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Cocktail-Genuss für zu Hause

Silvester mit den leckersten Cocktails der Stadt anstoßen? Das ist jetzt dank eines Unternehmens aus Heddernheim auch zu Hause möglich. Muddler MD bieten hochwertige, handgemachte Cocktails in schicken Flaschen an und betreiben ebenso einen Lieferdienst in Frankfurt. 

Die Gründerin von Muddler MD, Doris Berberich, ist seit über elf Jahren in der Musikbranche tätig und hat auf unzähligen Events, in VIP-Bereichen, Hotels und Lounges auf der ganzen Welt Cocktails probiert, doch die Qualität „reichte leider selten an die einer gehobenen Cocktailbar heran“. Sie hat sich schon immer einen guten Cocktail in der Flasche gewünscht, der mit hochwertigen Zutaten, mit Liebe und Professionalität handgemixt ist. Wie in einer sehr guten Bar eben.

Als leidenschaftliche Cocktailgenießerin hat sie Malwin Hillier und Torsten Martini, die Betreiber der „Marmion“ Bar im Frankfurter Ostend kennengelernt. Und eine geniale Zusammenarbeit begann! Die Cocktails von Muddler MD werden vom Marmion-Team hergestellt und es gibt sie sowohl für den Privatkunden als auch B2B für VIP-Bereiche, Hotels und Events.

Lieferdienst am Wochenende

Der besondere Service: In Frankfurt gibt es am Wochenende einen Lieferdienst. Innerhalb von einer Stunde nach der Bestellung werden die Cocktails von einem „Genussboten“ eisgekühlt direkt vor die Haustür gebracht. In ganz Deutschland und bald auch in anderen Europäischen Ländern gibt es Paketlieferung, bestellt wird im neuen Online-Shop. „Jetzt kann ich endlich am Main sitzen oder im Taunus in die Ferne schauen oder am Flughafen die Flugzeuge starten und landen sehen, und dabei einen ausgezeichneten Cocktail genießen. Nur deshalb mache ich das“, sagt Doris Berberich und lacht.

Dabei achtet sie auf jedes Detail. Das Design der Flaschen wurde von zwei Designern entworfen, alle Zutaten sind genau aufgelistet. Qualität, Genuss, Transparenz und Nachhaltigkeit sind entscheidend. Das Unternehmen hat seinen Sitz im Zeilweg, nur wenige Minuten vom Riedberg entfernt.

Noch eine kleine Cocktail-Nachhilfe zum Frankfurter Cocktail-Genuss-Unternehmen gefällig? In einer Bar werden Stößel („muddler“) bei der Zubereitung von Cocktails eingesetzt, um Früchte, Kräuter oder Gewürze zu zerdrücken und so den darin enthaltenen Saft und die ätherischen Öle beispielsweise von Zitronenschalen oder Minze freizusetzen.

Weitere Informationen zum Unternehmen und Online-Shop unter www.muddler-md.com

Fotos: Muddler MD

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Das große Stadtgeläute online erleben

Am heutigen Heiligabend um 17 Uhr wäre es wieder soweit: Viermal im Jahr erklingt das „Große Frankfurter Stadtgeläute“. Coronabedingt bleiben die Glocken der Innenstadtkirchen in diesem Jahr leider stumm. Doch diese besondere Frankfurter Tradition kann online von zuhause erlebt werden.

Auf der Internetseite der Stadt Frankfurt www.frankfurt.de wie auch auf der Facebook-Seite der Stadt wird das Große Stadtgeläut an Heiligabend, wie es Tradition ist, von 17.00 bis 17.30 Uhr erklingen. Neben dem Online-Stream wird es auch bei Radio Frankfurt und hr1 zu hören sein.

Vor den großen Kirchenfesten vereinen sich die 50 Glocken aller zehn Innenstadtkirchen zu einem halbstündigen, einzigartigen Konzert. Den Auftakt macht die Paulskirche, es folgen weitere Innenstadtkirchen. Schlussendlich erklingt auch das Geläut des Kaiserdoms mit der „Gloriosa“, mit fast 12.000 Kilogramm die zweitgrößte Glocke Deutschlands.

Die heutige Komposition geht auf den Glockensachverständigen Professor Paul Smets zurück, der das Geläut 1954 komponiert hat. Das erste Geläut aller Frankfurter Glocken geht aber auf das Jahr 1347 zurück. Den Auftakt macht die Bürgerglocke der Paulskirche. Es schließen sich die anderen fünf Glocken der Paulskirche an. Anschließend folgen die vier Glocken der Katharinenkirche an der Hauptwache, daraufhin stimmen die fünf Glocken der Liebfrauenkirche ein. Nördlich der Liebfrauchenkirche erklingen nun die vier Glocken der Peterskirche sowie die drei Glocken des Dominikanerklosters. Mit ihren sechs Glocken fügt sich die Leonhardskirche am Main ein sowie die vier Glocken vom Kamiliterkloster, die auch zum Großen Stadtgeläut gehören.

Die vier Glocken der Alten Nikolaikirche am Römerberg vervollständigen die Komposition, bevor die südlichste und auf der anderen Mainseite gelegene Dreikönigskirche ins Stadtgeläut mit ihren fünf Glocken einsetzt. Zum Höhepunkt folgen die neun Glocken des Kaiserdoms. Unter ihnen die Gloriosa, die bekannteste Glocke Frankfurts. Sie ist über zweieinhalb Meter hoch und breit und mit 11.950 Kilogramm das Schwergewicht unter den Glocken der Frankfurter Innenstadtkirchen sowie die zweischwerste Bronzeglocke Deutschlands. Insgesamt wiegen die 50 Glocken der zehn Innenstadtkirchen gemeinsam 64.804 Kilogramm.

Foto: Archiv

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MAINRiedberg wünscht frohe Weihnachten

Liebe Leserinnen und Leser von MAINRiedberg,

auch wenn in diesem denkwürdigen Jahr 2020 alles anders ist, hoffen wir, dass Sie sich trotzdem auf Weihnachten freuen und mit den Menschen, die Ihnen besonders nahe stehen, eine ruhige und gemütliche Zeit verbringen. ⭐️

Es ist zwar kein Weihnachten, wie wir es gewohnt sind. Aber vielleicht ermöglichen uns diese außergewöhnlichen Umstände auch, eine Auszeit von der sonst hektischen Vorweihnachtszeit zu nehmen und uns auf das zu konzentrieren, was uns besonders am Herzen liegt. Dabei auch die Menschen nicht zu vergessen, die besonders mit den aktuellen Bedingungen zu kämpfen haben. Finanziell, gesundheitlich und emotional. Ob bei der Arbeit oder im allerengsten Familienkreis.

Weihnachten ist kein Wirtschaftszweig und viel mehr als eine Tradition. Weihnachten ist für Millionen Menschen das schönste und wichtigste Fest im Jahr, mit einer ganz besonderen Botschaft, mit Verbundenheit und Offenheit. Und hoffentlich auch 2020 ein positives Signal in Richtung Zukunft.

Wir wünschen Ihnen ein wunderschönes Fest und vor allem Glück und Gesundheit.

Wir freuen uns schon darauf, mit Ihnen gemeinsam in ein hoffentlich besseres Jahr 2021 zu starten. Mit tagesaktuellen Nachrichten und Hintergrundberichten über den – für uns – schönsten Stadtteil Frankfurts und inzwischen auch weit darüber hinaus. Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Herzensprojekt MAINRiedberg, für Ihr Feedback und Ihre Treue!

Ihr MAINRiedberg-Team

Foto: MAINRiedberg

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Lichtblick beim Thema Ärzte-Versorgung

Stethoskop

Es sind die ersten positiven Nachrichten seit der Schließung des Fachärztezentrums Riedberg und der wachsenden Sorge um die Ärzte-Versorgung im Stadtteil: Ein bisheriger FÄZ-Kinderarzt eröffnet eine eigene Praxis im Mertonviertel. Eine Gynäkologin wird ab Mitte Januar wieder am Riedbergplatz praktizieren.

Für viele Patientinnen und Patienten war es ein Schock, als die städtische FÄZ Frankfurt GmbH zum 30. September ihr Ärztezentrum am Riedberg mit den Bereichen Gynäkologie, Kinderheilkunde, Neurologie und Psychiatrie schloss. Man plane „eine strategischen Neuausrichtung“ der Standorte, hieß es damals als Begründung. 

Kritik an dieser abrupten und schwer nachvollziehbaren Entscheidung wurde im Stadtteil laut, verstärkt im Ortsbeirat und darüber hinaus, wie MAINRiedberg ausführlich berichtete. Auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen sprach man hinter vorgehaltener Hand davon, dass in puncto Riedberg „ordentlich Druck im Kessel“ sei. Jetzt gibt es eine neue Geschäftsführung in der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, zu der das Nordwest-Krankenhaus und die FÄZ Frankfurt GmbH gehören und in deren Vorstand der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer ist. Und plötzlich scheint ein Umdenken stattzufinden. „Wichtig ist, dass die fachärztliche Versorgung am Standort Riedberg weiter gewährleistet ist“, erklärt Unternehmenssprecherin Brigitte Ziegelmayer auf Anfrage. Deshalb sollen jetzt Ärzte „in Eigenregie“ übernehmen. Als Untermieter des bisherigen Betreibers, denn der Mietvertrag läuft trotz der Schließung des Fachärztezentrums ja noch weiter.

Neue Gynäkologie-Praxis am Riedbergzentrum

Fest steht inzwischen, dass die Gynäkologin Caroline Gatzka, die früher schon am Riedberg tätig war, in den alten Räumen eine neue Praxis eröffnet. Die Umbauarbeiten laufen bereits, als Eröffnungstermin ist Mitte Januar avisiert. Die Psychotherapeutin Christina Kengne-Meuschel arbeitet weiterhin am Riedbergplatz, allerdings selbstständig. Es soll auch wie bisher einen gemeinsamen Empfangsbereich für alle Patientinnen und Patienten geben.

Aber es ist noch nicht bekannt, welche Fachärzte noch an den Riedbergplatz ziehen könnten. Interessenten haben bisher auch die hohen Mietkosten als Problem bezeichnet. 

Kinderarzt eröffnet heute Praxis im Mertonviertel

Unter anderem deshalb hat sich der bisherige FÄZ-Kinderarzt Dominik Dunsch dazu entschieden, sich mit einer Praxis im Mertonviertel selbstständig zu machen. Am heutigen 22. Dezember war die Eröffnung in den Räumen in der Lurgiallee 6 – 8, in der Merton-Passage. Dunsch hatte immer betont, dass er während der vier Jahre am Riedberg eine enge Verbindung zu seinen kleinen Patienten aufgebaut habe und umso mehr freue es ihn, dass es nur wenige Minuten davon praktizieren wird. „Da wir zunächst zu zweit, also eine Medizinische Fachangestellte und ein Arzt, starten, werden wir telefonisch nur eingeschränkt zu erreichen sein“, erklärt Dunsch. Termine könnten zunächst am besten per Email oder über das Kontaktformular der Homepage vereinbart werden.

Im Mertonviertel praktiziert ebenfalls der Kinder- und Jugendarzt Stefan Behr, der schon seit Jahren auf den Mangel an Kinderärzten in den nördlichen Stadtteilen hinweist. Allein am Riedberg leben inzwischen rund 4500 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Aktuell gibt es keinen einzigen Kinderarzt im Stadtteil, aber zwei Praxen sind jetzt zumindest in wenigen Minuten erreichbar.

Einen ausführlichen Bericht zur Fachärzte-Versorgung im Stadtteil lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe von MAINRiedberg. Weitere Informationen unter https://main-riedberg.de/neu-die-aktuelle-mainriedberg-6/

Foto: Hush Naidoo on Unsplash

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Sonderregeln für Mieter mit Corona-Einbußen

In der Aufsichtsratssitzung der ABG FRANKFURT HOLDING wurde der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr beschlossen und so nicht zuletzt die Grundlage für viele soziale Wohnbauprojekte gelegt. Die Frankfurter Wohnbaugesellschaft ist damit für das kommende Jahr auch unter den anhaltenden Bedingungen der Pandemie gut gerüstet.

Gesellschafter und Geschäftsführung einigten sich darüber hinaus darauf, Mieter und Mieterinnen, die pandemiebedingt in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, individuell zu unterstützen. Für Härtefälle, die nicht auf die engmaschige Unterstützung des Sozialstaats oder Wohngeld zurückgreifen können, aber glaubhaft machen können, dass ihre pandemiebedingte wirtschaftliche Situation zu Einkommensverlusten führt, soll eine bedarfsgerechte Individuallösung gefunden werden.

Das kann im Falle einer bereits ausgesprochenen Mieterhöhung beispielsweise Stundung, Aussetzung und gegebenenfalls Rückzahlung der Mieterhöhung bedeuten. Die Mieter werden seitens der ABG entsprechend informiert und beraten.

Die Vertreter des Gesellschafters zeigen sich über dieses Vorgehen erfreut. Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister und Stadtkämmerer Becker und Planungsdezernent Mike Josef begrüßten die Einigung und sprachen von einem guten Kompromiss und einer fairen Lösung.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Maria Ziegler on Unsplash

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Klimawandel: Schaffen wir noch das 2-Grad-Ziel?

Klimawandel

Ist es noch realistisch, dass wir die Pariser Klima-Ziele erreichen und die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius begrenzen? In der aktuellen Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ vertreten der „Klima-Optimist“ Prof. Joachim Curtius, Atmosphärenforscher der Goethe-Universität am Campus Riedberg, und der Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Prof. Volker Mosbrugger, zwei unterschiedliche Standpunkte.

Seit 30 Jahren steht der Klimawandel auf der Agenda der Weltpolitik, und seit 1960 steigt die atmosphärische CO2-Konzentration kontinuierlich stark an. „Man erkennt keinerlei Trendwechsel als Folge etwa der Reports des Weltklimarats IPCC oder der internationalen Klimakonferenzen in Kopenhagen oder Paris“, meint der Senckenberg-Generaldirektor Prof. Volker Mosbrugger im Wissenschaftsmagazin „Forschung Frankfurt“. Es gebe „unendlich vielen Zielkonflikte“, etwa dass Biodiesel zwar gut für den Klimaschutz, aber schädlich für die Biodiversität sei. Wer beim Klimaschutz vorangehe, hätte zunächst einmal Nachteile, und zudem würde das Zuviel an Treibhausgasemissionen von weniger als der Hälfte der Weltbevölkerung verursacht. Volker Mosbrugger sieht dennoch größten Handlungsbedarf, der sich jedoch über die Reduktion der Treibhausgasemissionen hinaus auch auf Anpassungsmaßnahmen erstrecken sollte.

Der „Klima-Optimist“ Prof. Joachim Curtius vom Institut für Atmosphäre und Umwelt der Goethe-Universität ist dagegen fest überzeugt: „Wir können es schaffen!“ Er verweist auf erste Erfolge bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen und die ehrgeizigen Ziele selbst von Schwellenländern wie China. „Das Thema wird nun in allen Schichten der Gesellschaft ernst genommen, nicht nur unter Experten und Umweltaktivisten“, meint der Atmosphärenforscher. Dazu würde auch beitragen, dass die lang vorhergesagten Folgen des Klimawandels bereits spürbar seien. Zudem gäbe es mittlerweile Instrumente wie CO2-Preissysteme, Alternativen zu Kohlekraftwerken und Nachhaltigkeitskonzepte für Verkehr und Landwirtschaft. Joachim Curtius: „Es liegt immer noch ein weiter Weg vor uns und riesige Anstrengungen sind notwendig.“ Daher plädiert er für einen realistischen Optimismus: „Nur mit Optimismus werden wir alle die Tatkraft und den inneren Antrieb aufbringen, allen Barrieren, Sachzwängen, Gewohnheiten, Bequemlichkeiten und inneren Schweinehunden zum Trotz, schnell genug umzusteuern.“

In weiteren Beiträge der aktuellen Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Goethe-Universität über ihre Forschungsprojekte rund um den Klimawandel, wie zum Beispiel die knappe Ressource Wasser bereits heute als Waffe in Konflikten eingesetzt wird, wie der Klimawandel zum dramatischen Artenschwund beiträgt oder wie Klimamodelle von Warmzeiten der Erdgeschichte präzisere Voraussagen unserer Klimazukunft erlauben.

Ein ausführliches Interview mit dem Naturforscher und Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe von MAINRiedberg. Weitere Informationen unter https://main-riedberg.de/neu-die-aktuelle-mainriedberg-6/

Symbolbild: Melissa Bradley on Unsplash

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SC Riedberg kickt online im DFB-Pokal

Der SC Riedberg kickt heute und morgen im DFB-Pokal – allerdings in der eSports-Variante. Am Montag startet dann auch ein vereinsinternes FIFA 20-Turnier, um auch während des Lockdown in Verbindung zu bleiben. 

„Wir spielen im DFB Pokal!“ Mit diesem Satz beginnt die Info des SCR. Dann aber wird gleich erklärt, dass es sich natürlich Corona-bedingt um die elektronische Variante, den ePokal, handelt. Da ist der SC Riedberg mit zwei Teams dabei. Ziel ist es, in die erste Hauptrunde einzuziehen. Gespielt wird am heutigen Samstag und morgen, Sonntag, jeweils ab 12 Uhr. Live zu sehen unter https://dfb-efootball.de/tournaments sowie im Stream auf der gleichen Seite.

Sollten die Jungs die Qualifikation überstehen, können sie, wie im richtigen DFB-Pokal, in der nächsten Runde auf die Profimannschaften der echten Bundesligamannschaften wie etwa Eintracht Frankfurt treffen. Die Aktion ist Teil der neu gestarteten eSports-Aktivitäten beim SC Riedberg. In Zeiten von Lockdown und Trainingsverboten, „bietet das Spielen an der Konsole die einzige Möglichkeit Vereinsleben und Wettkampf zu erleben“, heißt es beim SCR. Entstanden ist die Aktion auf Initiative von Allan France, der selbst an der Xbox begeistert FIFA spielt. Im Team vertreten ist auch Silvio Fiedler, der bereits in der Weltrangliste geführt wird.

Parallel zur Teilnahme am DFB ePokal startet ab Montag ein vereinsinternes FIFA 20 Lockdown-Turnier. Anmelden können sich Vereinsmitglieder, ob jung oder alt, über die Mailadresse esports@scriedberg.de.

Symbolbild:  Emmanuel on Unsplash

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Verlorene Zeit der Corona-Jugend?

Teenager mit Schulbüchern

Die Erfahrungen der Corona-Pandemie machen jungen Menschen Angst vor der Zukunft. Vor allem junge Erwachsene, die die Schule abgeschlossen haben und nun an der Schwelle zur Berufsausbildung oder zum Studium stehen, sorgen sich um die langfristigen, auch ökonomischen Folgen der Pandemie.

Nahezu die Hälfte aller Jugendlichen äußert dies im Rahmen der im Dezember veröffentlichten, zweiten bundesweiten Online-Befragung „JuCo2“: Mehr als 7.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 30 Jahren gaben Auskunft darüber, welche Konsequenzen die Pandemie für ihren Alltag hat und mit welchen Sorgen sie auf ihr persönliches Leben und die gesellschaftliche Entwicklung blicken. Durchgeführt wurde die Umfrage von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Forschungsverbunds „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ der Goethe-Universität Frankfurt und Stiftung Universität Hildesheim.

Anders als bei der ersten Online-Befragung im Frühjahr 2020 beteiligten sich an der Befragung mehr junge Menschen in einer biographischen Übergangssituation: Etwa zwei Drittel der Befragten besuchten zum Zeitpunkt der Befra­gung nicht die Schule, befanden sich in Ausbildung oder im Studium. Rund 10 Prozent der Befragten waren in Freiwilli­gendiensten aktiv. Ein Drittel der jungen Menschen gab an, sich in der Pandemie einsam und belastet zu fühlen; rund 80 Prozent betonen, wie sehr ihnen der Ausgleich zum Lernen durch soziale Kontakte und Freizeitaktivitäten fehle. Auch sprechen sie ihre Ängste vor einer Zukunft ohne Nebenjobs und finanzielle Unterstützung im Studium an.

Das Lernen zuhause ist „unheimlich schwergefallen“

In 1.400 Kommentaren nehmen die Jugendlichen die Gelegenheit wahr, sich mitzuteilen: Manche empfinden das Jahr 2020 als Zeitverschwendung, als ein Jahr im Wartezustand; andere schreiben vom Lernen allein zu Hause, das ihnen „unglaublich schwergefallen“ sei; von belastenden psychischen Problemen in der Familie; wie „emotional ermüdend“ es sei, sich in der Schule ohne ausreichend Abstand unter Vielen bewegen und dabei konzentriert für die nächste Klassenarbeit lernen zu müssen; wie einsam sie ohne ihre Freunde seien und „ohne alles, was Spaß macht“. „Unter diesen Bedingungen den Schulabschluss zu machen, war echt unfassbar hart für mich.“

Ja zu den Corona-Einschränkungen – aber mehr Mitsprache

Die Studie macht deutlich: Die geäußerten Ängste führen aber keineswegs dazu, dass die Jugendlichen die Maßnahmen zum Infektionsschutz mehrheitlich ablehnen und nicht bereit sind, sich daran zu halten. Im Gegenteil: Nur zehn Prozent der jungen Menschen äußern Zweifel an den Einschränkungen, mehr als zwei Drittel hält sie für sinnvoll und folgt ihnen. Allerdings wünschen sich die jungen Erwachsenen, dass von ihnen nicht nur erwartet wird, sich zu qualifizieren. Sie fordern auch, dass ihre Bedürfnisse bei politischen Maßnahmen gesehen werden und sie bei der Gestaltung miteinbezogen werden. Fast 65 Prozent der Jugendlichen haben eher nicht oder gar nicht den Eindruck, dass die Sorgen junger Menschen in der Politik gehört werden.

Die Jugendlichen haben nämlich – auch das zeigt die Befragung – nicht nur ihre eigene Lebenssituation im Blick: Sie machen sich ebenso Gedanken über die globalen Folgen der Pandemie für die Gesellschaft. Einige berichten aber auch davon, mehr sozialen Zusammenhalt zu erleben und sich bewusst zu werden, wie wichtig Zuwendung für ihre soziale und emotionale Entwicklung sowie ihr Wohlbefinden sei.

Gibt es eine „Corona-Jugend“?

„Für manche Jugendliche ist das Verwiesen-Sein auf die Familie und den häuslichen Raum ein Geschenk“, sagt Prof. Dr. Sabine Andresen, Familienforscherin an der Goethe-Universität. „Für andere kann die Situation aber sehr belastend sein, vor allem wenn auch für die Eltern das soziale Umfeld wegfällt und Unterstützungsnetzwerke nicht mehr wie bisher funktionieren“.

Die Rede von der „Coro­na-Jugend“, für die die Pandemie zu einer „prägenden Erfahrung für die ganze junge Generation“ werden könnte, lehnen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Studie jedoch vehement ab. 

Dem Team des Forschungsverbunds „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ gehören Prof. Dr. Sabine Andresen und Johanna Wilmes vom Institut für Sozialpädagogik und Familienforschung an der Goethe-Universität an sowie Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Dr. Tanja Rusack, Dr. Severine Thomas, Anna Lips und Lea Heyer vom Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: Element5 digital/ Unsplash

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Physiker entwickeln Forscher-Boxen für Kinder

Das ist nicht nur eine tolle Geschenkidee zu Weihnachten: Wissenschaftler aus dem Stadtteil haben in ihrem Start-up Forscher-Boxen für Kinder entwickelt. 

Null Bock auf Naturwissenschaften? Das kann nicht sein! Physiker Sascha Vogel, der mehr als 20 Jahre an der Goethe-Universität arbeitete, ist überzeugt davon, dass er jede und jeden dafür begeistern kann – und das (fast) von Anfang an. Vogel hatte schon vor Jahren nebenbei sein Bühnenprogramm „Physik in Hollywood“ gestartet und sich Anfang 2020 dann selbstständig gemacht. „Die Idee war ganz einfach: Als Team von jungen und motivierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wollten wir unsere Begeisterung für die Wunder der Wissenschaft in die Welt tragen“, erklärt der Kalbacher. Das Ziel: Aufräumen mit dem verstaubten Image von langweiligen Formeln und grauhaarigen Wissenschaftlern.

Die „science birds“ starten Anfang 2020 – dann kommt Corona

Sie nennen ihr Start-up passenderweise „science birds“ , das Ziel sind Wissenschaft-Kommunikation, Vorträge, Coaching, Forscherwerkstätten. Doch dann kommt Corona. „Nach ein paar Minuten Trübsal blasen und kurzem Blick auf das, was wir für die Forscher-Werkstätten so an Material hatten, kam die Idee der Forscher-Boxen auf“, so Vogel. 5 Experimente, die Kinder zuhause während des Lockdown machen können. Spaß haben, ein bisschen was über Wissenschaft lernen und den Eltern eine kurze Ruhepause gönnen. Zwei Tage später war der Online-Shop geschaltet und drei Tag später verkauften sich die ersten Boxen.

Inzwischen gibt es vier Boxen für verschiedene Altersstufen und drei weitere sind fast fertig. Auch Boxen für Erwachsene sind geplant. Die Forscher-Boxen sind mittlerweile mehr als eine Corona-Hilfsmaßnahme und sollen auch künftig etablierter Teil der science birds bleiben.

Weihnachts-Bestellungen für Riedberg & Kalbach bis 22. Dezember

Auch der erneute Lockdown ist in puncto Forscher-Boxen kein Problem. Bestellt wird im Online-Shop „und wir schicken die Boxen am gleichen Tag noch raus“, erklärt Sascha Vogel. „Am Riedberg machen wir am 22. Dezember bei Bedarf noch eine spontane Runde selbst. Dann kommt auch das, was am 22. bestellt wird, auf jeden Fall noch vor Weihnachten an.“

Übrigens: Die allererste Forscher-Box ging damals sogar an den Riedberg und wurde Express per Kinderwagen selbst ausgeliefert…

Vielen Dank nochmals, dass die science birds uns zwei Forscher-Boxen für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt haben. Wir hatten beim Erscheinen des Artikels gestern gesagt: Wer zuerst mailt, gewinnt! Und binnen kürzester Zeit waren eine „Forscherbox CURIE für Kinder von 4-7“ sowie eine „Forscherbox EINSTEIN für Kinder von 8-11“ vergeben. Wir werden die Gewinner*innen umgehend informieren.

Weitere informationen zu den neuen Forscher-Boxen unter sciencebirds.shop sowie unter sciencebirds.de über das, was die science birds „sonst noch machen“

Foto: MAINRiedberg 

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Tennishalle in Kalbach in den Ferien geöffnet

In den Weihnachtsferien sind vier Frankfurter Sportanlagen für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Dazu zählen die Sportanlage Bockenheim, die Sportanlage Babenhäuser Landstraße in Sachsenhausen, die Sportanlage Hahnstraße (ohne Laufbahn) in Niederrad und der Sportpark Preungesheim (nur Außengelände). Die Anlagen öffnen täglich von 9 bis 16 Uhr und bleiben lediglich am 24./25./26. Dezember sowie am 31. Dezember diesen Jahres und am 1. Januar geschlossen.

Die Tennishalle im Sportzentrum Frankfurt-Kalbach ist täglich (außer am 24. und 31. Dezember) von 8 bis 22 Uhr geöffnet. Einzelne Platzbuchungen sind nach Anfrage per E-Mail an ffm.sportzentrum.kalbach-info@stadt-frankfurt.de möglich.

„Trotz der aktuell starken Einschränkungen ist es mir wichtig, einige Sportanlagen in den Winterferien für die Bürger öffnen zu können und somit Sport und Bewegung zu ermöglichen“, sagt Sportdezernent Markus Frank. Die Nutzung kann nur im Rahmen der aktuell geltenden Auslegungshinweise der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung mit Stand vom 16. Dezember erfolgen. Demnach kann Freizeit- und Amateursport auf Sportanlagen lediglich allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand stattfinden.

Foto:  Ben Hershey on Unsplash

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