Hitzerekorde in Frankfurt

Exakt 40,2 Grad im Westend – Schwitzen in der gesamten Stadt. Nachdem am Donnerstag, 25. Juli, vielerorts, so auch in Frankfurt, neue Hitzerekorde gemessen wurden, stellt sich nun die Frage, ob die Rekordhitze auch zu besonderen gesundheitlichen Problemen geführt hat.

Bereits im Juni stellte Gesundheitsdezernent Stefan Majer eine Auswertung der Auswirkungen der im Juni gemessenen hohen Temperaturen auf die Gesundheit vor, die das Gesundheitsamt vorgelegt hatte. „Seit 2014 werden durch das Gesundheitsamt unter anderem die Krankenhauseinweisungen per Rettungsdiensteinsatz ausgewertet. Diese sind eine Messgröße für gesundheitliche Probleme bei Hitzetemperaturen, da sie tagesaktuell zur Verfügung stehen“, sagt Majer. Wie bei der ersten Auswertung im Juni zeigte sich auch an den vergangenen Tagen eine höhere Zunahme bei den Krankenhauseinweisungen. Endgültig kann die aktuelle „Hitzewelle“ noch nicht beurteilt werden, da sie noch weiter anhält: Der Deutsche Wetterdienst meldete auch für Freitag und Samstag noch maximale Temperaturen bis über 32 Grad Celsius, die zu einer starken Wärmebelastung führen. „Ob Jung oder Alt bitte angemessene Vorsorgemaßnahmen ergreifen und durch rechtzeitiges Vorbeugen sowie erhöhte Vorsicht gesundheitliche Schäden vermeiden“, so Stadtrat Majer abschließend.

Es ist also davon auszugehen, dass die aktuelle Hitzeperiode insgesamt über wenigstens fünf Tage andauern wird. „Eine längere Hitzeperiode führt erfahrungsgemäß zu noch einmal deutlich erhöhten Gefahren für die Gesundheit“, sagt Katrin Steul vom Gesundheitsamt. „Das liegt auch an der fehlenden Nachtabkühlung. Bei länger andauernden Hitzeperioden steigt die Wahrscheinlichkeit einer sogenannten ‚tropischen Nacht‘ mit nächtlichen Temperaturen von über 20 Grad Celsius. Die Innenräume können so vor dem Hitzeanstieg des nächsten Tages nicht wieder abkühlen.“

Das rät das Gesundheitsamt

Es ist bei langandauernder Hitzeperiode also noch einmal erhöhte Vorsicht geboten und einige Dinge gilt es zu beachten:

• Im Stadtgebiet werden an manchen Stellen die maximalen Temperaturen oft erst in den späten Nachmittagsstunden oder am Abend erreicht. Aktivitäten draußen sollten darauf abgestimmt werden. Insbesondere die frühen Morgenstunden kommen für einen Aufenthalt im Freien in Frage.

• Zur Abkühlung können gegebenenfalls auch klimatisierte Räume, zum Beispiel Geschäfte, Bibliotheken oder Kinos, hilfreich sein.

• Besonders betroffen von Hitzetemperaturen sind vor allem ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen. Auf diese sollte bei länger andauernden Hitzeperioden besonders geachtet werden.

• Direkte Sonneneinstrahlung muss bei hohen Temperaturen nach Möglichkeit vermieden werden. Ist dies nicht möglich, müssen ausreichend Pausen im Schatten eingelegt werden.

• Und vor allem: trinken, trinken, trinken! Bei Hitzetemperaturen benötigt der Körper ein Vielfaches der ansonsten benötigten Flüssigkeitsmenge. Hier kommt es insbesondere darauf an, das Richtige zu trinken. Alkohol oder koffeinhaltige Getränke führen oft zu einem zusätzlichen Flüssigkeitsverlust und eignen sich daher nicht. Gleichzeitig müssen die Mineralverluste ausgeglichen werden, zum Beispiel durch Knabbergebäck, Salzbrezeln oder ähnliches. Personen, die wegen einer Grunderkrankung nur wenig trinken sollen oder salz-rm essen, sollten sich mit ihrem Hausarzt beraten.

Für weitere Informationen steht das Gesundheitsamt unter Telefon 069/212-39237 zur Verfügung. Mehr Infos finden sich auch unter http://www.gesundheitsamt.stadt-frankfurt.de im Internet.

Foto: Gesundheitsamt Frankfurt