Kategorie: Schule

Achtung: Die Schule fällt aus!

Sehr wichtige Nachricht für alle Schüler und Eltern der Marie-Curie-Grundschule: Morgen, Dienstag, fällt der Unterricht in der zweiten Grundschule am Riedberg komplett aus! Der Hintergrund: Die Türen der seit einem Jahr eröffneten Schule stellen laut Schulamt ein Sicherheitsrisiko dar. Denn die Blenden über den Türen könnten herunterfallen und Kinder verletzen. „Dies ist bereits an einer Tür passiert, zum Glück ohne dass jemand zu Schaden kam“, schreibt Schulleiterin Inken Matzen in einer Mail an die Eltern, die erst kurzfristig am Montagabend verschickt werden konnte. „Jetzt hoffen wir nur, dass wir noch möglichst alle Eltern erreichen. Wir können nur alle Eltern bitten, ihre Kinder zuhause zu lassen oder anderweitig zu betreuen. Denn eine Not-Betreuung wird unter diesen Umständen nur sehr begrenzt möglich sein“, informiert die Elternbeiratsvorsitzende Barbara Günther.

Die Elternbeiräte werden am Morgen versuchen, auch noch direkt vor der Schule Eltern und Kinder abzupassen, die absolute Notlage zu erklären und um Mithilfe und Verständnis zu bitten. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Räumen (3 Stück), bei denen man die Risiko-Türen umgehen kann, indem man über den Innenhof oder den Notausgang geht. Nur diese Räume stehen für eine Minimal-Betreuung zur Verfügung. Auch Schulleiterin Matzen appelliert: „Aus diesem Grund bitte ich Sie, wenn es irgendwie möglich ist, Ihr Kind morgen nicht in die Schule zu schicken.“

Schon seit Längerem gibt es Probleme mit einigen Türen, die nicht richtig schließen oder sich nicht gut öffnen lassen. Wie groß das Sicherheitsrisiko bezüglich der Tür-Konstruktionen ist, hat sich allerdings erst im Laufe des Montags herausgestellt. Umgehend sollen jetzt die Türen gesichert werden: zunächst die Türen der Treppenhäuser, dann die Klassenzimmer.

3. und 4. Klassen haben Mittwoch wieder Schule

Es können dann ab Mittwoch alle Dritt- und Viertklässler wieder planmäßig Unterricht haben. Alle Kinder der Flex-Klassen werden am Mittwoch mit der Betreuung einen Ausflug machen, der vom Stadtschulamt organisiert wird. Hierzu wird es morgen genauere Infos geben. Wichtig für alle Eltern von Vorschulkindern: Der Schnuppervormittag am Mittwoch wird und kann stattfinden, da dann die erforderlichen Klassenzimmer wieder genutzt werden dürfen.

Schulleiterin Inken Matzen: „Ab Donnerstag müsste nach aktuellem Stand auch für die Flex-Klassen wieder Unterricht nach Plan möglich sein.“

Dieses Vorgehen hat die Schule erst am Montag mit Vertretern des Stadtschulamtes und der Hessenagentur gemeinsam besprochen und entschieden. Für Rektorin Matzen war es „die einzige Lösung, die ich verantworten kann“. Lehrer und Betreuer werden Kinder, die morgen in die Schule kommen müssen, zuerst in der Sporthalle sammeln, um sich einen Überblick über die Zahl der Kinder zu verschaffen. Denn es gibt derzeit tatsächlich nur die erwähnten drei Räume, wo man sich aufhalten kann. Der letzte Satz der Elterninformation lautet: „Auch für uns ist das eine Situation, die vorher nicht absehbar war und jetzt die Mitarbeit aller braucht.“

Sobald es neue Informationen gibt, wird MAINRiedberg umgehend darüber berichten.

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Initiative für mehr Schulplätze

Wie viele Plätze an weiterführenden Schulen fehlen wirklich? „Mehr als 270 im Frankfurter Norden“, warnen Elternvertreter. Keine mehr – argumentiert das für den Schulentwicklungsplan zuständige Stadtschulamt. Schließlich wächst zum nächsten Schuljahr das Angebot an Gesamtschulen und Gymnasien im Stadtgebiet. Das Landesschulamt, zuständig für Platzvergabe und Verwaltung, hält Distanz zu dieser Debatte, weiß aber um die Brisanz der Thematik. Ein leitender Direktor des Amtes kam kürzlich persönlich zu einem Info-Abend an den Riedberg. Auch im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg heißt es unzweideutig: „Wir wissen, dass die Plätze nicht ausreichen.“ Deshalb hat man – einstimmig – in der jüngsten Sitzung eine Initiative für mehr Schulplätze gestartet. An der Otto-Hahn-Gesamtschule im nahen Nieder-Eschbach sollen in einem „Erweiterungsbau in Containermodulbauweise“ weitere Unterrichtsräume geschaffen werden. Da Erweiterungsflächen bereits ausgewiesen sind, könnte langfristig sogar ein fünfzügiger Ausbau des Gymnasialzweigs erfolgen.

„Die Ortsbeiräte 14 und 15 haben Anträge mit dem gleichen Tenor gestellt“, informiert Ortsvorsteherin Carolin Friedrich. Auch der zuständige Bildungsausschuss habe positiv votiert. Drei Monate hat das Stadtschulamt nun Zeit, darauf zu reagieren.

Apropos Bildung und Betreuung: Ulrike Gauderer von den Grünen hat festgestellt, dass im Grundschulbezirks Riedberg I teils Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren fehlen. Im Bereich der entstehenden „Berghöfe“ in der Konrad-Zuse-Straße liegt der Versorgungsgrad bei nur 19 Prozent – während die Stadt eine Quote von 50 Prozent anstrebt und Mütter wie Väter auf dem Riedberg meist berufstätig sind. Der Ortsbeirat votierte deshalb für eine „Erweiterung der Betreuungsangebote“. Ursprünglich hatte die ABG, die dort Wohnungen baut, eine Einrichtung für Kinder unter drei Jahren geplant. Die Ortspolitiker wollen aber demonstrativ nachhaken, weil sie nicht wissen, ob diese Planungen noch aktuell sind.

Ferner bittet der Ortsbeirat per Antrag, dass der nördliche Fahrradweg entlang der Marie-Curie-Straße repariert werden soll sowie im Bereich der Sportanlage des SC Riedberg mehr Fahrradständer aufgestellt werden.

Mehr Sicherheit für Kinder und Fußgänger

Dann gab es noch eine Tischvorlage zu einem Thema, das viele Eltern betroffen macht: Ende Oktober wurde ein Kind am Kreisverkehr Zur Kalbacher Höhe/ Am Bonifatiusbrunnen angefahren. Der Junge ging gerade über den Zebrastreifen und wurde zum Glück nur leicht verletzt. Bereits bei der letzten Ortsbeiratssitzung wurde beschlossen, dass am Kreisel das Pflaster so verändert werden soll, dass die Autos langsamer fahren müssen. Eigentlich gilt Tempo 30, auch die Zebrastreifen sind deutlich markiert. Doch viele Autofahrer fahren trotzdem viel zu schnell und unachtsam – vielleicht auch, weil die Verkehrsschilder vor dem Kreisel teils überwuchert und nur noch spät zu erkennen sind. Auf einen Antrag der SPD hin wird jetzt die Stadt gebeten, dass Straßenverkehrsamt und/ oder Grünflächenamt die Schilder möglichst bald wieder „besser einsehbar machen“. Zudem soll der Magistrat weitere Maßnahmen zu prüfen, „die geschwindigkeitsreduzierend wirken können“.

(Text/ Foto: cd)

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Wie viele Schulplätze fehlen wirklich?

Montag, 2. November, 19 Uhr. Dieter Sauerhoff vom Landesschulamt ist persönlich mit einem Team aus Schulleitern in die Aula des Gymnasiums Riedberg gekommen, um die Probleme beim Übergang in die weiterführenden Schulen, die Schul-Typen und vor allem das VERÄNDERTE Vergabe-Verfahren zu erläutern. Der diesjährige Vierklässler-Jahrgang ist noch größer als der vorhergehende. In zahlreichen Stadtteilen fehlen mal 60, mal 90 Plätze. Im Norden Frankfurts inklusive Riedberg/ Kalbach sollen 2016 deutlich über 250 Plätze vor allem im gymnasialen Bildungsgang fehlen. Davor warnen Elternvertreter seit Monaten – während die Stadt in einem aktuellen Schreiben argumentiert, dass allein das Gymnasium Riedberg 180 Plätze und damit ausreichend Kapazitäten für rund 150 erwartete Riedberg-Kinder bietet. Der leitende Direktor am Landesschulamt, Dieter Sauerhoff, hielt zu diesen Zahlenspielen gestern Distanz. Er stellte klar, dass er für die Lösung des Problems verantwortlich ist und nicht der Verursacher. Sein Anliegen ist es, dass die Plätze fair auf die Kinder verteilt werden. Sauerhoff bot sogar an, per Telefon und Mail bei Fragen da zu sein. „Das fand ich großartig“, erklärte eine Mutter gegenüber MAINRiedberg, die ansonsten ziemlich ernüchtert den Informationsabend verließ.

Fakt ist: Einige Familien, die im vergangenen Jahr Ablehnungen erhalten haben, hatten Eilanträge vor dem Verwaltungsgericht gestellt und letztlich doch noch Plätze an der Wunschschule erhalten – während knapp 500 Viertklässler im Stadtgebiet das Nachsehen hatten. Auch Kinder vom Riedberg, von denen einige wenige jetzt täglich bis nach Höchst zur Schule pendeln. Ab sofort will das Staatliche Schulamt die Vergabe um die knappen Schulplätze so ändern, dass Klagen oder Unklarheiten bis weit in die Sommerferien hinein ausgeschlossen sind. Die wichtigsten Neuerungen sind:

– Ab sofort können nur noch zwei Wunschschulen gewählt werden, in Form von „Erstwunsch“ und „Zweitwunsch“. Alle Anmeldebögen müssen bis 5. März 2016 in der Grundschule abgegeben werden.

– Diese gehen dann umgehend an die erste Wunschschule. Wenn es mehr Anmeldungen als Plätze gibt, wählt die Schule vorläufig nach ihren eigenen Kriterien aus.

– Weiterleitung der Unterlagen von Schülern, die keinen Platz bekommen haben, an die zweite Wunschschule. Dort ebenfalls Vergabe nach eigenen Kriterien.

– Weiterleitung der Unterlagen derjenigen Schülerinnen und Schüler, die in dieser Schule keinen Platz bekommen, an das Staatliche Schulamt.

– Die Verteilerkonferenz im Mai 2016 verteilt diese Schülerinnen und Schüler auf die noch freien Plätze an Schulen in Frankfurt in ihrem gewünschten Bildungsgang (kein Anspruch auf die Schulform). 
Eine Information der Eltern oder der Grundschule, welche Kinder in die Verteilerkonferenz kommen, erfolgt nicht.

31. Mai 2016: Alle Schulen versenden ihre endgültigen und verbindlichen Zusagen, aber auch Absagen. Die Versendung von Absagen ist erstmalig und muss auch unter der Angabe von Gründen erfolgen.

– Angeblich sollen die weiterführenden Schulen mehrere Grundschulen benennen, die sie grundsätzlich aufnehmen. Damit wird das Kriterium der Wohnortnähe gestärkt. Außerdem muss von der jeweiligen Schulleitung begründet werden, warum ein Kind nicht an der Erstwunsch-Schule aufgenommen wird.

„Ob diese Maßnahmen nun zu mehr Transparenz und Fairness führen, wage ich zu bezweifeln“, erklärte Barbara Günther, Elternbeiratsvorsitzende der Marie-Curie-Schule, ermattet nach einem Abend, der viele Informationen lieferte und sehr engagiert geführt wurde, aber nur wenige Unklarheiten beseitigte. Übrigens waren auch Inken Matzen, Rektorin der zweiten Grundschule, sowie die Klassenlehrerin einer vierten Klasse anwesend. „Keine Frage, sie bekommen ja die Sorgen von uns Eltern hautnah mit“, sagte Barbara Günther dazu nur.

Ein Lichtblick ist für viele Eltern die Tatsache, dass bereits zum nächsten Schuljahr das Angebot in puncto Gymnasien und Integrierter Gesamtschulen (IGS) im Stadtgebiet wächst. In einer Containeranlage am Friedhof Westhausen soll ein neues Gymnasium eröffnet werden, das seinen endgültigen Standort im Norden, möglicherweise im Neubaugebiet Bonames-Ost bekommt. Im Süden gibt es eine neue IGS. Für Riedberger interessanter dürfte aber sein, dass Gymnasiasten, die derzeit noch nach Höchst fahren müssen, ab 2018 in einen Neubau am Rand des Campus Westend ziehen. Die Schule soll einen geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt bekommen und eventuell nach der Philosophin Hannah Arendt benannt werden. Bis 2019 soll ein weiteres Gymnasium in Nied eröffnen. Zudem möchte der Ortsbeirat erreichen, dass schon zum nächsten Sommer mehr Gymnasial-Plätze an der Otto-Hahn-Gesamtschule (Nieder-Eschbach) geschaffen werden.

Die Stadt geht davon aus, dass sich mit dem Bau einer geplanten Integrierten Gesamtschule (IGS) am Riedberg die „Übergangsquote mit hoher Wahrscheinlichkeit verschieben wird“. In Richtung IGS. Allerdings ist diese neue Gesamtschule OHNE Oberstufe geplant, was Elternvertreter seit Anfang an bemängeln. Denn Tatsache ist auch: Auch beim Übergang Richtung Oberstufe gibt es im Norden Frankfurts einen Mangel an Schulplätzen. Das bestätigte auch Dieter Sauerhoff vom Landesschulamt. „Das sind leider alles die Punkte, weswegen wir uns seit Monaten einsetzen“, erklärte eine Riedberger Elternvertreterin am Rande der Info-Veranstaltung. Es gibt im Prinzip auch einen Dialog mit dem Stadtschulamt, das ja für die Schaffung von Schulplätzen zuständig ist. Dieser Dialog verläuft aber reichlich schleppend.

Die Präsentation der geänderten Schulplatz-Vergabe ist voraussichtlich ab morgen unter www.schulamt-frankfurt.hessen.de zu finden. Dort sind auch die neuen Formulare und Termine einsehbar.

(Zusammenfassung: cd/ Foto: Fotolia)

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