Kategorie: RiedbergNEWS

Wer jetzt Anspruch auf Notbetreuung hat

Die Corona-Krise führt beim Bildungs- und Betreuungsagebot der Stadt Frankfurt am Main zu deutlichen Einschränkungen. Hier kommt eine Übersicht der aktuellen Änderungen, Stand Montag, 16. März, morgens. Aufgrund der dynamischen Situation können diese der jeweiligen Lage andäquat angepasst werden.

Kindertagesstätten und Kindertagespflege

Das Land Hessen hat angeordnet, dass ab Montag, 16. März, bis zum Ende der Osterferien am 17. April keine Kinderbetreuung in Krippen, Kindergärten und Horten mehr stattfindet. Dies gilt für alle Träger und auch für die Betreuung in den Tagesfamilien (Kindertagespflege). Ausgenommen sind nur Kinder, bei denen beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil in folgenden Bereichen tätig sind:

• Gesundheitsbereich, medizinischer und pflegerischer Bereich
• Rettungsdienste, Katastrophenschutz und Feuerwehr
• Polizei und Vollzugsbereich, einschließlich Justizvollzug und vergleichbare Bereiche
• Kritische Infrastruktur (Energie, Wasser, Abwasser, IT und Telekommunikation)

Eine Liste der relevanten Berufe findet sich unter https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/coronavirus-sars-cov-2/umgang-mit-corona-kita-und-kindertagespflegestellen im Internet.

Alle Eltern, die zu den genannten Berufsgruppen gehören, werden schon jetzt gebeten, einen Nachweis über ihre Berufstätigkeit in die Kitas und Kinderzentren mitzubringen. Sie erhalten schnellstmöglich gesonderte Informationen, in welchen Einrichtungen Ihr Kind in den nächsten Tagen betreut wird. Bis dahin sind diese gebeten, ihr Kin in die Einrichtung zu bringen, in der es bisher betreut worden ist.

Nicht betreut werden kann ein Kind, wenn es

• krank ist
• Kontakt zu infizierten Personen hat
• sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Kinder, die aus einem vom Robert-Koch-Institut eingestuften Risikogebiet zurückkehren, müssen eine 14-tägige Quarantäne einhalten, bevor sie wieder betreut werden können. Eine Übersicht über die Risikogebiete findet sich unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html im Internet.

Zum Schutz älterer Menschen gilt die Empfehlung, auf eine Betreuung der Kinder durch die Großeltern zu verzichten.

Weitere Informationen gibt es in der Einrichtung oder auf den Webseiten und Facebook-Seiten des jeweiligen Trägers der Kita.

Schulen und erweiterte schulische Betreuung

Das Hessische Kultusministerium hat angeordnet, dass ab Montag, 26. März, an allen Schulen bis zum Ende der Osterferien am 17. April kein regulärer Unterricht mehr stattfindet. Am Montag können Schüler sowie Lehrkräfte ihre persönlichen Dinge und Lernmaterialien aus der Schule holen, ab Dienstag findet nur noch eine Notfallbetreuung in kleinen Gruppen statt.

Die schriftlichen Abiturprüfungen sollen stattfinden. Darüber hinaus werden mehrere Nachschreibtermine angeboten, so dass alle Schüler ihre Prüfungen absolvieren und ihren Abschluss im laufenden Schuljahr 2019/2020 erreichen können. Weitere Informationen zur Durchführung des Abiturs sind demnächst zu erwarten.

Alle Exkursionen, Schüleraustausche, Klassenfahrten, die bis zum Ende des Schuljahrs 2019/2020 stattfinden sollten, werden abgesagt. Das umfasst alle Schulfahrten und außerschulische Veranstaltungen, unabhängig davon, ob der Zielort als Risikogebiet eingestuft ist. Das Land Hessen übernimmt die vom Veranstalter in Rechnung gestellten Stornokosten.

Herkunftssprachlicher Unterricht in Samstagsschulen, die am Wochenende Räume der Schulen nutzen, findet ebenfalls bis zum 17. April nicht statt. Dasselbe gilt für Sport- und andere Vereine, die für ihre Angebote auf Räume in den Schulen zurückgreifen.

Das Hessische Kultusministeriums hät auf seinem Internetauftritt weitere Informationen bereit. Für Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 richten die Schulen eine Betreuung ein, wenn beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil in folgenden Bereichen tätig sind:

• Gesundheitsbereich, medizinischer und pflegerischer Bereich
• Rettungsdienste, Katastrophenschutz und Feuerwehr
• Polizei und Vollzugsbereich, einschließlich Justizvollzug und vergleichbare Bereiche
• Kritische Infrastruktur (Energie, Wasser, Abwasser, IT und Telekommunikation)

Eine Liste der relevanten Berufe findet sich unter https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/coronavirus-sars-cov-2/umgang-mit-corona-schulen

Über die Details der Betreuung informieren. Nicht betreut werden kann ein Kind, wenn es

• krank ist
• Kontakt zu infizierten Personen hat
• sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Schüler, die aus einem vom Robert-Koch-Institut eingestuften Risikogebiet zurückkehren, müssen eine 14-tägige Quarantäne einhalten, bevor sie wieder betreut werden können.

Foto: Archiv

Bee Friends untersuchen, warum Bienenvölker sterben

Von Holmer Drews / Bee Friends Frankfurt e. V.

Jeder Imker hat es schon erlebt, dass ein mehr oder minder großer Teil seiner Bienenvölker, die er im Herbst eingewintert hat, nicht den Winter überlebt haben. Das ist bedauerlich, aber es ist Realtität. Viele Gründe können dazu geführt haben, dass die Bienen nicht über den Winter gekommen sind. Dazu zählen Krankheiten der Bienen, auch der Befall mit der Varroamilbe. Aber auch der Imker kann etwas falsch gemacht haben. Vielleicht hat er zuwenig Futter im Spätsommer den Bienen gegeben, so dass sie verhungert sind. Vielleicht hat er die Varroamilbe nicht oder nur unzureichend bekämpft. Es gibt viele mögliche Ursachen…

Wenn im Februar/März die Bienen „ausgewintert“ werden, schaut man in die Beuten hinein und kontrolliert, ob die Bienen noch leben. Ist das nicht der Fall, heißt es Ursachenforschung zu betreiben. Woran hat es gelegen? Diese Ursachenforschung ist Aufgabe bei der „Totenschau“. Hierbei werden die Bienenbeuten, die Behausungen der Bienen, und die Bienen im Inneren der Beuten gründlich und systematisch untersucht. Das ist im Prinzip das gleiche Vorgehen wie bei einem menschlichen Toten in einem Sektionssaal der Pathologie. Was hat den Tod nun wirklich verursacht?

Diese Totenschau haben wir vom Imkerverein der Bee Friends zum ersten Mal überhaupt in dieser Weise so systematisch durchgeführt. Dafür haben mehrere Mitglieder ihre toten Bienenvölker zur Verfügung gestellt und wir in einer Gruppe von Imkerinnen und Imkern an und von ihnen gelernt. Das Ziel dabei ist natürlich, zukünftige Fehler zu vermeiden und die Überlebnsrate der Völker zu steigern, im Idealfall auf 100 Prozent.

Bei der Untersuchung an vier Völkern im Riedberger Stadtteiltreff „Dessauer“ am Sonntag, 8. März 2020, haben wir sehr spannende Dinge sehen können. Die Haupttodesursache ist der Befall mit der Varroamilbe gewesen. Normalerweise wird die Milbe im Frühjahr und Sommer sowie einmal im Winter bekämpft. Hier sind die Bekämpfungsmaßnahmen eindeutig nicht ausreichend und effektiv genug gewesen. Gleich beim ersten Volk haben wir zudem festgestellt, das neben dem Befall mit der Varroamilbe auch eine Infektion mit dem „Deformierten Flügel Virus“ DWV stattgefunden hat. In einzelnen Waben sind die Puppen nicht mehr voll ausgebildet gewesen, sondern haben verkrüppelte Flügel gehabt. Auch dies ist eine Folge des Varroabefalls. Die Varroamilbe gilt als Wegbereiter für verschiede übertragbare Bienenkrankheiten.

In einem anderen Fall ist das zu überwinternde Volk so klein und schwach gewesen, dass viele Bienen in der Beute bereits gestorben und herabgefallen sind. Diese toten Bienen haben den lebenden den Ausgang ins Freie versperrt. Dadurch hat das Volk Stress bekommen, der sich in deutlichem Durchfall bei den Bienen gezeigt hat.

Die Varroabehandlung eines dritten Volkes mit Oxalsäure (bekannt aus dem Rhabarber) hat nicht gut genug gegriffen, so dass die Bienen an diesen Milben zugrunde gegangen sind. Im vierten Volk ist die Varroabesiedlung schon im Herbst 2019 so stark gewesen, dass die Bienen daran gestorben sind.

Für uns Imker sind diese Totenschauen sehr schmerzhaft, aber auch sehr hilfreich. Zeigen sie einem doch sehr deutlich, was geschehen ist. Von daher ist das eine sehr hilfreiche und gute Fortbildungs- und Lehrveranstaltung, um die imkerliche Qualität zu erhöhen und gesunde Bienen zu züchten. Gleichzeitig habe ich den Anwesenden eine Methode vorgeführt, wie man im Herbst die Güte der eigenen Behandlung gegen die Varroamilben erkennen kann. Diese Methode nennt sich Auswaschmethode. Hierbei werden die auf den Bienen ansitzenden Milben ausgewaschen, in einem Sieb aufgefangen und können gezählt werden.

Das Echo der TeilnehmerInnen unserer Riedberger Totenschau ist so gut gewesen, dass ich beschlossen habe, dass wir dieses im nächsten Jahr wiederholen werden.

Weitere Informationen unter www.bee-friends.org

Foto: Holger Jaensch 

Corona: Kein Riedbergchor, kein Konzert in der Aula und keine Flohmärkte

Auch das kulturelle Leben im Stadtteil ist von den Auswirkungen des Virus betroffen. Beim beliebten Riedbergchor finden bis auf Weiteres keine Proben mehr statt. Das Konzert der Gruppe „Schmackes“ (Klezmer und Balkanmusik) im Rahmen von „Kultur in der Aula“ am 20. März um 20 Uhr ist abgesagt und auch die noch im März geplanten Kinderflohmärkte in der Grundschule Riedberg sowie der Marie-Curie-Schule finden nicht statt.

In einer Mitteilung an die Mitglieder des Riedbergchores heißt es: „Der Kirchenvorstand der Riedberggemeinde hat heute beschlossen, ab sofort bis auf Weiteres alle Veranstaltungen in der Gemeinde abzusagen. Dazu gehören auch unsere Chorproben. Ausnahme sind die Sonntagsgottesdienste. Damit können die Chorproben erstmal nicht stattfinden. Wir werden über die Auswirkungen im Chor-Vorstand noch sprechen und dem Chor dann weitere Informationen und mögliche Alternativen übermitteln.“ Weitere Informationen über den Chor mit mehr als 40 Mitgliedern aus den verschiedensten Nationen unter www.riedbergchor.de

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Konzert der Klezmer-Band „SCHMACKES“ am Freitag abgesagt

Das Team von „Kultur und er Aula hat beschlossen, das für nächsten Freitag geplante Konzert ausfallen zu lassen. Es soll nachgeholt werden.

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Billabong verschiebt Frühjahrsmarkt

Das Familienzentrum Billabong informiert: Babysitter trifft Eltern – 17.03. Veranstaltung fällt aus, Frühjahrsmarkt – 29.03. verschoben, Vorlesenachmittag für Kinder dienstags – entfällt vorerst.

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Die Kinderflohmärkte in der Grundschule Riedberg und der Marie-Curie-Schule abgesagt

Der am 23.3. geplante Basar für Spielzeug und Kindersachen in der Grundschule Riedberg findet nicht statt. „Wir bedauern es sehr, aber auf Grund der aktuellen Situation müssen wir leider den diesjährigen Frühlingsflohmarkt absagen.“ heißt es auf der Homepage der Schule. 

Auch der am 28.3. geplante Flohmarkt in der Marie-Curie-Schule ist abgesagt. Auf der Homepage des Freundeskreises der Schule heißt es: „Der Kinderflohmarkt am 28.03.2020 findet nicht statt. Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Coronainfektionen haben wir entschieden, den Flohmarkt abzusagen.“

Foto: Archiv

SC Riedberg, Riedberger SV und FC Kalbach stellen Spiel- und Trainingsbetrieb ein

In einem Rundschreiben informiert der SC Riedberg: „Heute hat der Hessische Fußball Verband den Spielbetrieb bis Ostern eingestellt. Der Deutsche Rugby Verband empfiehlt, den Spielbetrieb baw. auszusetzen. Der Hessische Basketball-Verband hat den Spielbetrieb sogar vorzeitig für diese Saison beendet. Auf Empfehlung der Sportverbände und in Abstimmung mit den umliegenden Vereinen hat der Vorstand heute entschieden, ab sofort den Trainingsbetrieb im SC Riedberg komplett einzustellen. Dies gilt zunächst bis Karfreitag, den 10.04.2020 einschließlich. Dies betrifft alle Sparten bzw. Sportarten, egal ob im Freien oder in der Halle. „

Auch der FC Kalbach informiert über die Einstellung des Spiel- und Trainingsbetriebes – und verweist auf das offizielle Schreiben des Hessischen Fußballverbandes. „Wir als FC Kalbach – wie sicher alle Vereine – halten uns natürlich daran“, heißt es in einer Mitteilung an MAINRiedberg.

Riedberger SV: keine Spiele, kein Indoorsporttag, kein Training bis 10. April

Die Informationen des Riedberger SV lauten: „Wir haben bereits gestern entschieden, den für 22. März 2020 geplanten Indoorsporttag abzusagen.“ Der Spiel- und Trainingsbetrieb ist ausgesetzt.

In einer Mitteilung an die Mitglieder heißt es: „Diverse Sportverbände setzen den Spielbetrieb aus und raten allen Vereinen eindringlich auch den kompletten Trainingsbetrieb auszusetzen. Auch die Sportstätten in Frankfurt sollen seitens Sportamt geschlossen werden. Daher haben wir uns nach eingehender interner Beratung entschlossen, den Empfehlungen der verschiedenen Sportverbände, dem Wunsch unserer Bundeskanzlerin soziale Kontakte zu meiden und nach Abstimmung mit umliegenden Sportvereinen zum Schutze aller Mitglieder, insbesondere der älteren Familienmitglieder unserer Mitglieder, auch unsere kompletten Gruppen/Spiel/Trainingsbetrieb bis 10.4.2020 einzustellen. Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Aber gleichzeitig ist es unsere Pflicht unseren Beitrag zur Verlangsamung der Virusausbreitung zu leisten.“

Photo by Sandro Schuh on Unsplash

Rassistische Beleidigungen in Briefkästen

Zwei Familien mit türkischen Wurzeln haben Zettel mit rassistischen Beleidigungen in ihren Briefkästen vorgefunden. Die Polizei ermittelt. Auch der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg wurde bereits verständigt und positioniert sich klar gegen jegliche Form von Rassismus. Allerdings gibt es noch Ungereimtheiten, was die Veröffentlichung der Vorfälle in den sozialen Medien betrifft.

Die Polizei schreibt in einer Information an die Bewohner des betroffenen Mehrfamilienhauses von einem „Zettel mit volksverhetzerischen Inhalt“ und weist ausdrücklich darauf hin, dass man sich bei Fragen oder sachdienlichen Hinweisen an den Schutzmann vor Ort, Adrian Homeier, sowie auch außerhalb des normalen Dienstes an die Wache des 14. Polizeireviers im Mertonviertel wenden könne.

Bei den Anfeindungen soll es sich um Papierstreifen mit wenigen Sätzen handeln, wo Migranten beleidigt und insbesondere Muslime bedroht werden.

„Klar ist, dass wir keinen Rassismus dulden“

„Der Ortsbeirat wurde von der Polizei bereits verständigt und hat die Vorfälle mit Bestürzung wahrgenommen“, erklärt Carolin Friedrich, Vorsitzende des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg. „Klar ist, dass wir keinen Rassismus dulden können und wollen.“ In der kommenden Ortsbeiratssitzung am Freitag gibt es mehrere, teils interfraktionelle Anträge gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz. Auch als Reaktion auf den Anschlag von Hanau. Friedrich betont aber zugleich, dass Frankfurts jüngster Stadtteil Riedberg mit Bewohnern unterschiedlichster Nationen eigentlich Vorbildcharakter habe und man mit diesem Problem zum ersten Mal konfrontiert sei.

Unklar ist, warum ein Zettel mit dem genauen Wortlaut der Anfeindungen in den sozialen Medien veröffentlicht wurde –  in einem grafisch verfälschten Flyer, der nachträglich erstellt wurde. Ein Teil der Veröffentlichungen wurde inzwischen gelöscht.

Die Frankfurter Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgrund von Volksverhetzung und Beleidigung aufgenommen.

Symbolbild: privat

Grundschule, Kitas und Wohnungen im Mertonviertel geplant

Da das einst größte Bürogebäude Europas in der Lurgiallee 5 im Mertonviertel wieder aktiv vermarktet wird, weist Planungsdezernent Mike Josef Kaufinteressenten mit einem aktualisierten Rahmendatenblatt darauf hin, dass sich die städtebaulichen Kennwerte verändert haben. Denn für den Standort fordert das Stadtschulamt eine drei- bis vierzügige Grundschule sowie zwei Kitas mit je vier bis sechs Gruppen. Für das Areal läuft gegenwärtig das Bebauungsplanverfahren B 922 – Nördlich Lurgiallee.

Ziel ist eine gemischte urbane Quartiersentwicklung mit einem Wohnanteil von mindestens 70 Prozent. Das bestehende Einkaufszentrum soll sinnvoll ergänzt werden. Verträgliche gewerbliche Nutzungen sind ausdrücklich erwünscht, insbesondere in den Erdgeschossen.

Die Grundstücksfläche beträgt rund 80.000 Quadratmeter. Dafür sind an Grundflächen 40.000 Quadratmeter als Nettobauland Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel vorgesehen, 8000 Quadratmeter für eine Grundschule inklusive Sportflächen, 4000 Quadratmeter für eine Kita, 12.000 Quadratmeter für Erschließungsflächen und Straßenräume sowie 16.000 Quadratmeter für öffentliche Grünflächen.

Die Ausnutzung beträgt rund 92.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche Nettobauland, inklusive Staffel- beziehungsweise Dachgeschosse. Die Grundflächenzahl (GRZ) für das Nettobauland liegt bei 0,4, die Anzahl der Vollgeschosse bei fünf. Die Zahlen stehen unter dem Vorbehalt der Leistungsfähigkeit der äußeren Erschließung.

Für das Gebiet wird der kürzlich vom Magistrat verabschiedete Baulandbeschluss zur Anwendung kommen. Damit werden unter anderem 30 Prozent der Bruttogrundfläche Wohnen für den geförderten Wohnungsbau eingefordert, je zur Hälfte im Förderweg 1 und 2. Außerdem soll ein Anteil von 15 Prozent für Konzeptvergaben für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen vorgesehen werden.

Foto: MAINRiedberg

E-Scooter-Sharing jetzt auch am Riedberg

Beim heutigen Dauerregen sind sie vermutlich weniger begehrt, am Wochenende waren sie schon mal der Hingucker rund um den Riedbergplatz: Der E-Scooter-Anbieter TIER hat jetzt unseren Stadtteil in sein Verleihgebiet aufgenommen. Heute Nachmittag waren beispielsweise mehr als 40 Roller im Bereich von Riedberg, dem Uni-Gelände und den Büros im Mertonviertel verfügbar. Das Berliner Start-up ist inzwischen in mehr als 45 europäischen Städten aktiv und kooperiert hier in Frankfurt mit dem RMV.

Fakt ist: Rund 70 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter kombinieren regelmäßig verschiedene Verkehrsmittel. Das Scooter-Sharing funktioniert im Prinzip wie beim Auto, mittels eigener App. Die Roller können geliehen werden, indem man den QR-Code eines Rollers scannt oder dessen ID-Nummer in der App eingibt. Für die Aktivierung entfällt eine Gebühr von einem Euro. Danach fällt pro Minute eine Leihgebühr von 19 Cent an. Ganz billig ist die mobile Heimfahrt von der U-Bahn also nicht.

Denn E-Scooter eignen sich laut Anbieter perfekt für die letzte Meile von der Haltestelle bis zum Ziel. Als im vergangenen Jahr TIER und RMV die Zusammenarbeit bekannt gaben, sprach RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat davon, dass die App des Verkehrsverbundes „Schritt für Schritt zum Schweizer Taschenmesser der Mobilität“ werden soll. Nutzerinnen und Nutzer können sich neben Mietfahrrädern, Carsharing-Fahrzeugen und Taxis dort auch über verfügbare E-Scooter informieren. Die Reservierung und Buchung klappt dann allerdings nur über die App des Anbieters.

Foto: MAINRiedberg

Herzlichen Glückwunsch an unsere Gewinnerin!

Erinnern Sie sich daran, dass wir kürzlich einen Macarons-Workshop verlosen konnten – bei einer passionierten Bäckerin aus unserem Stadtteil, die ihr Hobby zum Nebenberuf gemacht hat? Wir haben zahlreiche Einsendungen bekommen, teils mit Fotos der jüngsten Back-Kreationen. Übrigens von Frauen und Männern, so viel darf man auch am Weltfrauentag verraten. Die Gewinnerin der Verlosung hat ebenfalls Bilder mitgeschickt und geschrieben: „Ich würde gerne den Workshop gewinnen, da ich bunte Backwaren liebe und es das perfekte Geburtstagsgeschenk für mich wäre.“ Die Riedbergerin hat am 13. März Geburtstag. Einen Tag später wird Macarons-Expertin Yvonne Ludwig-Akin zu ihr nach Hause kommen und  gemeinsam werden sie die himmlischen Mini-Törtchen backen. Herzlichen Glückwunsch und viel Freude mit diesem Gewinn!

Macarons-Expertin Yvonne Ludwig-Akin hat ihr Hobby zum Nebenberuf gemacht – und wird am 14. März gemeinsam mit der Gewinnerin der MAINRiedberg-Verlosung die himmlischen Mini-Törtchen backen     Foto: MAINRiedberg

Wie die kleinen Kunstwerke gelingen…

Yvonne Ludwig-Akin hat MAINRiedberg schon vorab zu einem Schnuppertermin eingeladen. Es ist Samstag, kurz nach 11 Uhr, als ich in die Back-Geheimnisse der himmlischen Macarons eingeweiht werde. Aus Zeitgründen ist die Füllung bereits vorbereitet, mit weißer Schokolade und Himbeeren, wie die Macarons-Expertin verrät.

In der Küche wartet dann die größte Herausforderung: Die Herstellung der Macarons-Masse, was auf den ersten Blick ziemlich simpel erscheint. Denn als Zutaten sind nur Eiweiß, Zucker, Mandelmehl und Puderzucker angegeben. Doch die Tücke liegt im Detail. Das Eiweiß muss ebenso wie die übrigen Zutaten grammgenau abgewogen werden. Dann heißt es: Mandeln und Puderzucker sieben, Farbstoff bereithalten und Spritzbeutel mit einer Tülle von 7 Millimetern bis 8,5 Millimetern. Der Ofen sollte schon mit Umluft vorgeheizt sein, bei exakt 150 Grad. Hier ist ein Backofenthermometer hilfreich.

„Sie müssen wissen, Macarons sind zickige Dinger“, erklärt Yvonne Ludwig-Akin und wendet ihre Aufmerksamkeit wieder der Küchenmaschine zu. Denn das Eiweiß muss geschlagen werden, „bis keine Bläschen mehr zu sehen sind“. Dann erst sollte ein Drittel des Zuckers langsam zugefügt werden und nach 45 bis 60 Sekunden jeweils ein weiteres Drittel. Dann wird der Farbstoff „messerspitzenweise“ je nach gewünschter Intensität hinzugefügt.

Warum man vom Macarons-Backen Muskelkalter bekommen kann…

Wenn ein Drittel der gesiebten Mandel-Puderzucker-Mischung mit einem Teigschaber untergehoben ist, wird’s endgültig knifflig. Denn jetzt sollte man das zweite Drittel und schließlich die übrige Menge Mandeln und Puderzucker mit der typischen „Macaronage-Bewegung“ unterarbeiten. Das bedeutet: Immer wieder mit viel Feingefühl rühren und die Eiweiß-Masse mit einer Drehbewegung an den Rand drücken, um Blasenbildung und Klümpchen zu verhindern. Das sollte man so lange machen, bis der Teig „wie Lava fließt“. Also nicht zu flüssig und nicht zu fest ist.

Da die so genannte Macaronage einige Minuten dauern kann, ist ein bisschen Muskelkater danach nicht ausgeschlossen. „Am Anfang wird jeder Fehler machen. Aber wenn man’s draufhat, ist es wie Fahrrad fahren. Das verlernt man nicht mehr so schnell“, verspricht Yvonne Ludwig-Akin.

„Halten Sie den Spritzbeutel gerade und drücken Sie nicht zu fest“, rät sie mir, als ich kleine Kreise auf die Backmatte spritze. Die Macarons sollten dann 15 bis 20 Minuten bei normaler Lufttemperatur trocknen, bis kein Teig mehr am Finger kleben bleibt, „denn sonst platzen sie im Ofen auf wie Kokosmakronen“.

Dann geht’s ab in den Backofen, während in aller Ruhe „und bitte ohne Hektik“ das nächste Blech vorbereitet werden kann. Gebackene Macarons sollten nach der Fertigstellung über Nacht im Kühlschrank bleiben, damit Füllung und Keks verschmelzen. Die Mini-Törtchen sind dort ein paar Tage haltbar, ohne Füllung sogar länger. Theoretisch. Meine ersten selbstgemachten Himbeer-Macarons waren leider schon wenige Minuten nach meiner Rückkehr nach Hause verschwunden…

Die Back-Workshops von Yvonne Ludwig-Akin dauern ca. 3 – 4 Stunden. Jeder Teilnehmer kann am Ende etwa 15 Macarons genießen. Die Kosten bei 3 Personen liegen bei 60 Euro pro Person. Kontakt und weitere Informationen unter macarons-selbstgemacht@gmx.de

Fotos: privat (3)/ Unsplash.com

Wir wollen die beste Klasse Deutschlands werden!

Wie muss man eigentlich sein, um die beste Klasse Deutschlands zu werden? Schlau und perfekt? Stark und cool? Oder einfach nur schön? Die Antwort darauf hat sich die Klasse 6b des Gymnasiums Riedberg in ihrem Bewerbungsvideo selbst gegeben. „Klar müssen wir schlau sein. Aber das Wichtigste ist, dass wir füreinander da sind, zusammenhalten und uns respektieren!“ Ganz besonders heute, wenn sie in der KIKA-Show „Die beste Klasse Deutschlands“ um den Einzug in die nächste Runde kämpfen. Unter rund 750 Bewerbungen wurden in diesem Jahr nur 32 Klassen ausgewählt – darunter die 6b.

Ende Dezember hat die Klasse bereits auf sich aufmerksam gemacht, als zehn Schülerinnen mehr als 900 Euro für ein Kinderhospiz sammelten. Noch länger tüftelten sie an einem Masterplan für ein weiteres großes Ziel: Der Teilnahme am KIKA-Schulquiz, um die beste Klasse Deutschlands zu werden. „Ganze Wochenenden und in den Ferien hat sich eine kleine Gruppe getroffen und an einem Drehbuch und an einem Songtext geschrieben“, berichtet eine Mutter. Bekannt war, dass man mit Amateurbildern wohl wenig Chancen hat. Deshalb bekamen die Kids, auf Initiative von Eltern, Hilfe von professionellen Kameraleuten. 

Stars und Hauptdarsteller aber sind sie natürlich selbst. In einem tollen Video mit einer ebenso tollen Version von Sidos „Astronaut“. Statt „Ich heb‘ ab“ geht’s um die Kids der 6b, die „alle ganz besonders“ sind. Das weiß auch Klassenlehrer Simon Steuer, der vom Engagement und der Hartnäckigkeit seiner Schülerinnen und Schüler „richtig begeistert“ ist. Er will sie zur Aufzeichnung der KIKA-Sendung begleiten. Heute um 8.45 Uhr ist der Bus in Frankfurt losgefahren und soll gegen Mittag die Fernsehstudios in Köln erreichen. Ein erstes Highlight kommt schon kurz nach der Ankunft. Denn Moderator Ben von KIKA LIVE wird die Klasse in Empfang nehmen und interviewen – offenbar hat man die 6b gezielt ausgesucht. Dann geht’s für Lara und Efran, die in der „Ersten Reihe“ am Quizpult stehen werden, ab in die Maske. Wie in anderen großen Fernsehshows. Mit-Raten wird später die gesamte Klasse. Alle für einen, einer für alle – das ist ihr Motto. Nicht nur im Video.

Der Fahrplan für „Die beste Klasse Deutschlands“

32 Schulklassen mit Schüler*innen aus je sechzehn 6. und 7. Klassen aus ganz Deutschland haben es geschafft: Sie haben sich für „Die beste Klasse Deutschlands“ qualifiziert – aus Hessen kommen noch die Klasse 6gD der Fürst Johann Ludwig Schule aus Hadamar sowie die 7b der Gesamtschule Gießen. Seit Ende Februar treten die Klassen im Studio in Köln gegeneinander bei Deutschlands größtem Schulquiz an. Die Ausstrahlungstermine der Shows sind ab 4. Mai auf KIKA, das große Superfinale am 30. Mai um 10:00 Uhr im Ersten.

Hier noch eine kurze Nachhilfe zum Ablauf der Sendung: In der ersten Spielrunde werden jeweils abwechselnd an beide Teams vier Fragen aus vielen unterschiedlichen Themengebieten gestellt, darunter auch welche zu vorgeführten Experimenten. Pro Frage gibt es vier Antwortmöglichkeiten. Bei jeder Frage haben zunächst 20 Schüler aus dem Publikum der betreffenden Klasse zehn Sekunden Zeit, um ihr Votum abzugeben, dieses wird jedoch erst bekannt, wenn auch die „Erste Reihe“ die Frage richtig beantwortet hat. Die Klasse, der die Frage gestellt wurde, erhält nur dann Punkte, wenn auch die Antwort der Kandidaten richtig war. Während der Abstimmungszeit dürfen die Schüler sich nicht beraten. Wer zu viel redet, kann disqualifiziert werden…

Der Bericht über „unsere“ 6b ist demnächst auf KIKA LIVE zu sehen. Informationen unter kika.de

Sobald der genaue Sendetermin für das Quiz-Duell mit der Klasse 6b des Gymnasiums Riedberg feststeht, werden wir auf main-riedberg.de darüber informieren

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FOTO: Screenshot aus dem Video der Klasse 6b/ Gymnasium Riedberg

Hier wird „Ein Fall für zwei“ gedreht

Ein Catering-Bus, dazu Wohnwagen und Laster für Maske, Kostüm und Aufenthalt der Schauspiel-Crew und ein paar vorübergehende Parkverbotsschilder – als einige Riedberger heute Morgen den ungewohnten Trubel auf der Graf-von-Stauffenberg-Allee bemerkten, riefen sie in der Redaktion an und fragten: „Wisst Ihr, was hier los ist?“ Die Antwort bekam MAINRiedberg wenige Minuten später bei einem Kurz-Besuch am Set. „Wir drehen hier eine neue Folge für „Ein Fall für zwei“ und werden voraussichtlich zwei Tage lang am Riedberg sein“, erklärte Amelie Kessler, die für die Motivaufnahmeleitung verantwortlich ist. 

Dreh-Location ist ein Privathaus plus ein Garten, in einer Nebenstraße der Graf-von-Stauffenberg-Allee. Im Vorübergehen sieht man gegen 9 Uhr ein Kamerateam bei den letzten Vorbereitungen und hört, dass im Garten noch schnell die Scheinwerfer in eine andere Position gebracht werden müssen, damit’s für den Dreh später perfekt passt. 

Hier an der Graf-von-Stauffenberg-Allee stehen der Catering-Bus sowie Wohnwagen und Laster für Maske, Kostüme & Co Foto:MAINRiedberg

„Die falsche Schlange“ – so lautet der bisherige Arbeitstitel der Krimi-Folge, die teils am Riedberg, überwiegend aber in der City oder Sachsenhausen spielt. Und worum geht’s? Um ein Pärchen, das hier lebt. Doch der Mann ist ständig auf Geschäftsreise und sie glaubt zu wissen, dass es nicht nur berufliche Gründe dafür gibt, sondern dass der Partner eine Affäre hat. Als er am nächsten Morgen nach Hause kommt, stürzt er und ist tot. War es Mord? Hier werden wieder Privatdetektiv Leo (Wanja Mues) und Rechtsanwalt Benni Hornberg (Antoine Monot, Jr.) ermitteln. Die Ausstrahlung ist in der nächsten Staffel von „Ein Fall für zwei“ in etwa einem Jahr geplant, wie immer als Freitags-Krimi im ZDF um 20.15 Uhr sowie online abrufbar.

Das Erfolgsgeheimnis der Kult-Krimireihe

Die Ausstrahlung der ersten Folge von „Ein Fall für zwei“ war am 11. September 1981 – als viele hier im Stadtteil noch gar nicht geboren waren. 300 Episoden lang holte Privatdetektiv Josef Matula alias Claus Theo Gärtner Millionen Zuschauer vor den Fernseher, mit „Rechtsanwalt“ Günther Strack und weiteren Kollegen.

2014 meldete sich ein neues Ermittler-Duo zurück auf dem Bildschirm. Der Frankfurter Anwalt Benni Hornberg (Antoine Monot, Jr.) und sein Kumpel, Privatdetektiv Leo (Wanja Mues), ermitteln in den unterschiedlichsten Kriminalfällen. Das Ziel der beiden ist es, Menschen zu helfen, die unschuldig ins Gefängnis gesperrt werden sollen oder bereits inhaftiert sind. „Das Duo setzt sein gesamtes Potential an Fachwissen, Intelligenz, Mut und Witz ein, um die Wahrheit aufzudecken“, heißt es beim ZDF. Werden sie auch das Rätsel um den möglichen Mord am Riedberg lösen?

Weitere Informationen und aktuelle Folgen unter zdf.de

Foto oben: MAINRiedberg

Serien-Foto: ZDF/ Felix Holland

Seit 2014 ermitteln Privatdetektiv Leo (Wanja Mues) und Rechtsanwalt Benni Hornberg (Antoine Monot, Jr.) in der Kult-Krimireihe „Ein Fall für zwei“ Foto: ZDF/ Felix Holland