Die diesjährige Klimaschutz-Kampagne „STADTRADELN“ in Frankfurt am Main war ein historischer Erfolg. Mit insgesamt 8.586 Radelnden und 400 angemeldeten Teams wurden gleich zwei neue Bestmarken aufgestellt. Auf der internationalen Fahrrad- und Mobilitätsmesse Eurobike wurden die erfolgreichsten Teilnehmer am vergangenen Samstag offiziell geehrt.
Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez sowie Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert zeichneten die fahrradbegeisterten Teams für ihre herausragenden Leistungen in insgesamt 10 Kategorien aus. Die anhaltende Begeisterung zeigt Wirkung: Vom 1. bis 21. Mai legten die Frankfurter insgesamt 1.522.737 Kilometer zurück – eine Strecke, die etwa 38 Erdumrundungen entspricht. Dadurch wurden rund 250 Tonnen CO2 im Vergleich zur Autonutzung vermieden.
Großer Erfolg für Kalbach-Riedberg
Ein besonderes Highlight aus lokaler Sicht betrifft den eigenen Stadtteil: Bei der diesjährigen Kampagne wurden erstmals die teilnehmerstärksten Stadtteile prämiert. Hierbei schaffte Kalbach-Riedberg den Sprung auf das Siegertreppchen und teilte sich gemeinsam mit dem Nordend einen hervorragenden zweiten Platz. Den Gesamtsieg in dieser neuen Wertung sicherte sich der Stadtteil Fechenheim. Dieser Erfolg unterstreicht das große Engagement der Bürger vor Ort für eine klimafreundliche Mobilität.

Die Gewinner-Teams im Überblick
In den klassischen Teamwertungen lieferten sich zwei Großteams ein beeindruckendes Kopf-an-Kopf-Rennen:
- KfW-Radelteam: Erreichte in der Kategorie über 100 Teilnehmer gleich dreimal den ersten Platz – für die meisten Fahrten (7.475), die meisten Teilnehmer (461) und die meisten Kilometer (90.814).
- Roberts Team e.V.: Landete in allen drei Kernkategorien knapp dahinter auf dem zweiten Platz (7.427 Fahrten, 409 Teilnehmer, 88.170 Kilometer).
Aus Fairness und Teamgeist vereinbarten beide Spitzenreiter, ihre gewonnenen Catering-Gutscheine im Wert von 1.000 und 500 Euro geschwisterlich aufzuteilen.
In der Teamgröße von 51 bis 100 Teilnehmenden siegte „AUMOVIO Frankfurt“ mit 26.094 Kilometern, dicht gefolgt von den „Industrieparkradlern“ (24.025 Kilometer). Bei den kleineren Teams bis 50 Personen sammelten die „Sektion Frankfurt des DAV“ sowie die „DieBahnRadler“ die meisten Kilometer. Die höchste Pro-Kopf-Leistung erbrachte das Team „Wiesen-Klee“ mit erstaunlichen 1.151 Kilometern pro Person.
Nachwuchs und Verwaltung zeigen vollen Einsatz
Parallel wurde auch der Wettbewerb „SCHULRADELN“ ausgewertet, an dem eine Rekordzahl von 56 Frankfurter Schulen teilnahm. In der Kategorie des größten Schulteams im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl siegte die Grundschule Freie Schule Frankfurt vor dem Stadtgymnasium Frankfurt.
Bei der „Ämterchallenge“ der Stadtverwaltung bewies die „Stabsstelle 38“ (Zivile Verteidigung) mit 29 Fahrten pro Kopf den längsten Atem, gefolgt vom „Klimareferat“ mit 28 Fahrten. Als fahrradaktivste Familien wurden die „Großstadtbiker“ vor dem Team „Ruffy“ ausgezeichnet.
Alle Sieger durften sich über Bembel, Gutscheine für alkoholfreien Apfelwein, Urkunden und Sachpreise freuen. Für die Teamkapitäne gab es zudem Eintrittskarten für den Palmengarten. Das Frankfurter Umweltamt zieht eine durchweg positive Bilanz und setzt auch im nächsten Jahr auf eine starke Beteiligung der Bürger.

