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Mehr als 20.000 Einwohner in Riedberg & Kalbach

Zum Stichtag 30. Juni waren insgesamt 744.115 Frankfurterinnen und Frankfurter im Melderegister mit Hauptwohnung gemeldet, 523.539 sind Deutsche und 220.576 besitzen eine andere Staatsangehörigkeit. Mit einem Zuwachs um 3022 Neu-Frankfurterinnen und -Frankfurter hat sich das seit Anfang 2002 ununterbrochene Bevölkerungswachstum also weiter fortgesetzt.

Das stärkste Bevölkerungswachstum war im Gallus (+553/+1,4 %) zu verzeichnen, gefolgt von Kalbach-Riedberg (+522/+2,6 %) und Bockenheim (+482/+1,2 %). Insgesamt 18 Stadtteile sind kleiner geworden. In Preungesheim (-107/-0,7 %), in Eckenheim (-86/-0,6 %) und im Bahnhofsviertel (-76/-2,0 %) fällt der Bevölkerungsrückgang am stärksten aus.

Präzise lauten die Zahlen für Riedberg und Kalbach: Ende Juni lebten hier erstmals mehr als 20.000 Menschen – exakt 20.410. Davon sind 10.352 weiblichen und 10 058 männlichen Geschlechts. 4 614 Frauen und Männer haben keinen deutschen Pass, 3 010 kommen aus Nicht-EU-Staaten.

Am Riedberg haben wir im vergangenen Jahr die 13.000-Einwohner-Schwelle „geknackt“ – bald werden mehr als 14.000 Menschen hier leben. Nach Abschluss der Bauarbeiten 2024 geht man von mehr als 16.000 Einwohnern aus.

Informationen & Grafik: Stadt Frankfurt

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Frankfurt feiert das größte Kulturevent Europas

Jedes Jahr aufs Neue steht ein einmaliger Mix aus Kultur, Musik und Unterhaltung am letzten August-Wochenende am Mainufer im Mittelpunkt. Frankfurt feiert mit rund 1,5 Millionen Besuchern an drei Tagen sein Museumsufer. Bei diesem Andrang wäre die Commerzbank Arena rund 29 mal ausverkauft. Das Fest hat sich als eines der größten Kulturevents Europas etabliert.

2018 ist Georgien Gastland des Museumsuferfestes. Als Ehrengast der Buchmesse präsentiert das Land am Kaukasus den Besuchern seine Kultur und Geschichte.

Am Fest nehmen 23 Museen teil und es gibt 16 Musikbühnen. Das Museumuferfest erstreckt sich auf vier Kilometer Mainufer. Am Schaumainkai und am südlichen Ufer entlang werden Kultur, Musik und Kulinarisches geboten, auf der Nordseite wird das Ufer zu einem großen Festgelände.

Von Tango-Argentino-Schnupperkurs über Karaoke oder eine Domführung bis hin zu einem Kinderprogramm des Abenteuer-Spielplatzes Riederwald ist für jeden Besucher etwas dabei. Mit dem Museumsufer-Button für sieben Euro haben Besucher freien Eintritt in allen teilnehmenden Museen. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren benötigen keinen Button.

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat das Fest am Freitag um 18 auf der Georgien-Bühne am Untermainkai zwischen Holbeinsteg und Untermainbrücke eröffnen.

Tolle Mitmachangebote in den Museen

Interessant für kleine und größere Riedberger: Bis Sonntag wird noch die Ausstellung „WOW! Das Beste aus 45 Jahren Kindermuseum“ des Jungen Museums zu sehen sein. In vielen Museen gibt es wieder tolle Mitmachangebote. Eine kleine Auswahl: Im Liebieghaus können Familien mit Kindern gleich an drei Workshops teilnehmen: Bildhauerei, Arbeiten mit Ton oder ein Experimentierworkshop zum Thema Maschinenmenschen und Traumwesen.

Das Goethe-Haus lädt zur Kreativwerkstatt „Romantik ist …“:  Besucher können erleben, wie Deutschlands bekanntester Dichter seine Kindheit und Jugend in Frankfurt verbrachte. Romantik-Quiz und Kreativ-Werkstätten stimmen dort auch gleich auf das Deutsche Romantik-Museum ein, das gerade noch entsteht.

Beim Museumsuferfest können Besucher auch auf echten antiken Scherben schreiben. Dazu hat das Bibelhaus „Abfall“-Scherben der israelisch-amerikanischen Grabungen am Tel Keisan organisiert. Sie stammen aus einer eisenzeitlichen Schicht, etwa 700 vor Christus.

Wer braucht schon eine Kamera, wenn er stattdessen eine glitschige Flüssigkeit benutzen kann!? Was es damit auf sich hat, erklärt der Kunstverein in einem Workshop für Kinder ab acht Jahren und Erwachsene.

Mit der U8 zum Mueumsuferfest – und nachts zurück

Das Fest ist mit acht S-Bahn-Linien, acht U-Bahn-Linien und sieben Straßenbahnlinien und vielen Buslinien bestens zu erreichen. Die U-Bahnen fahren mit mehr Wagen und abends deutlich öfter: Freitag- und Samstagnacht bis circa 2 Uhr, am Sonntag endet der Betrieb gegen 1 Uhr: Die U1, U2 und U8 fahren bis circa 1 Uhr jeweils alle 15 Minuten (bis Heddernheim also alle 5 Minuten), danach bis circa 2 Uhr alle 30 Minuten. Die U3 verkehrt an diesem Wochenende aufgrund von Gleisbauarbeiten nicht. Die U4 fährt zwischen Bockenheimer Warte und Seckbacher Landstraße bis circa 1 Uhr alle 7 bis 8 Minuten und danach bis circa 2 Uhr alle 15 Minuten. Die U6 verkehrt planmäßig bis circa 0.30 Uhr im 15-Minuten-Takt, danach alle 30 Minuten bis circa 2 Uhr. Die U5 und U7 fahren bis circa 2 Uhr alle 15 Minuten.

Der RMV empfiehlt für die Fahrt zum Fest die RMV-Tageskarte. Schon ab zwei Personen ist sie günstiger als Einzelfahrkarten. Besonders nach dem Abschlussfeuerwerk lassen sich so Wartezeiten am Fahrkartenautomaten vermeiden. Mit dem RMV-HandyTicket kommen Fahrgäste sogar ganz ohne Wartezeit an die Fahrkarte. Als weiteres Plus bietet der RMV noch bis zur Nacht vom 22. auf 23. September 40 Prozent Nachtschwärmer-Rabatt beim Kauf von Tages- oder Gruppentageskarten als RMV-HandyTicket freitags und samstags zwischen 19 und 23.59 Uhr. Bis fünf Uhr morgens sind dann Fahrten in unbegrenzter Anzahl möglich.

Außerdem gilt wie immer die RMV-Mitnahmeregelung, bei der Inhaber einer Zeitkarte täglich ab 19 Uhr einen Erwachsenen und beliebig viele Kinder bis 14 Jahre kostenlos mitnehmen können. Samstags und sonntags sogar ganztags.

Weitere Informationen zu den tollen Veranstaltungen und zum Programm unter www.museumsuferfest.de

Fotos: Holger Ullmann 

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„Deshalb engagieren wir uns beim Museumsuferfest“

Das Museumsuferfest steht wieder am kommenden Wochenende an und natürlich engagieren sich auch Riedberger bei Frankfurts größter Open Air-Veranstaltung. Besonders aktiv sind sie bei der Sportweltarena am Nordufer des Holbeinstegs, wo knapp 50 Sport- und Turnvereine ihr Können zeigen. Dort gibt es Mitmachangebote der Skyliners im Basketball, United Volley im Volleyball, OCR FRA mit einem mobilen Hangelgerüst, Cricket mit dem Frankfurter Cricket Club und dem Sportclub Riedberg und dieses Jahr auch erstmalig mit einem eSports-Angebot in Kooperation mit den Hochschulsportlern vom Team der University eSports Frankfurt der Goethe-Universität. Und natürlich findet wieder das beliebte Drachenbootrennen statt. Abends rocken dann die Bands „Was’n?“, „Let the Butterfly“ und die von Kultur in der Aula in unserem Stadtteil bekannte „A Tribute to Johnny Cash“ die Bühne des Sportkreises. Außerdem ist am Sonntag Morgen um 11 Uhr auch wieder eine Jazz Matinée mit der „Quarten-Scondo-Band“.

Der Sportkreis Frankfurt um den Vorsitzenden Roland Frischkorn (rechts), Haci Hacioglu und Alex Markert organisiert die große Sportweltarena

Alexander Markert, stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises, organisiert mit seinen Kollegen die Sportweltarena. Apotheker und Unternehmer Otmar Böckling sponsert das Drachenbootrennen, Hasan Tastan engagiert sich in Sachen eSports, Qader Khan vom SC Riedberg mit seinem Lieblingssport Cricket und das Team der Hindernisläufer um Michael Barthel vom OCR Frankfurt startet am Sonntag ab 10.40 Uhr beim Drachenbootrennen. MAINRiedberg berichten sie warum:

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„Das Drachenbootrennen begeistert mich“

Otmar Böckling, Inhaber der Merton-Apotheke und von Kosmetik-Anbieter neobömi:

Otmar Böckling sponsert das Drachenbootrennen

Warst Du selbst schon mal als Besucher auf dem Museumsuferfest und welches ist Dein Lieblingsmuseum?
Ich war schon häufiger als Besucher da. Mein Lieblingsmuseum ist das Senckenberg Museum.

Wie bist Du auf das Thema Drachenbootrennen gekommen?
Ich habe als Zuschauer die Drachenbootrennen gesehen und war sofort begeistert. Als Student war ich bei der „Rheno-Frankonia Frankfurt“-Ruderverbindung.

Warum engagierst Du Dich beim Sportkreis?
Ich bin absoluter Sportfan und finde es toll, was der Sportkreis dort jedes Jahr veranstaltet.

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„eSports ist die Zukunft“

Hasan Tastan, Leiter der Allianz-Geschäftsstelle Wiesbaden:

 

Hasan Tastan engagiert sich in Sachen eSports

Warst Du selbst schon mal als Besucher auf dem Museumsuferfest und welches ist Dein Lieblingsmuseum?
Ja klar – ich gehe regelmäßig hin. Mein Lieblingsmuseum ist der Neubau des Städel mit seiner großartigen modernen Kunstsammlung.

Wie bist Du auf das Thema eSports gekommen? 
eSports ist die Zukunft. Auch bei uns steht Digitalisierung ganz weit oben, weil sich damit das Kundenverhalten und die Mediennutzung verändern.

Warum engagierst Du Dich beim Sportkreis? 
Sport ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Der Sportkreis Frankfurt zeigt hier wieder, wie er Menschen unabhängig von Herkunft und Religion verbindet.

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„Cricket ist mein Leben“

Qader Khan, Cricket Sportclub Riedberg:

Qader Khan sagt: „Cricket ist mein Leben“

Was ist Dein Lieblingsmuseum?
Ich war in vielen Museeen, aber das Film- und Technikmuseum hat mir am besten gefallen.

Wie bist Du auf das Thema Cricket gekommen?
Cricket ist mein Leben.

Warum engagierst Du Dich beim Sportkreis?
Der Sportkreis ist die beste Plattform, um in Frankfurt auch die Sportart Cricket bekannter zu machen.

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„Ich genieße die Skyline vom Main aus“

Michael Barthel (32), Vorsitzender des OCR Frankfurt e.V.

Die Hindernisläufer um Michael Barthel vom OCR Frankfurt starten beim Drachenbootrennen           Foto: Ralf Otter/ www.otterbein.de

Warst Du selbst schon als Besucher beim Museumsuferfest und was ist Dein Lieblingsmuseum?
Da ich aus der Region komme, war ich schon oft beim Museumsuferfest und freue mich jedes Mal über das Flair am Main und vor allem über die verschiedenen Konzerte. Eine Museumstour habe ich allerdings erst ein Mal geschafft. Unabhängig vom Fest ist das Städel mein liebstes Museum.

Wie bist Du auf das Thema Drachenbootrennen gekommen?
Der OCR war schon immer sehr vielseitig und so ist es nicht verwunderlich, dass wie uns an Dingen probieren, wo wir uns auspowern können. Nach unseren Starts 2015 und 2016 habe ich die Kommunikation des Drachenbootsrennens mitübernommen und genieße seither jeden Sommer die Skyline vom Main aus.

Warum engagierst Du Dich beim Sportkreis?
Wir bieten Trainingseinheiten auch für jederfrau und jedermann an. Unser Gedanke ist, dass Spaß und Bewegung zusammengehört und dass man so Freunde findet. Ich ziehe gerne die Fäden im Hintergrund mit, weil sich meine investierte Zeit in der Zahl unserer Sportler multipliziert!

Text: Alexander Markert

Foto: Ralf Otter/ www.museumsuferfest.de/ privat/ Markert

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Von Pop bis Klassik: Der Riedbergchor lädt zum Konzert

Immer Donnerstag Abend ist ein Termin, den mehr als 30 Frauen und Männer aus Riedberg und Kalbach nicht missen möchten. Trotz Arbeit, Alltagsstress und sonstiger Verpflichtungen. „Singen entspannt und befreit. Es ist ein bisschen wie Wandern“, umschreibt es einer der Wegbereiter. Nach der Gründung des Riedbergchores 2007 musste man mehrmals neue Räumlichkeiten zum Proben suchen und hat inzwischen bei der Evangelischen Kirche in der Riedbergallee eine Bleibe gefunden. Der Chor ist eine „glückliche Mischung“ von Menschen im Alter zwischen 30 und 75 Jahren, die sich nach den Proben auch noch zum Plaudern treffen.

Dirigentin Burcu Özcanyüz Seymen (34) hat nach dem Schulmusikstudium noch Dirigieren mit Schwerpunkt Chorleitung studiert und das Orchester der Deutschen Bundesbank bei der Gründung als erste Dirigentin geleitet. Am Riedbergchor fasziniert die freischaffende Chorleiterin „die positive Atmosphäre und die Offenheit, Menschlichkeit seit meiner
allerersten Probe“. Sie versucht, „möglichst viele Wünsche zu erfüllen“. Oder besser gesagt: Im Chor gemeinsame musikalische Interessen zu finden. Aber gleichzeitig auch etwas Neues dazu zu nehmen, das vielleicht nicht immer allen gefällt, aber den Chor weiterbringt.

Beim Sommerkonzert ist für jeden Geschmack etwas dabei!

Beim Sommerkonzert am nächsten Samstag singen sie ganz aktuell „Für Frauen ist das kein Problem“ von Max Raabe, “ In The Summertime“ von Mungo Jerry aus den 70ern, „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“, aber auch Stücke aus dem klassischen Chorrepertoire und eine neue spannende Bearbeitung von einem Volkslied. Damit ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die professionelle Pianistin Seeun Choi, die ebenfalls am Riedberg wohnt, begleitet sie. „Wie bei fast jeden Auftritt, unterstützt sie uns auch beim Sommerkonzert“, ist den Organisatoren wichtig zu betonen.

Der Riedbergchor gibt zwei Konzerte pro Jahr und gestaltet zwei Gottesdienste in der Evangelischen Kirche und das Gemeindefest mit. Gerne mit anderen musikalischen Gruppen gemeinsam, an Weihnachten 2017 mit einem Flötenensemble. Man sucht aber noch weitere Gruppen, mit denen man zusammenarbeiten könnte. Chorleiterin Seyman möchte „nächstes Jahr ein Projekt mit anderen Chören oder mit einer Band vorbereiten“. Dabei denkt sie an das unvergessene “Bohemian Rhapsody” von Queen.

Weitere SängerInnen sind auch herzlich willkommen. Es folgt noch ein Satz, der einer weiteren Einladung gleicht: „Es lohnt sich vorbeizuschauen, egal ob man wenig oder viel Chorerfahrung hat!“

Das ist die Einladung zum Sommerkonzert – an alle Interessierten

Der Riedbergchor präsentiert sein diesjähriges Sommerkonzert am nächsten Samstag, 25. August, um 18 Uhr in der Evangelischen Kirche, Riedbergallee 61. Der Eintritt ist frei.

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Der Chor probt jeden Donnerstag unter der Leitung von Burcu Özcanyüz Seymen von 20 bis 21.30 Uhr im Kirchenhaus. Weitere Infos unter www.riedbergchor.de

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Grafik: Riedbergchor

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22 Klassen – aber nicht genügend Räume für die Schüler

Die dritte Grundschule für den Riedberg wird kommen. So viel steht seit Freitag fest. Doch beinahe zeitgleich mit dieser sehr guten Nachricht, wurde eine schlechte Neuigkeit publik: Die dringend benötigten – und ursprünglich bereits zu Schuljahresbeginn zugesagten – Holzmodule für vier weitere Schulklassen der Marie-Curie-Schule stehen womöglich nicht einmal bis zu den Winterferien bereit. So die telefonische Auskunft des Amtes für Bau und Immobilien (ABI). Das bedeutet: Eine der größten Grundschulen in Frankfurt hat weiterhin nicht genügend Räume. Aktuell findet die Nachmittagsbetreuung für die vierten Klassen in den Stadtteilräumen des Riedberger Jugendhauses statt. Aus Platzmangel. Aber das klingt nicht nur nach einer Notlösung, das sollte auch nur eine Notlösung sein. Für möglichst kurze Zeit.

Der empörte Brief der Elternvertreter an die Stadt

“Ehrlich gesagt, wir sind sauer!” – so beginnt der alarmierende Brief des Elternbeirates an den Oberbürgermeister und die beiden zuständigen Ämter. Die Elternbeiratsvorsitzende Barbara Günther führt nochmals an: Über 500 Kinder, 22 Klassen, drei Vorlaufkurse, Ganztag bis 17 Uhr – das ist die Marie-Curie-Schule. Seit geraumer Zeit weist man darauf hin, dass die Schülerzahlen in immer kürzer werdenden Intervallen ansteigen. „Wir haben nicht zugeschaut, sondern sind frühzeitig bereits im Jahr 2016 auf Sie zugegangen und haben auf die Risiken und Hindernisse aufmerksam gemacht.“

Im Laufe des vergangenen Schuljahres wurde agiert und zugesichert, dass in den Sommerferien 2018 auf dem Schulhof Holzmodule zur provisorischen Erweiterung gestellt werden, um den Schulalltag für diese Größe der Schule bewältigen zu können. Kurz vor den Sommerferien kam dann die ernüchternde Botschaft, es wird zeitlich nicht klappen (MAINRiedberg berichtete). Jetzt wird offenbar sogar als unrealistisch eingestuft, dass es zu den Winterferien klappen könnte. Barbara Günther: „Die Konsequenzen daraus muss jetzt das gesamte Kollegium im Ganztag, die Kinder und deren Eltern tragen.“

Denn die Auslagerung der Kinder der vierten Klassen am Nachmittag in die Stadtteilräume im rund fünf Minuten entfernten Jugendhaus „mag bei gutem Wetter klappen“. Aber bei schlechtem Wetter, so argumentieren die Elternvertreter, werde das nicht funktionieren. „In den Herbst- und Wintermonaten wird die Betreuung für 100 Kinder dort nicht möglich sein.“

Erstaunt nimmt man zur Kenntnis, dass die Stadtteilräume bereits bis Jahresende angemietet wurden – ohne vorherige Information von Schule und Eltern. Übrigens wurde man laut Auskunft von Jetta Lüdecke, Referentin von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD), auch dort von der Nachricht „völlig überrascht“. Das Dezernat XI sei bislang über die erneute Verspätung der Stellung der Holzmodule vom Amt für Bau und Immobilien von Reformdezernent Jan Schneider (CDU) auch nicht informiert worden.

Fakt ist: Die Aufträge für die Arbeiten an der Marie-Curie-Schule sind erst Ende Juni öffentlich ausgeschrieben worden.

Gerät der gesamte Zeitplan für die Schulen am Riedberg ins Wanken?

Jetzt sind die Eltern in Sorge. Der vor wenigen Wochen publikumswirksam vorgestellte Zeitplan für das neue Schulkonzept am Riedberg ist sehr eng gestrickt. Am Freitag wurde per Magistratsbeschluss zum Schulentwicklungsplan unter anderem die dritte Grundschule Riedberg beschlossen, der ab nächsten Schuljahr die Marie-Curie-Schule entlasten soll. Nun folgt die Stadtverordnetenversammlung Ende September. Das Land Hessen ist schon in Abstimmung dem Bildungsdezernat und man richtet eine Planungsgruppe ein.

Die Frage, welche die Elternvertreter nun stellen: Kann der ambitionierte Zeitplan für die Schulen am Riedberg wirklich eingehalten werden? Denn auch das Provisorium für die neue dritte Grundschule muss erst geplant, die Arbeiten müssen vom zuständigen Amt in Auftrag gegeben und die Holzmodule müssen rechtzeitig aufgestellt werden. Start müsste ja schon 2019 sein.

Hier am Ende der Hans-Leistikow-Straße soll zum nächsten Schuljahr das Provisorium für die dritte Grundschule stehen. Jetzt fragen Elternvertreter: Kann der ambitionierte Zeitplan klappen?

Fotos: MAINRiedberg

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Tradition bis Party: drei Tage Kerb in Kalbach

Am vergangenen Wochenende wurde am Riedberg ein tolles Sommerfest gefeiert – und jetzt geht’s im Stadtteil gleich weiter. Denn am heutigen Samstag um exakt 15 Uhr startet offiziell die Gickelkerb 2018 im Zelt am Kalbacher Stadtpfad durch den Vorsitzenden des Kerbevereins, Sebastian Netz. Inklusive Bekanntgabe des „Kerbemädchens“. Vorher fährt man(n) schon morgens Richtung Hohemark, um den traditionellen Kerbebaum zu holen. Aber wer jetzt glaubt, weniger Einheimische könnten sich hier nicht vergnügen, irrt sich. Denn von Apfelwein bis zur Coverband CNO am Samstag Abend, vom Zeltgottesdienst bis zum traditionellen Frühschoppen am Sonntag, vom Torwandschießen bis zum DJ – das Programm bis einschließlich Montag ist bunt und offen für alle.

Kleinkind-Karussell und „Kerbe-Olympiade“

Im Rahmen des Schaustellerbetriebes gibt es erstmals ein Kleinkind-Karussel, was insbesondere kleinere Riedberger interessieren könnte. Auch die „3. Kerbeolympiade“ am Sonntag ab 15 Uhr ist ein Spektakel für die ganze Familie. Verschiedene Vereine und Gruppierungen treten hier auf der Bühne gegeneinander an. DJ Highko und der Kerbevadder führen durchs Programm. Kaffee und Kuchen stehen bereit.

Das ist das Programm zur Kerb 2018 bis einschließlich Montag

Grillhähnchen am Sonntag, Rippchen am Montag

Apropos Essen: Am Sonntag ab 11 Uhr gibt es frische Grillhähnchen, am Montag ab 11 Uhr Rippchen und Haspel mit Kraut. Ebenfalls nur am Montag: Traditioneller Frühschoppen mit dem Hühnerberg Quintett, später Gickelschmiss, Tombola und abends die traditionelle „Beerdigungszeremonie“ der Kerb und gegen 21.30 Uhr ein großes Feuerwerk. Übrigens ausgerichtet durch die Feuerwerkerei vom Mainuferfest.

In der aktuellen Mail vom Schriftführer der Kerbeburschen Richtung Riedberg hieß es vorab nur: Wir freuen uns auf eine tolle Kerb 2018!

Am Sonntag ist nicht nur „Kreis-Kerbeburschen-Treffen“, sondern es gibt rund ums Festzelt am Kalbacher Stadtpfad auch Frühschoppen, Livemusik, Schausteller, Torwandschießen und vieles mehr

Fotos: Kerbeverein Kalbach e. V.

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Jetzt ist es fix: Dritte Grundschule kommt 2019

Amtlich heißt der Satz: Am heutigen Freitag hat der Magistrat die Fortschreibung des integrierten Schulentwicklungs­plans bis 2023 beschlossen, der acht genehmigungspflichtige Neuerrichtungen von Schulen in Frankfurt vorsieht. Für den Riedberg bedeutet das konkret: Die dritte Grundschule, die aufgrund des Anstiegs der Schülerzahlen dringend benötigt wird, kommt jetzt nicht nur vielleicht, sondern mit nahezu 100 Prozent Wahrscheinlichkeit. Geplant ist der Start in einem Provisorium bereits zum nächsten Schuljahr.

Eine Grundschule, ein Gymnasium und eine IGS sollen 2019 starten

„Ich bin sehr erleichtert, dass wir uns in der Koalition nun auf die Inhalte der diesjährigen Fortschreibung geeinigt haben“, sagt Integrations- und Bildungsdezernentin Weber. Sie habe in ihrer Amtszeit bislang sieben Schulen eröffnet und plane, im kommenden Schuljahr drei weitere Schulen hinzuzufügen. „Sowohl die dritte Grundschule am Riedberg als auch ein zusätzliches sechszügiges Gymnasium in der Bildungsregion Mitte-Nord und eine zusätzliche sechszügige IGS in der Bildungsregion Nord werden für das Schuljahr 2019/2020 benötigt“, so die Stadträtin.

Weber geht davon aus, dass der integrierte Schulentwicklungsplan von den Stadtverordneten im September beschlossen werden kann. „Aufgrund der Vorabstimmungen mit der Landesebene müssen wir zwar dann noch die formale Genehmigung der Fortschreibung durch das Hessische Kultusministerium abwarten, haben aber im Vorfeld schon mit dem Staatlichen Schulamt über die Einrichtung von pädagogischen Planungsgruppen gesprochen“, erläutert Weber. Das Land brauche Vorlauf, um die richtigen Teams zusammenzustellen und Lehrkräfte für neue Schulen zu begeistern, was nicht immer ganz einfach sei.

Das ist der vorübergehende Standort für die neue Schule

Die dritte Grundschule ist Teil eines bereits im Juni vorgestellten Gesamtkonzeptes für unseren Stadtteil und ist an der Hans-Leistikow-Straße vorgesehen, in unmittelbarer Nähe der Marie-Curie-Schule. Die Grundschule wird eine Ganztagsschule bis 17 Uhr. Der Ortsbeirat bemüht sich aktuell auch darum, dass bereits zum Start der endgültige Schulbezirk der Einrichtung feststehen soll – auch als Unterstützung für Eltern und Kinder.

Vorgesehen war das Grundstück bisher für Kleingärten, die jetzt erst mal nur auf der ebenso noch freien Fläche nebenan geplant werden können. „Wir dürfen das Gelände für zwei Jahre nutzen“, erklärte die Dezernentin vor den Ferien, „Wir sind sehr froh darüber. Es ist unsere einzige Chance, die dritte Grundschule vorgezogen zu eröffnen.“ Ist die Integrierte Gesamtschule (IGS) wenige hundert Meter weiter ausgezogen, stehen aber deren Holzmodule plus Pausenhof plus Infrastruktur für die dritte Grundschule bereit – und noch weitere Kleingärten können entstehen.

Fünf weitere Schulen werden bis 2023 kommen

Neben den oben genannten Neuerrichtungen sind fünf weitere zusätzliche Schulen bis 2023 geplant: Eine Grundschule im Rahmen der Bebauung am Römerhof, eine Grundschule im Neubaugebiet Schönhofviertel (Südlich Rödelheimer Landstraße), eine Grundschule in der Platensiedlung, die aufgrund der Nachverdichtung notwendig wird, eine Grundschule an der Hansaalle, die im selben Gebäude wie das neue Adorno Gymnasium unterkommen wird, und eine gymnasiale Oberstufe im Frankfurter Süden, die an der KGS Niederrad angesiedelt werden soll. „Dann heißt es wie immer, wo es noch nötig ist, Flächen suchen und Bestandsgebäude prüfen“, kündigte die Dezernentin an.

Unabhängig von diesen genehmigungspflichtigen Maßnahmen habe sich die Koalition auch darauf verständigt, die Kapazitäten bestehender Realschulen und verbundener Haupt- und Realschulen auszubauen. „Aufgrund der vielen Rückläufer von Gymnasien haben wir in den Klassenstufen 7 und 8 im Realschulbereich zunehmend Engpässe, was seit Jahren von den Haupt- und Realschulen als großes Problem bemängelt wird. Wir gehen das jetzt an und erweitern die Kapazitäten“, sagt Weber zu.

Ausbau der Kooperationsklassen wird geprüft

Desgleichen sei ein Anstieg im Bereich der Förderschulkinder mit der Diagnose „geistige Entwicklung“ zu verzeichnen, dessen Ursachen derzeit sowohl vom Hessischen Kultusministerium als auch von der Johann Wolfgang Goethe Universität in einem Kooperationsprojekt mit der Stadt Frankfurt untersucht werde. „Auf Grundlage dieser Ergebnisse werden wir prüfen, ob wir sogenannte Kooperationsklassen für diese Kinder an neu zu errichtenden Grundschulen einrichten, oder ob ein Ausbau bestehender Förderschulstandorte in Frage kommt, um den Bedürfnissen dieser Kinder Rechnung zu tragen“, sagt die Stadträtin abschließend.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Neue Kita startet früher – für Kinder aus Riedberg und Kalbach

Da es aktuell einen hohen Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder von drei bis sechs Jahren in Kalbach und auf dem Riedberg gibt, werden bereits ab heute Kinder in der vorübergehend errichteten Pavillonanlage am Kalbacher Stadtpfad aufgenommen. Dies hatte die Dezernentin für Integration und Bildung, Sylvia Weber, bei ihrem Besuch im Ortsbeirat 12 am 15. Juni angekündigt und zugesagt.

Diana Flucke-Leber, die Leiterin des KiZ, und ihr Team freuen sich auf die ersten Kinder und nehmen sukzessive weitere zur Eingewöhnung auf. Bisher wurden bereits 40 Verträge geschlossen und weitere Aufnahmen sind geplant. Insgesamt stehen 84 Plätze im Pavillon zur Verfügung.

Das im Bau befindliche Gebäude des neuen Kinderzentrums in der Ernst-Balser-Straße auf dem Riedberg wird voraussichtlich im Sommer 2019 bezugsfertig sein.

Anmeldungen hierfür können auf http://www.kindernetfrankfurt.de vorgenommen werden.

Aufgrund der umfänglichen Bedarfe in den Stadteilen wird das Kinderzentrum im Kalbacher Stadtpfad auch für die nächsten Jahre Betreuungsplätze zur Verfügung stellen, um die Familien zu unterstützen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Stadt entfernt o-bikes

Die Stadt Frankfurt beginnt in den nächsten Tagen damit, die gelben Fahrräder des Radverleihsystems o-bike einzusammeln. „Wir haben o-bike mehrfach mit Fristsetzung aufgefordert, sich gegenüber der Stadt zu äußern“, so Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. „o-bike hat alle Fristen verstreichen lassen, ohne eine Reaktion zu zeigen.“ Es gebe derzeit keinerlei Lebenszeichen von o-bike und keinerlei Ansprechpartner. Damit habe o-bike fortdauernd gegen die von der Stadt formulierten Regeln für Leihfahrradanbieter verstoßen. Welchen Einfluss der Konkurs der Muttergesellschaft von o-bike in Singapur auf die Aktivitäten in Deutschland habe, sei unklar. Anscheinend arbeite o-bike jedoch in manchen Ländern noch.

Gründer von o-bike hat am Riedberg studiert!

Zur Erinnerung: Yi Shi, der Gründer von o-bike, hat am Campus Riedberg der Goethe Universität Informatik studiert. Als „freundlich“ und „bescheiden“ beschrieb man auf der Uni-Homepage den jungen chinesischen Unternehmer. Shi hat der Hochschule als Geschäftsmann 300.000 Euro gespendet.

Doch wie genau das Geschäftsmodell funktionierte, beziehungsweise funktionieren sollte, ist immer noch nicht ganz klar. Denn offenbar spielte auch die Weitergabe von Daten der Nutzer eine nicht unbedeutende Rolle – zwischenzeitlich sprach man von Seiten von o-bike allerdings nur von einem „Datenleck“.

So läuft das Einsammeln der Räder

Das Ordnungsamt wird jetzt die Räder nach dem gleichen System einsammeln, mit dem auch sonst in Frankfurt defekte und vermutlich herrenlose Räder eingesammelt werden: Das Fahrrad wird zunächst mit einer gelben Banderole gekennzeichnet, mit der der Eigner aufgefordert wird, das Rad innerhalb von sieben Tagen abzuholen. Erfolgt keine Reaktion, wird das Rad nach dieser Frist eingesammelt und zwischengelagert.

Oesterling äußerte die Einschätzung, dass in der Innenstadt relativ wenige Fahrräder einzusammeln seien. In den Außenbezirken stünden dagegen noch viele Fahrräder von o-bike in Seitenstraßen und Grünflächen. Da dort das Einsammeln relativ zeitaufwendig sei, werde es einige Zeit dauern, bis das letzte o-bike eingesammelt sei.

Nach Abschluss der Aktion werde die Stadt versuchen, die Kosten o-bike in Rechnung zu stellen, sofern die Stadt einen Adressaten finde. Falls dies nicht der Fall sei, werde die Stadt die Räder versteigern oder an karitative Organisationen verschenken. Allerdings überstiegen die Kosten für die Beseitigung des Schließmechanismus vermutlich den Materialwert.

Informationen: Stadt Frankfurt/ Archiv

Foto: MAINRiedberg

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Kalbach: Junger Dealer festgenommen

Gestern Abend nahmen Zivilpolizisten einen 18-jährigen Dealer und seine zwei Kunden am Kalbacher Stadtpfad fest. Insgesamt beschlagnahmten die Beamten über 50 Gramm Marihuana, beziehungsweise Haschisch, und knapp 2500 Euro Bargeld.

Die Polizisten beobachteten, wie der junge Mann im Freizeitpark Kalbach gegen 20.10 Uhr an eine Frau und einen Mann Drogen verkaufte. Die Drogen holte er vorher aus einem nahegelegenen Bunker im Gebüsch. Nach den Drogengeschäften kontrollierten die Beamten alle Beteiligten. Bei den Käufern handelte es sich um eine 29-jährige Frankfurterin und einen 20-jährigen Frankfurter. Bei deren Durchsuchung fanden die Polizisten knapp vier Gramm Marihuana und 0,2 Gramm Haschisch. Die beiden wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Der 18-jährige Dealer schmiss bei seiner Festnahme ein Päckchen mit drei Gramm Haschisch weg. Dies blieb aber nicht unentdeckt und die Polizeibeamten beschlagnahmten die Drogen zusammen mit den knapp 600 Euro Bargeld, die der Dealer einstecken hatte. Ein Rauschgiftspürhund fand prompt den Bunker im Gebüsch und die Beamten beschlagnahmten auch die dortigen vorportionierten Päckchen mit insgesamt über 45 Gramm Marihuana.

Bei einer anschließenden, durch die Staatsanwaltschaft angeordneten Wohnungsdurchsuchung des jungen Dealers fanden die Beamten größere Mengen Bargeld, die vermutlich aus Drogengeschäften stammen und ebenfalls beschlagnahmt wurden. Der 18-Jährige wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Foto: Archiv

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