Der Sturz am Riedberg

Nach 36 Minuten und 42 Sekunden hat die Spitze des Feldes hat den Riedbergplatz erreicht. Die beiden Führenden fahren in den Kreisel, biegen links in die Altenhöferallee, vorbei an vielen Zuschauern. Wenig später stockt ihnen der Atem. Denn als das Hauptfeld zur Engstelle nach der Kurve kommt, gerät ein weniger bekannter Fahrer aus Eritrea aus dem Gleichgewicht, stürzt nach vorne. Zwei weitere Profis können nicht mehr bremsen, stürzen ebenfalls. Augenzeugen werden sagen, dass sie „unglaublich froh sind, dass nicht mehr passiert ist“. Die Begleitfahrzeuge bringen das Feld zum Stehen und man sieht schnell, dass die gestürzten Radfahrer trotz Abschürfungen und Schmerzen bereits wieder versuchen, aufzustehen und nach den Autos und Mechanikern ihrer Teams Ausschau halten, um mit einem neuen Vorderrad oder gleich einem Ersatzrad das Rennen wieder aufzunehmen.

Deutsche Hoffnungen ruhen auf Rick Zabel

Insgesamt sind 146 Fahrer aus 21 Teams in diesem Jahr beim ältestesten deutschen Radklassiker Eschborn – Frankfurt dabei und haben die 212,5 Kilometer in Angriff genommen, die in mehreren Schleifen durch den Taunus und schließlich in die Mainmetropole zur Alten Oper führen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Kurs deutlich schwerer geworden. Nach dem Feldberg (elf Kilometer bei 4,8 Prozent) als höchstem Punkt müssen die Fahrer viermal den bis zu 23 Prozent steilen Mammolshainer Berg (2,3 Kilometer bei 8,2 Prozent) bewältigen, an den sich die ersten beiden Male die Billtalhöhe (2,6 Kilometer bei 6,2 Prozent) anschließt. Von der letzten Überquerung des Mammolshainers sind es noch 41,5 Kilometer bis zum Ziel, auf denen der leicht ansteigende Hainer Weg 15 Kilometer vor Rennende die letzte Chance für einen Angriff bietet.

Vor allem die Sieger der letzten drei Austragungen, Alexander Kristoff (Team United Emirates) und Michael Matthews (Sunweb) gehören zu den heißen Anwärtern auf den Sieg. Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen – nach der verletzungsbedingten Absage von Lokalmatador John Degenkolb – auf Rick Zabel, den Sohn von Dreifachsieger Erik Zabel. Er wurde 2017 bereits Zweiter in Frankfurt.

Um 17.10 Uhr werden die Stars im Ziel erwartet. Wir werden Sie aktuell auf dem Laufenden halten.

 

Die Bilder vom Riedberg

Nach 36 Minuten erreichen die Führenden den Riedberg

Wenig später kommt das Hauptfeld 

Bei der Einfahrt in die Altenhöferallee kommt es zu einem dramatischen Sturz

Zuschauer sind froh, „dass nicht mehr passiert ist“. Denn kurze Zeit später können alle dank Ersatzrädern das Rennen wieder raufnehmen

Die Junioren passieren dann kurz vor 13 Uhr den Riedberg

Fotos: Claudia Detsch/ MAINRiedberg