„Abstand halten, Hinweise beachten, solidarisch sein!“

Gesundheitsschutz geht vor. Deshalb ist das öffentliche Leben in Frankfurt weitgehend eingeschränkt. Den besten Schutz für sich und andere bietet es, Kontakte zu anderen Menschen zu vermeiden. Oberbürgermeister Peter Feldmann fordert die Bürger der Stadt auf, die Empfehlungen zu beachten, um die Verbreitung des Virus einzuschränken und zu verzögern. „Wie wir diese Krise meistern, liegt zu einem bedeutenden Teil in unserer Hand. Ich fordere Sie daher eindringlich auf, die von Ämtern, Behörden und Ärzten gegebenen Hinweise zu beachten, sich gegenseitig zu helfen und die öffentlichen Institutionen bei ihrer Arbeit zu unterstützen“, sagt Feldmann.

Nach aktueller Einschätzung ist die eigene Wohnung der sicherste Ort. „Bitte bleiben Sie zu Hause, so weit wie möglich“, betonte das Stadtoberhaupt. Und: „Beachten Sie die Regeln zur Körperhygiene und waschen Sie sich oft und gründlich die Hände.“

Die städtischen Ämter haben nur noch für dringende Fälle geöffnet. „Nicht alles muss unbedingt jetzt erledigt werden. Prüfen Sie daher, ob die Angelegenheit unaufschiebbar ist. Die persönliche Vorsprache sollte auf absolute Ausnahmen begrenzt sein und setzt eine Terminvereinbarung voraus“, sagt Jan Schneider, Dezernent für Bürgerservice. Detaillierte Hinweise hierzu finden sich auf htttp://www.frankfurt.de im Internet. „So wird sowohl den Anforderungen des Infektionsschutzes als auch den unaufschiebbaren Anliegen der Bürgerinnen und Bürger Rechnung getragen“, betont Schneider. Zugleich bittet er um Verständnis dafür, dass Bearbeitungszeiten länger sein können.

Sollte es unausweichlich sein, vor die Tür zu gehen, empfiehlt es sich, größere Ansammlungen zu vermeiden und Distanz zu halten. Das kann bedeuten, im öffentlichen Personennahverkehr Abstand zu anderen Fahrgästen zu halten. Besser ist es auf jeden Fall, Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen. „Diese Fortbewegungsarten stärken die Abwehrkräfte und schaffen inneren Ausgleich“, sagt Gesundheitsdezernent Stefan Majer. Aber auch hier ist es sinnvoll, auf Abstand zu achten. „Was wir nicht sehen wollen, sind Trauben von Joggern, die sich eng gepackt durch unsere Parks bewegen“, fügt er hinzu. Gleiches gilt, wenn man in einer Gaststätte isst. „Achten Sie auch in diesen Fällen zu ausreichend Abstand zu den anderen Besuchern“, sagt Majer. Ebenso dient es der Vorbeugung aller, in Schlangen wie etwa an Supermarktkassen möglichst weit auseinander zu stehen. „Abstand halten ist in diesen Zeiten kein Zeichen der Unhöflichkeit, sondern dient dem Schutz der Gesellschaft. Und gerade in schwierigen Situationen gilt: Ein Lächeln ist nicht ansteckend“, betont der Gesundheitsdezernent.

„Gerade jetzt ist Solidarität mehr gefragt denn je“, sagt der Oberbürgermeister. So sollten sich Hausgemeinschaften gegenseitig unterstützen. „Fragen Sie Eltern, die zu Hause auf ihre Kinder aufpassen müssen oder ältere Nachbarn, ob Sie für diese Besorgungen miterledigen können“, appelliert das Stadtoberhaupt an die Bürger. Dabei geht er auch auf etwaige Geschäftsschließungen ein. „Die Versorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs bleibt sichergestellt. Handeln Sie solidarisch und kaufen Sie nur das, was in den kommenden Tagen benötigt wird. Wer anderen etwas wegnimmt, handelt unsolidarisch!“, unterstreicht das Stadtoberhaupt.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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