Kategorie: RiedbergNEWS

Freude und Frust über den Starkregen

Der Riedberg hatte das größte Planschbecken Frankfurts – zumindest einen sonnigen Samstag lang. Aber während die Kleinen das begeistert ausnutzten, richtete der Starkregen der vergangenen Tage andernorts große Schäden an. Die Feuerwehr Frankfurt hatte mehr als 200 Einsätze.

„Das ist doch eine gute Idee vom Grünflächenamt, bei diesem Wetter das Becken zu fluten. Fehlt nur noch ein Foodtruck und der Bademeister“, schreibt uns ein MAINRiedberg-Leser. Und tatsächlich: Während am Samstag viele noch im Riedbergzentrum ihre Wochenendeinkäufe erledigen, hat sich das große Regenrückhaltebecken im Kätcheslachpark in eine Wasserlandschaft verwandelt. Oder besser gesagt: in ein riesengroßes Planschbecken. Mit einer grünen Insel in der Mitte und Steinstufen am Rand, wo nicht nur Mamas und Papas entspannen können. Während die Kinder durchs knietiefe Wasser laufen. Wie der siebenjährige Paul und sein Bruder Jona (4) auf dem Bild oben, die jede Menge Spaß hatten.

„Wenn dieser tolle Stadtteil tatsächlich noch ein Schwimmbad hätte, wäre es hier perfekt“, sagt uns ein Spaziergänger mit Blick auf den neuen „Riedberg-See“. der war übrigens am Sonntag schon wieder verschwunden.

Frankfurter Feuerwehr im Dauereinsatz

Im Gegensatz zu den großen Schäden, die die Unwetter der vergangenen Tage im Rhein-Main-Gebiet und in Osthessen leider verursacht haben. Allein die Feuerwehr Frankfurt seit Donnerstagabend rund 200 Einsätze.

Es begann schon nach dem Gewitter und Starkregen an Fronleichnam. Donnerstag gegen 19.30 Uhr wurden der Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt in kürzester Zeit 85 Einsatzstellen gemeldet. Bei diesen handelte es sich größtenteils um vollgelaufenen Keller, vereinzelt wurden auch umgestürzte Bäume, abgerissenen Äste oder überflutete Unterführungen und Straßen gemeldet.

Die Einsätze wurden durch eine Vielzahl von alarmierten Freiwilligen Feuerwehrkräften, der DLRG Frankfurt und der Berufsfeuerwehr bis in die späten Abendstunden abgearbeitet. Betroffen waren vor allem die Stadtteile Niederrad, Sachsenhausen, Innenstadt und der Gallus.

Im Laufe des Freitags wurden noch rund 20 Einsätze durch den Regen vom Vortag gemeldet. Gegen 16 Uhr kam es wieder zu einem kleineren Gewitter über Frankfurt, infolge dessen wurden nochmals zehn unwetterbedingte Einsätze der Leitstelle der Feuerwehr gemeldet. Auch hier handelte es sich vor allem um vollgelaufene Keller.

Nochmals 90 Einsätze am Samstag

Am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr kam es erneut zu einem größeren Gewitter mit Starkregen. Bis 18 Uhr wurden der Feuerwehr 90 Einsatzstellen gemeldet. Auch bei diesen handelte es sich um vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume/abgerissenen Äste und überflutete Straßen. Ebenfalls an diesem Tag wurde ein Großteil der Freiwilligen Frankfurter Feuerwehren alarmiert, die zusammen mit der Berufsfeuerwehr und der DLRG Frankfurt die Einsatzstellen anfuhren. Besonders betroffen waren die Stadtteile Sindlingen, Zeilsheim, Sachsenhausen, Niederrad und Teile der Innenstadt. Über Verletzungen von Personen ist nichts bekannt.

Foto: MAINRiedberg

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Jetzt ist wieder täglich Schule

Nach sechs Monaten Ausnahmezustand kehrt auch für die älteren Schüler ab der 7. Klasse endlich mehr Normalität zurück. Sie haben ab heute wieder täglich Schule. Auch Kitas und Horte in Frankfurt wechseln in den Regelbetrieb.

Aufgrund weiter sinkender Infektionszahlen in Frankfurt wechseln die Frankfurter Betreuungseinrichtungen ab heute, 7. Juni, in den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber gab dies vorab in einem Schreiben an die Eltern bekannt und zeigte sich erfreut über diese Entwicklung: „Familien und Kinder haben lange auf diesen Schritt warten müssen. Die reduzierten Öffnungszeiten waren ein notwendiges Mittel, um das Pandemiegeschehen zu entschleunigen und dennoch Bildungs- und Betreuungsangebote zur Verfügung stellen zu können. Diese Zeit hat den Eltern viel abverlangt und darum freue ich mich umso mehr, dass unsere Einrichtungen nun wieder öffnen.“

Hygiene-Regeln gelten weiter

Soweit es die Gegebenheiten in den Einrichtungen zulassen, können die gewohnten Öffnungszeiten unter Beachtung der gültigen Hygieneverordnung angeboten werden. Zusammen mit den Trägern der Betreuungseinrichtungen, dem Gesundheitsamt und dem Stadtschulamt habe man sich auf diesen Öffnungsschritt verständigt.

Abweichungen und Einschränkungen der regulären Öffnungszeiten könne es geben, wenn nicht ausreichend Personal oder Räume vorhanden seien. In diesen Fällen seien auch weiterhin angepasste Öffnungszeiten notwendig, um die gute Betreuung der Kinder zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen. Die Einrichtungen entscheiden so im Rahmen ihrer Gegebenheiten vor Ort über die Ausgestaltung und schrittweise Öffnung der Betreuung bis zu den Sommerferien. Prinzipiell gelte aber, dass die Sieben-Stunden-Regelung aufgehoben sei und wann immer möglich wieder die regulären Öffnungszeiten angeboten werden sollen.

„Ich möchte mich bei den Frankfurter Familien für die Geduld, das Durchhalten und vor allem die Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten bedanken. Bedanken möchte ich mich aber auch bei den Fachkräften in den Einrichtungen und bei allen anderen Mitarbeitenden, die seit der Pandemie einen so engagierten Beitrag zur Aufrechterhaltung unseres gesellschaftlichen Lebens leisten“, sagte die Dezernentin.

Foto: Element5 Digital /  Unsplash

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Betrunkener will über die Autobahn

Das war definitiv keine gute Idee: Ein stark alkoholisierter Mann wollte heute Nacht die A 661 überqueren und widersetzte sich dann auch noch der Polizei.

Einer Funkstreifenbesatzung des 14. Polizeireviers fiel heute Nacht gegen 0.10 Uhr im Bereich der Straße Am Martinszehnten in Kalbach ein Mann auf, der offenbar die Autobahn 661 zu Fuß überqueren wollte.

Wie sich dann herausstellte, war er stark alkoholisiert, 38 Jahre alt und kam aus Neu-Isenburg. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,5 Promille. Der Betrunkene wollte aber auch dann immer noch auf die Autobahn gehen. „Da wurde ihm gegenüber die Ingewahrsamnahme zum Zwecke der Ausnüchterung angeordnet“, heißt es bei  der Polizei.

Als er sich immer noch weigerte, in den Funkwagen einzusteigen und zurücklief, musste der Mann zu Boden gebracht werden, wogegen er heftigen Widerstand leistete und die Beamten außerdem noch beleidigte. Die Polizisten blieben unverletzt und konnten anschließend ihren Dienst fortsetzen.

Handy-Dieb an der U-Bahnstation

Fieser Trick: Bereits Montagabend hatten zwei Männer einer 16-Jährigen an der U-Bahn Kalbach ein Handy aus der Hosentasche geklaut.

Gegen 19 Uhr stieg das Mädchen an der Haltestelle „Kalbach“ in die Linie U9 ein. Dabei bemerkte sie, wie ihr ein Jugendlicher ans Gesäß fasste. Kurz darauf sah sie, wie dieser augenscheinlich etwas an einen anderen Mann, der gerade aus der Bahn ausstieg, übergab. Erst später realisierte sie, dass ihr hochwertiges Smartphone verschwunden war. Sie hatte es vorher in ihrer hinteren Hosentasche.

Foto: Maximilian Scheffler / Unsplash

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Hier wird ein Bienenvolk gerettet!

Mit Schutzkleidung, viel Erfahrung, Humor und etwas Wasser retten die Hobby-Imker Holmer Drews und Matthias Adler einen Bienenschwarm am Riedberg. MAINRiedberg hat die Bienenfreunde begleitet.

Es sieht nur wie eine kleine schwarze Wolke in einem Ahornbaum aus, unmittelbar neben dem Kätcheslachpark. Wer aber genauer hinsieht, wird in dieser Wolke beinahe unzählige schwarze Punkte bemerken. Bienen, die dicht an dicht an einem Ast hängen. Ihr Summen ist nicht zu überhören. „Das dürften hier ein paar Tausend Bienen sein. Dass ein Schwarm plötzlich auszieht und sich irgendwo niederlässt, ist um diese Jahreszeit nichts Ungewöhnliches“, erklärt Holmer Drews.

Hobby-Imker Matthias Adler versucht den Schwarm mit einem Plastikbehälter einzufangen…

… während um ihn herum Hunderte Bienen fliegen Fotos: MAINRiedberg

Er spricht von einem „normalem Teilverhalten“. Wenn es den Bienen an ihrem normalen Standort, beispielsweise in einem Bienenhaus, so gut geht, dass sie eine neue Prinzessin produzieren können, schwärmt die alte Königin mit ihrem Hofstaat aus. „Das sieht gefährlicher aus, als es ist“, so der passionierte Imker. Wenn die Insekten uns Menschen oder wenn wir Menschen ihnen dann aber zu nahe kommen, könnte es gefährlich werden. Deshalb waren Holmer Drews und Matthias Adler vom Verein Bee Friends Frankfurt auch an einem Feiertag sofort bereit dazu, die Bienen zu retten.  

Es klappt mit zwei Versuchen

Sie haben einen Bienenkasten mitgebracht. Dazu eine einfache große Plastikbox und einen Wassersprüher. „Die Wasserwolke wird die Bienen ein bisschen beruhigen“, sagen die Experten. Während Holmer vom Boden aus die Lage sondiert, steigt Matthias auf die Leiter, die etwas schief an dem noch jungen Baum lehnt. Dann muss alles schnell gehen. Erst kommt etwas Wasser, dann schlägt Matthias Adler auf den Ast, an dem die Bienen dicht an dicht hängen. Gleichzeitig hält er den großen Plastikbehälter darunter, um die Bienen einzufangen. Und lässt diesen Sekunden später in die Arme von Holmer Drews fallen. Der geht nur wenige Schritte zum Bienenkasten, öffnet die Holzklappe, versucht die Bienen hineinzulocken, verschließt den Kasten wieder.

Währenddessen schwirren um den Baum herum und auch um die Gesichter der Imker immer noch Hunderte Bienen hektisch umher. Die beiden lassen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Versuch 1 war schon ziemlich geglückt. „Trick 17 ist es aber, die Königin einzufangen. Dann zieht der ganze Hofstaat nach.“

„So Mädels, hier könnt ihr einziehen“

Also steigt Matthias Adler nochmals auf die Leiter. Im zweiten Versuch klappt die Rettungsaktion so gut, dass Holmer Drews beim Öffnen des Bienenkastens zufrieden sagt: „So Mädels, hier könnt ihr einziehen!“

„Trick 17 ist es, die Königin einzufangen. Dann zieht der ganze Hofstaat nach“, sagt Holmer Drews. Foto: MAINRiedberg

Der Arzt und Bienenfreund spricht noch „ein Lob auf den Radfahrer“ aus, der die Bee Friends verständigt hatte. In den nächsten Tagen wird dann ein neuer Standort für die Bienen gesucht. 

Der Verein hat unter der Telefonnummer 0162-155 7312 eine „Schwarmhotline“ eingerichtet.

Unter dieser Nummer kann man uns Bienenschwärme melden. Sofern es möglich ist, werden wir versuchen, den Schwarm zu fangen und die Bienen zu retten“, erklärt Drews. Ein wichtiger Zusatz: Bei der Hotline geht es nur um Bienenschwärme und nicht um Fragen zu Bienen oder bienenähnliche Insekten. Dafür ist das Umwelttelefon der Stadt Frankfurt unter 069/ 212 39 100 die richtige Anlaufstelle.

Weitere Informationen zu den Riedberger Bienenfreunden im Internet unter bee-friends.org

Foto: MAINRiedberg Magazin

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WLAN-Probleme am Riedberg

Kein Anschluss unter diesem WLAN: Die Telekom spricht von einer „größeren Störung“ im Norden des Riedbergs. Zahlreiche Haushalte sind betroffen. Ursache sind offenbar Probleme an den Verteilerkästen.

Plötzlich geht nichts mehr. Der Server kann nicht mehr gefunden werden und trotz der drei Balken im WLAN-Fenster geht keine einzige Mail mehr raus oder im virtuellen Briefkasten ein. Riedberger berichten, dass es bereits seit heute Morgen diese Probleme gibt und sie nur sehr eingeschränkt im Homeoffice arbeiten können. Eine Nachfrage bei der Hotline der Telekom ergibt, dass es sich um eine „größere Störung“ handeln soll. Eine weitere Auskunft: Die Entstörung sei eingeleitet, die Probleme können aber voraussichtlich erst bis morgen circa 11 Uhr behoben werden!

DSLAMs sind offenbar defekt

Ursache ist offenbar ein technischer Defekt bei einem oder mehreren Verteilerkästen. Konkret: Bei den so genannten DSLAMs (Digital Subscriber Line Access Multiplexer). Sendet ein DSL-Teilnehmer digitale Daten, überträgt sein Computer oder sein Netzwerk diese über das Modem zur Vermittlungsstelle des Internet Service Providers (ISP). Der DSLAM empfängt diese Daten und führt sie mit den digitalen Datenströmen, die von anderen Internet-Teilnehmern in der Region kommen, auf eine Hochgeschwindigkeitsleitung zusammen.

Anders ausgedrückt: DSLAMs sammeln vor Ort den Datenverkehr der Teilnehmer und leiten ihn an den Endpunkt der Verbindungen weiter. Oft werden DSLAMs in den grauen Verteilerkästen am Straßenrand installiert. Das hat den Vorteil, dass durch die sehr kurzen Kupferleitungen zwischen DSLAM und Teilnehmer sehr hohe Bandbreiten und damit das schnelle Arbeiten im Internet möglich werden. Das funktioniert allerdings nur, wenn keine dieser wichtigen Schnittstellen defekt ist. 

Foto: Archiv

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Ab Montag gibt’s endlich wieder Bade-Spaß!

Die niedrige Corona-Inzidenz macht’s möglich: Am Montag kann endlich die Saison in den Frankfurter Freibädern starten. Auch im frisch sanierten Freibad Nieder-Eschbach und in Eschersheim.

Mit den nächsten Lockerungen kommt zum Glück auch der Bade-Spaß zurück: Am Montag um 10 Uhr wird in Nieder-Eschbach die Freibadsaison 2021 eröffnet. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten konnten pünktlich abgeschlossen werden. Alleine 3,4 Millionen Euro hat die Stadt hier in den Neubau des Hauptbeckens investiert, insgesamt rund 40 Millionen sind in den nächsten Jahren für das Sanierungsprogramm in die bereits bestehenden 13 Bäder und für zwei neue Hallenbäder eingeplant.

Geöffnet werden das Silobad, Brentanobad, Freibad Hausen, Freibad Eschersheim, Freibad Nieder-Eschbach, Freibad Riedbad Bergen-Enkheim und das Stadionbad.

Wie im vergangenen Jahr geht es mit dem schrittweisen Öffnungs- und Hygienekonzept los. Alle Gäste müssen fürs Freibadvergnügen die bekannten Verhaltensregeln unter Pandemiebedingungen einhalten: Mundschutz beim Einlass tragen, Abstände einhalten, Hände waschen. In den Bädern sind genaue Informationen ausgeschildert. Von 14 bis 15 Uhr werden die Freibäder für Desinfektions- und Reinigungsmaßnahmen geschlossen.

Heute startet der Verkauf der e-Tickets

Der Verkauf der E-Tickets für die zwei Zeitfenster vormittags und nachmittags soll bereits am heutigen Mittwoch bei Frankfurt Ticket RheinMain  beginnen – allerdings war dies bis zur Fertigstellung dieses MNAINRiedberg-Beitrags noch nicht möglich.

Alternativ können Gäste die Vorteilskarte der Frankfurter Bäder an den Kassen kaufen und mit ihren Kontaktdaten personalisieren. Damit erhalten Gäste Einlass ohne vorherige Buchung der E-Tickets.

Auch die Kursangebote der Frankfurter Bäder sollen bald wieder an den Start gehen. Aktuell laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der genaue Starttermin der Kurse wird so schnell wie möglich auf der Homepage der Frankfurter Bäder veröffentlicht.

Ausführliche Informationen zu Einlassbedingungen und Ticketverkauf sind auf der Homepage der Frankfurter Bäder unter http://www.frankfurter-baeder.de veröffentlicht.

Foto: Archiv

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Von Äppelwoi-Kneipe bis Imbiss: Immer mehr Gastronomen öffnen draußen

Endlich wieder essen, plaudern und genießen: Mit neuer Markise, sogar mit einem Testcenter und mit der Hoffnung auf mehr Sonne und eine weiter fallende Inzidenz öffnen immer mehr Gastronomen in Riedberg und Umgebung die Außenbereiche.

Als es am Pfingstmontag erstmals wieder erlaubt war, öffneten die ersten Restaurants rund um den Riedbergplatz, beispielsweise das Café  Karrys & Barrys und das zentrale Park Avenue. Andere, wie das House of Waffles in der Altenhöferallee oder die Traditionsgaststätte Zum Lahmen Esel in Niederursel  blieben wegen der hohen Corona-Auflagen noch bei To-go-Betrieb. Und auch wegen des anhaltend schlechten Wetters.

Bereits im Vorfeld hatte Gastronom Thomas Metzmacher erklärt: „Ich habe 200 Sitzplätze draußen. Wo sollen die Gäste hin, wenn ein Regenguss kommt? Der Gast, der gerade sein Schnitzel bekommen hat, wird es nicht bezahlen. Zusätzlich soll ich noch einen Test unter medizinischer Aufsicht vornehmen und weitere Auflagen erfüllen. Wenn ich das durchkalkuliere, kostet das Schnitzel 35 Euro. Es ist eine gute Idee, die Außengastronomie zu öffnen. Aber es ist noch mit vielen ungelösten Problemen behaftet.“

Testcenter im Restaurant, Markise gegen Regen

Jetzt aber heißt es: „Auf Regen folgt Sonnenschein und deshalb öffnet der Lahme Esel am Mittwoch, den 2. Juni, ab 11.30 Uhr wieder. Auf jeden Fall unseren Garten und, mit ein bisschen Glück und weiter sinkenden Inzidenzen, sogar auch Innen.“

Kaum eine Branche ist von der Corona-Krise so gebeutelt ist wie die Gastronomie. Trotz allem versuchen viele Betriebe immer wieder, kreativ auf die sich ständig verändernde Lage zu reagieren. Beispiel 1: Im Park Avenue gibt es mittlerweile ein kleines Testzentrum, das nicht nur Gäste des Lokals, sondern jeder nutzen kann. Beispiel 2: Wenige Minuten entfernt, im kebabiss  in der Altenhöferallee, setzt Inhaberin Nevin Örtülü auf eine neue Markise, um auch gegen Regenschauer gewappnet zu sein. Die Markise muss erst noch angebracht werden, die Terrasse ist aber schon geöffnet. Zum Glück kommt ja die Sonne langsam in Fahrt…

Foto oben: Zum Lahmen Esel, privat, Archiv, Dennis Schmidt / Unsplash

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Schnelltest-drive-in jetzt bei IKEA

Ab ins Auto und hin zur Teststation: Rund um Riedberg und Kalbach gibt es inzwischen  immer mehr Möglichkeiten für kostenlose Bürgertests – neuerdings auch auf dem Parkplatz bei IKEA in Nieder-Eschbach. Bequem als Drive-in.

Als das Testcenter in der Züricher Straße vergangene Woche öffnete, brauchte man auch noch einen negativen Test fürs Shoppen. Was die Kooperation von IKEA und Test-Anbieter Preventim auch hier in Frankfurt sicher beflügelte. Inzwischen liegt die Main-Metropole schon mehr als fünf Tage unter 100 „und die Kunden dürfen auch ohne Test zu uns zum Einkaufen kommen“, wie IKEA-Sprecherin Theresa Nonn erklärt.

1000 Tests pro Tag möglich

Doch die neue Test-Infrastruktur bleibt selbstverständlich bestehen. Mit Online-Anmeldung, volldigitaler Abwicklung per App, mit einem Ergebnis nach etwa 15 Minuten – und damit einer geringen Wartezeit. Egal, ob man den Test zur Sicherheit machen möchte, für Beruf oder Friseur oder für den langersehnten Besuch im Lieblingscafé oder Restaurant benötigt. Denn dort können bekanntlich seit Pfingstmontag die Außenbereiche geöffnet werden. Allerdings nur für Geimpfte, Genesene und alle mit zertifizierten Test.

Das sind die Öffnungszeiten

Alle Bürger haben von Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr die Möglichkeit, sich kostenlos testen zu lassen. Die Preventim-Mitarbeiter sind vom DRK geschult und nehmen die Tests auf dem Außengelände des Frankfurter Einrichtungshauses vor.

Weitere Informationen unter www.kalbach-testet.de 

Foto: CDC / Unsplash.com

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Bye, bye Plastikmüll! Frankfurter Essens-App startet Mehrwegsystem

Essen mit gutem Gewissen: Zumindest in Frankfurt und Umgebung könnten sich demnächst weniger Einweggeschirr und Wegwerfprodukte stapeln. Denn die Gründer der Bestell-App „Julienne“ setzen auf ein neues digitales Mehrwegsystem.

Der Riedberger IT-Unternehmensberater Maxim Beizerov sowie die Düsseldorfer Management-Experten Eugen Beizerov und Rolf Reinecke erklären: „Wir bieten BPA-freie Mehrwegschalen in zunächst drei verschiedenen Größen an. Diese Schalen sind nicht nur wertig, sondern auch auslaufsicher und halten das Essen länger warm.“ Bisher einmalig ist, dass die Nutzung sowohl für Kunden als auch für die Restaurants pfandfrei und kostenlos ist.

„Julienne“ erfüllt damit bereits heute die künftigen gesetzlichen Anforderungen. Von den EU-Mitgliedsstaaten wurde beschlossen, Einwegkunststoffe ab Juli 2021 schrittweise zu verbieten. Die Verordnung betrifft zunächst Wegwerfprodukte wie Einwegbesteck und -teller aus Plastik sowie Behälter aus Styropor. Eine weitere Verschärfung kommt in naher Zukunft: Restaurants, die Essen „to go“ verkaufen, sind ab 2023 verpflichtet, ihre Produkte auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Das Kalkül der App-Gründer: Die Mehrwegvariante darf dabei nicht teurer sein als das Produkt in der Einwegverpackung – oder eben gar nichts kosten. Eine echte Unterstützung für Gastronomen, die durch die Pandemie schon gebeutelt wurden.

Hinzu kommt: „Das Thema Plastikmüll hat durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen nochmal an Wichtigkeit gewonnen“, heißt es bei Julienne. Durch das Außer-Haus-Geschäft ist deutlich mehr Müll entstanden. In der App kann man deshalb ab Mitte Mai frei von Plastikmüll bestellen. Wenn nicht anders gewünscht, gibt’s das Essen komplett ohne Einwegbesteck und Plastik-Verpackungen. Serviert in schönen, schwarzen Mehrwegschalen. Selbstverständlich auch bei den teilnehmenden Restaurants und Cafés am Riedberg.

So funktioniert das Mehrwegsystem

Maxim Beizerov von „Julienne“ erklärt: „Man kann das Essen wie gewohnt mit unserer App bestellen und es wird pfandfrei und ohne zusätzliche Kosten in Mehrweg-Schalen verpackt.“ Dann einfach abholen oder liefern lassen. Und bon Appétit! Wichtiges Detail: Die Schalen werden per QR-Code registriert. Denn sie müssen innerhalb von 14 Tagen bei einem der teilnehmenden Restaurants abgegeben werden. Danach werden die Schalen fachgerecht gereinigt und zurück in den Kreislauf gegeben.

Julienne-Partner in Riedberg & Umgebung: Zum Lahmen Esel/ Niederursel, Sandys/ Riedberg, Karrys & Barrys/ Riedberg, LabRestaurant im FIZ/ Riedberg, House of Waffles/Riedberg, Pizzeria da Amo/ Niederursel, Pizzeria Pisa/ Niederursel.

Foto: Julienne

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Spielplatz wegen giftigem Eichenprozessionsspinner gesperrt

An Eichen auf dem Spielplatz in der Walter-Gropius-Straße am Riedberg wurden Raupen des giftigen Eichenprozessionsspinners entdeckt. Der Spielplatz bleibt vorerst geschlossen.

Durch den Klimawandel breitet sich der wärmeliebende Eichenprozessionsspinner in Deutschland immer weiter aus. In Frankfurt und in der Rhein-Main-Region sind er und seine Nester seit vielen Jahren ein Problem. Der Kontakt mit den feinen Brennhaaren der grauen Raupen kann Hautausschläge hervorrufen.

Auch die Atemwege können gereizt werden und im Extremfall zum allergischen Schock führen. Sogar das Berühren von Nestern der Eichenprozessionsspinner ist gefährlich: Auch nach Verpuppung der Larven bleiben die giftigen Brennhaare dort und können bei Kontakt weiter Reizungen verursachen.

Grünflächenamt mahnt zur Vorsicht

Das Grünflächenamt warnt ausdrücklich davor, die Tiere oder ihre Nester selbst zu entfernen. Sobald die Raupen Nester gebaut haben, erfolgt die Absaugung durch eine Fachfirma, heißt es in einer Mitteilung.

Bei Fragen steht den Bürgerinnen und Bürgern die Hotline des Grünflächenamtes unter Telefon 069/212-30991 zur Verfügung.

Unter https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/publikationen/gruenflaechenamt/musterseite_publikation gibt es einen Flyer zum Eichenprozessionsspinner. Er enthält alles Wissenswerte über die Lebensweise des Insektes und den Umgang mit ihm.

Foto: MAINRiedberg

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