Kategorie: AktuelleNEWS

Temma schließt: „Es ist einfach nur traurig!“

Es ist fast schon alles leer. Im vorderen Bereich sind die Regale abgebaut. Es gibt kein Gemüse, kein Obst, keine Fleischwaren, Wurst und Käsesorten aus biologischer Erzeugung mehr zu kaufen. Nur noch Weine oder einige haltbare Lebensmittel. Bis Samstag duftete noch das frische Brot. Aber auch das ist nun vorbei. Übermorgen ist endgültig Schluss. Rewe wird sieben der bundesweit neun Temma-Filialen schließen. Auch den Markt am Riedbergplatz. Mit dem gehobenen Bio-Konzept hatte der Handelskonzern versucht, die kleinen „Tante-Emma“-Nachbarschaftsläden neu zu beleben, Gastronomie und Kaffeehaus-Atmosphäre inklusive.

„Es ist einfach nur traurig“, sagte eine Kundin, als sie wohl zum letzten Mal hier einen Kaffee trank. Sie sprach davon, dass es nur sehr wenige Möglichkeiten am Riedberg gibt, sich in der Mittagspause oder auf einen kurzen Plausch zu treffen und dazu noch etwas Gesundes zu essen.

Allen Mitarbeitern wird ein Angebot zur Weiterbeschäftigung innerhalb der REWE Group gemacht. Für einen 53-jährigen Angestellten, der sich auch in der vergangenen Woche immer noch bemühte, freundlich und zuvorkommen zu sein, „kommt das nicht in Frage“. Es ist Nachmittag, kurz vor 15 Uhr. Er bedient zwei weitere Kunden und erklärt dann: „Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und möchte weiter im Gastro-Bereich arbeiten.“ Er war bereits Barista in einem Bio-Cafe mit eigener Rösterei, somit war der Job bei Temma inklusive Speisenangebot „die ideale Kombination“. Hinzu kommt, dass auch für ihn persönlich Qualität und Herkunft eine große Rolle spielen und rund 95 Prozent seiner Lebensmittel bio sind. Nach einer weiteren kurzen Pause, in der er wieder für seine Kunden da ist, schließt er mit den Worten: „Ich bin ein Mensch, der hinter dem stehen will, was er verkauft.“ Selbstverständlich, er setze alles daran, einen solchen Job möglichst bald zu finden. „Doch bis dahin bin ich arbeitslos.“

Rewe, so heißt es, konzentriert das Engagement für Bio-Lebensmittel auf die eigenen Vertriebsformate und wird in seinen Märkten den Ausbau der Bio-Sortimente weiter forcieren. Temma am Riedberg aber schließt.

Sobald MAINRiedberg Informationen über einen Nachmieter erhält, werden wir darüber berichten.

(Foto: cd)

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Holocaust-Gedenken – und Bedeutung der Wissenschaft

In diesen Tagen wird weltweit des Mordes an sechs Millionen Juden gedacht. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Rund um diesen Holocaust-Gedenktag erinnern in Frankfurt diverse Veranstaltungen an die Verbrechen des Nationalsozialismus (siehe unten) – es wird aber auch nach vorne, in die Gegenwart und Zukunft geblickt. Im Centre for Dialogue at Campus Riedberg, wo bereits die Holocaust-Überlebende und Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn zu Besuch gewesen ist, steht heute Abend der Staat Israel und die Bedeutung der Wissenschaft für die Entwicklung Israels im Mittelpunkt. Hier ein kleiner Überblick plus Informationen: 

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Ein Jahrhundert der Wissenschaft

Wissenschaft im Fokus: Im Centre for Dialogue at Campus Riedberg (Zur Kalbacher Höhe 56/ in der Kirche St. Edith Stein) findet am heutigen Montag um 19 Uhr ein Vortrag zum Thema „Ein Jahrhundert der Wissenschaft – Die Bedeutung des Weizmann-Instituts für die Entwicklung Israels“ 
statt. Prof. Dr. Gideon Schreiber vom Weizmann-Institute of Science in Rohovot, Israel, wird den Vortrag in englischer Sprache
 halten. Der Eintritt ist frei. https://cfd-frankfurt.bistumlimburg.de/centre-for-dialogue.html

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Rolle der IG Farben und „Erziehung nach Ausschwitz“

Die Stadt hat der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus bereits gestern in der Paulskirche gedacht. Nach der Gedenkstunde mit Ansprache von Oberbürgermeister Peter Feldmann wurde ein Kranz am Mahnmal für die Opfer der Gewaltherrschaft niedergelegt.

Die Ausstellung „Josef Mengele und die Goethe-Universität“ ist auf dem Adorno-Platz und auf dem Wollheim-Platz des Campus Westend eröffnet. Diese dokumentiert den Lebensweg des KZ-Arztes, seine Tätigkeiten an der Goethe-Universität, seine Verbrechen in Auschwitz-Birkenau sowie seine Flucht nach 1945.

Die Goethe-Universität zeigt von Montag, 29. Januar, bis Freitag, 16. Februar, die Wander-Ausstellung „Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz“ im Foyer des Präsidiums am Campus Westend, Führungen am 29. und 31. Januar, jeweils um 17 Uhr.

Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer von der Forschungsstelle NS-Pädagogik wird in seiner letzten Vorlesung vor dem Ruhestand über die Erziehung nach Ausschwitz und konkret zu „Auschwitz ist kein Spezialthema“ sprechen. Die Holocaust-Überlebende und Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn wird der Vorlesung als Ehrengast beiwohnen. Donnerstag, 1. Februar, um 18.15 Uhr im Casino, Raum 1.801, Campus Westend.

(Fotos: Bundesarchiv/ Centre for Dialogue)

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Neue Ausstellung im Bettinahof

Eine wunderbare Ausstellung – offen für alle interessieren Menschen im Stadtteil. Vergangene Woche war Vernissage für ein ungewöhnliches Projekt der Betreuungs-Einrichtung Bettinahof mit der Freien Kunstakademie Frankfurt. Die Künstlerinnen Solveig Kulas, Gabriella Lipkau und Manuela Otto stellen bis Ende April ihre Bilder im Erdgeschoss aus. „Wir freuen uns sehr auf die Vernissage. Die Bewohner waren von den ersten beiden Ausstellungen sehr begeistert und freuen sich auf die neuen Bilder“, erklärt Alexandra Leidig vom Sozialdienst des Hauses.

Sind Sie neugierig geworden? Hier einige Informationen über die Künstlerinnen:

Gabriella Lipkau

…sucht ihre Themen in ihrem direkten Umfeld. Sei es der Blick aus dem Fenster, eine Reiseimpression, ein Ausschnitt zwischen Tür und Angel, oder das Beobachten von Kollegen bei der Arbeit. Wichtiger als das Thema ist ihr die Frage nach der Farbsetzung. Wo das Licht, wo der Schatten, wie stehen die Farben zueinander? Das Ergebnis hat nicht den Anspruch, eine Repräsentation der Wirklichkeit zu sein, ganz im Gegenteil, es entwickeln sich eigene Orte oder Räume.

Solveig Kulas

Nach dem Ende meiner beruflichen Laufbahn beschäftige ich mich seit einigen Jahren mit Fotografie. Ich bin Autodidaktin und bilde mich intensiv durch verschiedene Workshops weiter. Besonders der Charme verblühter Blüten zieht mich immer wieder in ihren Bann. Daneben experimentiere ich gern und widme mich der abstrakten und malerischen Fotografie. Beim Druck der Fotos arbeite ich mit externen professionellen Dienstleistern zusammen, um meine Ansprüche an ästhetisch schöne Bilder realisieren zu können.

Die Webseite der Künstlerin lautet www.kulas-fotografie.de

Manuela Otto

Die Malerin lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Sie besucht seit 2015 intensiv Kurse an der Freien Kunstakademie Frankfurt. In ihren Bildern setzt sie sich mit Licht (und Schatten), Farbe und Abstraktion auseinander. Sie malt Räume und Orte, in denen Menschen ihre Spuren hinterließen. Dann richtet sich der Blick auf die scheinbar leeren Räume. Die Webseite der Künstlerin lautet errorproperties.com

Was ist die Freie Kunstakademie Frankfurt?

Die Freie Kunstakademie Frankfurt  besteht seit nunmehr fünf Jahren und steht für den Dialog zwischen Künstlern und Laien aller Altersstufen, Anfänger wie Fortgeschrittene.

Claudia Himmelreich, Leiterin der Akademie, erklärt: „Das Besondere der FKaF ist das Spektrum und die Qualität der Dozenten, die den Unterricht prägen. Die Künstlerinnen und Künstler, die bei uns unterrichten, haben an Kunsthochschulen wie der Städelschule, der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, der Kunstakademie Düsseldorf, München oder Dresden studiert und sind mit ihren Werken in Museen und Ausstellungen präsent.“ Jeder der lehrenden Dozenten habe einen „eigenen Schatz an Fähigkeiten“, an dem sich die Teilnehmenden bilden und entwickeln können. 

www.fkaf.de

Die Ausstellung im Haus der Betreuung und Pflege Bettinahof, Altenhöferallee 74-78, ist täglich von  8 Uhr bis 16 Uhr bis Ende April zu besichtigen. Der Stadtteil ist herzlich dazu eingeladen.

Auch diese Impressionen sind bis Ende April im Bettinahof zu sehen

(Bilder: Solveig Kulas/ Manuela Otto/ Freie Kunstakademie Frankfurt)

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Mehr Polizei und Sicherheit

Jetzt ist das neue Polizeirevier für den Frankfurter Norden nur noch wenige hundert Meter vom Riedberg entfernt: Nachdem bereits am 20. November 2017 der Umzug ins Mertonviertel stattgefunden hatte, wurde nun gestern das große 14. Polizeirevier durch den Hessischen Staatsminister des Inneren, Peter Beuth, offiziell eröffnet. Die Adresse ist Marie-Curie-Straße 32. Schon vorab bei einem Besuch im Ortsbeirat sprachen Claudia Rogalski, Leiterin der Polizeidirektion Nord, und Revierleiter Thomas Schulze davon, dass sie selbst im Norden wohnen und sich sehr freuen, hier arbeiten zu können. Es ist ein „sehr modernes Gebäude, barrierefrei und technisch auf dem neuesten Stand“, das die Polizei langfristig gemietet und mit großem Planungsaufwand umgebaut hat. Polizeipräsident Gerhard Bereswill hatte erklärt, dass durch das neue Revier „die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger im Norden Frankfurts spürbar erhöht“ wird.

Denn ein wichtiger Punkt ist die Erhöhung der Polizeipräsenz auf der Straße, und die damit verbesserte Ansprechbarkeit in den nördlichen Stadtteilen. Waren bislang drei Streifen verfügbar, werden es nun vier Streifen sein. Mit einer weiteren Personalverstärkung im Februar werden regelmäßig fünf Streifen angestrebt. Hierdurch soll eine größere Nähe zu den Menschen im Zuständigkeitsbereich erreicht werden.

Ermittlungsgruppe für Mehrfach- und Intensivtäter

Denn es wurden das „frühere“ 14. Revier, das bisher für Heddernheim, Nordweststadt, Niederursel, Praunheim, Mertonviertel und Riedberg zuständig war, mit dem für Bonames, Berkersheim, Frankfurter Berg, Harheim, Kalbach, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach zuständigen 15. Revier zusammengelegt. So hat auch das Kuriosum ein Ende, dass die Häuser im Altkönigblick östlich der Altenhöferallee bisher polizeiintern zu Kalbach und damit zu einem anderen Revier als der Rest des Riedbergs zählten.

Ein weiterer Vorteil liegt in der räumlichen Zusammenführung mit der Direktionsleitung, der Führungsgruppe der Direktion, der Operativen Einheit Nord sowie der Ermittlungsgruppe Mehrfach-/Intensivtäter Nord, die bisher außerhalb ihres eigentlichen Zuständigkeitsbereiches im zentralen Polizeipräsidium untergebracht waren.

Verbesserungen für Organisation und Einsätze

Unter den Gästen am Donnerstag befanden sich auch zahlreiche Vertreter aus Landes- und Stadtpolitik und nahestehender Behörden wie etwa aus dem Landespolizeipräsidium und dem Hessischen Landeskriminalamt.

In seiner Ansprache wies der Hessische Innenminister auf die zahlreichen Vorteile der neuen Liegenschaft hin. So steht den Bediensteten nicht nur mehr Fläche zur Verfügung. Es ist nun auch eine Verbesserung in organisatorischer und einsatztaktischer Hinsicht zu erwarten, da die einzelnen Dienststellen praktisch Tür an Tür untergebracht sind. Durch eben diese Zusammenführung in einem modernen Gebäude war dann auch die Schließung von drei grundsätzlich sanierungsbedürftigen Liegenschaften, dem alten 14. und 15. Polizeirevier sowie des Polizeipostens Bonames, möglich. Dies soll auch zu einer größeren Berufszufriedenheit führen.

So präsentiert sich das Revier den Bürgern

Den Bürgerinnen und Bürgern, die das neue Gebäude betreten, zeigt sich die Wache als Kernstück des neuen Reviers. Großzügig konzipiert und auch den polizeilichen Arbeitsbedingungen entsprechend. Bereits jetzt sei festzustellen, dass die Arbeitszufriedenheit auch tatsächlich gestiegen ist, heißt es. Von Beginn der Planungsarbeiten Ende 2015 bis zum regulären Dienstbetrieb im November 2017 vergingen knapp zwei Jahre. Den neuen Nutzern steht nun eine angemietete Fläche von 7.533 Quadratmetern zur Verfügung, wovon 840 qm auf Pkw-Stellplätze entfallen.

Mehr Sicherheit auch am Riedberg

Für die Bewohner des Riedbergs wird sicher nicht unwichtig sein, dass der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill schon Ende letzten Jahres erklärte: Er freut sich, dass mit dem neuen Standort nun auch der optimalen polizeilichen Betreuung des neuen, schnell wachsenden Stadtteils Riedberg Rechnung getragen wird.

Erreichbar ist das neue 14. Revier in der Marie-Curie-Straße (Mertonviertel) unter der Telefonnummer 069/ 75511400 oder per E-Mail: 14.Polizeirevier.PPFFM@polizei.hessen.de

(Informationen: Polizei Frankfurt/ Fotos: Polizei Frankfurt/ cd)

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Hallo, ich bin Leticia

Seit Montag mache ich ein Praktikum hier bei MAIN-Riedberg und es macht mir wirklich viel Spaß. Als 15-Jährige besuche ich im Gymnasium Riedberg die neunte Klasse und aus meinem Jahrgang macht jeder im Moment bis nächste Woche Freitag ein Praktikum.

Im Moment helfe ich dabei, diverse Artikel für die Webseite zu verfassen und auch schon welche für das nächste Magazin. Ich werde mir demnächst von Katja Markert auch erklären lassen, wie man das Stadtteilmagazin gestaltet und werde mir auch die Druckerei anschauen. Bisher haben wir schon einige Interviews geführt und Fotos geschossen. Ich finde es ganz interessant, welche Arbeit hinter solchen veröffentlichten Artikeln steckt, weil ich mir einige Dinge vorher niemals gedacht hätte. Zum Beispiel hat es mich überrascht, dass man als Journalist ab und zu auch mal irgendwelche zufälligen Passanten auf der Straße um ein Interview bittet.

Ich schreibe schon gerne, seit ich klein bin, und wollte ein Praktikum bei MAIN-Riedberg machen, um zu sehen, wie der Tagesablauf beim Beruf des Journalismus so aussieht. Mir gefällt es sehr, dass die Arbeitszeiten so flexibel sind und niemand einem vorschreibt, was man wann und wo zu tun hat, und die Tage somit jedes Mal unterschiedlich sind. Ich schreibe selber gerne und, wenn ich inspiriert bin, schreibe ich hin und wieder an einer eigenen Geschichte. Ich könnte mir gut vorstellen, einen ähnlichen Beruf wie hier eines Tages einmal auszuüben.

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Endlich Tempo 30 am Sportplatz

Mehr Sicherheit vor der Sportanlage in der Altenhöferallee: Es wurde schon lange von Eltern, Vereinsvertretern und auch dem Ortsbeirat gefordert – jetzt ist es Realität. Rechtzeitig zum Trainingsauftakt nach der Winterpause hat die Stadt Frankfurt eine Tempo-30-Zone am Sportplatz eingerichtet. Diese umfasst einen Bereich von hundert Metern und damit auch die beiden Bushaltestellen sowie die Ein- und Ausfahrt zur Sportanlage. So können nicht nur Sportler und damit auch viele Kinder besser geschützt werden, sondern auch alle, die hier die Busse nutzen. Hinzu kommt, dass die neue Verkehrsregelung (hoffentlich) bewirkt, dass Autofahrer bei der Einfahrt in den Stadtteil schneller das Tempo reduzieren als bisher.

Olaf Emmerich schreibt auf der Homepage des SC Riedberg: „Unser Dank gilt allen, die sich hierfür eingesetzt haben – Ortsbeirat, Parteien und Vorstand.“

Die Tempo-30-Zone gilt ab sofort auf einem Abschnitt von 100 Metern im Bereich der Ein- und Ausfahrt zur Sportanlage und den beiden Bushaltestellen 

(Fotos: cd)

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Schulplätze, IGS, Wohnen – das sind die Themen im Ortsbeirat

Das Thema Schulplätze wird zum großen Problem. Weit mehr Schüler als einst prognostiziert besuchen schon jetzt die beiden Grundschulen am Riedberg. Die Kapazitäten sind ausgeschöpft – trotz der bereits zugesagten zusätzlichen Container für die Marie-Curie-Schule fürs nächste Schuljahr. Denn in den nächsten Jahren werden noch mehr Kinder als bisher eingeschult, das steht bereits fest. Doch mit wie vielen Schülern muss konkret gerechnet werden? Wie kann man dem Bedarf nachkommen? Und wie sieht es mit den Zahlen für den Übergang auf die weiterführenden Schulen aus, was schon jetzt vielen Eltern Kopfzerbrechen bereitet? Mit all diesen Punkten wird sich der Ortsbeirat am Freitag in der Aula der Grundschule Riedberg beschäftigen und darüber diskutieren. Auch die Bürger können sich zu Beginn der Sitzung zu Wort melden.

Neubau der IGS wird vorgestellt

Zudem wird die Planung für den Bau der neuen IGS vorgestellt. Im Sommer 2017 ist diese in einer Holz-Containeranlage im Westflügel gestartet. In Zukunft soll die Gesamtschule auf ein Areal nahe der U-Bahn-Station Riedberg umziehen, wo bisher die Neue Gymnasiale Oberstufe (NGO) ebenfalls in Containern untergebracht war. Übermorgen werden Vertreterinnen/Vertreter des Amtes für Bau und Immobilien, des Stadtschulamtes und der Hessen Agentur sowie die verantwortliche Architektin das Neubau-Projekt erläutern und Fragen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Ortsbeiratsmitglieder beantworten.

Weitere Themen sind: Standort für weitere Kita im Areal Berghöfe, Betreuungsplätze für den Nachmittag in Kalbach-Riedberg, Begrünung der Steingabionenwand und Betonstützmauer am Gymnasium Riedberg, aber auch Lärmschutz, Wohnen und Abfall.

Ist eine Verbindung zur geplanten Regionaltangente West möglich?

In einem weiteren Antrag geht es um die Planung eines neuen Betriebshofs der Verkehrsbetriebe (VGF)  – und Optionen für neue, effiziente Verbindungen in Richtung Riedberg und Kalbach.

Das heißt im Klartext:  Falls der neue große Betriebshof – wie die FAZ berichtete –  auf ein Gebiet zwischen Riedberg und Niederursel kommen sollte, solle man doch bitte prüfen, ob nicht eine Querverbindung aus unserem Stadtteil zur definitiv geplanten Regionaltangente West möglich ist. Die neue Schienenstrecke soll in Zukunft den Westen des Frankfurter Ballungsraumes besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschließen. Falls also der neue Betriebshof auf einer Fläche unterhalb der Rosa-Luxemburg-Straße oder einer Fläche nordwestlich der A 5 gebaut wird, wäre eine Verbindung zur weiter westlich verlaufenden Tangente (theoretisch) möglich. Nicht nur Pendler würden davon profitieren.

Die nächste Sitzung des Ortsbeirates 12 findet am Freitag um  20 Uhr in der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, statt.

Die aktuelle Tagesordnung finden Sie unter http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.php?DOK=TO-O-12

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,Bee Friends‘ zu Messe eingeladen – und wir auch

Bienenkreis

Sie sind ein frisch gegründeter Verein von Imkerinnen und Imkern. Ihre Bienenvölker sind bereits über das ganze Stadtgebiet verteilt, teilweise auch im Umland bis in den Vogelsberg hinein. Alte Hasen und Anfänger der Imkerei sind gleichermaßen vertreten. Wo diese passionierten Bienen-Freunde leben und sich engagieren? Na, bei uns am Riedberg. Dass Bienen einen entscheidenden Einfluss auf die Biodiversität der Pflanzen auf unserem Planeten und auf die Verfügbarkeit vieler gesunder Lebensmittel haben, wissen inzwischen viele. Dass Bienen mittlerweile mehr Pflanzenvielfalt in Gärten oder auf Balkonen einer Stadt finden, ist weniger bekannt. Das aber wollen die Riedberger Imker aus Leidenschaft mit Aktivitäten, Workshops und leckerem Honig weitergeben – und sind bereits zur großen Messe „Land und Genuss“ eingeladen. „Wir sind dort im Infobereich mit einem Stand vertreten und würden uns natürlich freuen, wenn viele Riedberger uns besuchen kommen“, sagt Holmer Drews, Vorsitzender der Bienenfreunde.

Die Bee Friends Frankfurt werden dort an allen drei Tagen sein und Informationen zu Bienen, Bienenhaltung und Bienenprodukten anbieten. Für Schulklassen haben sie ein Bienenquiz vorbereitet, das aber auch für Nicht-Schulklässler da ist. Aus den Honigbeständen bieten sie eine kleine Honigverkostung an. Das besonders Schöne: vom Bieneninstitut Kirchhain erhalten sie eine Menge an Informationsmaterial, eventuell sogar Blütensamen, „die wir unter das Volk bringen möchten“. Dann fügt Holmer Drews hinzu: „Leider haben wir keinen Honig zum Verkaufen mehr“. Der neue Honig kommt erst Ende Juni Anfang Juli 2018 von den Völkern, die diesen Winter überlebt haben.

Die Erlebnismesse LAND & GENUSS findet vom 23. bis 25. Februar 2018 auf dem Gelände der Messe Frankfurt statt. Weitere Informationen unter www.landundgenuss.de 

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Übrigens: Jeweils am 2. Montag und 4. Donnerstag eines Monats um jeweils 20 Uhr laden die Bee Friends zu einem geselligen Stammtisch ein. Wo? Im Stadtteil-Treff im Jugendhaus, Friedrich-Dessauer-Straße 4-6/ siehe bee-friends.org

Die Riedberger Bienenfreunde bieten Infos, Workshops, laden zum regelmäßigen Stammtisch – und haben auch ein wunderbares Gefährt, das auf sie aufmerksam macht

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(Fotos: rupbilder/ cd)

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Keine Trüffel im Öl

Olivenöl mit Trüffel-Aroma wird teuer verkauft, enthält jedoch selten echte Trüffel oder natürliches Trüffel-Aroma – das haben jetzt Experten für Molekulare Biowissenschaften vom Campus Riedberg herausgefunden. Die Studie von Wissenschaftlern der Goethe-Universität und des Helmholtz-Zentrums München ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Food Control“ erschienen.

Trüffel gehören zu den teuersten Lebensmitteln, weil sie selten sind und auch nur einige Monate im Winter gesammelt werden können. Den weißen Piedmont-Trüffel findet man außer in Italien nur im Karpatenbecken und der schwarze Périgord-Trüffel wächst nur in Frankreich, Spanien und Italien. Für ein Kilo bezahlt man zwischen zweitausend und fünftausend Euro.

Da der Pilz nur begrenzt verfügbar ist und starken Preisschwankungen unterliegt, hat die Lebensmittelindustrie sich an die Entwicklung künstlicher Trüffelaromen gemacht. Diese werden üblicherweise dem Ölivenöl, der Pasta oder bestimmten Käsesorten zugesetzt. Ein Tropfen des Öls auf dem Salat oder Risotto entfaltet einen knoblauchartigen Pilzgeruch. Meisterköche und Trüffelexperten sind sich jedoch einig, dass den künstlichen Aromen die Vielschichtigkeit des echten Trüffelgeschmacks fehlt. Der  Trüffel-Experte Gareth Renowden bezeichnet das künstliche Aroma als „eine Art Comic-Variante – hell und farbenfroh, aber letztlich falsch“.

Juniorprofessor Richard Splivallo, der an der Goethe-Universität Pilze biotechnologisch untersucht, gehört zu den wenigen Experten, die das flüchtige Bouquet von echten weißen und schwarzen Trüffeln ausführlich charakterisiert haben. Deshalb war er auch neugierig auf die Zusammensetzung von künstlichem Trüffel-Aroma. Zusammen mit Kollegen der Goethe-Universität und des Helmholtz-Zentrums in München untersuchte er eine große Bandbreite von Trüffelölen und fand heraus, dass der typische Trüffelgeruch nur auf vier bis sechs Molekülen beruht.

Bei ihrer Untersuchung entlarvten die Forscher auch manchen Etikettenschwindel. Öle, die angeblich natürliches Trüffelaroma enthielten, waren bei der Analyse nicht komplexer als Öle mit künstlichem Aroma. Und Öle, die den Geschmack von schwarzen Trüffeln imitieren sollten, enthielten die gleichen Geschmacksmoleküle wie künstlich aromatisiertes weißes Trüffelöl. Außerdem fanden die Forscher in einigen Ölen Geschmacksstoffe, die natürlicherweise nicht in Trüffeln vorkommen – beispielsweise Dimethylsulfoxid, ein Lösungsmittel, das vermutlich wegen seines knoblauchartigen, an Trüffel erinnernden Geschmacks verwendet wurde.

Deshalb die Empfehlung des Wissenschaftlers: Nur in Maßen zu genießen.

(Foto: andersphoto)

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Wetterdienst warnt vor Sturmböen

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Orkanböen in weiten Teilen des Landes. Nordhessen hat Sturmtief Friederike schon erreicht. In den nächsten beiden Stunden wird auch bei uns der Wind noch stärker werden. Im Hochtaunuskreis fahren am heutigen Donnerstag generell keine Schulbusse und die Schulen fallen aus – eine Vorsichtsmaßnahme, wie es heißt. Denn man hat Bedenken, dass Bäume durch den schweren Sturm umgerissen werden und Menschen zu Schaden kommen könnten. In manchen Teilen Deutschlands werden Windgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern erwartet, im Taunus sind bis zu 100 Stundenkilometer prognostiziert. Auch im Stadtgebiet Frankfurt raten Experten zur Vorsicht in Parks und Alleen.

Auch im Taunus werden Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern erwartet

 

Tief Friederike zieht heute in einem breiten Streifen Richtung Mittelhessen und die neuen Bundesländer. Am Nachmittag verlagert sich der Sturm dann weiter Richtung Osten. Nasskalt und grau wird das Wetter bei uns laut Vorhersage aber bleiben, eventuell kommt auch noch ein wenig Schnee.

(Foto: cd/ fotohansel) 

 

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