Mond-Spektakel über Frankfurt

Experten sprechen von der „Mondfinsternis des Jahrhunderts“: Denn heute Abend erwartet uns eine totale Mondfinsternis. Wer gegen halb zehn Richtung Mond schaut, kann das wunderbar beobachten: Innerhalb von rund zwei Stunden verdunkelt sich der Erdtrabant bis zur totalen Finsternis, weil er in den Kernschatten unseres Planeten tritt. Obwohl der Mond hierzulande bereits teilweise verdunkelt aufgeht, ist die Hauptphase der Finsternis in voller Länge sichtbar. Besonders dabei ist die rote Färbung des Mondes, die durch Lichtbrechungen in der Erdatmosphäre entsteht.

So ist der „Blutmond“ am besten sichtbar

Der „Blutmond“ ist der Höhepunkt des einmaligen Spektakels. In jedem Fall empfehlen die Experten, sich einen Beobachtungsplatz zu suchen, von dem aus in südöstlicher Richtung ein freier Blick bis zum Horizont möglich ist. Außerdem sollte der Platz weitgehend frei von störenden Lichtquellen sein. Mit einem Feldstecher ist die Mondfinsternis noch beeindruckender zu beobachten.

Die günstigsten Beobachtungsbedingungen herrschen laut Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Süden und Osten Deutschlands. Zumindest dann, wenn klare Sicht bis zum Horizont herrscht. Der Süden ist ein guter Standort, weil dort der Mond bis zum Ende der totalen Verfinsterung immerhin eine Höhe von maximal 16 Grad über dem Horizont erreicht. Im Osten geht der Mond früher auf und die Finsternis ist vollständiger zu sehen.

Ab 21:30 Uhr heißt es also Augen auf und Blick Richtung Himmel richten. Die maximale Mondfinsternis beginnt laut Experten um 22.21 Uhr. 

Das Wetter soll bestens sein…

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Die nächste vergleichbare MoFi ist erst 2123…

Ein Blick in die Zukunft gefällig? Erst am 9. Juni 2123 wird es eine drei Minuten längere Mondfinsternis geben. Und erst an Silvester 2028 wird in Mitteleuropa wieder eine ähnlich lange Mondfinsternis wie heute zu sehen sein.

Foto: Photos ylc