Heute ist NIGHT OF SCIENCE

Heute heißt es wieder: „Es wird spät!“ Auch schlafen muss man in dieser Nacht zum Samstag nicht unbedingt – das raten zumindest die Organisatoren. Ab 17 Uhr sind wieder alle Interessierten herzlich eingeladen, den Uni-Campus Riedberg in einem ganz anderen Licht zu sehen. Zum zwölften Mal macht die NIGHT OF SCIENCE die Nacht zum Tag. Die Dozenten haben wieder Einiges auf sich genommen, um bis zum Morgengrauen spannende Themen aus ihrer Forschung präsentieren zu können, aber auch Alltagsphänomene zu erklären, die „man immer schon mal verstehen wollte“. Die Vorträge sind unterhaltsam und verständlich gestaltet, aber so, dass man schlauer geht, als man gekommen ist. Die jüngsten Besucher können sich auf dem beaufsichtigten Kinderspielplatz austoben. Für Schulkinder gibt es zahlreiche Experimentierstationen und spannend gestaltete Experimentalvorlesungen am frühen Abend.

Auf der Suche zu den ältesten Sternen

Dieses Jahr eröffnet Prof. Dr. Anna Frebel die Night of Science 2018 mit ihrem Vortrag:“Auf der Suche nach den ältesten Sternen“. Nach ihrem Studium der Physik in Freiburg promovierte Anna Frebel in Astrophysik am Mount Stromlo Observatory der Australian National University in Canberra und erhielt dort den Preis für die beste australische Doktorarbeit im Bereich Astronomie. Nach Forschungsstipendien in Austin, Texas und am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics ist sie seit 2012 Professorin am renommierten MIT in Cambridge, Massachusetts. Zudem wurde sie in den letzten Jahren mit einigen nationalen und internationalen Auszeichnungen prämiert.

Als Shooting-Star unter den Astrophysikern entdeckte die 2005 den eisenärmsten Stern des Kosmos, im Jahr 2007 gelang ihr ein erneuter Sensationsfund: einen ungefähr 13 Milliarden Jahre alten Stern, der zu den ältesten des Universums zählt. Dazu publiziert sie regelmäßig in den wichtigsten Fachjournalen, unter anderem „Nature“ und hat ein populärwissenschaftliches Buch über ihre Entdeckungen verfasst.

Das ist die diesjährige Leitfigur

Die diesjährige Leitfigur, Maria Mitchell, ist auf den ersten Blick zwar scheinbar unbekannt, aber eine der berühmtesten AstronomInnen ihrer Zeit und eine Pionierin für die Gleichberechtigung von Frauen in der Wissenschaft.

Vor genau 200 Jahren wurde Maria Mitchell am 1. August auf der Walfanginsel Nantucket geboren. Dank Ihrer Eltern genoss Sie eine gute naturwissenschaftliche Bildung und gründete mit 17 Jahren ihre eigene Mädchenschule. Schon früh kam sie mit der für den Walfang und Navigation auf der See notwendigen Astronomie in Kontakt und stellte eigene astronomische Beobachtungen an. Als der König von Dänemark einen Preis für die Entdeckung eines Kometen mithilfe eines Teleskops versprach, gewann Maria Mitchell diesen 1847 als erste Frau. Überall in den Vereinigten Staaten berichtete man über die Frau, die einen Kometen gefunden hatte. Sie war sowohl Mitglied der bis dahin ausschließlichen männlichen American Academy of Arts and Sciences sowie zahlreicher weiterer wissenschaftlicher Gesellschaften. In einer Anstellung bei der US Navy erstellte sie das astronomische Jahrbuch und war damit die erste professionelle Astronomin in den Vereinigten Staaten.

1861 wurde sie zur ersten Professorin für Astronomie am New Yorker Vassar College und Direktorin der ansässigen Hochschulsternwarte. Im Laufe der Jahre bildete sie dort viele hervorragende Wissenschaftlerinnen aus und setzte sich lebenslang für die Gleichstellung der Frau ein. Bis zu  ihrem Tod 1889 war es ihr Traum, das „Universum der Wahrheit“ jedem Menschen zugänglich zu machen.

Von Führungen bis Live-Bands – und Frühstück

In spannenden Führungen und Experimenten kann man auch in diesem Jahr Wissenschaft wieder hautnah erleben können. Und wie in den Vorjahren gibt es auch außerhalb der Hörsäle wieder einiges auf die Ohren. Verschiedene Live-Bands aus der Umgebung werden den Abend musikalisch abrunden. Zusätzlich ist für dieses Jar ein Science Slam auf unserer großen Bühne geplant. Für Speis und Trank ist zu Studentenpreisen gesorgt. Der dazu passende Kaffee wird übrigens an den Getränketheken die ganze Nacht über angeboten. Wer sogar bis in die frühen Morgenstunden durchhält, wird mit einem üppigen Frühstück belohnt…

Genauso wie in den Vorjahren bleibt der Eintritt zur gesamten Veranstaltung frei. Informationen zum Programm und Anmeldung für Führungen unter www.nightofscience.de