Rückblick: Wenn aus geretteten Lebensmitteln ein Festmahl wird

Bierzelttisch mit Geschirr und Essen

© Riedberg grüne Beete

Mit kostenfreiem Essen die Welt ein bisschen besser machen – das war das klare Ziel, als auf dem Riedberg zum zweiten Mal das Format „Retter-Essen“ an den Start ging. Die Motivation hinter der Aktion ist aktueller denn je: Es geht darum, auch direkt vor der eigenen Haustür auf dem Riedberg ein Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung zu setzen. Auf die Beine gestellt wurde das Ganze von der Hochbeetgruppe »Riedberg grüne Beete«, einer Arbeitsgemeinschaft der Klimaschutzinitiative Riedberg (KIR).

In der Küche der evangelischen Riedberggemeinde herrschte folglich großes Gewusel. „Bei geretteten Lebensmitteln läuft es meist auf Suppe und Salat hinaus“, stellte Bärbel Albert schmunzelnd fest. Sie hatte kurz zuvor noch frische Kräuter und bunte Blüten direkt von den hauseigenen Hochbeeten geerntet, um den Gerichten den letzten Schliff zu verleihen. Für die aktuelle Ausgabe suchte sich die Hochbeetgruppe zudem tatkräftige Unterstützung und kooperierte mit dem Foodsharing e.V.. Frau Meral, eine Helferin, stieß zur Aktion dazu.

Das Prinzip hinter Foodsharing ist denkbar einfach, aber effektiv: Die sogenannten „Foodsafer“ absolvieren zunächst eine Fortbildung und werden damit Teil des Netzwerks. Der Einzelhandel vergibt anschließend feste Termine, zu denen die Ehrenamtlichen die bereitgestellten Lebensmittel einpacken dürfen. Über einen Post in der Foodsharing-Gruppe werden die Funde geteilt. Wer etwas gebrauchen kann, kommt einfach zur Verteilerstelle. Das Beste daran: Jeder Interessierte darf vorbeikommen und die Lebensmittel weiterverwerten.

Neben der Hochbeetgruppe packten diesmal auch einige Helfer und Interessierte mit an, die über die sozialen Medien von der Aktion erfahren hatten. Dank der vielen Hände waren im Handumdrehen zwei köstliche Gemüsesuppen, frische Salate, Bananenmilch sowie Obst und Rohkost zum „Snacken“ appetitlich auf einem Büfett angerichtet.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, wurde das Büfett dieses Mal direkt am Gehweg an der evangelischen Kirche aufgebaut. Das Konzept ging voll auf: Es entwickelten sich wunderbare Gespräche mit Passanten, es wurde fleißig probiert und das eine oder andere Lebensmittel direkt mit nach Hause genommen. Auch Bäckerware war reichlich vorhanden – und sollte doch einmal etwas übrigbleiben, wandert es zur Not einfach in den Gefrierschrank.

Fleißige Helfer beim Schnippeln

© Riedberg grüne Beete

Am Ende zeigten sich Bärbel und Meral glücklich über das große Interesse am Foodsharing und die neu geknüpften Kontakte. Besonders die Basketball-Kids freuten sich riesig, da sie kein Geld dabeihatten und trotzdem mitessen durften. Auch die Mitglieder des Riedberg-Chors waren nach einer langen Extraprobe glückliche Abnehmer, sodass am Ende kein einziger Krümel mehr übrig war. Das Angebot blieb für alle komplett kostenfrei, obwohl viele der Besucher gerne etwas spenden wollten.

Aufgrund der großen Nachfrage wird das erfolgreiche Format am Riedberg nun öfter stattfinden. Der nächste Termin steht auch schon fest: Am 4. Oktober wird zur Erntedank-Suppe geladen.

Bierzelttisch mit Geschirr und Essen

© Riedberg grüne Beete

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