Kategorie: AktuelleNEWS

Lust auf ’ne Waffel?

Morgen geht’s los! Mit Bubble-Waffeln, Lolli-Waffeln, Crepes, Kaffee und noch viel mehr. Wie berichtet, wird hr-Sportreporter Tim Brockmeier gemeinsam mit seiner Frau das „House of Waffles“ am Riedberg eröffnen. In der Altenhöferallee. Dort, wo bis vor einigen Wochen die Luna Vino Bar zuhause war. Es war schon lange ihr Traum, etwas „in diese Richtung zu machen“. Zumal Heike Brockmeier viel Erfahrung in der Gastronomie hat. Die beiden wagen das aber auch, weil sie dem Riedberg, dem sie sich sehr verbunden fühlen, etwas zurückgeben wollen.

Eine besonders schöne Nachricht ist: Wir konnten heute fünf Gutscheine für je eine der leckeren Waffeln mit dem mindestens genauso leckeren Inhalt verlosen! Eine Mail an mail@main-riedberg.de plus das Stichwort „House of Waffles“ genügte. Doch die Waffel-Gutscheine waren binnen weniger Minuten (leider!) weg. Vielen lieben Dank an Heike und Tim Brockmeier, die diese Gewinnaktion erst möglich machen!

Heute waren noch die letzten Aufräumarbeiten angesagt und natürlich lief auch schon das Waffeleisen heiß. Um genau auszutesten, welche Teig-Konsistenz die besten Waffeln mit den fluffigen Luftpolstern möglich macht. Es duftete schon wunderbar…

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Das neue „House of Waffles“ in der Altenhöferallee wird ab morgen, 1. März, von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr geöffnet sein, am Wochenende 10 bis 17 Uhr.

Weitere Infos unter www.houseofwaffles.de

Foto: MAINRiedberg

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Mehr Pausenhof für die IGS

Jetzt klappt es endlich doch! Während vergangene Woche bei einem Ortstermin noch alles so aussah, als ob der ohnehin schon kleine und weiter schrumpfende Pausenhof der IGS Kalbach-Riedberg nicht erweitert werden kann, kam jetzt die gute Nachricht aus dem Baudezernat. Wie die Frankfurter Neue Presse berichtet, haben sich Dezernat und Untere Naturschutzbehörde nach längeren Gesprächen darauf geeinigt, dass ein Teil der Streuobstwiese neben der Schule zum Schulhof umgewidmet werden kann. Schulleiterin Susanne Gölitzer spricht erfreut von einem „kleinen Dreieck Streuobstwiese an der Straße“. An der Graf-von-Stauffenberg-Allee, um präzise zu sein.

Fünf Quadratmeter Pausenhof pro Schüler sind mindestens nötig – so lautet die Faustregel. Dieser Wert wäre beim IGS-Komplex gerade noch eingehalten. Ausreichend Bewegung ist aber bisher kaum möglich, weil der schmale Streifen Grün rund um die Gesamtschule etwa Ballspiele kaum möglich macht. Selbst, wenn inzwischen auch der Lehrerparkplatz zur Spielfläche mit Tor umfunktioniert wurde. Hinzu kommt, dass der neue Erweiterungsbau für die Jahrgangsstufen 7 und 8 noch mehr Fläche wegnimmt und vor den Sommerferien der Pausenhof wochenlang sogar überhaupt nicht betreten werden darf. Wegen der Abschlussarbeiten an den Holzmodulen des Erweiterungsbaus.

Warum der Einsatz für mehr Pausenhof endlich Erfolg hatte

Was bisher dagegen sprach? Der Einsatz von Lehrern und Eltern sowie wiederholte Anträge des Ortsbeirates 12 und auch der Einsatz des Baudezernates hatten bisher keinen Erfolg, weil Bedenken von Grünflächenamt und Unterer Naturschutzbehörde dagegen sprachen. Einerseits ging es um einen schützenswerten 100 Jahre alten Speierlings-Baum inmitten der Streuobstwiese. Andererseits auch um Sicherheitsbedenken, wenn Kinder unter den Bäumen spielen oder klettern wollen. Als die Gespräche aber weiter fortgeführt wurden, hatten manche sogar mit einem größeren Stück Streuobstwiese geliebäugelt. Die meisten sind aber wohl froh, dass es überhaupt mehr Platz gibt.

Noch vergangene Woche bei einem Besuch von Baudezernent Jan Schneider war es mehr alles als fraglich, ob die IGS hier ein Stück von den Streuobstwiesen nebenan bekommen könnte…

… schützenswerter Baumbestand und weitere Bedenken der Unteren Naturschutzbehörde standen dagegen

Natürlich wissen alle, dass die Schule im Westflügel noch eine Übergangslösung ist. Bis der IGS-Neubau nahe der U-Bahn-Linie fertig ist. Dann soll hier 2021 die Grundschule III einziehen. Aber besonders auch die Grundschüler brauchen dann genügend Pausenhof.

Ein Ortsbeirat meinte heute – auch aufgrund des Engagements von Eltern, Schule und Lokalpolitik: „Es scheint sich doch gelohnt zu haben!“

Die Integrierte Gesamtschule Kalbach-Riedberg jedenfalls plant schon ein schönes Wiesenfest…

Fotos: MAINRiedberg/ Archiv
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Sportreporter eröffnet „House of Waffles“

Was macht ein Sportreporter hinterm Tresen? Na, am Riedberg zumindest fragt er die großen und kleinen Besucher, welche Waffel sie am liebsten haben möchten. Um ganz präzise zu sein: Heike Brockmeier, die Café-Expertin und Frau von hr-Sportreporter Tim Brockmeier, wird insbesondere da sein und versuchen, alle Wünsche zu erfüllen. Von Waffeln bis Kaffee, von Cola bis Crepes. In ihrem neuen „House of Waffles“ in der Altenhöferallee, wo bis vor einigen Wochen noch die Luna Vino Bar zuhause war. Eröffnet wird schon am nächsten Freitag, den ersten März, ab 9 Uhr.

„Es war schon immer unser Traum“

Anfang dieser Woche sind Stühle, Tische, Staubsauger und Handwerks-Utensilien noch eng zusammengeschoben, teils unter einer schützenden Folie. Die Decke, die früher Grau gewesen ist, strahlt bunt in Lila, Grün und Weiß. „Auch das haben wir überwiegend selber gemacht. In Handarbeit, wie unsere Waffeln“, meint Tim Brockmeier. Der Schriftzug draußen wird gerade erst angebracht, die Homepage ist im Aufbau.

Eigentlich hatten sie beide schon lange damit geliebäugelt, „in diese Richtung etwas zu machen“. Heike arbeitete mehrere Jahre und „sehr gerne“ im Café Riedberg im Riedbergzentrum. Doch als Tim zufällig in puncto freier Gewerbeflächen entdeckte, dass das 60-Quadratmeter-Ladenlokal seit kurzem zu mieten ist, waren sie sofort interessiert. Als Konzept und Business-Plan bei der Bank ebenfalls Anklang fanden, „hat uns das weiter bestärkt, es zu machen“. Hinzu kam auch der Wunsch, den Menschen hier im Stadtteil, dem sie sich sehr verbunden fühlen, etwas zurückzugeben.

Bubble-Waffeln – ein neuer Food-Trend aus den USA

Denn sie wollen nicht irgendwelche Waffeln machen, sondern so genannte „Bubble-Waffeln“ – ein Foodtrend, der ursprünglich aus den USA kommt und inzwischen schon andere Länder Europas erobert hat. Was das Besondere daran ist? Die achteckigen Waffeln sehen ein bisschen so aus, als hätten sie Luftpolster. Nach dem Backen werden sie zu einer Art Waffeltüte zusammengefaltet. Der fluffige Kern und der knackige Außenmantel sind aber nur das halbe Geheimnis. „Die wahre Kunst sind die Füllungen und Toppings“, wie die neuen Café-Betreiber verraten. Frische Früchte, Eis, Nutella, Kekse – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Zunächst wird es am Riedberg zwölf Varianten plus die bei Kindern so beliebten Lolli-Waffeln geben. Man muss ja erst mal gucken, wie das alles ankommt.

Heike Brockmeier testete im vergangenen Jahr zum ersten Mal eine Bubble-Waffel – und war sofort begeistert      Foto: privat

Nachhaltigkeit, möglichst viel Bio, Fairtrade – auch das ist ihnen wichtig. Vegane Waffeln sind ebenfalls zu haben. Ein kurzer Nachsatz: Der Name des neuen Waffel-Cafés bedeutet abgekürzt „HOW“. Nach dem Motto: How are you? Heike und Tim Brockmeier hoffen: Natürlich bestens!

Das neue „House of Waffles“ wird ab 1. März von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr geöffnet sein, am Wochenende 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos unter www.houseofwaffles.de

Anfang der Woche war noch viel Arbeit angesagt…

…inzwischen ist schon (fast) alles perfekt für den Start!

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Übrigens wird im neuen ABG-Gewerbe- und Wohnkomplex in der Riedbergallee bald ein weiteres tolles Café eröffnen – darüber werden wir demnächst berichten!

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Fotos: Hessischer Rundfunk (hr) / privat/ MAINRiedberg

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Jetzt wird wieder gelesen!

Die große Lesesaison für die „Kalbacher Klapperschlange“ hat schon wieder begonnen: Alle Kinder, die im vergangenen Jahr fünf Bücher aus der Auswahlliste für den beliebten Jugendbuchpreis gelesen haben, dürfen von heute an bis zum 7. März mitbestimmen, was 2019 auf dieser Auswahlliste sein wird.

In der Kalbacher Kinderbücherei stehen die Bücher bereit, aus denen die Kinder ihre Favoriten auswählen können. Während der Öffnungszeiten der Bücherei kann man es sich dort gemütlich machen, die Bücher anschauen und die eigenen Favoriten in eine Liste eintragen. Anhand dieser Vorschläge wird dann die Liste der diesjährigen Klapperbücher zusammengestellt. „Wir sind gespannt, welche Bücher in diesem Jahr dabei sein werden“, heißt es beim Kinderverein Kalbach.

Spaß am Lesen: Das ist die Kalbacher Klapperschlange

Die Kalbacher Klapperschlange ist ein Literaturpreis, der seit 1988 jährlich von einer Kinderjury im FrankfurterStadtteil Kalbach-Riedberg  vergeben wird. Gegründet von der Autorin Regina Rusch war die Kalbacher Klapperschlange der erste Jugendliteraturpreis Deutschlands, der von einer reinen Kinderjury vergeben wurde. Zu dieser Jury gehören alle Schüler der dritten bis neunten Schulklassen, die bis Mitte Oktober mindestens fünf Bücher der Auswahlliste gelesen und bewertet haben.

Im Rahmen der jährlich im November stattfindenden Kalbacher Kinderbuchmesse bekommt die Autorin oder der Autor des Siegerbuches den Ehrenpreis, die Kalbacher Klapperschlange. Die Kalbacher Buchmesse und die Klapperschlange werden von einem Team von Ehrenamtlichen organisiert. Bis heute beteiligen sich jedes Jahr weit über hundert Schülerinnen und Schüler an der Kinderjury.

Weitere Informationen unter www.kalbacher-klapperschlange.de

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Babysitterbörse bei Billabong

„Hilfe, wir brauchen unbedingt einen Babysitter!“ So hört man es sicher in vielen Wohnzimmern am Riedberg. Aber wer könnte das übernehmen? Es gibt bestimmt viele Schüler/innen oder auch rüstige Senioren, die hier gerne helfen würden. Aber wie finden wir die?

Das Familienzentrum Billabong engagiert sich hier bereits und bietet allen einen Anlaufpunkt. „Ganz unkompliziert versuchen wir, die passenden Babysitter für die jungen Familien zu finden“, sagt Claudia Spahn, die seit Anfang des Jahres die Babysitterbörse koordiniert.

„Speed-Dating“ zwischen Babysitter und Eltern am 14. März

Jeder, der gerne als Babysitter im Stadtteil helfen möchte, kann ein Formular ausfüllen und ist damit automatisch in der Kartei des Familienzentrums erfasst. Für die Eltern gibt es dementsprechend einen Elternfragebogen. Die Formulare finden interessierte Familien und potentielle Babysitter auf der Homepage www.billabong-family.de oder direkt vor Ort während der Büroöffnungszeiten.

Am 14. März findet bei Billabong zusätzlich ein Kennenlernabend statt. Hierzu sind alle Babysitter und auch alle Eltern, die noch auf der Suche sind, eingeladen. In einer Art Speed-Dating können die Familien gleich mehrere Babysitter kennen lernen und herausfinden, wer persönlich und zeitlich zu ihnen passt.

„Riedberger helfen Riedbergern – so einfach kann es sein“, heißt es bei Billabong.

Weitere Infos zur Babysitterbörse und zum Kennenlernabend am 14. März um 19 Uhr im Familienzentrum in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b unter www.billabong-family.de

Foto: Adobe Stock

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Heute Abend dreht sich alles um 50 Jahre Mondlandung

Faszination Mondlandung:  Der öffentliche „Naturwissenschaftliche Abend“ des Gymnasium Riedberg findet heute in Kooperation mit dem Physikalischen Verein unter dem Motto des 50. Jahrestags der ersten Mondlandung statt. Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgänge stellen in der Aula ihre Projekte zu den Themen Mond und Mondlandung vor.  Ein Highlight wird der Vortrag von Stefan Karge sein mit dem Thema: „Welchen Einfluss hat der Mond auf die Erde?“ Neben dem Hauptvortrag erwarten die Besucher spannende Schülerbeiträge und eine Meteoriten-Ausstellung des Physikalischen Vereins.

Anlässlich der Veranstaltung am heutigen Montag haben sich beispielsweise auch Fünftklässler im Kunstunterricht intensiv und kreativ mit der Mondlandung beschäftigt. Die Kinder haben gemeinsam an einem großformatigen Bild und kleineren Bildern gearbeitet. Im Foyer der Schule sind die Bilder ausgestellt.

Wo? Gymnasium Riedberg, Friedrich-Dessauer-Straße

Wann? 25. Februar 2019, 17.30 – 21 Uhr

Foto: Veranstalter

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14-Jähriger im Kätcheslachpark ausgeraubt

Polizeiwagen

Am frühen Freitagabend raubte ein 15-Jähriger einen 14-Jährigen im Kätcheslachpark, in der Nähe der Altenhöferallee aus. Polizeibeamte nahmen ihn unmittelbar nach der Tat fest.

Gegen 19.15 Uhr befand sich der 14-Jährige mit vier weiteren Jugendlichen im Park, als der 15-Jährige auf ihn zukam. Die beiden entfernten sich von der Gruppe und der Tatverdächtige fing an, den 14-Jährigen zu durchsuchen, drohte ihm mit Gewalt und forderte Geld. Der Jugendliche übergab daraufhin 5 Euro Bargeld.

Die inzwischen verständigten Polizeibeamten nahmen den jungen Verdächtigen unmittelbar danach fest. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an seine Eltern übergeben.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt

Foto: Archiv

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Ein Abend, der die Seele berührt

Wie verbindet man Familien und Beruf? Wie verarbeitet man den Verlust eines Kindes? Die Berliner Autorin Karin Nohr entführt uns Leser in ihrem Roman „Stummer Wechsel“ in ein Milieu von Chor und Schule, in Themen um Familie, Partnerschaft und Gefühle. Es ist ein Buch, das Eindruck hinterlässt und zum Nachdenken bewegt. Ein literarischer Abend, der die Seele berührt.

Am Donnerstag, 28. Februar, um 19 Uhr laden die Schriftstellerin Karin Nohr, der Frankfurter Grössenwahn-Verlag und das Familienzentrum Billabong in die Graf-von Stauffenberg-Allee 46b zu Lesung, Gesprächen, Wein und Häppchen.

Zu den Gesprächen wird sich auch Mal- und Kunsttherapeutin Harriet Papastephanou gesellen. Der Eintritt ist frei. Reservierungen sind erbeten unter info@grössenwahn-verlag.de

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Moderatorin Monika Nowicka hat für MAINRiedberg schon vorab mit Autorin und Psychoanalytikerin Karin Nohr gesprochen. Lesen Sie jetzt, warum Sie diesen literarischen Abend nicht verpassen sollten!

Liebe Karin, Du kommst nach Frankfurt und wirst Dein neues Buch „Stummer Wechsel“ vorstellen. Der Titel erscheint zunächst rätselhaft. Es handelt sich hier nämlich um einen Fachbegriff aus der Musik. Was steckt dahinter?

Karin Nohr: Ich habe vor einiger Zeit mit dem Klavierspielen begonnen. Als meine Lehrerin mir sagte: „Hier musst du einen „stummen Wechsel“ machen“ (unauffällig und flink auf einer Taste den Finger wechseln, um den nächsten Ton zu erreichen), hat mich der Ausdruck sofort beeindruckt. In meinem Roman bezieht er sich auf meine Buchhelden, wie sie von einem Menschen zum anderen wechseln, ausgelöst durch Enttäuschungen, Kränkungen usw. Dem Leser erschließt es sich unmittelbar, aber die nach einem „stummen Wechsel“ zurückgelassenen Menschen stehen vor einem Rätsel.

Du hast einen sehr spannenden beruflichen Werdegang. Nach einem Studium der Literaturwissenschaft und Psychologie gingst Du verschiedenen Lehrtätigkeiten nach und hast dann lange Jahre in eigener Praxis auch als Psychoanalytikerin gearbeitet. Du hast darin Erfolg gehabt und sogar ein Lehrbuch veröffentlicht. Wie kam es dazu, dass Du angefangen hast, Bücher zu schreiben?

Karin Nohr: Ich habe immer gern geschrieben und schon als Schülerin einmal einen kleinen Schreibwettbewerb gewonnen. Dass ich mich beruflich erst einmal anders orientiert habe, hat viele Gründe, vor allem mein Bedürfnis nach tieferem Menschenverständnis. Ich habe gern als Therapeutin gearbeitet und da berührende Erfahrungen gesammelt auch über mich selbst! Die Leidenschaft für Literatur und Schreiben lag immer wach in mir, und nach einem lebensverändernden Ereignis habe ich gemerkt, dass es jetzt dran ist, dem viel Raum zu geben.

In Deinem Buch „Stummer Wechsel“ geht es nicht zuletzt um Trauer und psychische Traumata. Zudem hast Du Dich mit dem Thema Psychoanalyse und Kunst auseinandergesetzt. Auch Harriet Papastefanou, die im Familienzentrum Billabong Mal- und Kunsttherapie anbietet, wird nächsten Donnerstag an der Diskussion teilnehmen. Einer Deiner Figuren verarbeitet so auch seinen tiefen Verlustschmerz. Denkst Du, dass Kunst für die Seele heilsam sein kann?

Karin Nohr: Intensive künstlerische Arbeit kann einem Menschen, der durch furchtbare Beziehungserfahrungen oder schlimme schicksalhafte Ereignisse geschädigt wurde, sehr hilfreich sein. Alle Gefühle in uns drängen nach Ausdruck, nicht nur Liebe und Freude, auch Schmerz und Trauer wollen „gehört“ werden. Es muss aber eine Freude am Tüfteln an Texten (oder am Steine Bearbeiten oder Musizieren) vorhanden sein oder entwickelt werden – erst durch den Willen zum immer besseren, passenden Ausdruck entsteht „Kunst“.

Hilft Dir das Schreiben mit Deinen eigene Krisen und Konflikten besser umzugehen?

Karin Nohr: Auf jeden Fall. Einmal das Tagebuchschreiben, das ich seit meiner Jugend praktiziere. Aber auch das Romanschreiben. Damit baue ich mir eine Art „Welt“ auf, in der ich gern bin, auch wenn sie mich manchmal nervt, weil mir das, was ich am Vortrag geschrieben habe, am nächsten nicht gefällt. Mit meinen Romanhelden verbinden mich ähnliche Gefühle wie mit „richtigen“ Menschen, die man vielleicht nicht so oft sieht, die einen aber innerlich begleiten.

In dem Buch ist keiner der Protagonisten imstande, eine intakte Beziehung zu führen. In der heutigen Zeit mit seiner Schnelllebigkeit und virtuellen Kommunikation scheint es auch problematisch, echte dauerhafte Beziehungen einzugehen. Glaubst Du, die verzerrte oder zu flüchtige Wahrnehmung des Anderen ist ein aktuelles Thema und hast es deshalb zu einem der Aspekte Deines Buches ausgewählt?

Karin Nohr: Ja, es ist ein aktuelles Thema. Aber die Aktualität war nicht der Grund, warum ich das Buch geschrieben habe. Verkennungen zwischen Menschen hat es schon immer gegeben, und sie tun immer weh.

Glaubst Du, der Leser kann aus den Fehlern der Protagonisten lernen?

Karin Nohr: Vielleicht erkennt sich der eine oder die andere wieder wie in einem Spiegel und schmunzelt oder erschrickt vielleicht auch. Ob das schon einen Lernvorgang auslöst, hängt sicher sehr vom Einzelnen ab.

Was denkst Du über Frauenfreundschaften? Viele sprechen von Konkurrenz, doch sie können uns auch unheimlich viel Halt geben. Glaubst Du an Frauensolidarität und hast du selber eine „beste Freundin“?

Karin Nohr: Frauenfreundschaften sind sehr wichtig für mich. Ich hatte immer gute Freundinnen. Der Austausch kann sehr stützend sein, aufbauen und sehr tief gehen, weil man Freud und Leid teilt. Ich sehe menschliche Beziehungen jedoch grundsätzlich als „gefährdet“ an, und zwar durch unsere unterschiedlichen Bedürfnisse, die sehr drängend werden können. Denke an den typischen Fall: Die eine Freundin redet wie ein Wasserfall, fragt aber selten, wie es der anderen geht. Das hält die „Zugetextete“ nur eine Weile aus. Wenn das nicht durch Gespräche zurechtgerückt werden kann, weil eben das Entlastungsbedürfnis der „Redseligen“ alles überwuchert, dann wird es schwierig. Dies ist nur ein Beispiel von tausenden!

Neben der Lesung am Riedberg wird es zwei weitere Veranstaltungen mit der Autorin in Frankfurt geben

Am 1. März wird es eine weiter musikalische Lesung im Café Mutz in Niederursel geben, mit Klavierbegleitung von Anna Köbrich.  Du hast auch eine musikalische Ausbildung. Was berührt Dich mehr – Wort oder Musik?

Karin Nohr: Ich habe früher viel im Chor gesungen und erinnere mich gern an die gemeinsamen Erfahrungen, auch auf Chorreisen. Zusammen einen Klang zu erzeugen ist vitalisierend und macht Freude. In meiner jetzigen Lebensphase steht für mich die Verbindung Musik-Wort ganz im Vordergrund. Die Individualisierung und Einzigartigkeit etwa der Schubert- Vertonung eines Goethe-Gedichts. Ich bin nur ein Laie, aber versuche mich im Rahmen meiner Möglichkeiten in der hohen Kunst des Liedgesangs, die einen auch in einen anderen Raum trägt.

Am 8. März ist Weltfrauentag. Bei der Lesung in der Frankfurter Dankbar am 3.3 wollen wir uns dem Thema „Frauen“ widmen. Die drei Protagonistinnen in Deinem Buch scheinen nicht wirklich glücklich zu sein. Wir erleben gescheiterte Liebesbeziehungen, keine Balance zwischen Beruf und Familie, und Selbstzweifel und Selbstentwertung. Welches Frauenbild wird in Deinem Buch propagiert?

Karin Nohr: Melissa ist eine „Powerfrau“ in hoher Position, überverantwortlich, kreativ, klug, einsatzfreudig, stark. Ich versuche, auf die Bedürfnisse und Wünsche zu schauen, die sie in dieser Position und Berufsschiene verdrängen muss. Melissa hat früh für sich selbst sorgen müssen, da liegen ihr so ein Berufsweg und Verhalten nahe. Auf keinen Fall will sie in die abhängige Position ihrer eigenen Mutter gelangen! Ein Mensch kann aber mehr entwickeln, als ihm in die Wiege gelegt wurde. Nur muss man hierauf (manchmal schmerzhaft) gestoßen werden. Das „Funktionieren“ ist Melissa vertraut, anderes nicht. Wie entdeckt man es? Wer hat überhaupt die Chance dazu? Das sind Themen, die mich bewegen.

Dein Buch ist in dem Frankfurter Grössenwahn-Verlag erschienen. Du selbst lebst in Berlin. Was verbindet Dich sonst noch mit Frankfurt? Warum sollte man zu Deinen Lesungen in Frankfurt kommen?

Karin Nohr: Ich freue mich über jeden und jede, der oder die kommt, da ich ein neugieriger Mensch bin und immer überrascht über die Resonanz und den Austausch nach der Lesung…

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Interview: Monika Nowicka

Flyer: Veranstalter

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Bürger schnappen AirPod-Dieb

Wer hat was gesehen? Meinem Sohn wurden vor ca. 20 min hinter dem Gymnasium die Earpods geklaut. Und zwar wurde er bedroht von einem ca. 14 – 15jährigen Jungen. Dunkelhäutig, rote Basecap, schwarze Weste, Jeans und graue Nike-Sneakers! Wer diesen Jungen aktuell noch irgendwo laufen sieht, bitte Info. Polizei ist informiert und fährt aktuell Streife. Danke

Diese Nachricht schrieb der Vater eines 14-jährigen Jungen, am Mittwoch kurz vor 15 Uhr. In einem sehr beliebten Riedberger Nachbarschafts-Netzwerk bei Facebook. Nicht wenige versprachen, sofort die Augen offen zu halten, damit der Dieb oder die Diebe geschnappt werden können. Zwei Stunden später war im gleichen Chat der Satz zu lesen: „Er war es auch.“ Beamte des nahen 14. Polizeireviers konnten den Täter und einen Begleiter am Riedbergplatz festnehmen – weil jemand ihn erkannt und die Info der Polizei weitergegeben hatte.

Der Mann, der letztlich die Polizei informiert hatte, berichtet MAINRiedberg: „Ich habe ihn im Rewe erkannt, ein Bild von ihm gemacht und dem Vater des Jungen geschickt.“ Dieser wiederum zeigte es seinem Sohn, der den Verdacht bestätigte.

Dann ging alles ganz schnell. Der aufmerksame Riedberger hat „die Polizei gerufen, vorm Rewe gewartet und die Jungs verfolgt“. Man stand in ständigem Kontakt. Polizisten haben Täter plus Begleiter schließlich von mehreren Seiten gestellt.

„Das war gelebte Nachbarschaftshilfe!“

Der Vater des Opfers spricht rückblickend von „gelebter Nachbarschaftshilfe“ in unserem Stadtteil. Er appelliert nun auch an alle Eltern, die Kinder zu bestärken, dass sie im Fall der Fälle möglichst ebenso rasch reagieren und „den Mund aufmachen“. Nur so könne auch die Polizei schnell handeln, nur so bekämen so junge Straftäter Grenzen aufgezeigt.

Es kam bereits zu mehreren Raubstraftaten

In der jüngeren Vergangenheit kam es zu mehreren Fällen von Raubstraftaten unter Jugendlichen. Waren es bislang vornehmlich Handys, so sind es derzeit die kabellosen Kopfhörer, auf die es die Täter abgesehen haben. Apple Air Pods, die neu rund 170 Euro kosten und nicht nur unter Jugendlichen, sondern vermutlich auch auf dem Schwarzmarkt „angesagt“ sind. Ende Januar wurde ein Teenager ebenfalls in der Nähe des Riedbergzentrums bestohlen. Kurze Zeit vorher wurde hier im Stadtteil ein Jugendlicher bedroht, geschlagen und Bargeld erpresst.

Am Mittwoch hat es geklappt, den Dieb zu schnappen. Dank der Mithilfe aus einem Riedberger Internet-Netzwerk. Aufgrund der Beteiligten, Opfer wie Helfer, könnte man sogar sagen: SC Riedberg hilft SC Riedberg!

Foto: Archiv

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Toller Anbau für die IGS – aber immer weniger Pausenhof

Noch ragen Kabel aus der Decke. Überall sind Handwerker, arbeiten am Innenausbau der Erweiterung der IGS, der im Mai weitestgehend abgeschlossen sein soll. Wand und Flur sind zum Teil schon in einem fröhlichen Lila-Rot. „Schule soll auch Spaß machen.“ Deshalb, so Schulleiterin Dr. Susanne Gölitzer, habe man sich mit dem Amt für Bau und Immobilien vorab auf diese Farbe verständigt. Farben und breite Flure mit Sitzsäcken und Büchern zum Lernen und Stöbern vor jeweils vier gemeinsam genutzten Klassenräumen für eine Jahrgangsstufe – das wird im Anbau der IGS Kalbach-Riedberg in der Carl-Hermann-Rudloff-Allee eine ähnliche Rolle spielen wie im Hauptgebäude nebenan. Ebenfalls ein Holzmodulbau, der 2017 erst bezogen wurde. Außerdem wird es noch eine Lehrküche, eine Universalwerkstatt, wo man Holz und Metall bearbeiten kann, sowie einen Theaterraum geben.

Zum neuen Schuljahr kann dieser zweite Bauabschnitt planmäßig in Betrieb gehen. Die siebte und achte Jahrgangsstufe wird hier untergebracht sein. Die Kosten für den Anbau liegen bei rund sieben Millionen Euro. Was ursprünglich nur als Provisorium geplant worden war, bis der der endgültige IGS-Komplex nahe der U-Bahn-Station Riedberg fertiggestellt ist, ist schon längst als Schulbau von Dauer vorgesehen. Das wiederum ist nur möglich, weil von Anfang an die entsprechenden Energieeinsparung-Kriterien eingehalten wurden, die eine Schule aktuell haben muss. Wenn die Integrierte Gesamtschule voraussichtlich 2021/22 auszieht, wird hier die neue Grundschule III einziehen. Diese startet im Herbst in einer Anlage mit Stahlcontainern, nur wenige hundert Meter entfernt.

Baudezernent Jan Schneider bei der Besichtigung der IGS-Baustelle mit Schulleiterin Susanne Gölitzer, Experten vom Amt für Bau und Immobilien, Ortsbeiräten und Elternvertretern    Foto: MAINRiedberg

Noch ein paar interessante Eckdaten: Allein im vergangenen Jahr ist unser Stadtteil um 868 Einwohner gewachsen, 2017 sogar um mehr als 1500. Nicht wenige sind junge Familien mit Kindern. Die Kinderzahlen am Riedberg und damit auch die Zahl der notwendigen Schulplätze sei deutlich schneller und stärker nach oben geklettert, so Baudezernent Jan Schneider gestern bei der Baustellenbesichtigung, als ursprünglich „mit Sicherheitsabstand“ geplant. Auch deshalb drängt jetzt so die Zeit.

Das große Pausenhof-Problem 

„Wir sind total froh und guten Mutes und fühlen uns hier sehr wohl“, machte Schulleiterin Susanne Gölitzer bei dem Termin mit Baudezernent Schneider, Experten vom Amt für Bau und Immobilien, Ortsbeiratsmitgliedern und Elternbeiräten deutlich. Doch an der Zusammenarbeit der Ämter hapere es. Worunter nicht zuletzt Schüler und Lehrer leiden, die derzeit sozusagen „zwei Baustellen gleichzeitig haben und noch ihrem Job nachgehen“.

Ein Beispiel: Der Pausenhof und damit der Platz für künftig 400 Schülerinnen und Schüler zum Laufen, Kicken und Toben wird durch den Anbau noch kleiner. Inzwischen ist schon der Lehrerparkplatz zum Spielfeld umgewandelt worden. Doch noch immer ist es nur ein schmaler Streifen um das Gebäude herum, das die Mädchen und Jungen nutzen können. Was das mit dem Zusammenspiel der zuständigen Stellen der Stadt zu tun hat? Nun – die angrenzende Streuobstwiese, die nicht nur schützenswerten Baumbestand hat, darf man beispielsweise immer noch nicht mitnutzen. Initiativen der Schule, aber auch vom Ortsbeirat in Richtung Baudezernat, Schuldezernat und vor allem Grünflächenamt liefen bisher ins Leere.

Keine Turnhalle in Sicht

Auch Baudezernent Schneider sieht das Problem, wollte aber keine übereilten Versprechungen machen. Zumal letztlich Naturschutz- und Sicherheitsbedenken anderer Ämter ausschlaggebend sind. Eines steht nun aber endgültig fest, beziehungsweise wurde beim Termin gestern bestätigt: Die IGS wird bis zum Umzug in den Neubau keine Turnhalle haben, auch kein Provisorium. Damit wird auch die neue Grundschule III über keine Halle verfügen. Und ist ebenso wie die IGS auf die Kooperation mit den anderen Schulen angewiesen. Doch auch diese haben bereits Engpässe. Die Aussichten könnten besser sein.

Baudezernent Schneider machte sich selbst ein Bild von der Streuobstwiese nebenan, die man zumindest teilweise gerne für die Schüler nutzen würde  Foto: MAINRiedberg

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Foto oben: Stadt Frankfurt

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