So macht Tischtennis einfach Spaß

Es herrscht Aufregung am Mittwoch im Mehrzweckraum der Marie-Curie-Schule, denn der Auftakt zu den mini-Meisterschaften im Tischtennis beginnt. 24 Kinder, darunter drei Mädchen, wuseln aufgeregt herum, bis Diplomtrainer Wieland Speer ein bisschen für Ruhe sorgt, damit er einiges erklären kann. In der Mitte des Raumes steht ein Tischtennis-Tisch mit einem mobilen Netz. Ein weiterer lehnt an der Wand, neben dem Eingang. Für diejenigen, die einfach so zwischendurch sich bewegen und gegen die Wand spielen möchten. Nicht weit entfernt ist Praktikantin Angelina Bäcker und füllt Urkunden aus, denn jeder wird am Ende Sieger sein.

„Heute sind wirklich viele dabei“, freut sich Angelina, die versucht, die Namen der Grundschüler zu entziffern, die sich bei der „Anmeldung“ eingeschrieben hatten. Sie hilft mit, hier den Mini-Wettkampf zu organisieren, einen Vor-Vorentscheid für die Breitensportveranstaltung des Tischtennis-Bundes. „Ich habe auch schon geholfen, Sport für Flüchtlinge zu organisieren. Es macht mir auf jeden Fall jede Menge Spaß“, erzählt sie.

Praktikantin Angelina Bäcker hilft bei der Organisation

Kein Handicap: Auch Benaja macht mit und hat eine Menge Spaß

Wieland Speer macht mit den Kindern am Anfang Übungen mit Schläger und Ball, damit sie erst ein Gefühl fürs Spiel bekommen und Vor- und Rückhand unterscheiden lernen. Manche haben schon Erfahrung, manche noch nicht. Dann geht´s über zum Punktezählen: Jedes Kind darf mit ihm spielen, bis es höchstens 20 Ballwechsel geschafft hat. Wobei er für eine Weile sein Handy als Schläger nimmt – was den Kids sichtlich Freude macht. Diejenigen mit den meisten Punkten dürfen an dem entscheidenden Rundlauf teilnehmen. Der Gewinner ist übrigens kein Viertklässler, sondern Stefan Obolkin, ein Junge mit sieben Jahren. Er strahlt. Alle anderen sind „zweiter Platz“.

 

Wem gelingen die meisten Ballwechsel mit Trainer Wieland Speer?

„Es geht heute erst mal nur darum, Spaß zu haben“, sagt Wieland Speer, der die Kids am Riedberg für diesen Sport begeistern will. „Die besten dürfen in der nächsten Woche zu dem richtigen Turnier übergehen.“

Bereits 500 Schüler am Riedberg haben teilgenommen

Insgesamt fast 500 Schülerinnen und Schüler haben im Stadtteil bereits an den Meisterschaften für Tischtennis-Minis teilgenommen. In der Grundschule Riedberg machten sogar 17 Klassen mit, in der IGS Kalbach-Riedberg waren es bisher 13 Kids und im Gymnasium bei zwei Veranstaltungen 54 Schüler. Bis Mitte Februar folgen noch eine weitere Vorrunde an der Gesamtschule, diesmal ausschließlich mit Mädchen.

Text: Leticia Kreutzer

Fotos: cd