Schlagwort: Bewegungsförderung

Gemeinschaft stärken und Abenteuer erleben: Der »SportsFinderDay Mini« bringt die Marie-Curie-Schule auf Trab

Der SportsFinderDay-Mini: Das Minimobil

Ein ereignisreicher Sporttag am Riedberg zeigt, wie wichtig Bewegung, Teamgeist und gesunde Ernährung für Grundschulkinder sind.

Am Mittwoch, den 27. Mai 2026, herrschte auf dem Gelände der Marie-Curie-Schule auf dem Riedberg ein ganz besonderer Trubel. Die Sportjugend Hessen machte mit ihrem erfolgreichen und beliebten Bewegungsformat »SportsFinderDay Mini« Station an der Grundschule. Das Ziel dieses landesweiten Projekts ist es, Kinder frühzeitig für Sport zu begeistern, ihre motorischen Fähigkeiten zu fördern und nachhaltige Netzwerke zwischen Bildungseinrichtungen und Sportvereinen zu knüpfen. Für die teilnehmenden Schüler und Lehrer war dieser Tag ein absolutes Highlight, das lange im Gedächtnis bleiben wird.

Der SportsFinderDay-Mini: Der Rollstuhl

Der begehrte Weg zum Aktionstag

Wie begehrt das Event ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Hessenweit hatten sich 245 Schulen auf insgesamt nur 7 Plätze beworben. Die Marie-Curie-Schule schaffte es in die engere Auswahl und war neben der Theobald-Ziegler-Schule in Preungesheim eine von nur zwei ausgewählten Grundschulen in ganz Frankfurt. Wer den Zuschlag erhält, muss sich danach drei Jahre gedulden, bevor eine erneute Bewerbung möglich ist, damit auch andere Schulen eine Chance bekommen. Für Lehrer von Schulen, die sich für ein solches Event noch bewerben wollen, ist das die perfekte Gelegenheit zur Planung: Die Ausschreibung erfolgt jeweils gegen Ende des Jahres.

Am frühen Morgen rückte das Team der Sportjugend Hessen mit einer Flotte aus roten und weißen Fahrzeugen an, vollgepackt mit professionellem Sport- und Spielmaterial. Jasmin Gangel, Lehrerin an der Riedberger Schule, betonte begeistert, dass die Aktion Möglichkeiten eröffne, die eine Schule alleine in dieser Form niemals stemmen könnte.

Ein Parcours voller sportlicher Abenteuer

Insgesamt rund 40 Stationen verwandelten das Schulgelände in eine riesige Bewegungslandschaft. Die Angebote teilten sich in freie Stationen und feste Team-Aufgaben auf. An den freien Stationen durften die Kinder nach Herzenslust Neues ausprobieren. Zu den absoluten Highlights gehörte ein professioneller Baseball-Käfig mit einer direkt aus den USA importierten Wurfmaschine. Da das alte Gerät kurz zuvor den Geist aufgegeben hatte, wurde diese Maschine extra neu beschafft. In Deutschland ist so ein Gerät gar nicht erhältlich – ein Beweis dafür, dass Baseball hierzulande eine echte Nische darstellt. Die Schüler erfuhren begeistert, wie viel Kraft und Koordination dazu gehört, den schweren Schläger im richtigen Moment zu schwingen.

Der SportsFinderDay-Mini: Basball-Wurfmaschine

In der Turnhalle ging es beim „Bubble Soccer“ drunter und drüber. Eingepackt in große, durchsichtige, luftgefüllte Kugeln versuchten die Kinder, sich gegenseitig umzuschubsen. Dass man dabei ständig miteinander zusammenstieß, umfiel und sich wieder auf die Beine kämpfen musste, sorgte für lautes Lachen und ließ die sportliche Anstrengung fast vergessen.

Der SportsFinderDay-Mini: Die Kletterwand

Auch das Klettern kam nicht zu kurz: Zwar verfügt die Schule bereits über eine kleine Boulderwand im Pausenhof, doch die mitgebrachte Wand der Sportjugend ragte deutlich höher hinauf. Bestens mit Gurten und Seilen gesichert, erklommen die jungen Nachwuchsbergsteiger mit wachsender Begeisterung das neue Hindernis. Weitere innovative Stationen wie das „Licht ausklatschen“ – eine Reaktionsübung aus dem Handballtraining mit vier leuchtenden Signallampen auf dem Boden –, eine „Pipeline“ aus Regenrinnen für Murmeln und das Seilspiel „Zaubertrank“, bei dem eine Wasserschale völlig stumm balanciert werden musste, erforderten von den Schülern volle Konzentration und Geschicklichkeit.

Teamgeist und Zusammenhalt im Fokus

Neben dem individuellen Ausprobieren gab es 5 spezielle Team-Stationen, die jede Klasse zu festen Terminen absolvierte. Hier war enge Zusammenarbeit der gesamten Klasse gefragt. Aufgeteilt in drei Gruppen mussten die Schüler im Stil eines Escape-Rooms knifflige Rätsel lösen, Tresore öffnen und geheime Codes per Walkie-Talkie austauschen. Da jede Teilgruppe nur ein Funkgerät erhielt, mussten die Kinder eng zusammenbleiben. Es wurden feste Rollen wie der „Walkie-Talkie-Meister“ oder der „Verwalter der Unterlagen“ vergeben. In abschließenden Teambesprechungen wurde gemeinsam reflektiert, was man gelernt hat und wie diese Erfahrungen für den täglichen Schulalltag von Nutzen sein können.

Der SportsFinderDay-Mini: Exit-Room

Spielerisch lernen, wie gesunde Ernährung schmeckt

Ein durchdachtes pädagogisches Konzept verknüpfte den Sport direkt mit der Ernährung. Jedes Kind sammelte mit seinem Laufpass an den Stationen Stempel, die als „Ernährungsbudget“ am gesunden Frühstücksbuffet eingelöst werden konnten. Für Obst und Gemüse benötigte man nur wenige Stempel, belegte Brötchen kosteten etwas mehr, und für süße Croissants musste man am meisten ausgeben. So entwickelten die Kinder spielerisch ein Gefühl für den Wert von Lebensmitteln. Das Buffet wurde in einer großartigen Teamleistung von Eltern, dem Förderverein und der Schulmensa aufgebaut. Dank der Verbindung eines Elternteils zum Obstladen „Bioeck“ aus Offenbach stand frisches Gemüse im Überfluss bereit. Die Lehrer wurden dadurch entlastet und konnten sich voll auf die Betreuung der Klassen konzentrieren. Bei dem sonnigen, heißen Frühsommerwetter erinnerten regelmäßige Lautsprecheransagen die Kinder zudem daran, ausreichend zu trinken und auch zu essen.

Der SportsFinderDay-Mini: Der Futterbereich

Große Unterstützung und hoher politischer Besuch

Der enorme Aufwand des Projekts wird auch von offizieller Seite stark unterstützt. Das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege förderte die Maßnahme mit 26.000 Euro. Den Bescheid überreichte Ann Kathrin Linsenhoff, Sportbeauftragte des Landes Hessen und Olympiasiegerin von 1988 im Mannschaftsdressurreiten, an Tim Döring von der Sportjugend Hessen. Sie lobte ausdrücklich den sozialen Aspekt und das starke Miteinander, das in diesem Projekt spürbar wird.

Die fundamentale Bedeutung für die Zukunft unserer Kinder

Der Aktionstag macht deutlich, wie wichtig solche niedrigschwelligen Bewegungsangebote in der heutigen Zeit sind. Aktuelle Studien zeichnen ein alarmierendes Bild: Nur etwa 20 % der Kinder erreichen die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene tägliche Bewegungszeit. Besonders betroffen sind Kinder aus sozial benachteiligten Lebenslagen. Vor dem Hintergrund dieser zunehmenden Bewegungsdefizite und der Einführung du flächendeckenden Ganztagsunterrichts ab 2026 gewinnt die Verbindung von Schule, Kita und Sportverein massiv an Bedeutung.

Wie Malin Hoster, Vorstandsvorsitzende der Sportjugend Hessen, betont, schafft das Projekt wichtige Räume der Begegnung und ebnet Kindern den Weg in den Vereinssport. Zwar wird diese Kooperation oft dadurch erschwert, dass die Hauptaktivitäten vormittags stattfinden – einer Zeit, in der viele Vereinstrainer berufstätig sind –, dennoch bietet der Tag den Vereinen eine ideale Plattform, sich zu präsentieren und neue Mitglieder zu gewinnen. So erhalten Kinder auch Zugang zu exotischeren Sportarten wie Fechten oder Rollstuhlbasketball, die ihnen sonst verborgen blieben. Der »SportsFinderDay Mini« an der Marie-Curie-Schule hat eindrucksvoll bewiesen, dass Bewegung in der Gemeinschaft nicht nur gesund ist, sondern vor allem unendlich viel Spaß macht.


Augenzeugenberichte

Der Sportsfindersday
Der Sportsfindersday fand am 27.05.2026 statt. Man konnte viele verschiedene Sportarten oder Hobbys ausprobieren. Am Anfang haben wir uns warm gemacht und sind viel gejoggt. Jede Klasse hatte ein Klassenspiel, wo es verschiedene Aktivitäten gab. Immer, wenn man an einer Station war, und diese fertig gemacht hat bekam man ein Stempel auf seinem Pass. Wenn man Hunger hatte, ging man zum Buffét und konnte sich etwas kaufen. Obst und Gemüse kosteten ein Stempel, belegte Brötchen (Käse oder Wurst) zwei, Brötchen mit Nutella oder Marmelade drei und mini Muffins vier dafür bekam man zwei. Ein Ruheraum gab es auch. Dort konnte man sich von der Hitze und dem Sport ausruhen und kurz entspannen.

Ich fand die Station: „Hüpfburg und Klettern am tollsten!“ Es gab aber noch was wie Seilspringen, Fußball spielen oder Hobby-Horsing.

Insgesamt war der Sportsfindersday eine sehr tolle und spannende Erfahrung, mit Erinnerungen die immer im Hinterkopf bleiben werden!

von: Luise

Der SportsFinderDay-Mini: Tauschverhältnisse Stempel in Essen

Der Sportsfinderday
Am Anfang von dem Tag waren alle Kinder auf dem Schulhof der Marie-Curie-Schule. Dort wurden die Kinder mit Übungen überrascht zum Beispiel mit Joggen. Das haben wir ungefähr 5 bis 10 Minuten gemacht. Danach sind wir zu den Sportgeräten gerannt. Es gab ein Trampolin mit einem Boxsack. In der Mitte es gab auch noch Bumperbälle die sehr viel Spaß gemacht haben und gaaaaaaaaaaanz viele andere Sachen! Bei jeder Station die man gemacht hat kriegt man einen Stempel damit sich die Kinder Essen holen können. Je nach dem: man gesünderes Essen isst ist es günstiger und wenn das Essen ungesund ist kostet es mehr Stempel. 1 Stempel ist das günstigste Essen und mit 4 Stempel ist es das teuerste Essen. Zum Beispiel ist ein Apfel ist gesund und ein Muffin ist ungesund.

Die Kinder hatten zu unterschiedlichen Uhrzeiten ein Klassenspiel (Teamspiel). In diesen Klassenspielen war alles nur als Team möglich! Es gab die unterschiedlichsten Sachen zu tun. Jede Klasse hatte ein Klassenspiel und alle Klassenspiele waren anders. Auch in unserer Turnhalle gab es Geräte zum Beispiel den Bumper.

Am Ende waren alle wieder da wo man angefangen hat und die Kinder konnten ihre Meinung dazu sagen. Alle Kinder haben ganz laut gejubelt: „Es hat alles so viel Spaß gemacht“!

Dann war die Schule vorbei.

 

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SKIB Abzeichen feiert Jubiläum: Sport- und Motorik-Test seit über 10 Jahren

Abzeichen für Schulkids in Bewegung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ der Arbeitsgruppe „Bewegungsförderung im Alltag“ raten, dass sich Kinder ab dem Grundschulalter täglich mindestens 90 Minuten in moderater bis hoher Intensität bewegen sollen.

„Schulkids in Bewegung“ bewegt Grundschulkinder

Im Jahr 2011 haben der Sportkreis Frankfurt e.V. und die Stadt Frankfurt am Main gemeinsam ein Projekt zur nachhaltigen Bewegungsförderung ins Leben gerufen, das die Arbeit von Sportvereinen und Schulen integriert und langfristige Kooperationen fördert: „Schulkids in Bewegung“ (SKIB).

Durch Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen sowie den Projekt-Bausteinen „SKIB Festival“, „Trink dich fit – denn Durst macht schlapp“ und dem „SKIB Abzeichen“ möchte das Projekt mehr Bewegung in den Alltag von Schulkindern bringen, sie für Vereinssport begeistern und nachhaltige Strukturen schaffen, die solche Kooperationen ermöglichen.

Das SKIB Abzeichen feierte dabei im vergangenen Schuljahr sein 10-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass blickten wir mit unserem Vorsitzenden, Roland Frischkorn, sowie Prof. Dr. Christopher Heim und Jasmin Czogalla von der Goethe-Universität Frankfurt, die uns seit Jahren unterstützen, zurück auf die Anfänge und sprachen über die Entwicklung des SKIB Abzeichens und dessen Bedeutung.

Warum wurde das SKIB Abzeichen ins Leben gerufen?

  • Sport und Bewegung sind für die geistige, körperliche und soziale Entwicklung von Kindern unverzichtbar
  • Sport stärkt das Wohlbefinden, die allgemeine Gesundheit und fördert die motorischen und sprachlichen Fähigkeiten
  • Das SKIB-Abzeichen testet spielerisch die motorischen und sportartbezogenen Fähigkeiten der Kinder, soll den Zugang zum Sport ermöglichen und eine geeignete Sportart für die Kinder finden

Welche Aufgaben müssen von den Kindern absolviert werden und warum wurden diese ausgewählt?

  • Die Aufgaben bilden ein breites Spektrum sportartübergreifender motorischer Basiskompetenzen ab, z.B. „Körperkoordination” (Laufen, Springen, Balancieren), „Objektkoordination“ (Fangen, Werfen) und konditionelle Fähigkeiten (Kraftausdauer), sind aber gleichzeitig altersgerecht und spielnah gestaltet.

Was ist das Besondere am SKIB Abzeichen?

  • Das SKIB-Abzeichen ist der einzige Test in Deutschland, der in dieser Form sowohl motorische Basiskompetenzen als auch konditionelle Fähigkeiten gleichermaßen berücksichtigt
  • Explizit auf die Zielgruppe der Erstklässler zugeschnitten – sowohl hinsichtlich der motorischen Anforderungen als auch unter motivationalen Gesichtspunkten
  • Diese Kombination macht das SKIB-Abzeichen zu einem inhaltlich fundierten und gleichzeitig kindgerechten Instrument der Bewegungsdiagnostik

Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen sich aus den Ergebnissen des SKIB-Abzeichens ableiten?

  • Veränderung motorischer Kompetenzen bei Grundschulkindern werden nachgezeichnet
  • Vergleiche zwischen einzelnen Schulen oder Stadtteilen, durch welche sich Rückschlüsse auf die Sport- und Bewegungsangebote im jeweiligen sozialen Umfeld ziehen lassen
  • Das Thema Bewegung und Sport rückt in vielen Familien stärker ins Bewusstsein

Welchen praktischen Mehrwert bietet das SKIB-Abzeichen den teilnehmenden Kindern – aber auch ihren Eltern?

  • Über das SKIB-Abzeichen finden Kinder einen Weg in die Turn- und Sportvereine, denn nach der Auswertung des SKIB-Abzeichens erhalten die Eltern eine Übersicht der umliegenden Sportvereine.
  • Das Projekt „Schulkids in Bewegung“ schafft mehr Bewegungsstunden an den Schulen und bringt neben Schulen und Vereinen auch die Kinder und ihre Familien selbst mit den Vereinen zusammen. Ein Mehrwert für alle Beteiligten!
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