Erste Arbeiten für
das Highspeed-Netz

Es ist Montag Nachmittag am Riedberg. An einem Verteilerkasten an der Kalbacher Höhe sind drei Telekom-Mitarbeiter damit beschäftigt, einen zusätzlichen Signalverteiler einzubauen und die Anschlüsse der Haushalte neu zu verkabeln. Nein, ein Foto sei nicht möglich, aber ganz allgemeine Informationen könne man geben. Die Arbeiten dienen dem auch von der Bundesregierung geforderten Breitband-Ausbau und sollen sukzessive im Stadtteil erfolgen. Geplant ist, dass wir nicht mehr über den Internet-Knoten Heddernheim, sondern direkt über die neuen Highspeed-Glasfaserleitungen beliefert werden. Kürzere Wege bedeuten mehr Bandbreite. Allerdings erst, wenn die Signale freigeschaltet sind. Das läge am jeweiligen Netzanbieter und könne bis 2018 dauern.

So viel zu den positiven und weniger guten Neuigkeiten. Nicht nur Freiberufler und Arbeitnehmer, die Homeoffice arbeiten, klagen seit Jahren über „lahmes Internet am Riedberg“ und teils schlechte Netzqualität. Der Ortsbeirat hat sich mehrmals eingeschaltet, zuletzt im Herbst. „Unser Antrag hat in der Tat dazu geführt, dass etwas Bewegung in die Sache kommt“, erklärt Dr. Sascha Vogel (CDU). Der Magistrat hat in seiner Stellungnahme kurz vor Weihnachten bestätigt, dass man mit den Telekommunikationsanbietern gesprochen habe. Ein weiterer Ausbau kommt und die Arbeiten sollen nach und nach beginnen. Dafür wurden und werden unter anderem in den Gehwegbereichen der öffentlichen Straßen und Wege Leerrohre verlegt.

Geringste Bandbreite im Quartier „Mitte“

Eine Abfrage bei der Deutschen Telekom AG ergab, dass das Unternehmen nach eigenen Angaben Glasfaserverkabelung bis zu den Verteilerpunkten gelegt hat. Die zur Verfügung stehenden Übertragungsraten in den Haushalten liegen meist zwischen 16 und 100 Megabit pro Sekunde, differieren aber je nach Gebiet. Im Quartier „Westflügel“ bestehen Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s. In fast allen anderen Quartieren stehen Übertragungsraten zwischen 16 und 50 Mbit/s zur Verfügung. Im Quartier „Mitte“ allerdings stehen nur geringere Bandbreiten zur Verfügung. Die Telekom prüft zurzeit einen weiteren Ausbau in diesem Bereich.

Eine Abfrage bei Unitymedia ergab, dass das Unternehmen das gesamte Gebiet der ehemaligen Entwicklungsmaßnahme Riedberg flächendeckend mit Trassen im Straßenraum ausgebaut hat. Standardmäßig bietet Unitymedia dabei eine Bandbreite von 100 Mbit/s an. Derzeit wird ein weiterer Ausbau vorbereitet. So plant Unitymedia im Laufe des Jahres 2017 den Kunden am Riedberg eine Bandbreite von bis zu 400 Mbit/s anzubieten. Hierfür bereitet das Unternehmen derzeit die Verlegung weiterer Glasfaserkabel vor.


An diesen Verteilerkästen im Stadtteil wird derzeit gearbeitet, damit am Riedberg Highspeed-Internet möglich wird. Allerdings kann das, je nach Anbieter, bis 2018 dauern.

Gleichzeitig wurde bestätigt, dass die Genehmigungsverfahren in Zukunft optimiert werden. Das wolle man sich natürlich nicht allein auf die Fahnen schreiben, so der Ortsbeirat und Physiker Dr. Sascha Vogel gegenüber MAINRiedberg. Der Magistrat war in der Sache sehr aktiv. Aber sicherlich helfe es, wenn aus den Stadtbezirken auch etwas kommt. Sascha Vogel fügt hinzu: „Unsere Fraktion bleibt auf jeden Fall am Thema dran.“

Unter www.frankfurt.de/breitbandverfuegbarkeit kann man sich einen Überblick verschaffen, welcher Anbieter an einem bestimmten Standort welche Bandbreite bereitstellen kann.

(Text: cd/ Fotos: K.C./ cd)