Kategorie: AktuelleNEWS

#MAINBecher jetzt auch am Riedberg

Nachhaltigkeit – der Begriff ist zurzeit in aller Munde und auch die Stadt will etwas dafür tun. Um präzise zu sein: In diesem Fall ist’s die FES, die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH. MAINRiedberg hat vergangene Woche bereits das neue Pfand-Bio-Becher-System vorgestellt, das – angesichts von 25 Millionen Einwegbechern in öffentlichen Papierkörben pro Jahr – stadtweit die Konsumgewohnheiten beeinflussen könnte. Es geht um #MAINBecher, den es bei immer mehr „Systemteilnehmern“, also in Cafés, Restaurants und Bäckereien gibt, und wo man mit Pfand-Becher oder gegen Pfand-Münze ein Getränk „To Go“ bekommt. Ab sofort auch am Riedberg. „Wir sind meines Wissens die Einzigen, die hier im Stadtteil mitmachen und den Mehrweg-Becher anbieten“, sagt Baris Celik vom neuen Café „Karrys & Barrys“ an der Riedbergallee nicht ohne Stolz.

Regional, frisch und nachhaltig wollten Kader und Baris Celik ihr Café ohnehin betreiben. Ihre Strategie ist es momentan noch, „dreigleisig zu fahren“. Mit der Eröffnung haben sie ihren persönlichen To-Go-Becher, allerdings noch aus Pappe, angeboten. Außerdem gibt’s Kaffee & Co. in mitgebrachte Becher und neuerdings in die Pfand-Becher der FES. „Momentan ist es noch so, dass rund 70 Prozent unseren Becher nehmen, 20 Prozent bringen ihren eigenen mit und 10 Prozent fragen nach dem neuen MAINBecher.“ Ein Anteil, der bald steigen dürfte. „Denn es ist einfach eine tolle Alternative für alle, die ein Nachhaltigkeitsbewusstsein haben“, so Baris Celik. Und noch schnell vorm Eintreffen der U-Bahn einen Kaffee holen und nicht ständig eine Tasse mit sich schleppen möchten.

So funktioniert #MainBecher – in Kürze mit App

#MainBecher funktioniert im Gegensatz zu anderen Systemen fast bargeldlos. Nur einmal, zum Start, müssen die mobilen Kaffeetrinker für drei Euro eine Pfandmarke erwerben. Die kleine Holzmünze passt bequem in den Geldbeutel und kann bei den Systemteilnehmern gegen den #MainBecher ein- oder ausgelöst werden.

Angeboten wird der Becher zunächst in der Größe 0,4 Liter. Eine kleinere Version 0,3 Liter ist ab November verfügbar. Der Deckel in FES-blau für zwei Euro ist nicht Teil des Pfandsystems, ist aber bald, also mit etwas Verspätung, ebenfalls zu haben. Eine Übersicht aller „Systemteilnehmer“ ist auf der Internet-Seite http://www.mainbecher.de zu finden. Bald wird laut FES außerdem eine App fürs Smartphone bereitgestellt.

Man(n) wünscht sich auch noch eine Women’s Version

Baris Celik hätte da aber noch einen Wunsch. Obwohl er selbst großer Eintracht-Fan plus stolzer Frankfurter ist und gerne zum grauen Becher mit dem großen Adler greift, ist er der Überzeugung: Die weibliche Kunden würden noch lieber den neuen Frankfurter Pfand-Becher nehmen, „wenn auch eine Version für die Ladies dabei wäre“. Vielleicht in Pink oder Mint. Stylisch und umweltfreundlich.

Wirkt auf den ersten Blick kompliziert – ist aber kinderleicht: das #MainBecher-System

Foto: MAINRiedberg

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Hier gehen 1,1 Millionen Zigaretten in Rauch auf

Blauer Dunst einmal anders: Etwas mehr als 1,1 Millionen Zigaretten gingen gestern auf Veranlassung der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main in der Müllverbrennungsanlage Heddernheim in Rauch auf. Das Müllheizkraftwerk am Fuß des Riedbergs versorgt die meisten Haushalte in unserem Stadtteil mit Fernwärme, also zu einem klitzekleinen Prozentsatz aktuell wohl auch durch das Verbrennen dieser Glimmstengel.

Die Ermittler am Flughafen stellten die Zigaretten in rund 40 Ermittlungsverfahren seit September 2017 sicher. Vornehmlich osteuropäische Täter hatten versucht, diese auf Flügen über Frankfurt am Main in andere Länder der Europäischen Union einzuführen und zu veräußern. Hierzu täuschten sie in der Regel „touristische Absichten“ vor. In allen Fällen leitete die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise oder der Visumserschleichung ein, bevor die Zigaretten sichergestellt und die Täter in ihre Herkunftsländer zurückgewiesen wurden.

Die nun vernichteten Zigaretten haben einen geschätzten Marktwert von rund 350.000 Euro.

Foto: Bundespolizei Flughafen/ Frankfurt am Main

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Mit Merkel: DFB legt Grundstein für neue Akademie

Vor rund 600 Gästen aus Sport, Politik und Wirtschaft hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) heute im Rahmen eines Festaktes symbolisch den Grundstein für den Bau des neuen DFB und seiner Akademie gelegt.

Kanzlerin bringt Jubiläumsausgabe des Grundgesetzes mit

Unter den zahlreichen Ehrengästen war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gemeinsam mit den DFB-Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch, Generalsekretär Friedrich Curtius,  DFB-Direktor Oliver Bierhoff, Bundestrainer Joachim Löw, Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann sowie Architekt Gerhard Wittfeld führte die Bundeskanzlerin die Befüllung der Grundsteinkapsel und die Versiegelung des Grundsteins durch. Dabei legte die Bundeskanzlerin eine Jubiläumsausgabe des Grundgesetzes in die Grundsteinkapsel. „Das Grundgesetz ist das Fundament für unser Zusammenleben in einem freien, demokratischen und rechtsstaatlichen Deutschland“, sagte Merkel. „Es steht für die Werte, die uns einen – Werte, aus denen auch die integrative Kraft des Fußballsports erwächst. Es gibt nichts Besseres, worauf der Deutsche Fußball-Bund und seine Akademie bauen können.“

Investitionen von 150 Millionen Euro

Nach dem Erhalt der Baugenehmigung, der Übergabe des Geländes durch die Stadt Frankfurt und dem Spatenstich am 3. Mai stellt die Grundsteinlegung den nächsten Meilenstein des Neubaus dar. Im neuen DFB und seiner Akademie wachsen Administration und Sport erstmals unter einem Dach zusammen. Das Gebäude hat eine Länge von 307 Metern und eine maximale Höhe von 18,50 Metern. Zum Komplex gehört neben Verwaltung und Akademie eine Fußball-Halle und eine Mehrzweck-Halle. Auf dem Areal in Frankfurt Niederrad entstehen zudem 3,5 Naturrasenplätze und weitere Trainingsflächen. Für den Neubau ist ein Investitionsvolumen von maximal 150 Millionen Euro vorgesehen, die Fertigstellung ist für 2021 geplant.

DFB-Vizepräsident Koch, zuständig für den Amateur-Bereich, sagt: „Neben der Ausrichtung der EURO 2024 in Deutschland ist der Bau dieses Kompetenzzentrums des deutschen Fußballs das zentrale Zukunftsprojekt unseres Verbandes. Davon werden Spitze und Basis gleichermaßen profitieren. Künftig können wir unsere Kompetenzen noch effektiver bündeln und damit der gesamten Fußballfamilie, insbesondere auch den Regional- und Landesverbänden, umfangreichen Service bieten.“

Neue Fußball-Zentrale ist ein „Aufbruch“ in die Zukunft

DFB-Vizepräsident Rauball, zugleich Präsident von Borussia Dortmund, sagt: „Mit dem heutigen Tag nimmt ein Stück Zukunft Gestalt an: Die Grundsteinlegung für die DFB-Akademie ist der Aufbruch in ein neues Lehren und Lernen im deutschen Fußball. Wir bauen nicht nur ein Haus, sondern etablieren einen neuen Ansatz von Kooperation, Transparenz und Vernetzung des Wissens, so dass alle Akteure im deutschen Fußball davon profitieren werden.“

Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie, sagt: „Mit dem neuen DFB und seiner Akademie schaffen wir ein sportliches Zuhause für alle. Im Neubau fassen wir die Administration und den Sport mit unseren Trainern, Spielern, Schiedsrichtern und Mannschaften unter einem Dach zusammen. Das ist ein nächster wichtiger Schritt für uns auf dem Weg zurück an die Weltspitze. Für den deutschen Fußball wollen in der neuen Heimat dann insgesamt noch stärker Dienstleister und Impulsgeber sein. Die symbolische Grundsteinlegung macht unsere Vision noch greif- und sichtbarer. Dass uns Bundeskanzlerin Angela Merkel als Wegbegleiterin auch bei diesem Schritt unterstützt, freut uns sehr.”

Oberbürgermeister Feldmann sagt: „Als Fußball-Fan freue ich mich sehr darüber, dass die Bauarbeiten an diesem zukunftsweisenden Projekt endlich beginnen. Der Profi-Fußball hat eine lange Tradition in Frankfurt. Die Akademie stärkt nicht nur unsere Position als Sportstadt in ganz Deutschland, sondern sendet positive Impulse an alle regionalen Sportvereine.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Heike Lyding/ Stadt Frankfurt

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Wie Riedberger den großen Klima-Streik erlebten

Es ist ein Blick zurück zum Klima-Streik, den auch zahlreiche Riedberger nicht so schnell vergessen werden. Während am Freitag in Berlin das Klimakabinett unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel ein Maßnahmenpaket vorstellte, gingen bundesweit mehr als eine Million Menschen auf die Straße. Allein in Frankfurt waren es laut Veranstalter FridaysforFuture mehr als 25.000. Schülerinnen und Schüler aus unserem Stadtteil demonstrierten mit, nicht selten mit Erlaubnis ihrer Eltern. „Es waren aber auch sehr viele jüngere Kinder mit ihren Eltern, so wie wir“, berichtet MAINRiedberg-Mitarbeiterin Ann Wente-Jaeger. Mamas und Papas mit Kinderwagen. Ältere Menschen. Leute frisch von der Arbeit noch im Anzug. Streikteilnehmer im Alter „vom Baby bis zu 80 Jahren“, sagt Ann, die deutlich machen will, dass die Streikbewegung inzwischen alle Bevölkerungsgruppen erreicht hat.

Parteien, Organisationen und Verbände, unter anderem Grüne, SPD, Linke, Greenpeace, Verdi und NABU riefen zum Klimastreik auf, der erst mit einem Sternmarsch Richtung Alte Oper, dann um 12 Uhr mit einer großen Kundgebung am Opernplatz startete. Wissenschaftler, inzwischen mit dem Hashtag #Scientists for Future, haben sich angeschlossen. Das Schaupiel hatte eigens ein Solidaritäts-Statement auf ihrem Videoscreen. Es gab nachdenkliche, fordernde, teilweise auch lustige und kreative Aktionen. Von den drei „Klima-Affen“ auf dem Foto oben bis zu einem Plakat mit dem Schriftzug: „Mama, was ist ein Schneemann?“ 

Auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Familien vom Riedberg nahmen am Freitag beim Klimastreik in der Frankfurter Innenstadt teil

Friedliche Besetzung der Paulskirche

Nach der Eröffnungsveranstaltung ging es mehr als eineinhalb Stunden von der Alten Oper rund um die Taunusanlage, zur Konstablerwache und Richtung Zeil, Stauungen rund um die gesperrten Straßen inklusive. Teilnehmer sprechen von einer sehr ruhigen und entspannten Demonstration. Ohne Randale, ohne große Streitgespräche oder Konfrontationen. Aufkleber auf SUVs „waren da schon die Spitze des Eisbergs“. Auch eine Gruppe von Demonstrierenden, die zeitweise die symbolträchtige Frankfurter Paulskirche besetzt hatte, hatte kurz nach 17 Uhr das Gebäude friedlich verlassen.

Eine exemplarische Frage, so Ann Wente-Jaeger, kam von ihrem achtjährigen Sohn. Der frage nämlich: „Gibt es eigentlich mehr Leute, die wollen, dass das Klima sind nicht ändert, oder mehr Leute, die wollen, dass das Klima sich ändert?“ Ihre Antwort war, dass eigentlich niemand will, dass das Klima sich ändert, nur dass die meisten Menschen vermutlich zu bequem seien, etwas dafür zu tun. Aber warum Letzteres der Fall ist, „konnte ich meinem Kind dann wirklich nicht mehr erklären“.

Die Demonstrationen am Freitag hatten auch noch einen weiteren Hintergrund: Aktuell findet der UN-Klimagipfel in New York statt. 

Fotos: Ann Wente-Jaeger

 

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Ökumenisches Gemeindefest und Auftritt des „Projektchors“

Am Sonntag findet das 1. ökumenische Gemeindefest statt, zu dem die evangelische Riedberggemeinde gemeinsam mit der katholischen Gemeinde St. Edith Stein einladen. Los geht es um 11 Uhr mit einem Erntedank-Gottesdienst im Kirchenhaus der evangelischen Riedberggemeinde. Danach geht’s zum Feiern über die Straße. „Für das Mittagessen werden wir gemeinsam grillen, dazu gibt es Brot und Salate. Im Anschluss natürlich auch Kaffee und Kuchen“, heißt es auf der Homepage der Riedberggemeinde.

Das Fest dauert von 12 bis 16 Uhr. Es gibt viele Spielstationen, Musik und Karaoke, Kasperletheater und vieles, vieles mehr.

Ein ungewöhnliches Chor-Projekt – Auftritt des „Projektchors“

Außerdem wird ein „Projektchor“ – mit Mitgliedern des Riedbergchors – ein kleines Konzert geben. Mit Musik von Klassik bis Jazz, von Pop bis Gospel. Dirigentin Burcu Özcanyüz Seymen hatte zu Beginn des ungewöhnlichen Chorprojekts vor wenigen Wochen gesagt: „Herzlich eingeladen sind all jene, die Freude am mehrstimmigen Chorgesang haben. Wir haben zwar genügend Leute im Chor, das Projekt wäre aber mit externen Teilnehmern schöner.“ Nicht zuletzt beim Auftritt anlässlich des ökumenischen Gemeindefests.

Verbunden ist das Projekt mit einer weiteren Einladung: Denn wer Lust am gemeinsamen Singen bekommen hat, kann einfach dabei bleiben. „Ausgewählten Stücke für den Projektchor sind aus unserem Herbstkonzertprogramm“, sagt die Chorleiterin. Herbstkonzert ist am 2. November. Übrigens: Teilnehmer beschreiben den Chor als eine „glückliche Mischung“ von Menschen im Alter zwischen 30 und 75 Jahren, die sich nach den Proben meist auch noch zum Plaudern treffen…

Das 1. Ökumenische Gemeindefest findet am Sonntag von 12 – 16 Uhr in der ev. Riedberggemeinde sowie der kath. Kirche St.  Edith Stein statt. Um 11 Uhr geht es los mit einem Gottesdienst in der Riedberggemeinde, Riedbergallee 61.

Weitere Informationen unter riedberggemeinde.de

Foto: Gaelle Marcel/ unsplash.com

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Führung durch den Wissenschaftsgarten

Was ist das Erfolgsgeheimnis der Blütenpflanzen? Sie sind mit fast 400.000 Arten weltweit die erfolgreichste Pflanzengruppe, zudem stellen sie den größten Teil Biomasse auf unserem Planeten. Ein wichtiger Grund für den Erfolg ist die große Vielfalt der Früchte bei den Blütenpflanzen. Sie ist Grundlage der erfolgreichen Ausbreitung und ermöglicht vielfältige Wechselbeziehungen mit Tieren als Fruchtverbreitern. Im Rahmen einer Führung wird Prof. Georg Zizka, Biowissenschaftler an der Goethe-Universität und Leiter des Wissenschaftsgartens am Campus Riedberg, morgen ab 16 Uhr an Beispielen die Fruchtvielfalt demonstrieren und die Botanik der wichtigen Fruchttypen vorstellen.

Der Wissenschaftsgarten ist frei zugänglich

Dabei wissen viele Riedberger vermutlich gar nicht, was sich hier im Außenbereich der Uni – für alle frei zugänglich – verbirgt und in den nächsten zehn Jahren bis vor zur Altenhöferallee reichen soll: Ein stetig wachsender Wissenschaftsgarten, der Lehre und Forschung der Naturwissenschaften am Campus dient und der „Information, Erholung und Entspannung“ der Öffentlichkeit. Mit 300 Quadratmeter großem Versuchsgewächshaus mit verschiedensten Klimazonen. Und draußen unter anderem mit einer Streuobstwiese, Laubwald, geologischem Garten und Arzneimittelgarten.

Freitag, 20. September 2019, 16.00-17.30 Uhr, Campus Riedberg, Wissenschaftsgarten.  Treffpunkt ist am Eingang Wissenschaftsgarten, Altenhöferallee 1f.

Mehr zu den Führungen im Wissenschaftsgarten unter www.uni-frankfurt.de/51838975/F%C3%BChrungen_Veranstaltungen

Foto: Nguyen/ Unsplash.com

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Diskussion: Wie viel Demokratie braucht unsere Demokratie?

Politikverdrossenheit und Demokratiemüdigkeit einerseits. Volksbegehren und Klima-Streiks andererseits. Wie passt das alles zusammen?  Wie viel Demokratie braucht und verträgt unsere Demokratie? Welche Möglichkeiten gibt es noch, die Wählerinnen und Wähler direkt einzubinden? Darüber diskutieren am nächsten Sonntag die frühere Verfassungsrichterin Dr. Christine Hohmann-Dennhardt, Frankfurts Planungsdezernent und SPD-Vorsitzender Mike Josef, Frankfurts Baudezernent und CDU-Vorsitzender Jan Schneider sowie Grünen-Sprecher Bastian Bergerhoff. Der „Sonn-Talk“ findet ab 11 Uhr im Haus Nidda in Bonames, rund 10 Minuten vom Riedberg, statt.

Als „kleine Sensation“ werten die Veranstalter die Anwesenheit der ehemaligen Verfassungsrichterin Hohmann-Dennhardt. „Hier können die Gäste aus erster Hand erfahren, was die Mütter und Väter des Grundgesetzes sich so dachten. Eine Verfassung, um die uns viele in der Welt beneiden“, heißt es in einer Mitteilung der SPD-Ortsvereine im Frankfurter Norden, die zu der Talk-Runde laden. Am Sonntag soll Gelegenheit sein, das Thema aus unterschiedlichen politischen Perspektiven zu diskutieren.

Die Diskussionsrunde findet statt am Sonntag, 22. September 2019, 11-13 Uhr, Haus Nidda, Harheimer Weg 18-22, 60437 Frankfurt a. M. (ca. 10 Minuten vom Riedberg)

Foto: Archiv

Teile diesen Beitrag mit Freunden

#MainBecher geht an den Start

Kaum eingeschenkt, schon ausgetrunken und weggeworfen – der Einmalbecher To-Go ist zu einem Symbol für einen Konsum geworden, der auf unsere Umwelt und Ressourcen keine Rücksicht nimmt. Auch in Frankfurt verstopfen jährlich geschätzt 25 Millionen Einwegbecher die öffentlichen Papierkörbe der Stadt oder verschmutzen den öffentlichen Raum. Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) begegnet den veränderten Konsumgewohnheiten jetzt mit einem neuen Service: einem stadtweiten Pfandsystem samt Mehrwegbecher, dem #MainBecher. Das Unternehmen knüpft damit an ein erfolgreiches Pilotprojekt der gemeinnützigen Initiative Cup2gether an.

„Die Stadt Frankfurt gibt jedes Jahr rund 50 Millionen Euro für die Reinhaltung von Straßen, Plätzen und Grünflächen aus“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig am Donnerstag, 19. September, bei der öffentlichen Präsentation. „Als Aufsichtsrätin der FES bin ich stolz, dass mit dem #MainBecher ein weiterer Service für Frankfurterinnen und Frankfurter angeboten wird, der Abfallvermeidung in den Fokus rückt. Denn die Vermeidung von unnötigem Abfall muss unser Ziel sein.“ Besonders freue sie sich, dass es gelungen ist, einen Becher zu finden, der komplett aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und zudem kompostierbar ist, sagte die Stadträtin. „Wir wollten unbedingt ein wirklich grünes System haben. Wenn es einen Becher gibt, der aus einem Abfallprodukt der Papierherstellung von einem kleinen Unternehmen in der Region produziert wird, ist er der Richtige für uns.“

So funktioniert #MainBecher – in Kürze mit App

Der #MainBecher funktioniert im Gegensatz zu anderen Systemen fast bargeldlos. Nur einmal, zum Start, müssen die mobilen Kaffeetrinker für drei Euro eine Pfandmarke erwerben. Die kleine Holzmünze passt bequem in den Geldbeutel und kann bei den Systemteilnehmern gegen den #MainBecher ein- oder ausgelöst werden. Angeboten wird der Becher zunächst in der Größe 0,4 Liter; eine kleinere Version 0,3 Liter ist ab November verfügbar. Ein Deckel in FES-blau für zwei Euro ist nicht Teil des Pfandsystems, kann aber über die Systemteilnehmer ebenfalls in Kürze miterworben werden. Eine Übersicht aller Systemteilnehmer ist auf der Internet-Seite http://www.mainbecher.de zu finden. In Kürze wird außerdem eine App fürs Smartphone bereitgestellt.

Wirkt auf den ersten Blick kompliziert – ist aber kinderleicht: das #MainBecher-System

Optisch ist der Becher in neutralem Grau gehalten. Befragungen haben ergeben, dass dies die am meisten akzeptierte Farbe ist. Aufgedruckt sind in Weiß der Frankfurt-Adler, das #MainBecher-Logo mit Skyline sowie – unten klein – der FES-Slogan „Keiner macht das so wie wir“. „Der Name und die Frankfurt-Motive auf dem Becher sollen bewusst den Lokalpatriotismus ansprechen“, erläutert FES-Geschäftsführer Dirk Remmert. „Wir wollen damit deutlich machen, dass dieser Becher und das Pfandsystem in Frankfurt für die Frankfurterinnen und Frankfurter erdacht und entwickelt wurden. Wem Frankfurt am Herzen liegt, der kommt am #MainBecher nicht vorbei.“

Das Interesse ist laut FES hoch. Für den #MainBecher gewonnen wurden bereits drei Aral-Tankstellen, die Kantine der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen sowie diverse weitere Cafés und Kioske. Gespräche mit weiteren namhaften Anbietern stehen vor dem Abschluss. Mit Hilfe des FES-Sponsoringpartners Löwen Frankfurt ist zudem eine Tür zu den großen Sportveranstaltungen in Frankfurt aufgestoßen.

FES stemmt die finanziellen Aufwendungen zum Start aus dem eigenen Marketing-Budget. Aus diesem werden seit jeher Aufklärungs- und Präventionsangebote im Kontext der Müllvermeidung finanziert. Das System #MainBecher ist nicht auf Gewinn ausgelegt. Einnahmen können generiert werden durch den Verkauf des #MainBecher an Sponsoren, die ihren Becher mit eigenem Logo bedrucken lassen können. „Das könnte für viele Unternehmen zum Beispiel ein attraktives Weihnachtsgeschenk an ihre Mitarbeiter sein“, sagte Remmert. Um die Wirksamkeit des Pfandsystems nachzuweisen, gibt FES außerdem eine Sortieranalyse der öffentlichen Papierkörbe in Auftrag. Studien zufolge beträgt der Volumenanteil von To-Go-Bechern darin bis zu 15 Prozent.

Wegbereiter war die Initiative Cup2gether

Wegbereiter für den #MainBecher war die Initiative Cup2gether, die im vergangenen Jahr bereits zahlreiche Cafés in den Stadtteilen Bornheim, Nordend und Ostend sowie über 1000 Bürger für das Modell gewinnen konnte und auf diese Weise das breite Interesse an einem Pfandsystem dokumentierte. „Für uns schließt sich mit dem heutigen Tag ein Kreis“, sagten die Geschäftsführerinnen Marlene Haas und Claudia Schäfer. „Wir sind froh und dankbar, dass sich unser Projekt auf diese Weise verstetigt und mit der FES jetzt in die ganze Stadt getragen wird. Auch möchten wir an dieser Stelle Frankfurts Wirtschaftsdezernent Markus Frank danken. Wir freuen uns auch für die vielen engagierten Gastronomen und Konsumenten, denen jetzt endlich eine nachhaltige Alternative geboten werden kann.“

Haas und Schäfer werden FES weiterhin beraten. Die Initiative richtet ihre Aktivitäten zugleich neu aus: In den Fokus wollen Haas und Schäfer jetzt stärker als bisher auch Stadtteil- und Vereinsfeste sowie die Beratung weiterer Städte in der Rhein-Main-Region nehmen.

Fotos & Informationen: FES

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Lesung auf der IG-Riedberg-Wiese

Auf dem Riedberg wird es unheimlich…

„Allmählich verlässt uns der Tag, liefert uns der nächtlichen Dunkelheit aus. Inmitten schummrigen Leuchtens von Lichterketten wird Dana Polz aus ihrem Erstlingswerk Der Schmierfink lesen“ – so umschreibt Moderatorin Monika Nowicka die Veranstaltung am kommenden Freitag. Direkt auf der Streuobstwiese der IG Riedberg. Der Roman erzählt die Geschichte des Heranwachsenden Linus Lopez, der Seite um Seite tiefer in einen Zyklus aus Gewalt und Machtmissbrauch gerät. „Lassen Sie Ihre Nerven kitzeln. Liefern Sie sich aus“, rät Monika Nowicka.

Wichtig wäre vielleicht noch eine Decke zum Reinkuscheln und eine Thermoskanne mit einem heißen Getränk. Ein „Meer von Teelichtern“ wird für eine unheimlich-gemütliche Stimmung sorgen…

Begleitet wird die Lesung durch Moderatorin Monika Nowicka.

Die Lesung findet am Freitag, 20.9.2019, um 20.30 Uhr statt. Ort: Streuobstwiese der IG- Riedberg,  Kautenhof 1 (50 Meter davor). Der Eintritt ist frei.

Foto: Hannah Busing/ unsplash.com

 

 

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Großer Klima-Streik in Frankfurt

Am Freitag will das Klimakabinett unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel ein Maßnahmenpaket vorlegen, damit Deutschland nationale und internationale Klimaziele bis 2030 einhalten kann. Am 23. September wird in New York der nächste UN-Klimagipfel stattfinden. Es ist also sicher kein Zufall, dass die Klimaschützer von „Fridays for Future“ und von anderen Umweltverbänden für genau nächsten Freitag zu einem großen weltweiten Klimastreik aufrufen. In Frankfurt soll eine der größten Veranstaltungen bundesweit stattfinden und man ruft mit dem Slogan „Ganz Frankfurt streikt – und Du?“ zum Mitmachen auf.

„Beim Weltklimastreik sollen möglichst viele Menschen weltweit auf den Straßen ein deutliches Zeichen für eine ambitionierte Klimapolitik mit sofortigen und effektiven Klimaschutzmaßnahmen setzen“, heißt es in einer Erklärung der Klimaschützer. Sie wollen weiter Druck auf die Politik machen, denn „das Zeitfenster, um die drohende Klimakrise noch abzuwenden, ist klein“. Durch das derzeit einsetzende Tauen der Permafrostböden und die Zerstörung der Wälder durch zu große Trockenheit befindet sich die Welt – siebzig Jahre früher als ursprünglich berechnet – an einem gefährlichen Kipppunkt des Klimas.

Wie gefährlich sind „Kipppunkte“?

Bei weiterer Untätigkeit kann es jedoch mit dem Erreichen von Kipppunkten auch zu einer drastischen Verschlechterung des Klimas kommen. Das Umweltbundesamt hat in einem Hintergrundpapier aus dem Jahr 2008 das Phänomen der Kipppunkte wie folgt beschrieben: “Es ist jedoch auch möglich, dass besonders starke und sogar abrupte Klimaänderungen einsetzen.“ Zu diesen Veränderungen gehören: abrupte Klimaänderungen, unumkehrbare Prozesse und langfristige, starke Klimaänderungen.

Renommierte Wissenschaftler stellten sich daher an die Seite der streikenden Schüler*innen, etwa in einer Bundespressekonferenz im März dieses Jahres. Die Experten bekräftigten, dass ein sofortiger umfassender Klimaschutz nicht nur ökologisch erforderlich ist, sondern auch technisch machbar und eine wirtschaftliche Chance für den deutschen Wirtschaftsstandort. Auch viele Verbände, Gewerkschaften, Unternehmen und Kirchengemeinden haben inzwischen die Tragweite des derzeitigen Klimageschehens erkannt und sich daher für eine Teilnahme an der Demonstration ausgesprochen, die zwar als Streik bezeichnet wird, aber kein Streik im arbeitsrechtlichen Sinne ist.

Der Zeitplan – und Aktivitäten am Riedberg

Ab 9 Uhr ist ein „Klimabildungsfestival“ am Mainkai vom Eisernen Steg flussaufwärts mit vielen Lernstationen, wie etwa Wasser, Mobilität, Energie, Recycling und Konsum für Schülerinnen und Schüler geplant. Ab 11.30 Uhr von dort ein Sternmarsch zur Fridays for Future-Demonstration an der Alten Oper. Einige Kirchengemeinden in Frankfurt halten am Weltklimastreiktag 5-vor-12-Andachten mit Glockengeläut ab.

In der evangelischen Riedberg-Gemeinde in der Riedbergallee findet nach dem Streik um 18 Uhr eine Andacht zur Bewahrung der Schöpfung statt.

In Frankfurt beginnt die Demonstration um 12 Uhr an der Alten Oper.

Um am Weltklimastreiktag möglichst viele Menschen und insbesondere die Erwachsenen auf die Straßen zu bringen und ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz zu setzen, haben die Klimaschützer diesmal auch Plakate gedruckt und Filme gedreht (https://youtu.be/rA8VhfpzIEI oder https://fffutu.re/KS-Clips).  Foto: Veranstalter

Foto oben: Unsplash.com

Teile diesen Beitrag mit Freunden