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Nordwestzentrum: Kripo sucht Trickdiebe

Bereits am Donnerstag, den 2. November 2017, entwendeten Unbekannte einem damals 83-jährigen Mann die ec-Karte. Anschließend hoben sie bei verschiedenen Banken Geld ab. Die Frankfurter Polizei fahndet nun mit Aufnahmen einer Überwachungskamera nach den Tätern.

In dem Zeitraum von 10.45 Uhr bis 11.15 Uhr befand sich der inzwischen 85-jährige Mann im „Nordwestzentrum“. Als er mit seinen Einkäufen fertig war, machte er sich auf den Weg zum Parkplatz. Als er am Parkautomaten sein Ticket bezahlen wollte, fielen einer unbekannten Frau neben ihm Münzen zu Boden. Hilfsbereit hob er diese gemeinsam mit ihr auf. Dabei rempelte sie ihn „versehentlich“ an. Sie oder ein/e Mittäter/in entwendete im Zuge dessen mutmaßlich die ec-Karte des Opfers.

Kurz darauf wurde mit seiner ec-Karte sowohl in Frankfurt, als auch zahlreiche Male in Karlsruhe, Bargeld abgehoben. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Die Frankfurter Kriminalpolizei hat bereits umfangreiche Ermittlungen durchgeführt und sucht nun im Zuge einer Öffentlichkeitsfahndung nach den Tätern. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie zwei Männer in einer Bankfiliale am Europaplatz in Karlsruhe mit der gestohlenen ec-Karte Geld abheben. Einer der Täter soll 25-35 Jahre alt, 160-170 cm groß sein, südosteuropäisches Erscheinungsbild, kurze schwarze Haare mit Geheimratsecken, bekleidet mit schwarzer Lederjacke mit schwarzem Fellkragen, dunkelblauer Jeans und dunkelblauen Turnschuhen mit heller Sohle und bunten Streifen. Der zweite Täter soll 30-40 Jahre alt und 165-175 cm groß sein, südosteuropäisches Erscheinungsbild, kurze schwarze Haare, bekleidet mit einer schwarzen Jacke, blauer Jeans und dunkelblauen Turnschuhen mit weißer Sohle

Wer kennt diese Männer und/oder kann Angaben zur Taten machen? Sachdienliche Hinweise nimmt die Frankfurter Polizei unter der Telefonnummer 069/755-52499 entgegen.

Die beiden Täter beim Abheben mit der erbeuteten EC-Karte Foto: Polizei

Foto: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

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Eis essen für das Klima

Dieser Carrotmob ist nicht nur gut fürs Klima – die Aktion schmeckt auch richtig gut! Denn wie die Karotte, die man vor den Esel hält, damit er weiterläuft, wollen die Schülerinnen und Schüler der Erasmus AG am Gymnasium Riedberg Läden dazu bringen, nachhaltiger zu arbeiten. „Indem wir sie bestrafen? Nein, in dem wir sie belohnen!“, steht auf dem Plakat. Die Jugendlichen machen eine Woche lang Werbung für die Eisdiele La Piazza am Riedbergplatz, dafür versucht die Eisdiele, ihre Kunden von Plastiklöffeln, Plastikbechern und Strohhalmen abzubringen. Wenn doch gewünscht, wird in dieser Zeit nur biologisch abbaubares Material ausgegeben.

Die Aktion in der Eisdiele La Piazza auf dem Riedbergplatz läuft noch bis Freitag. Hungrige (und gerne auch klimabewusste) Eis-Fans sind herzlich willkommen!

Von der Zero-Waste-Woche bis zur Aktion Tauschenstattneukaufen – die Erasmus AG mit Schülern der siebten bis neunten Klassen möchte in lokalen Projekten nachhaltiges Denken und Handeln fördern „und so die Welt von Morgen ein kleines bisschen besser machen“. Das Gymnasium Riedberg nimmt mit dieser AG in dem EU-geförderten Projekt „Tomorrow –The WorldisFullofSolutions“ teil. Dazu gehört auch, dass die Riedberger Schüler ihre Lösungen teilen und mit Partnerschulen in Italien, Spanien und Frankreich diskutieren, die diese wiederum auf ihre Region übertragen und ausprobieren. Teil des Projekts ist aber auch der Austausch vor Ort, Kennenlernen inklusive. Am 22. September brechen 15 Jugendliche nach Marmande (Frankreich) auf und werden dort eine Woche bleiben.

Weitere Informationen unter www.gymnasium-riedberg.de

Grafik: Erasmus AG/ Gymnasium Riedberg

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Schwarzes Loch: globale Auszeichnung für Forscher

Für ihre herausragenden und unverzichtbaren Leistungen bei der Mitentwicklung des ersten direkten Bildes eines Schwarzen Lochs erhalten die Forscherinnen und Forscher um den Astrophysiker Prof. Luciano Rezzolla von der Goethe-Universität zusammen mit 347 weiteren Forschern der Event Horizon Telescope Collaboration aus der ganzen Welt den mit mit 3 Millionen US-Dollar dotierten Breakthrough Prize 2020 der gleichnamigen Stiftung. Die Gruppe der Goethe-Universität ist mit 10 Preisträgern eine der größten der gesamten Kooperation, die insgesamt 140 Institutionen umfasst.

Mit Hilfe von insgesamt acht Radioteleskopen (inzwischen sind drei weitere dazu gekommen) rund um den Globus gelang es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im April 2019, den ersten direkten visuellen Beweis für das supermassive Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie Messier 87 zu erbringen. Der Preis wird zu gleichen Teilen auf alle Mitautoren der beteiligten wissenschaftlichen Publikationen aufgeteilt und am 3. November vergeben.

Die Gruppe von Luciano Rezzolla hat grundlegende Beiträge zur theoretischen Interpretation der Ergebnisse in allen Stadien der Beobachtung geleistet: Sie simulierte auf Supercomputern, wie Materie in einer ringförmigen Scheibe das Schwarze Loch umkreist und hineingesogen wird und wie die Lichtstrahlen durch die ungeheure Gravitation um das Schwarze Loch herum verbogen werden. Ebenso galt es, verschiedene Alternativen zu Schwarzen Löchern auszuschließen, die ebenfalls mit der Allgemeinen Relativitätstheorie vereinbar sind. „Die Konfrontation der Theorie mit den Beobachtungen ist für einen theoretischen Physiker immer ein dramatischer Moment. Wir waren sehr erleichtert und auch stolz, dass die Beobachtungen so gut mit unseren Vorhersagen übereinstimmten“, so Luciano Rezzolla.

Die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff: „Wir alle freuen uns zusammen mit Luciano Rezzolla und seinem Team über diese wichtige globale Auszeichnung. Herzlichen Glückwunsch an all unsere KollegInnen, die daran beteiligt sind! Es ist unvergessen, wie begeistert die ZuhörerInnen im brechend vollen Hörsaal 1 am Riedberg-Campus waren, als Luciano Rezzolla am 17. April zusammen mit seinen Kollegen vom europäischen Konsortium (Prof. Michael Kramer vom Max Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn und Prof. Heino Falcke von der niederländischen Radboud Universität) erstmals die Ergebnisse der gemeinsamen Forschung an der Goethe-Universität vorgestellt hat. Das war ein Fest für die Faszinationskraft auch sehr abstrakter Wissenschaft. Ich hoffe, dass aus dieser großartigen globalen Kooperation weitere bahnbrechende Forschungsergebnisse entstehen.“

Über den „Weg zum Schwarzen Loch“ und Astrophysiker Prof. Luciano Rezzolla berichtet MAINRiedberg in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins.

In der neuen Ausgabe unseres MAINRiedberg-Magazins berichten wir auch über die Astrophysiker der Goethe-Universität Foto: MAINRiedberg

Sie haben kein Magazin erhalten? Senden Sie einfach eine Mail mit Ihrer Adresse an mail@main-riedberg.de.

Foto oben & Informationen: Goethe-Universität

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Hart & heavy – Riedberger früher

Die meisten, die in ihren Kinder- und Jugendjahren ein Musikinstrument lernen mussten, durften oder wollten, gaben entweder wieder ziemlich schnell auf oder man träumte davon, auf einer richtigen Bühne zu stehen und mal ordentlich abzurocken! So auch Harald Metzler, den wir Riedberger/innen als Schlagzeuger der Local Heroes „Riedberg Underground“ von ihren jetzt schon legendären Auftritten bei den letzten Sommerfesten der IG Riedberg kennen. 

Es müsste so etwa 1983 gewesen sein, als Harald begann mit dem Schlagwerk. Er und ein paar Kumpels aus dem DJK Tennisverein Mainz-Mombach trafen sich im elterlichen Keller der Metzlers. Instrumente konnte keiner so recht spielen, singen noch weniger. Da man eh zusammen die meiste Zeit im Keller der Eltern im Mombacher Westring abhing, unternahm man auch dort die ersten musikalischen Schritte. Als PA musste die elterliche HiFi-Anlage herhalten. Harald wundert sich noch heute, dass wirklich kein einziges Mal die Polizei vorbeikam. Denn eines war die Musik zumindest: laut und hart. Und vor Allem auch laut genug, um die Nachbarn zu ärgern.

Bei der musikalischen Ausrichtung waren sich die Jungs auch schnell einig: Paranoid von Black Sabbath und Breaking The Law von Judas Priest waren angesagt. Per „trial and error“ erarbeitete man sich die Akkorde selbst. Bis es so einigermaßen passte. Heute kann man sich das kaum mehr vorstellen. Lyrics und Grifftabellen findet man im Internet und einschlägige Apps wie Songsterr erleichtern dem musikalischen Nachwuchs heutzutage diese Arbeit doch sehr. Die Mombacher Jungs haben sich aber per Gehör rangetastet und sich die Songs wirklich hart (und heavy) erarbeitet. Keiner hatte jemals richtigen Musikunterricht genossen.

Harald Metzler ist jetzt Schlagzeuger der Local Heroes von „Riedberg Underground“ – mit der Jugendband „Fracture“ fing alles an…

Wie sah denn das Equipment damals aus? Harald Metzler hatte ein Yamaha Set in dunkelrot / blutrot. Die Stöcke haben geharzt wie Sau und ordentlich Spuren auf dem Becken hinterlassen. Die Felle haben meist auch nur 2 Sets gehalten, weil er so hart draufgedroschen hat. Geht aber klar, da sein Vorbild Pete Gill von Motörhead war. Der Gitarrist hatte einen Flying V vom Karstadt: klang beschissen, sah aber sehr gut aus! Seine Vorbilder waren ganz klar bei Judas Priest. Das Vorbild des Sängers und Bandleaders war ja auch Judas Priests Rob Halford. Über die Set List wurde demokratisch abgestimmt und lag irgendwo bei Deep Purple, Black Sabbath, Judas Priest, AC/DC und Motörhead.

Sonnenbrillen bei Nacht, enge Hosen, Nietengürtel und ein Shirt von Iron Maiden

In den Anfangstagen gab es noch einen anderen Gitarristen. Wegen unüberbrückbarer musikalischer Differenzen trennte man sich aber. Zum entsprechenden Image einer Hard and Heavy Band gehörten aber auch das extra lässige Tragen der Sonnenbrillen bei Nacht, die engen Hosen (natürlich mit den obligatorischen Streifen), Hi Top Sneakers von adidas, Lederjacken, Gürtel mit Nieten oder auch eine verchromte Fahrradkette, sowie Band Shirts von Iron Maiden. Hauptsache war es, eine eigene Band zu haben und die Rockstar Attitüde zu leben.

Beim Üben nahm man zur Qualitätskontrolle auch auf einem verfügbaren Kassettenrekorder den einen oder anderen Song auf. Das ging dann so, wie man es früher auch im Radio gemacht hat. Psssssst, 3, 2 und 1 – los ging die Aufnahme. Und dann hoffen, dass keiner mehr husten muss oder der Postbote klingelt. Genauso haben wir früher doch alle unsere Lieblingssongs aufgenommen. Im Radio wartete man endlos lange, dass der aktuelle Lieblingssong doch endlich mal wieder gespielt werden sollte. Und wenn man dann endlich erlöst und der Titel anmoderiert wurde und man rechtzeitig Play und Record gedrückt hatte, bevor die Finger noch verkrampften oder einschliefen, dann konnte man sicher sein, dass der doofe Moderator am Ende wieder reinquatschen würde oder wieder mal ein vogelwilder Geisterfahrer auf irgendeiner Autobahn unterwegs sein würde und damit die gesamte Aufnahme ruinieren würde.

Nur für harte Männer, Rockstar-Attitüde inklusive

In Zeiten des Online-Streamings mit komplett verfügbaren und abrufbaren Back Catalogs kaum mehr vorstellbar. Die Tapes von Fracture sind aber leider allesamt verschollen.

Das erste Konzert gab die neue Rock Band dann auch standesgemäß im Vereinsheim des erwähnten Tennisvereins. Das Sportlerheim steht auch heute noch und angeblich haben auch alle Gäste diese Events überlebt. Das Publikum bestand aus 15 – 20 Jugendlichen. Die paar anwesenden Erwachsenen gingen bereits nach ein bis zwei Songs wieder. Das Repertoire der Band umfasste allerdings schon zehn Lieder wie z.B. Hells Bells der Opener des 1980er Albums Back in Black von AC/DC oder Ace of Spades vom ebenfalls 1980 erschienenen gleichnamigen Album von Motörhead.

Das Programm hatte sich also so irgendwie zwischen Heavy Metal und Punkrock eingependelt. Erste zarte Versuche in Richtung Thrash  oder Speed Metal gingen die Jungs auch an. Metal war damals noch häufig mit Gewalt und Schlägereien assoziiert. Bei den Konzerten von Fracture gab es aber immer nur Mosh Pits oder auch mal eine kleine Wall of Death.

Local Heroes mit stolzen 400 Zuschauern

Nach diesem ehrwürdigen Einstand in der lokalen Musikszene wurde der eine oder andere aber schon auf dem Schulflur erkennt und nach dem nächsten Gig gefragt. Kurze Zeit später war es dann auch soweit. Da man mit dem Organisator bekannt war durfte man im KUZ Mainz vor stolzen 400 Zuschauern spielen. Der Stadtschülerrat organisierte einen Band Battle. Das erste Mal dann auch ein Auftritt mit ordentlicher PA und Mikros. Die Fanbase dachte man mit Aufklebern und Guerilla Marekting zu aktivieren.

Trotzdem machte sich vor dem großen Auftritt etwas Nervosität breit. Ob der Trommler den Song aber wirklich schon beendet hatte, bevor der Sänger angestimmt hatte, ist bestimmt nur üble Nachrede. Immerhin erreichte man den dritten Platz (von drei Startern). Danach war man aber schon wer. Und der Anspruch war auch höher als bei manch anderem ambitionierten Schulprojekt.

Wie bei allen großen Bands begann dann der Ausverkauf. In Mainz verkaufte man die Tickets beim nächsten Gig noch für 4 DM und im Gonso für 3 DM. Während die meisten Eltern der Rocker heute noch in Mainz leben machten die Jungs ihr Abitur: Harald zog es nach Berlin, den Gitarristen nach München. Die Freundschaft hielt noch etwas, aber irgendwann waren dann doch Studium, Job und auch Familie wichtiger.

Bei Google gibt es Fracture immer noch…

Heute mag das alles nach „Oppa erzählt vom Krieg, also vom großen Krieg, dem ersten großen Krieg“ klingen. Aber wenn man google anwirft gibt es Fracture immer noch. Selbst ein wohl selbst geschriebener Wikipedia-Eintrag ist noch irgendwo zu finden (oder wieder böswillig gelöscht worden). Die Band selbst gibt es aber noch.

1994 gewann man sogar den SWF3-Rookies-Radiowettbewerb in der Koblenzer Sporthalle und man durfte beim Eröffnungsabend des ersten New Pop Festivals in Baden-Baden aufspielen. Drei veröffentlichte Alben auf RCM bzw. Kreakustik bis 2007 sind mehr als bemerkenswert. Ein letztes Konzert fand 2007 nochmals im KUZ Mainz statt. Bis 2016 eine Reunion stattfand und man auch nochmals 2 Silberlinge rausbrachte: Mombach und Westring. Die Band ist also sowas wie wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Mombach Metal lebt!

Text: Alexander Markert

Fotos: Alexander Markert/ privat

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Heute Spielfest im Kätcheslachpark

So kann auch ein regnerischer Sonntag richtig prima werden: Das Team der Frankfurter Abenteuerspielplätze lädt heute von 14 bis 18 Uhr zum Spielfest im Kätcheslachpark. Auf alle kleinen und großen Besucher wartet das Hüpfkissen, die Hüpfburg, die Rollenrutsche, der Kletterturm, das Aerotrim, Kinderschminken, Malen und Basteln und vieles mehr. Außerdem findet eine Verlosung eines Kinderfahrrads statt. Der Eintritt ist frei. Für Speisen und Getränke ist ebenfalls gesorgt.

Eine tolle Bilanz – und ein Rückschlag

Inzwischen gibt es drei pädagogisch betreute Abenteuerspielplätze in Frankfurt, die das Team um den Abenteuerspielplatz Riederwald e. V. in mehr als vier Jahrzehnten aufgebaut hat, Spielfeste wie heute am Riedberg und weitere Veranstaltungen inklusive.

Große Bestürzung herrscht deshalb immer noch über eine mutmaßliche Brandstiftung vor wenigen Tagen auf dem Spielplatz im Günthersburgpark, der auch immer wieder von Riedberger Kindern besucht wird. „Wir sind erschüttert und traurig“, heißt es auch der Homepage, „zwei Container auf unserem Abenteuerspielplatz Günthersburg wurden vernichtet.“ Dabei fielen auch die Stallhasen dem Feuer zu Opfer. Die Polizei ermittelt. Trotzdem bleibt der Abenteuerspielplatz Günthersburg geöffnet und der Verein sammelt bereits Spenden für den Wiederaufbau.

Weitere Informationen unter www.abenteuerspielplatz.de

Foto: privat

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Mit Helm & Hühnchen – aber aktuell zu wenig Platz

Man nehme ein Hühnchen vom Supermarkt. „Wir haben es ausgenommen, mit der Zahnbürste geputzt und mehrmals täglich in Natron eingelegt“, erzählt Jenny (12). So haben die Schüler der IGS Kalbach-Riedberg im Rahmen des Projektes „Frühe Hochkulturen – wie Pharaonen unsterblich werden“ mehr als bildhaft gelernt, wie ein Lebewesen nach altägyptischer Sitte mumifiziert wird. Ja, „ein bisschen eklig war’s“. Aber sicher unvergesslich. Seit Montag ist die Hühnchen-Mumie neben einer Ausgabe mit dem pädagogischen Konzept der Schule in einer Plastikbox einbetoniert. Auf der Baustelle für den IGS- Neubau in der Gräfin-Dönhoff-Straße, direkt unter der künftigen Aula.

Vertreter vom Amt für Bau- und Immobilien, der Hessenagentur sowie Schulleiterin Susanne Gölitzer, Lehrer, Elternvertreter und Schüler waren zur Grundsteinlegung gekommen. „Hoffentlich geht der Geist der neuen Schule auf die Baustelle über und damit die Kreativität unserer Kinder“, sagte Gölitzer im Rahmen der kleinen Feier.

In intensiven Gesprächen hat die Architektin das reformpädagogische Konzept der Gesamtschule berücksichtigt. Leitidee für das u-förmige Schulgebäude ist die Aufteilung in so genannte „Lernhäuser“. Pro Stockwerk wird es in den jahrgangsgemischten Häusern vier verschiedene Räume geben, die wiederum um einen zentralen, multifunktionalen Bereich angeordnet sind. Mit Platz für Bücher und Sitzsäcke, mit Lern- und Ruhezonen.

Hier wurde die „Zeitkapsel“ mit der Hühnchen-Mumie und dem Konzept der Schule einbetoniert

Die IGS Kalbach-Riedberg ist eine Integrierte Gesamtschule mit dem Profil „Sprache und Kommunikation“. Schulleiterin Susanne Gölitzer umschreibt die IGS als eine Schule für alle. Auch für Kinder mit Lernproblemen und Entwicklungsstörungen oder Kinder, die „mehrere Sprachen im Rucksack haben“. Mit Mitspracherechten für die Schüler und Freiheiten. 

Wenn alles nach Plan läuft, wird die IGS im Sommer 2021 vom gegenwärtigen Provisorium in der Carl-Hermann-Rudloff-Allee in den Neubau in unmittelbarer Nähe der U-Bahn-Station Riedberg ziehen. 47 Millionen wird das Projekt kosten und Platz für mehr als 600 Schüler bieten. In den Holzmodul-Bau im Westflügel kommt dann die neue Grundschule 3. 

Das Pausenhof-Problem

Auch deshalb sehen alle umso sorgfältiger auf Probleme, die es bis dato noch auf dem Gelände gibt. Die gute Nachricht vorweg: Der Erweiterungsbau, ebenfalls mit Holzmodulen, ist laut Schulleiterin „wunderschön“ geworden. Passend zum Schulkonzept gibt es eine Lehrküche, eine Universalwerkstatt, einen Theaterraum, einen Kunstraum plus Textilwerkstatt. Außerdem einen Ruheraum für die Erwachsenen und einen Spielraum für die Kinder. 

Das große Platzproblem aber bleibt. Konkret gesagt: das Pausenhof-Problem. Aktuell steht für inzwischen mehr als 300 Kinder nur der kleine Innenhof zur Verfügung. Selbst der Lehrerparkplatz, inzwischen umgewidmet zum erweiterten Pausenhof, ist wegen der Bauarbeiten belegt. Die Zwischenlösung, die bereits von Seiten der Stadt zugesagt wurde, ist immer noch nicht realisiert. Eigentlich sollte zumindest ein kleiner Bereich der Streuobstwiese, der unmittelbar ans Schulgelände grenzt, bald zum Pausenhof gehören. Das hatten Baudezernat, Grünflächenamt und Untere Naturschutzbehörde, letztere trotz großer Bedenken, zugesichert. Noch aber sind manche Details ungeklärt, was wiederum vielen Eltern unerklärlich ist. Jetzt spricht man von Ende Oktober, wie die Elternbeiratsvorsitzende Stefanie Minten erklärt. 

Schon jetzt klafft ein großes Loch im Zaun Richtung Streuobstwiese. Eigentlich war zugesagt, dass ein kleiner Bereich der Wiese bald auch von der Schule als erweiterter Pausenhof genutzt werden kann

Schon jetzt klafft ein großes Loch im Zaun Richtung Streuobstwiese. Das ist der momentane Fluchtweg, wegen der Baustelle. Und bald, so hoffen Schüler und Eltern, auch der offizielle Zugang ins Grüne mit mehr Platz.

Keine Be- und Entlüftungsanlage

Hinzu kommt ein Thema, das vermutlich erst wieder im nächsten Sommer so richtig zum Tragen kommt. Der Holzmodulbau hat keine Be- und Entlüftungsanlage und die Fenster lassen sich wegen des Diebstahlschutzes nur sehr bedingt lüften. Aktuell stört auch noch die laute Baustelle vor den Fenstern. „Bei der Spätsommerhitze vergangene Woche war es so beinahe unerträglich für die Kinder“, berichtet eine Mutter MAINRiedberg. Die Schüler bekamen mehrmals nach der vierten Stunde bereits hitzefrei.

Ein anderes Problem scheint sich unterdessen gelöst zu haben. Die IGS hat keine Turnhalle. Sportstunden finden im Sportzentrum in Kalbach statt, wo bei Hin- und Rückfahrt mit dem RMV bisher der ganze Zeitplan ins Wanken kam. „Die Randstunden haben da sehr gelitten“, so Minten. Neuerdings stellt die Stadt „Sportbusse“ zur Verfügung, was offenbar prima klappt. Nach dem Umzug 2021, im neuen Schulgelände, ist das Sport-Problem endgültig Vergangenheit. Dann wird die IGS eine Zwei-Felder-Turnhalle bekommen. 

Foto: MAINRiedberg

 

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Willkommensfest für Mini-Riedberger, Mamas und Papas

Stützen, helfen, austauschen und vernetzen – hier setzt das Projekt Familiennetzwerk an, das gemeinsam mit der Stadt ins Leben gerufen wurde. Katrin Wünsche vom Kinderschutzbund betreut elf Standorte in Frankfurt und spricht von einem „Willkommensort“, der mit dem Familienzentrum Billabong als Partner auch bei uns realisiert werden konnte. Die Pädagogin möchte deshalb junge Familien „ganz herzlich zu einem bunten Nachmittag mit Spiel, Bewegung und leckerem Essen in Ihrem Stadtteil einladen“. Das Willkommensfest findet am morgigen Freitag im Familienzentrum Billabong statt.

In gemütlicher Atmosphäre hat man die Möglichkeit, andere Eltern mit Babys aus dem Stadtteil kennenzulernen, sich über Angebote für Kinder im Stadtteil Riedberg auszutauschen und einen entspannten Nachmittag zu verbringen.

Das „Willkommensfest“ des Familiennetzwerks ist am Freitag, 6. September, von 15 bis 17.30 Uhr, im Familienzentrum Billabong, Graf-von Stauffenberg-Allee 46b, Ffm-Riedberg.

Apropos Familiennetzwerk: Das Angebot ist insbesondere für Eltern und Kinder von 0 bis 3 Jahren gedacht, soll für alle offen, kostenfrei und niederschwellig sein. Konkret bedeutet das: Einerseits gibt es nun immer freitags von 15 bis 17.30 Uhr das Krabbelcafé Drop-In(klusive), wo man nicht nur andere Eltern kennenlernen, sondern auch Unterstützung finden kann. Andererseits gibt es schon seit 2017 den offenen Elterntreff in der Riedbergallee 15, der Montag bis Freitag von 9.30  bis 13 Uhr geöffnet ist.

Weitere Informationen unter www.billabong-family.de und www.kinderschutzbund-frankfurt.de

Foto: Kinderschutzbund Frankfurt

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Singen Sie gerne? Das ist eine Einladung…

Mögen Sie Musik von Klassik bis Jazz, von Pop bis Gospel? Und singen Sie gerne? Am Riedberg ist ein ungewöhnliches Projekt gestartet, zu dem Dirigentin Burcu Özcanyüz Seymen weitere Interessierte willkommen heißt: Ein „Projektchor“ für das ökumenische Gemeindefest Ende September.

„Herzlich eingeladen sind all jene, die Freude am mehrstimmigen Chorgesang haben“, erklärt Seymen und fügt hinzu: „Wir haben zwar genügend Leute im Chor, das Projekt wäre aber mit externen Teilnehmern schöner.“ Musikalische Vorerfahrung ist sinnvoll. Denn die neuen Mitsängerinnen und Mitsänger werden den seit 2007 bestehenden Riedbergchor verstärken.  

Der Projektchor ist kostenlos. Anmeldung unter info@riedbergchor.de oder wie es die Dirigentin einladend formuliert: „Komm einfach vorbei!“

Der „Projektchor“ probt bereits am heutigen Donnerstag ab 20 Uhr in der evangelischen Kirche in der Riedbergallee, sowie am 19. September ab 19.30 Uhr. Auftritt ist beim ökumenischen Gemeindefest am Sonntag, 22. September.

Verbunden ist das Projekt mit einer weiteren Einladung: Denn wer Lust am gemeinsamen Singen bekommen hat, kann einfach dabei bleiben. „Ausgewählten Stücke für den Projektchor sind aus unserem Herbstkonzertprogramm“, sagt die Chorleiterin. Herbstkonzert ist am 2. November. Übrigens: Teilnehmer beschreiben den Chor als eine „glückliche Mischung“ von Menschen im Alter zwischen 30 und 75 Jahren, die sich nach den Proben meist auch noch zum Plaudern treffen…

Foto oben: Archiv

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MAINRiedberg in der Zeitung…

Ehrlich gesagt mussten wir uns etwas verwundert die Augen reiben, als am Wochenende die September-Ausgabe von „Die Lokale“, einer Monatszeitung für den Frankfurter Norden, im Briefkasten lag. Neben Nachrichten von Harheim bis Nieder-Eschbach und Bad Homburg war auf Seite 10 ein großer Bericht mit der Überschrift „Hinter den Kulissen des Stadtteilmagazins“ zu lesen – unsere MAINRiedberg-Story. Die 2015 begann und inzwischen so richtig Fahrt aufgenommen hat. Mit drei hochwertigen Print-Ausgaben pro Jahr und 7500 Exemplaren Auflage. Plus immer mehr tagesaktuellen News und Hintergrundberichten auf unserem Web-Portal www.main-riedberg.de

Warum ein Magazin für den Frankfurter Norden ausgerechnet über die MAINRiedberg-Gründerinnen, also vermeintliche Konkurrentinnen, berichtet? Ganz einfach: Weil sich Redaktionsleiter Günther Michels und das MAINRiedberg-Team um Katja Markert und Claudia Detsch schon längst zu schätzen wissen und sich keinesfalls als Konkurrenz betrachten. Und weil die MAINRiedberg-Geschichte einfach verdammt gut ist.

Die fing eigentlich schon kurz nach der Sportplatzeröffnung 2011 an. Immer mehr Menschen zogen in eines der größten Neubaugebiete der Republik. Der Riedberg wuchs zur kleinen Stadt in der Metropole Frankfurt. Alle waren neu hier und „man musste sich zunächst gemeinsam finden“, wie sich Katja erinnert. Ein Sportverein war eine gute Gelegenheit sich kennenzulernen, beruflich wie privat. Schnell stellten wir, Kommunikations-Designerin plus Journalistin, fest, dass wir gemeinsam ein Projekt stemmen und eine große Lücke für künftig mehr als 16.000 Riedbergerinnen und Riedberger aus aller Welt schließen könnten: Ein Informationsmagazin für den Stadtteil. Von Riedbergern, für Riedberger, über Riedberger. Nicht als kreatives Hobby, sondern mit einem journalistischen und betriebswirtschaftlichen Konzept, inklusive Gründung einer Firma.

Die aktuelle Ausgabe von MAINRiedberg erschien vergangene Woche Foto: MAINRiedberg

Jetzt kommt ein kleiner Zeitsprung: In unserer aktuellen 13. Ausgabe, die vergangene Woche erschienen ist, berichten wir natürlich wieder über Menschen, die den Riedberg prägen. Aber auch über Themen wie die steigenden Immobilienpreise und Mieten, die Sorge um den Fortbestand der Kita Sonnenwind und den Einsatz von Jugendlichen für mehr Platz und mehr „Rückzugsorte“. Wir konnten außerdem mit Persönlichkeiten sprechen, deren Bedeutung weit über den Riedberg hinausgeht. Ein Astrophysiker der Uni Frankfurt skizziert den Weg der Wissenschaftler zur mutmaßlich ersten Aufnahme eines Schwarzen Lochs. Die TV-Köchin und frisch gekürte Europaabgeordnete Sarah Wiener erklärt, warum kochen kinderleicht ist und sein sollte.

„Die Lokale“ berichtet auch über Female Future Riedberg

Neben der MAINRiedberg-Story berichtet „Die Lokale“ in der aktuellen Ausgabe auch über die Weiterbildungs-Initiative Female Future Riedberg, die wir gemeinsam mit dem Familienzentrum Billabong ins Leben gerufen haben. Am nächsten Montag, 9. September, um 19 Uhr ist der nächste (interaktive) Info- und Gesprächsabend zum Thema „Website – Gestaltung inhaltlich und rechtlich“. Wo? Im Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Alle 46b. Der Eintritt ist frei.

Foto oben: Die Lokale

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Die schönsten Fotos vom Sommerfest

Woran erkannt man ein gelungenes Sommerfest? Daran, dass vor der Bühne erst die Kleinen, dann die Großen tanzen. Daran, dass schon am frühen Samstagabend alle Nackensteaks weg sind, während es sonst natürlich noch genug zu essen gibt und Wasser plus andere Getränke nachgekauft werden müssen. Und daran, dass auch Tage nach der großen Party die Riedberger darüber sprechen. Das Stadtteil-Sommerfest, wieder organisiert von der IG Riedberg, war ein voller Erfolg. Auch der Plan, erstmalig schon am Freitag mit einer Afterwork Flip-Flop Party ab 17.30 Uhr zu beginnen, lockte viele direkt von der Arbeit zum loungigen Start ins vergangene Wochenende in den Bonifatiuspark.

Schüler erlaufen 2151 Euro für Kinder in Not

Um exakt 12 Uhr begann dann der Samstag mit dem Sponsorenlauf der Grundschulkinder. 74 Schülerinnen und Schüler, aber erstmals auch Lehrerinnen und Lehrer nahmen teil, liefen bei 28 Grad im Schatten Runde um Runde im Bonifatiuspark – und Mamas, Papas, Omas, Opas oder Freunde spendeten pro gelaufener Runde einen bestimmten Betrag für einen guten Zweck. Am Ende strahlten alle: Der Förderverein der Grundschule konnte dank der erlaufenen Spenden exakt 2151,71 Euro an die Initiative „Nest Ooty“ überreichen. Die gemeinnützige Organisation setzt sich für eine bessere Schulbildung und für eine lebenswertere Zukunft der Mädchen und Jungen in Tamilnadu/Südindien ein. Eine Lehrerin der Grundschule Riedberg besuchte die Initiative bereits vor Ort und machte sich selbst ein Bild über das Hilfsprojekt.(www.nest-suedindien.de)

Danach startete das Bühnenprogramm, unter anderem mit den Auftritten der kleinen und großen Eleven des Thom Hecht Ballettförderzentrums und Hip Hop und Breakdance mit dem Riedberger SV.  Top-Act am Abend war das Akustik-Soul-Pop-Duo „Nervling“ aus Hamburg. „Cool und mitreißend“ – so beschreiben Zuhörer im Publikum die Musiker Moira Serfling und Tom Baetzel, die mit akustischem Gitarrenspiel sowie technisch ausgefeilten Rhythmus-Loops immer mehr Fans in der Republik überzeugen.

Zum Schluss rockt Riedberg Underground 

Gegen 22.30 Uhr, etwas später als geplant, ging’s dann noch einmal so richtig los. Die Local Heroes von Riedberg Underground hatten versprochen: „Wir werden wieder alles geben, damit die Menschen vor der Bühne genauso viel Spaß haben wie wir Sechs auf der Bühne!“ Mit Musik von Metallica bis Neil Young, von den Foo Fighters bis zu den Böhsen Onkelz. Diesmal waren auch Green Day und „Everything about You“ von Ugly Kid Joe dabei. Verdammt schade, dass das tolle Sommerfest 2019 dann leider schon Geschichte ist…

Hier unsere schönsten Fotos vom Fest…

Um exakt 12 Uhr begann der Samstag mit dem „Sponsorenlauf“ der Grundschulkinder 
Der Förderverein der Grundschule konnte dank der erlaufenen Spenden exakt 2151,71 Euro an die Initiative „Nest Ooty“ überreichen. Die gemeinnützige Organisation setzt sich für eine bessere Schulbildung und für eine lebenswertere Zukunft der Mädchen und Jungen in Tamilnadu/Südindien ein.
Am Nachmittag tanzten unter anderem wieder die kleinen und großen Eleven des Thom Hecht Ballettförderzentrums. Auch die Mädchen der inklusiven Tanzgruppe waren richtig toll!
Top-Act am Abend war das Akustik-Soul-Pop-Duo „Nervling“ aus Hamburg. Sie rockten Bühne und Publikum…
…bis die sechs Local Heroes von „Riedberg Underground“ mit Musik von Metallica bis Green Day, von den Foo Fighters bis zu Ugly Kid Joe für Stimmung sorgten
Mit Metal-Mähne am Mikro…
… und cooler Sommerfest-Show!

Fotos: MAINRiedberg/ Claudia Detsch

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