürgermeister begrüßt, dass die Nassauische Heimstätte (NH) bei allen neuen Wohnungen einen Anteil von 40 Prozent geförderter Wohnungen erfüllen wird.

Vereinbart wurde außerdem, dass es vor diesem Mietenstopp zu keinen Sondermieterhöhungen kommen darf und in Zukunft die Nassauische Heimstätte von den gesetzlich möglichen elf Prozent Erhöhungen für Modernisierungen maximal sechs Prozent ausschöpfen wird. Alle in den nächsten Jahren auslaufenden Bindungen des geförderten Wohnungsbaus wird die Nassauische Heimstätte freiwillig um zehn Jahre verlängern.

Man betont zudem, dass die Stadt zu ihrer Zusage steht, dass sie die entstehenden Mindereinnahmen der auf Frankfurter Gemarkung stehenden Wohnungen selbst ausgleichen wird.

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Informationen: Stadt Frankfurt

Grafik: Nassauische Heimstätte

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Frankfurter Norden profitiert von verlängerter U2

Fahrkartenautomat des RMV

In Frankfurt freut man sich über die große Zustimmung der Bad Homburger zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 – von der auch das Mertonviertel, Kalbach und letztlich auch der Riedberg profitieren. Allerdings primär stadtauswärts. „Die Verlängerung der U2 nach Bad Homburg ist seit Jahren eines meiner Herzensanliegen“, sagt der RMV-Aufsichtsratsvorsitzende Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Die direkte Verbindung von Frankfurt nach Bad Homburg war mit der alten Straßenbahnlinie 25 selbstverständlich und alte Tradition. Die große Zustimmung der Bad Homburger zu diesem Projekt ist ein guter Tag für Bad Homburg und Frankfurt.“ Die nördlichen Frankfurter Stadtteile sind dann ohne Umsteigen in der Kurstadt. Das geplante Nachbarschaftsticket soll ein weiterer Baustein sein.

„Die Verlängerung der U2 an den Knotenpunkt Bahnhof Bad Homburg ist ein sehr wichtiges Verkehrsinfrastrukturprojekt. Es sorgt für eine neue Verbindung zwischen Frankfurt und Bad Homburg und mit dem Ausbau der S5 für eine ungemein wertvolle Verbindung ins Usinger Land als Siedlungsreserve für den gesamten Frankfurter Raum“, sagt Ulrich Krebs, stellvertretender RMV-Aufsichtsratsvorsitzender. „Ich freue mich sehr, dass die Pläne zur Anbindung der U2 an die Innenstadt und den Verkehrsknoten am Homburger Bahnhof auf eine so breite Zustimmung in der Bad Homburger Bevölkerung gestoßen sind. Unser gemeinsames Ziel ist, das Angebot auf der Schiene leistungsfähiger auszubauen, damit noch mehr Menschen den ÖPNV nutzen können.“

„Die Zustimmung der Bad Homburger Bürger kommt Pendlern aus dem ganzen Hochtaunuskreis zugute“, sagt RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. „Der Lückenschluss der U2 bis zum Bad Homburger Bahnhof ist ein wichtiger Baustein für den öffentlichen Nahverkehr im Rhein-Main-Gebiet. Unsere Fahrgastzahlen steigen immer weiter, deshalb brauchen wir dringend zusätzliche Schienenverbindungen rund um Frankfurt. Wenn die U2 bis nach Bad Homburg führt, wird sie zur idealen Umsteigemöglichkeit für Pendler aus der S5, die in den Frankfurter Norden wollen.

Aber das ist erst der Anfang: Noch stärker soll sich die Verlängerung der U2 auszahlen, wenn die Regionaltangente West gebaut und der erste Schritt zum Schienenring rund um Frankfurt gemacht ist.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: RMV/ Christof Mattes

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Das sind die Kandidaten in unserem Wahlkreis

Stresstest für Berlin, Schicksals-Wahl oder Kontinuität? Die Hessische Landtagswahl am Sonntag gilt inzwischen sogar als wegweisend für den Bund. Doch die knapp 4,4 Millionen Wahlberechtigten wählen nicht nur einen neuen Landtag, sondern stimmen auch über eine Reform der Verfassung ab. So soll die bereits 1949 in Deutschland abgeschaffte Todesstrafe gestrichen und die Gleichberechtigung von Mann und Frau verankert werden. Damit würde sich Hessen zur Förderung der Gleichberechtigung verpflichten. Weitere Punkte sind: der Schutz von persönlichen Daten, die Verbesserung der technischen, digitalen und sozialen Infrastruktur und Nachhaltigkeit.

Wahlkampfstände im Stadtteil

Morgen werden die Parteien in den Wahlkampfendspurt starten, auch mit Aktionen und Wahlkampfständen im Stadtteil, etwa am Riedbergplatz. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hat im Wahlkreis „Frankfurt am Main VI“ die CDU die meisten Zweitstimmen auf sich vereinen können (36,5%). Die Sozialdemokraten landeten auf Platz zwei (28,1%), gefolgt von den Grünen (14,0%). Die Linke kam im Wahlkreis 39 auf 6,7, die FDP auf 5,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,6 Prozent.

Aber wer sind die aktuellen Direktkandidaten für den hessischen Wahlkreis 39, zu dem neben Kalbach und Riedberg, Bergen-Enkheim, Bonames, Eckenheim, Fechenheim, Frankfurter Berg, Harheim, Nieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach, Preungesheim, Riederwald und Seckbach gehören? Hier die Kandidaten im kurzen Überblick:

 

Boris Rhein hat den Wahlkreis bei der vergangenen Landtagswahl gewonnen Foto: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Boris Rhein (CDU) ist Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst. 1972 in Frankfurt geboren, Abi, Jurastudium, Junge Union, Odnungsdezernent, hessischer Innenminister und nach der gescheiterten Kandidatur OB-Kandidatur in Frankfurt wieder nach Wiesbaden berufen. Seine Ziele: Weiterhin Wahlfreiheit und ein gegliedertes Schulwesen, Stärkung des Wissenschaftsstandorts Hessen und insbesondere Frankfurts sowie ein konsequenter Kurs bei der inneren Sicherheit.

 

Susanne Kassold setzt sich für Bildung, ÖPNV und bezahlbaren Wohnraum ein         Foto: SPD Frankfurt

Susanne Kassold (SPD) hat die Themen Bildung, ÖPNV sowie bezahlbaren und mehr geförderten Wohnungsbau. Sie setzt sich für ein 365-Euro-Jahresticket ein, für höhere Investitionen in den Öffentlichen Nahverkehr, mehr Fahrradwege und sagt: „Auch in Frankfurt benötigen wir Personal in Kitas, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Polizeirevieren und beim ÖPNV. “ Kassold ist 1962 in Frankfurt geboren, Rechtspflegerin von Beruf und schon viele Jahre in der „Basispolitik“ im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg tätig.

 

Taylan Burcu gilt als Senkrechtstarter unter den Frankfurter Grünen Foto: grüne-frankfurt.de

Taylan Burcu (Grüne) gilt als „Senkrechtstarter“ unter den Frankfurter Grünen. Bei der vergangenen Kommunalwahl zog der Jurist in den Magistrat ein und wurde schnell bekannt. Der 33-Jährige ist unter anderem zuständig für die Themen Recht und Sport und will sich im Land für die „Verteidigung unserer offenen und vielfältigen Gesellschaft“, Naturschutz, soziale und innere Sicherheit und gleiche Chancen für alle einsetzen. Er belegt auf der Landesliste der Grünen Platz 20. Auch das könnte bei einem starken Wahlergebnis der Partei reichen.

 

Daniela Mehler-Würzbach ist Politikwissenschaftlerin und setzt sich für gleiche Bildungschancen für alle ein    Foto: Die Linke/ Frankfurt

Daniela Mehler-Würzbach (Die Linke) setzt sich für eine Politik ein, „in der gute Bildung von der Krippe bis zur Uni keine Frage des Geldbeutels oder der Herkunft ist“. Die 34-jährige Politikwissenschaftlerin ist Referentin an der Goethe-Universität und promovierte zum Umgang mit Kriegsverbrechen in Serbien. Sie fordert gerade für den Frankfurter Norden einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und sieht als langfristiges Ziel sogar den ÖPNV zum Nulltarif – auch im Hinblick auf eine echte Verkehrswende und Klimaschutz.

 

Norbert Wied setzt sich für einen starken Staat in Sicherheitsfragen ein Foto: FDP Frankfurt

Norbert Wied (FDP) legt seinen Fokus auf die Themen Innere Sicherheit und Recht und folgt damit den Forderungen der Hessen-FDP nach einem starken Staat in Sicherheitsfragen. Der 66-Jährige sitzt im Frankfurter Ortsbeirat 16. Er ist gelernter Großhandelskaufmann und war zuletzt für einen Immobilienfond tätig.

Die weiteren Kandidaten sind Eric Pärisch (Freie Wähler), Mary Khan (AfD) und Alexandra Munir-Muuß (V-Partei).

Kein Witz: Der Riedberger IT-Experte Oliver Bechtoldt kandidiert für DIE PARTEI Foto: Die Partei/ Frankfurt

Der Riedberger Oliver Bechtoldt kandidiert ebenfalls – für Die Partei. Er arbeitet als Systemadministrator, ist im Kreisvorstand der Satirepartei und hat auf seiner Facebook-Seite einen Notizblock in Händen mit dem Aufdruck FCK AFD. Bekannt ist der IT-Experte über den – inzwischen preisgekrönten – Wissens-Podcast „Schlaulicht“, den er mit Kollegen zu Themen wie “Evolution”, “Vulkane” oder “Roboter” für Kinder und Jugendliche veröffentlicht.

Die Wahllokale öffnen am Sonntag um 8 Uhr. Einer der Wahlräume im Stadtteil ist im Gymnasium Riedberg.

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Geruchsbombe löst Feuerwehreinsatz aus

Feuerwehreinsatz im Gymnasium: Heute wurde im Oberstufen-Trakt in der 5. Stunde eine „starke Geruchsbildung“ festgestellt. Dieser Trakt wurde daraufhin geräumt.

Die Feuerwehr wurde gerufen und stellte fest, dass die Ursache der Geruchsbildung eine so genannte „Geruchsbombe“ war. Die stellte zwar zu keiner Zeit eine Gefahr für die Kinder und Jugendlichen dar, musste aber professionell entfernt werde. Denn der Stoff kann offenbar auch in die Bausubstanz eindringen.

Schule sucht Verursacher und bittet um Mithilfe

In einer Mitteilung des Gymnasiums heißt es: „Die Geruchsbombe wurde offensichtlich mutwillig in der zweiten großen Pause im ersten Stock des Trakts zerbrochen.“ Die Kosten für den Feuerwehreinsatz und die Entfernung betrugen mehrere hundert Euro. Auch wurde der Unterricht in der Oberstufe erheblich gestört.

Der stellvertretende Schulleiter Thomas Kluge: „Dies können wir nicht einfach hinnehmen, zumal es schon zum zweiten Mal passiert ist.“ Die Schule bittet daher die Schülerinnen und Schüler um Mithilfe, damit die Person gefunden wird, die den Schaden verursacht hat. Wer etwas Verdächtiges bemerkt hat, soll sich im Sekretariat melden.

Der Nachmittagsunterricht sowie die abendliche Halloweenparty der fünften und sechsten Klassen finden wie geplant statt.

Foto: Archiv

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Funktioniert so das Internet der Zukunft?

Die Nachfrage nach der drahtlosen Übertragung hoher Datenraten nimmt beständig zu. Aber besonders in ländlichen Regionen, in denen die Verlegung von Glasfasernetzen nicht vorangetrieben wird, sind die Verbindungen langsam. Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt TWEETHER unter Beteiligung von Forschern der Goethe-Universität hat nun den Prototypen eines drahtlosen Kommunikationsnetzes installiert, das bis zu zehn Gigabit pro Sekunde über eine Fläche von einem Quadratkilometer verteilt.

„Wir haben mit dieser erfolgreichen Demonstration zum erstem Mal weltweit ein stabiles drahtloses Netzwerk bei diesen Frequenzen und mit diesen Datenraten beitreiben können“, sagt Prof. Viktor Krozer, Leiter des Goethe-Leibniz-Terahertz-Zentrums, der die Forschungsarbeiten an der Goethe-Universität koordiniert hat. Der Feldversuch fand auf dem Campus der Universitat Politecnica de Valencia in Spanien statt. Im Rahmen eines weiteren EU Projektes, ULTRAWAVE, unter der Leitung von Prof. C. Paoloni von der Universität Lancaster, arbeiten die Frankfurter Forscher bereits an einem Netzwerk mit zehn Mal höheren Datenraten.

„Uns ist wichtig, dass wesentliche Komponenten und Ideen für diese Kommunikationsnetzwerke mit europäischer Technologie und insbesondere mit unserem hessischen Industriepartner HF Systems Engineering GmbH erzielt werden konnten. Gemeinsam mit unserer Arbeitsgruppe an der Goethe Universität hat die Firma Schlüsselkomponenten für das Netzwerk entwickelt und bereitgestellt“, erläutert Krozer.

Die Testergebnisse sind ein wichtiger Schritt in Richtung eines breiten Einsatzes der drahtlosen Kommunikationstechnologie in Deutschland. Insbesondere rückt die Überwindung der derzeitig prekären Lage bei der Kommunikation und Internet in manchen ländlichen Gebieten damit in greifbarer Nähe.

Informationen: Goethe-Universität

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Sanierung möglich? Neue Debatte um die alte Turnhalle

In Kürze findet hier die Kinderbuchmesse statt, bald auch der Weihnachtsmarkt und ständig nutzen verschiedenste Vereine die alte Turnhalle am Grubweg. Übrigens auch der Riedberger SV mit neun Gruppen. Doch der in den 20er Jahren errichtete und in den 60ern erweiterte Bau sieht nicht nur von außen marode aus, sondern ist es auch in der Substanz. Lüftungsanlage und Boden sind asbesthaltig, die Holzverkleidungen mit Holzschutzmittel belastet. Wasserleitungen, Elektro, Dach, Beleuchtung, Sanitäranlagen und Heizung müssen erneuert werden. Damit ist noch nicht einmal das Ende der Mängelliste erreicht.

Fest steht: Die Nutzung ist nur noch befristet möglich. Das hat in der vergangenen Sitzung Baudezernent Jan Schneider klargestellt. Am Freitag wird die Debatte im Ortsbeirat weitergehen. Denn im Stadtteil fehlt es an Alternativen und es gibt derzeit folgende Optionen: Sanierung, Abriss, Neubau oder ein Neubau an anderer Stelle. Was am sinnvollsten oder auch kostengünstigsten ist – darüber herrschen höchst unterschiedliche Ansichten.

Ist eine mobile Heizung eine Übergangslösung?

Nur in einem Punkt scheinen sich zumindest im Ortsbeirat alle Fraktionen einig zu sein: Die Alte Turnhalle muss erst einmal weiter nutzbar bleiben. Mindestens zwei bis drei Jahre. Aber wie soll das im Winter ohne Heizung funktionieren? Grüne fordern jetzt eine mobile Heizungsanlage bis zur Renovierung, die SPD eine schnelle Instandsetzung der bestehenden Heizung und die CDU fordern in einem allgemeiner gefassten Antrag, dass eine Nutzung für die Vereine möglich bleiben muss, bis es einen neuen Versammlungs- und Veranstaltungsraum gibt. Denn derartige Räume sind „essentiell für das gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Angebot im Stadtteil“. Gaby Nagel vom Riedberger SV stellte in der Bürgersprechstunde der September-Sitzung klar: „Wir wissen nicht, wohin wir mit unseren Sportgruppen gehen sollen.“

Eine Renovierung kostet mindestens 1,3 Millionen Euro

Natürlich ist die Größe der Turnhalle nicht zeitgemäß, über einen Schwingboden verfügt sie ebenfalls nicht. Viele Angebote, von der Tanzgruppe bis zum Faschingsball, sind dennoch möglich.

„Eine Halle, die für alles geeignet ist, werden Sie nicht kriegen“, erklärte der Kalbacher Baudezernent – und legte eine erste „vorsichtige“ Kostenschätzung auf den Tisch. Mindestens 1,3 Millionen Euro würde eine Sanierung der alten Halle kosten, 1,4 Millionen ein Neubau. Eine Turnhalle in zeitgemäßer Größe würde etwa 3,5 Milllionen kosten. Von den erforderlichen Stellplätzen ganz abgesehen. Der springende Punkt aber ist: Vermutlich wäre keinerlei Neubau an dieser Stelle und auf diesem begrenzt großen Grundstück mitten im Ortskern heute genehmigungsfähig.

Baudezernent schlägt Mehrzweckraum bei neuer Kita vor – Ortspolitiker sind teilweise skeptisch

SPD und Grüne stellen deshalb Anträge auf Renovierung. Dezernent Schneider hat bereits im September für eine andere Möglichkeit geworben: Für einen neuen großen Mehrzweckraum im Rahmen eines Kita-Neubaus am Hasensprung am Rande von Kalbach. Das wäre ein „Riesen-Synergieeffekt“, nicht nur finanziell.

Skeptiker sprechen von einer „schwer zu lösenden zeitlichen Konkurrenz in den frühen Nachmittagsstunden“, auch die zusätzlichen Pkw-Anfahrten in dieser ruhigen Wohngegend könnten zum Problem werden. Hinzu kommt: Manche fürchten, dass die Stadt damit liebäugeln könnte, das attraktive Turnhallen-Grundstück zu verkaufen. „Wir haben keine Absicht, das zu verkaufen“, beeilte sich deshalb Jan Schneider bei der letzten Sitzung zu betonen.

Zurück zu den unmittelbar notwendigen Maßnahmen. Womöglich wird die Debatte auch von einem weiteren Umstand beschleunigt: Am Freitag findet die Ortsbeiratssitzung in der alten Turnhalle statt. Da wird es allen Anwesenden im Laufe der Zeit ziemlich sicher kalt.

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Die nächste Ortsbeiratssitzung findet am Freitag, 26. Oktober, um 20 Uhr in der alten Turnhalle am Grubweg 6 in Kalbach statt. Die Sitzung ist öffentlich.

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Fotos: Archiv

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Im Hospiz weht ein besonderer Geist…

Den letzten Tagen mehr Leben, mehr (Mit)Menschlichkeit geben – das ist das Ziel der Hospizbewegung. Am nächsten Samstag findet im Hospiz des Sankt Katharinen-Krankenhauses in Bornheim ab 14 Uhr ein Tag der offenen Tür statt, an dem auch der Riedberger Arzt und Palliativmediziner Dr. Holmer Drews teilnehmen wird. Lesen Sie vorab seine Antworten auf drei wichtige Fragen, die nicht nur Betroffene und Angehörige bewegen.

Wie kann es gelingen, in einem Hospiz die letzten Tage, Stunden oder Wochen eines Menschen in gewisser Weise lebenswert und menschenwürdig zu machen?

Dr. med. Holmer Drews: „Im Hospiz weht ein besonderer Geist, der geprägt ist von (Mit)Menschlichkeit, Respekt und Achtung. Ziel ist es hier nicht mehr, den Patienten gesund zu „machen“ oder zum Teil unnötige Therapien bis zum Tode durchzuführen. Ziel ist es vielmehr, den Gästen (!) die letzten Tage ihres Lebens so angenehm wie möglich zu machen. Alleine schon in der Wortwahl zeigt sich der Unterschied zwischen Gast und Patient. Die Erfinderin der Hospzibewegung hat es so formuliert: nicht dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.

Die letzten Tage sollen für den Gast so angenehm wie möglich sein. Dazu zählt auf der medizinischen Seite, dass er keine Schmerzen haben soll. Das wird mit einer entsprechenden sehr individuellen Schmerztherapie erreicht. Auf der pflegerischen Seite geht es darum, den Gast wirklich zu pflegen, ihn „pfleglich“ zu behandeln. Anders als im Krankenhaus spielt Zeit hier keine Rolle in der Pflege. Die Wünsche des Gastes stehen hierbei an erster Stelle und werden realisiert, sofern das irgend möglich ist. Ergänzend kommt ein Angebot an Musiktherapie und von Gesprächen hinzu. Wir Ärzte schauen regelmäßig bei den Gästen vorbei und reden mit ihnen. Das Schöne im Hospiz ist, dass es hier auf der betreuenden Seite um echtes Teamwork geht. Hier arbeiten wir alle sehr eng miteinander in einer Art und Weise zusammen, wie ich es kaum von anderen Einrichtungen her kenne.“

„Ich gehe als Palliativmediziner mit dem Gast den letzten Weg“, sagt Dr. med. Holmer Drews

Was sehen Sie als größte Herausforderung eines Palliativmediziners?

„Hier kann ich nur für mich selber sprechen. Es ist ungemein entlastend zu wissen, dass es hier nicht mehr um das Retten von Leben geht. Dafür ist die Herausforderung anders: ich gehe als Palliativmediziner mit dem Patienten/Gast seinen letzten Weg und begleite ihn dabei. Hierbei sind sowohl ärztliche Fähigkeiten gefragt, aber fast noch mehr normale menschliche Qualitäten. Die Gäste wissen, wo sie in einem Hospiz sind. Sie sind ja freiwillig dort und wissen, dass es um ihr persönliches Sterben geht. Das gilt es wahrzunehmen, aufzugreifen und so besprechen, dass es dem Gast gerecht wird. Das heißt, dass über Tod und Sterben ganz offen geredet wird. So mache ich das jedenfalls und frage die Gäste möglichst frühzeitig, was sie sich denn für ihr Sterben wünschen und vorgestellt haben, wie sie diese letzte Lebensphase durch- und erleben möchten. Danach richtet sich dann alles weitere. Für mich ist das als Arzt persönlich eine Herausforderung zum Menschsein!“

Immer mehr Menschen wünschen keine lebensverlängernden Maßnahmen. Wie geht man damit um – als Angehöriger und als Arzt?

„Das Thema mit den lebensverlängernden Maßnahmen erlebe ich in meiner normalen Hausarztpraxis tagtäglich. Hier herrschen ziemlich viele falsche Vorstellungen. Diese versuche ich im Gespräch mit Patienten und Angehörigen zu beseitigen und sie zu ermutigen, entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Diese Wünsche – seien sie schriftlich fixiert oder auch nur mündlich erwähnt – werden respektiert und umgesetzt. Auch hierüber spreche schon ich bei der Aufnahme mit den Patienten/Gästen und erläutere oft, was das für weitreichende Konsequenzen haben kann. In der klassischen Schulmedizin stößt das mitunter an Grenzen. Das macht es mitunter schwer zum Aushalten. Aber: Es ist der Wille des Patienten und der hat Vorrang.“

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Veranstaltung: Am Samstag, 27. Oktober, ist im Hospiz am Sankt Katharinen-Krankenhaus von 14 bis 18 Uhr ein Tag der offenen Tür. Beim Podiumsgespräch um 15 Uhr wird auch Palliativmediziner Dr. med. Holmer Drews Fragen beantworten.

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Fotos: Dr. med Holmer Drews/ Symbolfoto: Popov

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Kinderbasar, ultimative Spielenacht und „Wein, Weib und Gesang“

Die nächsten Wochen(enden) werden im Stadtteil interessant – für Mütter, Väter, Kinder, Jugendliche und Senioren. Die Termine reichen von der ultimativen Spielenacht für Jugendliche bis zum Kinder- und Babybasar, vom ökumenischen Abend „Mit Wein-Weib und Gesang“ bis zum Edith-Stein-Tag im Centre for Dialogue. Hier weitere Infos zu den Veranstaltungen in chronologischer Reihenfolge:

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Baby- und Kinderbasar in der alten Turnhalle

Bereits nächsten Samstag findet von 12 bis 14 Uhr in der alten Turnhalle in Kalbach der 2. Baby- und Kinderbasar des Riedberger SV statt. Die Kleidungsstücke sind vorsortiert: Man braucht dann also nur ein bis zwei Tische in den jeweiligen Wunschgrößen durchzusehen.

Veranstaltung: 27. Oktober, 12 bis 14 Uhr, alte Turnhalle am Grubweg in Kalbach

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Edith-Stein-Tag im Center for Dialogue

„Wer war Edith Stein?“ – darum geht es ebenfalls am nächsten Samstag im Centre for Dialogue. An dem Nachmittag soll Edith Steins, Patronin der Katholischen Kirche am Riedberg, als Denkerin ins Gedächtnis gerufen und gewürdigt werden. Ergänzend zum Vortrag sollen ausgewählte kurze Texte von Edith Stein gelesen und diskutiert werden. Auch Experten wie Prof. Dr. Harald Seubert, Professor für Philosophie und Religionswissenschaften, werden teilnehmen. Parallel dazu gibt es ein Angebot für Kinder und Jugendliche.

Veranstaltung: 27. Oktober, 14. bis 17.30 Uhr im Centre for Dialogue, St. Edith Stein, Zur Kalbacher Höhe 56 am Riedberg.

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Mit Wein, Bibel und Gesang

Riedberg Ökumenisch: „Mit Wein, Weib und Gesang“ heißt am Mittwoch nächster Woche ein Abend mit biblischen Texten und Gesang zum Thema Wein mit entsprechender Weinprobe, zu dem die Evangelische Riedberggemeinde, Vertreter von St. Edith Stein und die Josua-Gemeinde einladen. Gesang: Mezzosopranistin Stefanie Schaefer.

Veranstaltung: Mittwoch, 31. Oktober, 20 Uhr, Riedberggemeinde, Riedbergallee 61

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Ultimative Spielenacht für Jugendliche

Bei der zweiten ultimativen Nacht der Spiele am 10. November in der Riedberggemeinde gibt es kein Limit. Brett- und Gesellschaftsspiele bis zum Morgengrauen oder bis man die Augen nicht mehr offen halten kann – für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Gestartet wird um 18 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen und dann geht’s los. Mit Spiele wie Werwolf, Siedler von Catan, Risiko bis zu Kartenspielen Spielen ist alles drin. Es sind viele Spiele da, es können aber auch eigene mitgebracht werden. „Was Du noch brauchst sind Deine Schlafsachen, eine Isomatte und ein Schlafsack“, heißt es auf der Homepage der Gemeinde.

Veranstaltung: Samstag, 10. November, um 18 Uhr und bis Sonntag um 10 Uhr nach dem Frühstück, Evangelische Riedberggemeinde, Riedbergallee 61

Kosten 5 Euro inkl. Verpflegung, Anmeldung erbeten (siehe www.riedberggemeinde.de).

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Fotos: K. C.

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Viertklässler ziehen am Montag zurück zur Schule

Die Debatte um die Platznot in der Marie-Curie-Grundschule läuft seit Monaten, „Umzug“ von knapp 100 Viertklässlern nachmittags ins Jugendhaus inklusive. Ein Lichtblick kam nun aber doch beinahe schneller als erwartet: Während die Holzmodule für vier weitere Klassenzimmer plus Sanitäranlagen erst Anfang 2019 fertig sein werden, stehen seit den Herbstferien Stahlcontainer im Pausenhof. Als Übergangslösung. Das Amt für Bau und Immobilien hat sie direkt neben dem Schulgebäude, auf einem Teil des Bolzplatzes aufstellen lassen. Konkret bedeutet das: Das sind zwei zusätzliche Räume, die zwar nicht für den Unterricht, aber für die Nachmittagsbetreuung genutzt werden können. Die Viertklässler ziehen also bereits am Montag zurück zur Schule.

„Es musste noch der Stromanschluss gelegt werden und das Ganze musste koordiniert werden“, erklärt Tobias Menzel-Hobeck von Kaleidoskop e. V., dem Träger der Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB), im Gespräch mit MAINRiedberg. Am Montag stehen die Umzugswagen vor der Türe. Nicht wenige vermuten, dass der Unmut der Eltern und der Wahlkampf-Endspurt den Riedbergern schneller zu den provisorischen Containern und zu einer Lösung verholfen hat. Der geschäftsführende Kaleidoskop-Vorstand sagt nur: „Prinzipiell ist das ein gutes Zeichen. Ich freue mich.“

Warum hat der Riedberg mehr Grundschüler als Platz?

Eigentlich begannen die Probleme schon damals, als in Frankfurt noch Drei-Jahres-Pläne für die Schulen gemacht wurden. Am Ende wunderte man sich beinahe, dass es aufgrund von Bevölkerungswachstum und Zuzug deutlich mehr Schüler als Schulplätze gibt.

Am Riedberg war ursprünglich nur eine einzige Grundschule geplant. Jetzt sind es zwei, die dringend Erweiterungscontainer benötigen, und eine dritte, die zum nächsten Schuljahr provisorisch eröffnen soll.

Hinzu kamen dann noch Differenzen zwischen dem Bildungsdezernat, das nun einen ehrgeizigen Schulplan verfolgt, und dem für die Ausführung zuständigen Amt für Bau und Immobilien, also dem Baudezernat. Zwei verschiedene Parteien inklusive. Die Marie-Curie-Schule etwa war als fünfzügige Schule geplant und wird bereits jetzt von deutlich mehr Kindern besucht. Die Erweiterung aus Holz sollte bereits im Sommer 2018 fertig sein. Jetzt ist Ende Januar/ Anfang Februar avisiert.

Die Konsequenz: Das gesamte Raumkonzept musste kurzfristig überarbeitet werden. Für die „großen“ Viertklässler fand man zum Glück eine externe Lösung.

Der Protest der Eltern war groß, der Einsatz der Elternvertreter auch. Bei einer Ortsbeiratssitzung im September sprach Baudezernent Jan Schneider von „Fehlern“ und stellte als „Wiedergutmachung“ und „Notbehelf“ Stahlcontainer in Aussicht. Diese sind inzwischen da und bleiben, bis die deutlich größeren Holzmodule fertig sind, zu Klassenzimmern werden und die Nachmittagsbetreuung wieder in den ursprünglichen Räumen und gemeinsam mit allen anderen Grundschülern stattfinden kann. In drei bis vier Monaten. Vorausgesetzt, der Zeitplan wird diesmal eingehalten.

Foto: MAINRiedberg

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Wissenschaftsgarten: Führung zum Thema Moose und Farne

Dort, wo mildes und dauerfeuchtes Klima herrscht, sind Moose und Farne oft dominante Elemente der Vegetationsdecke. Durch den verborgenen Lebenszyklus und ihre auf den ersten Blick nicht auffälligen Merkmale werden sie oft von Pflanzeninteressierten weniger beachtet.

Die Führung „Moose und Farne“ im Wissenschaftsgarten der Goethe-Universität am Freitag um 16 Uhr auf dem Campus Riedberg soll den Blick für diese Pflanzengruppen schärfen. Dr. Ralph Mangelsdorff, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Ökologie, Diversität und Evolution, wird aus den Beständen der Gewächshäuser Vertreter dieser Gruppen vorstellen und ihre Ökologie erläutern.

Der Wissenschaftsgarten ist der dritte Garten der Universität. Aufbau und Pflanzenbestand orientieren sich am aktuellen Lehr-und Forschungsbedarf. Mit dem städtischen Palmengarten und dem Botanischen Garten bestehen enge Kooperationen, die Anlagen ergänzen sich. Der Bestand an Pflanzen wird aus reinen Arten aufgebaut, deren Herkunft in einer Datenbank dokumentiert wird. Der Freilandbereich soll mit seiner Bepflanzung und den angebotenen Informationen auch ein Ort des Selbststudiums und der Erbauung sein. Der Garten wird in den nächsten zehn Jahren noch bis zur Altenhöferallee erweitert. Der Eintritt ist immer frei, normalerweise aber nur im Außenbereich und während der aktuellen Öffnungszeiten möglich.

Treffpunkt ist am Freitag (19. Oktober) um 16.00 Uhr am Eingang des Wissenschaftsgartens, Altenhöfer Allee 1f. Die Führung dauert voraussichtlich 90 Minuten.

Allgemeine Informationen zum Wissenschaftsgarten am Campus Riedberg und den Öffnungszeiten unter http://www.uni-frankfurt.de/51839002/oeffnungszeiten

Foto: ohenze

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