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Grünes Signal für den ÖPNV: Neue Wartehäuschen an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee

Wartehäuschen an der Carl-Herrmann-Rudloff-Allee

Am Riedberg tut sich wieder etwas in Sachen Nahverkehrsinfrastruktur. An der Carl-Hermann-Rudloff- Allee haben die Bauarbeiten begonnen, um für die Fahrgäste der Buslinie 29 endlich moderneren und wetterfesten Schutz zu schaffen. Die Bauarbeiter sind vor Ort im Einsatz, und die ersten neuen Wartehäuschen stehen bereits.

Über Jahre hinweg war das Fehlen von Fahrgastunterständen an verschiedenen Stationen der Linie 29 ein wiederkehrendes Thema in den Gremien des Stadtteils. Insbesondere an Regentagen oder bei großer Hitze bedeutete das Warten auf den Bus eine Belastung für die Bürger. Dass nun auf der Trasse der Carl-Hermann-Rudloff-Straße konkrete Taten folgen, ist eine erfreuliche Nachricht für alle Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs.

Bau eines Wartehäuschens an der Carl-Herrmann-Rudloff-Allee

Die neu errichteten Überdachungen bieten den Fahrgästen nicht nur Schutz vor Wind und Wetter. Sie setzen auch ein optisches und ökologisches Zeichen. Wie der Magistrat bei Neu- und Umbaumaßnahmen im Stadtgebiet vorsieht, kommen moderne Wartehallen zum Einsatz, die werksseitig für die Ausstattung mit einer Dachbegrünung vorbereitet sind. Diese bepflanzten Dächer tragen zur Beschattung bei, verbessern das lokale Mikroklima auf versiegelten Flächen und speichern Niederschlagswasser.

Damit eine solche Konstruktion dauerhaft stabil bleibt, sind aufwendige Vorarbeiten notwendig. Neben der Erstellung eines tragfähigen Fundaments gehören dazu auch fachgerechte Verankerungen sowie die Anbindung von Strom- und Erdungsanschlüssen. Den Fortgang dieser baulichen Maßnahmen vor Ort zu beobachten zeigt, dass sich die Mühen und das stetige Nachhaken im Stadtteil gelohnt haben.

Ein gut ausgebauter ÖPNV lebt von hoher Aufenthaltsqualität. Dazu gehören barrierefreie Zugänge ebenso wie funktionale und ansprechende Haltestellen. Die aktuellen Arbeiten an der Carl-Hermann-Rudloff- Allee sind ein wichtiger Schritt, um das Netz der Linie 29 auf dem Riedberg Schritt für Schritt zukunftsfähig und attraktiv zu gestalten.

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Stadt und VGF lassen Senioren im Regen stehen

Wartehäuschen der VGF Linie 29

Schon im Jahre 2018 hatte der Ortsbeirat (12) eine Anregung an den Magistrat geschickt, für die Bushaltestellen der Linie 29 alle Haltestellen im Stadtteil Kalbach-Riedberg entlang der Linie 29 mit Witterungsschutz und Sitzmöglichkeiten auszustatten. Besonders dringend geboten war und ist dies an den Haltestellen im Bereich der Schulen auf dem Riedberg, Haltestelle „Hans-Poelzig-Straße“ und „Hans-Leistikow-Straße“.

Vorausgegangen waren Anregungen aus dem September 2016 mit Ausführungsankündigung für 2017. Vor allem die Haltestelle „Hans-Leistikow-Straße“ wird von Senioren des dort befindlichen Wohnstifts Parea genutzt. Damit soll nicht nur Individualverkehr verringert werden, sondern durch den Einsatz von begrünten Wartehäuschen das Mikroklima verbessert werden. Auch die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs soll gesteigert werden.

Für ältere Menschen ist das Warten auf den Bus ohne Schutz vor Sonne, Regen, Wind und Schnee und ohne Sitzmöglichkeiten eine Qual und kann Erkrankungen (Erkältung, Grippe …) zur Folge haben. Aber auch alle anderen Fahrgäste würden sich über Sitzplätze und Wetterschutz freuen.

Im folgenden Jahr (2019) kam die Rückmeldung des Magistrats: „Für die Haltestellen „Ernst-Balser-Straße“, „Hans-Leistikow-Straße“, „Hans-Poelzig-Straße“ und „Lucy-Hillebrandt-Straße“ laufen derzeit die Planungen. Sofern die verbleibenden Gehwegbreiten ausreichend sind, können und sollen auch diese Haltestellen mit einer Wartehalle ausgestattet werden. Ein positives Prüfungsergebnis vorausgesetzt, kann die Montage der Wartehallen dann für das zweite Halbjahr 2019 in Aussicht gestellt werden.“

Ende 2020 gab es dann folgende Stellungnahme des Magistrats: „Die Bushaltestellen „Ernst-Balser-Straße“, „Hans-Poelzig-Straße“ und „Lucy-Hillebrand-Straße“ (jeweils beide Fahrtrichtungen) der Linie 29 in Riedberg sollen nach derzeitigem Stand der Planungen mit herkömmlichen Wartehallen ohne Dachbegrünung nachgerüstet werden. Hierbei wird beabsichtigt, bereits vorhandene Wartehallen dorthin zu versetzen, die an aufgelassenen Bushaltestellen in anderen Stadtteilen nicht mehr benötigt werden. …“

„Für die Bushaltestellen „Hans-Leistikow-Straße“ und „Uni Campus Riedberg“ (jeweils beide Fahrtrichtungen) werden nach dem derzeitigen Planungsstand voraussichtlich fabrikneue Wartehallen beschafft. Hierbei wird die Anregung des Ortsbeirates berücksichtigt, diese neuen Wartehallen möglichst bereits ab Werk mit einer Dachbegrünung zu versehen.“

Der Ortsbeirat (12) hat den Magistrat in der Zwischenzeit mehrfach aufgefordert, das Vorhaben endlich umzusetzen. Inzwischen neigt sich das Jahr 2022 dem Ende zu, ohne dass eine Umsetzung erkennbar ist. Die Mühlen der Stadt haben Zeit – und inzwischen stehen die Senioren im Wetter und ihnen läuft die Zeit davon.


Nachtrag
Der Magistrat wurde vom Ortsbeirat 12 gebeten, alle Haltestellen im Stadtteil Kalbach-Riedberg entlang der Linie 29 mit Witterungsschutz und Sitzmöglichkeiten auszustatten. Das schließt auch die Haltestellen in Kalbach (Schule und Rathaus) mit ein.

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