Kategorie: Corona

Polizei kontrolliert Corona-Regeln im Nordwestzentrum

Wegen des starken Anstiegs der Corona-Zahlen führte das 14. Polizeirevier in den vergangenen zwei Wochen regelmäßig Kontrollen im Nordwestzentrum durch. Weitere Kontrollen sind angekündigt.

„Wir leben in besonderen Zeiten. Die Verschärfungen der Corona-Verordnung ist für uns alle ein harter Einschnitt und gerade vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen ist es wichtig, die Stadt Frankfurt bei der Einhaltung der Corona-Verordnungen tatkräftig zu unterstützen. Jeder ist bei der Bewältigung dieser Krise gefragt, nur gesamtgesellschaftlich kann sie gelöst werden“, so der Leiter des 14. Polizeireviers, Thomas Schulze.

Insbesondere im Bereich der Busdurchfahrt wurde kontrolliert, nachdem vermehrt Beschwerden aufkamen, dass sich dort nur wenige an das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) halten würden.

„Das positive Fazit der Kontrollen ist, dass sich ein Großteil der Besucher des Nordwestzentrums an die Verfügung der Stadt hält und einen Mund-Nasen-Schutz trägt. Diejenigen, welche keinen MNS trugen, wurden auf ihr Fehlverhalten hin angesprochen und zeigten sich einsichtig. In solchen Fällen genügte eine mündliche Verwarnung. Es kam allerdings auch vor, dass bei Uneinsichtigkeit und wiederholten Verstößen Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben wurden“, so Schulze. Die Frankfurter Polizei hat weitere Kontrollen angekündigt.

Foto: Archiv

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Verschwörungs-Post im Briefkasten

In hunderten Haushalten am Riedberg steckten in den vergangenen Tagen Flyer zum Thema Corona im Briefkasten, die auf bundesweit bekannte Pandemie- und Impfgegner zurückzuführen sind. Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer spricht von einem „allgemeingefährlichen Quatsch“. Auch die Vorsitzende des Ortsbeirates ist empört.

Die Flyer wirken seriös, auf den ersten Blick scheinbar voller Fakten – die sich auf den zweiten Blick und mit etwas Recherche schnell als eine Mischung aus Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien entpuppen. Besonders der Name im Kleingedruckten, der umstrittene Arzt Bodo Schiffmann, „Querdenken“-Wortführer und Gründer der Partei „wir2020“, sollte nachdenklich machen. Zuletzt machte er unter anderem mit Behauptungen von sich reden, in Schweinfurt sei ein Mädchen wegen Maskentragens gestorben – was die Polizei überprüfte und als Falschmeldung kennzeichnete. Nach Teilen von Bayern und Baden-Württemberg ist jetzt offensichtlich auch Frankfurt Ziel einer groß angelegten Desinformations-Kampagne.

„Das ist allgemeingefährlicher Quatsch und das Letzte, das wir in der derzeitigen Situation brauchen“, erklärte der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) auf MAINRiedberg-Anfrage. „Ich frage mich, wer so was am Riedberg verteilt. Der Inhalt ist an vielen Stellen falsch. Studien werden umgedeutet und das Robert-Koch-Institut falsch zitiert“, betonte auch Carolin Friedrich (CDU), Vorsitzende des Ortsbeirates Kalbach/Riedberg. Sie habe noch keinen dieser Wurfzettel erhalten, kenne den Inhalt aber von Bürgern, die sich sie gewandt haben.

Friedrich weiter: „Natürlich kann man die Corona-Maßnahmen hinterfragen und gegebenenfalls kritisieren, aber hier wird mit Ängsten gespielt und bewusst falsch informiert.“ Wenn man sich die Lage in unseren Nachbarländern anschaue, „kann unsere Strategie so schlecht nicht sein, zumindest haben wir deutlich niedriger Fallzahlen und ich hoffe, dass das so bleibt“.

In Frankfurt gab es in den vergangenen sieben Tagen 950 bestätigte Corona-Fälle, was einen Inzidenz-Wert von 124 pro 100.000 Einwohner bedeutet. Bisher galt schon ab einem Wert von 70 pro 100.000 Einwohner die höchste Warnstufe. Seit Beginn der Pandemie gab es in Frankfurt 81 Todesfälle, 590 in Hessen und knapp 9900 im Bundesgebiet – in Frankreich allerdings fast 34.000.

Weitere Informationen und aktuelle Statistiken unter soziales.hessen.de/gesundheit/corona-hessen/taegliche-uebersicht-der-bestaetigten-sars-cov-2-faelle

Foto: privat

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