Gedenkstunde am Bonifatiusbrunnen

Im September jährt sich zum 1.240ten Mal Kalbachs erste Erwähnung im Jahre 779 wie auch das 15-jährige Bestehen des Pilgerweges Bonifatiusroute von Mainz nach Fulda.

Darauf macht der Bürgerverein Kalbach-Riedberg e. V. aufmerksam und verbindet diese Nachricht mit folgenden Informationen: „Am 1. September um 16 Uhr wird wieder während einer ökumenischen Feierstunde dieses Ereignisses gedacht, als Walpracht von Nitahe im Jahre 779 „eine Haube“, rund 7,5 Hektar Land, in Caltenbach (Kalbach) und den Acker, auf welchem Bonifatius‘ Leichnam ruhte, dem Kloster Fulda schenkte.“ Anlass für die Adelige war der vom Mainzer Bischof angeführte Leichenzug des Bonifatius, welcher am 2. Juli 754 auf dem Weg von von Mainz nach Fulda hier rastete und wo nach karolingischer Überlieferung eine Quelle hervorsprudelte. Dieser Brunnen gilt als einzige belegbare Stelle des Leichenkonduktes Bonifatius‘, der nach seinem Märtyrertod am 5. Juni 754 bei Doccum (jetzt Holland) unter großen Feierlichkeiten zuerst nach Utrecht und von da rheinaufwärts zu Wasser nach Mainz gebracht. Dort wurde bestimmt, dass er im Kloster Fulda ruhen sollte.

Am Ende des ersten Tages zu Land gelangte der Trauerzug bis in die Gegend von Kalbach, wo er am östlichen Abhang des heutigen Riedbergs während der Nacht rastete. Die während dieser Nachtrast, zu der von allen Seiten das Volk herbeiströmte, entstandene Quelle verbürgt eine Urkunde aus dem 10.Jahrhundert. Die Legende um den Bonifatiusbrunnen wurde später sogar poetisch verherrlicht.

Die Gedenkstunde am Bonifatiusbrunnen findet am Sonntag, 1. September, um 16 Uhr statt. 

Weitere Informationen unter www.buergerverein.com

Foto: Archiv