Graffiti für den Riedbergplatz – und bald auch WLAN?

Graue Wände, graue Bodenplatten. Farbe wäre für unseren Riedbergplatz nicht schlecht – allerdings bitte keine Schmierereien wie zurzeit, sondern legales Graffiti. Das dachten sich vermutlich die Wegbereiter folgender Idee: In der Sitzung vom vergangenen Freitag beschloss der Ortsbeirat eine Initiative, die den Riedbergplatz verschönern soll. Konkret geht es dabei darum, „die bisherigen unschön beschmierten Mauern dauerhaft ansprechend zu gestalten“, heißt es bei SPD und Grünen. Und der Kreativität der Kinder und Jugendlichen Raum zu geben. Man verweist auf das Graffiti an den Stützen der A66 in Ginnheim und die Bemalung der Mülleimer an den Bus- und U-Bahnhaltestellen am Riedberg durch die Kids der Kita TraumBaum. Wie aber könnte das klappen? Ronald Bieber, Kinderbeauftragter am Riedberg, wird sich mit dem Jugendhaus und den Schulen in Verbindung setzen, um Entwürfe für die Bemalung der Mauern zu sammeln. Zuschüsse aus dem Ortsbeiratsbudget sind dann für die Realisierung in Aussicht gestellt.

Der Riedbergplatz ist der zentrale Aufenthaltsort hier im Stadtteil, nicht nur wegen U-Bahn-Anschluss, Spielplatz und Einkaufszentrum. Einstimmig zugestimmt wurde am Freitag dem Antrag, dass bei der Stadt nachgehakt werden soll, ob es hier freies WLAN geben könnte. Die Frage ist allerdings, wie weit die Gespräche mit verschiedenen Anbietern bezüglich des Ausbaus eines freien WLAN-Netzes überhaupt schon gediehen sind. Schließlich wolle man doch, dass in Frankfurt und natürlich auch am Riedberg „am technischen Fortschritt teilgenommen werden kann“. Bisher sind immer mehr Jugendliche in der Passage im Einkaufszentrum zu finden. Auch in den Schulpausen. Denn es gibt freies WLAN bei Rewe. „Sicher nicht selbstlos“, wie ein Ortsbeirat formuliert. Sondern mit Blick auf die Kasse.

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