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Vormerkung für neue Kita möglich

Der akute Mangel an Betreuungsplätzen im Kita-Bereich beunruhigt Eltern in Riedberg und Kalbach. Jetzt steht fest, dass im Sommer dieses Jahres eine zusätzliche Kindertagesstätte für 3- bis 6-Jährige eröffnen wird. Diese wird Kindern aus dem gesamten Stadtteil offen stehen, wie Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber im Rahmen der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung erklärte. Die Kita startet voraussichtlich am 1. Juli.

Wichtig! Aktuell wurde bekannt, dass Eltern ihre Kinder bereits für die neue Kita im „Kindernet Frankfurt“ vormerken lassen können.

Eröffnung in Containern in Kalbach – Neubau am Riedberg

Die Kita wie zuerst in Containern in Kalbach eröffnen und voraussichtlich 2019 in einen Neubau im Riedberger Westflügel ziehen. Die Details: Auf einer Gemeinbedarfsfläche am Kalbacher Stadtpfad stehen jetzt noch die Container, die bislang für verschiedene „Auslagerungen“ anderer Einrichtungen verwendet wurden. Nun wird der Eigenbetrieb Kita Frankfurt ab dem kommenden Schuljahr hier eine dreigruppige Kita eröffnen, „die 63 zusätzliche Betreuungsplätze anbietet“, so die Stadträtin zufrieden. Damit reagiert der Magistrat auf den akuten Mangel an Kita-Betreuungsplätzen im Ortsbezirk 12. Die Arbeiten an dem Neubau dieser zwölften Kita für den Riedberg seien bereits in vollem Gange, das benötigte Personal werde nun vorher eingestellt und die Kita vorzeitig eröffnet.

Das Besondere: Diese Einrichtung wird sowohl Kalbacher als auch Riedberger Kindern offen stehen. Nach dem Umzug dieser provisorischen Kita auf den Riedberg im Jahr 2019 sei es das erklärte Ziel des Magistrats, die Gemeinbedarfsfläche am Kalbacher Stadtpfad auch langfristig für Kinderbetreuungszwecke zu nutzen.

Suche nach weiteren Flächen für Kitas

„Unabhängig von dieser kurzfristigen Lösung suchen wir unter Hochdruck nach weiteren Flächen für zusätzliche, langfristige Standorte für Kinderbetreuungseinrichtungen, sowohl in Kalbach als auch auf dem Riedberg“, kündigte die Stadträtin an. Im Kindertagesstätten-Entwicklungsplan sei Kalbach priorisiert, die Kinderzahlen hätten trotz der hohen Prognosen die Planungen übertroffen.

Es gelte nun, zügig zu handeln. „Wir prüfen gemeinsam mit dem Stadtschulamt und der Hessen Agentur verschiedene Flächen, sowohl auf dem Riedberg als auch in Kalbach“, sagte Weber abschließend. Wie so oft in Frankfurt läge es nicht am fehlenden Geld, sondern an geeigneten Flächen und Bestandsliegenschaften, die den Anforderungen für die Errichtung von Kindertagesstätten genügten. Es sei klar, dass die betroffenen Familien schnellstmöglich Hilfe brauchten.

Informationen: Presse.Info Stadt Frankfurt

Foto: Stadt Frankfurt/ Archiv

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Forschung gegen Krankenhaus-Keime

Multiresistente Bakterien haben in den letzten Jahren in den Kliniken dramatisch zugenommen und stellen das Gesundheitssystem vor immense Probleme. Neben den „alten Bekannten“ wie  Staphylokokken (Staphylococcus aureus) ist ein weiterer Erreger hinzugekommen: Bakterien der Gattung „Acinetobacter“Um neue Mittel im Kampf gegen den aggressiven Keim zu finden, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 2014 eine Forschergruppe unter Federführung der Goethe-Universität etabliert, die jetzt um drei Jahre verlängert wird. Auch Wissenschaftler aus dem Fachbereich Molekulare Mikrobiologie & Bioenergetik am Campus Riedberg und Kollegen aus dem Campus Niederrad sind federführend daran beteiligt.

Infektionen mit diesem Keim führen aufgrund der zunehmenden Antibiotikaresistenzen häufig zum Tod. Besorgniserregend ist, dass der Keim sich weiterhin mit rasanter Geschwindigkeit in der Welt ausbreitet.

Um in dieser Situation möglichst schnell klinisch anwendbare Resultate zu erhalten, arbeiten in der Forschergruppe Naturwissenschaftler und Mediziner eng zusammen. Beteiligt sind mehrere Institute der Goethe-Universität – die Molekulare Mikrobiologie & Bioenergetik, die Medizinische Mikrobiologie & Hygiene, das Institut für Zellbiologie & Neurowissenschaften und das Institut für Biochemie –, das Robert-Koch-Institut sowie die Universitäten in Köln und Regenburg.

„Uns ist etwas Einzigartiges gelungen: Wir nutzen aktuelle Patientenisolate, entschlüsseln deren Erbgut und analysieren die krankmachenden Eigenschaften, die dann in Hinblick auf Gegenmaßnahmen charakterisiert werden“, erklären die beiden Sprecher der Forschergruppe, der Mikrobiologie Prof. Volker Müller und der Mikrobiologie und Mediziner Prof. Volkhard Kempf.

So entschlüsseln Forscher die Bakterien

Die Forscher wissen inzwischen, wie sich das Bakterium ernährt, wie es Stress übersteht, wie es sich an belebten und unbelebten Oberflächen anheftet und wie es sich der Wirkung der Antibiotika entzieht. Dadurch können sie neue Ziele für eine Inaktivierung des Bakteriums testen. Unter anderem stellten sie fest: Wenn man den Bakterien die Fähigkeit nimmt, einen bestimmten Zucker zu synthetisieren, sind sie nicht mehr in der Lage, Infektionen auszulösen. Nun arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck daran, Hemmstoffe entwickeln zu können.

Ziel ist es, die Therapie dieses zunehmend bedrohlichen Bakteriums zu ermöglichen.

Informationen & Foto: Pressestelle Goethe-Universität

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Himmlische Lesung zum Thema „Pubertiere“

Haben Sie auch schon „Pubertiere“ zuhause? Nein, nicht schnuckelige Vierfüßler, sondern Teenager auf zwei Beinen, die bisweilen launisch, zickig und scheinbar völlig verändert in die Welt hinaus gehen? Dann ist folgende Lesung, die „Kultur in der Aula“ und das Familienzentrum Billabong gemeinsam organisieren, sicher das Richtige für Sie.

Am 14. März um 19 Uhr liest die Frankfurter Autorin (und dreifache Mutter) Susanne Reichert aus ihrem Buch „Himmlisch gechillt“. Die Lesung findet bei Billabong in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 b statt. Eine musikalische Begleitung ist geplant. Der Eintritt ist frei.

Kurz einige Infos zum Buch: Die Pubertät erkennt man meistens daran, dass man seine Kinder plötzlich nicht mehr erkennt – diese Erfahrung machen auch Marlene Schwarz und ihr Mann Carsten, deren älteste Tochter sich plötzlich vom niedlichen Mädchen in einen stacheligen Teenager verwandelt. Die 15-jährige Sophie muss sich nicht nur mit den eigenen hormonellen Stimmungsschwankungen, ihren spießigen Eltern und den nervigen Geschwistern herumschlagen, sondern hat auch noch den Konfirmandenunterricht am Hals – als ob sie mit dem ganzen ätzenden Schulkram, dem ersten Liebeskummer und der täglichen Klamottenfrage nicht schon genug zu tun hätte, soll sie sich jetzt auch noch Zeit für Gott und die innere Einkehr nehmen.

Marlene schlägt sich neben dem gewohnten Chaos in ihrer 5-köpfigen Familie, dem turbulenten Job in einem Verlag und dem veränderten Wesen ihrer Tochter auch noch mit deren Vorstellung herum, die Konfirmation in einer Art „Night of the Proms“ im örtlichen Golfclub zu feiern und Carsten wittert in dem ersten Freund seiner Tochter das pure Übel. Glücklicherweise gibt es Marlenes besten Freund und Sophies Patenonkel Mario, der mit seinem unerschütterlichen Naturell für gute Laune sorgt. Trotzdem ist Marlene der Meinung, dass ein bisschen göttlicher Beistand gerade in dieser Zeit nicht schaden könnte – und erlebt diesen auf ganz unerwartete Art und Weise…

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Riedberg-Tatort läuft am 8. April

Diesen Termin sollten sich Krimifans vormerken: Am 8. April um 20.15 Uhr läuft der „Tatort“, der im vergangenen Frühjahr auch bei uns am Riedberg gedreht wurde. Das hat heute die Pressestelle des Hessischen Rundfunks bestätigt. „Unter Kriegern“ heißt der siebte Fall des Frankfurter Ermittler-Duos Margarita Broich als Anna Janneke und Wolfram Koch als Paul Brix. Schauplätze sind unter anderem das Gelände und die Sporthalle des Gymnasiums Riedberg, eine U-Bahn-Haltestelle am Riedberg sowie die Marie-Curie-Grundschule.

Schauplätze sind unter anderem die Marie-Curie-Schule…

…und das Gymnasium Riedberg

Aber was ist die Story? In den Kellerräumen eines Sportleistungszentrums wird die Leiche des kleinen Malte Rahmani gefunden. Betroffen beginnen die Frankfurter Hauptkommissare mit den Ermittlungen. Schnell finden sie heraus, dass sich der Hausmeister des Sportleistungszentrums, Sven Brunner, öfter mit Malte abseits des Zentrums getroffen hat.

Dann gibt es aber noch einen weiteren Handlungsstrang. Das Sportzentrum wird vom Trainer Joachim Voss äußerst streng und leistungsorientiert geführt – er strebt einen hohen Sportfunktionärsposten an. Auch bei seinem zwölfjährigen Stiefsohn Felix legt Voss großen Wert auf allerhöchstes Niveau, sowohl beim Sport als auch in der Schule. Felix Mutter Meike kann sich gegen die verbalen und körperlichen Demütigungen ihres Ehemanns Joachim kaum wehren – bei denen auch Felix mitmacht. Die beiden „Männer“ haben sich gegen sie verbündet. Voss kontrolliert und manipuliert Meike und Felix, indem er Aggressionen schürt und Angst verbreitet, die letztlich in Gewalt münden.

Wie fügt sich der Riedberg in das Geschehen ein? Wer wird am Ende als Mörder entlarvt? Das werden auch alle Tatort-Fans aus unserem Stadtteil (leider) erst bei der Ausstrahlung erfahren.

Also nicht vergessen: Am 8. April um 20.15 Uhr läuft der „Riedberg-Tatort“ des Hessischen Rundfunks.

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Fotos: hr (4)/ MAINRiedberg

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Leseratten aufgepasst: Die Klapperschlange startet wieder

Es ist der erste Buchpreis, den Kinder für Kinder vergeben – und die Vorbereitungen zur neuen Lesesaison laufen schon wieder auf Hochtouren. Bald startet wieder die Vorjury, in der die Jurykinder vom letzten Jahr mit entscheiden, welche Bücher in diesem Jahr auf der Auswahlliste zur Kalbacher Klapperschlange stehen sollen. Auch viele Riedberger SchülerInnen lesen immer mit.

Leseratten aufgepasst: Alle Kinder, die im letzten Jahr mindestens 5 Bücher gelesen haben können vom 6. März bis zum 15. März an der Vorjury teilnehmen. In der Kalbacher Kinderbücherei stehen die Bücher bereit, aus denen die Kinder ihre Favoriten auswählen können.

Während der Öffnungszeiten der Bücherei kann man es sich dort gemütlich machen, die Bücher anschauen und die eigenen Favoriten in eine Liste eintragen. Anhand dieser Vorschläge wird dann die Liste der diesjährigen Klapperbücher zusammengestellt. Die Organisatoren schreiben: „Wir sind gespannt, welche Bücher in diesem Jahr dabei sein werden. “

Der erste Preis von Kindern für Kinder 

Die Kalbacher Klapperschlange ist ein Literaturpreis, der seit 1988 jährlich von einer Kinderjury im Frankfurter Stadtteil Kalbach-Riedberg vergeben wird. Gegründet von der Autorin Regina Rusch war die Kalbacher Klapperschlange der erste Jugendliteraturpreis Deutschlands, der von einer reinen Kinderjury vergeben wurde. Zu dieser Jury gehören alle Schüler der dritten bis neunten Schulklassen, die bis Mitte Oktober mindestens fünf Bücher der Auswahlliste gelesen und bewertet haben.

Im Rahmen der jährlich im November stattfindenden Kalbacher Kinderbuchmesse, bekommt die Autorin oder der Autor des Siegerbuches den Ehrenpreis, die Kalbacher Klapperschlange. Die Kalbacher Buchmesse und die Klapperschlange werden von einem Team von Ehrenamtlichen organisiert. Bis heute beteiligen sich jedes Jahr weit über hundert Schülerinnen und Schüler an der Kinderjury.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kalbacher-klapperschlange.de 

Informationen: Kalbacher Klapperschlange/ Foto: Archiv

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Stichwahl ist am 11. März

Der vor der Wahl als Favorit gehandelte amtierende Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) konnte gestern mit 86.823 Stimmen die meisten WählerInnen für sich gewinnen. Er erzielte damit einen Stimmenanteil von 46,0 Prozent. Seine aussichtsreichste Herausforderin, die Christdemokratin Dr. Bernadette Weyland, erreichte den zweiten Platz mit einem Anteil von 25,4 Prozent. Beide treten nun bei der Stichwahl am 11. März 2018 gegeneinander an. Mit deutlichem Abstand kam die frühere Frankfurter Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg von den GRÜNEN mit 9,3 Prozent auf Platz drei, dicht gefolgt von Janine Wissler (Linke/ 8,8 Prozent). Auf 5,9 Prozent kam Volker Stein, FDP-Mitglied, aber unabhängiger Kandidat sowie mit Abstand die weiteren sieben Kandidaten.

Wahlbeteiligung nur bei knapp 38 Prozent

Von den 505.275 Wahlberechtigten machten 189.916 von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag folglich bei 37,6 Prozent. Damit ging am Wahlsonntag ein ähnlich hoher Anteil der WählerInnen zur Urne, wie bei der letzten OB-Wahl. Allerdings gab es deutlich mehr Briefwähler. Profitieren konnte hiervon vor allem die CDU-Kandidatin, die fast ein Drittel ihrer Stimmen aus der Briefwahl generierte.

Ehemalige Nichtwählerinnen und -wähler trugen rund 6,9 Prozent zum Wahlergebnis von Bernadette Weyland bei. Dem amtierenden Oberbürgermeister Feldmann brachten Wählerinnen und Wähler, die bei der Stadtverordnetenwahl 2016 SPD gewählt hatten, zwar den Großteil der für ihn abgegebenen Stimmen ein. Er konnte aber am stärksten von allen Kandidatinnen und Kandidaten vom Zulauf ehemaliger Wählerinnen und Wähler anderer Parteien profitieren, besonders von den Grünen.

Peter Feldmann hatte als Schwerpunkt-Themen den Bau bezahlbarer Wohnungen, Mietstopp in kommunalen Unterkünften, die Senkung der Tarife im öffentlichen Nahverkehr, eine Ausweitung des Nachtflugverbotes und eine Absage an den Rechtspopulismus. Christdemokratin Weyland hatte die Themen Sicherheit, die Verbesserung „der katastrophalen Schul-Situation“ und mehr Kita-Plätze in den Mittelpunkt gestellt. Frankfurt solle mit einer ausgeweiteten Videoüberwachung sicherer gemacht werden, insbesondere der Brennpunkt Bahnhofsviertel.

Wie hat der Riedberg gewählt?

In unserem Stadtteil wurde überdurchschnittlich CDU gewählt – allerdings sind in der amtlichen Statistik die Ergebnisse von Kalbach und Riedberg insgesamt zusammengeführt. In Zahlen heißt das: OB Feldmann bekam 44 Prozent, CDU-Kandidatin Weyland 32,8 Prozent und damit den fünftbesten Wert aller 44 Frankfurter Stadtteile. Die Grünen-Kandidatin bekam knapp weniger als im Stadt-Durchschnitt, Linken-Kandidatin Wissler bekam in unserem Stadtteil nur 5 Prozent.

Ein Blick lohnt sich auch auf das, was das Amt für Statistik „kleinräumige Ergebnisse“ nennt. Sprich: Die einzelnen Wahlbezirke, insbesondere am Riedberg. In einem Wahllokal der Grundschule Riedberg liegen Weyland und Feldmann mit 34,5 beziehungsweise 39,7 Prozent fast gleichauf, während der amtierende OB an Gymnasium Riedberg und der Marie-Curie-Schule schon wieder mindestens zehn Prozent Vorsprung hat.

An der Marie-Curie-Schule bekamen die Grünen überdurchschnittlich viele Stimmen, deutlich mehr als 10 Prozent, während an der Grundschule Riedberg der unabhängige Kandidat und FDP-Mitglied Volker Stein deutlich mehr Wähler als im Stadt-Durchschnitt hatte. In einem Wahlbezirk am Gymnasium Riedberg bekam übrigens der gebürtige Chinese und Unternehmer Ming Yang doppelt so viele Stimmen wie im übrigen Frankfurt. Vermutlich nicht zuletzt, weil hier eine große asiatische Community wohnt – und mit zu unserem vielfältigen und spannenden Stadtteil beiträgt.

Die Stichwahl zwischen Bernadette Weyland (CDU) und Peter Feldmann (SPD) finden in zwei Wochen statt. Die Wahlscheine behalten auch für die Stichwahl am 11. März die Gültigkeit.

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Informationen: Bürgeramt Statistik und Wahlen/ Stadt Frankfurt 

Fotos: Homepage der CDU-Kandidatin/ Stadt Frankfurt

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Schultoiletten sollen öfter gereinigt werden

Der Magistrat hat in seiner Sitzung am Freitag den Weg zu saubereren Schultoiletten freigemacht: Jeder auslaufende Reinigungsvertrag kann nun mit einer verbesserten und differenzierteren Leistungsbeschreibung neu ausgeschrieben werden. Neun verschiedene Reinigungsmodule erlauben es jeder Schulgemeinde, je nach Gebäudegröße und Dauer des Schulbetriebs, die für sie richtige Variante zu wählen. Diese waren im Rahmen eines Pilotversuchs getestet und danach ausgewertet worden, mit dem Ergebnis, dass es keine einheitliche optimale Lösung gibt, sondern flexible Ansätze gefragt sind.

„Ich bin erleichtert, dass wir eines der drängendsten Probleme in der Frankfurter Schullandschaft nun endlich angehen können. Uns war wichtig, dass für die unterschiedlichen Schulformen und Bedürfnisse flexible Module wählbar sind, sei es in Form einer Mehrfachreinigung oder in Form einer Präsenzkraft“, bilanziert Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber. Der bisherige Reinigungsintervall einmal am Tag sei aufgrund der fortschreitenden Ganztagsentwicklung nicht mehr zeitgemäß gewesen. „Im städtischen Haushalt habe ich ab 2017 bis 2021 fortlaufend eine Erhöhung der Mittel auf insgesamt fünf Millionen Euro pro Jahr eingestellt, um die Umsetzung dieser erhöhten Reinigungsleistung abdecken zu können“, so Weber, „das bedeutet de facto 29.400 Euro mehr für die verbesserte Reinigung jeder Schule.“

Bis 2021 könnten nun sukzessive alle auslaufenden Verträge unter den verbesserten Bedingungen neu ausgeschrieben werden, und zwar individuell zugeschnitten und in Absprache mit den jeweiligen Schulen.

Auch Bau- und Liegenschaftsdezernent, Stadtrat Jan Schneider, ist froh, dass nun sukzessive die Reinigung der Schulen besser den Bedingungen vor Ort angepasst werden kann: „Auch bauliche Gegebenheiten und Nutzerverhalten sind wichtige Aspekte, die hier berücksichtigt werden müssen. Deshalb habe ich Wert darauf gelegt, nicht nur zusätzlich Geld in die Hand zu nehmen, um öfter zu putzen, sondern außerdem Anreize für die Schulen zu schaffen, mit pädagogische Konzepten zu Verbesserungen beizutragen.“ Und er ergänzt: „Sanierungs- und Renovierungserfordernisse werden wir uns in den nächsten Monaten darüber hinaus auch sehr genau anschauen und sinnvolle Maßnahmen für kurzfristige Verbesserungen erarbeiten. Dass Seife in jeder Toilette vorhanden ist, sollte zudem selbstverständlich sein.“

„Bei 600 Kindern ist der aktuelle Vertrag eine Zumutung“

„Diese Entscheidung ist längst überfällig“, sagt dazu Barbara Günther, Elternbeiratsvorsitzende der Marie-Curie-Grundschule am Riedberg. Unverständlich allerdings sei, warum man auf auslaufende Verträge weiterhin warten müsse, wo das Problem doch nun hinlänglich bekannt ist. Der Vertrag der Schule läuft beispielsweise noch bis Ende 2019. „Bei 600 Kindern im alten Reinigungsintervall ist das eine Zumutung.“ Der Elternbeirat hatte daher vor wenigen Wochen schon an das Dezernat geschrieben, bitte unbürokratisch schon vor Ablauf des Vertrags das Intervall zeitnah anzupassen.

In der Marie-Curie-Schule gibt es insgesamt 18 Toiletten für Mädchen und 9 für Jungs. Die Urinale für Jungen sind dauerhaft verschlossen, da sie in der Vergangenheit bewusst verstopft worden sind. Die Kinder sind bis 15 Uhr, teils bis 17 Uhr in der Schule. Die Toiletten werden derzeit ein Mal pro Tag gereinigt.

Der Elternbeirat der Marie-Curie-Schule am Riedberg setzt sich dafür ein, dass die Toiletten für bald mehr als 600 Kindern schon vor Ablauf des Reinigungsvertrages öfter als ein Mal pro Tag gereinigt werden

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Informationen bzgl. des Magistratsbeschlusses: Presse.Info Stadt Frankfurt

Fotos: Archiv/ MAINRiedberg

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Genuss-Messe heute noch mit „unseren“ Bee Friends

Haben Sie heute schon was vor? Falls Sie der Kälte entkommen möchten und eine genussreiche und informative Zeit verbringen möchten, hätten wir einen Tipp für Sie: Noch heute bis 18 Uhr hat die Erlebnismesse Land & Genuss für Natur, Garten und Lebensart in Halle 1 der Messe Frankfurt geöffnet – und die Bienen-Experten Bee Friends Frankfurt e. V. sind auch mit einem Info-Stand vertreten. Honigverkostung inklusive. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn viele Riedberger uns besuchen kommen“, sagte Holmer Drews, Vorsitzender der Bienenfreunde, vorab.

Viele Besucher schon am Freitag

Der noch junge Verein aus passionierten Hobbyimkern und Neueinsteigern hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Wissen um die Bedeutung der Bienen mit Leidenschaft, Aktivitäten und Workshops zu teilen. Auch ein Bienenquiz für Kinder haben sie vorbereitet. Was die Teilnahme an der Messe so besonders macht, ist, dass sie explizit eingeladen wurden und auch vom Hessischen Bieneninstitut Kirchhain eine Menge an Informationsmaterial erhalten haben.

Als MAINRiedberg gestern die Bee Friends um Ute Fromm und Holmer Drews besuchte, berichteten sie von zahlreichen Schulklassen und interessierten Kids am Freitag und auch am gestrigen Samstag war manche Pause zwischendurch gar nicht so unwillkommen. „Sagen Sie bitte, was muss ich tun, wenn ich auf meinem Balkon den Bienen etwas Gutes tun will?“ – solche Fragen waren keine Seltenheit. Und auch da gab’s eine nette Antwort. Nämlich: „Ich würde Ihnen zwei Tütchen dieser Distelsamen empfehlen“, lautete ein Rat. Diese Samen des Bieneninstituts könne man ganz einfach in einem Blumenkasten sprießen lassen. Die würden Bienen anlocken und ihnen auch in der Stadt Nahrung und Nektar geben. Disteln? Ja, Disteln! Große, wunderschöne Zierdisteln mit blauen Köpfen, die „honigen“ und Bienen anlocken.

„Bei unserem Honig schmeckt man die Blüten“

Wie der erste Blütenhonig der Riedberger Imker schmeckt? Nicht so herb wie mancher Waldhonig. „Man schmeckt bei unserem Honig tatsächlich die Blüten“, sagen die Experten. Ein wenig kann man’s mit Holunderblütensirup vergleichen. Aber probieren Sie selbst!

Drei Bienenvölker haben die Bee Friends Frankfurt derzeit in einem Garten im Wasserschutzgebiet Nied in Main-Nähe. Die allerersten acht Kilo Honig von letztem Sommer sind bereits „leergeräumt“, ausgenommen die Probiergläser auf der Messe. Kaufen kann man den Honig der Riedberger Hobby-Imker also derzeit leider nicht. Aber im Juli wird wieder neuer Honig geschleudert…

 

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Die Messe Land und Genuss in der Messe Frankfurt, Halle 1, ist heute noch bis 18 Uhr geöffnet. Bee Friends finden Sie in Halle 1, Ebene 2, Stellplatz M 20 (siehe Pläne vor Ort)

Folgende Highlights bietet die Genuss-Messe außerdem

  • Land: Erlebnisbauernhof mit Landwirten aus der Region, Tieren und Traktoren
  • Garten: Aktuelle Trends und Experten-Tipps für den grünen Daumen
  • Genuss: Kulinarische Spezialitäten, Koch-Shows mit regionalen Spitzenköchen, Verkostungen, Genuss-Seminaren und Grillvorführungen
  • NEU! Urbane Trends: Craft Beer, Street Food und Urban Gardening – das Beste vom Land für das Leben in der Stadt!
  • Kinderprogramm: Attraktive Lern- und Mitmachaktionen

Weitere Informationen unter http://www.landundgenuss.de/home/  sowie über Bee Friends Frankfurt e. V. unter https://bee-friends.org

(Foto: MAINRiedberg)

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Neue Broschüre für den Stadtteil

Idyllisch war’s, als anno 1966 am Bonifatiusbrunnen noch die Schafe grasten. Anno 779 wohl umso mehr, als Kalbach erstmals urkundlich erwähnt worden war. Als der Leichenzug, der den heiligen Bonifatius nach Fulda überführen sollte, an der alten Römerstraße entlangzog. Sozusagen durch den Uni-Campus und durch den heutigen Park hindurch. All das jedenfalls kann man ab sofort in der neuen Broschüre für den Stadtteil nachlesen, die heute Abend beim Neujahrsempfang des Ortsbeirates 12 in der Alten Turnhalle in Kalbach vorgestellt wird.

Über 19.000 BewohnerInnen hat inzwischen der ursprüngliche und der neue Teil unseres Bezirks, wobei in Kalbach fast 6000 Menschen und in den Neubaugebieten am Riedberg schon im Juni vergangenen Jahres mehr als 13.000 lebten. Tendenz steigend. Auch deshalb wurden in der Broschüre sämtliche Kitas, Schulen, amtliche Stellen, Ärzte, Vereine und Verbände sowie Freizeitangebote mit genauen Adressen und Telefonnummern aufgeführt. „Hinzu kommt, dass viele Geschichten drin sind, die viele Riedberger nicht kennen“, heißt es bei der Vorab-Präsentation durch die Ortsvorsitzende Carolin Friedrich, Susanne Kassold (SPD) und Wolfgang Diel (Grüne).

Die Broschüre mit allen Zahlen, Daten und Fakten ist eine Neuauflage einer veralteten Ausgabe von 2012. Sie erscheint in einer Auflage von 4000 Stück und liegt in öffentlichen Einrichtungen und Geschäften auf. Über den Ortsbeirat ist dies auch digital als Link erhältlich.

Unser Stadtteilmagazin MAINRiedberg wurde in der neuen Broschüre über Riedberg und Kalbach nicht erwähnt.

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Endspurt zur OB-Wahl

Manche Riedberger können sich noch daran erinnern, wie ein Politiker vor sechs Jahren bei den Anwohnern in der Altenhöferallee klingelte, sich vorstellte und eine rote Nelke überreichte. Im März 2012 gewann der bis dahin wenig bekannte SPD-Kandidat Peter Feldmann überraschend in der Stichwahl und wurde Nachfolger von Petra Roth.

Am Sonntag ist wieder OB-Wahl und zwölf Kandidaten bewerben sich um dieses Amt. Zum ersten Mal sind mehr als 500.000 Bürger wahlberechtigt und zum ersten Mal haben mehr als 50.000 Bürger vorab Briefwahlunterlagen beantragt. Der Wahlkampf drehte sich unter anderem um die Themen Wohnungsmangel, Sicherheit, bessere Schulen und Kosten des Nahverkehrs. Hier ein kurzer Überblick über fünf Kandidaten mit dem vermutlich größten Wählerpotential – sowie einen Mann, der in Sichuan (China) geboren ist und am Riedberg mit seiner stetig wachsenden chinesischen Bürgerschaft mit vielen Plakaten vertreten ist :

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Hier der OB mit Musiker Moses Pelham beim Besuch eines Jugendhauses in dieser Woche

Peter Feldmann (SPD)

Peter Feldmann, der übrigens in Kalbach wohnt, hat folgende Schwerpunkt-Themen: den Bau bezahlbarer Wohnungen, ein Mietstopp in kommunalen Unterkünften, die Senkung der Tarife im öffentlichen Nahverkehr, eine Ausweitung des Nachtflugverbotes und eine Absage an den Rechtspopulismus. Der 59-Jährige gilt auch am Sonntag als Favorit. Auswärtige Medien wie die Süddeutsche Zeitung schreiben: Das sei nicht allein den Verdiensten Feldmanns geschuldet, „sondern zu einem guten Teil der Schwäche der Herausforderer“.

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Bernadette Weyland war bisher Staatssekretärin im hessischen Finanzministerium

Bernadette Weyland (CDU)

Die Christdemokratin hat unter anderem die Themen Sicherheit, die Verbesserung „der katastrophalen Schul-Situation“ und mehr Kita-Plätze in den Mittelpunkt gestellt. Frankfurt solle unter anderem mit einer ausgeweiteten Videoüberwachung sicherer gemacht werden, insbesondere der Brennpunkt Bahnhofsviertel. Die 60-Jährige ist Juristin und zuletzt Staatssekretärin im Finanzministerium. Als politische Beamtin hat sie sich für den OB-Wahlkampf in den einstweiligen Ruhestand versetzen lassen, was für Aufregung sorgte.

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Die Politikerin ist in der Stadt bekannt als frühere Integrationsdezernentin

Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne)

Laut Vorstand der Grünen ist die frühere Frankfurter Integrationsdezernentin „Migration, Ankommen und Integrationsfigur“.  Sie spricht sich dafür aus, im RMV ein günstiges Jahresticket für 365 Euro einzuführen, für bezahlbaren Wohnraum, eine attraktive Frankfurter Kulturszene sowie eine Reduzierung des Autoverkehrs. Sie hält die Verdrängung von Obdachlosen und Drogenabhängigen in Frankfurt für falsch und „Haltung“ gegen Rechts bewahren.

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Diese Plakate der Linken-Kandidatin sind in der Altenhöferallee

Janine Wissler (Linke) 

Janine Wissler ist Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag. Sie setzt sich unter anderem für moderne Schulen, einen merklich günstigeren, möglichst kostenlosen Nahverkehr, einen bezahlbaren Zugang zu Kultur, niedrige Mieten, mehr Sozialwohnungen und mehr soziale Gleichheit ein. Die 36-jährige Diplom-Biologin gilt als Aushängeschild ihrer Partei.

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Volker Stein ist Mitglied der FDP, tritt aber als unabhängiger Kandidat an

Volker Stein (unabhängiger Kandidat)

Volker Stein ist Mitglied der FDP, tritt aber als unabhängiger Kandidat an. Er zog mit dem Slogan „Gebt der Stadt ihre Seele, ihre Ordnung und ihre Würde zurück“ in den Wahlkampf. Die Themen Sicherheit, Lebensqualität und Wirtschaft stehen oben auf seiner Agenda. Stein hat die Unterstützung der rechtspopulistischen BFF.

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Es gibt noch sieben weitere Kandidaten, denen aber kaum Chancen zugerechnet werden. Einer davon ist ein chinesischer Geschäftsmann, der insbesondere am Riedberg plakatiert.

Ming Yang tritt als unabhängiger Kandidat an und ist Vorsitzender des Bundes der mittelständischen chinesischen Unternehmen in Deutschland sowie im Verband der Chinesen in Europa aktiv. Er setzt auf die wachsende chinesische Gemeinschaft in Frankfurt – und nicht zuletzt am Riedberg. Der in Sichuan geborene 53-Jährige will Kleinunternehmen unterstützen und mit der Umwandlung von Gewerbeflächen mehr geförderten Wohnraum schaffen. Verstärkt sollen Sprach- und Integrationskurse gefördert werden.

(Fotos: kamasign, Presse.Info Stadt Frankfurt, Homepages der Kandidaten, MAINRiedberg)

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