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6500 Eintracht-Fans dürfen wieder ins Stadion

Gute Nachricht für alle Fußball-Fans: Zum Bundesliga-Auftakt dürfen – zum ersten Mal seit dem Corona-Lockdown – wieder 6500 Zuschauer ins Stadion. Das Gesundheitsamt hat das Hygienekonzept von Eintracht Frankfurt genehmigt.

Das Gesundheitsamt Frankfurt hat heute Eintracht Frankfurt darüber informiert, dass es das vom Verein beantragte und mit dem Gesundheitsamt abgestimmte und geprüfte Hygienekonzept für Spiele mit Zuschauern genehmigt hat. Für die Heimspiele gegen Arminia Bielefeld am Samstag, 19. September, sowie gegen die TSG Hoffenheim am Samstag, 3. Oktober, sind 6500 Zuschauende zugelassen, die in einem aufwendigen Losverfahren ausgewählt werden. Der FSV Frankfurt darf bei seinem Heimspiel gegen Bayern Alzenau am Samstag, 12. September mit 650 Zuschauenden das erste Heimspiel bestreiten.

Oberbürgermeister Peter Feldmann freut sich, „dass – zumindest teilweise – wieder Zuschauer in den Stadien von Eintracht und FSV zugelassen werden. Spiele ohne Fans, da fehlen Atmosphäre und Stimmung. Sie sind das Salz in der Suppe. Jedem Fußballfan muss aber klar sein, dass wir diesen Weg nur weitergehen können, wenn wir das Infektionsgeschehen unter Kontrolle behalten. Jeder kann im Alltag seinen Teil dazu beitragen, indem er sich an die Regeln hält. Eine Maske in der U-Bahn und der Schule mag unangenehm sein. Aber das ist ein Sicherheitsgurt auch – und beide retten Leben.“

Gesundheitsdezernent Stefan Majer sieht Vorteile in dem von den beiden Frankfurter Vereinen garantierten, geregelten Ablauf der Spiele: „Bei den richtig guten Hygienekonzepten von FSV und Eintracht Frankfurt sind die Abstands- und Hygieneregeln machbar und durchsetzbar. Außerdem ist durch das ausgeklügelte System der Ticketvergabe die Kontaktnachverfolgung durch unser Gesundheitsamt jederzeit gewährleistet. Mir sind solche geregelten Veranstaltungen, bei denen auch eine Evaluierung der Umsetzung der Hygienekonzepte vorgenommen wird, allemal lieber als verantwortungslose Party-Hotspots, in denen sich keiner um Abstands- und Hygieneregeln schert.“

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes Prof. René Gottschalk bewertet die Konzepte ebenfalls positiv: „Aus infektiologischer Sicht sind die Hygienekonzepte von Eintracht Frankfurt und dem FSV stimmig. Die Genehmigungen gelten selbstverständlich immer vorbehaltlich der infektiologischen Entwicklung. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass es entgegen anderslautender Presseberichte zwischen dem Gesundheitsamt und Eintracht Frankfurt schon lange einen intensiven Austausch und eine konstruktive Zusammenarbeit gibt. Sei es in Form von Gesprächen oder Emails zu den Hygienekonzepten oder in der Vergangenheit zur Betreuung von positiv getesteten Spielern oder bei Verdachtsfällen.“

Neben der Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln gibt es von Seiten Eintracht Frankfurts eine enge Absprache mit den Verkehrsbetrieben und dem Ordnungsamt, um auch die An- und Abreise der Zuschauerinnen und Zuschauer zu entzerren und das Infektionsrisiko gering zu halten.

Auch das Land habe grünes Licht für die Öffnung der Stadien für Zuschauer gegeben, so Gesundheitsdezernent Stefan Majer: „Neben der Begutachtung der Hygienekonzepte durch das Gesundheitsamt war für uns eine grundlegende Voraussetzung, dass die Hessische Landesregierung die Entscheidung mitgeht und in welcher Größenordnung wir Zuschauende zulassen.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Eintracht Frankfurt

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Heute um 11 Uhr ist bundesweiter Probealarm!

Bevölkerungswarnung 2020

Heute gibt es zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren einen bundesweiten Warntag – auch in Frankfurt. Die neutrale Probewarnung beginnt um 11 Uhr.

Der gemeinsame Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen soll dazu beitragen, die Akzeptanz und das Wissen um Bevölkerungswarnungen zu erhöhen. Denn: Wer rechtzeitig gewarnt wird und weiß, was zu tun ist, kann mit einer Notlage besser umgehen – sei es ein Bombenfund, ein Großbrand oder der mögliche Austritt von Chemikalien in Industriegebieten. Gleichzeitig dient der Warntag dazu, die vorhandenen technischen Systeme zur Warnung flächendeckend zu testen und zu prüfen, an welcher Stelle diese noch weiterentwickelt werden können.

Eine neutrale Probewarnung wird am heutigen Donnerstag um genau 11 Uhr von der nationalen Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bundesweit an alle Warnmultiplikatoren geschickt, die am sogenannten Modularen Warnsystem (MoWaS) angeschlossenen sind – wie Rundfunksender und Warn-Apps.

Seit einiger Zeit sind die gängigen Warn-Apps miteinander verbunden, so dass die Auswahl nur eine Frage der persönlichen Präferenz ist: Jeder Frankfurter, der NINA, KATWARN, Hessenwarn oder BIWAPP auf seinem Smartphone installiert hat, wird am Donnerstag die Probewarnung des BBK empfangen – und 20 Minuten später auch die Probe-Entwarnung. Wichtig ist, überhaupt eine aktualisierte Warn-App zu haben.

Auf Ebene der Länder und Kommunen werden parallel lokale Warnmittel ausgelöst. Das betrifft in Frankfurt die Sirenen für die Industrieparks Höchst und Alessa in Fechenheim. Die Unternehmen haben in der Vergangenheit jeweils zweimal im Jahr eigene Probealarme durchgeführt, mit einer etwas anderen Sirenenfolge. Am Donnerstag und auch künftig schließen sie sich aber dem bundesweiten Warntag und dem dazu gehörigen Warnrhythmus an.

Warntage wurden während des Kalten Krieges zweimal jährlich durchgeführt. Nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes wurden diese eingestellt. Bund und Länder haben im vergangenen Jahr beschlossen, an jedem zweiten Donnerstag im September wieder einen bundesweiten Warntag stattfinden zu lassen. Eine neue Webseite http://www.bundesweiter-warntag.de erklärt, in welchen Fällen und auf welchen Wegen in Deutschland gewarnt wird und weist den Weg zu Verhaltensempfehlungen bei Gefahr.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: BBK

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Buchmesse digital – und in der Stadt

Die Buchmesse wird stattfinden – in diesem Jahr größtenteils digital, aber mit vielen Dutzenden Veranstaltungen in der Stadt Frankfurt. Oberbürgermeister Peter Feldmann teilt zu dem neuen Konzept der Messe mit: „Es ist gut, dass der Buchpreis, der Friedenspreis, die Eröffnung und die Veranstaltungen in der Stadt stattfinden können – die große Tradition der Buchmesse wird in Frankfurt fortgesetzt. Die weltweit größte Buchmesse ist ein internationaler Marktplatz der Ideen und prägt die Identität unserer Stadt seit Jahrhunderten.“

Die Stadt habe die Buchmesse in vielen Punkten unterstützt, beispielsweise darin beraten, was etwaige kurzfristige Stornierungen angeht, zusätzliche Flächen und repräsentative städtische Gebäude bereitgestellt. Und auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund hatte seine Unterstützung für ein attraktives Ticketangebot signalisiert. „Die Stadt der Paulskirche, die Stadt der ersten deutschen Demokratie weiß um die Bedeutung der Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit – und die Stadt wird weiterhin alles dafür tun, dass eine Messe, die diesen Geist seit jeher in sich trägt, auch in den kommenden Jahren der führende Treffpunkt des freien Wortes in der ganzen Welt bleibt“, so Feldmann.

Kulturdezernentin Hartwig ergänzt: „Ich bedauere, dass in diesen schwierigen Zeiten unter Corona-Bedingungen eine physische Buchmesse nur eingeschränkt möglich sein wird. Umso erfreulicher ist es, dass die Begleitprogramme der Messe und der Stadt – insbesondere das städtische Lesefest „Open Books“ – stattfinden werden. Auf diese Weise werden Debattenräume geöffnet und gesellschaftliche Themen auf die Tagesordnung gesetzt, über die wir uns verständigen müssen. Mit der Buchmesse, deren weltweite Strahlkraft in der Verteidigung von Presse- und Meinungsfreiheit besteht, bekräftigen wir in Frankfurt am Main in einer stolzen Tradition die Demokratie. Die Rolle des Buchs in der Welt darf nicht geringgeschätzt werden, vom Buch geht das freie Denken aus, die Freiheit des Publizierens und des freien Austausches müssen jetzt und in Zukunft gesichert werden. Darum geht es.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Buchmesse Frankfurt/ buchmesse.de

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Falsches Gerücht um „Schwelbrand“ an der Grundschule

Vor vier Wochen gab es einen größeren Feuerwehreinsatz an der Grundschule 1. Schnell kam die Fehlinformation auf, dass dies auf einen Schwelbrand im Pelletlager der Heizung zurückzuführen sei – was zahlreiche Eltern und Kinder verunsicherte. Auch der Ortsbeirat beschäftigte sich mit dem Thema. Fakt ist: Es gab nie einen Brand, nur witterungsbedingte Probleme mit dem Rauchabzug.

Am Vormittag des 12. August, also kurz vor Ferienende, eilten sechs Einsatzwagen der Feuerwehr Frankfurt zur Grundschule 1 an der Kalbacher Höhe. Die Brandmeldeanlage war ausgelöst worden, Ursache zunächst unbekannt. Innerhalb der angrenzenden Kita wurde später kommuniziert, dass es sich um einen Schwelbrand gehandelt habe. Die Feuerwehr indes teilte schon kurz nach dem Einsatz auf Nachfrage mit, dass kein Grund zur Sorge sei und definitiv kein Brand Ursache des Alarms war.

Wie sich der herausstellte war Grund für den Alarm lediglich Rauch-Austritt durch die extreme Witterungslage. Der Schornstein konnte bei den hohen Außentemperaturen an diesem Tag keinen Auftrieb aufbauen und der Rauch nicht nach oben abziehen.  Das Problem konnte laut Feuerwehr durch „umfangreiche Belüftung“ vorerst behoben werden und soll in Zukunft durch den Einbau eines Saugzuggebläses verhindert werden.

Doch die Fehlinformation war in der Welt und die Verunsicherung greifbar. Noch bei der ersten Ortsbeiratssitzung nach der Sommerpause Ende August gab es einen Antrag der Grünen, in dem der Magistrat gebeten werden sollte, die Heizung der Grundschule Riedberg 1 von einer „brandgefährdeten Pellet-Heizung auf Fernwärmeversorgung umzurüsten“. 

Die Pellet-Heizung galt beim Bau der Schule als umweltfreundliche Alternative, da das Fernwärme-Netz, das inzwischen die meisten Haushalte am Riedberg versorgt, damals noch im Aufbau war. Die Heizanlage ist nicht unumstritten – der Antrag auf Umrüstung wurde aber mehrheitlich vom Ortsbeirat abgelehnt.

Unterdessen ist die Leitung der Kita Sonnenwind an die Eltern herangetreten, um das Brand-Gerücht endgültig auszuräumen. 

MAINRiedberg hatte am Tag nach dem Feuerwehreinsatz bei der Pressestelle der Feuerwehr Frankfurt nachgefragt und die Antwort erhalten, dass definitiv kein Brand vorlag. Deshalb haben wir aufgrund von Geringfügigkeit bisher nicht darüber berichtet.

Foto: MAINRiedberg

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Workshops zum Thema Artensterben & Klimawandel

Welche Verbindungen gibt es zwischen Biodiversität, Naturwissenschaften und Glauben? Das ist die zentrale Frage eines Workshop-Wochenendes zum Thema „Wasser und Wildnis“, zu dem unter anderem das Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CFD) einlädt. Das Programm reicht von Führungen und Diskussionen bis zu einer Radtour entlang der Nidda.

Das Wochenende „Wasser und Wildnis“ findet im Rahmen der interreligiösen Naturschutzwoche des Abrahamischen Forums am Freitag, 11. September, und Sonntag, 13. September, statt. Islamische, Jüdische, Christliche und Buddhistische Forscher*innen und Workshop-Begleiter*innen gestalten dieses Treffen. Herzlich eingeladen sind auch alle, die sich für die Verbindung von Naturwissenschaften, Biodiversität und Glauben interessieren, wie das CFD betont. 

Los geht’s am Freitag mit einem interaktives Programm am Riedberg unter dem Motto: Klimawandel, interreligiöser Dialog, Gendergerechtigkeit und Eco-Feminismus.  Um 16 Uhr startet das Treffen im Wissenschaftsgarten der Goethe-Universität, mit einem Gespräch über Pilze und Klimawandel mit Prof. Meike Piepenbring, Institut für Ökologie, Evolution und Diversität. Nach einem Kochworkshop in den Räumen des CFD an der Kalbacher Höhe findet ein Diskussionsabend zum Thema Artensterben und Klimawandel statt. Als Referentin dabei ist auch Prof. Dr. Renate Jost, Expertin für Feministische Theologie an der evangelischen Augustana-Hochschule in Neuendettelsau.

Radtour entlang der Nidda

„Radeln am Fluss – Leben im Fluss“ – das ist das Motto am Sonntag. Es ist eine Radtour von Karben entlang der Nidda mit Impulsen und Aktionen zu Natur und Wasser geplant. Start ist nach einer Andacht im Kuhtelier Karben (Burgräfenroder Str. 2, Karben). Mit im Gepäck: Wasser und Apfelsäfte aus der Wetterau. 

Aus Frankfurt ist ein Naturspaziergang vom Alten Flugplatz Bonames in den Nordpark Bonames mit Aktionen und Impulsen zur Natur und Biodiversität aus Sicht der verschiedenen Religionen geplant. Treffpunkt ist im Innenhof des CFD am Riedberg mit Andacht. Um 14 Uhr treffen sich alle zu einem Naturspaziergang, Workshops und Informationen zum Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. 

Informationen und Anmeldung unter www.cfd-frankfurt.de

Veranstaltungsort am Riedberg: Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CFD), Zur Kalbacher Höhe 56, 60438 Frankfurt

Foto: CFD

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Parma-Känguru zieht nach Frankfurt

Nachdem Anfang des Jahres das letzte Tammarwallaby an einen anderen Tiergarten abgegeben wurde, sind nun wieder Kängurus im Zoo eingezogen. Die beiden männlichen Parmawallabys wurden 2017 geboren und haben ihre Anlage in der Nachbarschaft der Helmkasuare bezogen.

Parmakängurus erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa einem halben Meter und ein Gewicht von bis zu sechs Kilogramm. Sie zählen damit zu den kleinsten Kängurus. Typische Kennzeichen der Art sind helle Fellpartien an Kehle und Wangen und ein dunklerer Streifen auf dem Rücken im ansonsten rötlichen oder graubraunen Fell.

„Anhand der Parmakängurus kann man gut aufzeigen, dass sich im Zoo immer wieder etwas verändert“, erklärt Stefan Stadler, Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung des Zoos. „Für unsere Helmkasuare wollen wir mehr Platz. Zukünftig sollen die großen Laufvögel zusätzlich die benachbarte Anlage nutzen können. Hier lebte bis vor Kurzem unser Gelbrückenducker. Er konnte inzwischen auf die ehemalige Mähnenwolfanlage umziehen. Diese ist groß genug für ein Paar der afrikanischen Antilopen, sodass wir hoffen, bald einen weiblichen Ducker nach Frankfurt holen zu können. Um den durch die Zusammenlegung der Gehege gewonnenen Platz optimal zu nutzen und unseren Besucherinnen und Besuchern interessante Arten zu zeigen, sollen sich die Helmkasuare die vergrößerte Anlage zukünftig mit den Parmakängurus teilen“, sagt Stadler.

Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft erklärt: „Dass unser Zoo so zentral in der Innenstadt liegt, hat viele Vorteile. Aber räumlich wachsen kann er nicht. Um die Tiere optimal zu halten, muss ihr Bestand vorerst an die Gegebenheiten angepasst werden. Mit der Entwicklung des Masterplans für den Zoo lassen wir die kleinteiligen Strukturen, die das Gelände seit den 50er Jahren prägen, hinter uns. Wir werden das Gelände ganz anders, großzügiger und attraktiver planen. Durch die Vergesellschaftung von Arten entstehen neue Möglichkeiten der Raumnutzung, die uns zukünftig noch spannendere Tierbeobachtungen bieten werden.“

Wissenswertes über Parmakängurus

Parmakängurus (Macropus parma) kommen in New South Wales, Australien, vor. Darüber hinaus lebt eine eingeführte Population auf der Kawau-Insel in Neuseeland. Parmakängurus gelten als potenziell gefährdet, denn der Bestand ist weniger als 10.000 Individuen relativ klein und ihr Verbreitungsgebiet fragmentiert. Außerdem stellt der Rotfuchs, eine in Australien vom Menschen eingeschleppte, invasive Art, den kleinen Kängurus nach.

Ursprünglich lebte das Parmakänguru in den Illawarra- und Cambewarra-Bergen südlich von Sydney. Mitte des 20. Jahrhunderts nahm man an, dass die Art ausgestorben sei. 1965 entdeckte man, dass eine Kolonie von Parmakängurus, die 1870 durch den damaligen Gouverneur auf der neuseeländischen Kawau-Insel ausgesetzt worden war, überlebt hatte. Nach ihrer Wiederentdeckung wurden Parmakängurus zurück nach Australien gebracht und rund 300 Tiere an Zoos abgegeben. Die wiedereingeführte Population entwickelte sich gut, und erfreulicherweise entdeckte 1967 ein Forscherteam, dass im Great Dividing Range auch einige Tiere des ursprünglichen Bestandes überlebt hatten.

Foto: Zoo Frankfurt

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Graffiti für das Jugendhaus

Farbe für den Riedberg: Seit gestern sind vor dem Jugendhaus Graffiti angebracht, die von Jugendlichen in einem Ferienprojekt gemacht wurden. Die Schülerinnen und Schüler des benachbarten Gymnasiums reagierten begeistert – auch weil es dadurch „hier am Riedberg endlich nicht mehr so steril ist“.

„Cool, endlich wird’s hier bunt“ – das war die erste Reaktion von Schülerinnen und Schüler, als sie die neuen Graffiti an den Säulen des Jugendhauses hinter dem Gymnasium Riedberg bemerkten. „Und das ist genau auch das, was wir erreichen wollten“, sagt Pia Straßburger, die Leiterin des Jugendhauses.

Die Graffiti sind bei einem Projekt in den Sommerferien entstanden, das die Hertie Stiftung ermöglicht hatte. Neben einer Woche zum Thema „Beatbox“ und einer „Singer- & Songwriter“-Woche konnten die Jugendlichen eine Woche lang mit Profis Graffiti entwickeln und beschichtete, wetterfeste Spanplatten besprayen. Die wurden am Donnerstag von Azubis der Schreinerei des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit angebracht. Mit dem Effekt, dass es „hier am Riedberg endlich nicht mehr so steril ist“ – das jedenfalls sagten Schülerinnen und Schüler zur Leiterin des Jugendhauses.

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums fanden die Graffiti sofort „cool“ Foto: MAINRiedberg

Made by Kids & Teens: Die Graffiti, die jetzt an den Säulen vor dem Jugendhaus angebracht sind, sind bei einem Ferienprojekt für Jugendliche entstanden Foto: Jugendhaus Riedberg

Fotos: MAINRiedberg (2) / Jugendhaus Riedberg (1)

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OB legt Steuerbescheid offen

Peter Feldmann

Als Reaktion auf die AWO-Affäre will OB Peter Feldmann zum „ersten gläsernen Oberbürgermeister Deutschlands“ werden und legt seinen Steuerbescheid offen. Die Zahlen sind seit heute für jeden im Netz abrufbar.

Im Zuge der AWO-Affäre sind auch Vorwürfe gegen Frankfurts OB Peter Feldmann laut geworden, unter anderem zum ungewöhnlich hohen Gehalt seiner Frau als Kita-Leiterin. Feldmann betont, er habe keinen Einfluss auf Verträge der AWO gehabt. „Inwieweit die nun online gestellten Dokumente Antworten auf die Fragen danach geben können, ist fraglich, da sie die Vorwürfe nicht tangieren“, schreibt hessenschau.de.

Dreh- und Angelpunkt der Transparenz-Offensive des OB ist die Veröffentlichung seines Steuerbescheids. Dabei orientiert er sich an den Empfehlungen des unabhängigen Portals https://www.abgeordnetenwatch.de/  Der derzeit aktuellste Steuerbescheid, aus dem unter anderem Einkommen und Nebentätigkeiten hervorgehen, ging ihm am 23. Juli 2020 zu und bezieht sich auf das Steuerjahr 2018. Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Ich will Deutschlands erster gläserner Oberbürgermeister werden. Ohne Transparenz kein Vertrauen – das schadet der Demokratie.“

170.000 Euro Bruttogehalt

Aus seinem Steuerbescheid geht hervor, dass sein Bruttogehalt als OB bei rund 170.000 Euro liegt. Nach Abzügen blieb ein zu versteuerndes Einkommen von rund 142.000 Euro. Hinzu kamen rund 85.000 Euro aus Nebentätigkeiten in Aufsichtsräten. Den Großteil davon musste Feldmann an die Stadtkasse abführen. Der Auflistung zufolge blieben ihm aus den Aufsichtsratstätigkeiten noch 6.150 Euro.

Feldmann hat auch angekündigt, ein „persönliches Lobby-Register“ veröffentlichen zu wollen. Ab Oktober will er darin alle Treffen mit Lobby-Verbänden dokumentieren. Auch künftige Steuerbescheide sollen online gestellt werden.

Der Steuerbescheid und Nebentätigkeiten des OB sind seit heute unter https://frankfurt.de/service-und-rathaus/stadtpolitik/oberbuergermeister/nebentaetigkeiten-und-steuerbescheide einsehbar

Foto: Stadt Frankfurt

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Erste Corona-Bilanz für Frankfurter Schulen und Kitas

Corona Virus

Seit dem Ende der Sommerferien sind an insgesamt 15 Frankfurter Schulen 19 Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern und drei Fälle in der Lehrerschaft oder bei anderen Schulbediensteten aufgetreten. Im Kitabereich sind in insgesamt vier Kitas vier Erzieherinnen und ein Kind positiv getestet worden. Wegen sinkender Fallzahlen wird die offizielle Maskenpflicht im Unterricht an den weiterführenden Schulen aber nicht verlängert.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer zieht eine erste Bilanz beim Infektionsschutz an Schulen nach den Sommerferien: „Die vom Gesundheitsamt optimierten Strukturen, um bei auftretenden SARS-CoV-2-Fällen an Schulen und Kitas schnell und gezielt reagieren zu können, haben sich bereits bewährt und die Abläufe sind eingespielt. Größere Ausbrüche konnten verhindert werden und in nur wenigen Fällen musste der Unterricht kurzfristig ausgesetzt werden.“

Auch Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber zeigte sich zufrieden: „Unsere Öffentlichkeitsarbeit und frühzeitige Information von Schul- und Kitaleitungen und Eltern hat offenbar Wirkung gezeigt. Ich bin dankbar für die gute Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Stadtschulamt mit unseren Schulen und Kindertageseinrichtungen“, sagt die Stadträtin.

Im Kontext der Schulen und Betreuungseinrichtungen geht es in der derzeitigen Lage vor allem darum, frühzeitig eine Risikobewertung durchzuführen. Folgende Fragen stehen dabei für das Team „Schule und Kita“ des Gesundheitsamtes im Vordergrund: Wie wahrscheinlich ist es, dass in der betroffenen Einrichtung Kontakte stattgefunden haben, die eine Übertragung des Virus möglich machen? Wurden in der Einrichtung zum fraglichen Zeitpunkt Masken getragen? Welche Kinder hatten nachweislich einen engen Kontakt zu dem positiv Getesteten?

Nach dieser Bewertung trifft das Gesundheitsamt eine individuelle Entscheidung, welche Maßnahmen zum Infektionsschutz in die Wege geleitet werden müssen. Hierbei wird an jeder betroffenen Schule oder Kita die jeweilige Situation gründlich bewertet und die notwendigen Maßnahmen mit der Schul- oder Einrichtungsleitung kommuniziert. Diese informiert entsprechend die Schul- oder Kitagemeinde.

800 vorsorgliche Testungen – 4 Infizierte

Im Rahmen dieser vorsorglichen Testungen wurden mehr als 800 Abstriche an Schulen und Kitas durchgeführt. Dabei sind bei vier Erwachsenen positive Ergebnisse aufgetreten. Die Infektionen erfolgten durch soziale Kontakte zwischen Erwachsenen, zum Beispiel in Besprechungssituationen. In zwei Fällen wurden Kinder positiv getestet. Das Gesundheitsamt muss in jedem Einzelfall bewerten, ob die bei den Testungen nachgewiesenen positiv Getesteten im Zusammenhang mit dem Fall an der Schule stehen oder ein anderer Übertragungsweg wahrscheinlich ist.

„Der Infektionsschutz hat in der aktuellen Situation eine hohe Priorität. Gleichzeitig ist es notwendig, den Schulbetrieb zu gewährleisten. Wir müssen jeden Tag neu bewerten, ob die getroffenen Maßnahmen ausreichen“, so Gesundheitsdezernent Stefan Majer.
„Mein Dank gilt den Eltern und Schülerinnen und Schülern, die sich nach der Allgemeinverfügung zur zweiwöchigen Verpflichtung zum Tragen einer Mundnasebedeckung auch in den Klassenräumen weiterführender Schulen so kooperativ gezeigt haben. Uns war klar, dass das anstrengende zwei Wochen für die Kinder und Jugendlichen werden und wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht“, sagte Weber. Im Ergebnis zeige sich jedoch, dass die Maßnahme richtig gewesen sei.

Keine offizielle Verlängerung der Maskenpflicht 

Zur zweiwöchigen Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen nach stark steigenden Fallzahlen zu Beginn des Schuljahres (Anstieg der Positiv-Getesteten auf mehr als 25 pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche) äußert sich Gesundheitsdezernent Majer ebenfalls: „Masken und Mundnasenbedeckungen gelten als sicherer Schutz, wenn sie zuverlässig getragen werden. Daher hatten wir uns für die vorübergehende Maskenpflicht im Unterricht entschieden. Nachdem die Infektionszahlen wieder gesunken sind, sehen wir von einer Verlängerung der Maskenpflicht im Unterricht ab. Ich appelliere aber weiterhin immer und immer wieder, in allen Lebensbereichen die AHA-Regeln (Abstand einhalten – Hygieneregeln beachten – Alltagsmasken tragen) einzuhalten. Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei.“

Informationen: Stadt Frankfurt

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Grundschule 3 soll Judith-Kerr-Schule werden

Die 2019 eröffnete Grundschule Riedberg 3 könnte schon bald einen „richtigen“ Namen erhalten. Die Schulgemeinschaft hat sich in einer Abstimmung für die deutsch-britische Schriftstellerin Judith Kerr als Namenspatin ausgesprochen. Ihr bekanntestes Werk ist das Jugendbuch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, in der Kerr die Flucht ihrer Familie aus dem nationalsozialistischen Deutschland beschreibt.

Freitagabend im Ortsbeirat stellte Schulleiterin Amrei Quandel das Ergebnis der schulinternen Abstimmung vor und bat das Stadtteilgremium, dem Votum der Schulgemeinschaft zu folgen. Einstimmig wurde schließlich ein entsprechender Antrag verabschiedet. Jetzt liegt die Entscheidung beim Frankfurter Magistrat, der der Namensgebung zustimmen muss.

Schülern, Lehrern und Eltern der Grundschule 3 lag schon lange am Herzen, dass ihre Schule auch im Namen mit Leben erfüllt wird – am liebsten mit einer Namenspatin, die auch für die Kinder ein Vorbild sein könnte. Dem Votum für Judith Kerr ging ein gemeinsamer Namensgebungsprozess voraus. Am Ende standen die vielfach ausgezeichnete Illustratorin und Schriftstellerin und die Komponistin und Pianistin Clara Schumann zur Auswahl, die 1896 in Frankfurt am Main verstorben ist. Kerr bekam deutlich mehr Stimmen.

Judith Kerr, die 1923 in Berlin geboren wurde, starb 2019 London – und das war auch der einzige Kritikpunkt, der aus dem Ortsbeirat kam. Denn einzelne Mitglieder sahen das Problem, dass nach so kurzer Zeit womöglich keine Schule nach Kerr benannt werden könnte. Dem entgegnete Ortsvorsteherin Carolin Friedrich, dass die „3-Jahres-Frist“ nur für die Benennung von Straßen gelte. Schulleiterin Quandel gab zu bedenken: „Meines Wissens gibt es sowohl in Berlin als auch in London bereits eine Judith-Kerr-Schule.“ Und wenn die Stadt zustimmt, auch bald am Riedberg.

Foro: MAINRiedberg

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