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„Eva“ gräbt U-Bahn-Tunnel ins Europaviertel

Von September 2019 an wird eine 80 Meter lange Tunnelvortriebsmaschine die Tunnel für die Verlängerung der Stadtbahnlinie U5 ins Europaviertel auffahren. Am Montag, 26. August, wurde die Maschine im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Anwesenheit des hessischen Staatsministers für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen Tarek Al-Wazir, Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling und der Geschäftsführungen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF), der Stadtbahn Europaviertel Projektbaugesellschaft (SBEV) sowie der PORR GmbH getauft.

Die Vortriebsmaschine erhält den Namen „Eva“, der 2018 aus einem Namenswettbewerb hervorging und für „Europaviertel anbinden“ steht. Tunnelpatin, deren Namen die Tunnel erhalten, ist Journalistin und „Lottofee“ Franziska Reichenbacher. Nach alter Bergmannstradition ist die Tunnelpatin die irdische Stellvertreterin der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute und Mineure.

Frankfurt gehört zu den Städten mit dem höchsten Pendleraufkommen und Staatsminister Tarek-Al-Wazir weiß: „Diese Stadt ist das Zentrum der dynamischen Metropolregion Rhein-Main. Die U-Bahn hat sich seit 1968 zum Rückgrat des öffentlichen Verkehrs entwickelt und ist aus der Stadt nicht wegzudenken. Ihre Leistungsfähigkeit muss durch Modernisierung und Instandsetzung der bestehenden Anlagen erhalten und durch den Bau neuer Strecken ausgeweitet werden. Letzteres, nachdrücklich durch das Land Hessen und den Bund mit 157 Millionen Euro gefördert, geschieht mit dem U-Bahnbau im Zentrum Frankfurts auf sehr eindrückliche Weise.“

Die Verlängerung der U5 über den Hauptbahnhof hinaus wird einen wachsenden Stadtteil ans Nahverkehrsnetz der Stadt anschließen. Oberbürgermeister Peter Feldmann resümiert: „Wir haben mit dem Beschluss, das Europaviertel mit einer leistungsfähigen U-Bahn ans ÖPNV-Netz anzuschließen, 2012 eine richtungsweisende Entscheidung getroffen. Nach dem Spatenstich im Spätsommer 2017 folgt mit dem Bohrbeginn durch die Tunnelvortriebsmaschine nun der nächste Meilenstein. Die Menschen, die hier wohnen und arbeiten oder dies in Zukunft tun werden, finden mit der ins Europaviertel verlängerten U5 von 2024 an ein modernes, schnelles, öffentliches Verkehrsmittel vor, wie sie das von einer Stadt wie Frankfurt erwarten dürfen.“

Während des Vortriebs arbeiten pro Schicht acht Mineure auf der Maschine und zwölf Mineure der Logistik. Insgesamt besteht das Team aus 60 Mineuren. „Bei all den Anforderungen, die solch eine Großbaustelle mitten in der Stadt bedeutet, bleibt doch das Wichtigste: Dass bei den Bauarbeiten niemandem etwas und nichts passiert“, sagt Reichenbacher. „Deshalb ,Glück auf‘ allen Mineuren, die in den kommenden Monaten in bis zu 25 Metern Tiefe im Frankfurter Untergrund den neuen Tunnel bauen.“

Das Bauprojekt umfasst eine 2,7 Kilometer lange Strecke mit vier Stationen. Der Streckenverlauf führt von der unterirdischen Station „Güterplatz“ über eine Rampe an die Oberfläche und in der Mitte der Europa-Allee auf einem Rasengleis weiter Richtung Westen. Die Stationen „Emser Brücke“, „Europagarten“ und „Wohnpark“ werden nach der Erstellung der Tunnel an der Oberfläche gebaut.

„Eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in Frankfurt“

Die Frankfurter Tunnelvortriebsmaschine fährt zwei Tunnelröhren von je circa 850 Meter Länge auf und beginnt mit der Südröhre. Dabei durchfährt „Eva“ die Tiefstation Güterplatz und bohrt sich ihren Weg zwischen Hohenstaufenstraße und Mainzer Landstraße bis drei Meter vor die Dichtungskonstruktion am Bestandsbauwerk unter dem Platz der Republik. Anschließend wird die Maschine in Teilen abgebaut und durch den zuvor hergestellten Tunnel an ihren Ausgangspunkt zurückgezogen. Nach dem Wiederaufbau wird die Maschine erneut auf die Reise geschickt, um auch die zweite annähernd parallele Tunnelröhre zu bohren.

„Der Ausbau der U5 – und damit die Erschließung des Europaviertels mit einer U-Bahn – ist auf Jahre hinaus eines der wichtigsten Infrastruktur-Projekte in Frankfurt. Für die VGF ist es eine personelle und technische Herausforderung, der wir uns stellen und an der wir die Leistungsfähigkeit des städtischen Verkehrsunternehmens unter Beweis stellen können“, sagt VGF-Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Thomas Wissgott.

Eine Tunnelvortriebsmaschine gleicht einer unterirdisch arbeitenden Fabrik. Vorne am Kopf befindet sich das Schneidrad. Bei der im Europaviertel eingesetzten Maschine hat es einen Durchmesser von 7,10 Metern. Vor einem circa 9,20 Meter langen Stahlzylinder, auch Schild genannt, rotiert dieses Schneidrad und arbeitet sich mit Hilfe von rund 100 Schälmessern und Schneidrollen durch das Erdreich. Die Ortsbrust, das Erdreich im Bereich des Schneidrades, wird durch das bereits abgetragene Material – den Erdbrei – gestützt. Den Kräften von außen wird damit entgegengewirkt und das unkontrollierte Einbrechen des Erdreichs verhindert. Über Förderschnecke und Förderband wird das abgetragene Erdreich aus der Maschine hinausbefördert. Direkt hinter dem Schild werden Betonsegmente, sogenannte Tübbinge, ringförmig eingebaut. Sie bilden die Tunnelwände. Am jeweils letzten Tübbingring drückt sich die Maschine mit Hilfe von hydraulischen Pressen ab. So entsteht nach und nach der Tunnel.

Die Tunnelarbeiten laufen sieben Tage in der Woche rund um die Uhr. Die Dauer des Vortriebs beträgt rund ein Jahr.

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Informationen: Stadt Frankfurt/ Foto: Rainer Rueffer/ Stadt Frankfurt

Foto oben: OB Peter Feldmann, „Lotto-Fee“ und Tunnelpatin Franziska Reichenbach sowie  Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (von links)

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Gymnasium Riedberg feiert 10-jähriges Jubiläum

Diese Schule ist auch ein Stück Stadt-Geschichte: Als das Gymnasium Riedberg 2009 – zunächst in einer Stahlcontaineranlage – eröffnet wurde, war es die erste Neugründung eines Gymnasiums in Frankfurt seit dem Jahr 1913. Vier Jahre später konnten dann bereits 640 Schülerinnen und Schüler den Neubau in der Friedrich-Dessauer-Straße beziehen. Inzwischen ist diese Zahl auf 1352 angewachsen. Das Gymnasium ist eine der größten Schulen der Stadt.

Der Beginn dieses Schuljahres steht ganz im Zeichen des 10-jährigen Jubiläums. Am morgigen Samstag, 24. August, findet von 15.30 bis 20 Uhr eine große Jubiläumsfeier auf dem Schulgelände statt. Die Schülerinnen und Schüler haben mit den Lehrkräften mehr als 30 Projekte vorbereitet und laden alle zum Mitmachen ein.

Feierliche Eröffnung ist um 15.30 Uhr in der Aula, mit Bigband des Gymnasiums und Chor der 6. und 7. Klassen. Zuerst werden Schulleiter Helmut Kühnberger, später auch noch Baudezernent Jan Schneider sowie der Schulelternbeiratsvorsitzende Grußworte sprechen.

Das sind die Highlights des Fest-Programms

Zeitgleich beginnt das umfangreiche Programm, von naturwissenschaftlichen Präsentationen bis zu Hockey-Parcours oder Poetry-Slam. Weitere Highlights: Im Großprojekt „GRB forscht“ haben die Schüler mit der App „Actionbound“ eine digitale Schatzsuche zum Gymnasium Riedberg erstellt. Die App kann noch vor Ort heruntergeladen werden. Es gibt auch kleine Preise zu gewinnen.

Die Projektgruppe „GRB engagiert sich“ stellt sich ebenfalls vor und präsentiert die schulweite Lebensmittelspenden-Aktion zugunsten der Frankfurter Tafel, im Flur vor der Schülerbücherei. Auch die Schulbücherei präsentiert sich und sucht, um noch attraktiver zu werden und um Schülerwünsche erfüllen zu können, Buchpaten zum 10-jährigen Jubiläum.

Der Erlös von Speisen- und Getränkeverkauf beim morgigen Fest fließt in die Finanzierung des nächsten Abiballs. Hungrige BesucherInnen sind also herzlich willkommen.

Hervorragender Abi-Schnitt und ein „lebendes“ Logo 

Das Gymnasium ist eine internationale Begegnungsschule mit naturwissenschaftlichem und bilingualem Schwerpunkt. Stolz verweist man auf folgende Zahlen: Im Sommer konnten 142 Abiturientinnen und Abiturienten mit einem „hervorragenden Schnitt“ die Schule verlassen. Sechsmal konnte die Note 1,0 vergeben werden.

Das Foto oben zeigt übrigens das Schul-Logo. Präsentiert von den Schülern selbst, nach einer genauen Choreographie. Wichtig war nur, dass jeder ein T-Shirt in der „richtigen“ Farbe trägt…

Weitere Informationen unter www.gymnasium-riedberg.de

Foto: Gymnasium Riedberg

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Kinder haben am Sonntag Vorfahrt in der City

Vergangene Woche haben Stadtplaner Alexander Breit und der Kalbacher Jochen Taeschner von der Bürgerinitiative „Radentscheid Frankfurt“ im Ortsbeirat über die neuen Pläne für eine fahrradfreundlichere Stadt informiert – an diesem Sonntag verschafft die Initiative auch den allerkleinsten Radlern Vorfahrt mitten in der City.

„Wir möchten mit Euch eine Runde durch Frankfurt drehen. Dort, wo für Euch sonst wenig Platz ist“, heißt es auf der Homepage, „und weil wir finden: Auch Kindern gehört die Straße!“

Der „Kidical Mass“ startet am Sonntag, 25. August, um 15:30 Uhr vor der Alten Oper. Ziel ist diesmal der Holzhausenpark. Jeder, der selbst Rad fahren kann, darf mitfahren. Eltern dürfen „mitgebracht werden“.

Rund 1 Stunde geht es in kinderfreundlichem Tempo durch Frankfurt. Die “Kidical Mass” ist als Demonstration angemeldet. Die Polizei unterstützt sichert die Wege und begleitet die Veranstaltung.

Angelehnt an die Critical Mass, mit der Millionen von Radfahrenden in tausenden Städten weltweit jeden Monat auf ihre Bedürfnisse hinweisen, möchten die Bürgerinitiative Radentscheid mit der Kidical Mass den Blick auf die Kinder lenken. Die Initiatoren der Meinung sind überzeugt: Die Infrastruktur in den Großstädten vernachlässigt die Bedürfnisse der jüngsten Verkehrsteilnehmer und der Radfahrer generell. Man will sich dafür einsetzen, „dass jeder Mensch, egal ob 8 oder 108 Jahre alt, die Infrastruktur bekommt, die er braucht“.

Weitere Informationen unter www.radentscheid-frankfurt.de

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Foto: Radentscheid Frankfurt

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So rockt der Riedberg beim großen Sommerfest

Nur noch eine Woche – dann startet wieder das große Sommerfest am Riedberg! Erstmalig schon am Freitag mit einer Afterwork Flip-Flop Party ab 17.30  Uhr und am Samstag geht es mit Family Fun ab 12.00 Uhr weiter. Wie immer, im Bonifatiuspark direkt unter der Grundschule Riedberg 1, wie immer mit lokalen und überregionalen Bands, kulinarische Spezialitäten, Vorführungen der Vereine, Sponsorenlauf der Grundschüler und noch viel mehr.

Nicht fehlen dürfen da natürlich die Local Heroes von Riedberg Underground. Ein kurzer Blick in die rockigen Geschichtsbücher: Früher hatten fast alle nur freitagabends gemeinsam gekickt. Seit drei Jahren aber haben sich ein Sales Manager, ein Business Analyst, ein Key-Account-Manager, ein Jurist, ein Apron Controller vom Airport und ein Pharma-Experte zusammengetan, um mit Musik von Metallica bis Neil Young, von den Foo Fighters bis zu den Böhsen Onkelz Sound für den Riedberg zu liefern. Diesmal sind auch Green Day und „Everything about You“ von Ugly Kid Joe dabei. Mindestens sechs neue Songs und insgesamt rund zwei Stunden Programm wollen sie bieten. „Wir werden wieder alles geben, damit die Menschen vor der Bühne genauso viel Spaß haben wie die 6 Menschen auf der Bühne!“

„Wir werden wieder alles geben!“, versprechen die „Local Heroes“ von Riedberg Underground Foto: Alexander Markert

Nicht nur bei Riedberg Underground – mehr noch als in den vergangenen Jahren steht das Thema Musik beim Sommerfest in diesem Jahr im Vordergrund. Erstmals startet das Musik-Programm schon am Freitagabend mit einer „Vorglüh-Party“ mit Loungemusik, der Band New Logic und DJ-Musik bis 23 Uhr.

Der Samstag steht dann erst einmal ganz im Zeichen von Familie und Spaß. Das Musikprogramm geht am Samstag um 17.30 Uhr los – aber schon vorher wird auf der Bühne allerhand geboten.

Top-Act ist das Akustik-Soul-Pop-Duo „Nervling“ aus Hamburg. Nervling sind Moira Serfling und Tom Baetzel, die mit akustischem Gitarrenspiel sowie technisch ausgefeilten Rhythmus-Loops immer mehr Fans in der Republik überzeugen.

Am Samstagabend wollen dann zu späterer Stunde wieder die sechs Männer von „Riedberg Underground“ für Stimmung sorgen.

Das große Sommerfest auf dem Riedberg findet an zwei Tagen statt, nämlich am Freitag und Samstag, 30 und 31. August. Wo? Natürlich wieder im Bonifatiuspark, unterhalb der Grundschule Riedberg. Neu ist, dass das schönste Sommer-Event in unserem Stadtteil diesmal schon am Freitagabend startet.

Die Programmübersicht – und die Highlights

Freitag: 17:30 bis 18:30 Uhr Loungemusik, 18:30 bis 19:15 Uhr New Logic, 19:30 bis 23 Uhr DJ Musik

Samstag:
12 Uhr Beginn des Verkaufs und der Musik
12 Uhr Start Sponsorenlauf
13 bis 14:30 Uhr Ballettvorführungen – Thom Hecht Ballettförderzentrum Riedberg
14:30 bis 14:35 Uhr Grußwort des Veranstalters
15 bis 15:30 Uhr Jumping Kids und Teens – Pure Shape
15:45 bis 16:15 Uhr Riedberger SV: HipHop+Breakdance
16:30 bis 17 Uhr Modenschau
17:30 bis 18:30 Uhr White Room
19 bis 21:45 Uhr Nervling
22:15 bis 00:30 Riedberg Underground

Parallel zum Bühnenprogramm gibt es viele andere Attraktionen. Bastel- und Spielstationen, Gewinnspiele, Sport und Spaß. „Das alles ist möglich, weil sich viele Riedberger Vereine und Einrichtungen beteiligen“, heißt es bei Veranstalter IG Riedberg.

HelferInnen gesucht!

Um diese Veranstaltung stemmen zu können, benötigt die IG wieder viele freiwillige HelferInnen, die bei diversen Arbeiten unterstützen. Getränkeverkauf, Bar, Grill, Aufbau (schon am Freitag), Abbau (am Samstag und Reste auch am Sonntag). Mail bitte an kontakt@ig-riedberg.de , Informationen unter www.ig-riedberg.de

Das große Riedberg-Sommerfest sollten Sie auf keinen Fall verpassen! Foto: IG Riedberg

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Fotos oben: IG Riedberg/ MAINRiedberg/ Archiv

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FEE. singt am Riedberg!

Lange war sie auf Musik-Pilger-Tour… Straßenmusik, Wohnzimmerkonzerte, WG-Sofakanten, Studentensuppenküchen, Texten, on the road – das ganze FEE.-Ding geht immer vorwärts. Richtung Glück. Heute längst auf größeren Bühnen.

Frech, direkt und ehrlich spielte sich die Frankfurter Singer-Songwriterin mit ihrem Debütalbum EIN ZIMMER KÜCHE BAD bundesweit auf Tour in die Herzen der Fans handgemachter Musik und authentischer Texte.

Am 6. September kommt FEE. zu uns an den Riedberg!

Ein großes Dankeschön an das Team von Veranstalter „Kultur in der Aula“, dass MAINRiedberg wieder 3 x 2 Tickets verlosen konnte. Die Karten waren heute in kürzester Zeit vergeben. Dieser Abend wird sicher ein Erlebnis!

Das Konzert von FEE. findet am 6. September um 20 Uhr in der Grundschule Riedberg 1, Zur Kalbacher Höhe 15, Frankfurt-Riedberg statt. Der Eintritt kostet 14 Euro (ermäßigt 12 Euro), im Vorverkauf 12 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Vorbestellungen per E-Mail an: info@josua-gemeinde.net
oder telefonisch: 069 – 57 00 32 49

Weitere Informationen unter www.josua-gemeinde.net

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Flyer & Informationen: Kultur in der Aula

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Mehr als Kultur & Party: Ab Freitag ist Museumsuferfest

Erstmalig beteiligen sich in diesem Jahr 25 Museen am Frankfurter Museumsuferfest. Vom 23. bis 25. August formieren sich Museen, 16 Bühnen, 12 Projekte und etwa 500 Stände an beiden Ufern des Mains „zu einem besonderen kulturellen Festival mit einem hochkarätigen und kreativen Programm“, erklärte OB Peter Feldmann bei einer Pressekonferenz mit den beteiligten Museen, Projekten und Bühnenproduzenten.

Die Frankfurter Museen geben an diesem Wochenende mit großem organisatorischem Aufwand und vielen unterschiedlichen kreativen Blickwinkeln und Herangehensweisen einmalige Einblicke in ihre Häuser und Gärten. Beeindruckend ist das Programm der 16 Bühnen mit Konzerten aller Genres. Man kann sich einfach treiben lassen und an einer der Bühnen nach seiner Lieblingsmusik suchen und sogar an Schnupperkurse im Tango oder Zumba teilnehmen. Neu dabei in diesem Jahr die Aquiles Denkbar-Bühne am nördlichen Mainufer auf Höhe Nizza. Die „Denkbar“ im Frankfurter Nordend ist, angelehnt an die Salonkultur des frühen 20. Jahrhunderts, ein Ort kultureller Vielfalt. Zum Museumsuferfest präsentiert die Aquiles‘ Denkbar-Bühne das Beste aus Blues, Folk, Jazz und Latin Fusion.

Auf der Kunstwiese am Sachsenhäuser Ufer werden Skulpturen, Gemälde und Installationen unter freiem Himmel gezeigt. Auf dem internationalen Künstlermarkt am Ufer und auf dem Schaumainkai können hochwertige und besondere Objekte, Schmuck und Kleidung erworben werden. Außerdem werden kulinarische Spezialitäten aus der ganzen Welt und natürlich aus der Frankfurter Küche angeboten. Der Main selbst bietet in der Mitte des Festes die Rennstrecke für die Drachenbootrennen. Von der Untermainbrücke bis zum Ziel am Holbeinsteg hallen die Trommelschläge bei den rasanten Wettfahrten. Es sind die zweitältesten Wettkämpfe dieser Art in Deutschland.

Musikfeuerwerk am Sonntagabend

„Ich empfehle allen Besucherinnen und Besuchern ganz eindringlich die Gelegenheit zu nutzen, mit dem tollen Angebot des Museumsuferfest-Buttons auch mal ein Haus zu besuchen, welches auf den ersten Blick nicht ihren Interessen entspricht oder das sie vermeintlich schon kennen. Erobern Sie drei Tage lang unsere renommierten und vielfältigen Museen und lassen Sie sich überraschen“, sagte Thomas Feda, Geschäftsführer der veranstaltenden Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main.

Die Eröffnung wird in diesem Jahr am Fahrtor auf den Treppen des Museumsplatzes vor dem Historischen Museum am Freitag, 23. August, um 17 Uhr stattfinden. Den traditionellen Abschluss des Festes bildet das spektakuläre Musikfeuerwerk am Sonntagabend, das dieses Jahr wieder um 22 Uhr stattfindet.

Weitere Infos und eine detaillierte Veranstaltungsübersicht gibt es im Programmheft sowie unter https://www.museumsuferfest.de im Internet.

Drachenbootrennen am Holbeinsteg

Zusammen mit seinen Partnern fügt der Sportkreis mit der Sportwelt-Arena am Holbeinsteg ein einzigartiges Teil in das Fest-Puzzle ein: Vereine und Verbände aus der Region präsentieren auf großer Bühne ganztägig Mitmachangebote und über 50 Aufführungen. 

Aufführungen von Vereinen aus Tanz, Kampfsport, Akrobatik, Kunstradfahren und vielem mehr zu sehen. Teil des Programms sind auch die Drachenbootrennen mit Zieleinlauf am Holbeinsteg. Die Abende feiert der Sportkreis mit lokalen Musikbands. 

Teil des Programms sind auch die Drachenbootrennen mit Zieleinlauf am Holbeinsteg Foto: Sportkreis Frankfurt e. V.

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Fotos oben: www.museumsuferfest.de

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Pkw überschlägt sich – Zeugen gesucht

Am späten Samstagabend um 23. 50 Uhr ereignete sich auf der Landesstraße L3019, der Umgehungsstraße um Kalbach, ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 28-jähriger Opelfahrer schwer verletzt wurde. Die Polizei braucht Hinweise zum Unfallhergang.

Der 28-Jährige war auf dem Nachhauseweg in Richtung Autobahn unterwegs. Kurz vor der Einmündung Am Martinszehnten soll plötzlich eine Person auf die Fahrbahn getreten sein, der der 28-Jährige versuchte auszuweichen. Hierbei kam er von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb eingeklemmt im Fahrzeug auf dem Dach liegen. Die erste Polizeistreife leistete sofort erste Hilfe. Die Feuerwehr rettete den Mann dann aus seinem Auto. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, sein Auto hat einen Totalschaden.

Aufgrund der Angaben des 28-Jährigen zu dem bislang unbekannten Fußgänger, wurde der gesamte Bereich rund um die Unfallstelle unter Einsatz einer Wärmebildkamera abgesucht – ohne Erfolg. Die Polizei bittet daher um Zeugenhinweise hinsichtlich dieses Fußgängers. Sollte jemand ebenfalls diese Person gesehen haben, bitte die Polizei um Hinweise unter der Rufnummer: 069 – 755 11400.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Foto: Archiv

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Culture Club Riedberg löst sich auf

Fotowettbewerb, Lesungen, Ausstellungen, inter-religiöse Feste – der Culture Club Riedberg war 2016 mit einem kleinen Team aus Vorstand und Mitgliedern und großen Ambitionen gestartet. Und konnte viel verwirklichen. Doch das Engagement ruhte offenbar auf zu wenigen Schultern. Nachdem im vergangenen Jahr bereits über eine Auflösung nachgedacht wurde, ist seit Montag die Auflösung des Kultur-Vereins endgültig beschlossen.

In der ordentlichen Mitgliederversammlung wurde einstimmig entschieden, den Culture Club Riedberg doch aufzuheben. Die anwesenden sechs Mitglieder entschieden sich dazu, nachdem es auch dem neuen Vorsitzenden Wieland Speer, der sich übergangsweise zur Verfügung stellte, nicht gelungen war, gemeinsam mit Andreas Woitun als zweitem Vorsitzendem und Kassenwart sowie den wenigen Mitgliedern mehr Engagierte zu finden.

Der Diplomtrainer hatte sich vor einem Jahr aufgrund einer Meldung zur Vereinsauflösung in MAINRiedberg angeboten zu helfen. Nach einigen Emails, Telefonaten und einem Treffen zwischen ihm, der damaligen Vorsitzenden Sandra Thoms sowie dem Kassenwart Andreas Woitun wollte man den Culture Club Riedberg (CCR) weiterführen, der bereits in Auflösung war.

Die wenigen Mitglieder sind am Montagabend nach intensiver Diskussion und auch der Überlegung einer Fusion mit einem anderen Verein dem Vorschlag des Vorstandes gefolgt und haben die Auflösung spätestens zum Jahresende beschlossen. Als Liquidatoren wurden Andreas Woitun und Sandra Thoms einstimmig gewählt, die bis Jahresende spätestens alles Notwendige mit dem Amtsgericht und dem Finanzamt abwickeln werden.

Sandra Thoms – die Gründerin und ehemalige Vorsitzende des CCR – ist guter Dinge, dass die Kulturangebote im Stadtteil weiter gehen. Man ist in“ guten Gesprächen mit der IG Riedberg“, die bereits begonnen haben und nach dem Sommerfest Ende August fortgeführt werden sollen.

„Ich sah mich nur als Zwischenlösung und hatte gehofft, dass andere willige Personen für den Vorstand gefunden werden. Leider ist das nicht gelungen. Schade! „, sagt abschließend Wieland Speer.

Foto: Culture Club Riedberg

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Kosten, Ausbau, Zukunft – das ist die neue Grundschule 3

Allen Verantwortlichen, aber nicht zuletzt auch Schulleitung und Eltern fiel vermutlich ein Stein vom Herzen, dass die neue Grundschule 3 am Dienstag mit 85 Schülerinnen und Schülern feierlich eröffnet werden konnte – trotz des großen Zeitdrucks und einer Bauzeit von weniger als einem Jahr. Im zuständigen Baudezernat spricht man davon, dass die Rückmeldungen „trotz der schwierigen Umstände positiv“ waren.

Es gibt noch viel zu tun. Ausgebaut werden muss das zweite Obergeschoss, das derzeit noch nicht benötig wird. Und natürlich müssen die Außenanlagen hergestellt werden. Vor allem muss der provisorische Weg, der über die Baustelle zur Schule führt, befestigt werden.

Provisorium kostet 4,1 Millionen Euro

Die provisorische Anlage für die dritte Grundschule im Stadtteil kostet rund 4,1 Mio. Euro, inklusive der Miete für die Stahlmodule für zwei Jahre. Zum Vergleich: Die zeitgleiche Erweiterung der Marie-Curie-Schule um einen Holzmodulbau für weitere Klassenräume beläuft sich auf rund 2,1 Millionen Euro, die provisorische Erweiterung der Grundschule 1 mit einer Containeranlage in unmittelbarer Nähe der Schule auf 350.000 Euro. Alle Baumaßnahmen wurden aufgrund der rasant steigenden Kinderzahlen auf dem Riedberg notwendig, dem mit einem Altersdurchschnitt von 35,2 Jahren jüngsten Stadtteil Frankfurts.

Der große Holzmodulbau für die Integrierte Gesamtschule Kalbach-Riedberg (IGS) kostet mit dem ersten und zweiten Bauabschnitt rund 15 Millionen Euro. Insgesamt hat die Stadt Frankfurt am Main in den Ausbau der Schulkapazitäten auf dem Riedberg in jüngster Zeit also mehr als 21 Millionen Euro investiert. „Und es kommen noch einmal circa 47 Millionen Euro für den Neubau der IGS Kalbach-Riedberg hinzu“, wie Günter Murr, Pressereferent im Baudezernat, informiert.

Blick in die Zukunft

Die neue Grundschule 3 soll in zwei Jahren, wenn die IGS Kalbach-Riedberg ihren Neubau in U-Bahn-Nähe bezogen hat, in deren Holzmodulbau an der Carl-Hermann-Rudolff-Allee einziehen und dort ihren endgültigen Standort finden. Die designierte Schulleiterin Amrei Quandel hat mit ihrer Planungsgruppe eine moderne Ganztagsschule im „Pakt für den Nachmittag“ konzipiert, die aufgrund der weiterhin steigenden Schülerzahlen dringend gebraucht wird. 

Foto: MAINRiedberg

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Klimaforscher: „Wir müssen jetzt entschlossen handeln“

Der renommierte Atmosphärenforscher Joachim Curtius von der Goethe-Universität sieht in dem am 8. August erschienenen Gutachten des Weltklimarates in Genf einen wichtigen Beitrag bei der Bekämpfung von Folgen des Klimawandels. Das Gutachten von insgesamt mehr als 100 Forschern mache deutlich, dass auch die Länder in den gemäßigten Klimazonen nicht weiter so tun könnten, als finde der Klimawandel nur in anderen Ländern statt. Die immer raschere Folge von Extremsommern seit den 2000er Jahren seien ein Beleg dafür, dass auch Deutschland und Mitteleuropa sich mit den Folgen des Klimawandels intensiver befassen und umsteuern müssen. Bisher sei es in Deutschland dank der Energiewende zwar gelungen, den CO2-Ausstoß im Durchschnitt um ein Prozent pro Jahr zu reduzieren. Dieser Wert müsse sich jedoch möglichst rasch vervierfachen, um bis 2050 zu einer weitgehenden CO2-Neutralität zu kommen.

Eine bisher sehr unterschätzte Rolle als CO2-Emittenten spielten auch die Moore, bzw. deren Trockenlegung und der dort stattfindende Torfabbau. Allein trockengelegte Moore verursachen 5 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes in Deutschland. Mit einer Wiedervernässung der trockengelegten Flächen könnte der CO2-Ausstoß drastisch reduziert werden.

Auch andere klimaverändernde Gase wie Methan müssten noch viel stärker in den Blick genommen werden. Hier sei die Landwirtschaft und insbesondere die aufgrund des hohen globalen Fleischkonsums extensive Viehwirtschaft ein Hauptverursacher für den Klimawandel und die weltweit steigenden Temperaturen. Die globale Viehwirtschaft sei auch wesentlich verantwortlich für die immer stärkere Rodung großer Waldgebiete und die Umwandlung dieser Flächen in landwirtschaftliche Gebiete, die dann oft mit Soja für die Tierfütterung bepflanzt würden. Dieser Raubbau habe gleich mehrfach negative Auswirkungen auf das Klima: Bei Brandrodungen würden Jahr für Jahr Milliarden von Tonnen CO2 in die Atmosphäre geblasen, der abgeholzte Regenwald könne sich möglicherweise in absehbarer Zukunft nicht mehr regenerieren und das als Viehfutter eingesetzte Soja setze über die Verdauungsprozesse der Tiere enorme Mengen klimaschädliches Methan frei. Dieser Teufelskreis sei nur zu durchbrechen durch eine deutliche Reduktion des globalen Fleischkonsums.

Curtius hält es sogar für möglich, dass der Amazonas-Regenwald aufgrund der extensiven Abholzung zugunsten der Land- und Viehwirtschaft vollständig verschwinden könnte – mit gravierenden Folgen für das Weltklima: In komplexen Klimasystemen gebe es sogenannte Kipppunkte, an denen ein Klimasystem schnell in einen ganz neuen Zustand rutschen könne: „Bei weiterer starker Erwärmung und fortgesetzter Rodung des Amazonas-Regenwalds ist es möglich, dass ein Punkt erreicht wird, an dem sich die Verdunstung aus den Wäldern und damit auch Niederschläge und Temperaturen in dieser Region schlagartig so verändern, dass auch der verbleibende Regenwald nicht mehr weiterbestehen kann und dass die Veränderungen dann tatsächlich irreversibel sind“, so Curtius. Auch für den deutschen Wald sieht Curtius schwere Zeiten voraus: „Es wird sehr schwer und teuer, den Wald bei uns in den kommenden hundert Jahren an die sich durch Klimawandel schnell verändernden Gegebenheiten anzupassen: Die großen Schäden durch Trockenheit und Borkenkäferbefall, die wir derzeit beobachten, machen diese Problematik überdeutlich.“

Curtius ist überzeugt, dass auch jetzt noch die Chance besteht, durch energisches Handeln in der Klimapolitik einen weiteren Anstieg der globalen Temperaturen stark zu bremsen und mittelfristig sogar zu stoppen:

„Meiner Einschätzung nach sind die Veränderungen zwar dramatisch, es ist aber noch kein Punkt überschritten, an dem die Probleme so groß sind, dass wir nichts mehr tun könnten. Es besteht auf jeden Fall noch die Chance, die menschgemachte Erwärmung so zu begrenzen, dass katastrophale Schäden abgewendet werden können, wenn wir – insbesondere die Industriestaaten als Hauptverursacher – jetzt schnell und entschlossen handeln. Für eine Änderung des Konsumverhaltens ist es bestimmt noch nicht zu spät. Natürlich muss es uns gelingen, nicht nur die Emissionen in Deutschland und in Europa zu reduzieren, sondern auch die USA, China, Brasilien und weitere Länder müssen überzeugt werden, mitzumachen. Aber zunächst muss sicherlich jeder vor seiner eigenen Türe kehren. Wir haben seit mehr als einem Jahrhundert wesentlich die Emissionen verursacht und unseren Wohlstand darauf aufgebaut, daher haben wir eine hohe Verantwortung, die Emissionen auch als Erste zu reduzieren.“

Foto & Informationen: Pressestelle Goethe-Universität

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