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Kostenloser Test von E-Lastenrädern in Frankfurt

eLastenrad

Neben der Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr durch Einrichtung von Radfahrstreifen, Rotmarkierung, Einrichtung von Protected Bikelanes und der Verbreiterung von Radwegen will die Stadt Frankfurt am Main nun auch die Bevölkerung zum vermehrten Umstieg auf das umweltfreundliche Fahrrad animieren. Um auch längere Strecken oder Strecken mit Steigungen leicht bewältigen zu können, aber auch zum Transport von Kindern oder Einkäufen, können E-Lastenräder oder E-Bikes eine umweltfreundliche Alternative zum Auto darstellen.

In Frankfurt haben Bürger von März bis August 2020 die Möglichkeit, sich im Rahmen der Aktion „Radfahren neu entdecken“ über einen Zeitraum von bis zu zwei Wochen gratis von den Vorteilen einer Pedelec-, Lastenrad- oder E-Bike-Nutzung zu überzeugen. Unterstützt wird die Stadt Frankfurt dabei durch das Land Hessen und die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH). Hessenweit stehen knapp 200 Fahrräder für die Aktion zur Verfügung. „Unsere Teilnahme an ‚Radfahren neu entdecken‘ setzt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Stärkung des Radverkehrs“, betont Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. „Elektrisch unterstützte Fahrräder sind aus einer zukunftsfähigen Mobilität nicht wegzudenken – sie sind moderne Alltagsgefährte und für jeden Einsatzzweck und für jede Altersgruppe gleichermaßen geeignet. Davon können sich unsere Bürgerinnen und Bürger jetzt persönlich überzeugen.“

Am Samstag, 29. Februar, übergaben der Hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Verkehrsdezernent Oesterling die ersten 48 E-Lastenräder und E-Bikes am für den Autoverkehr gesperrten nördlichen Mainufer an die Frankfurter Bürger.

Die E-Lastenräder und E-Bikes werden jeweils für zwei Wochen an die interessierten Nutzer ausgeliehen. Die Übergabe der E-Lastenräder und E-Bikes erfolgt an wechselnden Standorten im Frankfurter Stadtgebiet. Zum Beispiel auch an der Bockenheimer Warte, dem Friedberger Platz, dem Buchrainplatz oder dem Höchster Schlossplatz. Die interessierten Frankfurter erfahren nach Registrierung auf der Website, wann und wo sie „ihr“ E-Lastenrad oder E-Bike für den kostenlosen zweiwöchigen Test abholen können.

Mit dem Pedelec bequem die Einkäufe erledigen oder auf dem E-Bike ganz locker ins Wochenende durchstarten – und das ohne zusätzliche Kosten. Für die Aktion „Radfahren neu entdecken“ können sich Interessierte auch weiterhin ganz einfach online auf http://www.radfahren-neuentdecken.de/registrierung bewerben. Während des bis zu zweiwöchigen Ausleihzeitraums können die Tester ausgiebig und je nach Lebenssituation sowie individuellem Mobilitätsbedürfnis das Radfahren mit elektrischer Unterstützung neu entdecken.

Die Teilnahmebedingungen und alle Informationen zur Aktion „Radfahren neu entdecken“ gibt es auf http://www.radfahren-neu-entdecken.de im Internet.

Die Stadt Frankfurt plant, im Anschluss an dieses Projekt ein Förderprogramm aufsetzen, bei dem Frankfurter Bürger, aber auch Vereine und Gewerbetreibende, mit Hauptsitz in Frankfurt bei Anschaffung eines E-Lastenrades finanziell unterstützt werden. „Das Verkehrsdezernat beabsichtigt dafür zunächst für das Jahr 2020 200.000 Euro zur Verfügung zu stellen“, erläutert Oesterling. „Die Förderung soll pro E-Lastenrad maximal 1000 Euro betragen.“ Das Förderprojekt ist gerade in Planung und wird mit Unterstützung der IVM voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 starten. Die Stadt Frankfurt übernimmt somit Verantwortung zu einer weiteren Veränderung der Verkehrsmittelwahl hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Die Bürger, die nach dem Test eines E-Lastenrads die Vorteile des umweltfreundlichen Gefährts für sich entdeckt haben, aber auch alle anderen interessierten Frankfurter, erfahren eine deutliche finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung durch die Stadt Frankfurt.

„Die finanzielle Förderung bei der Anschaffung von E-Lastenrädern stellt somit einen weiteren Baustein der Frankfurter Radverkehrsförderung auf dem Weg zur Fahrradstadt dar“, sagt der Verkehrsdezernent.

Foto: radfahren-neu-entdecken.de

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Hier wird „Ein Fall für zwei“ gedreht

Ein Catering-Bus, dazu Wohnwagen und Laster für Maske, Kostüm und Aufenthalt der Schauspiel-Crew und ein paar vorübergehende Parkverbotsschilder – als einige Riedberger heute Morgen den ungewohnten Trubel auf der Graf-von-Stauffenberg-Allee bemerkten, riefen sie in der Redaktion an und fragten: „Wisst Ihr, was hier los ist?“ Die Antwort bekam MAINRiedberg wenige Minuten später bei einem Kurz-Besuch am Set. „Wir drehen hier eine neue Folge für „Ein Fall für zwei“ und werden voraussichtlich zwei Tage lang am Riedberg sein“, erklärte Amelie Kessler, die für die Motivaufnahmeleitung verantwortlich ist. 

Dreh-Location ist ein Privathaus plus ein Garten, in einer Nebenstraße der Graf-von-Stauffenberg-Allee. Im Vorübergehen sieht man gegen 9 Uhr ein Kamerateam bei den letzten Vorbereitungen und hört, dass im Garten noch schnell die Scheinwerfer in eine andere Position gebracht werden müssen, damit’s für den Dreh später perfekt passt. 

Hier an der Graf-von-Stauffenberg-Allee stehen der Catering-Bus sowie Wohnwagen und Laster für Maske, Kostüme & Co Foto:MAINRiedberg

„Die falsche Schlange“ – so lautet der bisherige Arbeitstitel der Krimi-Folge, die teils am Riedberg, überwiegend aber in der City oder Sachsenhausen spielt. Und worum geht’s? Um ein Pärchen, das hier lebt. Doch der Mann ist ständig auf Geschäftsreise und sie glaubt zu wissen, dass es nicht nur berufliche Gründe dafür gibt, sondern dass der Partner eine Affäre hat. Als er am nächsten Morgen nach Hause kommt, stürzt er und ist tot. War es Mord? Hier werden wieder Privatdetektiv Leo (Wanja Mues) und Rechtsanwalt Benni Hornberg (Antoine Monot, Jr.) ermitteln. Die Ausstrahlung ist in der nächsten Staffel von „Ein Fall für zwei“ in etwa einem Jahr geplant, wie immer als Freitags-Krimi im ZDF um 20.15 Uhr sowie online abrufbar.

Das Erfolgsgeheimnis der Kult-Krimireihe

Die Ausstrahlung der ersten Folge von „Ein Fall für zwei“ war am 11. September 1981 – als viele hier im Stadtteil noch gar nicht geboren waren. 300 Episoden lang holte Privatdetektiv Josef Matula alias Claus Theo Gärtner Millionen Zuschauer vor den Fernseher, mit „Rechtsanwalt“ Günther Strack und weiteren Kollegen.

2014 meldete sich ein neues Ermittler-Duo zurück auf dem Bildschirm. Der Frankfurter Anwalt Benni Hornberg (Antoine Monot, Jr.) und sein Kumpel, Privatdetektiv Leo (Wanja Mues), ermitteln in den unterschiedlichsten Kriminalfällen. Das Ziel der beiden ist es, Menschen zu helfen, die unschuldig ins Gefängnis gesperrt werden sollen oder bereits inhaftiert sind. „Das Duo setzt sein gesamtes Potential an Fachwissen, Intelligenz, Mut und Witz ein, um die Wahrheit aufzudecken“, heißt es beim ZDF. Werden sie auch das Rätsel um den möglichen Mord am Riedberg lösen?

Weitere Informationen und aktuelle Folgen unter zdf.de

Foto oben: MAINRiedberg

Serien-Foto: ZDF/ Felix Holland

Seit 2014 ermitteln Privatdetektiv Leo (Wanja Mues) und Rechtsanwalt Benni Hornberg (Antoine Monot, Jr.) in der Kult-Krimireihe „Ein Fall für zwei“ Foto: ZDF/ Felix Holland
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Haben Sie Lust auf Macarons?

Zart, unwiderstehlich, süß oder salzig – Macarons sind längst auch jenseits der berühmten französischen Patisserien ein absoluter Hit. Es sind kleine Kunstwerke, die Zeit und Erfahrung für das richtige „Timing“ erfordern, die aber jede Minute in der Küche wert sind. Yvonne Ludwig-Akin möchte ab sofort ihre Liebe zu Macarons nebenberuflich weitergeben. Sie wohnt mit ihrer Familie am Riedberg und bietet am 14. März einen Back-Workshop exklusiv für MAINRiedberg-Leser an, den wir jetzt verlosen dürfen. Vielen lieben Dank vorab!

Möchten Sie einen Macarons-Workshop für zwei Personen mit Yvonne Ludwig-Akin gewinnen? Schreiben Sie uns bis Dienstag, 3.3.2020, um 12 Uhr eine Mail mit dem Stichwort „Macarons-Workshop“ an mail@main-riedberg.de. Verraten Sie uns bitte noch, warum Sie mitmachen möchten – oder schicken Sie uns ein Foto von einer Ihrer letzten Back-Kreationen mit. Adresse nicht vergessen. Dann werden wir unter allen Einsendungen das Los entscheiden lassen.

Der Kurs findet am Samstag, 14. März, von 11 bis 14 Uhr bei der Gewinnerin oder dem Gewinner zuhause statt. Einzige Einschränkung: Der Wohnort sollte nicht mehr als zehn Kilometer vom Riedberg entfernt sein. 

Wie die kleinen Kunstwerke gelingen…

Yvonne Ludwig-Akin hat MAINRiedberg schon vorab zu einem Schnuppertermin eingeladen. Es ist Samstag, kurz nach 11 Uhr, als ich in die Back-Geheimnisse der himmlischen Macarons eingeweiht werde. Aus Zeitgründen ist die Füllung bereits vorbereitet, mit weißer Schokolade und Himbeeren, wie die Macarons-Expertin verrät.

In der Küche wartet dann die größte Herausforderung: Die Herstellung der Macarons-Masse, was auf den ersten Blick ziemlich simpel erscheint. Denn als Zutaten sind nur Eiweiß, Zucker, Mandelmehl und Puderzucker angegeben. Doch die Tücke liegt im Detail. Das Eiweiß muss ebenso wie die übrigen Zutaten grammgenau abgewogen werden. Dann heißt es: Mandeln und Puderzucker sieben, Farbstoff bereithalten und Spritzbeutel mit einer Tülle von 7 Millimetern bis 8,5 Millimetern. Der Ofen sollte schon mit Umluft vorgeheizt sein, bei exakt 150 Grad. Hier ist ein Backofenthermometer hilfreich.

„Sie müssen wissen, Macarons sind zickige Dinger“, erklärt Yvonne Ludwig-Akin und wendet ihre Aufmerksamkeit wieder der Küchenmaschine zu. Denn das Eiweiß muss geschlagen werden, „bis keine Bläschen mehr zu sehen sind“. Dann erst sollte ein Drittel des Zuckers langsam zugefügt werden und nach 45 bis 60 Sekunden jeweils ein weiteres Drittel. Dann wird der Farbstoff „messerspitzenweise“ je nach gewünschter Intensität hinzugefügt.

Warum man vom Macarons-Backen Muskelkalter bekommen kann…

Wenn ein Drittel der gesiebten Mandel-Puderzucker-Mischung mit einem Teigschaber untergehoben ist, wird’s endgültig knifflig. Denn jetzt sollte man das zweite Drittel und schließlich die übrige Menge Mandeln und Puderzucker mit der typischen „Macaronage-Bewegung“ unterarbeiten. Das bedeutet: Immer wieder mit viel Feingefühl rühren und die Eiweiß-Masse mit einer Drehbewegung an den Rand drücken, um Blasenbildung und Klümpchen zu verhindern. Das sollte man so lange machen, bis der Teig „wie Lava fließt“. Also nicht zu flüssig und nicht zu fest ist.

Da die so genannte Macaronage einige Minuten dauern kann, ist ein bisschen Muskelkater danach nicht ausgeschlossen. „Am Anfang wird jeder Fehler machen. Aber wenn man’s draufhat, ist es wie Fahrrad fahren. Das verlernt man nicht mehr so schnell“, verspricht Yvonne Ludwig-Akin.

„Halten Sie den Spritzbeutel gerade und drücken Sie nicht zu fest“, rät sie mir, als ich kleine Kreise auf die Backmatte spritze. Die Macarons sollten dann 15 bis 20 Minuten bei normaler Lufttemperatur trocknen, bis kein Teig mehr am Finger kleben bleibt, „denn sonst platzen sie im Ofen auf wie Kokosmakronen“.

Dann geht’s ab in den Backofen, während in aller Ruhe „und bitte ohne Hektik“ das nächste Blech vorbereitet werden kann. Gebackene Macarons sollten nach der Fertigstellung über Nacht im Kühlschrank bleiben, damit Füllung und Keks verschmelzen. Die Mini-Törtchen sind dort ein paar Tage haltbar, ohne Füllung sogar länger. Theoretisch. Meine ersten selbstgemachten Himbeer-Macarons waren leider schon wenige Minuten nach meiner Rückkehr nach Hause verschwunden…

Die Back-Workshops von Yvonne Ludwig-Akin dauern ca. 3 – 4 Stunden. Jeder Teilnehmer kann am Ende etwa 15 Macarons genießen. Die Kosten bei 3 Personen liegen bei 60 Euro pro Person. Kontakt und weitere Informationenunter macarons-selbstgemacht@gmx.de

Und hier noch ein paar Back-Impressionen…

Die Macarons-Masse muss so lange gerührt werden, bis sie „wie Lava fließt“ …
„Halten Sie den Spritzbeutel gerade und drücken Sie nicht zu fest“, rät mir die Macarons-Expertin
Wenn die „zickigen Dinger“ fluffig im Ofen aufgehen, hat sich jede Minute in der Küche gelohnt
Dann muss nur noch die Füllung rein…
…und die himmlischen Mini-Törtchen sind fertig!

Fotos: MAINRiedberg

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Schulessen falsch abgerechnet

Eine Tochtergesellschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) hat der Stadt Frankfurt von 2015 bis 2018 zu hohe Beiträge für Schulessen berechnet – auch am Gymnasium Riedberg. Das berichtet der Hessische Rundfunk.

Der entstandene Schaden von 181.000 Euro sei mittlerweile zurückgezahlt, teilte der ASB auf Anfrage des hr mit. Zudem habe man drei leitende Mitarbeiter entlassen. Mitarbeiter am Gymnasium Riedberg, der Bettinaschule, der Carl-Schurz-Schule, Ziehen- und Schillerschule verbuchten teilweise Einnahmen aus Kiosk-Verkäufen als Schulessen. Anders als Mahlzeiten bezuschusst die Stadt Snacks und Limo nicht mit drei Euro. Durch die falsche Abrechnung kassierte der ASB aber Zuschüsse für Schokoriegel, Brezeln & Co. Der Fehler fiel internen Prüfern auf.

Symbolfoto: Daniel Schludi / Unsplash.com

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Mainova verlost 500 Trikot-Sätze

Am 1. März startet die Mainova-Trikot-Aktion 2020. Unter dem Motto „Mainova-Trikots für Vereine“ verlost das Unternehmen wieder 500 vergünstigte Trikotsätze. Mitmachen können Vereine aller Mannschaftssportarten sowie vereinsbasierte Laufgruppen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. April.

Bereits zum 13. Mal findet die Breitensport-Aktion statt. Seit der ersten Trikot-Aktion im Jahr 2008 hat Mainova fast 7.000 Trikotsätze verteilt. Wie beliebt die Aktion ist, zeigt das vergangene Jahr: Rund 3.400 Mannschaften haben sich um einen Satz Trikots beworben.

Die gesamte Abwicklung erfolgt digital. Auf der Website www.mainova-aktionen.de/trikots finden Sportvereine umfassende Informationen und können sich direkt anmelden. Auch der Online-Trikot-Konfigurator kommt wieder zum Einsatz. Dort erhalten die Gewinnervereine mit wenigen Klicks die Trikots.

Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG, sagt: „Unseren Kunden liefern wir zuverlässig Strom, Gas, Wasser und Wärme. Gleichzeitig engagieren wir uns in unserer Heimatregion Frankfurt Rhein-Main für die Bevölkerung, Institutionen und Vereine. Hierbei liegt uns der Breitensport besonders am Herzen. Denn er verbindet, bewegt und integriert. Deshalb unterstützen wir beispielsweise Sportvereine bei ihrer gesellschaftlich wertvollen Arbeit.“

Die Gewinner erhalten einen kompletten und sofort einsatzbereiten Trikotsatz für einen Eigenbetrag von 119 Euro – Veredelung inklusive. Das entspricht nur rund 15 Prozent des regulären Verkaufspreises. Den Restbetrag übernimmt Mainova. „Mit der Trikot-Aktion leisten wir einen Beitrag, die Vereinskassen zu entlasten“, so Alsheimer. Voraussetzung für die Teilnahme: Der Verein stammt aus einem Umkreis von rund 100 Kilometer um Frankfurt am Main.

Alle Gewinnervereine haben im Anschluss die Möglichkeit an der Vereins-Challenge teilzunehmen. Drei vorher ausgeloste Mannschaften kämpfen dann in der Mainova-Zentrale um den Sieg. Hauptpreis: ein Eintracht-Erlebnis-Tag für die gesamte Mannschaft – inklusive 20 Tickets für den Familienblock, Anreise sowie Stadion- und Museumsführung.

Foto: Mainova

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Haben diese Kids die gleichen Chancen?

Seit Wochen protestieren die Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Schulen in Niederursel gegen zehn Jahre Sanierungsstau und gegen Pläne für einen Neubau der benachbarten Europäischen Schule teils auf ihrem Gelände. Heute Abend berichtet das ARD-Magazin „ttt“ über das einstige reformpädagogische Pilot-Projekt der Stadt Frankfurt unter dem Thema: Gleiche Chancen für alle?

Es war einmal das bürgerliche Glücksversprechen der sozialen Marktwirtschaft: Alle sollten die Möglichkeit haben, den Aufstieg zu schaffen. Niemand sollte durch Elternhaus, Vermögen und Herkunft eingeschränkt, kein Kind zurückgelassen werden. Dabei entscheidend: Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Wie aber ist es heute darum bestellt? Einer aktuellen Studie des World Economic Forum zufolge schneidet Deutschland in der Chancengleichheit nur mittelmäßig ab. Eine der größten Hürden für den sozialen Aufstieg sind ungleiche Bildungschancen.

Für die Autoren der ARD-Sendung ist das Beispiel Ernst-Reuter-Schule „ein besonderes Trauerspiel dieser Art“. Hier würden die beiden Einrichtungen, die seit Jahrzehnten integrativ und inklusiv arbeiten und besonders auch Kindern aus sozial schwächeren Schichten gute Bildungschancen ermöglichen, und die benachbarte Europäische Schule, auf die vor allem Kinder von Angestellten der Europäischen Zentralbank gehen, gegeneinander ausgespielt. „Jahrelang hat die Politik es versäumt, die Reuter-Schulen zu sanieren, und gleichzeitig der rasant wachsenden Europäischen Schule keinen neuen Standort zugewiesen – trotz gegenlautender Versprechungen.“ Jetzt gibt es Pläne, dass die integrativen Reuter-Schulen (ERS) der Europäischen Schule ausgerechnet das Gelände abtreten soll, auf dem ihre inklusiven Bildungsangebote angesiedelt sind.

Fakt ist aber auch: Die Leitung der benachbarten Europäischen Schule lehnt einen Neubau zu Lasten der ERS derzeit ab und sieht die Stadt in der Pflicht, alternative Vorschläge zu entwickeln.

Demo und Petition für die Ernst-Reuter-Schulen

Schon im Dezember protestierten Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Schulen lautstark gegen die Pläne der Stadt Frankfurt. An einem Freitagnachmittag, bei strömendem Regen. Auf den Plakaten standen Sätze wie „Hände weg von unserer Schule“, „Wir sind keine Bau-Masse“ und „Ernst-Reuter-Schulen fordern Raum für Bildung“. Sie hatten Trillerpfeifen, Töpfe, Deckel und andere Dinge, die „möglichst viel Krach“ machten, dabei. Eltern gingen mit, teilweise auch Lehrer.

Seit kurzem läuft auch eine Petition auf dem Bürgerbeteiligungs-Portal der Stadt Frankfurt mit der Überschrift „Rettet die Ernst-Reuter-Schule“. Die notwendigen Unterschriften wurden bereits erreicht, die Initiatoren sammeln aber noch weiter. Online ist auch noch einmal kurz zusammengefasst, was die Betroffenen so bewegt: „Wir sollen 19.000 Quadratmeter an die benachbarte Europäische Schule abgeben. Dann funktioniert unser pädagogisches Konzept nicht mehr.“ Hier gab es schon Inklusion, „als kaum einer wusste, was das ist“. Jetzt sei nicht nur die Inklusion in Gefahr. Die Sanierung der in die Jahre gekommenen Gebäude wird seit zehn Jahren verschleppt, das Schwimmbad ist seit 2009 geschlossen. Jetzt sollen Schwimmbad und Turnhalle zugunsten der Europäischen Schule abgerissen werden und allerdings nur die Halle an anderer Stelle erbaut werden. Dagegen stemmen sich Schüler, Elternvertreter und auch die Schulleitung.

Der Protest begann, als Einzelheiten einer Machbarkeitsstudie des Amts für Bau und Immobilien (ABI) bekannt wurden. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die Europäische Schule an ihrem Standort neben der Ernst-Reuter-Schule wachsen kann.

Die Petition für die Ernst-Reuter-Schule ist unter https://www.ffm.de/frankfurt/de/ideaPtf/45035/single/1256 zu finden.

Die ARD-Sendung „Titel, Thesen, Temperamente“ (ttt) mit einem Bericht über die Ernst-Reuter-Schule läuft heute Abend um 23.20 Uhr und ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

Foto: MAINRiedberg

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Die Narren erobern das Rathaus

Bis Aschermittwoch ist Frankfurt sicher in Narrenhand: Am Samstag, 22. Februar, haben die Fastnachter das Rathaus erfolgreich gestürmt. Oberbürgermeister Peter Feldmann hisste die Narrenfahne und übergab den Stadtschlüssel an das Prinzenpaar „Seine Tollität“ Jonas I. und „Ihre Lieblichkeit“ Sandra I. Verstärkung bekamen die Hoheiten vom Kinderprinzenpaar „Seine Kindertollität“ Tim I. und „Ihre Kinderlieblichkeit“ Anna I. mit Wortführer Axel Heilmann und Begleitungen.

Die versammelten Menschen gedachten auf Aufforderung des Oberbürgermeisters der Opfer des Terroranschlags von Hanau mit einer Schweigeminute. Begonnen hatte die Erstürmung mit Musik der Fastnachtsband „Wir2 singen für Euch“. Salutschüsse läuteten ein heiteres Wortgefecht zwischen Stadtoberhaupt und dem Großen Rat ein, nachdem der Präsident des Großen Rates zu Beginn klarstellte, dass in der Frankfurter Fastnacht kein Platz für Rassismus sei und somit die schrecklichen Ereignisse von Hanau verurteilte.

Vom Justitia-Brunnen herüber stellte Wortführer Axel Heilmann sein erstes Ultimatum vor der Erstürmung des Rathauses. Feldmann entgegnete: „Ich rate Euch nun kurz und knapp, jetzt das Feuer einzustellen. Also zieht Euch, Stück für Stück hier vom Römerberg zurück!“

Kurz darauf wurde ein weiteres Ultimatum, begleitet von Salutschüssen, gestellt. „Der Römer, der wird niemals fallen, auch wenn die Kanonen knallen, wir sind zum Widerstand bereit, heute und zu jeder Zeit. Eure Fastnacht, die ist schön, allerdings das müsst Ihr sehn, macht Fastnacht bei Euch in den Vereinen, denn man weiß im allgemeinen, dass Rathaus unserer Stadt, die Fastnacht nichts zu suchen hat!“, rief Feldmann vom Römerbalkon den Narren zu.

Das Stadtoberhaupt versuchte den Römer zu verteidigen, indem er ins Feld führte, dass Kinder nun kostengünstig zum Klaa Pariser Umzug mit der Bahn fahren können; selbst der Erfolg der Eintracht oder ein lieblicher Seitenhieb Richtung Offenbach halfen nichts. Die Hartnäckigkeit der Narren siegte. Mit den Worten „Ich lass´ die Prinzenpaare rein, leg´ meine Amtskette nun ab und wird´ danach ganz kurz und knapp dann Frankfurts Prinzenpaar im Anschluss jetzt unmittelbar, diesmal ohne Widerstreben, den Stadtschlüssel hier übergeben“, ließ das Stadtoberhaupt die Narren im Rathaus gewähren. Drinnen wurde dann gefeiert, gegessen und getrunken.

Der zweite Höhepunkt der Kampagne ist der Karnevalszug am Sonntag, 23. Februar. 97 Vereine und Verbände, 3769 Teilnehmer, 36 Garden, 19 Kapellen und Spielmannszüge, 602 Spielleute, 29 Motivwagen, 60 Witz- und Komitee Wagen und 6 Kanonen schlängeln sich auf der vier Kilometer langen Strecke durch die Frankfurter Innenstadt. Die vielen närrischen Zuschauer am Straßenrand werden mit reichlich Süßigkeiten belohnt.

Zum Start des närrischen Zugs ruft das Stadtoberhaupt vom Römerbalkon: „Der Umzug ist im vollen Gange, eine endlose Schlange von Menschen, die sehr fröhlich sind, wir sind fastnachtlich gesinnt und jubeln Frankfurts Narren zu, der Fastnachtsumzug ist der Clou, eine richtige Schau darauf ein dreifach donnerndes ‚Frankfurt Helau!‘“

Ein Novum gibt es dieses Jahr zudem: Der Große Rat veranstaltet eine „After-Zug-Party“ auf dem Fastnachts-Jahrmarkt, der ebenfalls zum ersten Mal auf der Hauptwache statt findet.

Weitere Informationen zum Zug und zum Frankfurter Karneval gibt es unter https://www.grosser-rat.de/ im Internet.

Foto: Maik Reuß / Stadt Frankfurt

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„Wir müssen aufstehen gegen Hass und Gewalt“

Nach den schrecklichen Anschlägen von Hanau erklärt Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann seine Solidarität und Verbundenheit mit der Nachbargemeinde: „Wir alle verabscheuen diese Tat, wir alle sind bei unseren Polizisten und Ermittlungsbehörden, dafür, dass diese Tat aufgeklärt wird.“ In Gedanken sei man bei allen Opfern und Angehörigen.

„Die Morde haben mich tief erschüttert“, sagt Feldmann, der am Donnerstagnachmittag, 20. Februar, bei einer Mahnwache in Hanau im Namen der Stadt Frankfurt einen Kranz niederlegte. Er drückte dabei auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky seine Anteilnahme aus. „Wir sind bei Ihnen in diesen schweren Stunden!“ Das Frankfurter Stadtoberhaupt appellierte auch daran, dass die Gesellschaft gegen geistige Brandstifter aufstehen und Haltung zeigen müsse: „Hass, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus wird erst in Worte verpackt, und dann wird Hass zu offener Gewalt. Wir müssen einstehen für Zusammenhalt, Nähe und Liebe – und unveräußerliche Werte und Rechte.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Holger Menzel

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Stand der Ermittlungen zum Anschlag von Hanau

Die Bundesanwaltschaft hat heute Nacht gegen 4 Uhr die Ermittlungen wegen des Anschlagsgeschehens in Hanau übernommen. Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen hat der 43-jährige deutsche Staatsangehörige Tobias R. am 19. Februar 2020 gegen 22:00 Uhr in den Bereichen Heumarkt, Kesselstadt sowie Kurt-Schumacher-Platz neun Menschen erschossen und mehrere Personen verletzt, darunter ein lebensgefährlich Verletzter. Das Alter der Todesopfer lag zwischen 21 und 44 Jahren. Unter ihnen waren sowohl ausländische als auch deutsche Staatsangehörige.

Nachdem sich im Rahmen der Ermittlungen Hinweise auf den Täter ergeben hatten, wurde dessen Wohnung in Hanau von einem Sondereinsatzkommando der Polizei durchsucht. Die eingesetzten Beamten haben Tobias R. sowie dessen 72-jährige Mutter tot aufgefunden. Beide wiesen Schussverletzungen auf. Neben dem mutmaßlichen Täter lag eine Schusswaffe. Sein Vater wurde von den Polizeibeamten äußerlich unverletzt angetroffen.

Es liegen gravierende Indizien für einen rassistischen Hintergrund der Tat vor. Diese ergeben sich aus den augenscheinlich von Tobias R. herrühenden Videos und Dokumenten.

Derzeit liegen keine Erkenntnisse zu etwaigen Vorstrafen oder Ermittlungsverfahren mit politischem Bezug gegen ihn vor. Die weiteren Ermittlungen werden sich insbesondere auch darauf konzentrieren, ob es noch bislang unbekannte Mitwisser oder Unterstützer gibt. Auch wird das Umfeld des mutmaßlichen Täters durchleuchtet und untersucht werden, ob und welche nationalen und internationalen Kontakte bestanden haben.

Mit den weiteren Ermittlungen wurde inzwischen das Bundeskriminalamt beauftragt. Dieses wird in Kooperation mit dem Landeskriminalamt Hessen tätig. Unter anderem werten die Ermittler Videos und Dokumente aus, die augenscheinlich von Tobias R. stammen. Zudem laufen kriminaltechnische Untersuchungen zu der oder den bei der Tat verwendeten Schusswaffen.

Informationen: Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA)/ Pressemitteilung

Foto: Archiv

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U-Bahn überrollt Fahrrad

Am Dienstag, den 18. Februar 2020, gegen 20.10 Uhr, war eine U-Bahn der Linie 2 in Fahrtrichtung Innenstadt unterwegs.

Im Oberen Kalbacher Weg, in Höhe der U-Bahnstation Kalbach, überrollte die Bahn ein Fahrrad. Da man zunächst von einem Verkehrsunfall ausging, wurde die gesamte Umgebung des Unfallortes, auch unter Verwendung einer Wärmebildkamera, nach einer verletzten Person abgesucht. Eine solche Person konnte jedoch nicht aufgefunden werden. Anwesende Zeugen bzw. der Lokführer hatten ebenfalls keine Person erkennen können. Es muss daher von einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ausgegangen werden.

Die Polizei bittet Zeugen, die entsprechende Wahrnehmungen gemacht haben, sich mit ihr unter der Telefonnummer 069-75511400 in Verbindung zu setzen.

Informationen: Polizei Frankfurt

Foto: Archiv

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