Schlagwort: Mobile Grüne Zimmer

Schrebergärtner sollten finanziell mehr unterstützt werden

Mobile Grüne Wand am Riedbergplatz

Vor über zehn Jahren wurden in Frankfurt im Rahmen des Klimaschutzes »Mobile Grüne Zimmer« angeschafft und auf verschiedenen besonders belasteten Plätzen in der Stadt eingesetzt. Aktuell steht eine der »Mobilen Grüne Zimmer« gerade mal wieder auf dem Riedbergplatz.

Entstanden war das Konzept der Pflanzenwände aus einem EU-Forschungsprojekt. Die Firma Helix aus Kornwestheim hatte diese Wände in ihr Verkaufsprogramm aufgenommen. Über 40.000 € kostete jede dieser Installationen.

Der große Vorteil war die Mobilität dieser »Mobilen Grüne Zimmer«. So konnte der Standort immer wieder mal gewechselt werden, und auf diese Weise hatten viele Frankfurter die Möglichkeit, diese grünen Wände im praktischen Einsatz zu erleben.

Diese mobilen Installationen kühlten ein wenig die unmittelbare Umgebung und werteten zudem das Stadtbild auf. Ein schöner Effekt in Zeiten steigender Temperaturen. Eine solche Klimawand besteht aus einer etwa 10 Tonnen schweren Stahlkonstruktion. In ihr werden verschiedene Pflanzen aufgezogen, zu denen unter anderem Lavendel, Erdbeeren, Gräser diverse Stauden Kiwipflanzen und Weinreben gehören. Die Bewässerung erfolgt über einen Wassertank, der im Boden versteckt ist.

Weitere positive Effekte wie Lärmminderung und Schadstofffilterung waren zwar vorhanden, aber aufgrund der geringen Größe dieses »Mobilen Grüne Zimmers« eher unbedeutend.

City-Trees

In den letzten Jahren wurden vor allem »City-Trees« der Firma Green City Solutions GmbH aus Bestensee bei Berlin angepriesen. Der Stückpreis lag bei 25.000 Euro. Sie sollen ebenfalls giftigen Feinstaub aus der Luft filtern und die Umgebungstemperatur herabsenken.

Nach praktischen Erfahrungen und entsprechenden Untersuchungen ist von der ersten Begeisterung jedoch nicht mehr viel übriggeblieben. Daher hatte sich die Stadtverwaltung letztes Jahr entschieden, keine City-Trees aufzustellen und stattdessen gegebenenfalls die Entwicklung der Schrebergärten vermehrt finanziell (mit insgesamt 150.000 €) zu unterstützen.

Die Faktoren Staubfilterung, Lärmschutz, Platz für Insekten und andere Tiere, biologische Vielfalt, Sauerstoffproduktion und Kühlung können allein aufgrund der Vielzahl von Schrebergärten wesentlich besser zum Einsatz kommen.

Ein Prototyp des Grünflächenamtes

Wie die Frankfurter Neue Presse berichtet, « erprobt das Grünflächenamt als Alternative zu den »Mobilen Grüne Zimmer« bzw. den »City-Trees« gerade am Südfriedhof eine sogenannte »Mobile Grüne Säule«. Derzeit ist es nur ein Prototyp. Das Besondere ist, dass ein wesentlich geringerer technischer Aufwand damit betrieben werden muss. Entsprechend sinken die Kosten für Wartung und Unterhalt. Auch die Herstellungs- und Anschaffungskosten liegen deutlich niedriger.

Das Bepflanzungskonzept der Grünen Säule will statt der Ansiedlung von Moosen wie bei den »City-Trees« einheimische Rankpflanzen wie die Waldrebe (Klematis), Efeu und wilden Wein nutzen.

Der Prototyp hat eine Höhe von rund 3 Meter und eine Sockelbreite von etwa 2 Metern. Er soll dort aufgestellt werden, wo keine Bäume gepflanzt werden können, beispielsweise über Tiefgaragen oder öffentlichen Parkhäusern. Auch er ist transportabel und soll von April bis November an verschiedenen Orten zum Einsatz kommen.


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