Kategorie: Architektur

Riedberg wächst um 170 Wohnungen

Noch haben im Westflügel die Bagger Vorfahrt – bald aber wird das siebte und letzte Quartier des Riedbergs eine begehrte Wohnlage sein, hochwertige Architektur inklusive. Am Montag war Richtfest für das Projekt WestLife No. 1, das die Nassauische Heimstätte direkt am geplanten Park entlang der Römischen Straße baut. Frankfurts Planungsdezernent Olaf Cunitz nannte den Neubau einen „weiteren Beitrag, um die große Nachfrage in Frankfurt zu bedienen“. An der Wolfgang-Bangert-Straße / Ecke Eugen-Kaufmann-Straße werden sechs frei stehende Wohnhäuser mit insgesamt 71 Eigentumswohnungen entstehen, die durch viel Grün und eine Tiefgarage miteinander verbunden sind. Wenige hundert Meter weiter wird das Projekt Riedberg II der Swiss Live AG mit 107 Wohnungen realisiert. Auch dort war vor wenigen Tagen Richtfest.

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Vor wenigen Tagen war auch Richtfest für das Projekt „Riedberg II“ mit 107 Wohnungen. Der erste Bauabschnitt soll 2017 fertig sein. Foto: Stefan Forster Architekten

Beide Wohnkomplexe sind nur wenige Gehminuten von U-Bahn-Station und Riedbergzentrum entfernt und noch näher am künftigen Grünzug. Der Entwurf von Riedberg II stammt vom Büro des preisgekrönten Frankfurter Architekten Stefan Forster, der schon Ex-DDR-Plattenbauten in Gartenstadt-Architektur verwandelte und auch in anderen Riedberger Quartieren bereits Wohnanlagen plante. Der erste Bauabschnitt mit Mehrfamilienhäusern mit Balkon, Dachterrasse oder Gartenfläche soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 abgeschlossen sein.

Die Fertigstellung des neuen Projekts der Nassauische Heimstätte ist für Frühjahr 2018 geplant. WestLife No. 1 bietet weiße Klinkerfassaden, ausragende Dachformen, bodentiefe Fenster und Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Loggia oder Terrasse plus KfW-70-Standard. „Vielfältig ist aber auch das gesamte Engagement der Nassauischen Heimstätte auf dem Riedberg“, sagte am Montag der Leitende Geschäftsführer Dr. Thomas Hain. Es reicht von den 160 überwiegend öffentlich geförderten Wohnungen in der Riedbergwelle, über die 17 Mietwohnungen im besonders Energie sparenden EnergieHaus PLUS bis hin zu den neuen 71 Eigentumswohnungen.

Bis 2020 werden am Riedberg 16.000 Menschen leben, rund 1000 mehr als ursprünglich geplant. Für Frankfurt werden bis 2030 sogar mehr als 770.000 Einwohner prognostiziert. Es werden also noch viele Wohnungen benötigt. Auch, wenn der Riedberg längst fertig bebaut und voller Leben ist.

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Beim Richtfest der Anlage „Westlife No. 1“: Friedhelm Flug, Geschäftsführer HA Stadtentwicklungsgesellschaft, Dr. Thomas Hain, Leitender Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, Planungsdezernent Olaf Cunitz sowie Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte. (Fotos (2): NH)

Darauf können wir uns freuen!

Willkommen im Jahr 2016!

Wir wollen jetzt nicht über die Portoerhöhungen der Post, des RMV (um durchschnittlich 1,85 Prozent) oder diverser Versicherungen und Stromkonzerne sprechen und werden natürlich weiterhin über viele interessanten Themen im Stadtteil von der Lage der Flüchtlinge, dem Engagement der Vereine bis zu Veranstaltungen oder der Kommunalwahl im März berichten. Zum Start ins neue Jahre aber möchten wir zeigen, worauf sich die inzwischen über 10.000 Riedberger in den nächsten 366 Tagen freuen können:

So grün wird der Riedberg

Noch beherrschen Bagger und braune Erde das Bild im Westteil des Kätcheslachparks. Doch erste Pflasterstreifen und neue Geländestrukturen lassen erahnen, wie schön das zweite Teilstück des größten Riedberger Landschaftsparks werden wird. Nach den Plänen des Berliner Landschaftsarchitekten Prof. Jürgen Weidinger werden von der Altenhöferallee bis zur Römischen Straßen im Westen 127 Bäume und 1500 Sträucher gepflanzt, 32 Sitzplätze aufgestellt und 2500 Quadratmeter Sport- und Spielflächen errichtet, Wasserlauf und Regenwasserrückhaltung inklusive.

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Von Kindern für Kinder geplant: Der Piraten-Spielplatz im Kätcheslachpark

Dabei dürfen auch Nachwuchs-Piraten den Park entern! Besondere Attraktion wird das neue, zentrale Spielgelände mit Piratenschiff, Pirateninsel und Wasserspielplatz, den Beteiligte schon als „Highlight des Riedbergs“ bezeichnen. Bei den Plänen und der Ideensammlung haben Kinder der Kita Mobile sowie der Kita Gipfelflitzer, Grundschüler und Schüler des Gymnasiums mitgewirkt, ohne die es den Wasser-Spaß und die zahlreichen Möglichkeiten für Verstecke vermutlich nicht gegeben hätte. „Schon die 5- und 6-Jährigen wussten genau, was sie wollten“, berichtet die Riedberger Kinderbeauftragte Manuela Roll. „Auch wenn nicht jeder Wunsch erfüllt werden konnte – dieser Spielplatz entspricht weitestgehend den Wünschen aller beteiligten Kinder und Schüler.“ Es ist ein Platz von Kindern für alle Kinder geworden. Auch mit Spielstationen für Kids mit Handicap. Zudem sind Fitnessgeräte und eine Basketballfläche mit drei Körben vorgesehen. Avisierter Fertigstellungstermin des Parks ist März/ April 2016.

Ein grüner Platz für den Altkönigblick

Schon früher könnte der neue Quartiersplatz für den Altkönigblick am Magda-Spiegel-Weg fertig sein, an dem ab Mitte Januar gebaut werden soll. Nach den Plänen der Mainzer Landschaftsarchitekten Bierbaum/Aichele lässt die Hessenagentur eine ruhige Platzfläche mit wassergebundener Decke entstehen und Ahornbäume pflanzen, die später ein „Baumdach“ bilden. Die Landschaftsarchitekten sprechen von einer „großzügig dimensionierte Lichtung“, die einen vielfältig nutzbaren Raum schafft – für Freizeitaktivitäten wie Boule oder für kleinere Feste und Veranstaltungen.
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Die neue Ruhe-Oase fürs Quartier Altkönigblick

Coole Sprünge im neuen Skaterpark

Diese Nachricht freut sicher alle „coolen“ Kids am Riedberg: Denn seit Kurzem ist der neue Skaterpark in der Josef-Eicher-Straße im Gewerbegebiet am Martinszehnten/ Kalbach eröffnet. Die Rails, Jumps, Rampen und weitere Betonelemente auf 860 Quadratmetern sind insbesondere für Skater und BMX-Bikes geeignet. Als MAINRiedberg den Skaterpark kurz nach Weihnachten besuchte, hatten aber auch jüngere Kinder mit Rollerblades oder Scootern mit extra kleinen Rädern sehr viel Spaß. Allerdings meist gut geschützt mit Helm, Knie- und Handschonern. „Das ist auch nötig“, sagte ein Vater am Rande der Skaterfläche, der sich demnächst auch mal auf die Anlage wagen will. „Allerdings nur, wenn möglichst keiner zusieht“, wie er verriet.
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Der neue Skaterpark in Kalbach ist schon geöffnet

Eröffnung des Edith-Stein-Zentrums

Die katholische Gemeinde freut sich schon sehr auf die Eröffnung des Edith-Stein-Zentrums an der Kalbacher Höhe, das schräg gegenüber der evangelischen Kirche liegen wird. Damit haben auch die Katholiken ein „Gotteshaus“. Ein Kirchenbauförderverein ist schon gegründet, in der zweiten Januarhälfte werden bereits Stoffmuster und Farben für die Bestuhlung vorgestellt. Sobald ein Eröffnungstermin feststeht, wird MAINRiedberg darüber berichten. Weitere Infos unter www.lalibo.de.

Bestseller-Autor Hohlbein kommt!

Er ist Bestsellerautor mit einer Gesamtauflage von 35 Millionen Büchern, liebt Fantasy-Romane, Krimis und seine Harley. Wolfgang Hohlbein („Märchenmond“, „Der Hexer“) kommt 2016 nach Frankfurt-Riedberg. MAINRiedberg und der Dryas Verlag holen damit zum ersten Mal literarische Prominenz in unseren jungen Stadtteil. Am 4. März liest Wolfgang Hohlbein aus seinem neuesten Roman „Mörderhotel“. Unterstützt wird der Termin vom Familienzentrum Billabong und dem Jugendhaus Riedberg, wo die Lesung stattfinden kann. Die exakten Daten: Die Lesung aus „Mörderhotel“ von und mit Wolfgang Hohlbein findet am 4. März 2016 um 20 Uhr im Jugendhaus Riedberg, Friedrich-Bergius-Weg 2, statt. Karten kosten 8 Euro, im Vorverkauf 6 Euro. Karten-Reservierungen sind ab sofort unter mail@main-riedberg.de sowie unter kontakt@dryas.de möglich.
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Bestsellerautor Wolfgang Hohlbein liest am Riedberg aus seinem neuen Roman „Mörderhotel“

Mehr „Kultur in der Aula“

Bereits am 29. Januar 2016 um 20 Uhr kommt der Frankfurter „Lokalmatador“ Meddi Müller mit seinem neuesten Krimi „Frankfurt muss brennen“. Müller liest im Infobüro/ Riedbergzentrum. Die Lesung findet in Zusammenarbeit der Riedberger Initiative „Kultur in der Aula“ statt. Karten kosten 4 Euro, im Vorverkauf 3 Euro. Einen Monat später ist wieder Musik-Genuss angesagt – mit einer akustischen Reise von den Eagles bis Joe Cocker, von Queen bis Bruno Mars. Am Freitag, 12.2., kommt „DUETT KOMPLETT“ in die Aula der Grundschule Riedberg 1. Mit drei tollen Stimmen, zwei Akustik-Gitarren und einem Akustikbass. Karten im Vorverkauf unter info@josua-gemeinde.net

Neue Angebote der Vereine

Von Ballett und Yoga bis Cricket, vom Seminar „Sicher sein ist cool“ bis zu einem Kurs im Roman-Schreiben, von Ferienspielen für Kinder von 6 bis 12 Jahren bis zum Fußballtraining in allen Altersklassen, natürlich für Jungs und Mädchen – das Programm der Vereine am Riedberg wird immer vielfältiger. Der SC Riedberg konnte 2015 sogar schon das 1000. Mitglied Willkommen heißen. Informationen zu Verein und Angeboten gibt’s unter www.scriedberg.de. Die IG Riedberg hat wieder sehr erfolgreich und mit viel Herz den Riedberger Weihnachtsmarkt organisiert und bietet im neuen Jahr u.a. eine Jugendgruppe für Hobby-Imker an (siehe www.ig-riedberg.de). Der neu gegründete Riedberger SV veröffentlicht unter www.riedberger-sv.de spannende Angebote.

Elternfrühstück, Ballettcafe, Geburtsvorbereitung, Flöten- und Nähkurse, Flohmärkte und Lesungen – all das organisiert das Familienzentrum Billabong (www.billabong-family.de). Das Familienzentrum engagiert sich auch sehr für Flüchtlinge. Billabong wird ab Mitte Januar wieder zwei Mal wöchentlich einen kostenlosen Deutsch-Sprachkurs für Frauen inklusive Kinderbetreuung anbieten.

Kommunalwahl am 6. März

Unser letzter Hinweis ist eine Termin-Information. Denn nach den Weihnachtsferein beginnt endgültig der Countdown zur Kommunalwahl. Gewählt werden die 93 Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, des obersten Entscheidungs- und Beschlussorgans der Stadt Frankfurt, sowie der Ortsbeiräte. „Unser“ Stadtteilparlament, der Ortsbeirat 12, wird 19 Mitglieder haben. Die CDU setzt auf Ortsvorsitzende Carolin Friedrich auf Listenplatz 1, die zugleich auch für die Stadtverordnetenversammlung kandidiert. Auf Platz zwei folgt Ingo Warnebold (Riedberg), Platz 3 Stefan Müller (Kalbach). Die SPD hat mit Jörg Rohrmann zum ersten Mal einen Riedberger an die Spitze der Kandidaten gewählt. Er möchte der Partei „zu alter Stärke in Kalbach/Riedberg“ verhelfen. Listenplatz 2 hat Susanne Kassold, dann folgt Matthias Jakob.

Stärker als die SPD sind im aktuellen Ortsbeirat die GRÜNEN. Sie sind mit fünf Mitgliedern vertreten und „regieren“ gemeinsam mit der CDU. Ulrike Neißner (Kalbach) steht auf Listenplatz 1, der stellvertretende Ortsvorsitzende Wolfgang Diel (ebenfalls Kalbach) auf Platz 2. Dann folgt Ulrike Gauderer. Einen Vertreter im Ortsbeirat hat derzeit die FDP. Die Liberalen treten mit Rechtsanwalt Dr. Thorsten Lieb (Kalbach) an. Ebenfalls Mitglieder im Ortsbeirat sind derzeit Eckhart Kyrieleis (Linke) sowie Rainer Britten (BFF). Axel Leonhardt (Riedberg) wird als Spitzenkandidat der ALFA in Frankfurt antreten, der neu gegründeten Partei, die zu einem erheblichen Teil aus ehemaligen AfD-Mitgliedern besteht.

Eine gute Nachricht gibt’s zum Schluss: Der Ortsbeirat setzt sich dafür ein, dass die beiden städtischen Grundstücke an einem unserer beiden Stadtteilseingänge, an der Straße zur Kalbacher Höhe, zügig bebaut werden. Im Klartext: Dieser „Schandfleck“, wie er schon genannt wurde, inklusive halb verfallenem Verkaufspavillon eines Bauträgers soll verschwinden. Die Ortsbeiräte schlugen vor, für die Grundstücke ein Bebauungskonzept zu entwickeln und den Eingang zu unserem Stadtteil damit aufzuwerten. Nicht nur die Bewohner des Quartiers Bonifatiusbrunnen würden sich darüber freuen…

Es gibt also Vieles, auf das wir uns freuen können! MAINRiedberg wünscht allen großen und kleinen Riedbergern ein glückliches und gesundes, erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2016!

(Text: cd/ Foto: stockfoto-graf (1)/ HA (2)/ Detsch)

Ein Wunschhaus ist preisgekrönt

Das Grundstück ist nur etwas größer als ein Tennisplatz. Oder für Fußballer: Rund 5 Prozent vom Spielfeld der Eintracht. Auf diesem Grundstück in der Fritz-Bauer-Straße in der Weißen Stadt steht ein Haus, das einer Familie 200 Quadratmeter Platz bietet. Es ist ein Wunschhaus im Bauhaus-Stil, mit Flachdach, klaren Formen und einer Terrassennische mit Pergola darüber, die Gartenzimmer plus Rückzugsort ist. Und bewirkt, „dass man den Nachbarn nicht ständig vor der Nase sitzt“, wie Martin Wilhelm vom Frankfurter Büro bb22 architekten und stadtplaner umschreibt. Das Haus ist übrigens als Doppelhaus konzipiert, geplant und gebaut. Mit dem klitzekleinen Unterschied, dass hier nicht Hausmauern, sondern die Garagen aneinanderstoßen und jedem Bewohner den Traum vom frei stehenden Eigenheim weiterträumen lassen. Trotz vergleichsweise moderater Baukosten.

Seit Kurzem ist das Haus genau deshalb preisgekrönt. Das Projekt bekam den Iconic Award bei einem internationale Wettbewerb für Architekten, Designer, Bauwirtschaft und Industrie und den renommierten German Design Award. Letzterer wird ausgelobt vom Rat für Formgebung, der einst vom ersten Bundestag als Stiftung ins Leben gerufen wurde und längst internationale Beachtung findet. Architekt Martin Wilhelm, der mehrere Projekte am Riedberg realisiert, bleibt zurückhaltend. Er nennt die Preise schlicht „ein Ausrufezeichen!“

(Text: cd/ Foto: bb22)

So wird die „Riedbergwelle“

Hessens Wohnungsbauministerin Priska Hinz nannte das Projekt Riedbergwelle beim Richtfest am Dienstag „eine vorbildliche Mischung aus sozialem Wohnungsbau, frei finanziertem Wohnungsbau für Haushalte mit mittlerem Einkommen und Klimaschutz durch Passivhausbauweise.“ Schließlich brauche man im Rhein-Main-Gebiet dringend günstigen Wohnraum, „der zugleich ein höchstes Maß an Energieeffizienz aufweist“. Oberbürgermeister Peter Feldmann nannte den Wohnungsneubau „weiter die größte Herausforderung der kommenden Jahre in Frankfurt“. Das Ensemble der Nassauische Heimstätte sei ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Riedberg. Planungsdezernent Olaf Cunitz verwies in dem Zusammenhang auf die verschiedenen Wohnungsbauförderprogramme der Stadt. Gegenwärtig stellt die Stadt jährlich 45 Millionen Euro für Förderprogramme zur Verfügung. Insbesondere Familien oder Alleinerziehende mit Kindern sind die Zielgruppe.

Für den Klimaschutz

„Wir zeigen bei der Riedbergwelle, dass man geförderten Wohnungsbau mit hoher architektonischer und stadtplanerischer Qualität verwirklichen kann“, versicherte Dr. Thomas Hain, leitender Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt. „Die zukünftigen Mieter genießen einen außergewöhnlichen Wohnkomfort.“ Insgesamt plant die Nassauische Heimstätte hessenweit in den kommenden fünf Jahren Investitionen in den Wohnungsneubau sowie in den Bestand, das heißt unter anderem in die energetische Modernisierung, in Höhe von rund einer Milliarde Euro.

Alle Wohnungen barrierefrei erreichbar

61 Wohnungen in der Riedbergwelle werden in der direkten Belegung (erster Förderweg) zukünftig eine Kaltmiete von 5,50 Euro/qm kosten. 52 Wohnungen bietet das Wohnungsunternehmen gemäß dem Frankfurter Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau („Mittelstandsprogramm“) für einen Mietpreis von 7,77 Euro/qm an. Ergänzt wird das Angebot durch 23 Wohnungen in der mittelbaren Belegung für 10,50 Euro/qm. Für die letztgenannten Wohnungen überträgt die Nassauische Heimstätte die Belegungsrechte der Stadt auf andere Wohnungen ihres Frankfurter Bestandes. 24 Wohnungen werden frei finanziert und liegen mit 11 Euro/qm noch am unteren Ende des Preisniveaus auf dem Riedberg. Die Wohnungsgrößen zwischen 55 und 113 qm bieten Wohnraum für Zwei- bis Fünf-Personen-Haushalte. Die gesamte Wohnfläche beträgt 12.500 qm. Alle Mietwohnungen sind barrierefrei erreichbar.

Hohe architektonische Qualität

Das städtebauliche Konzept von Stefan Forster Architekten sieht im Westen und im Norden des Grundstücks einen geschlossenen Gebäuderiegel („Welle“) mit neun Wohnhäusern entlang der Graf-von-Stauffenberg-Allee vor. Im Osten sind es vier freistehende Häuser. Es entsteht auch ein grünes Areal mit kleinen Hügeln und Spielflächen, das als gemeinschaftliche parkähnliche Freifläche für die Bewohner vorgesehen ist. 149 Stellplätze gibt es in der Tiefgarage.

Begrünte Flachdächer

Mit einer Wärmedämmung von Fassade und Dach erreicht das Ensemble Passivhaus-Standard. Die Wohnungen verfügen über eine Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Die Grundversorgung von Heizung und Warmwasseraufbereitung leistet Fernwärme. Die Fassaden der Gebäude werden mit hellem Putz und farblich abgestimmtem Klinkerflächen gestaltet. Die Flachdächer sind begrünt. Alle Wohnungen sind mit Balkonen oder Terrassen bzw. Dachterrassen ausgestattet, in den freistehenden Häusern sind für die Erdgeschosswohnungen Mietergärten vorgesehen.

Von den Gesamtkosten des Bauvorhabens Riedbergwelle in Höhe von rund 44 Millionen Euro werden rund 30 Millionen Euro aus Fördermitteln des Landes, der Stadt Frankfurt und der KfW über zinsgünstige Darlehen bereitgestellt.

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Beim Richtfest am Dienstag: Dr. Constantin Westphal, Staatsministerin Priska Hinz, Bürgermeister Olaf Cunitz und Dr. Thomas Hain (v.l.n.r.).

(Informationen & Fotos: Nassauische Heimstätte)