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CORONA: Frankfurter Forscher entwickeln Schnell-Test für viele Patienten

Corona Virus

Wichtiger Durchbruch in der Corona-Forschung: Forschern des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes in Frankfurt um Prof. Erhard Seifried und dem Institut für Medizinische Virologie des Universitätsklinikums der Goethe-Universität Frankfurt um Prof. Sandra Ciesek ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das es ermöglicht, die Testkapazitäten zum Nachweis von SARS-CoV-2 ab sofort um ein Vielfaches weltweit zu erhöhen. Das meldete die Universitätsklinik Frankfurt am Montagnachmittag in einer Pressemitteilung.

„Damit wird es möglich, die von allen Wissenschaftlern und auch Politikern geforderte Ausweitung der Testung in weitere Bevölkerungsgruppen auch bei den begrenzten Testkit-Ressourcen früher umzusetzen, als bisher angenommen wurde“, sagt Seifried. Hintergrund der Nachricht sind Laboruntersuchungen, denen Schleimhautabstrichproben des Rachens bzw. der Nase durch geeignete Verfahren in einer Pufferlösung zusammengeführt und anschließend mit Hilfe des sogenannten PCR Verfahrens (Polymerase Kettenreaktionsverfahren, direkter Genomnachweis von SARS CoV-2) getestet werden. Bei einem negativen Ergebnis haben sämtliche darin enthaltenen Proben ein zuverlässig negatives Ergebnis. Hierbei hat das Pooltesten keinen Einfluss auf die Nachweisgrenze. Bei einem positiven Minipool-Befund wird eine Einzeltestung in zuvor angefertigten Rückstellproben durchgeführt. Die positive Probe kann dann innerhalb von vier Stunden identifiziert werden.

Die Forschergruppe ist derzeitig aktuell dabei, die Möglichkeit zu analysieren, die Pools weiter zu vergrößern. „Die Ergebnisse stimmen optimistisch, dass das Verfahren bei globaler Etablierung sehr schnell eine bessere Auskunft über die Zahl tatsächlich infizierter Menschen ermöglichen wird“, erklärt Prof. Schmidt vom Blutspendedienst. Damit lässt sich umgehend in ganz Deutschland die aktuelle Anzahl von ca. 40.000 Untersuchungen pro Tag auf 200.000 bis 400.000 Untersuchungen steigern, ohne damit die hohe Qualität der Diagnostik zu reduzieren. Um weiter die Strategie der Früherkennung und Isolierung effizient umzusetzen, ist eine Erweiterung der Screeninguntersuchungen unabdingbar, gerade für systemrelevante Berufsgruppen wie Ärzte, Krankenschwestern, Polizei, Feuerwehr, Altenheime, Verwaltung, Nahrungsmittelindustrie. Die Rechte an der in den USA und in Europa zum Patent angemeldeten Erfindung werden gemeinschaftlich von der Goethe Universität und dem DRK Blutspendedienst gehalten. Über die Wissenstransfergesellschaft der Goethe-Universität, Innovectis, kann die Technologie umgehend anderen interessierten Einrichtungen zugänglich gemacht werden.

Die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff, bezeichnete das neue Analyseverfahren als „Meilenstein“. „Je mehr Menschen zuverlässig auf SARS-CoV-2 getestet werden können, umso schneller lässt sich die Pandemie eindämmen.“

„Mit der neuen Methode kann Deutschland den globalen Kampf gegen SARS-CoV-2 auf ein neues Level anheben“ ist Seifried optimistisch. Der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik Frankfurt, Prof. Graf und die Präsidentin der Goethe-Universität betonen beide die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem DRK Blutspendedienst und der Universitätsklinik und der Universität.

Photo by CDC on Unsplash.com

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Neue Tricks der Corona-Betrüger

Polizeiwagen

Die Polizei Frankfurt gewährleistet gemeinsam mit den Ordnungsbehörden der Stadt Frankfurt die Einhaltung der Regelungen zum Schutz der Bevölkerung vor der Ausbreitung des Coronavirus.

Am Freitag kam es in einem Mehrfamilienhaus im Frankfurter Norden zu einem Trickdiebstahl. Gegen 15:30 Uhr gab sich ein bislang unbekannter Täter „An der Wolfsweide“ einem Rentner gegenüber als Installateur aus und erklärte, wegen der Corona-Pandemie dringende Wartungsarbeiten in der Waschküche des Hauses durchführen zu müssen. Der 72-jährige Wohnungsinhaber begab sich daraufhin mit der unbekannten Person in die Waschküche. Währenddessen verschaffte sich ein weiterer Unbekannter Zutritt zur offen gelassenen Wohnung. Dort wurde eine Geldbörse mit Bargeld entwendet.

Hinweis der Polizei: Lassen Sie keine fremden Personen ins Haus oder Ihre Wohnung. Täter und Täterinnen geben oftmals vor, Handwerker oder auch vom Gesundheitsamt zu sein, um in Ihre Wohnung und an Ihre Wertsachen zu gelangen. Seien Sie deshalb besonders vorsichtig, wenn Personen ohne Termin vor der Tür stehen und rufen Sie die Polizei.

Hinsichtlich der Einhaltung der Verbote stellt die Polizei Frankfurt fest, dass sich der Großteil der Frankfurter Bevölkerung weiterhin an die Vorgaben hält. Die festgestellten Verstöße werden nach wie vor vornehmlich auf Spielplätzen und in Sport- und Parkanlagen festgestellt. Es wurden beispielsweise einige Jugendgruppen in unterschiedliche Parks angetroffen, die sich nach einer Ansprache jedoch eigenständig auflösten. Die Mehrzahl der angetroffenen Bürgerinnen und Bürger reagierten ebenfalls vernünftig, nachdem sie durch die Beamten auf ihr Fehlverhalten hingewiesen worden waren. In einigen Fällen sprach die Polizei auch Platzverweise aus.

Das vorrangige Ziel der Kontrollen ist nach wie vor, eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erhalten.

Damit dieses Ziel erreicht werden kann, bedarf es der Mithilfe aller. Die Frankfurter Polizei appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger:

Bleiben Sie Zuhause und schützen Sie damit Ihre Mitmenschen und sich selbst. Beachten Sie die Regelungen zum Kontaktverbot im öffentlichen Raum und halten Sie Abstand zu Ihren Mitmenschen. Gemeinsam können wir alle dazu beitragen, Leben zu retten.

Allgemeine Hinweise der Polizei: .

   -	Der Notruf 110 ist Menschen in Notsituationen vorbehalten. 
Meldungen über Personen im öffentlichen Raum und Fragen zu den 
geltenden Regelungen zur Coronabekämpfung sind keine Notrufe.
   -	Auskünfte für Bürgerinnen und Bürger stehen auf der Seite des 
Hessischen Sozialministeriums (www.soziales.hessen.de) zur Verfügung.
Eine hessenweite Hotline zu dem Thema ist unter der Nummer 0800- 
5554666 täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar.
   -	In der Sicherheitsapp hessenWARN werden aktuelle Warnungen und 
Informationen bereitgestellt.
   -	Bitte beachten Sie auch aktuelle Hinweis der Frankfurter Polizei
auf den bekannten Social Media Kanälen, Twitter, Facebook und 
Instagram, @polizei_ffm.

Foto: Archiv

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Kommt Tempo 30 auf den Hauptstraßen am Riedberg?

In der letzten Sitzung des Ortsbeirates vor den Corona-Beschränkungen wurde fast unbeachtet ein Beschluss gefasst, übrigens einstimmig, der weitreichende Folgen haben könnte: Der Magistrat wird gebeten zu prüfen, „ob und wenn ja in welchen Bereichen auf den inneren Erschließungsstraßen des Riedbergs, der Riedbergallee, Altenhöferallee, Graf-von-Stauffenberg-Allee und Carl-Hermann-Rudloff-Allee ein Tempolimit von 30 km/h angeordnet werden kann“. Das bedeutet: Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob Tempo 30 auf den Hauptstraßen unseres Stadtteils möglich ist – um mehr Sicherheit für alle Bürger zu gewährleisten.

Schon jetzt gibt es Tempobeschränkungen vor den Schulen und am Sportplatz an der Altenhöferallee. Anwohner aber berichten, dass Autos dort nicht selten mit mindestens Tempo 50 bis 60 aus Richtung Norden in den Stadtteil rasen. Vor allem nachts. Die Begründung der Lokalpolitiker pro Tempolimit lautet folgendermaßen: „Um den Fahrzeugverkehr ruhiger und disziplinierter zu gestalten, dem Radverkehr einen sicheren Verkehrsraum zu bieten und auch den Fußgängerinnen und Fußgängern, insbesondere den zahlreichen Kindern, Querungen der Fahrbahn zu erleichtern, sollte die Fahrgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt werden.“ Damit würde auch die Lärmbelastung der dicht bebauten inneren Erschließungsstraßen, insbesondere in den Nachtstunden, deutlich gemildert.

Die auf dem Riedberg verkehrenden Buslinien werden durch eine Tempo 30 Regelung nicht behindert, da diese Buslinien bereits heute durch Fahrbahnverengungen und zahlreiche Haltestellen Tempo 30 in der Regel nicht überschreiten können.

Der Ortsbeirat betont: Die vor Jahren für den ganzen Stadtteil Kalbach eingerichtete Tempo-30-Zone hat sich „trotz anfänglicher Bedenken überaus positiv entwickelt“. Die gesamte Verkehrssituation im Stadtteil hat sich entspannt, so dass Tempo 30 inzwischen von allen Anwohnern befürwortet werde.

Die Stadt soll die Ergebnisse der Prüfungen in Sachen Tempo 30 dann wiederum in einer Ortsbeiratssitzung vorstellen und dann geht es darum, im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern die Einführung der Geschwindigkeitsbeschränkungen zu erörtern.

Foto: Archiv

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Tiefe Trauer über den Tod von Hessens Finanzminister Schäfer

„Selten erscheinen Nachrichten so unwirklich wie jene über den plötzlichen Tod von Hessens Finanzminister Thomas Schäfer und doch weicht das Unvorstellbare der schrecklichen und traurigen Realität. Unser Land hat einen großartigen Menschen, einen engagierten Streiter für eine bessere Zukunft Hessens verloren und sein Tod hinterlässt nicht nur eine große Lücke im politischen und gesellschaftlichen Geschehen Hessens, sondern auch in den Herzen vieler Menschen.

Thomas Schäfer war ein Gestalter, zupackend und entscheidungsstark. Er hat mit seinem Tatendrang, seinem unermüdlichen Einsatz und seiner Entscheidungsfreude viel Positives in unserem Land bewirkt und oftmals überhaupt erst möglich gemacht. Er war kommunikativ und hat immer den Versuch unternommen, auch bei schwierigsten Entscheidungen möglichst alle mitzunehmen, ohne es immer allen recht machen zu können. Mit seinen finanzpolitischen Initiativen hat er vielen Kommunen in Hessen neu auf die Beine geholfen und Perspektiven eröffnet, die vielerorts schon aufgegeben schienen. Er war auch für Frankfurt immer ein wichtiger und gesprächsbereiter Partner, der auf Augenhöhe zwischen den Interessen des Landes und den Bedürfnissen unserer Stadt Wege des Ausgleichs gesucht hat. Er war ein Mensch mit Humor, verlässlich, klar und verantwortungsvoll in seinem Handeln. Mit seiner hohen Sachkenntnis, seinem klaren Analysevermögen und seinem Einfühlungsvermögen hat er an vielen Stellen Brücken gebaut, um zu gemeinsamen Zielen zu gelangen. Sein Weg war nicht die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern nach dem besten Kompromiss für alle Beteiligten. Und auch dort wo Kompromisse nicht möglich waren, ließ er die Tür zum nächsten Gespräch immer offen. Er hat auch durch sein Wirken im Aufsichtsrat unserer Frankfurter Messe und als Vorsitzender des Beteiligungsausschusses wichtige Weichenstellungen für die Messegesellschaft und ganz unmittelbar für den Messestandort Frankfurt am Main mit auf den Weg gebracht. Sein Engagement für den Finanzplatz Frankfurt hat unsere Stadt gestärkt und in den Vorbereitungen des Landes auf die Auswirkungen des Brexit hat er die Interessen Frankfurts klar im Blick gehabt. Auch für unsere Stadt Frankfurt am Main bedeutet der Tod von Thomas Schäfer einen herben Verlust.

Er wird vielen Menschen fehlen, jenen die es jetzt schon spüren und jenen, die vielleicht erst später merken, was für ein großer Hesse Thomas Schäfer war“, sagte Bürgermeister Uwe Becker am heutigen Montag.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Hessisches Ministerium der Finanzen (HMdF)

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„Stay home!“ Frankfurt rappt für Vernunft in der Corona-Krise

„Stay home“ – ein Song gemacht für die Zeit der Corona-Pandemie in Frankfurt: „Nur 30 Sekunden – komm, wasch die Hände“ heißt es in dem anderthalb Minuten langen Video. „Bleib cool und halt einfach die Abstände. Mach die Moves, ey, good vibes in the house – ganz entspannt, ganz relaxed und mach was draus. …“ so geht es nahtlos weiter. Getextet von der Rapperin Janina Jackson und dem Produzenten Jens Dietrich. Aufgenommen im Studio der Kommunikations-Agentur site-works im Zentrum der Stadt.

Keine Außenaufnahmen. Die Frankfurter Skyline bleibt draußen. „So ist das in Zeiten von Corona: ‚Stay home‘ das gilt für uns alle. Wer zuhause bleibt, sich an die Regeln hält, handelt verantwortungsbewusst. Das ist cool. Nicht, wer dagegen verstößt und sich und andere damit in Gefahr bringt“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig am Freitag.

Das Video war ihre Idee: Mit ihm will die Dezernentin die erreichen, die sich nicht an die Regeln auf Zeit halten: Zuhause bleiben, Abstand halten, nicht in Gruppen unterwegs sein. „Vergangene Woche mussten wir auf Grund der Pandemie Spielplätze, Skate- und Rolleranlagen sperren, Auch die Calisthenics-Anlagen im Hafenpark dürfen nicht genutzt werden. Ich weiß, das ist für viele Sportler*innen hart“, sagte Heilig. „Ein überwiegender Teil der Frankfurter*innen hält sich an die Sperrung. Ein anderer Teil aber – darunter viele Jugendliche und junge Erwachsene – ignoriert das Verbot aber und macht dort weiter Sport. Eine erste Konsequenz ist, wir mussten die Anlagen jetzt mit einem Bauzaun absperren“, sagte die Dezernentin.

Der Song soll sensibilisieren und gleichzeitig den richtigen Ton treffen: „Hey, das wolltest du schon immer. Regulär abhäng‘n in dein‘m Lieblingszimmer. Die Leitung läuft heiß – bist immer online. Bleib du selbst, bleib gesund und bleib daheim“, rappt Janina Jackson. Auch daheim kann man sportlich sein, ist die Botschaft der 28-jährigen. Jackson ist fester Bestandteil der Frankfurter Rap-Szene und umtriebiges Mitglied des Kollektivs „Hip-Hop Movement 069“. Im Video zu „Stay home“ jongliert sie virtuos mit Äpfeln zum Beat, macht Klimmzüge und spielt Fußball in der Wohnung. Allerdings nicht mit einem Ball, sondern mit einer Klopapierrolle. Dem Symbol der Corona-Krise. „Wir hoffen, dass wir mit diesem Song den richtigen Ton treffen, um auch alle die zu erreichen, die jetzt noch leichtfertig mit ihrer und der Gesundheit anderer umgehen“, sagte Umweltdezernentin Heilig: „‚Stay home‘, das ist das einzig Richtige zurzeit.“

Zu dem Song geht es unter https://vimeo.com/401322601/8e7aab8a75 .

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Screenshot vimeo/ Stadt Frankfurt

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„Digitales Ballett“ im Thom Hecht Ballettförderzentrum

Die Corona-Krise zwingt Deutschland in die Knie und bringt das soziale Leben zum Erliegen. Nicht nur die Bildungseinrichtungen wie Kitas, Schulen und Universitäten sind betroffen, sondern auch Hobbies, Freizeit- und Kulturveranstaltungen fallen fast gänzlich weg. Das Thom Hecht Ballettförderzentrum trotzt der Pandemie und versucht, das Beste aus dieser Situation zu machen. Ganz nach dem Motto „The Show must go on“, wurden bereits in der ersten Woche, in der Bundeskanzlerin Angela Merkel soziale Distanzierung empfahl, kleine Video-Tutorials für die Ballettkinder der „Children’s Division“ gedreht und diese Übungen per Email versendet. Für die erwachsenen Balletteleven, die zum Teil schon mehrere Ballettprüfungen am American Ballet Theatre in New York erfolgreich abgelegt haben, gab es am Sonntag unter der Leitung von Dr. Thom Hecht eine Premiere mit einer Live-Ballettklasse auf der Kommunikationsplattform Zoom.

Für Hecht, der bereits seit 2008 E-Learning als alternative Lernmethoden im Hochschulbereich einsetzt, ist in Zeiten von Corona eine „Digital Ballett“-Lösung die beste Alternative zum Präsenzunterricht. Als Lehrbeauftragter für Tanzgeschichte und Tanzpädagogik an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden lehrt er bereits seit einigen Jahren zu 95% im E-Learning Format. Eine Ballettklasse per Live Streaming zu unterrichten sei jedoch auch Neuland für ihn, aber der erste Testlauf aus dem eigenen Wohnzimmer verlief ausgesprochen gut, die Resonanz der Teilnehmer war sehr positiv, obwohl natürlich Nachbesserungsbedarf besteht.

Wie muss der Raum ausgeleuchtet sein? Wo muss man die Kamera positionieren? Wie verbessere ich die Qualität der Musikübertragung? Nicht nur das sind Fragen, die man sich bisher nicht stellen musste.

Das Digital Ballet Angebot bringt auch einige Vorteile, so Hecht. Der soziale Aspekt, doch noch als Gruppe zusammen Ballett zu trainieren in Zeiten von „Social Distancing“, ist ein wichtiger Bestandteil, denn obgleich kontaktlos, aber doch am sozialen Leben teilhaben zu können. Hecht spricht von einer „positiven Disziplin“ im Live Streaming, da alle Balletteleven sich auf die Übungen konzentrieren müssen, die per Video übertragen werden und somit nicht abgelenkt werden können. Im gleichen Zuge gibt es aber auch Korrekturen und Feedback für die Teilnehmer. Die Kamera sieht alles!

Für die nächsten Wochen plant Hecht nun eine sukzessive Umstellung der Kurse im Ballettförderzentrum auf „Digital Ballett“, zumindest solange, wie die Pandemie und die von der Bundesregierung angeordnete Kontaktsperre es erfordern. Jeder Kurs muss neu überdacht und die Lernziele didaktisch und pädagogisch reflektiert werden. Während für die erwachsenen Balletteleven und die größeren Schulkinder der Präsenzunterricht nahezu 1:1 übertragen werden kann, benötigt es für die jüngsten Ballettkinder eine innovative Lösung. Diesen Herausforderungen will er stellen, ist aber zuversichtlich, diese Hürden mit kreativen Wegen zu meistern.

Mit Blick auf Kollegen, denen fast alle Einnahmen wegbrechen und deren Auftritte ausnahmslos abgesagt werden, sagt er: „Für uns Künstler und Kreative ist die Corona-Krise eine Katastrophe.“ Das werde bei der aktuellen Diskussion um die vielen kleinen und größeren Unternehmen, die jetzt um ihre Existenz bangen, oft vergessen. Thom Hecht hat in den vergangenen Jahren mit viel Engagement sein Ballettförderzentrum hier am Riedberg aufgebaut und will auch mit ebenso viel Engagement und seinem digitalen Ballettunterricht der Krise trotzen. 

Fotos: Thom Hecht Ballettförderzentrum

Nach dem Motto „The show must go on!“ bietet Thom Hecht jetzt digitalen Ballettunterricht an
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Keine Kündigungen bei der Nassauischen Heimstätte

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW), die am Riedberg beispielsweise die „Riedbergwelle“ gebaut hat, zeigt sich vor dem Hintergrund der einschneidenden Maßnahmen im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie und der daraus folgenden Unsicherheit für Arbeitsplätze und die weitere wirtschaftliche Entwicklung solidarisch mit ihren Mietern. „Als Landesunternehmen mit überwiegend öffentlichem Auftrag haben wir eine Vorbildfunktion und eine besondere gesellschaftliche Verantwortung, der wir selbstverständlich auch in dieser schweren Zeit nachkommen wollen“, sagte der Leitende Geschäftsführer Dr. Thomas Hain. „Unser Ziel ist es, die durch die tiefen ökonomischen Einschnitte drohenden Folgen für unsere Mieter soweit wie möglich abzumildern.“

Hessens größtes Wohnungsunternehmen wird auf Kündigungen und Räumungen, die in Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Krise stehen, verzichten. Sollten Mieter ihre Wohnung bereits gekündigt haben und wegen der Corona-Krise nicht umziehen können, dürfen sie weiter in ihren Wohnungen verbleiben, sofern diese nicht bereits neu vermietet sind. Alle noch nicht ausgesprochenen Mieterhöhungen werden auf das vierte Quartal verschoben. Mieter, die aufgrund der aktuellen Situation Einkommensausfälle haben und Mietzahlungen nicht fristgerecht leisten können, werden gebeten, sich frühzeitig zu melden. „In Zusammenarbeit mit unseren Servicecentern wird dann eine individuelle Lösung erarbeitet“, führte Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer für Akquisition, Projektentwicklung und Immobilienmanagement, weiter aus. „Für unsere älteren Mieter, die zurzeit das Haus nicht verlassen können, stellt das Wohnserviceteam die Einkaufshilfe für die täglichen Besorgungen bei Bedarf und vorübergehend kostenfrei zur Verfügung. Damit nehmen wir ihnen gerade jetzt eine große Sorge“, so Westphal.Kunden, die die Einkaufshilfe benötigen, können montags und mittwochs telefonisch ihren Bedarf anmelden. In Frankfurt unter Telefon: 069/76061735 für alle anderen Orte, an denen Wohnserviceteams im Einsatz sind unter Telefon: 069/13817253.

Gewerblichen Mietern, die ganz besonders unter dem Wegfall ihrer Umsätze leiden und akute Zahlungsschwierigkeiten haben, stellt er darüber hinaus in Aussicht, die Miete gegen Nachweis des Verdienstausfalls zunächst für einen Monat zu erlassen. „Unsere Mieter, zu denen wir immer ein partnerschaftliches Verhältnis pflegen, können sicher sein, dass wir auch in dieser schwierigen Zeit für sie da sind. Niemand muss wegen der Corona-Pandemie um sein Zuhause fürchten oder sein Geschäft aufgeben.“

Damit agiert die NHW auf Augenhöhe mit dem am Montag vom Bundeskabinett gefassten Beschluss, die Kündigung von Mietern und kleinen Gewerbetreibenden auszuschließen, die wegen der Covid-19 Pandemie ihre Miete nicht zahlen können. Die betroffenen Wohnungsmieter müssen dem Vermieter ihre Corona-bedingten Einkommensverluste glaubhaft machen, sich um Gewährung staatlicher Unterstützung wie das Wohngeld bemühen und die Miete bis Ende Juni 2022 nachzahlen.

Darüber hinaus unterstützt die Unternehmensgruppe die Forderung des Deutschen Mieterbunds und des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, umgehend einen „Sicher-Wohnen-Fonds“ einzurichten, um den Fortbestand der Mietverhältnisse zu sichern.

Foto: Nassauische Heimstätte

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Polizei warnt vor Betrügern mit Corona-Masche

Die Polizei stellt aktuell fest, dass Betrüger auch in diesen Zeiten mit der Angst ihrer Opfer spielen und neue Betrugsmaschen in Zusammenhang mit der Corona-Epidemie erfinden. So wurden durch angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts Coronatests an der Haustür angeboten. Außerdem gaben angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts vor, den Bestand von Desinfektionsmitteln in der Wohnung überprüfen zu müssen. Doch weder handelt es sich um echte Coronatests, noch um tatsächliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts.

Darüber hinaus scheinen nun Dinge für Diebe von Interesse zu sein, die noch vor zwei Wochen keine Beachtung fanden. So entwendeten Unbekannte bei einem Einbruch in ein Restaurant in der Ottostraße neben Bargeld auch rund 20 Flaschen Desinfektionsmittel und mehrere Packungen Mundschutze.

Deshalb der Hinweis der Polizei: Von offizieller Stelle werden keine Coronatests an der Haustür durchgeführt oder angeboten. Das Gesundheitsamt kommt auch nicht nach Hause und überprüft vermeintliche Desinfektionsmittelbestände. Wer einen Betrug vermutet, sollte sich sofort an die Polizei (Notruf 110) wenden.

Insgesamt hält sich der Großteil der Frankfurter Bevölkerung an die Vorgaben. Die Beamten stellten aber auch Zuwiderhandlungen insbesondere auf Spielplätzen oder in Parkanlagen fest. Die Mehrzahl der betreffenden Bürgerinnen und Bürger zeigten sich einsichtig, nachdem sie durch die Beamten auf ihr Fehlverhalten hingewiesen worden waren. In einigen Fällen sprach die Polizei Platzverweise aus.

Die Frankfurter Polizei appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, zuhause zu bleiben und die Regelungen zum Kontaktverbot im öffentlichen Raum einzuhalten. „Gemeinsam können wir alle dazu beitragen, Leben zu retten.“

Information: Polizei Frankfurt

Foto: Archiv

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Stadt finanziert Corona-Test-Automaten

Corona Virus

Dem Antrag für einen Corona-Test-Vollautomaten, den das Institut für Medizinische Virologie des Universitätsklinikums an die Stadt Frankfurt stellte, kann entsprochen werden. Das teilten Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker sowie Gesundheitsdezernent Stefan Majer mit. Die Kosten zur Anschaffung eines Vollautomaten zur Erweiterung der Laborkapazitäten werden von der Stadt übernommen.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Doch dafür müssen wir gerade auch jene Frankfurterinnen und Frankfurter schützen, die sich für uns einsetzen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Polizei, der Feuerwehr und in den Krankenhäusern, die tagtäglich bei ihrer Arbeit besonders gefährdet sind, können mit Hilfe des Gerätes schnell, vollautomatisch und unkompliziert getestet werden“, sagte Becker. „Wir müssen gemeinsam alles Notwendige veranlassen, damit unser Gesundheitssystem dieser Pandemie standhält.“

„Wir sind froh, dass wir für das Uniklinikum schnell und unbürokratisch eine Erweiterung der Laborkapazitäten für die Testung von COVID-Infektionen gewährleisten konnten. Es ist dringend notwendig, dass die Proben aus den Testzentren schnell analysiert werden. Dem Institut für Virologie als Referenzzentrum kommt dabei eine besondere Rolle bei der Testung und wissenschaftlichen Analyse zu“, sagte Majer.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Frankfurt der Finanzierung eines Vollautomaten für PCR-Untersuchungen auf SARS-CoV-2 für das Medizinische Institut für Virologie am Uniklinikum zugestimmt hat. Im Rahmen der aktuellen Herausforderungen durch die SARS-CoV-2-Pandemie haben wir einen dringenden Bedarf zur Erweiterung unserer Kapazitäten der Testung sowie zum Ausschluss von COVID-Infektionen insbesondere bei Personen, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung notwendig sind. Wir hoffen, das Gerät möglichst schnell in Betrieb nehmen zu können“ sagte Prof. Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie des Universitätsklinikums Frankfurt.

Das Gerät, das die Tests vollautomatisch analysiert, kann nun vom Universitätsklinikum Frankfurt bestellt werden. Die Kosten trägt die Stadt Frankfurt.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: CDC on Unsplash

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ABG setzt Mieterhöhungen aus – Ratenzahlung möglich

„Die ABG Frankfurt Holding steht in dieser schweren Zeit an der Seite ihrer Mieterinnen und Mieter und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärte ABG Geschäftsführer Frank Junker zur aktuellen Corona-Krise. Die oberste Priorität sei jetzt, die von Bund, Ländern und Kommunen beschlossenen Maßnahmen umzusetzen und einzuhalten, um die Ausbreitung des Covid-19-Virus zu verlangsamen. Um Mieter und Mitarbeiter abzusichern und zu schützen, hat das Wohnungsunternehmen der Stadt Frankfurt am Main eine Reihe von Sofortmaßnahmen beschlossen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann, zugleich ABG-Aufsichtsratsvorsitzender, begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. „Es ist wichtig, dass die Mieter der ABG die Sicherheit haben, ihre Wohnung behalten zu können, sollte die Corona-Krise zu finanziellen Engpässen führen. Ebenso wichtig ist es, dass das Kleingewerbe und die mittelständische Wirtschaft unterstützt werden. Die ABG zeigt: Frankfurt hält zusammen!“

Mietersprechstunden wurden ausgesetzt – Kontakte jetzt telefonisch und online

Bis auf weiteres finden in den Service-Centern der ABG keine Mietersprechstunden statt. Damit sollen die Übertragungsmöglichkeiten des Corona-Virus minimiert werden. Ein Teil der Mitarbeiter der ABG arbeitet deshalb vom Home-Office aus. Die Arbeitszeiten wurden flexibel gestaltet, um die Zahl der Begegnungen am Arbeitsplatz zu minimieren und Eltern die Betreuung ihrer Kinder zu ermöglichen. Es gelten strenge Schutzmaßnahmen. Ein Krisenstab koordiniert alle Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise. Die Mietparteien und die Geschäftspartner erreichen das Unternehmen telefonisch oder per E-Mail.

Mieterhöhungen sind ausgesetzt

Die ABG verzichtet bis auf weiteres auf Mietanpassungen an die ortsübliche Vergleichsmiete (§558 BBG). Damit möchte das Unternehmen seine Kunden entlasten und ein Zeichen für seine gesellschaftliche Verantwortung setzen.

Keine Kündigungen oder Räumungen von Wohnungen – Ratenzahlungen bei Mietrückstand

Solange diese Krise anhält wird die ABG keine Zahlungs- oder Räumungsklagen beauftragen. Mit Mietparteien, die aufgrund der Corona-Krise mit ihren Mietzahlungen in Rückstand geraten, wird das Unternehmen individuelle Ratenzahlungsvereinbarungen abschließen. Damit diese Maßnahmen schnell greifen können, bittet die Geschäftsführung darum, dass betroffene Mieter möglichst frühzeitig Kontakt aufnehmen. Außerdem können Mieter, die ihre Wohnung gekündigt haben, diese Kündigung wieder rückgängig machen, wenn ein Umzug derzeit nicht möglich ist. Dies gilt jedoch nur, wenn die Wohnung nicht bereits wieder vermietet wurde.

Hilfe für Gewerbemieter und Kleinunternehmer

Gerade bei kleinen Gewerbetreibenden brechen derzeit die Einnahmen weg. Die ABG unterstützt deshalb ihre Gewerbemieter mit kulanten Stundungsregelungen und individuellen Entlastungsangeboten. Auch hier werden betroffene Mieter gebeten, schnellstmöglich Kontakt aufzunehmen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: ABG

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