Hier wächst die neue IGS

Bauarbeiter tragen Rollen mit Isoliermaterialien. Es ist eine viele Quadratmeter große Bodenplatte zu sehen, plus ein noch freistehendes Holzelement mit Doppelflügeltür. Direkt daneben allerdings stapeln sich die Holzmodule für die neue Integrierte Gesamtschule (IGS) bereits drei Stockwerke hoch. Alle, die regelmäßig die Hermann-Rudloff-Allee im Quartier Westflügel passieren, wird das verwundern. Denn der bisherige Bau ist in nur etwas mehr als drei Arbeitstagen entstanden. Das fertige Gebäude lässt sich bereits erahnen. Die Klassenräume werden in Österreich fast fertig vorproduziert, hier nur noch zusammengesetzt und sind letztlich kostengünstig und wiederverwendbar. Die zweite gute Nachricht aus Riedberg-Perspektive lautet: Eltern sind herzlich eingeladen, ab sofort an Planung, Konzept und Gestaltung der IGS mitzuwirken (siehe unten).

Nach den Sommerferien 2017 wird der Schulbetrieb voraussichtlich mit 100 Kindern starten. Die zweite weiterführende Schule im Stadtteil wird eine vierzügige IGS mit einem Schwerpunkt im Bereich Sprache und Vielfalt und Kinder von der 5. bis zur 10. Klasse unterrichten. Man wird also jedes Jahr einen bestimmten Prozentsatz Sprachheilkinder aufnehmen. Diese sollen lernzielgleich mit anderen Kindern unterrichtet werden, aber eine individuelle Förderung im Bereich Sprache erhalten.

Das Provisorium entsteht an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee. Der endgültige Standort in der Gräfin Dönhoff-Straße nahe der U-Bahn-Haltestelle Riedberg wird derzeit noch von der Neuen Gymnasialen Oberstufe genutzt. Diese soll letztlich ins Gallus übersiedeln. Das könnte aber einige Jahre dauern.

In der Zwischenzeit gelten die Holzmodulbauten als bestmögliche Alternative. Mit deutlich mehr Komfort und Qualität als beispielsweise Stahlcontainern. Die Stadt hat laut FAZ auch Sonnenschutz und ausreichend Belüftungsmöglichkeiten zugesagt.

Eltern können und sollen mitwirken!

Der Elternbeiräte der beiden Grundschulen am Riedberg stehen bereits seit einigen Wochen mit der neuen Rektorin, Frau Dr.Susanne Gölitzer, im Austausch. Diese hat angeboten, dass Eltern an der Gestaltung der Schule mitwirken können. Eltern dürfen und sollen also Ideen und Vorschläge aktiv in die Planungen einbringen. Barbara Günther, Elternbeiratsvorsitzende der Marie-Curie-Schule: „Dies ist nicht nur eine offene Art der Zusammenarbeit zwischen Verantwortlichen und Eltern. Es ist auch eine große Chance im Sinne unserer Kinder eine Schule zu gestalten, die für die Kinder ein Angebot anbietet, welches Viele anspricht.“ Beim nächsten Treffen der Planungsgruppe am Donnerstag, 22. September, von 9 bis 16.30 Uhr können nun drei bis vier Eltern teilnehmen. Die Planungsgruppe arbeitet unter dem Motto „Dialog Think-Tank und Konzeptarbeit“ und will Leitbild und konkrete Vorgaben für die nächsten fünf Jahre ausarbeiten.

Ebenfalls anwesend werden bei diesem Treffen Dialogbegleiter, Rektoren der
Grundschulen, Vertreter der Weißfrauenschule sowie interessierte Lehrkräfte sein. Den Ort für das Treffen wird den teilnehmenden Eltern direkt bekanntgegeben. Interessenten können sich bis 9. September bei Barbara Günther melden (Mail an foebar@web.de). Sollten mehr als vier Eltern Bereitschaft und Interesse signalisieren, will man die Teilnehmer auslosen. Der Brief des Elternbeiräte schließt mit den Worten: „Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung und die neue IGS am Riedberg.“

IGS Element kl
Ein Holzelement des zweiten Bauabschnitts stand Freitag Mittag noch „alleine“…

IGS Plakat kl
…doch bis zum Jahresende könnte das Provisorium bereits weitestgehend fertig sein.

(Text & Fotos: cd)