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Digitaler Leuchtturm im Nordwestzentrum: TUMO Frankfurt vor der Eröffnung

Rendering TUMO-Zentrum FFM

In der Frankfurter Bildungslandschaft steht ein bedeutender Umbruch bevor. Im April 2026 eröffnet im Nordwestzentrum (NWZ) mit „TUMO Frankfurt“ ein innovatives Lernzentrum für kreative Technologien.

Auf rund 2.000 Quadratmetern Fläche, in den ehemaligen Räumlichkeiten einer Thalia-Filiale, entsteht ein außerschulisches Bildungsangebot, das Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren kostenlosen Zugang zu modernsten digitalen Kompetenzen ermöglicht.

Ein innovatives Lernkonzept aus Armenien

Das TUMO-Konzept stammt ursprünglich aus Jerewan, Armenien, und hat sich mittlerweile weltweit als Erfolgsmodell etabliert. Frankfurt wird nach Standorten wie Berlin und Mannheim das 7. Zentrum dieser Art in Deutschland sein. Der Kern des Konzepts basiert auf einer Verbindung von Selbststudium und angeleiteten Workshops. In der sogenannten „TUMO World“, einer speziellen Lernsoftware, erarbeiten sich die Jugendlichen zunächst eigenständig Grundlagen. Unterstützt werden sie dabei von Coaches, die bei Fragen zur Seite stehen.

Anschließend wird das Wissen in Workshops vertieft, die von Experten aus der Praxis geleitet werden. Das Angebot umfasst 8 bis 10 Schwerpunkte, darunter Robotics, Programmierung, 3D-Modellierung, Grafikdesign, Spieleentwicklung sowie Musik- und Filmproduktion. Noten oder Aufnahmeprüfungen gibt es nicht; das Ziel ist das entdeckende Lernen im eigenen Tempo.

Rendering TUMO-Zentrum FFM

© TUMO-Zentrum FFM

Bedeutung für die Bildungsgerechtigkeit

Bildungsdezernentin Sylvia Weber bezeichnet das Projekt als „Meilenstein für die Digitalisierungsbildung“. Die zentrale Bedeutung für Frankfurt liegt vor allem in der Förderung der Bildungsgerechtigkeit. Da das Angebot komplett kostenfrei ist – inklusive der Nutzung hochwertiger Hard- und Software –, haben Jugendliche unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund die Chance, zukunftsrelevante MINT-Kompetenzen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu erwerben.

Besonders der Standort in der Nordweststadt wurde bewusst gewählt. Durch die hervorragende Anbindung ist das Zentrum für Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet gut erreichbar. Pro Woche wird mit rund 1.000 Teilnehmern gerechnet, für die insgesamt 100 modern ausgestattete Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Vormittags soll das Zentrum zudem für Kooperationen mit Schulen offenstehen, während der Nachmittag dem individuellen Lernen vorbehalten ist.

Finanzierung und Partnerschaften

Das Projekt basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Frankfurt, der Volkshochschule (VHS) als Bildungsträger und dem „Verein zur Förderung von TUMO in Frankfurt e. V.“. Während die Stadt Frankfurt die Kosten für die Anmietung und den Umbau der Räumlichkeiten übernimmt, trägt der Förderverein die laufenden Betriebskosten. Die Finanzierung für die ersten drei Jahre ist durch Spenden, Stiftungen und Mittel des Hessischen Digitalministeriums mit einem jährlichen Etat von etwas über einer Million Euro bereits gesichert. Auch die KfW Bankengruppe unterstützt die Verbreitung des TUMO-Konzepts in Deutschland bereits seit 2020.

Coach mit Schülerin

© KfW-Bildarchiv / Thomas Meyer/OSTKREUZ

Aktueller Stand und Ausblick

TUMO Frankfurt sucht derzeit nach einer Erweiterung ihres Teams durch Coaches sowie eine Workshop-Leitung. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://frankfurt.tumo.de/jobs/

Die Bauarbeiten im Nordwestzentrum schreiten voran. Bei einem Vor-Ort-Termin im März 2026 betonte Sylvia Weber die Strahlkraft des Projekts, das weit über die Stadtgrenzen hinausreichen werde. Für interessierte Eltern und Jugendliche finden am 28. März und am 25. April 2026 Informationsveranstaltungen im Nordwestzentrum statt.

Die Anmeldung für die begehrten 1.000 Plätze wird in Kürze online über das Portal frankfurt.tumo.de möglich sein. Mit der Eröffnung im April schließt Frankfurt eine Lücke in der Vermittlung digitaler Fähigkeiten und setzt ein deutliches Zeichen für die Wettbewerbsfähigkeit der kommenden Generation.

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