Neubau der IGS liegt im Zeitplan

Ein Jahr nach Baubeginn liegt der Neubau der IGS Kalbach-Riedberg im Zeitplan. Die Rohbauarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, in den nächsten Tagen beginnt auf der Baustelle in der Gräfin-Dönhoff-Straße der Einbau der Gebäudetechnik. 

Baudezernent Jan Schneider ist zuversichtlich, dass die Schule trotz Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wie geplant im Sommer 2021 fertiggestellt werden kann. „Ich bin sehr froh, dass die Baufirmen unter Einhaltung der Hygienevorschriften weiterarbeiten und wir dieses wichtige Projekt zusammen mit der Hessen Agentur voranbringen können“, sagte Schneider bei einem Ortstermin. „Jetzt hoffen wir, dass es keine Engpässe bei Materiallieferungen oder andere von der Pandemie verursachten Probleme gibt, die den Zeitplan in den kommenden Monaten doch noch gefährden könnten.“

Im Mai 2019 wurde mit dem symbolischen ersten Spatenstich offiziell mit dem Neubau für die Integrierte Gesamtschule direkt an der U-Bahn-Station Riedberg begonnen. Zuvor waren die vorbereitenden Erdarbeiten auf dem rund 14.000 Quadratmeter großen Grundstück abgeschlossen worden. In diesen Tagen hätte unter normalen Umständen das Richtfest stattgefunden. Aus Gründen des Infektionsschutzes ist das aber derzeit nicht möglich. „Deshalb bedanke ich mich auf diesem Weg bei allen, die am Bau beteiligt sind“, sagte Schneider. „Ich hoffe, dass wir deren Leistungen später mit einem Fest würdigen können.“ Die Bauherrenfunktion für den Neubau liegt beim Amt für Bau und Immobilien, die Projektsteuerung hat die Hessen Agentur übernommen, der Entwicklungsträger des Neubaugebiets am Riedberg.

Rund 50 Personen sind derzeit auf der Baustelle tätig. Für sie gelten strenge Hygienevorschriften: So müssen sie zum Beispiel zeitlich versetzt Pause machen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Baubesprechungen laufen meist über Videokonferenzen. Auf der Baustelle lässt sich bereits erahnen, wie das Ensemble aus Schule, Zwei-Felder-Sporthalle und dem regionalen Beratungs- und Förderzentrum aussehen wird. Der Rohbau der Turnhalle ist abgeschlossen. Hier beginnt in den kommenden Tagen die Montage der Fassade. An der Schule selbst wird der Rohbau im Juni abgeschlossen. Noch fehlen einige Wände und Decken. Dennoch lässt sich zum Beispiel die Dimension der 400 Personen fassenden Aula bereits erahnen.

Die 2017 gegründete IGS Kalbach-Riedberg ist derzeit in einem in Holzmodulbauweise errichteten Übergangsquartier an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee untergebracht. Dort ist jedoch der Platz für das weitere Wachstum der Schule beschränkt. Das endgültige Quartier ist für rund 600 Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 ausgelegt. Entworfen hat den Neubau das Büro h4a Architekten, das 2016 bei einem Architektenwettbewerb den ersten Preis gewonnen hatte.

Leitidee für das u-förmige Schulgebäude ist die Aufteilung der Nutzungen in sogenannte Lernhäuser. In diesen werden die Unterrichtsräume der einzelnen Klassen jahrgangsstufenweise angeordnet. Das heißt: Je vier Klassenräume werden um einen zentralen, multifunktionalen und aufteilbaren Gruppenraum angeordnet und mit einem Stützpunkt für das Lehrerteam ergänzt. So erhält jede Jahrgangsstufe ihre überschaubare Einheit. Die öffentlichen Bereiche und Verkehrsflächen werden als Kommunikations- und Lernzonen, Treffpunkte oder Rückzugsräume nutzbar gemacht. Das drei- bis viergeschossige Gebäude ist barrierefrei.

Ein Alleinstellungsmerkmal der neuen Schule ist die Aussicht: Von den Räumen in den oberen Geschossen wird man einen einzigartigen Blick auf die Frankfurter Skyline haben.

Das Investitionsvolumen liegt bei rund 47 Millionen Euro. Nach derzeitigem Stand – rund 70 Prozent aller Gewerke sind vergeben – wird dieser Kostenrahmen eingehalten. „Mit dem Neubau der IGS auf dem Riedberg wird die Bildungslandschaft in Frankfurts jüngstem Stadtteil um einen weiteren Baustein bereichert“, betonte Schneider.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Stadt Frankfurt/ Rainer Rüffer