Premiere der Main Turner Trophy: Hochklassiger Turnsport in Kalbach

Turnerinnen auf dem Siegertreppchen

Turn Trophy 2026 - Siegerehrung LK 2, Bild: Kai Jakupka

Am 14. März feierte die Main Turner Trophy ihr erfolgreiches Debüt in der Mehrzweckhalle am Martinszehnten. Der ausrichtende TV Kalbach begrüßte insgesamt 40 Turnerinnen, die in 5 verschiedenen Wettkampfklassen sowie an den Einzelgeräten um die begehrten Medaillen kämpften.

Die Veranstaltung bot Zuschauern ein breites Spektrum an Leistungen, von den Leistungsklassen LK 1 und LK 2 bis hin zur anspruchsvollen Kür nach dem internationalen Code de Pointage.

Standortbestimmung und sportliche Erfolge

Für viele Teilnehmerinnen des TV Kalbach diente der Wettkampf als erste wichtige Standortbestimmung des Jahres. Besonders im Fokus standen die Turnerinnen, die erstmals in höheren Leistungsklassen antraten.

Im Wettkampf 1 (LK 1, Jg. 2013 und jünger) wagten sich Eleonora Rapp, Hannah Fenyö und Sarah Fenyö zum ersten Mal an die Anforderungen der LK 1. Ein technisches Highlight war dabei die Premiere des „Konters“ am Barren – ein Flugelement vom unteren zum oberen Holm, das alle drei Athletinnen erfolgreich präsentierten. Eleonora Rapp sicherte sich zudem den Sieg am Balken sowie Silber am Sprung, während Hannah Fenyö mit Silber am Boden und Bronze am Sprung glänzte.

Sprung von Hanna Fenyö

Turn Trophy 2026 – Sprung von Hanna Fenyö, Bild: Kai Jakupka

Im teilnehmerstarken Wettkampf 2 (LK 1, Jg. 2010 und älter) erreichte Berra Hacioglu mit 40,80 Punkten einen soliden 9. Platz.

Höchstleistungen in der Kür und Gold für den Nachwuchs

Die Königsklasse des Tages war der Wettkampf 5, in dem nach den internationalen Richtlinien des Code de Pointage geturnt wurde. Elisa Caps verpasste das Podium im Mehrkampf mit 37,55 Punkten als Vierte nur knapp, durfte sich aber über Silber am Barren und Bronze am Balken freuen. Maila Peters belegte Rang 6 und sicherte sich am Sprung mit einem „Tsukahara gehockt“ die Bronzemedaille.

Besonders erfolgreich verlief der Tag im Wettkampf 7 (LK 2, Jg. 2014 und jünger). Maria Clara da Silva bestieg mit 46,95 Punkten die oberste Stufe des Treppchens und gewann die Goldmedaille. Ihre Teamkollegin Lea Anderson belegte in einem engen Teilnehmerfeld mit nur drei Zehntelpunkten Rückstand auf den Bronzerang den 4. Platz.

Guter Startpunkt

Mit dieser rundum geglückten Premiere der Main Turner Trophy, die die erfolgreiche Arbeit des TV Kalbach unterstreicht, wurde möglicherweise der Grundstein für eine feste Etablierung der Veranstaltung im regionalen Wettkampfkalender gelegt und könnte auch in den kommenden Jahren zu einem sportlichen Highlight werden.


Dank an Unterstützer

Die gelungene Organisation und die hohe Leistungsdichte stießen bei Teilnehmerinnen und Gästen auf positive Resonanz. Möglich gemacht wurde die Veranstaltung durch das Engagement zahlreicher lokaler und regionaler Sponsoren wie …

  • Fraport
  • Mainova
  • Rewe,
  • Edeka,
  • die Frankfurter Kaffeerösterei,
  • die Bäckerei Gangel,
  • die Zahnarztpraxis Mohr,
  • Park Avenue Riedberg
  • sowie die Apotheke am Riedbergplatz

Ein Dank auch an Anne Lang, die extra aus Mannheim angereist ist, um mit einem Turnanzugstand vor Ort zu sein.


Begriffserläuterungen
Code de Pointage (CdP): Dies ist das internationale Regelwerk des Weltturnverbandes (FIG). Es gilt als die anspruchsvollste Wettkampfklasse im Gerätturnen, da hier keine vereinfachten Übungen, sondern komplexe Anforderungen bewertet werden, wie sie auch bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen Anwendung finden.

Konter am Barren: Ein technisches Flugelement am Stufenbarren. Dabei wechselt die Turnerin durch eine dynamische Bewegung vom unteren zum oberen Holm. Es erfordert ein hohes Maß an Kraft, Timing und Überwindung.

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