Junge (8) im Hauptbahnhof vor ICE gestoßen und getötet

Bundesinnenminister Horst Seehofer spricht von einem „abscheulichen Verbrechen“. Frankfurts OB Peter Feldmann von einer „furchtbaren Tat“, die wie ein Schatten über der Stadt liegt. Am Frankfurter Hauptbahnhof halten am Abend Menschen Mahnwache, legen Blumen nieder und zünden Kerzen an. Es geschah heute morgen gegen 9.50 Uhr. Aktuell gehen die Ermittler der Mordkommission davon aus, dass ein Mann zuerst eine Mutter (40) und dann ihren 8-jährigen Sohn vor einen einrollenden ICE auf die Gleise gestoßen hat. 

Während die Mutter sich auf einen Fußweg zwischen dem Gleis 7 und 8 retten konnte, wurde der Junge vom Zug erfasst und verstarb noch vor Ort. Es soll keinerlei Verbindung zwischen Täter und Opfer geben.

Hinweise deuten darauf hin, dass der mutmaßliche Täter im Anschluss eine weitere Person auf die Gleise zu stoßen versuchte, die sich jedoch in Sicherheit bringen konnte.

Der mutmaßliche Täter, ein 40-jähriger, flüchtete im Anschluss aus dem Hauptbahnhof. Er wurde jedoch von Passanten überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. 

Die Polizei sucht nun in diesem Zusammenhang weitere ZeugInnen und HinweisgeberInnen, die sachdienliche Informationen zur Aufklärung der Tat geben können. Hierzu können sie sich über die Emailadresse hinweise-hauptbahnhof@polizei-hinweise.de oder über das Hinweistelefon, unter der Rufnummer 069 / 755 – 51199, melden.

Foto: MAINRiedberg