Kategorie: Unfall

Schüler verletzt – Zeugen gesucht

Schon zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit ist ein Kind am Riedberg von einem Auto angefahren und verletzt worden. Der zwölfjährige Junge wurde am Oberschenkel erfasst, fiel glücklicherweise nicht hin und hat nur leichte Verletzungen. Fakt ist aber: Der oder die Unfallverursacherin beging Fahrerflucht.

Es ist Montag, circa 14.15 Uhr. Der Schüler will die Marie-Curie-Straße auf Höhe der Kalbacher Höhe überqueren. Er kommt aus Richtung Olof-Palme-Straße, nimmt den Fußgängerüberweg über die Straße. Seinen Angaben zufolge wird er von einem Fahrzeug, das aus der Kalbacher Höhe nach rechts in die Marie-Curie-Straße einbog, gestreift.

Bei dem Auto soll es sich um einen bronzefarbenen Kleinwagen handeln. Die Fahrerin soll blonde Haare haben.

Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem 14. Polizeirevier (069/755-11400) in Verbindung zu setzen.

(Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main)

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Warum bisher NICHTS geschah

Am Montag ist ein Mädchen auf dem Zebrastreifen vor der neuen Grundschule verunglückt. Mit einer Ampel wäre es wohl nie zu dem Unfall gekommen – davon sind Eltern und Elternbeirat überzeugt. Schon seit der Eröffnung der Marie-Curie-Schule hatten sie ein besseres Verkehrskonzept und mehr Sicherheit für die Kinder gefordert. Im März 2015 fand sogar eine „Schulwegsicherheitsbegehung“ mit Ortsbeiräten, den zuständigen Ämtern, Stadtpolizei und Elternvertretern statt. Passiert ist – nichts.

Warum? Zu den Fakten gehört, dass manche Initiative schon im Ortsbeirat verpuffte. Die Parteien blockierten sich gegenseitig. Einen Monat nach dem Termin vor der Schule hatte die SPD im Ortsbeirat einen Antrag gestellt, (trotz der von den Eltern geforderten zwei Ampeln) vorrangig eine Drück-Ampel plus Mittelinsel zu errichten und zwar an dem Überweg direkt vor der Schule. CDU, die Mehrheit der Grünen, Freie Wähler und Linke hatten den Antrag abgelehnt – weil sie „keine neue Entscheidung ohne Elternvertretung und Schulleitung“ treffen wollten. Und die Diskussion drehte sich ohne Ergebnis weiter im Kreis.

Jetzt ist ein zehnjähriges Mädchen von einem Auto erfasst und verletzt worden. Zum großen Glück nicht schwer, wie Elternvertreter inzwischen erfahren haben. Es ist Wahlkampf, heute Abend ist die letzte Sitzung dieser Legislaturperiode. Jetzt gibt es (plötzlich) einen Ampel-Eilantrag. Auch Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU) erklärt nun: „Ich kann mir Tempo 30 in der Graf-von-Stauffenberg-Allee gut vorstellen und auch eine Ampelanlage.“

Die Sitzung findet um 19 Uhr in der alten Turnhalle am Grubweg in Kalbach statt. Die Elternvertreter der Marie-Curie-Schule appellieren an Mütter und Väter am Riedberg: „Bitte unterstützen Sie uns!“

(Text: cd/ Foto: Marco2811)

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Muss erst etwas passieren?

Lesen Sie den bewegenden Brief von Unfallzeugin Viktoria Fiorenza-Heuer:

„Muss denn erst etwas passieren? Scheinbar ja!

Leider musste ich am gestrigen Nachmittag Zeugin eines Verkehrsunfalls in unmittelbarer Nähe der Marie-Curie-Grundschule werden. Ein zehnjähriges Mädchen wurde auf dem Zebrastreifen von einem mir vorausfahrendem Auto erfasst. Das Mädchen wurde verletzt und kam in die Unfallklinik. Noch am Unfallort konnte ich Kontakt zum Vater des Mädchens aufnehmen, um ihn über den Vorfall zu informieren. Solch einen Anruf möchte man niemals bekommen. Leider habe ich bis dato keine näheren Informationen über den Zustand des Mädchens. Ich hoffe inständig, dass es keine schweren, inneren Verletzungen davongetragen hat und es wieder vollständig gesund wird.

Seit der Eröffnung der Grundschule im Herbst 2014 fürchte ich mich genau davor. Immer wieder hat man solch ein Szenario vor Augen. Die sehr breite Straße verleitet leider die meisten Verkehrsteilnehmer zum viel zu schnellen Fahren. Unter den Rasern sind nicht selten große LKWs oder der Linienbus, welche einem noch größere Angst bereiten.

Es erklärt sich mir nicht, warum man nicht ALLES Mögliche zur Verhinderung eines solchen Unfalls tut. Es muss etwas passieren. An der benannten Stelle in Höhe des Lehrerparkplatzes und der neu hinzugekommenen Bushaltestelle ist eine Ampelanlage unumgänglich. Eine Ampelanlage hätte diesen Unfall verhindert! Jeder, der dem nicht zustimmt, nimmt einen weiteren Unfall billigend in Kauf. Die komplette Graf-von-Stauffenberg-Allee muss eine Tempo-30-Zone werden und mindestens in Höhe der Grundschule müssen die Verkehrsteilnehmer zum langsamen Fahren gezwungen werden. Sei es z.B. durch eine Fahrbahnverengung oder einen Mittelstreifen, wie es ihn bei der Grundschule 1 gibt.“

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Hier wird ein Kind verletzt

Es ist Montag, kurz vor 17 Uhr. Es dämmert schon. Ein zehnjähriges Mädchen will die Graf-von-Stauffenberg-Allee überqueren. Am Zebrastreifen, direkt vor der neuen Grundschule. Die Schülerin will schnell zur anderen Straßenseite laufen. Das sieht und berichtet eine Augenzeugin. Doch ein Autofahrer aus Richtung der Rosa-Luxemburg-Straße bemerkt das nicht. Fakt ist: Er bremst (viel) zu spät. Das Mädchen wird vom Auto erfasst. Es blutet, klagt über starke Bauchschmerzen. Polizei und Krankenwagen werden gerufen. Das Kind wird sofort ärztlich erstversorgt und verletzt ins Unfallkrankenhaus gebracht.

„Es ist genau das passiert, was wir schon seit der Eröffnung der Marie-Curie-Schule im Herbst 2014 befürchtet haben“, sagt die Elternbeiratsvorsitzende Barbara Günther fassungslos zu MAINRiedberg. Nur zur Erinnerung: Wiederholt hatte der Elternbeirat bei Straßenverkehrsamt, Stadtschulamt und auch beim Ortsbeirat Verbesserungen in puncto Verkehrssicherheit angemahnt. Im vergangenen Jahr fand sogar ein offizieller Ortstermin mit den Verantwortlichen statt. Geschehen ist – nichts.

Barbara Günther: „Wir sind ernüchtert, da keine der von uns vorgeschlagenen Maßnahmen wenigstens angedacht wurden.“ Die Elternvertreter selbst haben, wie sie betonen, ihre „Hausaufgaben gemacht“. Sie haben die Eltern der Grundschüler wiederholt und jetzt auch aktuell wieder zur Einhaltung der Verkehrsregeln, zu mehr Vorsicht und Rücksicht aufgerufen. Sogar Fahnen wurden aufgestellt, um auf die Schule aufmerksam zu machen.

Eine Tempo-30-Zone entlang der gesamten Graf-von-Stauffenberg-Allee, ein weiterer Zebrastreifen und vor allem jeweils eine Ampelanlage direkt an der Grundschule sowie an der Kreuzung zur Altenhöferallee könnten mehr Sicherheit bieten. Dort jedoch wird der Mittelstreifen demnächst für den Busverkehr verkleinert. Dann wird der Schulweg für viele Kinder noch gefährlicher.

Nur zur Information: Das verletzte Mädchen besucht nicht die Marie-Curie-Schule. Es war Montag, 17 Uhr, vermutlich auf dem Weg zum Sportplatz. Der Unfall aber ist direkt vor der neuen Grundschule geschehen. Deshalb hat sich bereits Rektorin Inken Matzen eingeschaltet. Sie hofft, „dass die Zuständigen jetzt reagieren“. Am kommenden Freitag um 19 Uhr wird der Unfall auch Thema bei der Ortsbeiratssitzung in der Alte Turnhalle, Grubweg 6, in Kalbach sein. Der Elternbeirat appelliert in seinem aktuellen Elternbrief: „Bitte unterstützen Sie uns!“
C. Detsch

Lesen Sie auch den bewegenden Brief einer Augenzeugin und Mutter (siehe nächster Artikel)

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