Kategorie: AktuelleNEWS

Workshops zum Thema Artensterben & Klimawandel

Welche Verbindungen gibt es zwischen Biodiversität, Naturwissenschaften und Glauben? Das ist die zentrale Frage eines Workshop-Wochenendes zum Thema „Wasser und Wildnis“, zu dem unter anderem das Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CFD) einlädt. Das Programm reicht von Führungen und Diskussionen bis zu einer Radtour entlang der Nidda.

Das Wochenende „Wasser und Wildnis“ findet im Rahmen der interreligiösen Naturschutzwoche des Abrahamischen Forums am Freitag, 11. September, und Sonntag, 13. September, statt. Islamische, Jüdische, Christliche und Buddhistische Forscher*innen und Workshop-Begleiter*innen gestalten dieses Treffen. Herzlich eingeladen sind auch alle, die sich für die Verbindung von Naturwissenschaften, Biodiversität und Glauben interessieren, wie das CFD betont. 

Los geht’s am Freitag mit einem interaktives Programm am Riedberg unter dem Motto: Klimawandel, interreligiöser Dialog, Gendergerechtigkeit und Eco-Feminismus.  Um 16 Uhr startet das Treffen im Wissenschaftsgarten der Goethe-Universität, mit einem Gespräch über Pilze und Klimawandel mit Prof. Meike Piepenbring, Institut für Ökologie, Evolution und Diversität. Nach einem Kochworkshop in den Räumen des CFD an der Kalbacher Höhe findet ein Diskussionsabend zum Thema Artensterben und Klimawandel statt. Als Referentin dabei ist auch Prof. Dr. Renate Jost, Expertin für Feministische Theologie an der evangelischen Augustana-Hochschule in Neuendettelsau.

Radtour entlang der Nidda

„Radeln am Fluss – Leben im Fluss“ – das ist das Motto am Sonntag. Es ist eine Radtour von Karben entlang der Nidda mit Impulsen und Aktionen zu Natur und Wasser geplant. Start ist nach einer Andacht im Kuhtelier Karben (Burgräfenroder Str. 2, Karben). Mit im Gepäck: Wasser und Apfelsäfte aus der Wetterau. 

Aus Frankfurt ist ein Naturspaziergang vom Alten Flugplatz Bonames in den Nordpark Bonames mit Aktionen und Impulsen zur Natur und Biodiversität aus Sicht der verschiedenen Religionen geplant. Treffpunkt ist im Innenhof des CFD am Riedberg mit Andacht. Um 14 Uhr treffen sich alle zu einem Naturspaziergang, Workshops und Informationen zum Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. 

Informationen und Anmeldung unter www.cfd-frankfurt.de

Veranstaltungsort am Riedberg: Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CFD), Zur Kalbacher Höhe 56, 60438 Frankfurt

Foto: CFD

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Parma-Känguru zieht nach Frankfurt

Nachdem Anfang des Jahres das letzte Tammarwallaby an einen anderen Tiergarten abgegeben wurde, sind nun wieder Kängurus im Zoo eingezogen. Die beiden männlichen Parmawallabys wurden 2017 geboren und haben ihre Anlage in der Nachbarschaft der Helmkasuare bezogen.

Parmakängurus erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa einem halben Meter und ein Gewicht von bis zu sechs Kilogramm. Sie zählen damit zu den kleinsten Kängurus. Typische Kennzeichen der Art sind helle Fellpartien an Kehle und Wangen und ein dunklerer Streifen auf dem Rücken im ansonsten rötlichen oder graubraunen Fell.

„Anhand der Parmakängurus kann man gut aufzeigen, dass sich im Zoo immer wieder etwas verändert“, erklärt Stefan Stadler, Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung des Zoos. „Für unsere Helmkasuare wollen wir mehr Platz. Zukünftig sollen die großen Laufvögel zusätzlich die benachbarte Anlage nutzen können. Hier lebte bis vor Kurzem unser Gelbrückenducker. Er konnte inzwischen auf die ehemalige Mähnenwolfanlage umziehen. Diese ist groß genug für ein Paar der afrikanischen Antilopen, sodass wir hoffen, bald einen weiblichen Ducker nach Frankfurt holen zu können. Um den durch die Zusammenlegung der Gehege gewonnenen Platz optimal zu nutzen und unseren Besucherinnen und Besuchern interessante Arten zu zeigen, sollen sich die Helmkasuare die vergrößerte Anlage zukünftig mit den Parmakängurus teilen“, sagt Stadler.

Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft erklärt: „Dass unser Zoo so zentral in der Innenstadt liegt, hat viele Vorteile. Aber räumlich wachsen kann er nicht. Um die Tiere optimal zu halten, muss ihr Bestand vorerst an die Gegebenheiten angepasst werden. Mit der Entwicklung des Masterplans für den Zoo lassen wir die kleinteiligen Strukturen, die das Gelände seit den 50er Jahren prägen, hinter uns. Wir werden das Gelände ganz anders, großzügiger und attraktiver planen. Durch die Vergesellschaftung von Arten entstehen neue Möglichkeiten der Raumnutzung, die uns zukünftig noch spannendere Tierbeobachtungen bieten werden.“

Wissenswertes über Parmakängurus

Parmakängurus (Macropus parma) kommen in New South Wales, Australien, vor. Darüber hinaus lebt eine eingeführte Population auf der Kawau-Insel in Neuseeland. Parmakängurus gelten als potenziell gefährdet, denn der Bestand ist weniger als 10.000 Individuen relativ klein und ihr Verbreitungsgebiet fragmentiert. Außerdem stellt der Rotfuchs, eine in Australien vom Menschen eingeschleppte, invasive Art, den kleinen Kängurus nach.

Ursprünglich lebte das Parmakänguru in den Illawarra- und Cambewarra-Bergen südlich von Sydney. Mitte des 20. Jahrhunderts nahm man an, dass die Art ausgestorben sei. 1965 entdeckte man, dass eine Kolonie von Parmakängurus, die 1870 durch den damaligen Gouverneur auf der neuseeländischen Kawau-Insel ausgesetzt worden war, überlebt hatte. Nach ihrer Wiederentdeckung wurden Parmakängurus zurück nach Australien gebracht und rund 300 Tiere an Zoos abgegeben. Die wiedereingeführte Population entwickelte sich gut, und erfreulicherweise entdeckte 1967 ein Forscherteam, dass im Great Dividing Range auch einige Tiere des ursprünglichen Bestandes überlebt hatten.

Foto: Zoo Frankfurt

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Graffiti für das Jugendhaus

Farbe für den Riedberg: Seit gestern sind vor dem Jugendhaus Graffiti angebracht, die von Jugendlichen in einem Ferienprojekt gemacht wurden. Die Schülerinnen und Schüler des benachbarten Gymnasiums reagierten begeistert – auch weil es dadurch „hier am Riedberg endlich nicht mehr so steril ist“.

„Cool, endlich wird’s hier bunt“ – das war die erste Reaktion von Schülerinnen und Schüler, als sie die neuen Graffiti an den Säulen des Jugendhauses hinter dem Gymnasium Riedberg bemerkten. „Und das ist genau auch das, was wir erreichen wollten“, sagt Pia Straßburger, die Leiterin des Jugendhauses.

Die Graffiti sind bei einem Projekt in den Sommerferien entstanden, das die Hertie Stiftung ermöglicht hatte. Neben einer Woche zum Thema „Beatbox“ und einer „Singer- & Songwriter“-Woche konnten die Jugendlichen eine Woche lang mit Profis Graffiti entwickeln und beschichtete, wetterfeste Spanplatten besprayen. Die wurden am Donnerstag von Azubis der Schreinerei des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit angebracht. Mit dem Effekt, dass es „hier am Riedberg endlich nicht mehr so steril ist“ – das jedenfalls sagten Schülerinnen und Schüler zur Leiterin des Jugendhauses.

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums fanden die Graffiti sofort „cool“ Foto: MAINRiedberg

Made by Kids & Teens: Die Graffiti, die jetzt an den Säulen vor dem Jugendhaus angebracht sind, sind bei einem Ferienprojekt für Jugendliche entstanden Foto: Jugendhaus Riedberg

Fotos: MAINRiedberg (2) / Jugendhaus Riedberg (1)

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OB legt Steuerbescheid offen

Peter Feldmann

Als Reaktion auf die AWO-Affäre will OB Peter Feldmann zum „ersten gläsernen Oberbürgermeister Deutschlands“ werden und legt seinen Steuerbescheid offen. Die Zahlen sind seit heute für jeden im Netz abrufbar.

Im Zuge der AWO-Affäre sind auch Vorwürfe gegen Frankfurts OB Peter Feldmann laut geworden, unter anderem zum ungewöhnlich hohen Gehalt seiner Frau als Kita-Leiterin. Feldmann betont, er habe keinen Einfluss auf Verträge der AWO gehabt. „Inwieweit die nun online gestellten Dokumente Antworten auf die Fragen danach geben können, ist fraglich, da sie die Vorwürfe nicht tangieren“, schreibt hessenschau.de.

Dreh- und Angelpunkt der Transparenz-Offensive des OB ist die Veröffentlichung seines Steuerbescheids. Dabei orientiert er sich an den Empfehlungen des unabhängigen Portals https://www.abgeordnetenwatch.de/  Der derzeit aktuellste Steuerbescheid, aus dem unter anderem Einkommen und Nebentätigkeiten hervorgehen, ging ihm am 23. Juli 2020 zu und bezieht sich auf das Steuerjahr 2018. Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Ich will Deutschlands erster gläserner Oberbürgermeister werden. Ohne Transparenz kein Vertrauen – das schadet der Demokratie.“

170.000 Euro Bruttogehalt

Aus seinem Steuerbescheid geht hervor, dass sein Bruttogehalt als OB bei rund 170.000 Euro liegt. Nach Abzügen blieb ein zu versteuerndes Einkommen von rund 142.000 Euro. Hinzu kamen rund 85.000 Euro aus Nebentätigkeiten in Aufsichtsräten. Den Großteil davon musste Feldmann an die Stadtkasse abführen. Der Auflistung zufolge blieben ihm aus den Aufsichtsratstätigkeiten noch 6.150 Euro.

Feldmann hat auch angekündigt, ein „persönliches Lobby-Register“ veröffentlichen zu wollen. Ab Oktober will er darin alle Treffen mit Lobby-Verbänden dokumentieren. Auch künftige Steuerbescheide sollen online gestellt werden.

Der Steuerbescheid und Nebentätigkeiten des OB sind seit heute unter https://frankfurt.de/service-und-rathaus/stadtpolitik/oberbuergermeister/nebentaetigkeiten-und-steuerbescheide einsehbar

Foto: Stadt Frankfurt

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Erste Corona-Bilanz für Frankfurter Schulen und Kitas

Corona Virus

Seit dem Ende der Sommerferien sind an insgesamt 15 Frankfurter Schulen 19 Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern und drei Fälle in der Lehrerschaft oder bei anderen Schulbediensteten aufgetreten. Im Kitabereich sind in insgesamt vier Kitas vier Erzieherinnen und ein Kind positiv getestet worden. Wegen sinkender Fallzahlen wird die offizielle Maskenpflicht im Unterricht an den weiterführenden Schulen aber nicht verlängert.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer zieht eine erste Bilanz beim Infektionsschutz an Schulen nach den Sommerferien: „Die vom Gesundheitsamt optimierten Strukturen, um bei auftretenden SARS-CoV-2-Fällen an Schulen und Kitas schnell und gezielt reagieren zu können, haben sich bereits bewährt und die Abläufe sind eingespielt. Größere Ausbrüche konnten verhindert werden und in nur wenigen Fällen musste der Unterricht kurzfristig ausgesetzt werden.“

Auch Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber zeigte sich zufrieden: „Unsere Öffentlichkeitsarbeit und frühzeitige Information von Schul- und Kitaleitungen und Eltern hat offenbar Wirkung gezeigt. Ich bin dankbar für die gute Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Stadtschulamt mit unseren Schulen und Kindertageseinrichtungen“, sagt die Stadträtin.

Im Kontext der Schulen und Betreuungseinrichtungen geht es in der derzeitigen Lage vor allem darum, frühzeitig eine Risikobewertung durchzuführen. Folgende Fragen stehen dabei für das Team „Schule und Kita“ des Gesundheitsamtes im Vordergrund: Wie wahrscheinlich ist es, dass in der betroffenen Einrichtung Kontakte stattgefunden haben, die eine Übertragung des Virus möglich machen? Wurden in der Einrichtung zum fraglichen Zeitpunkt Masken getragen? Welche Kinder hatten nachweislich einen engen Kontakt zu dem positiv Getesteten?

Nach dieser Bewertung trifft das Gesundheitsamt eine individuelle Entscheidung, welche Maßnahmen zum Infektionsschutz in die Wege geleitet werden müssen. Hierbei wird an jeder betroffenen Schule oder Kita die jeweilige Situation gründlich bewertet und die notwendigen Maßnahmen mit der Schul- oder Einrichtungsleitung kommuniziert. Diese informiert entsprechend die Schul- oder Kitagemeinde.

800 vorsorgliche Testungen – 4 Infizierte

Im Rahmen dieser vorsorglichen Testungen wurden mehr als 800 Abstriche an Schulen und Kitas durchgeführt. Dabei sind bei vier Erwachsenen positive Ergebnisse aufgetreten. Die Infektionen erfolgten durch soziale Kontakte zwischen Erwachsenen, zum Beispiel in Besprechungssituationen. In zwei Fällen wurden Kinder positiv getestet. Das Gesundheitsamt muss in jedem Einzelfall bewerten, ob die bei den Testungen nachgewiesenen positiv Getesteten im Zusammenhang mit dem Fall an der Schule stehen oder ein anderer Übertragungsweg wahrscheinlich ist.

„Der Infektionsschutz hat in der aktuellen Situation eine hohe Priorität. Gleichzeitig ist es notwendig, den Schulbetrieb zu gewährleisten. Wir müssen jeden Tag neu bewerten, ob die getroffenen Maßnahmen ausreichen“, so Gesundheitsdezernent Stefan Majer.
„Mein Dank gilt den Eltern und Schülerinnen und Schülern, die sich nach der Allgemeinverfügung zur zweiwöchigen Verpflichtung zum Tragen einer Mundnasebedeckung auch in den Klassenräumen weiterführender Schulen so kooperativ gezeigt haben. Uns war klar, dass das anstrengende zwei Wochen für die Kinder und Jugendlichen werden und wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht“, sagte Weber. Im Ergebnis zeige sich jedoch, dass die Maßnahme richtig gewesen sei.

Keine offizielle Verlängerung der Maskenpflicht 

Zur zweiwöchigen Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen nach stark steigenden Fallzahlen zu Beginn des Schuljahres (Anstieg der Positiv-Getesteten auf mehr als 25 pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche) äußert sich Gesundheitsdezernent Majer ebenfalls: „Masken und Mundnasenbedeckungen gelten als sicherer Schutz, wenn sie zuverlässig getragen werden. Daher hatten wir uns für die vorübergehende Maskenpflicht im Unterricht entschieden. Nachdem die Infektionszahlen wieder gesunken sind, sehen wir von einer Verlängerung der Maskenpflicht im Unterricht ab. Ich appelliere aber weiterhin immer und immer wieder, in allen Lebensbereichen die AHA-Regeln (Abstand einhalten – Hygieneregeln beachten – Alltagsmasken tragen) einzuhalten. Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Phpty by CDC on Unsplash

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Grundschule 3 soll Judith-Kerr-Schule werden

Die 2019 eröffnete Grundschule Riedberg 3 könnte schon bald einen „richtigen“ Namen erhalten. Die Schulgemeinschaft hat sich in einer Abstimmung für die deutsch-britische Schriftstellerin Judith Kerr als Namenspatin ausgesprochen. Ihr bekanntestes Werk ist das Jugendbuch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, in der Kerr die Flucht ihrer Familie aus dem nationalsozialistischen Deutschland beschreibt.

Freitagabend im Ortsbeirat stellte Schulleiterin Amrei Quandel das Ergebnis der schulinternen Abstimmung vor und bat das Stadtteilgremium, dem Votum der Schulgemeinschaft zu folgen. Einstimmig wurde schließlich ein entsprechender Antrag verabschiedet. Jetzt liegt die Entscheidung beim Frankfurter Magistrat, der der Namensgebung zustimmen muss.

Schülern, Lehrern und Eltern der Grundschule 3 lag schon lange am Herzen, dass ihre Schule auch im Namen mit Leben erfüllt wird – am liebsten mit einer Namenspatin, die auch für die Kinder ein Vorbild sein könnte. Dem Votum für Judith Kerr ging ein gemeinsamer Namensgebungsprozess voraus. Am Ende standen die vielfach ausgezeichnete Illustratorin und Schriftstellerin und die Komponistin und Pianistin Clara Schumann zur Auswahl, die 1896 in Frankfurt am Main verstorben ist. Kerr bekam deutlich mehr Stimmen.

Judith Kerr, die 1923 in Berlin geboren wurde, starb 2019 London – und das war auch der einzige Kritikpunkt, der aus dem Ortsbeirat kam. Denn einzelne Mitglieder sahen das Problem, dass nach so kurzer Zeit womöglich keine Schule nach Kerr benannt werden könnte. Dem entgegnete Ortsvorsteherin Carolin Friedrich, dass die „3-Jahres-Frist“ nur für die Benennung von Straßen gelte. Schulleiterin Quandel gab zu bedenken: „Meines Wissens gibt es sowohl in Berlin als auch in London bereits eine Judith-Kerr-Schule.“ Und wenn die Stadt zustimmt, auch bald am Riedberg.

Foro: MAINRiedberg

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Warum unser Abwasser ein Corona-Frühwarnsystem ist

Seit Beginn der Pandemie arbeiten Forscher der Frankfurter Goethe-Universität an Methoden, den Nachweis von SARS-CoV-2 Viren im Abwasser für die Überwachung des Infektionsgrads der Bevölkerung zu verwenden. Die Idee ist einfach: Da infizierte Personen Corona-Viren über die Fäkalien abgeben, könnten Abwasserproben Aufschluss über die Infektionszahlen aller an eine Kläranlage angeschlossener Einwohner liefern. Bei ausreichender Empfindlichkeit könnten solche Analysen Behörden als Frühwarnsystem dienen, um lokal ansteigende Fallzahlen im Einzugsgebiet einer Kläranlage frühzeitig zu erkennen.

Ein Konsortium aus Frankfurter Virologen, Ökotoxikologen und Evolutionsforschern und Aachener Wasserforschern konnte jetzt erstmals für Deutschland zeigen, dass sich SARS-CoV-2 Genmaterial mit modernen molekularen Methoden in Kläranlagen nachweisen lässt. Analysen ergaben in allen neun während der ersten Pandemiewelle im April 2020 beprobten Kläranlagen 3 bis 20 Genkopien pro Milliliter Rohabwasser. Dies ist ein Konzentrationsniveau, wie es auch in Studien in den Niederlanden und den USA gemessen wurde.

Erstaunt waren die Forscher, als ältere Rückstellproben aus den Jahren 2017 und 2018 vor dem Ausbruch der Pandemie ebenfalls Signale lieferten. Nach umfangreicher Methoden-Validierung war klar, dass die verwendeten Genprimer nicht nur SARS- CoV-2, sondern fälschlicherweise auch andere nicht-krankheitsauslösende Coronaviren im Abwasser miterfassen. Die jetzt spezifisch für SARS-CoV-2 im Abwasser entwickelte Methodik wurde mit Gensequenzierung bestätigt.

Das Verfahren lässt sich nun in der so genannten Abwasser-basierten Epidemiologie einsetzen: Die gemessene Virenfracht einer Kläranlage erlaubt Rückschlüsse auf die Anzahl der an COIVD-19 infizierten Personen im Einzugsgebiet. Die Sensitivität ist ausreichend, um als Frühwarnsystem anzuzeigen, ob der Maßnahmenwert von 50 Inzidenzen pro 100.000 Einwohnern überschritten wird.

Frühere Hoffnungen, die Präzision würde ausreichen, die Dunkelziffer nicht-labordiagnostisch erfasster Infizierter zu bestimmen, haben sich bislang nicht erfüllt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler halten aber weitere Methodenverbesserungen für möglich.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: stadtentwaesserung-frankfurt.de

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Phorms Schule Frankfurt erhält die staatliche Anerkennung

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Phorms Schule Frankfurt erhält die staatliche Anerkennung für die gymnasiale Oberstufe mit Abitur (Sek. II)

Mit Wirkung zum 01.08.2020 hat das bilinguale, deutsch-englische Phorms Gymnasium Frankfurt Taunus vom Hessischen Kultusministerium die Eigenschaft einer staatlich anerkannten Oberstufe erhalten. Schüler, Lehrer und Eltern der Phorms Schule Frankfurt haben damit zum Start des neuen Schuljahres 2020/21 einen besonderen Grund zum Feiern.

Gabriele Schorn, Schulleiterin der Phorms Schule Frankfurt, und ihr Kollegium freuen sich sehr über die wichtige Mitteilung zum Schulstart 2020/21: „Die Anerkennung des Abiturs ist für unseren Phorms Taunus Campus ein wichtiger Meilenstein. In Zukunft können wir unsere Oberstufenschülerinnen und -schüler bis zur Abnahme der Abschlussprüfung direkt am Campus begleiten und ihnen mit unseren betreuenden Lehrerinnen und Lehrern zur Seite stehen. Wir sind zuversichtlich, dass die staatliche Anerkennung dazu führen wird, dass mehr Schülerinnen und Schüler den Weg zum Abitur bei Phorms beschreiten werden. Ich gratuliere allen Beteiligten sehr herzlich zu diesem wirklich schönen Erfolg und freue mich auf unsere zukünftigen Abiturabsolventinnen und -absolventen.“

Mit der staatlichen Anerkennung erhält die Schule das Recht, nach den für öffentliche Schulen geltenden Vorschriften Prüfungen abzuhalten und Zeugnisse zu erteilen. Bislang war es am Taunus Campus nur möglich, ein sogenanntes Externenabitur bzw. eine Nichtschülerabiturprüfung durchzuführen, welche sich vor allem auch durch die höhere Anzahl an Prüfungsfächern und Prüfungen im Abitur vom regulären hessischen Landesabitur unterscheidet. Die Frankfurter Phorms Grundschule sowie die Mittelstufe des Gymnasiums sind bereits anerkannt. Durch die erworbene Anerkennung der Oberstufe wird nun für alle Bereiche bescheinigt, dass die Phorms Schule Frankfurt dauerhaft die Voraussetzung einer Ersatzschule erfüllt, selbständig Lehrkräfte im Rahmen von Referendariaten ausbilden kann und weiterhin ein hohes Unterrichtsniveau garantiert.

Die Phorms Schule Frankfurt ist eine bilinguale Privatschule mit zwei Standorten: im Frankfurter Holzhausenviertel und in Steinbach/Taunus. An beiden Schulstandorten werden aktuell 800 Kinder auf Deutsch und Englisch von muttersprachlichen Pädagogen unterrichtet. In der Kita werden zusätzlich 80 Kinder betreut. Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte an den Schulen hat internationale Wurzeln. Der höchste Abschluss ist das Abitur. Bundesweit bestehen sechs weitere Phorms-Bildungseinrichtungen.

Aus aktuellem Anlass sehen wir davon ab, eine Pressekonferenz zu veranstalten. Pressevertreter wenden sich für weitere Informationen an den unten stehenden Kontakt.
Kontakt: Gabriele Schorn (Schulleitung), Waldstraße 91, 61449 Steinbach/Taunus, Tel.: 06171 206 02 70, gabriele.schorn@phorms.de

 

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Schreiben gegen das Vergessen

Auch Kulturdezernentin Ina Hartwig am Gedenkprojekt „Schreiben gegen das Vergessen“ der Künstlerin Margarete Rabow teilgenommen. Zusammen mit Schülern sowie Passanten schrieb sie auf den Asphalt am Mainkai die Namen von Shoah-Opfern.

Seit Sonntag, 23. August, werden die Namen der insgesamt 11.908 aus Frankfurt stammenden und während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordeten Juden auf den noch für den Verkehr gesperrten Mainkai geschrieben. Nach den Schätzungen der Künstlerin entsteht auf diese Weise in knapp einer Woche eine etwa 700 Meter lange Namensliste, von Mainkai 17 bis zur Untermainbrücke.

„Die Kunstaktion von Margarete Rabow ist ein bedeutsames Gedenkprojekt. Es bindet nicht nur die Mitschreibenden, sondern alle Passanten des Mainkais mit ein. Margarete Rabow stellt eine wichtige Frage, die auch mich sehr beschäftigt: Wie können die Themen der Erinnerungskultur möglichst viele Menschen erreichen? Auf diese Frage bietet das Projekt gleich eine mögliche Antwort“, sagt Hartwig.

Das Kunstprojekt „Schreiben gegen das Vergessen“ trägt die in Frankfurt bereits bekannte Handschrift der international agierenden Künstlerin Margarete Rabow. So erinnerte sie 2014 mit einer mehrteiligen Aktion an die zahlreichen Opfer des KZ-Außenlagers Katzbach in den Adlerwerken. Dabei ließen sich mehr als 200 Frankfurter rund um die Hauptwache zu Boden fallen, um den über 500 Opfer zu gedenken. Auch das Schreiben der Opfernamen mit Kreide und die anschließende filmische Aufarbeitung waren Teil des damaligen Projektes.

Im Juni 2018 realisierte Margarete Rabow in Wien unter dem gleichen Titel „Schreiben gegen das Vergessen“ eine Kunstaktion, bei der die Namen der 66.000 österreichischen während der Shoah ermordeten Jüdinnen und Juden auf die Prater Hauptallee geschrieben wurden. Der daraus entstandene Film wurde am 9. November 2018 unter dem Titel „66.000“ veröffentlicht.

In Frankfurt wird ähnlich vorgegangen. Von allen Namen werden mit einer analogen 16-mm-Filmkamera Einzelbilder angefertigt. Anschließend entsteht ein Film von zehn Minuten Länge mit dem Titel „11.908“. Zehn Minuten lang werden pro Sekunde 24 Namen zu sehen sein. Hinter jedem dieser Namen steht ein Einzelschicksal, ein Leben.

Das Gedenkprojekt „Schreiben gegen das Vergessen“ wird vom Kulturamt Frankfurt gefördert.

Foto: Stadt Frankfurt / Salome Roessler

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Der Riedbergplatz soll grüner werden

Brunnen auf dem Riedbergplatz

Viel Grau, wenig Grün – schon lange regt sich im Stadtteil Unbehagen gegen die fast vollständige Versiegelung „unseres“ zentralen Riedbergplatzes. Nicht nur im Hinblick auf den Klimawandel. Manche schütteln den Kopf auch „darüber, dass man in einem Bauprojekt der 2000er Jahre die Bausünden aus den 60ern und 70ern wiederholt hat“. 

Auch eine Bürgerbeteiligung ist geplant

Inzwischen ist der Ortsbeirat aktiv geworden und jetzt mit viel Engagement auch die erst Anfang des Jahres gegründete Klimaschutz-Initiative Riedberg. Wie MAINRiedberg erfahren hat, gab es bereits Gespräche mit dem Grünflächenamt, ein gemeinsamer Austausch soll Ende September folgen. Allerdings muss der Architekt des Platzes bei der Umgestaltung eingebunden werden und dieser letztlich zustimmen, weil er Urheberrechtsansprüche hat. Eine Bürgerbeteiligung ist ebenfalls geplant.

Es gibt bereits einen Etat-Antrag über 95.000 Euro im Haushalt der Stadt Frankfurt, die für Pläne und Umgestaltung des Platzes zur Verfügung stehen würden. Eine Entscheidung darüber gibt es aber noch nicht.

Foto: MAINRiedberg

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