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Die alte Chemie am Riedberg: Sprengung oder grüne Transformation?

Die alte Chemie auf dem Unicampus Riedberg

Das Jahr 1972 markierte einen Wendepunkt für die Frankfurter Naturwissenschaften: Aufgrund der räumlichen Enge am Campus Bockenheim und im Westend wurden die Disziplinen an den Stadtrand ausgelagert. Obwohl der markante Bau der Chemie offiziell erst 1973 fertiggestellt wurde, bezogen die ersten Studierenden bereits ein Jahr zuvor die Räumlichkeiten. Damals lag die großflächige Erschließung des Riedbergs noch drei Jahrzehnte in der Zukunft.

Der Umzug

Mehr als 50 Jahre später löst ein weiterer Neubau das in die Jahre gekommene Gebäude ab. Ende des Jahres 2026 werden voraussichtlich die ersten Studenten aus dem Altbau, in den in der unmittelbaren Nähe errichteten Neubau, umziehen. Die offizielle Planung sieht vor, dass nach der Übergabe des ersten Bauabschnitts noch ein zweiter Bauabschnitt folgen soll, um die restlichen Nutzungen aus dem Altbau vollständig aufzunehmen.

Die neue Chemie auf dem Unicampus Riedberg

Die neue Chemie auf dem Riedberg,

Ein Erbe des Brutalismus

So nähert sich die Ära des funktionalistischen alten Betonbaus ihrem Ende. Nach dem Umzug des Fachbereichs stellt sich die Frage nach der Zukunft des Bestandsgebäudes, das tief im Strukturalismus der 70er-Jahre verwurzelt ist. Da in Frankfurt nur noch wenige Gebäude dieses „Brutalismus-Stils“ existieren – vergleichbar etwa mit dem Bundesbankgebäude am Diebsgrund – steht eine mögliche Unterschutzstellung durch den Denkmalschutz im Raum.

Herausforderung Sanierung

Eine Weiternutzung gilt jedoch als schwierig und kostspielig. Die thermische Hülle aus Betonfertigteilen verursacht massive Wärmeverluste, und die veraltete Lüftungstechnik der Labore belastet das Budget der Universität erheblich. Zudem stellen potenzielle Schadstoffe wie Asbest ein bekanntes Sanierungsrisiko bei Gebäuden aus dieser Bau-Ära dar.

Zwischen Abriss und „Grünem Koloss“

Die Universität hat bereits 2014 mit der Sprengung des AfE-Turms bewiesen, dass sie vor radikalen Schritten nicht zurückscheut. Ein Rückbau der Chemie wäre jedoch aufgrund der Nutzung als Gefahrgutlager ökologisch besonders anspruchsvoll.

Alternativ existieren Visionen einer ökologischen Umgestaltung nach dem Vorbild des „Grünen Kolosses von Hamburg“. Das Konzept sieht eine Entkernung und umfassende Begrünung vor. Die Ideenliste für eine neue Nutzung ist lang:

  • Ein öffentliches „Museum der Chemie“ zur Industriegeschichte des Rhein-Main-Gebiets.
  • Ein Panorama-Restaurant oder eine Mensa in den oberen Stockwerken.
  • Flächen für ein Jugendzentrum, Vereine sowie gewerbliche Lagerräume.
  • Räume für Bürgerversammlungen und kleinere Hörsäle.

Ob Klimaschutz, Denkmalschutz und Stadtteilentwicklung tatsächlich so harmonisch vereint werden können, bleibt abzuwarten.

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Infrastruktur: Eine Seilbahn für den Riedberg

Leuchtende Talstation

Wie aus vertraulichen Kreisen bekannt wurde, gibt es bei der Stadt eine Projektgruppe, die sich mit Infrastrukturproblemen bei der Überbrückung von Geländeanhöhen beschäftigt. Beispielsweise die Ortsteile Berkersheim, Frankfurter Berg, Seckbach und eben auch der Riedberg sind hier die Themen.

Zukünftige Nutzer

Während für die Mitbürger, die gut zu Fuß sind oder über motorisierte Fahrzeuge verfügen, die Höhenmeter leicht zu bewältigen sind, haben zahlreiche Menschen mit Einschränkungen mit den 40 Höhenmetern so ihre Probleme. Dazu zählen:

  • Menschen mit Behinderungen (Gehbehinderungen, Übergewicht, …)
  • Ältere Menschen
  • Kranke Menschen
  • Menschen, die schwere Lasten zu transportieren haben (Gepäck, Kinderwagen, Einkaufstaschen, …)
  • Kinder mit schweren Schulranzen
  • Fahrradfahrer ohne elektronische Unterstützung

Auch für Touristen wird die Seilbahn eine Attraktion sein, da von ihr aus schöne Aussichten auf den Riedberg (Universitätsgelände) und das Mertonviertel (Naturschutzgebiet Riedwiesen) ermöglicht werden.

Für Kinder soll so der Weg in die dort geplanten Schulen sicherer und kürzer gestaltet werden.

Für Senioren wird der Weg zum Sozialrathaus Nord erleichtert.

Nicht zuletzt die Kirchgänger aus dem Mertonviertel: Sie erhalten leichteren Zugang zu den beiden Kirchen am Riedberg.

Endpunkte: Seilbahnstationen

Ausgehend vom Riedberg wird eine Seilbahn eingerichtet, die ins Mertonviertel den Berg hinab führt. Damit auch Lasten wie zum Beispiel die zahlreichen Pakete (Bestellungen im Internet), Kinderwagen und Fahrräder transportiert werden können, ist beabsichtigt, jede dritte Gondel als Gepäckgondel zu gestalten.

Als Gipfelstation ist eine Wiese in der Nähe des Kautenhofs ins Auge gefasst worden. Die Gegenstation soll sich auf dem Gelände des Abraumberges im Mertonviertel befinden. Dort befinden sich in der Nähe auch zwei U-Bahn-Haltestellen (Riedwiese und Sandelmühle), die dann zur Weiterfahrt genutzt werden können.

Finanzierung und Umsetzung

Finanziert werden soll das ganze aus den erweiterten Infrastrukturmitteln des Landes, die über die geplanten Kredite in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen werden. Ein Jahresticket soll der Bevölkerung für unter 100 € ermöglicht werden. Für Einzelfahrten wird der Preis sich am Kurzstreckentarif der VgF orientieren. Der Baubeginn könnte schon Mitte 2027 erfolgen. Eine Fertigstellung innerhalb von zwei Jahren wird angestrebt.

Derzeit laufen Beratungen mit den zuständigen örtlichen Gremien. Nachdem Bundestag, Bundesrat und der Bundespräsident die Neuverschuldung des Bundes für Aufrüstung und Infrastrukturverbesserung abgesegnet haben, ist auch die Finanzierung so gut wie in trockenen Tüchern.

Radwege Frankfurt ins Umland

Nicht nur für die Bewohner des Mertonviertels, die gerne am Samstag zum Einkaufen auf den Markt am Riedbergplatz und in die Geschäfte des Riedbergzentrums gehen, wird es dann leichter, sondern auch für die zahlreichen Fahrradfahrer, die aus der Innenstadt kommend weiter radeln wollen nach Oberursel und Bad Homburg.

Auch die zahllosen Kurierfahrten der verschiedenen Paketlieferdienste sollte sich dadurch etwas senken lassen.

Orientierung an Vorbildern

Als Vorbilder dienten für das Projekt dabei:

Koblenz: Überbrückung des Rheins zur 112 Meter höheren Festung Ehrenbreitstein. Die Seilbahn wurde als Attraktion und umweltfreundliche Verkehrsverbindung zur Bundesgartenschau 2011 gebaut. Ihre Baukosten betrugen rund 12 Millionen Euro.

Seilbahn Koblenz

Seilbahn Koblenz, © Skyglide Event Deutschland GmbH

Rüdesheim: Seit 1954 wird der 200 Meter hohe Anstieg zum Niederwalddenkmal von Rüdesheim aus mit einer Seilbahn überwunden. Sie wurde zu einem Wahrzeichen der Region.

 

Offenbach: „Eine Seilbahn zwischen Frankfurt und Offenbach würde nicht nur eine Lücke im ÖV-Netz schließen, sie würde auch Lust auf mehr ÖPNV machen. Für die Mobilitätswende ist das ein weiterer, dringend benötigter Pull-Faktor.“

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Weiterführende Links

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Michael Ende ein Denkmal setzen

Blumenuhr

Wer kennt das nicht? Trotz aller Digitalisierung und zahlreicher elektronischer Helferlein (Handy, Smartwatch, Alexa/Siri, …) fühlen sich viele gestresst durch den Verlust von Lebenszeit. So war das auch bei den Menschen im wohl berühmtesten Buch von Michael Ende: „Momo“. Sie bekamen schlechte Laune, waren müde und verbittert, als die grauen Herren ihnen ihre Lebenszeit stahlen. Um dem entgegenzuwirken, stürzten sich die Menschen in den Konsum, doch vergeblich. Aus dem Hamsterrad kamen sie nicht mehr hinaus.

Amphitheater

Amphitheater

Michael Ende starb 1995. Nächstes Jahr jährt sich sein Todestag zum 30. Mal. Ihm zum Andenken soll eine Grünfläche im Ortsteil Kalbach-Riedberg mit Erinnerungsstücken an seine berühmtesten Werke (Momo, Die unendliche Geschichte, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Der Wunschpunsch) ausgerüstet werden:

  • Schildkröte Kassiopeia
  • Blumenuhr
  • Glücksdrache Fuchur
  • Brotzeitstein des Steinbeißers
  • Fantastische Einhörner
  • Die Stundenblume

Kassiopeia

Kassiopeia

Als Beraterteam wurde die Phantastischen Gesellschaft aus Garmisch-Partenkirchen ins Spiel gebracht. Die Umsetzung soll zeitnah erfolgen damit die Fertigstellung noch im kommenden Jubiläumsjahr gefeiert werden kann. Mit den politischen Vertretern vor Ort wird noch geklärt, welcher Park dafür am besten geeignet ist.

Einhorn

Einhorn

Durch die fantastischen Objekte soll nicht nur die Aufenthaltsqualität und Attraktivität der Parkanlage gesteigert werden. Auch Fantasie und Lesefreude der Kinder soll dabei gesteigert werden. Eine Kooperation mit Vereinen vor Ort wird geprüft. Als weiteres touristisches Highlight soll dieser Park die Attraktivität von Frankfurt für die zahlreichen internationalen Gäste steigern und das kulturelle Erbe Deutschlands betonen. Gerade für die Bücherstadt Frankfurt ein super Projekt.

Momo-Stuhl

Momo-Stuhl

Aktuell wird eine neue Verfilmung von Michael Endes Roman „Die unendliche Geschichte“ aus dem Jahr 1979 geplant. Der Testamentsvollstrecker von Ende, Wolf-Dieter von Gronau, stelle die Rechte für die Verfilmung den Firmen Michael Ende Productions und See-Saw Films zur Verfügung, teilten die Beteiligten mit. Nun beginne die Suche nach den passenden Filmschaffenden. Wann und wo der Film gedreht wird, ist noch nicht bekannt.

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Streichelzoo im Freizeitpark Kalbach

Streichelzoo

Einst gab es am Riedberg Unmengen an Hasen und Kaninchen sowie andere Kleintiere. Die zunehmende Bebauung hat dazu geführt, dass die Restflächen für die Repräsentanten des Osterfestes immer weniger wurden.

Jetzt hat die Stadtverwaltung eine Initiative von Frankfurter Zoo, Opel Zoo und BUND gegründet, um ein Refugium für die letzten Ureinwohner des Riedbergs in Kalbach zu schaffen.

Hasenrennen

Hasenrennen

Im Freizeitpark direkt neben dem Spatz-Spielplatz soll ein Streichelzoo entstehen. Dort sollen Hasen, Kaninchen, Enten, Gänse, Ziegen, Hühner und andere Kleintiere eine Wohngemeinschaft bilden. Ein ortsansässiger Bauer, der schon in Rente ist, würde die Betreuung der Tiere gewährleisten. Auch der Kerbeverein signalisierte sein Interesse.

Esel

Die Kosten für den Unterhalt kommen zum einen aus einem städtischen Etat, zum anderen von privaten Sponsoren. Nicht nur die Nutzer des Spatz-Spielplatzes sollen so die Möglichkeit bekommen, den Kontakt zur Tierwelt zu erlernen, sondern auch die Kinder der naheliegenden Kita Krambambuli sowie des Kinderzentrums Kalbacher Stadtpfad.

Weitere Unterstützung könnte von der der nahe gelegenen Tierfutterhandlung kommen. Der Abenteuerspielplatz Riederwald wird zusammen mit den Kindern die nötigen Vorarbeiten wie den Aufbau von Hütten und Ställen bewerkstelligen.

Für Kalbach entsteht so ein Publikumsmagnet und der „Freizeitpark Kalbach“ entwickelt eine vollkommen neue Bedeutung. Die Lochmühle im Hintertaunus hatte ja in den vergangenen Jahren gezeigt, was sich aus so einem Streichelzoo alles entwickeln lässt. Inzwischen ist die Lochmühle weit über den Hintertaunus hinaus bekannt geworden.

Die Idee, einen Teil des Zoos an den Riedberg auszulagern, ist auch nicht neu. Lange bevor die Pläne für die Bebauung des Riedbergs vorlagen, wurde diese Option bereits diskutiert. Auch im Rahmen der Planung der „Josefstadt“ nördlich von Niederursel und Praunheim kam die Idee einer Teilauslagerung des Zoos wieder ins Gespräch. Die frei werdenden Flächen im Zentrum Frankfurts könnten an Investoren zur Bebauung veräußert werden. Diese Verkaufserlöse würden die Kosten für den Betrieb der Zoo-Außenstelle für Jahrzehnte finanzieren.

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Freizeitpark Kalbach

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Freizeitpark Kalbach 50.187482, 8.636879

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