Kategorie: RiedbergNEWS

Riedberg bekommt den 10-Minuten-Takt

Besserer Anschluss für den Riedberg Richtung Innenstadt: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember fährt die U8 in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt, Ortspolitiker sprechen von einem „Quantensprung“ für den Stadtteil. Auch an den Wochenenden sind deutlich mehr U-Bahnen geplant. 

Im Parlament-Informations-System (PARLIS) der Stadt Frankfurt finden sich zwei Vorlagen des Magistrats, die sich mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 befassen – und wo etwas versteckt auf Seite 4 folgende gute Nachrichten für den Riedberg zu lesen sind: Auf der so genannten „Stadtbahnstrecke A“ soll die U-Bahn-Linie U8 in der Hauptverkehrszeit im 10- statt wie bisher nur im 15-Minuten-Takt fahren. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen wechselt die U8 schon ab 7:00 Uhr bzw. ab 9:00 Uhr vom 30- auf 15-Minuten-Takt. In den Wochenendnächten wird sie außerdem zwischen „Südbahnhof“ und „Heddernheim“ auf einen 15-Minuten-Takt verstärkt.

Mehr Platz in der U9

Auf der U9 bekommt montags bis freitags in der morgendlichen Hauptverkehrszeit auch der letzte Umlauf einen zweiten Wagen angehängt. Bisher verkehrten drei der vier Umläufe mit Zwei-Wagen-Zügen – es wird also endlich mehr Platz in der U9 für die steigende Zahl der Fahrgäste geben.

Zudem will die städtische Nahverkehrorganisation Traffiq ein 24-Stunden-Netz aus Metrobuslinien einführen. Dafür wird das Nachtnetz komplett umgekrempelt. Die meisten bisherigen Nachtbusse werden ersetzt durch die neuen Metrobuslinien sowie neue Nachtbusse, die direkt entlang der Bahn- und Straßenbahnlinien verkehren und deren Nummern tragen – unter durch Riedberg und Kalbach fährt dann ab Mitte Dezember die Linie „N8“.

Jetzt muss nur noch das Stadtparlament den Vorlagen des Magistrats zustimmen. 

Foto: MAINRiedberg

Kulinarische Reise mit der IG Riedberg

Ein heißer Cappuccino in Italien, leckere Tapas in Spanien oder bunte Feste in Mexiko – kleine Traumreisen die Sie alle in diesen Sommer unternehmen können – ohne den Riedberg zu verlassen! 

Die IG Riedberg veranstaltet ab Juli ein Mal im Monat Events, die kulinarische Genüsse mit kulturellem Programm verbinden, bei schönem Wetter selbstverständlich „Open Air!“

„Freuen Sie Sich auf ein tolles Programm und bezaubernde Abende, die sich wie kleine Fluchten aus dem Alltag anfühlen“, heißt es in der Ankündigung.

Los geht’s mit Norwegen, Lesung inklusive

Unberührte Natur, frische klare Luft und kristallklares Wasser – steigen Sie in die U-Bahn oder auf Ihr Fahrrad und kommen Sie mit, die erste Reise geht nach Norwegen. „An diesem Abend wollen wir Sie kulinarisch mit vor Ort geräuchertem frischem Lachs verwöhnen.“ Dazu wird Brot und ein norwegischer Gurkensalat gereicht.

Als kulturelles Rahmenprogramm wird die Medienwissenschaftlerin Monika Nowicka Passagen aus dem Buch „Kieloben“ von Karin Nohr lesen. In dem Buch ist die Liebe der Autorin zu Norwegen – wo Sie lange gelebt hat – spürbar. Der Roman erzählt eine deutsch-norwegische Familiengeschichte, voller Geheimnisse, einfühlsam und spannend. Die Protagonistin verbringt Ihren Urlaub auf einer einsamen norwegischen Schäreninsel der gleichzeitig zu einer Seelenreise wird. Eine tolle Sommerlektüre, die auch vor Ort gekauft werden kann.

Die Organisatoren raten: „Wenn Ihre Freunde Sie fragen, was Sie nächstes Wochenende vorhaben, antworten Sie – da bin ich mal kurz in Norwegen…“

NORWEGEN-Abend der IG Riedberg am Sonntag, 5. Juli, von 18 bis 22 Uhr. Wo? Jugendhaus Riedberg/ Stadtteiltreff Dessauer, Friedrich-Dessauer-Str. 4 -6. Eintritt: 15 Euro, inklusive Lachs, Salat und Brot, Getränke können vor Ort gekauft werden. Bitte anmelden unter kontakt@ig-riedberg.de !

Wegen begrenzter Personenzahl bitte vorher unbedingt anmelden und den Teilnahmebeitrag nach der Anmeldebestätigung bis spätestens 1. Juli 2020 überweisen. Die genauen Hygieneauflagen werden in der Anmeldebestätigung mitgeteilt.

Weitere Informationen unter ig-riedberg.de

Foto: IG Riedberg

Fußball-Camp in den Sommerferien

Dank der neuen Corona-Vorgaben ist es für den SC Riedberg doch möglich, in der 1. und 6. Woche der Sommerferien Fußball-Camps für Kinder anzubieten. Das Camp wird von der „Internationalen Fussballakademie Frankfurt“ durchgeführt.

„Für das Camp in der 1. Ferienwoche könnt ihr euch ganz normal über das Formular auf deren Homepage anmelden“, heißt es in einer Mitteilung des SCR. Das Camp in der 6. Ferienwoche stehe zwar nicht auf dem offiziellen Flyer, könne aber ebenfalls schon gebucht werden.

Das Angebot richtet sich an alle Kids zwischen 6 und 14 Jahren. Auch in diesem Jahr wird B-Jugend Trainer Serdar Sen mit seiner „Internationale Fussballakademie Frankfurt“ die Camps ausrichten. Sen ist im Besitz einer UEFA B-Lizenz und hat als aktiver Spieler bis in die Regionalliga für den FSV Frankfurt gespielt.

Es dürfen maximal 20 Kinder pro Camp teilnehmen. Sollte das Camp in der 1. Ferienwoche überzeichnet sein, würde eventuell noch ein Camp in der 2. Ferienwoche angeboten werden.

Informationen unter scriedberg.de und  www.ifa-Frankfurt.de

Foto: Archiv

Fragen zur Schließung des Ärztezentrums

Seit bekannt ist, dass das Fachärztezentrum Riedberg zum 30. September schließt, steigt die Sorge um die künftige ärztliche Versorgung im Stadtteil. In der heutigen Sitzung des Ortsbeirates wird eine Vertreterin des bisherigen Betreibers Rede und Antwort stehen.

Nach einer Schließung würde in Frankfurts jüngstem Stadtteil unter anderem kein Kinderarzt und kein Gynäkologe mehr zur Verfügung stehen – wenn nicht schnell eine Übergangsregelung geschaffen und eine Nachfolge sichergestellt wird. „Wir sind über den Sachverhalt informiert und stehen sowohl mit dem Betreiber des Fachärztezentrums wie auch mit den Ärztinnen und Ärzten in Gesprächen“, erklärt Alexander Kowalski, Pressesprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, auf MAINRiedberg-Anfrage. „Zum aktuellen Stand der Gespräche können wir uns allerdings weiterhin nicht konkret äußern, wir sind jedoch hinsichtlich einer zufriedenstellenden Lösung vorsichtig optimistisch.“

Erst seit wenigen Wochen ist bekannt, dass die Fachärztezentrum Frankfurt GmbH das Engagement am Standort Riedberg zum 30. September 2020 beendet. Die FÄZ Frankfurt GmbH mit aktuell sieben Standorten entwickle derzeit ein Zukunftskonzept mit einer strategischen Neuausrichtung ihrer Standorte, so Geschäftsführerin Dr. Rafaela Korte in einem Schreiben. Im Rahmen dieser Entwicklung wurde die Entscheidung getroffen, das Engagement am Riedberg mit den Fachgebieten Gynäkologie, Kinder- und Jugendmedizin sowie Neurologie nicht weiter fortzusetzen.

Die Nachricht wurde online publik, eine persönliche Benachrichtigung haben Patientinnen und Patienten bisher nicht erhalten.

Die Sitzung des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg findet am Freitag, 19. Juni, um 20 Uhr im Bürgerhaus Nordweststadt, Nidaforum 2, statt. Aufgrund der Corona-Richtlinien ist die Zahl der Zuhörer/ Gäste beschränkt. Das Tragen einer Mundschutz-Maske ist Pflicht. Informationen zur Tagesordnung unter https://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W=DOK_NAME=%27TO-O-12%27

Foto: MAINRiedberg

Die IGS Kalbach-Riedberg ist heute im Radio!

„Wir – die IGS KaRi – sind im Radio!“ – mit dieser freudigen Nachricht informieren Schulleiterin Susanne Gölitzer und Stellvertreterin Mareike Klauenflügel vorab über eine Sendung auf hr-info, die heute Abend um 20.30 Uhr ausgestrahlt wird.

Der Titel der halbstündigen Sendung lautet Normal war gestern – Ideen für ein Leben mit Corona: die Schulen. Das Thema ist, „dass Corona auch Chancen zur Neuorientierung in der Bildung und Digitalisierung bietet und wir die als Schule nutzen und ergreifen“, erklärt Schulleiterin Gölitzer. „Es geht um die Frage, was wir im Bereich Mediennutzung seit Corona umgesetzt haben und was Bildung im 21. Jahrhundert bedeutet.“ Die erst 2017 eröffnete IGS Kalbach-Riedberg verfolgt als Teamschule ein jahrgangsübergreifendes Konzept und sucht auch im Bereich Digitalisierung und Mediennutzung nach innovativen Ideen.

Sendetermin ist am heutigen Donnerstag um 20.30 Uhr auf hr-info. Es gibt noch Wiederholungen am Samstag (20.6.) um 12 Uhr sowie Sonntag um 11.30 Uhr plus die Möglichkeit, den Podcast online unter https://www.hr-inforadio.de/podcast/politik/normal-war-gestern—ideen-fuer-ein-leben-mit-corona-die-schulen,podcast-episode-71246.html zu hören

Foto: Archiv

Junge Fahrraddiebe festgenommen

Es ist nicht das erste Mal, dass hochwertige Fahrräder am Riedberg gestohlen wurden – nur diesmal gelang der Polizei die Festnahme von drei jugendlichen Dieben. Einer hatte einen Schlagring dabei.

Gegen 19 Uhr am Montag beobachteten Zeugen, wie drei Jugendliche versuchten, Fahrräder in Höhe der Riedbergallee 53 zu stehlen, welche dort mit Fahrradschlössern gesichert waren. Die Zeugen alarmierten sofort die Polizei. Zwar versuchte die Jugendlichen noch zu flüchten, konnten jedoch von den Zeugen schnell gestellt und von der eintreffenden Streife festgenommen werden. Zwei der Jugendlichen durften im Anschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder gehen. Bei einem fanden die Beamten einen Schlagring und stellten diesen sicher. Der Dritte, der über keine festen Wohnsitz verfügte, kam zunächst in eine Haftzelle des Polizeipräsidiums. Er wurde aber auf Anordnung der Staatsanwaltschaft mangels Haftgründen wieder entlassen.

Bereits eine Nacht zuvor kam es im Stadtteil zu einem Einbruch, bei dem hochwertige Fahrräder gestohlen wurden. Ob ein Zusammenhang zu den Festgenommenen besteht, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt

Foto: Archiv

NIGHT of SCIENCE – diesmal digital

Diese Nacht sollte man nicht verpassen: Am Freitag, 19. Juni, ab 17 Uhr findet die 15. NIGHT OF SCIENCE statt, aufgrund der Corona-Beschränkungen diesmal digital. Mit Vorträgen, Experimenten, Führungen – garantiert lehrreich, spannend und unterhaltsam. Auch das Gymnasium Riedberg würde sich freuen, wenn viele Schülerinnen und Schüler virtuell teilnehmen.

Ausfallen lassen oder verschieben wollten die studentischen Organisatoren die NIGHT OF SCIENCE auf keinen Fall – „das können wir unseren vielen Fans nicht antun“, betont Sepas Sarawi, 1. Vorsitzender des Night of Science e. V. Nur kann in diesem Jahr die lange Nacht der Wissenschaft Corona-bedingt nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. „Wir möchten die Besucherinnen und Besucher in Zeiten der Pandemie keiner Gefahr aussetzen.“ Man hat stattdessen den Sprung vom Campus Riedberg der Goethe-Universität in den virtuellen Raum gewagt. Auf die Beine gestellt wurde wieder unter Hochdruck ein spannendes Programm mit Vorträgen, Experimenten und Führungen. Ab Mitternacht gibt es auf der Website ein Best-of vergangener Nächte.

Eröffnungsvortrag zum aktuellen Thema „Genetische Information als Arzneimittel“

Mit 10.000 Besucherinnen und Besuchern zählt die NIGHT OF SCIENCE (NoS) wohl zu den beliebtesten Veranstaltungen dieser Art. Studierende verschiedener Fachbereiche planen, organisieren und betreuen ehrenamtlich bereits zum 15. Mal die lange Nacht der Wissenschaft. Sepas Sarawi verspricht, dass es auch im virtuellen Modus ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Vorträge und Experimente geben wird. Bei den Online-Führungen können Orte wie der Wissenschaftsgarten oder Labore aufgesucht werden. Der Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Christian Buchholz vom Paul-Ehrlich-Institut. Bei seinem Thema „Genetische Information als Arzneimittel: Erbkrankheiten, Krebs und Impfstoffe“ wird Buchholz natürlich auch auf die Corona-Pandemie eingehen.

Zwar wird die Nacht wahrscheinlich etwas kürzer als im Präsenzbetrieb, aber dafür gibt es ab Mitternacht ein Best-of der vergangenen Highlights. Sarawi freut sich über die Treue zur NoS seitens vieler Sponsoren, aber auch über die Unterstützung durch das Hochschulrechenzentrum (HRZ), Medientechnik und Riedberg TV. In einem Online-Shop wird es ferner die bei vielen Fans so beliebten Merchandising-Produkte geben.

Auch in einer Mitteilung des Gymnasiums Riedberg an alle Schülerinnen und Schüler heißt es: „Wir würden uns freuen, wenn wieder viele GRBler an dieser tollen Veranstaltung der Goethe-Uni Frankfurt teilnehmen.“

Website der NIGHT OF SCIENCE, mit dem kompletten Programm: https://www.nightofscience.de

Foto: NIGHT OF SCIENCE / Goethe-Universität

Physiker entwickeln weltweite Corona-Datenbank

An Daten zu Corona-Verläufen weltweit mangelt es nicht. Wer aber selbst aktiv Länder vergleichen und Fall- und Todeszahlen in Beziehung bringen möchte, kann sich jetzt mit wenigen Klicks einen Überblick verschaffen – und dabei überraschende Erkenntnisse gewinnen. Das ist einer neuen Corona-Datenbank von Physikern der Goethe-Universität am Campus Riedberg zu verdanken, von der Forscher, Studenten, aber auch Schüler für Referate profitieren können.

Der neue Web-Service „Goethe Interactive Covid-19 Analyzer“, den Fabian Schubert in der Arbeitsgruppe für die Theorie komplexer Systeme am Institut für Theoretische Physik neben seiner Doktorarbeit entwickelt hat, ist einfach zu handhaben: Die „Goethe Interactive Covid-19 Analyzer“-Webseite aufrufen, die Länder und gesuchten Fallzahlen anklicken und die Kurven übereinander schieben. Deckungsgleich? Die Antwort ist sofort sichtbar. Entsprechend lassen sich – je nach individueller Fragestellung – tägliche Fall- und Todeszahlen oder die Gesamtzahl infizierter oder verstorbener Personen miteinander abgleichen. Die zugrunde liegenden Daten für die Länder von A wie Afghanistan bis Z wie Zimbabwe liefern die bekannten Covid-19-Datenbanken des „European Center for Disease Control“ und des „Johns Hopkins Center For Systems Science and Engineering“.

„Mit unserem interaktiven Tool können sich Forscher, Journalisten und andere Interessierte schnell einen Überblick über Ausbruchsverläufe verschaffen“, erklärt Prof. Dr. Claudius Gros, der selbst am Institut für Theoretische Physik an der Modellierung von Covid-19-Ausbrüchen forscht und der als Schuberts Doktorvater das Service-Tool angeregt hat. Dabei können die Nutzer des Tools auf Zusammenhänge stoßen, die Anregungen für weitere Forschungen zu epidemischen Verläufen geben.

Überraschend fand Gros etwa, dass die skalierten Verlaufskurven der Fallzahlen aus Deutschland und Spanien „fast identisch sind, obwohl die beiden Länder deutlich unterschiedliche Lockdown-Maßnahmen verfolgt haben“. Auch auf die ungeklärte Frage nach der Dunkelziffer von Corona-Infizierten gäbe es interessante Hinweise. Für Italien entspricht die skalierte Kurve der Covid-19-Infizierten der Kurve der Verstorbenen, wenn man die täglichen Fallzahlen der Gesamtzahl von Erkrankten bzw. Toten zuordnet. „Dies gibt einen Hinweis darauf, dass sich die Dunkelziffer möglicherweise über den Verlauf des Ausbruchs nicht wesentlich geändert hat – obwohl zunehmend mehr getestet wurde.“

Der „Goethe Interactive Covid-19 Analyzer“ vom Institut für Theoretische Physik bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, das vorhandene Datenmaterial per Mausklick zu kombinieren. „Die Seite ist erst seit wenigen Tagen freigeschaltet“, erklärt Gros. Deshalb wird es sich erst noch zeigen, wie vielen Forschern und interessierten Privatpersonen das neue Analyse-Tool dienen wird. Erste Wissenschaftler haben allerdings schon Interesse bekundet. „Für studentische Anschlussarbeiten und Doktorarbeiten, die es bald zu Covid-19 geben wird, ist die Web-Seite aber in jedem Fall nützlich“, ist sich der Theoretische Physiker sicher. „Oder auch für Schüler, die ein Referat über Corona anfertigen wollen.“

Gehostet wird das neue Analyse-Tool auf dem Webserver des Instituts für Theoretische Physik, vom dem der notwendige Support unbürokratisch zur Verfügung gestellt wurde.

Webseite: Goethe Interactive Covid-19 Analyzer: https://itp.uni-frankfurt.de/covid-19

Foto: CDC on Unsplash

Schüler wollen gut geregelten Unterricht

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat das Riedberg-Gymnasium besucht, um sich im Gespräch mit den Schülern und ihren Lehrern über die aktuellen und vom Coronavirus geprägten Unterrichtsbedingungen zu informieren.

„Ich weiß um Euer Bedürfnis nach gemeinschaftlichem Lernen. Deshalb ist es gut, dass der Schulbetrieb wieder aufgenommen wurde. Mich interessiert aber auch, wie hat es in der Zeit des Homeschoolings geklappt und wie lässt sich das Homeschooling aus Eurer Sicht verbessern? Habt Ihr das als Notfallprogramm erlebt oder als gleichwertigen Ersatz für den Unterricht“, fragte der Oberbürgermeister die anwesenden Schüler.

Die Probleme bei „Homeschooling“

Nach Auskunft der Gymnasiasten hat der Unterricht via Videokonferenzen vor allem in Leistungskursen gut funktioniert. In Grundkursen habe es jedoch, ähnlich wie im physischen Unterricht, mitunter Störungen gegeben. Auch fielen die Kompetenzen der Lehrkräfte in Sachen Digitalisierung sehr unterschiedlich aus. Zudem sei es auch für gut ausgestattete Haushalte von den technischen Voraussetzungen her schwierig: „Wenn die gesamte Familie im Homeoffice und Homeschooling arbeitet, werden die Geräte mitunter knapp“, berichtete eine Schülerin.

Im Gespräch mit den Schülern bestätigte sich zudem die Vermutung des Oberbürgermeisters, dass es beim Heimunterricht mitunter schwierig sei, sich auf Lerninhalte zu fokussieren, da sich das Gehirn im „Ferienmodus“, befinde, wie es ein Schüler ausdrückte. Besonders groß sei dieses Problem nach den Osterferien gewesen. „Um sich dennoch auf die Inhalte zu konzentrieren, ist große Disziplin erforderlich, da es keine Abgabepflicht bei Aufgaben gab und man somit auch keine Konsequenzen zu befürchten hatte“, erklärte ein Schüler.

Digital-Unterricht: Schüler fühlen sich wie „Versuchskaninchen“

Darüber hinaus berichteten die Schüler, dass sie sich durch die jähe Unterbrechung des Unterrichts und die vorrangige Bekämpfung des Coronavirus mitunter wie „Versuchskaninchen“ gefühlt hätten. Ein großes Problem beim digitalen Unterricht sei gewesen, dass sich manche Lehrer nicht untereinander abgesprochen hätten und es somit zu zeitgleich stattfindenden Videokonferenzen gekommen sei. Zurück in der Schule habe sich während des Präsenzunterrichts rasch herausgestellt, dass Sicherheitsmaßnahmen und Abstandsregeln nicht immer eingehalten werden konnten.

Mit Vorsicht zurück in die Normalität…

Als Fazit äußerten die Schüler den Wunsch, grundsätzlich zu Normalität zurückzukehren. Dennoch habe die gebotene Vorsicht stets höchste Priorität. Einig war man sich in der Forderung, dass eine Rückkehr zur schulischen Normalität mehr Gewicht bei den Entscheidungen der Bundes- und Landespolitik haben müsse. „Fast alle Schüler sind dafür, die Schulen nicht vor Sommerferien wieder für den Regelbetrieb zu öffnen. Die Situation nach den Ferien wird natürlich anders sein, wie, wissen wir noch nicht genau. Aber ich weiß, dass Schüler wie auch Lehrer verlässliche Aussagen von der Politik brauchen, um eine gute Lösungen für einen möglichen Neustart nach den Schulferien zu finden“, sagte Feldmann.

Der Oberbürgermeister hält es für möglich, dass Homeschooling aufgrund der digitalen Entwicklung für künftige Schülergenerationen immer wichtiger werden könne, weshalb Stadträtin Sylvia Weber hier ein millionenschweres Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht habe. Hierfür sei es allerdings schon jetzt erforderlich, nicht nur in die nötige technische Infrastruktur sondern auch in die entsprechende Ausbildung der Lehrer zu investieren. Am Dienstag, 16. Juni, wird Feldmann seine im Riedberg-Gymnasium gewonnenen Erkenntnisse in einem Gespräch mit Vertretern des Stadtschülerrates vertiefen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foro: Archiv

Erster Erfolg für die Bikepark-Petition

Die erste Hürde ist geschafft: Nur eine Woche nach dem Start der Online-Petition für einen Bikepark für ältere Kids und Jugendliche am Riedberg war die erforderliche Zahl an Unterstützern erreicht. Schüler wollen die Petition im Rahmen der nächsten Ortsbeiratssitzung symbolisch übergeben – und bis dahin weiter Unterschriften sammeln.

„Ich habe jeden Tag nachgesehen, wie die Zahlen hochgingen“, erzählt Anton (11) begeistert, der in der schulfreien Corona-Auszeit die Idee entwickelt hat und gemeinsam mit seiner Schwester und Freund Alexander vorantreibt. Inzwischen wurde er schon von einem Lehrer gefragt, ob er über sein Engagement und das Projekt berichten könnte. Auch in seiner alten Schule, der Grundschule Riedberg, wies die Leiterin der Nachmittagsbetreuung Eltern explizit darauf hin, und die vielen, teils auch längeren Kommentare von Unterstützern auf openpetition.de „geben uns ein gutes Gefühl, dass wir hier einen Nerv treffen und es den dringenden Bedarf nach mehr Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche gibt“, sagt seine Mutter.

20 Spielplätze – aber kaum Raum für ältere Kids und Jugendliche

Im jüngsten Stadtteil Frankfurts gibt es rund 20 Spielplätze  – aber kaum Raum für ältere Kids, deren Zahl seit Jahren steigt. Das Problem ist bekannt, geändert hat sich bislang wenig. Wenn man Anton und seine Freunde nach den vielen schönen Spielplätzen am Riedberg fragt, lautet die Antwort: „Die sind für uns doch langweilig.“ Zocken am Handy ist es irgendwann auch.

Natürlich kommt hinzu, dass sie begeisterte Biker sind, die am liebsten so oft wie möglich die großen Parks in Bad Vilbel oder am Feldberg besuchen würden, was ohne Eltern und Auto nicht machbar ist. Doch schon einige Trails und Rampen am Riedberg würden genügen, das Gelände im Stadtteil wäre nahezu ideal. Übersetzt in Amtsdeutsch heißt das: Ein Bikepark biete die Möglichkeit, dass „die Kinder zeitlich ungebunden und sportlich aktiv sein können“. Bei geringen Lärmemissionen und überschaubaren Kosten, weil in erster Linie nur Erde bewegt werden muss.

Die Petition „Bikepark am Riedberg – mehr Raum für Jugendliche“ benötigte 260 Unterstützer – diese Zahl war bereits nach einer Woche erreicht. Aktuell gibt es 309 Unterschriften aus Riedberg und Kalbach, über 400 insgesamt. „Deshalb haben wir uns entschieden, die Petition nicht, wie anfangs geplant, zwei Monate laufen zu lassen, sondern nur bis einschließlich Mittwoch, 17. Juni“, so Antons Mutter. Die Kids wollen in den nächsten Tagen noch weiter Unterschriften sammeln, um ihrer Initiative noch mehr Nachdruck zu verleihen.

Drei Anträge im Ortsbeirat zum Thema Bikepark

Im Grünflächenamt haben Anton und seine Eltern bereits angefragt, welche Flächen theoretisch für einen Bikepark genutzt werden könnten. In der nächsten Sitzung des Ortsbeirates gibt es Anträge von der SPD, der FDP und von den Grünen zum Thema Bikepark, auch deshalb wollen die Schüler die erfolgreiche Petition kurz vor oder am Anfang der Sitzung symbolisch übergeben.

Andere Ortsbeiratsmitglieder haben die Bikepark-Initiatoren bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass eine Realisierung „mindestens drei Jahre“ dauern würde und es große Hürden gibt. Denn ein Großteil der noch verbliebenen Flächen am Riedberg sind Landschaftsschutzgebiet oder so genannte Ausgleichsflächen und kommen somit nicht in Frage.

Es könnte also sein, dass Anton gar nicht mehr oder kaum noch von seinem Lieblingsprojekt profitiert, falls eines Tages grünes Licht von der Stadt kommen sollte. Er will trotzdem dafür kämpfen.

Parallel zur Bikepark-Initiative setzen sich andere Schüler seit mehr als einem Jahr für einen Skatepark im Stadtteil ein. Aus dem gleichen Grund wie Anton, „damit sich am Riedberg für Kinder und Jugendliche endlich etwas ändert“.

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Die Sitzung des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg findet am Freitag, 19. Juni, um 20 Uhr im Bürgerhaus Nordweststadt, Nidaforum 2, statt. Aufgrund der Corona-Richtlinien ist die Zahl der Zuhörer/ Gäste beschränkt. Informationen zur Tagesordnung unter https://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W=DOK_NAME=%27TO-O-12%27