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Endspurt an der Grundschule III

Noch sieht es hier am Ende der Hans-Leistikow-Straße eindeutig nach Baustelle aus. Doch das Provisorium für die neue Grundschule III befindet sich auf der „Zielgeraden“. Während mehr als 2600 Schülerinnen und Schüler aus unserem Stadtteil ihre Ferien genießen und das Thema Schule in den nächsten Wochen vermutlich weniger im Vordergrund steht, wird diese Nachricht zahlreiche Eltern mit Schulanfängern interessieren: An der Grundschule III wurde am Donnerstag die Anlieferung der insgesamt 160 Stahlmodule abgeschlossen. „Damit ist dann auch das zweite Obergeschoss fertig montiert“, heißt es aus dem Baudezernat. Am Anfang des neuen Schuljahres soll der Unterricht beginnen.

„Eine neue Schule in einem Zeitraum von weniger als einem Jahr zu errichten, kann nur erfolgen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und dafür andere Arbeiten hintanstellen“, sagte Baudezernent Jan Schneider, als er kürzlich mit Bildungsdezernentin Sylvia Weber die Baustelle besuchte. „Wir wissen, was wir allen an einem solchen Projekt Beteiligten abverlangen“, betonte Dezernentin Weber, „angesichts der überproportional steigenden Kinderzahlen auf dem Riedberg ist der Bau einer zusätzlichen Grundschule jedoch ohne Alternative.“ Die Stadt ist als Schulträger verpflichtet, Grundschulkinder dort zu beschulen, wo sie leben, „und dieser Aufgabe kommen wir hier gemeinsam nach“.

Die Grundschule Riedberg 3 wird zwei Jahre lang in der temporären Anlage arbeiten. 2021 zieht sie in die heute von der IGS Kalbach-Riedberg genutzte Holzmodulanlage an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee. Dort entsteht derzeit neben dem im Sommer 2017 fertiggestellten ersten Bauabschnitt der zweite Gebäudeteil. Im Juli kann der zweite Bauabschnitt, der rund sieben Millionen Euro kostet, planmäßig in Betrieb gehen. Die Schule erhält acht zusätzliche Klassenräume, eine Lehrküche sowie mehrere weitere Fachräume.

2021 soll die IGS mit rund 600 Schülerinnen und Schülern an ihren endgültigen Standort in der Gräfin-Dönhoff-Straße an der U-Bahn-Station Riedberg umziehen.

Foto: MAINRiedberg

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Stiftung Warentest bestätigt gute Qualität des Frankfurter Trinkwassers

Trinkwasserbrunnen

Die Stiftung Warentest hat in einem unabhängigen Test die Qualität des Frankfurter Trinkwassers bestätigt. Für die Untersuchung hat die Stiftung bundesweit in 20 öffentlichen Gebäuden Trinkwasser abgezapft und die Stichproben eingehend geprüft. Bereits im Jahr 2016 hat ein Test die gute Qualität des wertvollen Lebensmittels in Frankfurt gezeigt.

Wasser ist wichtig – für Privathaushalte und Unternehmen gleichermaßen. Eine hochqualitative und sichere Trinkwasserversorgung ist daher unerlässlich. Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG, sagt: „Wir garantieren sicheres und einwandfreies Trinkwasser höchster Qualität für die Frankfurter Bevölkerung und Pendler sowie die Besucher und Gäste der Stadt. Als verantwortungsbewusster Versorger steht unser Unternehmen für eine nachhaltige Wassergewinnung und einen effizienten Netzbetrieb. Gleichzeitig wollen wir die Bürgerinnen und Bürger zu einem ressourcenschonendem Umgang mit Wasser anregen.“

Rund 48 Millionen Kubikmeter Trinkwasser flossen 2018 über ein mehr als 2.050 km langes Versorgungsnetz zu den Frankfurter Haushalten und Unternehmen. Das am besten kontrollierte Lebensmittel entstammt sauberen Quellen und wird nachhaltig in der Region gefördert. Verbraucher erhalten jederzeit ein frisches und wohlschmeckendes Lebensmittel zu fairen Preisen aus dem 2 Wasserhahn. Dr. Alsheimer: „Wer sich und der Umwelt etwas Gutes tun will, greift zu Trinkwasser frisch aus dem Hahn – ohne Transport in Flaschen, ohne Kunststoff – bequemer und günstiger geht es kaum.“

Damit die Versorgung mit Trinkwasser von gleichbleibend hoher Güte reibungslos funktioniert, unterhält das Unternehmen ein aufwändiges System. Es umfasst lokale Gewinnung, Aufbereitung, Transport, regelmäßige Qualitätskontrolle und Bereitstellung des Trinkwassers. So wird Mainova seiner Verantwortung gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern gerecht.

Die hohe Qualität des Trinkwassers ist durch die Trinkwasserverordnung geregelt und wird laufend streng kontrolliert. In Frankfurt ist höchste Trinkwasserqualität selbstverständlich. Weitere Informationen unter www.mainova.de/wasser

Foto & Informationen: Mainova

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Preis für Astrophysiker Luciano Rezzolla

Weltweite mediale Aufmerksamkeit erfuhr Luciano Rezzolla in seiner Rolle als Vorstandsmitglied und Leiter des „Black Hole Cam-Projektes (BHC-Projekt)“, welches erstmals die Beobachtung des heißen Plasma-Rings um das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie M87 sichtbar machte. Für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit erhält der Theoretische Astrophysiker heute den Wissenschaftspreis der Frankfurter Physik. Der Preis wird am Nachmittag im Rahmen einer akademischen Feierstunde mit Staatssekretärin Ayse Asar vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Biozentrum am Campus Riedberg vergeben.

Veranstalter sind der Fachbereich Physik der Goethe-Universität, die Walter Greiner Gesellschaft zur Förderung der physikalischen Grundlagenforschung (WGG) und das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS). Nach einer Begrüßung durch Prof. Michael Lang, Dekan des Fachbereichs Physik, Prof. Roger Erb, Vizepräsident der Goethe-Universität, Dr. Nikolaus Hensel, Gründungsvorstand der WGG und Prof. Enrico Schleiff, Vorstandsvorsitzender des FIAS, werden die Auszeichnungen für herausragende junge und erfahrene Wissenschaftler in einer Gesamthöhe von rund 150.000 Euro verliehen.

Den Wissenschaftspreis der Frankfurter Physik für herausragende wissenschaftliche Arbeit erhalten Prof. Luciano Rezzolla und sein Team am Institut für Theoretische Physik in Anerkennung der phänomenalen Erfolge im Zusammenhang mit der Entdeckung der Gravitationswellen beim Verschmelzen von zwei Schwarzen Löchern. FIAS-Fellow Prof. Rezzolla und sein Team sagten 2017 vorher, wie die Gravitationswellensignale von der Kernzustandsgleichung bei hohen Dichten und Temperaturen abhängen. Erst vor kurzem erregten Arbeiten seiner Gruppe Aufsehen, in denen es um die Beobachtbarkeit grundlegender Eigenschaften der Materie beim Verschmelzen von Neutronensternen geht.

Die weiteren Preisträgerinnen und Preisträger

Für sein Lebenswerk in der Gravitationsphysik erhält Prof. Friedrich Hehl, der am Institut für Theoretische Physik der Universität zu Köln lehrte, den Karl-Schwarzschild-Preis 2019. Prof. Hehl hat in herausragender Weise in über mehr als vier Jahrzehnten die theoretischen Grundlagen der allgemeinen Relativitätstheorie (ART) untersucht, insbesondere hat er Erweiterungen von Einsteins ART geschaffen, um die Torsion der Raumzeit einzubeziehen, die Einstein einst vernachlässigt hatte.

Mit dem Preis wird an Karl Schwarzschild erinnert, den berühmten Frankfurter Astrophysiker, der vor einhundert Jahren innerhalb weniger Monate die nach ihm benannte Lösung von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie berechnete.

Dr. Maris Bauer erhält den von der Carl Wilhelm Fück-Stiftung ausgelobten und mit 10.000 Euro dotierten „Walter Greiner-Preis“ für die beste Physik-Dissertation. Er promovierte am Physikalischen Institut der Goethe-Universität über die Entwicklung von Sensoren für die Terahertz-Messtechnik, die er nun am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik für zerstörungsfreie Produktprüfung in Industrieanwendungen einsetzt.

Studierende im Bereich Biophysik gaben den Ausschlag den erstmals in diesem Jahr vergebenen „Niko-Claus-Preis“, benannt nach den beiden Stiftern Nikolaus Hensel und Claus Wisser. Ausgezeichnet wird Dr. Georg Wille vom Institut für Biophysik. Er wird für sein außergewöhnlich starkes Engagement in der Lehre, für die Belange der Studierenden und seine Aktivitäten zur strukturellen Verbesserung des Studiengangs Biophysik geehrt.

Für das herausragende Engagement von Studierenden im Bereich der Lehre wird Julia Sammet ausgezeichnet. Der Doktorandin ist die Gründung und der Aufbau des Physik-Lernzentrums der Goethe-Universität am Campus Riedberg zu verdanken. Als Leiterin der Einrichtung ist Julia Sammet mit ihrem Team erste Anlaufstelle für Studierende bei physikalischen und mathematischen Fragen.

Darüber hinaus werden die besten Studienabschlüsse des Fachbereichs Physik geehrt sowie die Rolf und Edith Sandvoss-Stipendien und die Deutschlandstipendien vorgestellt.

Foto: Goethe-Universität

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MAINRiedberg wünscht tolle Ferien!

Sechs Wochen keine Schule, keine Noten, keine Referate – dafür jede Menge Freizeit und Spaß: MAINRiedberg wünscht allen großen und kleinen Riedbergerinnen und Riedbergern tolle Sommerferien! Für mehr als 2600 Kids und Teens in unserem Stadtteil hat jetzt endgültig und endlich die schönste Zeit des Jahres begonnen.

Doch während an der Baustelle der neuen Grundschule III, im provisorischen Anbau der IGS Kalbach-Riedberg und auch im neuen Holz-Provisorium für eine Erweiterung der Marie-Curie-Schule in den Ferien bereits in Richtung Schulstart gearbeitet wird, sind viele Eltern mit anderen aktuellen Herausforderungen konfrontiert. Denn am Montag beginnt die Großbaustelle auf der A-Strecke der Frankfurter U-Bahn. Vom Riedberg gibt es sechs Wochen lang keine direkte U-Bahn-Verbindung in die Innenstadt. Ein umfangreicher Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Doch wie klappt das in der Realität? Wir werden in den nächsten Woche umfassend darüber berichten, verbunden mit Tipps unserer Leserinnen und Leser.

Sommercamps am Riedberg

Apropos Tipps: Es gibt auch am Riedberg tolle Angebote, womit auch Ferien zuhause ein großer Spaß werden können. Am Montag starten wieder die Ferienspiele Riedberg des Familienzentrums Billabong, diesmal mit Kreativ-, Theater- und Sport-Woche. In der ersten Woche sind noch Plätze frei.

In der ersten, zweiten und dritten Woche gibt es wieder Fußballcamps auf der Anlage des SC Riedberg. Die Basketball-Abteilung des Vereins veranstaltet in der letzten Ferienwoche von 5. bis 9. August ein Basketball-Camp in der Turnhalle der Marie-Curie-Schule. Teilnehmen können Mädchen und Jungen von Jahrgang 2003 bis 2011. Die Anmeldung ist noch bis 20. Juli möglich. 

Die Stadt Frankfurt hat natürlich auch wieder ein umfangreiches Ferienprogramm zusammengestellt, Mainspiele und Opernspiele inklusive. Hinzu kommt, dass der Bädereintritt für Mädchen und Jungen bis einschließlich 14 Jahren ab sofort kostenlos ist.

Es wird also garantiert nicht langweilig werden!

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38 Grad Hitze! Wetterdienst warnt und gibt Tipps

Trinken bei Hitze

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung vor Hitze herausgegeben. Schon in den vergangenen Tagen wurde für Frankfurt eine starke Wärmebelastung mit Temperaturen von über 35 Grad prognostiziert. Aktuell sind heute sogar noch bis zu 38 Grad vorhergesagt

Die meisten Menschen fühlen sich bei sonnigem Wetter und sommerlichen Temperaturen richtig wohl. Damit das bei der starken Hitze auch so bleibt, sollten alle – selbst gesunde Erwachsene – angemessene Vorsorgemaßnahmen ergreifen und durch rechtzeitiges Vorbeugen und richtiges Verhalten gesundheitliche Beeinträchtigungen und Schäden vermeiden. Das Gesundheitsamt hat hierzu einfache Tipps zusammengestellt.

• Wichtig ist, ausreichend zu trinken und dabei auch auf eine ausreichende Mineralienzufuhr zu achten. Das heißt statt natriumarmer Wässer sollte auf mineralreiche Wässer umgestellt werden. Auch durch salziges Knabbergebäck kann der durch Schwitzen erhöhte Kochsalzbedarf sichergestellt werden.
• Weiterhin gilt, möglichst körperliche Anstrengung während extremer Hitze und Aufenthalt in der Sonne zu vermeiden.
• Wohnungen sollten durch Abdunkelung der Fenster möglichst kühl gehalten werden und insbesondere in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden gelüftet werden.

Obwohl jeder unter großer Hitze leidet, sind manche Menschen besonders gefährdet. Darunter Kleinkinder, Menschen über 65 Jahre und Menschen mit körperlichen Erkrankungen, insbesondere mit Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen und mit hohem Blutdruck. Bei diesen Personengruppen sollte regelmäßig (mindestens zweimal am Tag) auf Zeichen von Erschöpfung durch Hitze und auf Hitzschlag geachtet werden, das heißt Überwärmung, Schwäche, Schwindel, Benommenheit, gegebenenfalls Übelkeit und Erbrechen. Kinder und insbesondere Kleinkinder müssen selbstverständlich noch enger überwacht und umsorgt werden.

Weitere Informationen – vor allem auch für besonders von starker Hitze gefährdete alte und kranke Menschen, aber auch für Ärzte sowie für Mitarbeiter in Altenpflegeheimen – findet man auf der Startseite des Gesundheitsamtes unter http://www.gesundheitsamt.stadt-frankfurt.de .

Foto: Gesundheitsamt Frankfurt

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Ohne Licht! Zwei Radfahrer stoßen zusammen

In der vergangenen Nacht kam es zwischen zwei Fahrradfahrern zu einem Unfall. Dabei wurden ein 49-jähriger Mann leicht und ein 51-jähriger Mann schwer verletzt.

Gegen 0.50 Uhr waren die zwei Männer in jeweils entgegengesetzter Fahrtrichtung auf dem Oberurseler Weg, einem Feldweg parallel zur Rosa-Luxemburg-Straße, also unmittelbar am Riedberg, unterwegs. Nach bisherigen Ermittlungen brannte an keinem der beiden Fahrräder das Frontlicht. Mutmaßlich haben sich die Fahrradfahrer mangels der Beleuchtung nicht oder zu spät gesehen und sind, als sie auf derselben Höhe waren, frontal zusammengeprallt.

Der 49-jährige Mountainbike-Fahrer befand sich in ambulanter ärztlicher Behandlung. Der 51-jährige Rennrad-Fahrer musste stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Der Rahmen des Rennrads war nach dem Zusammenprall zum Teil geknickt.

Die beiden Zweiräder wurden sichergestellt. Die Ermittlungen bezüglich des Unfallhergangs dauern an.

Informationen: Polizei Frankfurt am Main

Foto: Archiv

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Zehnjähriger Junge bei Unfall schwer verletzt

Ein Pressesprecher der Polizei beendet die Informationen über den gestrigen Unfall mit den Worten: „So, wie es bis jetzt aussieht, hatte der Junge ganz großes Glück im Unglück.“ Was war passiert? Es ist früher Dienstagabend, 17.45 Uhr, als ein Zehnjähriger mit einem Scooter auf dem Gehweg der Gräfin-Dönhoff-Straße unterwegs ist. Er fährt gemeinsam mit einem Freund, entgegen der Fahrtrichtung. Plötzlich wechselt er auf die Fahrbahn, als zeitgleich ein 45-jähriger Smart-Fahrer herannaht. Der Junge und das Auto kollidieren frontal in der Tempo-30-Zone.

Polizei und Krankenwagen sind schnell vor Ort. Das Unfallopfer kommt schwerverletzt ins Krankenhaus. Aber der Helm, den er trug, schützte ihn offenbar vor schlimmeren Verletzungen. Derzeit geht man davon aus, dass er „nur“ eine Gehirnerschütterung erlitten hat.

„Schwerverletzt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Zehnjährige zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben musste“, heißt es bei der Polizei. Lebensgefahr besteht momentan nicht. Warum der Junge mit seinem Roller auf die Straße gefahren ist, sowie der genaue Unfallhergang ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Nur eines scheint festzustehen: Dass er einen Helm trug, war sein großes Glück.

Foto: Archiv

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Ortsbeirat will Skatepark-Initiative unterstützen

Was machen drei Jungs im Alter von 11 Jahren am Freitag Abend, vier ziemlich zähe Stunden lang? Sie besuchen die Sitzung des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg, verfolgen in der ersten Reihe im Publikum die Debatte um Kita- und Hortplätze im Stadtteil. Als diese immer länger dauert, gehen sie mehrmals leise nach draußen. Um ein paar Tricks mit ihren BMX-Rädern zu machen. Aber auch, um auf dem Handy das aufzuschreiben, was sie später in der Bürgersprechstunde vorbringen wollen. Übrigens so klar und eindringlich, dass Sebastian Reißmann, der Initiator der Petition für einen Skatepark am Riedberg, danach gefragt wird, ob er sich nicht irgendwann mal das Engagement in einer Partei vorstellen könnte. Die Botschaft von Sebastian, Dustin und Vincent ist: Es muss mehr Orte für ältere Kids und Jugendliche am Riedberg geben. Ihr konkretes Anliegen: Sie wollen sich für einen Skatepark im Stadtteil einsetzen. Für Skateboarder, Skater, begeisterte BMX-Biker wie sie selbst. Aber auch für alle meist Kleineren, die lieber mit dem Scooter über alles drüberflitzen.

„Die große Frage ist: Wo ist Platz für Jugendliche?“, erklärt Sebastian, als er nach 22 Uhr ans Mikrophon treten kann. „Alle Kinder werden auch irgendwann älter. Da reichen die 19 Spielplätze, die es hier gibt, nicht aus.“ Im Gegenteil: Wenn sie sich dort treffen, führt das nur zu Konflikten. Bei einem Skatepark aber „sind die Jugendlichen an der frischen Luft, machen Sport und stehen nicht an der Spielekonsole und zocken“.

Das Problem ist bekannt – jetzt wird auch der Ortsbeirat aktiv

Aktuell sind am Riedberg 2087 Mädchen und Jungen zwischen 6 und 14 Jahre sowie 391 zwischen 15 und 18 Jahre. Tendenz stark steigend. Immer wieder machen Jugendliche darauf aufmerksam, dass „Rückzugsorte“ für sie fehlen. Es gibt das Jugendhaus, mit eingeschränkten Öffnungszeiten, das Basketball-Feld im Kätcheslachpark, die freie Wiese daneben, einen Bolzplatz hinter dem Familienzentrum Billabong, „aber danach wird es auch schon dünn“, wie der Kinderbeauftragte Ronald Bieber (Grüne) bemerkt. Ein Antrag auf einen Pavillon im Kätcheslachpark, den Jugendliche und auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger nutzen könnten, wurde vergangene Woche vom Magistrat abgelehnt.

Am Freitag haben – mit einer Ausnahme – alle Ortsbeiräte für den SPD-Antrag für einen „Skater-Parcours“ am Riedberg gestimmt. Umstritten waren nur einzelne Formulierungen sowie die Frage, ob man mögliche Standorte nennen und präzisieren sollte. Letztlich wurden als „Beispiel“ einer Fläche direkt hinter dem Familienzentrum Billabong in der Nähe des Lärmschutzwalls zur A5 sowie eine Fläche nördlich der U-Bahn-Trasse und des Uni-Geländes genannt.

Fakt ist: Es gibt seit 2015 einen Skatepark in unserem Bezirk, der vielen Riedberger Kids und Jugendlichen kaum bekannt sein dürfte und kurioserweise ziemlich abseits liegt. Mitten im Gewerbegebiet Kalbach hinter dem Frischezentrum. Aber das ist für Kinder aus unserem Stadtteil schwer bis gar nicht erreichbar. „Deswegen ist man dort oft einsam und fühlt sich nicht wirklich sicher“, wie Sebastian Reißmann sagt.

Seine öffentliche Petition für einen Skatepark am Riedberg hat auf der Plattform „FFM – Frankfurt fragt mich“ bereits das notwendige Quorum von 200 Unterstützern erreicht. Sieben Tage vor Ende des Aufrufs. Die Stadt wird sich also mit dem Anliegen beschäftigen. Jetzt will auch der Ortsbeirat aktiv werden.

Foto: MAINRiedberg

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Spendenaktion für Kirchenglocken

Vor drei Jahren, exakt am 3. Juli 2016, wurde die katholische Kirche St. Edith Stein feierlich geweiht und damit auch das „Centre for Dialogue at Campus Riedberg“, das Edith Stein Zentrum, dort eröffnet. „Die katholischen Bürger in Frankfurt/Riedberg haben eine Heimat gefunden“, wie der Kirchbauförderverein betont. Der moderne Bau an der Kreuzung Riedbergallee/ Kalbacher Höhe, direkt gegenüber der evangelischen Riedberggemeinde, ist weithin sichtbar. Nur eines fehlt bis heute: Der Turm der Kirche ist leer. Es gibt keine Kirchenglocken, die zum Gottesdienst oder anderen Feierlichkeiten läuten.

Das will der Kirchbauförderverein der Gemeinde nun ändern, mit viel Engagement und einer Spendenaktion. „Die Finanzierung der Glocken ist das bisher größte und ehrgeizigste Projekt in der Vereinsgeschichte“, erklärt Sabrina Geller vom Förderverein gegenüber MAINRiedberg.

Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, St. Edith Stein materiell und ideell zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel die Anschaffung von liturgischen Gegenständen aber auch die Durchführung verschiedener religiöser, musischer und kultureller sowie wissenschaftlicher Veranstaltungen. Unter anderem wurde zusätzliche Stühle für die Gottesdienste, und ganz aktuell ein neues Keyboard zur Begleitung der Gottesdienste angeschafft. Der Kirchbauförderverein beteiligt sich für die Gemeinde traditionell am Riedberger Weihnachtsmarkt und führt in Zusammenarbeit mit dem Centre für Dialogue at Campus Riedberg jährlich einen Edith-Stein-Tag, die Namenspatronin der Gemeinde, sowie andere wissenschaftliche Veranstaltungen durch.

Die Räumlichkeiten der Gemeinde, eine Kapelle mit einem zuschaltbaren, multifunktionalen Saal, ein großzügiges Foyer, Büros und Gruppenräume, werden daher gut genutzt. „Unvollendet ist jedoch nur unser Glockenturm. Es fehlen drei Glocken, damit der Bau vollendet werden kann“, erklären die Vertreter des Fördervereins – und hoffen auf die Unterstützung hier im Stadtteil und auch über die Gemeindegrenzen hinaus.

Das Bistum Limburg hat der Gemeinde die Kostenübernahme für die Anbringung und Einrichtung des Geläuts sowie die Verschalung des Glockenturms zugesagt. Die Anschaffung der Glocken obliegt, wie üblich, der Gemeinde. Die Kosten liegen bei rund 30.000 Euro inklusive Material- und Transportkosten.

Spenden für die Kirchenglocken können auf folgendes Konto überwiesen werden: Kirchbauverein Edith Stein, IBAN: DE 16 5005 0201 02006114 70 (Spendenquittungen können erstellt werden)

Weitere Informationen unter info@kirchbauverein-edith-stein.de  sowie  https://www.sankt-katharina-frankfurt.de/gemeinden/st-edith-stein/

Foto: MAINRiedberg

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Kein Pavillon für Jugendliche

Am Riedberg gibt es zu wenige Orte für Jugendliche – das sieht inzwischen auch der Ortsbeirat so und hat im November zu einem Runden Tisch eingeladen. Ein Ergebnis: Die Jugendlichen vermissen Rückzugsmöglichkeiten. Deshalb diskutierte man über einen überdachten „Pavillon“, der im oder in der Nähe des Kätcheslachparks aufgebaut werden könnte und den alle Stadtteilbewohner nutzen könnten. 15.000 Euro sollten für dieses „niederschwellige Freizeitangebot“ im Haushalt eingestellt werden. Der Magistrat hat die Möglichkeiten einer Umsetzung geprüft und nun abgelehnt. Die Begründung: kein geeigneter Standort, zu nah an der Wohnbebauung und zu teuer in der Unterhaltung.

Die Erklärung im Detail: Im eher städtischen Abschnitt des Kätcheslachparks zwischen dem Grünzug Topographischer Weg und dem Grünzug Römische Straße sind mögliche Standorte zu nah an der vorhandenen Wohnbebauung oder auf Grund der Regenwassermulden nicht geeignet. „Erfahrungsgemäß führt die Aufstellung eines solchen Unterstands in der Nähe der Bebauung durch die regelmäßige abendliche und nächtliche Nutzung zu Beschwerden der Anwohnerinnen und Anwohner“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. 

Der Bereich Richtung Wiesen und Kätcheslachweiher indes unterliegt flächendeckend der Landschaftsschutzverordnung. Damit ist die Aufstellung eines Pavillons auch hier nicht möglich.

Hinzu kommt, dass neben der Schwierigkeit einen geeigneten Standort für einen Pavillon zu finden, Unterstände mit wetterfesten Tischen und Stühlen relativ kostenintensiv in der Unterhaltung sind. Neben der häufigeren Entsorgung von Müll werden Pavillons „leider öfters durch Vandalismus beschädigt und müssen aufwändig repariert werden“. Dafür stehen dem zuständigen Amt keine Unterhaltungsmittel zur Verfügung.

Jugendpolitischer Sprecher fordert Ortstermin mit Vertretern der Stadt

Die Stellungnahme der Stadt sorgte bei zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, aber zum Teil auch bei Lokalpolitikern für Unverständnis. „Wir sind betroffen über die mehr als enttäuschende Aussage der Stadt Frankfurt. Es kann nicht schon wieder an den Jugendlichen vorbei entschieden werden. Die Zahl der Jugendlichen im Stadtteil wächst von Jahr zu Jahr und die Stadt schaut einfach zu“, erklärte ein sichtlich enttäuschter Sven Moulden, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Ortsbeirat, die auch den Pavillon-Antrag initiiert hatte. Moulden fordert jetzt einen Ortstermin mit Vertretern der Stadt, den Ortsbeiratsmitgliedern sowie allen interessierten Jugendlichen, um eine gerechte Lösung für alle zu entwickeln.

Foto: MAINRiedberg

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