Kategorie: Schulplätze

IGS startet mit
vier 5. Klassen

Großer Zuspruch für die neue Schule: Die IGS Kalbach-Riedberg ist von vielen Eltern als Erstwunschschule angewählt worden. „Wir freuen uns darüber und können sicher mit vier fünften Klassen im neuen Schuljahr starten“, informiert Dr. Susanne Gölitzer, Konzeptgruppenleitung der IGS, in einem aktuellen Newsletter.

Darum ist die IGS eine „ganz besondere Schule“

Bereits im ersten Gespräch mit MAINRiedberg nannte Gölitzer die Einrichtung, die in einem provisorischen Holzmodulbau in der Carl-Hermann-Rudloff-Allee im Westflügel den Betrieb aufnimmt, eine „ganz besonderen Schule, wie sie meines Wissens in ganz Hessen nicht existiert“. Die Gesamtschule ist als Ganztagsschule mit dem Profil Sprache und Kommunikation und als so genannte „Teamschule“ geplant. Das heißt unter anderem, dass Lehrer rund 100 Schüler über mehrere Jahre begleiten. Möglichst von der 5. bis zur 10. Klasse. Zudem arbeiten immer mehrere Lehrkräfte unterschiedlicher Lehrämter in einem Team zusammen.

Die „Lernfelder“ sind Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie), Gesellschaftslehre (Geschichte, Geographie und Sozialkunde) und Ästhetische Bildung (Kunst, Musik, Darstellendes Spiel und Werken). Als Fremdsprachen werden Englisch, Französisch und Spanisch unterrichtet. Hinzu kommt der Grundpfeiler Projektarbeit und Berufsorientierung. Plus der Ansatz, dass die Kinder lernen sollen, Verantwortung zu übernehmen.

Für den AG-Bereich wurden bereits Kontakt zu einer Musikschule und zu den Sportvereinen aufgenommen. Man hofft, ein abwechslungsreiches Programm zusammenstellen zu können. Die Besonderheit der neuen Schule aber ist, dass sie inklusiv arbeitet, gezielt Kinder mit Sprachheilbedarf aufnimmt und mit Unterstützung von Förderschullehrern unterrichtet.

Die Jugendhilfe unterstützt die Arbeit

Nach den Sommerferien kann die IGS auch mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin der Jugendhilfe rechnen. Es gibt dafür ein eigenes Büro und im Ganztag werden besondere Angebote gemacht werden. Die Jugendhilfe unterstützt die pädagogische Arbeit an der Schule besonders im Bereich des sozialen Lernens und der Inklusion.

Auch das erste Lehrkräfteteam ist nun fast vollständig. Dr. Susanne Glitzer: „Sobald sich die Schulgemeinde im August zusammengefunden hat, werden wir eine Planungsgruppe „Schulentwicklung“ initiieren, in der Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Kooperationspartner und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt und des Staatlichen Schulamtes plus regionale Interessentinnen und Interessenten zusammenarbeiten.“

Das Sekretariat ist schon erreichbar

Bereits am seit 2. Mai ist eine Stelle im Sekretariat besetzt. Das ist bis auf Weiteres telefonisch unter 212-47087/47088 zu erreichen und befindet sich noch übergangsweise im Sekretariat der IGS-West. Denn die Container können voraussichtlich erst in der 20. Woche bezogen werden. Anrufe und Nachfragen sind aber ab sofort schon möglich.

Die Schulleitung möchte auch auf den Eltern- und Kindernachmittag am Donnerstag, den 27.6.2017 hinweisen. Er beginnt um 17 Uhr und findet im Holzbau statt. Herzlich eingeladen sind alle Kinder und Eltern, die an der IGS-Kalbach-Riedberg angenommen sind. Das Team wird ein Angebot für die Schülerinnen und Schüler vorbereiten, während die Konzeptgruppenleitung ein informatives Programm für die Eltern zusammenstellt. Der Förderverein, der Caterer und auch Anbieter im AG-Bereich werden sich vorstellen.

(Informationen: Newsletter IGS Kalbach-Riedberg/ Foto: cd)

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Schulplätze: Das sind die Sorgen der Eltern

Das Problem ist bekannt: Laut Staatlichem Schulamt fehlen 270 Schulplätze an weiterführenden Schulen im Frankfurter Norden. Die Unsicherheit ist groß, die Schulwahl rückt immer näher. Stadt, Schulamt und Vertreter der entsprechenden Ausschüsse und Ortsbeiräte suchten und suchen noch nach Lösungen. Deshalb wenden sich die Elternbeiratsvorsitzenden der beiden Grundschulen am Riedberg mit einem Brief an alle Eltern, um einen Überblick über die aktuellsten Informationen zum Übertritt zu geben.

Barbara Günther, Bettina Grießhammer, Michaela Guccione und Dr. Corinna Ruef bitten in diesem Brief die Eltern aber auch, „aktiv“ ihre Stimme zu nutzen und das Schuldezernat zu kontaktieren – mit realistischen Forderungen: Mit der Bitte, dass Kinder, die keinen Platz an der Wunschschule bekommen, zumindest einer Schule zugeordnet werden. Dann könnte man Fahrgemeinschaften bilden. Ein anderer Punkt wäre die Einrichtung von Schulbussen zum neuen Gymnasium Westhausen. Und der Wunsch, dass die zum Schuljahr 2017/ 2018 geplante Gesamtschule (IGS) am Riedberg mit Oberstufe geplant wird. Derzeit ist das nicht vorgesehen.

Doch zurück zu den Maßnahmen, mit denen die Stadt das Schulproblem in den Griff bekommen möchte:

– Einerseits wird viel Werbung für alle Schulen und alle Schulformen gemacht, anderseits soll das provisorische Gymnasium Nord in Westhausen in diesem Sommer mit 180 Plätzen starten. Als möglicher finaler Standort werden Bonames und Im Hilgenfeld/ Frankfurter Berg genannt. Allerdings: Westhausen ist vom Riedberg per RMV erst in 34 bis 40 Minuten zu erreichen und laut Ortspolitikern stehen selbst hinter dem Provisorium noch dicke Fragezeichen.

– Die Ernst-Reuter-Schule (IGS) am Nordwestzentrum wird verstärkt Kinder mit Gymnasialempfehlung aufnehmen, damit die Klassen mit einer Drittelbelegung besetzt werden können.

– Der Ortsbeirat setzt sich für eine Erweiterung des Gymnasialzweigs an der Otto-Hahn-Schule (Nieder-Eschbach) ein. Die Schulleitung würde das gerne umsetzen. Jetzt muss das Bildungsdezernat entscheiden.

Riedberger Gymnasium nimmt im Sommer wieder 180 Fünftklässler auf

Natürlich nimmt auch das Gymnasium Riedberg im Sommer wieder 180 Fünftklässler auf – doch der Andrang wird erfahrungsgemäß weit größer sein. Auch deshalb raten die Elternbeiräte der Grundschulen, im Wahl-Formular unbedingt Erst- und Zweitwunsch einzutragen und die Tage der offenen Türe an vielen Schulen (siehe www.steb-ffm.de) zu nutzen, um sich selbst ein Bild zu machen. Die Anmeldeformulare müssen bis 5. März an den Grundschulen abgegeben werden. Kinder, die keinen Platz an einer Wunschschule erhalten, werden in einer „Verteilerkonferenz“ einer Schule mit noch freien Plätzen zugewiesen. Zu- und Absagen werden von den Schulen Ende Mai verschickt.

Die Schulproblematik war am Freitag auch Thema im Ortsbeirat. Die SPD wollte beim Magistrat offiziell anfragen, warum das Provisorium im entfernten Westhausen errichtet wird, ob der einst diskutierte und vermeintlich endgültige Standort Am Eschbachtal/ Harheimer Weg (Bonames) noch aktuell ist und wann denn mit der Genehmigung durch das Kultusministerium zu rechnen ist. Schließlich soll das neue Gymnasium schon im Sommer eröffnen. Der Schulantrag fand aber keine Mehrheit.

In der Bürgerfragestunde vor der Sitzung hatte eine Mutter vom Riedberg versucht, auf die Sorgen der Eltern aufmerksam zu machen. Die Elternbeiräte der Grundschulen hoffen jetzt, dass sie mit ihrem Brief umfassend informieren – und mehr Gehör finden.

(Text/ Repro: cd)

Teile diesen Beitrag mit Freunden