Schlagwort: Budget

Die gute Nachricht: Vereinfachung für Ortsbeiratsbudgets

Symbolbild Sparschwein-Plünderung

Der Magistrat erleichtert die künftige Verausgabung der gesamten Mittel.

Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am Freitag, 25. September, auf Initiative von Oberbürgermeister Mike Josef die Änderung eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2014 auf den Weg gebracht. Ortsbeiräte können künftig ihr gesamtes jährliches Budget für eine Förderung von zeitlich begrenzten Projekten von Vereinen und bürgerschaftlichen Initiativen mit gemeinnützigen Inhalten und Ideen zur Verfügung stellen.

„Künftig können die Ortsbeiräte, wenn sie das möchten, nicht nur das halbe Budget, sondern ihr gesamtes Budget für zeitlich begrenzte Projekte in ihrem Ortsbezirk verwenden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass 90 % der auf den Weg gebrachten Beschlüsse dem Zweck dienen sollen, Vereine und Initiativen finanziell zu unterstützen“, erläuterte Oberbürgermeister Josef seine Entscheidung.

„Dieser Beschluss zeigt, dass dem Magistrat starke Ortsbeiräte und ihr ehrenamtliches Engagement ein echtes Herzensanliegen sind“, sagte Stadtkämmerin Susanne Serke. „Ich bin zuversichtlich, dass der Oberbürgermeister gemeinsam mit dem Magistrat nun auch einen verlässlichen Weg finden wird, um sicherzustellen, dass die aktuellen Ortsbeiratsbudgets vollumfänglich verausgabt werden können.“

Es ist vorgesehen, den Beschluss am Donnerstag kommender Woche, 1. Oktober, in der Stadtverordnetenversammlung bestätigen zu lassen, wenn zeitgleich auch der Antrag der Koalitionsfraktionen, NR 60, votiert wird, in dem es um die Erhöhung der Ortsbeiratsbudgets und die Übertragung der Mittel geht.

„Mit beiden Vorlagen zeigt die neue Stadtregierung, dass sie es ernst meint mit der Stärkung unserer 16 Ortsbeiräte. Magistrat und Stadtverordnetenversammlung haben ihren Teil dazu beigetragen, umzusetzen, was wir angekündigt haben“, sagte Josef. Die alte Regelung sei nicht mehr zeitgemäß und beschränke die Arbeit der Ortsbeiräte unnötig, was im Zuge der jüngsten Debatte zur Übertragung der Restmittel der Ortsbeiratsbudgets erneut deutlich geworden sei.

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Hundezaun: Wenn die Gelder fehlen

Ball spielender Hund

Schon seit Längerem wünschen sich die Bewohner des Riedbergs, die gleichzeitig Hundebesitzer sind, einen Zaun um die Auslauffläche im Bonifatiuspark. Bisher wurde der Wunsch von den Verantwortlichen des Grünflächenamtes der Stadt Frankfurt abgelehnt, wegen der zu hohen Kosten für solch eine Maßnahme. Die entsprechende Hundeauslauffläche wurde ja im letzten Jahr im Bonifatiuspark ausgewiesen und wird inzwischen gerne genutzt.

Das dahinterliegende Problem ist vermutlich, dass bedingt durch die Anstrengung im Kampf gegen die Klimaerwärmung die Zahl der Grünflächen und Bäume in Frankfurt in letzter Zeit deutlich angestiegen ist. Auch die vermehrte Nutzung der bestehenden Grünflächen führte zu erhöhtem Pflegeaufwand, und zu mehr Aufwand beim Beseitigen des hinterlassenen Mülls.

Mit dieser Entwicklung haben jedoch die Budgets, die dem Grünflächenamt zur Verfügung stehen, nicht mitgehalten. So müssen die Mitarbeiter versuchen, die zahlreichen Anforderungen mit den sowieso zu knapp bemessenen Mitteln zu stemmen. Das merkt man bei der Instandhaltung von Spielplätzen, bei der Neupflanzung von Bäumen und der Anlage und Pflege von Grünflächen und eben auch bei so eigentlich banalen Themen, wie dem Umzäunen einer Hundeauslauffläche.

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Hundewiese Bonitatiuspark

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Hundewiese Bonitatiuspark 50.179042, 8.643429

So hat sich jetzt der Ortsbeirat 12 entschieden, aus seinem kleinen Budget (er bekommt pro Jahr und Einwohner in seinem Betreuungsgebiet 50 Cent von der Stadt als frei verfügbares Geld) ein Zuschuss von 3.000 € zu leisten, damit der Zaun endlich gesetzt werden kann. Als Vorbild dient die Hundeauslauffläche im Ortsbezirk 3. Auch hier war der entsprechende Ortsbeirat gezwungen, auf seine Budgetmittel zurückzugreifen, damit das Projekt umgesetzt werden kann.

Schön für die Hundebesitzer, aber diese Mittel stehen dann für andere Projekte nicht mehr zur Verfügung. Inzwischen ist ja erst die Hälfte des Jahres vergangen, und was im Rest des Jahres an Bedürfnissen noch daherkommt, wissen wir nicht.

Hoffen wir, dass die Gewerbebetriebe in Frankfurt in diesem Jahr mehr verdienen, damit Frankfurt zusätzliche Gewerbesteuer in die Kassen gespült bekommt und die Budgets entsprechend in den nächsten Jahren nach oben korrigieren kann.

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