Die neuen „Klassenzimmer“ sind erst Ostern fertig

Zu Schuljahresbeginn sollten sie fertig sein. Dann spätestens Ende Januar 2019. Jetzt ist klar, dass die dringend benötigten zusätzlichen „Klassenzimmer“ in Form von Holzmodulen voraussichtlich erst im April zur Verfügung stehen. „Aktueller Stand ist, dass wir sie in den Osterferien beziehen können“, erklärt Inken Matzen, Leiterin der Marie-Curie-Schule. Baudezernent Jan Schneider hat Schulleitung und Elternbeirat bereits informiert. Vom Schulelternbeirat ging auch ein Brief an alle Eltern.

Ein kurzer Rückblick: Schon seit Sommer reichte der Platz nicht mehr für die mehr als 500 Grundschüler im Ganztag aus. Schulleitung und Elternbeirat schrieben einen Brandbrief an die zuständigen Stellen. Die Übergangslösung: Das Amt für Bau und Immobilien ließ zwei Stahlcontainer im Pausenhof aufstellen, die Entlastung nicht für den Unterricht, aber für die Nachmittagsbetreuung brachten. Baudezernent Schneider sprach damals von einem „Notbehelf für acht bis neun Wochen“.

Diese Stahlcontainer stehen seit den Herbstferien im Pausenhof und sollten nur ein „Notbehelf für acht bis neuen Wochen“ sein

Jetzt sind die Holzmodule immer noch nicht da, die Raum für vier Klassen plus Sanitäranlagen schaffen sollen. Es hat sich wohl herausgestellt, dass mehr planerische Vorarbeit und Abstimmungen notwendig waren, als zunächst gedacht. So handelt es sich bei den Modulen der Marie-Curie-Schule um die ersten Exemplare aus dem neuen Rahmenvertrag für Modulanlagen. Die werden so konstruiert, dass durch die Standardisierung von Anschlüssen die Verwendung an anderer Stelle erleichtert wird. Das ist eine wirtschaftliche Lösung, auch im Hinblick auf weitere wichtige Schulprojekte. Geht aktuell aber zu Lasten der Marie-Curie-Schule.

„Dann wird alles ein Stück einfacher…“

Wurden die beiden Stahlcontainer womöglich nur so schnell im Herbst bereitgestellt, weil man schon ahnte, dass die Holzmodule nicht rechtzeitig kommen? Das will man nicht kommentieren. Tobias Menzel-Hobeck, Geschäftsführender Vorstand Pädagogik bei Kaleidoskop e. V. macht lediglich deutlich: „Der ganz große Druck war mit der Bereitstellung der beiden Stahlcontainer zum Glück raus.“ Auch die Kinder der vierten Klassen konnten, statt zeitweise im Jugendhaus, wieder innerhalb der Schulgeländes am Nachmittag betreut werden. Eng ist’s für alle, aber machbar. Jetzt wird man bei Kaleidoskop abwarten, bis die Holzmodule kommen, zu Klassenzimmern werden und somit endlich wieder mehr Räumlichkeiten für die Betreuung der 500 Kinder in der Schule freiwerden. „Dann“, so Menzel-Hobeck, „wird alles ein Stück einfacher“.

Fotos: Archiv