Schlagwort: Verantwortung

Ein guter Kehraus beflügelt auch die Seele

Klare Fenster -Klare Sicht

„In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt“, meint beispielsweise der Arzt und Mitbegründer der psychosomatischen Medizin, Ernst von Feuchtersleben.

Eine saubere Küche motiviert Köche zu neuen Aktivitäten. Volle Schreibtische demotivieren und der Mitarbeiter fühlt sich von dem Übermaß an Arbeit erschlagen. Ist der Schreibtisch dagegen aufgeräumt, hat man das Gefühl die Arbeit zu beherrschen und nicht von der Arbeit beherrscht zu werden.

Saubere Klassenräume schaffen eine angenehme Lernatmosphäre. Dreckige Toiletten führen dazu, dass Kinder ihren Harndrang eher einhalten, um nicht auf diese müffelnden Örtchen zu müssen und dann sitzen sie zappelnd auf ihren Stühlen und sehnen den Schulschluss herbei.

Volle Schränke lassen uns den Überblick über unser Hab- und Gut verlieren und verhindern, dass wir mal in Ruhe uns von nicht mehr benötigten Dingen trennen, um Platz für neue Pretiosen zu schaffen.

Wachsendes Chaos und voll gebunkerte Keller und Speicher wirken sich auf unseren Gemütszustand aus. Sie belasten unsere Seele. Wer erinnert sich daran, wie befreiend es war, wenn man sich von Dingen getrennt hat, die schon lange nicht mehr genutzt wurden und die für andere Menschen eine Hilfe waren. Ob das Kleiderspenden waren, Geschirr für Opfer der Ahrtal-Katastrophe oder ….

„Äußere Ordnung hilft gegen innere Verwirrung“, so die These des Theologen und Autors Tikki Küstenmacher in einem Interview. Gerade zum Jahresanfang schließt man durch einen ordentlichen Kehraus mit dem alten Jahr ab. Wenn dann die Lichtflut des Frühlings kommt, kann auch noch der versteckte Staub aus den dunklen Ritzen entfernt werden und frisch geputzte Fenster lassen mehr Licht ins Zimmer und in die Seele.

Wer es koordiniert angeht und sich einen Wochenplan erarbeitet, was alles gereinigt und entmüllt werden soll, hat schon mal die Basis für den kommenden Erfolg gelegt.

  • Tipp 1: Frische Luft und etwas Musik beflügeln die Arbeit.
  • Tipp 2: Wer im Team an die Arbeit geht, hat noch mehr Freude an der Aktion und gemeinsam kann man im Anschluss den Erfolg feiern.
  • Tipp 3: Folgen Sie ihrem Plan. Machen Sie nicht zu viel auf einmal. Gönnen Sie sich Zwischenpausen. Dokumentieren Sie ihren Erfolg (Foto Vorher/Nachher)! Auch wenn am Ende eine Belohnung winkt, steigert das noch einmal das Erfolgserlebnis.
  • Planen Sie auch, wie im Anschluss die erreichte Ordnung aufrechterhalten werden kann: Durch regelmäßige kleinere Wiederholungen, durch überlegteres Einkaufen und durch laufende Planung des nächsten Einsatzes.

Interessant

In vielen japanischen Schulen haben die Kinder auch Putzdienst. Viermal die Woche, für 20 Minuten nach dem Unterricht, schrubben sie ihre Klasse und einen weiteren Bereich in der Schule. Die Älteren bringen den Jüngeren das Putzen bei. Manche Schulen machen auch einen Putztag für die Nachbarschaft: Da befreien die Kids die Umgebung von Müll. So wächst bei den Kindern soziales Verhalten, Wertschätzung der von ihnen genutzten Räumlichkeiten und mit der Zeit übernehmen sie auch Verantwortung für die Umwelt in der sie leben, ganz im biblischen Sinne: Macht euch die Erde untertan, das heißt, übernehmt Verantwortung für sie und hegt und pflegt sie für euch und eure Nachkommen.


Wie in anderen Ländern geputzt wird, lässt sich hier nachlesen:

https://mediamag.mediamarkt.at/detail/putzen-gegen-stress.html

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